Weeslower Chroniken IV - 2000 - Nadine, die FKK-Studentin - Kapitel 2


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10.01.2022
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Weeslower  Chroniken IV  -

2000 – Nadine – Die FKK-Studentin - Kapitel 2

 

Das Wetter am nächsten Morgen war tatsächlich perfekt und versprach den nächsten heißen Sommertag.

 

Nadine saß in Simonsens Seminar und wartete darauf, dass das Komittee eintraf und sie loslegen konnte. Sie konnte währenddessen nicht anders, sie sah ihn vor ihrem geistigen Auge jetzt nur noch nackt und stellte ihn sich beim gemeinsamen späteren Volleyballspiel vor. Und beim Sex.

 

"Wie bitte?" Sie horchte auf.

 

Simonsen sah sie auffordernd an.

 

"Geht los!"

 

Sie schaute ihn verständnislos an.

 

„Sind alle da. Sie können loslegen.“

 

Nadine sah sich um. Da saßen sie in der letzten Reihe, Reichenbacher, Pröschl und noch ein Dozent, den sie nicht kannte, und sahen sie erwartungsvoll an. Sie hatte deren Hereinkommen überhaupt nicht bemerkt, so abwesend war sie gewesen. Was für ein blöder Start, dachte sie und erhob sich.

 

Sie ging nach vorn und verteilte links und rechts je eine Handvoll Tischvorlagen. Es war nur ein Dutzend Studenten anwesend, die anderen hatten sich schon in die Ferien verabschiedet. Dann trat Nadine nach vorn und räusperte sich.

 

Sie trug ein beige-farbenes Sakko und einen Rock in gleicher Farbe. Das enge Sakko war mit nur einem sehr tiefsitzenden Knopf geschlossen, darunter blitzte hauchdünn der Stoff eines sehr tief ausgeschnittenen Baumwoll-Tops auf. Der A-förmig ausgestellte Rock maß gerade mal 34 cm und reichte nur knapp über ihren Schoß. Zu alledem trug sie schwarze Pumps mit hohen Absätzen. Keine Strumpfhose, kein BH. Doch, sie trug einen Slip. Sie hatte kurz überlegt, ob sie es wagen sollte, darauf zu verzichten, aber sie hatte es nicht getan.

 

Und sie war heilfroh darüber. Sie versuchte sich zu sammeln, räusperte sich ein zweites Mal und begann mit viel zu leiser Stimme, sich und ihr Thema vorzustellen. Auch ihre Haltung drückte alles andere als Selbstsicherheit aus.

 

Nadine, was ist mit Dir los?, schimpfte sie mit sich selbst.

 

Doch dann sah sie zu Sylvia Pröschl. Die schaute ihr gerade in die Augen, nickte aufmunternd und formte stumm mit den Lippen: „Los, Du kannst das!“

 

Mit einem Mal fuhr neue Energie durch Nadines Adern, sie straffte sich, wies mit festerer Stimme auf Seite 3 der Vorlage hin, und spürte, wie sie nun ganz bei der Sache sein konnte.

 

 

 

 

„Das war großartig, Nadine.“ meinte Simonsen. Unvermittelt schien er zum Du übergangen zu sein.

 

Sie standen zu dritt draußen im Flur. Das Komitee hatte kurz, nachdem sie und die anderen Studenten raus gegangen waren, beraten und ihr eine sehr gute Note gegeben.

 

Unvermittelt nahm Sylvia Pröschl sie in den Arm. „Gut gemacht, Kleine!“

 

„Obwohl. Ich hatte teilweise Schwierigkeiten, Dir zuzuhören.“ dämpfte Simonsen die Euphorie.

 

Nadine schaute ihn erschrocken an. „War ich… zu leise?“

 

Er lachte. „Nein. Aber ich wusste oft nicht, ob ich in Dein schönes Gesicht, auf Deinen aufregenden Auschnitt oder auf Deine herrlichen Beine schauen sollte.“

 

Sie atmete erleichtert durch. „Ach so, ja. Daran ist Sylvia schuld. Sie hat mich beraten.“

 

