Juana - Episode 2


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05.02.2026
Schamsituation
vaginal anal 69
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Diese Geschichte stammt nicht von mir. Sie wurde mir von Juana selbst erzählt, in vielen Nächten. Da ihr Deutsch nicht so gut ist, habe ich ihre Worte nur in meine eigene Sprache gegossen, sie gestrafft, poliert und in einen Fluss gebracht, der dem rohen, direkten Ton ihrer Erzählung treu bleibt und eine schöne Geschichte ergibt. 
Juana hat die Kapitel gelesen, abgenickt und ein wenig korrigiert. Es ist eine wahre Episode aus ihrem Leben, aus den Jahren 2006 bis Januar 2015. Heute führt sie mit mir ein ganz anderes Leben, ruhiger, sicherer.

Fortsetzung – Herbst 2006 

Pavel kam nun jedes Wochenende. Juanna hatte sich voll verschossen: in diesem attraktiven Polen, mit circa 1,85 m relative groß, schlank und muskulös, in diese lockigen, mittellangen blonden Haare, die ihm lässig in die Stirn fallen, in die strahlend blaue Augen, das markante Kinn und das freche tiefe Grübchen auf der rechten Wange. Er hatte etwas jungenhaftes, auch wenn ein leichter Dreitagebart in verwegener aussehen ließen.

Vom ersten Augenblick an lechzte Pavel nach Juana. Diese karibische Schönheit mit kaffeebraunem Teint, ein harmonischer karibischer Mix aus afrikanischen, indigenen und europäischen Zügen. Diese kleine Frau mit schmaler Taille, rundem straffer Po und langen schlanke Beine hatte ihm die Augen verdreht. Er liebte ihr langes lockiges, schwarz-glänzendes Haar bis zur Mitte des Rückens, die große dunklen Augen mit langen Wimpern, die volle Lippen, und ihre hohen Wangenknochen, sowie das immer fröhliche offenes Lächeln an Ihr.

Freitagabend der 3er-BMW in der Einfahrt, Samstag und Sonntag gehörte er Juana. Die zwei hatten viel Spaß zusammen: tagsüber Ausflüge ans Meer, abends Wein auf der Terrasse, nachts das Gästezimmer. Tatjana strahlte. „Mein Neffe und meine quasi Adoptivtochter“, sagte sie oft und goss allen nach. „Endlich mal Glück im Haus.“

Dann kam das Jobangebot. Pavel wechselte von Warschau nach Berlin, ein richtig guter Posten in einem großen internationalen Konzern: gutes Gehalt, Firmenwagen, moderne Wohnung in Berlin Prenzlauer Berg. Er zögerte eine Woche. Juana folgte ihm ohne Zögern.

Februar 2007. Der ICE aus Warschau rollte pünktlich in den Berliner Hauptbahnhof ein. Pavel wartete am Gleis, dicke Jacke, Schal, breites Grinsen. Sie fielen sich in die Arme, küssten sich lange, ignorierten die Menschenmenge. Er nahm ihren Koffer, führte sie durch die kalte, nasse Stadt zur neuen Wohnung im vierten Stock, Altbau, hohe Decken, Parkett, große Fenster zum Hinterhof.

Kaum in der Wohnung drin, zog er ihr den Mantel aus, küsste ihren Hals, hob sie auf die kalte Granit-Arbeitsplatte in der Küche. Sekunden später saß sie nackt da, Beine um seine Hüften geschlungen, und er stieß tief in sie hinein. Die Küche war noch leer, roch nur nach frischem Kaffee und ihrem beiderseitigen Atem. Juana kam schnell, krallte sich in seinen Rücken; er folgte kurz darauf, presste sich fest an sie, bis das Zittern nachließ.

Doch Berlin war kein Danzig und nicht Cabarete. Es war Februar und ihr erster echter Winter in Europa. Die Karibik hatte sie nie unter 20 Grad erlebt, selbst nachts nicht. Hier fiel das Thermometer auf minus acht, minus zwölf, manchmal mit Wind aus Sibirien, der durch jede Ritze pfiff. Die Wohnung heizte schlecht, die Heizkörper röchelten lauwarm, und Juana fror ständig. Sie trug drei Pullover übereinander, dicke Socken, sogar im Bett eine zweite Decke und trotzdem kroch die Kälte in ihre Knochen. Sie vermisste die feuchte Wärme der Tropen, den Geruch von Salz und Hibiskus, die Sonne, die einem sofort in die Haut fuhr. Stattdessen: grauer Himmel, Nieselregen, der sich in Schneematsch verwandelte, und Straßenlaternen, die schon um vier Uhr nachmittags angingen.

Der kulturelle Schock traf sie in Wellen. Die Deutschen redeten schnell, knapp, ohne Umschweife, kein langes Lachen, kein „mi amor“, kein Schulterklopfen. Die lockere Freundlichkeit fehlte ihr und das Starren nervte sie. Deutsche waren so direkt! In den Supermärkten gab es keine Mangos, die nach Sommer schmeckten, nur blasse Importware. Die Leute hielten Abstand, schauten nicht in die Augen, sagten „Tschüss“ statt „Bis bald“. Behördengänge waren ein Albtraum: endlose Formulare, sprachprobleme, unfreundliche Sachbearbeiter, Termine in drei Monaten. Ihre Papiere hingen immer noch in der Schwebe.

Pavel war sehr oft weg. Meetings bis spätabends, Dienstreisen nach Hamburg oder München, Wochenenden, an denen er schon freitagsmittags losfuhr. Die Wohnung wurde still. Juana saß stundenlang am Fenster, starrte auf die regennassen Dächer, wickelte sich in eine Decke und versuchte, nicht zu weinen. Wenn sie fror, gab es niemanden, der sie wärmte, keine heißen Hände auf der Haut, kein Körper, der sich an sie schmiegte. Nur die kalte Bettseite neben ihr. Häufig telefonierte sie stundenlang mit Tatjana.

Zum Glück fand sie den Job im kleinen lateinamerikanischen Restaurant in Kreuzberg. Von 16:00 Uhr bis 00:30 Uhr, manchmal bis 1 Uhr morgens. Empanadas rollen, Arepas backen, Bier zapfen, mit Gästen auf Spanisch und gebrochenem Deutsch plaudern. Der Chef zahlte bar, stellte keine Fragen zu Papieren, die Bezahlung war mies. Aber es gab Trinkgeld, es war warm dort drin, es roch nach Knoblauch, Koriander und gebratenem Fleisch, und die Musik spielte Salsa, Samba und Merengue. Für ein paar Stunden am Tag fühlte sich Juana fast wieder zu Hause. 

