Ein letzter Auftritt als Nackttänzerin beim Grafen!
Diese Geschichte gibt es hier als Fließtext oder als Hörspiel auf YouTube: https://youtu.be/oJeGvAr9h88 >>Während ich meine Ausbildung zur Grundschullehrerin in den neunzehnhundert dreißiger Jahren in einer Kleinstadt absolvierte, verdiente ich - Anfang dreißig - mir noch etwas Geld in einem Schloss eines Grafen hinzu. Anfangs half ich bei seinen Festen in der Küche aus und bediente anschließend seine Gäste im Speisesaal. Aber schon bald zeigte ich auch ein paar Tänze, denn als ehemalige Varieté-Tänzerin aus Berlin hatte ich das gelernt. Es dauerte nicht lange und ich zeigte mehr von meinem Körper, und tanzte dann auch ganz nackt auf den Feiern. Aber auch dabei blieb es nicht. Nachdem ich mit dem Grafen abseits der Party in meinem Umkleideraum geschlafen hatte, wurde ich mehr und mehr zur Party-Hure, die jeder anfassen und benutzen durfte. Manchmal versteigerten sie mich, manchmal war ich der Preis für den Gewinner eines Kartenspiels, manchmal arteten die Feiern in Orgien aus, während derer ich mit fast jedem der anwesenden Männer Sex hatte. Manchmal waren es reine Männerrunden, manchmal schauten die Ehefrauen auch zu, wenn es mir ihr Mann vor allen besorgte. Und was war mit mir? Ich genoss es begehrt zu sein. Mehr noch als den Sex gefielen mir allerdings die lüsternen Blicke der Gäste auf meinen Körper, während ich erst knapp bekleidet und dann nackt tanzte, um ihre Begierde zu wecken. Und finanziell lohnte es sich für mich auch. Der Graf war nicht knauserig. In drei Monaten würde ich meine Abschlussprüfungen ablegen und dann als Grundschullehrerin arbeiten. Mir kamen Zweifel, ob ich mein wildes Leben durch ein bürgerliches tauschen wollte. Oder würde es mir wie während meiner Ausbildung zur Lehrerin gelingen, ein Doppelleben zu führen? Über die Woche Kindern Lesen und Schreiben lehren und mich am Wochenende mit Männern vergnügen? Ich war jetzt 33 Jahre alt und könnte das sicher noch ein paar Jahre tun. Die Entscheidung wurde mir abgenommen. Und zwar durch etwas, was laut einem Nebenbefund einer medizinischen Untersuchung, die ich vor Jahren gemacht hatte, um als Nackttänzerin in einem Berlin Tanztheater auftreten zu können, gar nicht möglich war. Ich war schwanger! Als erstes fing ich an, anhand der Informationen, die mir Grete, meine beste Freundin, die mir damals geholfen hatte, Nackttänzerin zu werden, gegeben hatte, meine fruchtbaren Tage zurück zurechnen. Ich kam auf ein Wochenende, an dem ich nur mit dem Grafen selbst Sex hatte. Er musste der Vater meines Kindes sein. Noch drei Monate bis zur Abschlussprüfung. Es sollte kein Problem sein, bis dahin meine Schwangerschaft vor allen zu verbergen. Ich hatte etwas Geld gespart, von dem ich einige Monate leben konnte. Da ich aber nicht damit rechnete, dass der Graf seine Vaterschaft anerkennen würde, fasste ich den Plan, zur Sicherheit etwas Wertvolles aus seinem Schloss zu stehlen. Ich kannte mich in seinem Schloss nach so vielen Auftritten aus und wusste genau, wo sein Büro war. Also besorgte ich mir Handschue und ein Stemmeisen für meinen letzten Auftritt auf einer seiner Feiern. Alles lief perfekt. Ich bediente die Gäste, tanzte, zog mich aus und ließ mich von allen betrunkenen Gästen begrabschen. Sex gab es diesmal keinen. Am späten Abend, als alle schon ziemlich besoffen waren und das Küchenpersonal bereits Feierabend gemacht hatte, zog ich mich unbemerkt zurück, zog zur