„Und, war doch prima, oder?“ Sylvia Pröschl grinste. „Reichenbacher war zwar etwas erstaunt am Anfang, das sah man ihm an, aber er hat ja dann doch noch ein Auge zugedrückt.“ Und als Nadine sie verständnislos anschaute, nicht wissend, ob das Scherz oder Ernst war, erklärte sie sich: „Er hat nachher gemeint, dass das ja eigentlich nicht so ganz der richtige Stil für so einen Auftritt sei – aber dass Du ganz bezaubernd ausgesehen hättest – Das meint er dann auch so.“ 

 

 

Nadine war seltsam erschöpft, aber überglücklich. Eigentlich war alles easy gewesen, sie hatte wie im Trance alles aufsagen können, wusste alles, konnte Nachfragen souverän klären, war bestens aufgestellt. Und sie wusste, sie hatte alles richtig gemacht. Nun fiel die Anspannung ab und sie war so froh, dass jemand sie festhielt.

 

Und, was war das? Als Sylvia sie aus der festen, herzlichen Umarmung entließ, behielt sie ihren Schützling im Arm. Eine Hand fest auf Nadines Po! Und allmählich unter den Rock streichend…

 

„Noch einen Kaffee in der Cafeteria?“ fragte Sylvia, aber sie wartete die Antwort nicht ab und schaute auf die Uhr. „Oder…wartet - es ist erst halb elf. Ihr wolltet doch noch an den See, oder? Wenn wir, sagen wir, uns da um zwölf Uhr treffen, dann lade ich Euch da zu einem Kaffee oder so ein. Was meint Ihr? Ich muss nur um drei Uhr wieder hier sein.“ Sie legte den Kopf zur Seite und bettelte: „Du, Nadinchen, wollen wir uns noch ein bisschen zusammen sonnen?!“

Ihre Hand hatte mittlerweile den Weg unter Nadines kurzen Rock gefunden und ruhte nun auf einer größtenteils blanken Pobacke, die von dem winzigen String kaum bedeckt wurde.

 

War das der Beginn einer wunderbaren Freundschaft? Mit einer Frau? Hatte ich je eine richtige Freundin? Und habe ich je eine Frau wie diese so sehr… so sehr… begehrt? – Nadine schüttelte sich innerlich, dann grinste sie: „Aber gern.“ Sie schaute zu York. Der nickte. „Ich fahre nochmal kurz nach Hause zum Umziehen. Bis nachher!“

 

„Prima. Bring mir bitte eine Decke oder sowas mit. Ich habe keine Sachen fürs Bad hier.“ bat Sylvia, gab der jungen Studentin ein Wangenküsschen und ließ ihren Po frei.

 

 

-----------

 

 

Sie traf vor dem Kassenhäuschen auf Sylvia, die ebenfalls gerade eingetroffen war. Die beiden zahlten, und Nadine nahm, nachdem sie das Gitter passiert hatten, die ihr entgegen gestreckte Hand entgegen und ging mit ihr händchenhaltend auf das Gelände.

 

Simonsen war schon dort. Und er spielte schon. Er hatte drei Mitspieler gefunden, drei andere Männer. Einer davon war um die fünfzig und einer derjenigen, mit denen Nadine schon im letzten Jahr oft gespielt hatte. Auch wenn Edgar, so hieß er, nicht allzu groß und etwas untersetzt war, so spielte er doch recht gut. Die anderen beiden kannte sie nicht, es waren sehr junge Männer, etwa in ihrem Alter, beide sehr sportlich - und beide bekleidet mit knielangen Badehosen.

 

Simonsen entdeckte die beiden Frauen, winkte kurz und deutete auf die Stelle, wo er seine Sachen abgelegt hatte. Sie folgten der Richtung, er dirigierte sie dorthin, und als sie es erreicht hatten, widmete er sich wieder ganz dem Spiel.

 

Nadine breitete zwei große Stranddecken neben seiner aus. Dann entkleidete sie sich langsam. Sylvia war im Nu nackt, saß schon auf ihrer Decke und schaute Nadine erwartungsvoll beim Ausziehen zu.

 

Sie atmete durch. Gestern noch hatte sie noch ohne Bedenken zugesagt. So nach und nach war ihr nun aber doch ein bisschen mulmig geworden in den letzten Minuten. Splitternackt zusammen mit dem eigenen Professor und der Hochschulkanzlerin Beach-Volleyball spielen? Eine seltsame Situation. Doch sie beruhigte sich: Nadine, Du hast schon hunderte Male zuvor nackt Beach-Volleyball gespielt und Dich dabei wohl schon Tausenden von Menschen an den unterschiedlichsten Stränden, Badestellen und Liegewiesen nackt gezeigt, da sollte es doch nun kein Problem sein.