Doch wenn sie gegen halb zwei Uhr nachts mit der U-Bahn heimfuhr, war Berlin dreckig, leer und eisig. Sie zog die Kapuze tief ins Gesicht, fror trotz Daunenjacke, stieg die Treppe zur Wohnung hoch und hoffte, dass Pavel schon da war. Meistens war er es nicht. Dann legte sie sich ins kalte Bett, rollte sich zusammen, presste die Hände zwischen die Oberschenkel und dachte an den fröhlichen Sommer in Polen oder ihre frühe Kindheit in der Karibik. Manchmal half die Erinnerung, die Kälte ein bisschen zu vertreiben. Manchmal nicht.

 

Die ersten Monate in Berlin waren hart gewesen, aber dann wurde es gut, richtig gut. Juana gewöhnte sich mehr und mehr an die Großstadt. Der Rhythmus der U-Bahn, die Lichter am Alexanderplatz, die endlosen Cafés und die Menschenmengen hörten auf, sie zu überfordern. Die Deutschen waren direkt, aber ehrlich und zuverlässig. Ganz anders als die unverbindlichen Zusagen die sie aus der Heimat kannte. Hier hab es kein „Mañana“, dass ein irgendwann oder auch ein Nie bedeutete. Mit Pavels Gehalt musste sie nie wieder um Geld bangen; sie konnte sich sogar kleine Freuden leisten, neue Schuhe, ein Wochenende in der Therme, ein Kleid, das sie wirklich wollte. Sie war abgesichert, nicht mehr der junge Teeny wie in Cabarete, der manchmal nicht wusste, woher das Geld für Essen und die Miete kommen sollte. Und sie war kein Freiwild für die vielen Machos mehr, die sie ständig belästigten und die sie abzuwehren gelernt hatte.

Nach und nach knüpfte sie in Berlin Kontakte. Im Restaurant lernte sie Kolleginnen und Stammgäste kennen, die sie duzten und zum Feierabend-Bier einluden. Im VHS-Deutschkurs (dreimal die Woche abends) saß sie neben Leuten aus aller Welt wie Syrer, Afghanen, Kolumbianer, Peruaner, Chilenen Marokkaner, und sie lachten alle über dieselben Grammatikfehler. In der nahen Grundschulturnhalle fand sie eine Zumba-Gruppe: laute, häufig lateinamerikanische Musik, viele gleichaltrige Frauen, schwitzende Körper, viel Gelächter. Dort fühlte sie sich wieder lebendig, wieder karibisch, auch wenn draußen Schnee lag. Pavel verwöhnte sie, wann immer er da war. Lange Nächte im Bett, Frühstück ans Bett, spontane Küsse in der Küche. Aber er war viel zu oft weg, Dienstreisen nach Frankfurt, München, Düsseldorf manchmal sogar London oder Madrid. Die Wohnung fühlte sich dann wieder leer an, die Nächte kalt.

 

Im März 2008 fuhren sie für ein langes Wochenende nach Kopenhagen. Dort heirateten sie standesamtlich und ohne all die Formulare, nur sie beide, und ein Blumenstrauß und eine Flasche Champagner. Einfach, schnell, glücklich. Drei Monate später kamen dann auch alle Papiere der deutschen Behörden ins Haus: Aufenthaltserlaubnis, Arbeitserlaubnis, alles legal und sicher. Kein Bangen mehr vor Behördenbriefen.

Juana wechselte den Job. Das lateinamerikanische Restaurant war nett gewesen, aber das nahegelegene Café-Bistro am Prenzlauer Berg war besser: nur zwei Straßenecken entfernt, offiziell angemeldet, höheres Gehalt, und das Betreiberpaar (ein älteres deutsch-venezuelisches Ehepaar) behandelte sie sehr nett. Die Wirtin Marianna hatte sie beim Zumba kennengelernt, so war das Bewerbungsgespräch nur eine Formsache. Ihr Mann der Koch hatte nur kurz zustimmend genickt, dann hatte seine Frau sie eingestellt. 

Marianna war Mitinhaberin und Restaurant und heimliche Chefin. Sie war eine etwas füllige Venezolanerin, 41 Jahre, mit hellbrauner samtiger Haut und dunklem welligen Haar bis zu den Schultern. Sie war eine Handbreit größer als Juana, sehr kurvig und üppig und mit sehr großem Busen, breiten Hüften, sowie einem dicken runder Hintern. Freundliches, offenes Gesicht mit warmem Lächeln, große braune Augen, volle Lippen. Strahlt Wärme. … und selbstverständlich sprach sie neben Deutsch auch Spanisch. 

Manfred ihr Mann war ein völlig anderer Typ. Er war deutlich älter als seine Frau, aber ein Paradebeispiel dafür, wie man sich einen Koch vorstellt: Die 62 Jahre sah man ihm nicht ganz an. Groß (ca. 1,88 m), stark übergewichtig mit dickem rundem Bauch, der über den Gürtel hängt, kurze, schwarz-graumelierte Haare mit klassischer Meckifrisur, ein rotes wettergegerbtes Gesicht und eine Knollnase, buschige Augenbrauen, freundliche Lachfalten. Manfred war herzlich, väterlich, gemütlich: keine Schönheit, aber warm und einnehmend.

Juana servierte je nach Schicht mal Frühstück, mittags Quiche und Salate, dann Kaffee und Kuchen und mal abends Wein und kleine Teller. Die Schichten begannen und endeten früher, sie war oft schon um 16 Uhr oder 22 Uhr zu Hause.

Wenn Pavel und sie Zeit hatten, flohen sie aus der Stadt. Mal ans Meer an die Ostsee, mal nach Polen zu Tatjana in den Garten, oder zu Verwandten im Süden. Oder sie blieben in Berlin und fuhren mit dem Kanu auf Spree und Havel, picknickten am Ufer, liebten sich im Gras, wenn niemand in der Nähe war. Pavel wünschte sich Kinder. Er sprach oft davon, beim Frühstück, im Auto, nach dem Sex. „Stell dir vor, ein kleines Mädchen mit deinen Augen.“ Aber es klappte nicht. Manchmal fiel der fruchtbare Zeitpunkt genau in eine seiner Reisen. Manchmal hatten sie wilden Sex außerhalb des Fensters, in ihrer Periode, mitten in der Nacht, unter der Dusche oder sogar auf dem Balkon, und Pavel störte das Blut kein bisschen; bei Juana siegten die Glückshormone über die Regelschmerzen, und sie liebte es, wie hemmungslos er sie nahm. Trotzdem: egal wie oft und wie leidenschaftlich sie es in Berlin, in Kopenhagen, an der Ostsee oder im polnischen Garten trieben, nach zwei Jahren war da immer noch nichts. Kein positiver Test, kein Morgenübelkeit, kein kleiner Herzschlag auf dem Ultraschall. Juana lächelte tapfer, wenn Pavel fragte. Aber nachts, wenn er schlief, lag sie wach und starrte an die Decke. Und fragte sich leise, ob etwas mit ihr nicht stimmte.