Vermeidung von Fingerabdrücken die Handschuhe an, nahm mein Stemmeisen in die Hand und ging zum Büro des Grafen. Überraschung: die Tür war nicht verschlossen. Ich ging direkt zu seinem Schreibtisch und öffnete die oberste Schublade, die nicht abgeschlossen war, und konnte mein Glück kaum fassen. Darin lag der Schlüssel für die weiteren Schubladen, die ich der Reihe nach öffnete und darin in einer Schachtel Schmuck fand. Ich zweifelte zwar daran, dass ein so leicht erreichbarer Schmuck echt war, aber schüttete alles aus der Schachtel in einen Beutel. Daraufhin verschloss ich alles wieder und verließ das Büro. Ich bediente die Gäste noch bis zum Ende ihrer Feier und ging dann mit dem Schmuck nach Hause. Noch am Abend schnürte ich ein Paket mit dem gestohlenen Schmuck und schickte es tags darauf an meine Freundin Grete nach Berlin. Ich bat sie nichts von dem Paket ihrem Mann zu sagen und es einfach für mich aufzubewahren. Ich würde es schon abholen. So wollte ich verhindern, dass bei einer etwaigen Durchsuchung meiner Wohnung etwas gefunden würde. Aber es gab keine Durchsuchung. Als ich in den nächsten Tagen den Grafen damit konfrontierte, dass ich ein Kind von ihm erwartete, war seine Reaktion die von mir erwartete: "Da könnte ja jeder kommen. Warum sollte dein Kind gerade von mir sein? Du hast es doch so ziemlich mit jedem auf den Feiern getrieben und wer weiß mit wem sonst noch. Hier ist dein ausstehender Lohn. Und jetzt hau ab! Ich will dich hier nie wieder sehen! Und komm bloß nicht auf die Idee herumzuerzählen, ich sei der Vater deines Kindes. Dann mach ich dich fertig.." Und so weiter und so weiter... Die Abschlussprüfung an der Schule bestand ich ohne Probleme und war nun eine ausgebildete Grundschullehrerin. Noch vor dem Examen wandte ich mich an die staatliche Einrichtung Lebensborn, in deren Heimen ledige Frauen anonym Kinder zur Welt bringen konnten. In der Regel wurden diese Kinder dann von kinderlosen streng nationalsozialistischen Familien adoptiert. Aber ich konnte die Heimleitung davon überzeugen, dass ich dem Führer auch ein Kind schenken würde, wenn ich es selbst großziehe, und dass ich als Lehrerin auch die finanziellen Möglichkeiten dazu haben würde. Die Geburt lief glatt und ich brachte eine gesunde Tochter zur Welt. Ich fand auch eine Anstellung als Grundschullehrerin und von meinem Gehalt konnte ich sowohl die Miete für ein Zimmer bei einem Rentnerehepaar bezahlen, als auch die Betreuung meiner Tochter durch meine Vermieterin während ich unterrichtete. Das lief ein paar Jahre so, bis meine Tochter dann erst in einen Kinderhort und später selbst zur Schule ging und ich eine eigene Zweizimmerwohnung mietete. Ich war voll und ganz in meiner Mutterrolle aufgegangen und sehnte mich kein bisschen nach der Zeit als Nackttänzerin und - so würde man es wohl heute nennen - Callgirl zurück. Wenn ich jetzt noch heiratete, wäre ich voll und ganz im bürgerlichen Leben angekommen. Aber dann kam der Krieg und Männer wurden Mangelware. Wer heiratet da schon eine vierzigjährige Frau mit einem unehelichen Kind? Noch vor Kriegsende stand dann plötzlich und unerwartet meine Freundin Grete mit ihrem Mann vor unserer Haustür. Grete erklärte mir, dass sie mit ihrem Mann aus Berlin geflüchtet sei, und sie jetzt untertauchen müssten, da ihr Mann als Mitarbeiter in hoher Position in einem Berliner Ministerium von den Alliierten gesucht würde, um ihm den Prozess zu machen. Ich war kein politisch