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Das Wasser steht noch vor mir, das Glas kondensiert in der Wärme meiner Hand. Ich hebe es, trinke, und der kühle Strahl rinnt meinen Hals hinab wie eine Linie, die mich wieder zeichnet — mich zurückholt aus dem Nebel, in dem ich die letzten Minuten gestanden habe. Meine Knie schmerzen. Der Holzboden hat sich durch die Stoffhose in meine Haut gedrückt, und das Ziehen dort erinnert mich daran, dass es wirklich passiert ist. Ich habe auf dem Boden gekniet. Ich habe Latex geleckt. Meine Zunge hat den...
Das Weinglas steht noch halbvoll vor mir, die Kondensation perlt am Stiel hinab, und ich wickle das feuchte Glas zwischen meinen Fingern, als wäre es ein Anker. Der Jazz hat gewechselt — ein langsames Cello stottert durch den Raum, jede Note schwer und zögerlich, als wüsste sie nicht, ob sie erklingen oder verstummen will. Ich beobachte die Frau mit dem silbernen Haar in der Nische, wie sie ihre Zigarette zwischen Zeigefinger und Daumen rollt, den Glutpunkt betrachtet, als läse sie darin etwas, und...
Die Abendluft liegt schwer auf der Innenstadt, als ich die Haustür hinter mir schließe. Ein feuchter Sommerabend, einer von denen, an denen der Asphalt noch die Hitze des Tages ausatmet und die Luft nach Abkühlung lechzt. Ich brauche das. Einfach raus, einfach gehen, einfach irgendwo sitzen und ein Glas trinken. Nichts weiter. Mein Kopf ist voll von Sätzen, die ich heute geschrieben und wieder verworfen habe, von Halbgedanken, die sich wie Wollfäden verheddern, wenn man zu lange am Ende zieht. Ich...