Drei Jahre waren sie glücklich: richtig glücklich, auf eine ruhige, selbstverständliche Art. Pavel kam jetzt regelmäßiger nach Hause. Die endlosen Dienstreisen waren Geschichte; nur noch zwölf Tage pro Monat unterwegs, der Rest gehörte Berlin, der Wohnung, Juana. Sie hatten ein richtiges Leben aufgebaut. Häufiger Freunde zum Essen daheim am großen Tisch, lautes Lachen, Weinflaschen, die sich stapelten. Arbeitskollegen kamen vorbei, brachten Blumen oder eine Flasche Rum mit. Die Urlaube wurden ambitionierter: Lissabon, Barcelona, einmal sogar New York.

Im Februar 2011 flogen sie für drei Wochen in die Dominikanische Republik. Juana zeigte ihm „ihre Welt“, die staubigen Straßen von Cabarete und Sosua , die Strandbars mit Merengue bis Mitternacht, die Märkte mit frischen Mangos und Kokosnüssen. Sie badeten im warmen Meer, aßen Mangu und Sancocho bei ihrer alten Nachbarin, tanzten barfuß auf dem Sand. Juana blühte auf. Das Klima, die Sprache, die Musik aus allen Ecken, das Essen, und besonders der Duft, alles fühlte sich nach Zuhause an. Pavel schaute sie oft nur an und sagte leise: „Jetzt verstehe ich, warum du so bist, wie du bist.“ Der Abschied viel Juana schwer, auch wenn sie sich gelichzeitig auf Berlin freute.

Im Sommer 2011 kam die Überraschung. Pavel schob Juana ihm beim Frühstück einen Umschlag hin. Darin: Baupläne. Arbeitskollegen hatten Pavel auf ein Neubauprojekt aufmerksam gemacht, nur vier Blocks entfernt, zentral, aber ruhig. Zwei Monate später unterschrieben sie den Kaufvertrag für die oberste Wohnung: kleiner als die auf den Etagen darunter, dafür mit einer riesigen Dachterrasse, die über die Dächer blickte. Und es sollte ihr eigenes Reich werden. Der Rest war Juanas Projekt. Farben aussuchen, Innendesign planen, Möbel bestellen, Lampen, Vorhänge, Pflanzen, sie schickte Pavel täglich Fotos und Links per E-Mail oder Messenger. Er antwortete meist nur mit Daumen-hoch-Emojis und „Mach genau so, wie du willst, mi amor.“ Und im Februar 2012 kam dann der Umzugstag: Kisten, Möbelpacker, Staub, Lachen, Schweiß. Abends saßen sie auf der noch leeren Dachterrasse, tranken kaltes Bier und schauten auf die Lichter der Stadt. Alles fühlte sich neu und richtig an.

Kaum zwei Wochen später kam dann die schlechte Nachricht. Pavel saß am Küchentisch, Laptop offen, Gesicht ernst. „Sie wollen mich zu 50 % nach Düsseldorf versetzen. Ab April. Drei Tage die Woche dort, zwei hier. Oder umgekehrt. Keine Diskussion.“ Juana starrte ihn an. Die Dachterrasse, die gerade erst eingerichtet war, fühlte sich plötzlich wieder sehr weit weg an.

Die Fernbeziehung half der Beziehung nicht. Pavel mietete eine kleine Zwei-Zimmer-Wohnung im Bergischen Land auf einem Kuhdorf (gut und günstig), pendelte zwischen Düsseldorf und Berlin und war zusätzlich noch auf Dienstreisen. Sie sahen sich immer seltener. Zuerst telefonierten sie täglich, dann jeden zweiten Tag, schließlich nur noch zwei- bis dreimal die Woche - kurze Gespräche, die immer mehr nach Pflicht klangen. Jeder lebte nun mehr und mehr sein eigenes Leben: sie in Berlin mit Café-Schichten, Zumba, Freunden und der Dachterrasse; er in Düsseldorf, auf Baustellen, in Hotels und bei Kunden irgendwo in Deutschland. Und Kinder? Fehlanzeige. Egal wie oft sie es versuchten, es passierte einfach nicht.

 

Wenn Pavel doch mal da war und Juana nur den Hauch einer Chance spürte, fielen sie übereinander her. An einem Freitagabend kam er spät nach Hause. Juana empfing ihn schon in schwarzer Spitzenwäsche mit String, halterloser BH, High Heels. Der erste Sex fand stehend im Flur statt: er drückte sie gegen die Wand, schob den Slip zur Seite, stieß sofort tief rein. Beide keuchten laut, kamen schnell und hart. Unter der Dusche folgte der zweite: heißes Wasser prasselte auf sie herab, Seife überall, seine Hände an ihren Brüsten, ihr Rücken an die Fliesen gepresst, Beine um seine Hüften. Sie schrie leise auf, als der Orgasmus sie durchzuckte. 

Nach dem Abendessen saßen sie auf dem Sofa. Juana nur im Kimono massierte mit den nackten Füßen seinen Schritt durch die Jogginghose, ganz langsam, gezielt. Es dauerte keine Minute, bis er steinhart war. Pavel drehte sie um, beugte sie über die Sessellehne, zog ihr den Slip runter und nahm sie von hinten:  hart, tief, rhythmisch. Juana krallte sich in den Stoff, kam zweimal hintereinander, bevor er in ihr kam.

Am nächsten Morgen, noch im Halbschlaf, löffelte er sie von hinten im Bett. Kein Wort, nur Atem und Stöhnen. Bevor sie überhaupt ans Frühstück dachten, fickte er sie langsam, liebevoll, bis sie wieder zitterte und kam – multiple Orgasmen, wie immer bei ihm. Der Sex war geil, intensiv, süchtig machend. Juana liebte es mit ihm. Aber Kinder? Immer noch nichts.

 

Wenn sie ihn in Düsseldorf besuchte, war seine Junggesellenbude ein Albtraum: unaufgeräumt, winzig, fernab von allem. Es stapelte sich Geschirr in der Spüle, im Kühlschrank befanden sich kaum Lebensmittel oder auch längst abgelaufene. Irgendwie hatte Juana das Gefühl, sie käme nur zum Putzen und Aufräumen in sein Reich.  Ohne Führerschein, ohne Auto saß sie dort in der Pampa fest - isoliert, gelangweilt, wartete stundenlang, bis er abends kam. Kein Vergleich zur lebendigen Dachterrasse in Berlin. Freunde kamen nie in diese Wohnung. Die Liebe schwand langsam. Zwei Jahre schon eine Fernbeziehung, bei der man sich nur alle drei Wochen sah. Was blieb, war Zuneigung, Gewohnheit, guter Sex! Es wurde mehr und mehr eine Freundschaft plus aus der Ehe. Keiner sprach es aus. Aber beide spürten es.