interessierter Mensch. Aber spätestens seit die alliierten Bomben auf deutsche Städte fielen, empfand ich nur noch Hass für die Nazis, die diesen Krieg angezettelt hatten. Aber was sollte ich machen? Grete war meine beste Freundin. Sie war wie ich Nackttänzerin gewesen und hatte mir geholfen, den Job zu bekommen. Ich war es ihr einfach schuldig, sie und ihren Mann aufzunehmen. Also zog ich für ein knappes Jahr mit meiner Tochter in das eine Zimmer unserer zwei Zimmerwohnung und überließ das andere Grete und ihrem Mann. Die beiden hatten bereits gefälschte Pässe, die sie als Geflüchtete aus dem pommerschen Ort auswiesen, in dem ich als Kind gelebt hatte. So konnten wir sie bei den Behörden ohne Probleme als Flüchtlinge registrieren, ohne Verdacht zu erwecken. Nach dem Krieg ergab sich für Grete und ihren Mann dann die Möglichkeit über Italien nach Argentinien auszuwandern, wie es viele Nazis gemacht haben. Es war ein Abschied für immer, denn jede Kontaktaufnahme mit mir hätte die beiden verraten können. Ich habe von Grete nie wieder etwas gehört, aber immer gehofft, dass sie es nach Argentinien geschafft und sich dort eine neue Existenz aufgebaut hatten. Und war wurde aus mir? Ich habe nach dem Krieg doch noch geheiratet, einen verwitweten Lehrerkollegen. Nachdem meine Tochter zum Studium in eine andere Stadt gezogen war und das einsetzende Wirtschaftswunder allen mehr Geld und etwas Wohlstand brachten, bin ich mit meinem Mann viel durch Europa gereist. Wenn es in einer Stadt eine Vorführung mit Nackttänzerinnen gab, habe ich immer dafür gesorgt, dass wir sie uns ansahen. Mein Mann dachte, ich würde das ihm zu Liebe tun. Aber in Wahrheit tat ich es nur für mich. Ich genoss den Anblick der jungen nackten Mädchen auf der Bühne, wie sie sich zur Musik bewegten, eine Hülle nach der anderen fallen ließen, ihre nackten Brüste präsentierten, und dann ganz nackt die Blicke des Publikums auf sich zogen. All das rief selbstverständlich schöne Erinnerungen an die Zeit in mir hervor, in der ich selbst meinen Körper auf der Bühnepräsentiert hatte. Der Besuch der Strip-Shows war noch das einzige, was mein Leben von einem gutbürgerlichen noch unterschied.<< Soweit die Tagebücher meiner Urgroßmutter. Sie hat bis zu ihrem Tod nie jemandem von ihrer Vergangenheit als Nackttänzerin und ihrem ausschweifenden Sexualleben erzählt. Aber trotzdem wollte sie, dass nach ihrem Tod jemand davon erfährt, denn sonst hätte sie ja ihre Tagebücher vernichtet. Oder kam sie nur nicht mehr dazu? Meine Urgroßmutter starb plötzlich und unerwartet im Alter von 75 Jahren gegen Ende der neunzehnhundert siebziger Jahre. Und was war jetzt noch für mich, ihre Urenkelin zu tun? Erstens musst ich der Tochter meiner Urgroßmutter, meiner Oma die Geschichte ihrer Mutter erzählen. Und zweitens musste meine Oma entscheiden, was wir mit dem gestohlenen Schmuck machen sollen, der meiner Urgroßmutter Sicherheit gegeben hatte, den sie aber nie anrühren musste. Hier gibt es weitere Geschichten von mir, Melanie: https://schambereich.org/user/show/Melanie2000
Kommentare
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Die Geschichte deiner Urgroßmutter hat mir sehr gut gefallen.
WikingerS: „Die Geschichte deiner Urgroßmutter hat mir sehr gut gefallen.“ Das freut mich. Ganz zu Ende ist die Geschichte übrigens noch nicht. Sie wird noch ein Nachspiel in der Gegenwart haben…
@Melanie2000
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