 

Doch zugegeben, das war irgendwie etwas ganz anderes, nicht so wie in Weeslow. Erstens, York war ihr Professor, zweitens, er war auch der bestaussehende, attraktivste, und wie sie seit der Begegnung hier gestern wusste, am meisten erotisierende Mann weit und breit. Und sowas hatte sie schon immer nervös gemacht, nicht nur beim Nacktbaden, aber erst recht dort. Und drittens: Es war keine zufällige Begegnung mehr, jetzt war es ein Date, eine richtige Verabredung - und das zum FKK!

 

Ihr war klar, dass sie keinen Rückzieher mehr machen würde, abgemacht war abgemacht. Außerdem, es war die Gelegenheit, ihm näher zu kommen. Und ihr. Aber das war es auch, was das kleine Kribbeln im Magen, oder eigentlich sogar im Unterleib hervorrief.

 

Diese Gedanken ließen sie still vor sich hin grinsen. Sie entledigte sich ihrer Kleidung - viel war es eh nicht, weiße Tennisschuhe, dieselben schwarzen Hot Pants von gestern und ein hautenges blassrosa Tank-Top -, nickte Sylvia kurz zu und lief flink zum Spielfeld, mit diesem seltsamen Kribbeln im Leib.

 

Sie stand zuerst wartend am Rand, denn die anderen spielten erst noch ihren Satz zuende. Simonsen schaute kurz zu ihr herüber, und sie spürte, wie er dabei ihren splitternackten Körper abcheckte.

 

Und damit war es auch schon fast erledigt. Sie spürte, wie sich ihre Nervosität sofort legte. Es war wie immer. Es ging immer nur um diesen ersten Moment. Wenn sie erst mal jemandem in all ihrer Nacktheit gegenübergestanden hatte, dann war der Bann auch schon gebrochen. Es ging ihr gleich schon viel besser, jetzt konnte sie sich auf das FKK-Match mit ihm freuen.

 

Sie schaute den anderen beim Spiel zu, mit dem Rücken zur Liegewiese, in ihrer typischen Haltung, leichtes Hohlkreuz, eine Hand am Po, die andere das lange dunkelbraune Haar bändigend. Und da es nun schon den zweiten Tag hintereinander so sommerlich warm war, waren auch schon viel mehr Menschen als am Tag zuvor im Bad, und sie ahnte die Blicke, die wie immer auf ihr ruhten, auf ihrem festen, schmalen und doch perfekt gerundeten Po in seiner nahtlosen Bräune.

 

Was ihre Nacktheit anging, war Nadine schon wieder absolut tiefenentspannt – „Weeslower Nacktürlichkeit“. Sich für ihre Nacktheit zu schämen, das hatte sie in den vergangenen zwei Jahren schon beinah vollständig hinter sich gelassen. Sie fühlte sich wohl in ihrem Körper, freute sich daran, ihre ideale Rundum-Wohlfühl-Figur zu haben. Selbst mit ihren Oberschenkeln, die sie ganz früher mal als ihre Problemzone empfand, war sie längst zufrieden, straff und wohlgeformt und schlank, wie diese waren. Sie liebte es, an sich herunter zu schauen und festzustellen, dass auch ihr stets vollständig enthaarter Schoß die gleiche, intensive, frische Sommerbräune aufwies so wie der Rest ihres schönen Körpers. Niemals mehr, hatte sie sich vorgenommen, sollte am Strand ein Bikinihöschen diese ihre intimste Stelle bedecken; denn so wollte sie gesehen werden, so wie sie war, nicht nur beinahe überall, sondern überall, Nadine Bauer, ganz und wahrhaftig – und außerdem hasste sie nichts mehr als diese blassen Bräunungsstreifen, die so viele andere Körper verschandelten.

 

Auch Simonsen sah ab und zu herüber. Seine Blicke taten ihr sogar richtig gut.

 

Mit einem Mal zeigte dieser Edgar an, dass sie für ihn weiterspielen solle, an Simonsens Seite.

 

 

"Dann zeig mal, was Du kannst." meinte Simonsen grinsend, klatschte sie ab, und machte sich zur Angabe bereit.