Kurz vor Weihnachten 2014 fuhren sie zu Pavels Eltern nach Polen. Die Schwiegereltern nervten wie jedes Jahr mit den fehlenden Enkeln, subtile Sticheleien beim Essen, Seufzer beim Fotobetrachten der anderen Enkelkinder. Pavels Schwester und Bruder halfen dabei gar nicht: sie machten nur blöde Witze, gaben ungefragte Tipps („Vielleicht mal entspannen, dann klappt’s ja von allein“ oder „Habt ihr schon die Position XXX probiert, das klappt am Besten“) und zeigten stolz ihre eigenen Sprösslinge. Juana lächelte höflich, innerlich kochte sie. Am Tag vor Heiligabend platzte Pavel im Gästezimmer: „Warum klappt das bei uns nicht? Bei allen anderen schon.“ Juana starrte ihn an, Tränen schossen hoch. Sie drehte sich weg, zog die Decke über den Kopf und weinte leise, bis er endlich ging. In dieser Nacht schlief sie allein im schmalen Bett ein, das Herz schwer. Pavel soff mit seinem Bruder und Onkel in der Küche.

 

Und dann eine Woche nach Silvester eskalierte alles. Januar 2015, ein Mittwochmorgen in Berlin. Pavel bummelte Überstunden an. Er und Juana hatten gefrühstückt, dann war er Joggen gegangen und nun stand er unter der Dusche. 
Sein Smartphone hatte er auf dem Frühstückstisch gelegt. 
Es pingte. Juana warf im Vorbeigehen nur einen flüchtigen Blick drauf, und erstarrte.

Sylvia: Hallo😘 Was ist nun mit morgen? 
Sylvia: Kommst du? 
Sylvia: Ich vermisse dich😘

Die Nachrichten verschwanden wieder im Chat-Verlauf.

Beim Frühstück redeten sie kaum. Pavel verschwand ins Fitnessstudio, Juana traf eine Freundin, aber sie war abwesend, die Nachrichten brannten sich in ihren Kopf. Wer war Sylvia? Was lief da? 
Abends saßen beide auf der Couch, Fernseher lief stumm im Hintergrund. Pavel scrollte am Handy, stand auf, legte es auf den Tisch und ging zur Toilette. Juana griff blitzschnell das entsperrte Samsung, öffnete WhatsApp, scrollte hoch. Was sie sah, ließ ihr Blut gefrieren: Pavel und Sylvia. Fotos aus dem Rheinland und aus London: lachend auf Partys, in Bars, Arm in Arm, Karneval. Dann Sylvia nackt auf einem Hotelbett, Beine gespreizt. Und dazwischen Penisbilder von Pavel, die er ihr geschickt hatte.

Juana schrie auf Spanisch los: die wildesten Flüche, die sie kannte. Wütend schleuderte sie das Telefon gegen die Wand. Es knallte, das Display splitterte. Pavel kam aus der Toilette gerannt, ahnte sofort, was los war, aber nicht, wie extrem eine wütende karibische Frau werden konnte. Sie warf mit allem, was sie greifen konnte: Weinflasche, Becher, Teller, Glas, Vase, Büchern. Manches traf ihn an Schulter und Brust, manches zerschellte an der Wand. Sie stürzte auf ihn zu, trommelte mit den Fäusten auf seine Brust, trat nach ihm, schrie ihn auf Spanisch an. Wütend! Schnell! Worte die er nicht kannte. Pavel jaulte auf, duckte sich, rettete sich rückwärts ins Schlafzimmer und drehte den Schlüssel um.
„Komm raus, du Schwein! Sieh mir in die Augen!“ Juana hämmerte gegen die Tür, schrie weiter.

Drinnen packte Pavel hastig seinen Koffer, zog sich an, wartete, während sie davor Tiraden von sich ließ. Als Juana für einen Moment ruhiger wurde, hörte es leise Schritte und eine Tür. Dann hörte er die Toilettenspülung. Er riss er die Schlafzimmertür, schnappte sich die zwei Taschen, danach Schlüssel und Portemonnaie und rannte durch den Flur. Die Wohnungstür fiel laut ins Schloss. Er war weg.

Juana blieb allein zurück, schluchzte. Sie holte die Flasche Rum aus dem Schrank, goss sich ein Glas nach dem anderen ein, bis die Flasche leer war, bis der Raum sich drehte und die Tränen nicht mehr aufhörten. Sie brach auf dem Sofa zusammen, betrunken, leer, kaputt.
 

Juana war fix und fertig. Etwas zerzaust und mit Rändern unter den Augen trat sie ihre Nachmittagsschicht im Bistro an. Es war gerade nicht viel los und nachdem der letzte Gast vom Mittagstisch gegangen war, kam ihre Arbeitgebern auf Sie zu: „was ist denn los mit dir?“. Sie setzten sich und Juana begann erneut schluchzend zu erzählen. Dann kann der Wirt mit 3 Bechern Tee hinzu. Marianna und Manfred hörten ihr zu, ohne Unterbrechung. Beide hatten echtes Mitleid. Marianna legte sofort den Arm um sie und sagte: „Du brauchst jetzt Abstand. Setz ein wenig aus und komm mit uns nach Rügen. Wir haben da ein kleines Ferienhaus. Von Sonntag bis Dienstag. Nur wir drei. Kein Stress, nur Meer und Ruhe.“

Pavel derweil meldete sich nicht mehr. Kein Anruf, keine Nachricht, kein Entschuldigung, nichts. Sein Handy blieb tot.

Sonntagabend um 19 Uhr stand Marianna mit ihrem großen Mercedes Kombi vor der Tür. Juana warf ihren Koffer in den Kofferraum, stieg ein, und sie fuhren los Richtung Norden. Manfred würde später nachkommen, er hätte noch einiges zu erledigen und müsste noch die Abendkasse machen. Drei Stunden später bogen sie in Lubkow ab, ein kleines Dorf direkt an der Ostsee. Das Ferienhaus war einfach, aber gemütlich: viel Holz, große Fenster zum Meer, ein alter Kaminofen im Wohnzimmer.

Marianna führte sie kurz herum, zündete den Kamin an, holte Wein und Essensboxen aus dem Bistro, mixte zwei kräftige Cocktails. Sie plauderten, lachten, aßen kalte Hähnchenbrust und Salat direkt aus der Box. Marianna erzählte Anekdoten aus Venezuela: von Stränden, Karneval, ihrer verrückten Großmutter, und sie schaffte es mit ihrem sonnigen Wesen, die Stimmung leicht zu halten. Das Thema Beziehung ließ sie bewusst links liegen.

Marianna trank und aß recht viel und redete fast ständig. Ihr Mann Manfredsei ein großer, typischer dicker Deutscher, wie sie lachend erzählte. „Der sieht aus wie ein Bär, aber er hat das Herz am rechten Fleck und er kocht wie ein Engel.“ Dann langte sie erneut in die Box mit den Häppchen und füllte die Gläser. 

 

Der Kaminofen fraß Holz um Holz. Die Hitze breitete sich schnell aus, das Wohnzimmer wurde richtig heiß. Der Cocktail stieg Juana zu Kopf, der Rotwein folgte. Marianna zog nach und nach Kleidung aus, zuerst die Strickjacke, dann den Pullover, dann die Socken. Am Ende saß sie nur noch in Tanktop und Jogginghose auf dem Sofa, Schweißperlen glänzten auf ihrem Dekolleté. Juana schwitzte ebenfalls. Sie zog ihren Pulli aus, öffnete dann die Bluse und blieb in BH und Leggings sitzen. Die erste Flasche Wein war schnell leer. Marianna wurde immer zutraulicher, rückte näher, legte eine Hand auf Juanas Oberschenkel. 

Juana wusste nicht genau, wie sie reagieren sollte. Aber die Berührung fühlte sich gut an, warm, tröstend. Marianna begann, sanft zu streicheln, dann leicht zu massieren. Sie spürte die Verspannungen in Juanas Schultern und Nacken. „Leg mal das Oberteil und den BH ab“, sagte sie leise. „Ich mach dir eine richtige Massage. Du bist total verkrampft.“

Juana zögerte kurz, dann zog sie die Bluse aus und öffnete den BH und drehte Marianna den Rücken zu. Marianna knetete erst die Schultern, dann den Nacken, die Arme hinunter. Ihre Hände wurden mutiger, wanderten langsam nach vorn. Bald lagen sie auf Juanas Brüsten, umfassten sie sanft, streichelten die Seiten, spielten mit den Nippeln, die sofort hart wurden. Juana schloss die Augen. Sie mochte das. Sie genoss es sogar sehr. Langsam wanderte Mariannas Hand tiefer. Juana schnurrte nur wohlig, ein leises, kehliges Geräusch aus der Kehle, das Marianna als Einladung nahm. Ihre Finger glitten unter den Bund der Leggings, dann unter den dünnen Slip.

Juana versteifte sich für einen winzigen Moment, ein Reflex aus Überraschung, doch dann entspannte sie sich wieder, ließ die Beine ein Stück auseinandergleiten. Mariannas Hand fand genau das, was sie suchte: warme, feuchte Haut, geschwollene Schamlippen, die bereits glänzten. Sie strich erst sanft über die äußeren Lippen, dann teilte sie sie mit dem Mittelfinger, fand die Klit und begann, sie in kleinen, festen Kreisen zu reiben.

Juana stöhnte leise auf, ein tiefer, langer Ton. Ihr entwich nur ein einziges, heiseres Wort: „Sí…“ Marianna lächelte in Juanas Nacken, küsste die salzige Haut dort, während ihre Finger weiterarbeiteten, mal kreisend, mal tiefer gleitend, bis zwei Finger langsam in die enge, nasse Hitze eintauchten. Juana bog den Rücken durch, presste sich gegen die Hand, die sie so geschickt berührte. Der Kamin knisterte, die Hitze im Raum war fast unerträglich, Schweiß perlte zwischen ihren Brüsten. Marianna flüsterte nah an ihrem Ohr: „Lass los, mi amor… lass es einfach kommen.“ Juana gehorchte. Ihr Atem wurde schneller, kürzer, dann brach ein Zittern durch ihren Körper – ein leiser, erstickter Schrei, als der Orgasmus sie überrollte. Marianna hielt sie fest, Finger tief in ihr, bis die Wellen abebbten. Erst dann zog sie die Hand langsam zurück, leckte sich demonstrativ die Finger ab und küsste Juana sanft auf die Schulter.
„Besser?“, fragte sie leise. Juana drehte sich um, Augen noch glasig, und nickte nur. Dann zog sie Marianna zu sich heran und küsste sie: tief, hungrig, dankbar.

 

„Lass uns zu Bett gehen“, murmelte Marianna mit rauer Stimme. Sie nahm Juanas Hand, zog sie sanft vom Sofa hoch, (Juana schwankte leicht) und führte sie durch den Flur ins große Badezimmer. Die Luft war noch heiß vom Kamin, die Fliesen warm unter den nackten Füßen. Sie zogen sich aus. Beide Frauen stellten sich unter die große Regendusche. Wasser prasselte herunter, Dampf stieg auf. Marianna griff nach dem Duschgel, seifte Juana zuerst ein: langsam, genüsslich. Ihre Hände glitten über Schultern, Brüste, Bauch, Hüften, zwischen die Beine. Juana tat dasselbe: sie erkundete Mariannas Körper mit den Fingern, staunte über die glatte, haarlose Haut. Marianna war komplett rasiert, nicht ein Härchen am ganzen Leib, auch nicht zwischen den Schenkeln. Die Schamlippen glänzten feucht, geschwollen vor Erregung. Sie küssten sich unter dem Wasser, tief und langsam, Zungen tanzten, Seife rann in weißen Bächen über ihre Körper. Als sie sauber waren, trockneten sie sich hastig ab, Handtücher fielen achtlos zu Boden.

Marianna zog Juana ins Schlafzimmer, ein großes Bett mit weißer Bettwäsche, das Fenster zum dunklen Meer. Zum ersten Mal in ihrem Leben hatte Juana intensiven Sex mit einer Frau. Marianna drückte sie auf den Rücken, küsste ihren Hals, ihre Brüste, saugte an den Nippeln, bis Juana leise wimmerte. Dann glitten Mariannas Finger wieder zwischen Juanas Beine – zwei, dann drei, tief und rhythmisch. Juana bog sich durch, krallte sich in die Laken.

Sie wechselten die Position: 69. Marianna kniete über Juanas Gesicht, senkte ihre glatte, nasse Pussy auf Juanas Mund. Juana zögerte nur einen Sekundenbruchteil, dann leckte sie, erst vorsichtig, dann gierig. Der Geschmack war salzig-süß, fremd und erregend. Marianna stöhnte laut auf, beugte sich vor und vergrub ihr Gesicht zwischen Juanas Schenkeln. Ihre Zunge fand die Klit, saugte hart, während ihre Finger Juana von innen massierten.

Beide Frauen bewegten sich im selben Rhythmus, stöhnten in die Haut der anderen, bis der Orgasmus sie fast gleichzeitig traf. Juana zuerst, ein langer, zitternder Schrei; Marianna folgte Sekunden später, presste sich fest auf Juanas Mund, bebte am ganzen Leib.
Danach lagen sie eng umschlungen da, verschwitzt, atemlos. Marianna küsste Juana auf die Stirn. „Gut?“, flüsterte sie. Juana nickte nur, lächelte schwach und kuschelte sich enger an sie. Zum ersten Mal seit Wochen fühlte sie sich nicht allein.
 


Morgens erwachte Juana verwirrt, nüchtern und mit leichtem Kater. Die Hand, die auf ihrer Brust lag, gehörte nicht Pavel. Der warme, weiche Körper, der sich an sie schmiegte, war ungewohnt, aber angenehm schön. Sie versuchte sich zu drehen. Marianna wachte auf, blinzelte verschlafen und lächelte.

Juana schlüpfte aus dem Bett und ging aufs Klo. Drei Minuten später folgte Marianna mit zerzausten Haaren. Während Juana vor dem Spiegel stand und sich die Zähne putzte, setzte sich Marianna völlig ungeniert auf die Schüssel. Ein prasselnder Strahl hallte durchs Bad. Juana warf einen Blick in den Spiegel und sah Mariannas entspanntes Gesicht, keinerlei Scham, nur natürliche Nähe.

Zwei Minuten später drückte Marianna ihren nackten Körper von hinten gegen Juana, presste sie sanft gegen den Waschtisch und küsste ihren Nacken. „Guten Morgen, mi amor. Hoffentlich hast du gut geschlafen.“ Dann, leiser: „Hat dir unser Abend gefallen?“
Juana nickte, Stimme noch heiser: „Guten Morgen. Ja… sehr.“
Marianna ließ eine Hand in Juanas Schritt gleiten. „Lust auf ein bisschen Sport vor dem Frühstück?“
Juana keuchte auf. „Und dein Mann?“
„Der weiß von meinen Vorlieben. Kein Problem. Deshalb kommt er erst später.“

Beide standen nun nebeneinander, putzten Zähne, bürsteten Haare, wuschen sich mit dem Waschlappen, eine stille, intime Routine. Zurück im Schlafzimmer schubste Marianna Juana frech aufs Bett, öffnete den Nachttisch und warf eine Auswahl Toys auf die Decke: Doppeldildo, Womanizer, Gummidildo, Kugeln, ein metallener Analplug, ein Feeldoe in Blau und ein Feeldoe in Rot sowie eine Flasche Gleitgel.
Marianna kommentierte: „Du suchst aus!“

Juana betrachtete die Toys mit roten Ohren, nahm einige in die Hand. Der riesige Doppeldildo war ihr zu groß, mit dem kleinen Womanizer konnte sie nichts anfangen. "Was ist das?", fragte sie sich. Marianna zog ein großes Saunahandtuch aus dem Schrank und warf es ebenfalls aufs Bett. „Der rote ist nicht schlecht, aber der blaue ist einfacher zu handhaben, wenn man’s mag.“

Juana nahm den roten Feeldoe in die Hand: ein steifer Gummipenis mit leichten Adern und Eichel und mit einem kleineren, gewinkelten, knubbeligen Ende in die andere Richtung. Marianna lachte leise: „Wenn man unten nicht richtig zukneift, fällt er raus.“

Der blaue war ähnlich, aber mit zwei Knubbeln: einer vaginal, einer anal. Juana verstand sofort.

„Brauchst du Gleitgel? Ich nicht.“ Marianna spreizte leicht die Beine; ihre glänzende Scheide sprach für sich. „Komm her, ich zeig’s dir.“ Sie nahm den roten Feeldoe, schob sich die kurze Seite zwischen die Schamlippen. Schon wippte ein Penis vor ihrem Schoß. Sie stellte sich breitbeinig hin: der Feeldoe rutschte langsam heraus und fiel mit einem Plopp auf den Boden. „Gutes Beckenbodentraining“, kommentierte sie grinsend.

Juana verstand. Sie nahm den blauen und zögerte.
„Knie dich hin, ich helfe.“
Schon spürte Juana Finger an ihrem Po, dann kühles Gleitgel auf dem Anus. Marianna verteilte mehr auf dem Toy. Juana ließ sich nach vorne fallen und stützte sich mit den Händen auf. Langsam setzte sie den analen Knubbel an, drückte ihn hinein. Juana stöhnte. Marianna zog ihn heraus, schob ihn erneut rein, ein paarmal hintereinander, bis Juanas Rosette sich an den glitschigen Eindringling gewöhnt hatte. Dann nur das andere Ende zwischen die Schamlippen, weitete sie sanft. Juana stöhnte lauter.
Ein letztes Mal zog Marianna das Toy heraus, positionierte es richtig und schob beide Enden gleichzeitig in Anus und Muschi. Juana stöhnte tief, ein Wahnsinnsgefühl. Auf allen Vieren blickte sie zwischen ihren Brüsten und Beinen hindurch: ein blauer Schwanz ragte zwischen ihren Schenkeln hervor.

Sie hatte sich immer gefragt, wie es sich mit einem Penis anfühlen würde.
„Los, erheb dich schon“, sagte Marianna.
Juana stand auf. Der lange blaue Penis stand steif nach vorn ab. Im Spiegel des Schrankes bewunderte sie sich: das Gewicht des Toys zog leicht an Anus und Pussy; nicht unangenehm, sondern erregend. Ihr Penis war blau, etwas länger als Pavels und definitiv härter. Noch nie hatte sie bislang gleichzeitig etwas in Po und Pussy gehabt und sie fühlte sich etwas ungewohnt ausgefüllt.

Marianna breitete das große Saunahandtuch mit einer schwungvollen Bewegung über die zerwühlte Bettdecke. Das dicke, flauschige Baumwolltuch roch noch nach frischer Wäsche und einem Hauch von Lavendelwaschmittel. Sie kniete sich darauf, senkte den Oberkörper tief auf die Matratze, bis ihre Wange die kühle Baumwolle berührte, und reckte den Po hoch, genau am Bettrand. Ihre Knie spreizten sich weit, die glatte, rasierte Haut ihrer Schamlippen glänzte bereits feucht im Morgenlicht, das durch die halb zugezogenen Vorhänge sickerte. Der Duft ihrer Erregung – warm, moschusartig, ein bisschen salzig – stieg Juana sofort in die Nase.

„Nun mach schon“, sagte Marianna mit dieser tiefen, rauchigen Stimme, die Juana jedes Mal ein Kribbeln im Unterleib bescherte.

Juana stand noch einen Moment da, starrte auf ihren blauen Penis, der schwer und fremd zwischen ihren eigenen Schenkeln hing. Das Gewicht zog angenehm, ein ständiges, pulsierendes Ziehen, das sie gleichzeitig erregte und ein wenig verunsicherte. Sie fühlte sich mächtig und verletzlich zugleich, als hätte sie plötzlich einen Teil ihres Körpers, der nicht ganz zu ihr gehörte, aber genau deswegen so intensiv spürbar war. Sie trat näher ans Bett. Die Matratze federte leicht unter ihrem Knie, als sie sich hinter Marianna positionierte. Mit der rechten Hand umfasste sie den Schaft des Penis, glattes, warm gewordenes Silikon, das von ihrem eigenen Körper bereits feucht glänzte. Sie führte die breite, abgerundete Eichel an Mariannas Eingang. Die Hitze, die ihr entgegenschlug, war fast greifbar. Mariannas Schamlippen teilten sich von allein ein wenig, als wollten sie das Toy willkommen heißen.

Juana bewegte mit der Hand den Penis, suchte das richtige Loch und drückte langsam vor. Die Eichel verschwand Zentimeter für Zentimeter. Marianna stöhnte tief und kehlig, ein langer, genüsslicher Ton, der durch den Raum vibrierte. Juana spürte den Widerstand, dann das plötzliche Nachgeben: die Wände von Mariannas Pussy umschlossen den Schaft, zogen ihn tiefer hinein. Jeder Millimeter, den der Feeldoe in Marianna versank, übertrug sich direkt auf Juana: der vaginale Teil drückte gegen ihre eigene vordere Wand, der anale Knubbel rieb bei jedem Stoß gegen ihre sensiblen Nervenenden. Es war, als würde sie gleichzeitig gefickt und ficken. Ein doppeltes, spiegelverkehrtes Gefühl, das ihren Kopf mit weißem Rauschen füllte.

Und dann begann sie zu stoßen. Das war das Seltsamste, das Ungewohnteste überhaupt: dieses aktive Vorstoßen, das Becken nach vorn schieben, die Hüften kreisen lassen, um den Schaft tief hineinzutreiben. Normalerweise lag sie darunter, empfing, öffnete sich, ließ sich nehmen. Jetzt musste sie selbst die Kraft aufbringen, den Rhythmus vorgeben, die Stöße kontrollieren. Ihr Becken fühlte sich fremd an, ungelenker, als müsste sie eine neue Art zu gehen lernen. Die Bewegungen waren anfangs holprig, fast unbeholfen, das Gewicht des Toys zog bei jedem Rückzug nach hinten, bei jedem Vorstoß nach vorn, und sie musste bewusst die Muskeln anspannen, um den Feeldoe nicht herausgleiten zu lassen.

Zum Glück hatte sie jahrelang Zumba gemacht, die schweißtreibenden Hüftkreise, die schnellen Beckenstöße, die endlosen Rhythmen in der Turnhalle. Die Muskeln erinnerten sich. Nach den ersten unsicheren Stößen fand sie den Flow: tiefer, schneller, kraftvoller. Schweiß brach ihr aus allen Poren, rann in salzigen Bahnen zwischen ihren Brüsten hinunter, tropfte von der Stirn auf Mariannas Rücken, perlte über ihren eigenen Bauch und mischte sich mit der Feuchtigkeit zwischen ihren Beinen. Die Luft im Zimmer roch jetzt nach Sex, Schweiß und Lavendel; schwer, animalisch, intim.

Marianna kam plötzlich mit dem Oberkörper hoch. Ihre Arme stemmten sich in die Matratze, der Rücken bog sich durch, und sie begann, ihren Po im Takt gegen Juana zu bewegen, wippend, kreisend, fordernd. „Härter“, keuchte sie. „Genau so… tiefer…“ 
Juana legte beide Hände um Mariannas Hüften, zog sie fest an sich, stieß jetzt schneller, härter. Ihre Finger glitten nach vorn, umfassten die schweren Brüste, die bei jedem Stoß schwangen. Die Brustwarzen waren steinhart, groß und dunkel. Juana kniff hinein, zog daran, rollte sie zwischen Daumen und Zeigefinger. Marianna schrie leise auf, halb Lust, halb Schmerz , warf den Kopf zurück, die Haare peitschten über ihren Rücken.

Juana spürte, wie sich in ihr alles zusammenzog. Der Druck im Unterleib wurde unerträglich: der anale Teil rieb bei jedem Stoß gegen ihre empfindlichste Stelle, die Pussy pulsierte um den inneren Schenkel des Toys. Sie keuchte, stöhnte, ihre Hüften zitterten, Schweiß rann ihr in die Augen, salzig, brennend. Marianna kam zuerst. Ihr ganzer Körper spannte sich an, ein langer, zitternder Schrei brach aus ihr heraus. Ihre Pussy zog sich krampfhaft um den Schaft zusammen, melkte ihn, und die Kontraktionen übertrugen sich direkt auf Juana, wie ein Stromschlag.

Das reichte. Juana presste sich ein letztes Mal tief hinein, hielt still, während der Orgasmus sie überrollte. Er begann tief im Becken, explodierte dann in Wellen durch ihren ganzen Körper. Ihre Beine gaben fast nach, sie krallte sich in Mariannas Hüften, schrie heiser auf Spanisch – „¡Dios mío!“ –, während sie kam und kam, bis nur noch Zittern und Nachbeben übrig waren. Der Schweiß tropfte von ihrer Nasenspitze auf Mariannas Rücken. 

Beide sackten schließlich zusammen auf das Handtuch, verschwitzt, keuchend, die Körper ineinander verschlungen. Der blaue Feeldoe steckte noch in Marianna und in Juana, schwer und warm. Marianna drehte den Kopf, küsste Juana auf die verschwitzte Schulter und lachte leise, atemlos: „ jetzt brauch ich was zu trinken und Frühstück.“

 

Diese Nacht und das Frühstück auf Rügen wird Juana nie vergessen. Es war eine besondere Nacht und ein besonderer Morgen. Marianna hatte zuerst alle Toys sorgfältig abgewaschen und desinfiziert, mit der gleichen ruhigen Präzision, mit der sie sonst im Bistro arbeitete. Danach gingen sie ein zweites Mal ins Bad: langes, heißes Duschen, gegenseitiges Einseifen, sanfte Berührungen unter dem prasselnden Wasser, ohne Druck, nur noch Nähe. Erst dann setzten sie sich an den kleinen Holztisch in der Küche, wo die Sonne durch die Fenster fiel und das Meer draußen glitzerte.

Der Blick aufs Telefon zeigte, das Pavel immer noch nicht sich zurückgemeldete hatte, aber Marianna hatte alle Regenwolken aus Juanas Kopf vertrieben. Es war eine schöne, befreiende Erfahrung gewesen. Juana liebte diese neue intime Welt: die weiche, warme Haut einer Frau, das ganz andere Körpergefühl, die sanften Kurven, die sich so natürlich aneinanderschmiegten. Nur eine Frau verstand wirklich, wo und wie man berühren musste, welche Stellen besonders empfindlich waren, wie man sich bewegen musste, um die Erregung langsam, aber unaufhaltsam aufzubauen. Der harte, schnelle Sex mit Pavel war immer gut gewesen, wild und fordernd, aber das hier war anders: zärtlicher, tiefer, geduldiger und doch ebenso intensiv. Am meisten berührte sie die Gespräche an diesem Morgen. Auf Spanisch, in ihrer Muttersprache, floss alles so viel leichter. Die Worte kamen ohne Stolpern, die Gefühle ohne Filter. Juana und Marianna konnten sich endlich richtig verständigen, sich öffnen, lachen und weinen, ohne dass etwas verloren ging. Jetzt waren alle Hemmungen verschwunden und die beiden redeten offen über Sex und ihre Vorlieben. 

Bei starkem Kaffee, frischem Obstsalat, weichem Weißbrot und köstlicher Erdbeermarmelade erzählte Marianna mehr über sich und Manfred. Es war nie die große, leidenschaftliche Liebe gewesen, eher etwas Väterliches, Beschützendes. Manfred hatte sie vor Jahren bei einem Urlaub in Spanien kennengelernt, damals war sie in einer ausweglosen Situation gewesen, fast ohne Geld, ohne Perspektive. Er bot ihr zuerst einen Job in seinem Berliner Bistro an. Zwei Monate später machte er ihr wie aus heiterem Himmel einen Heiratsantrag. Bis dahin hatten sie weder Sex gehabt noch sich geküsst. Marianna nahm an, sofort. Sie mochte seine herzliche, warme, liebevolle Art, die Art, wie er sie ansah, als wäre sie etwas Kostbares. Also zog sie zu ihm.

Vor der Hochzeit hatte sie ihm gestanden, dass sie auf Frauen stehe. Manfred hatte nur abgewunken: „Kein Problem.“ So blieb es. Sie hatte ab und zu kleine Liebeleien nebenbei, diskret, ohne Drama. Der Sex mit Manfred war okay, sie befriedigte ihn gerne. Er war kein Sexgott, hatte manchmal Schwierigkeiten, einen hochzubekommen. Aber wenn sie seinen Anus reizte oder einen Finger in seinen Po steckte, richtete sich der Mast meistens auf und er genoss jeden Blowjob. So hatten sie sich arrangiert: eine Ehe, die mehr einer sehr guten Freundschaft mit Sex glich, eine perfekte Partnerschaft im Alltag, mit gegenseitigem Respekt, Zuneigung und genügend Freiraum. Marianna war abgesichert, aber frei. Und Manfred war immer gut zu ihr, egal wo ihr Temperament sie manchmal hinführte. Seine ruhige sichere Art hatte einen positiven Einfluss auf sie gehabt und heute sei sie sehr stolz auf ihre Arbeit und ihr Bistro.

Juana hörte zu, kaute langsam auf einem Stück Brot mit Marmelade und spürte, wie etwas in ihr zur Ruhe kam. Zum ersten Mal seit Langem fühlte sie sich nicht verraten, nicht verloren – sondern auch gesehen, wahrgenommen und geliebt.

Der Tag verging wie im Flug, und zwischen den beiden Frauen wuchs eine zärtliche Vertrautheit. Eine Weile später, gegen 15 Uhr, lagen sie erneut im Bett und liebkosten sich langsam, ohne Eile. Marianna zeigte Juana zuerst, wie man den Womanizer benutzt: hielt ihn sanft an ihre Klit, regulierte die Intensität, bis Juana leise zitterte und sich in die Kissen krallte. Danach drehte Juana sich um, legte sich umgekehrt in 69-Position auf Marianna, und beide verloren sich erneut in der Wärme und dem Rhythmus der anderen.

Den Volvo, der auf die Auffahrt rollte, hatten sie nicht gehört. Manfred war leise ins Haus gekommen, hatte sich gewundert, wo alle steckten, das mitgebrachte Essen in den Kühlschrank gestellt und dann seinen Koffer geholt. Als er mit dem Gepäck im Türrahmen des Schlafzimmers stehen blieb, sah er das menschliche Knäuel auf dem Bett: zwei nackte Körper, verschlungen, glänzend vor Schweiß, Mariannas Hände auf Juanas Hüften, Juanas Mund zwischen Mariannas Schenkeln.

Er blieb ganz still stehen und beobachtete. Langsam öffnete er seine Hose und ließ die Bermudas die Beine runterrutschen. Sein kleiner Penis stand bereits steif unter dem Bauch vor. Ein klarer Lusttropfen glänzte an der Eichel. Noch hatte ihn niemand bemerkt. Er begann sich zu wichsen, langsam, fast andächtig, während sein Blick an Juanas wunderschönem Körper haftete. Aus seiner Position sah er perfekt die rosa, geschwollenen Schamlippen im Kontrast zur hellbraunen Haut, sah, wie ihr Anus bei jedem Atemzug leicht pulsierte.

Als der Orgasmus Juana überrollte, bäumte sie sich auf, warf den Kopf zurück und erblickte im Spiegel des Schrankes Manfred: Polohemd, runtergelassene Hose, Penis in der Hand. Sie erstarrte, stieg hastig von Marianna herunter. 
Marianna drehte sich um, sah ihren Mann und lächelte entspannt. „Zieh dich aus, komm her“, sagte sie locker, als wäre nichts dabei.
Manfred gehorchte sofort. Juana flüchtete ins Bad, drehte die Dusche auf und ließ das heiße Wasser über sich laufen. Drei Minuten später drang aus dem Nebenzimmer ein tiefes, keuchendes Stöhnen – Manfreds Stimme, rau und erregt.

Fünf Minuten später ging Juana, mit nassen Haaren, nur mit einem Handtuch umwickelt, barfuß durch den Flur. Vor der offenen Schlafzimmertür blieb sie stehen. Sie konnte den Blick nicht abwenden. Manfred hockte jetzt auf dem Bett, immer noch im Polohemd und Socken, aber nacktem Hintern. Marianna stand hinter ihm, hatte sich einen Gurt mit Strap-on umgeschnallt: ein schwarzer, mittelgroßer Dildo. Sie stieß rhythmisch in ihn hinein, ihr Becken klatschte laut gegen seinen Arsch. Manfred stöhnte wohlig, forderte mehr: „Tiefer… ja… aargh… mehr!“ Dann spritzte er auf die Bettdecke, ein kurzer, heftiger Schwall helles Sperma, begleitet von einem langen, erlösenden Grunzen.

Juana wandte sich ab, ging ins Gästezimmer zu ihrem Koffer, zog sich frische Sachen heraus und kleidete sich an. Danach trat sie in die Küche, goss sich ein Glas Wasser ein und starrte aus dem Fenster. Ihr Herz klopfte immer noch schnell, nicht vor Schock, sondern vor einer seltsamen, neuen Neugier.

 


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