 

Alter Chauvi, dachte Nadine, Dir werde ich es zeigen!

 

Sie gab alles. Das war zwar gar nicht erforderlich, wie sich bald herausstellte, denn die anderen drei, einschließlich Simonsen, spielten gut, sehr gut sogar, aber nicht in ihrer Liga. Aber sie wollte Simonsen beeindrucken. Sie rannte mit wild baumelnden Pferdeschwanz jedem noch so aussichtslosen Ball hinterher, selbst bis über das Feld hinaus, warf sich in den Sand, rappelte sich flink wieder hoch, sprang, stellte, schmetterte voller Einsatz und Spielfreude. Sie machte mit ihm zusammen Punkt für Punkt, beide gewannen den nächsten Satz, bis die beiden jungen Männer schließlich entnervt aufgaben.

 

Mittlerweile waren aber zwei andere gekommen, ebenfalls jüngere Männer, die zu Nadines Vorjahrestruppe gehörten. Die beiden spielten nicht nur nackt, sie waren auch gleich ein ganz anderes Kaliber, was ihre Spieltechnik anging.

 

Jetzt machte es richtig Spaß, und Nadine vergaß fast, mit wem und vor allem in welcher Aufmachung sie hier mit demjenigen spielte.

 

Nur einmal wurde es ihr umso mehr bewusst. Bei einem Seitenwechsel strich er mit einer kurzen Handbewegung Sand von ihrem nackten Po. Als sie sich überrascht nach ihm umsah, grinste er nur frech. Aber für sie war es wie ein elektrischer Schlag.

 

Ansonsten aber befand sie sich in dem Zustand der totalen Unbefangenheit und Natürlichkeit, den sie auch sonst beim FKK zeigte.

 

Kurz darauf gingen sie zum Abkühlen ins Wasser. Nadine, die sonst bei kaltem Wasser eher zimperlich war, wollte sich auch hier keine Blöße geben. Außerdem hatte die Lufttemperatur schon fast dreißig Grad erreicht, da tat es richtig gut.

 

"Bewundernswert, Deine Lockerheit." meinte Simonsen beim Herausgehen zu ihr. Es waren die ersten Worte überhaupt, seit sie vor einer halben Stunde gekommen war, die sich nicht auf das Spiel bezogen.

 

Sie stellte sich ahnungslos und tat, als hätte sie ihn nicht richtig verstanden. "Was meinst Du?"

 

"Na, Deine Nacktheit. Du bist dabei so locker und natürlich."

 

"Wieso? Du läufst hier doch auch so herum." Sie wies mit einem Kopfnicken auf seinen Schoß. Für eine Sekunde sah sie sich dazu berechtigt, seinen prächtigen Schwanz ganz offiziell anschauen zu dürfen.

 

"Ich bin ja auch ein alter Knacker, im Vergleich zu Dir..."

 

"Sehr witzig, York! Du stichst hier jeden anderen Mann aus."

 

Er verzog nur leicht spöttisch eine Augenbraue. Anscheinend war er es gewöhnt, Komplimente zu bekommen, ohne sie allzu ernst zu nehmen. "Danke für die Blumen. Und Du jede andere Frau, wirklich jede." Das allerdings klang aufrichtig ernst gemeint.

 

"Ebenfalls danke!"

 

Nadine kannte solche Komplimente zwar auch, aber aus seinem Munde taten sie besonders gut.

 

Simonsen fuhr fort, nun wieder ganz sachlich: "Es gibt jedenfalls gar nicht mehr so viele junge Menschen, die noch zum Nacktbaden gehen..."

 

Sie nickte. "Ich weiß. Aber umso besser," sie zeigte hinüber zum anderen Teil des Bades, "denn dadurch ist es hier nicht ganz so voll wie da drüben..."

 

Die beiden hatten Sylvia und ihre Sachen erreicht und standen einander nackt gegenüber, nur durch die Decken getrennt.

 

Er blieb beim Thema. "Sehr praktisch gedacht. Aber ist das der einzige Grund für Dich herzukommen? Wenn ich das fragen das…

 

Nein, Deine Fragen stören mich kein bisschen, dachte sie, ganz im Gegenteil. "Natürlich nicht." Sie wies mit den Händen an ihrem nackten Körper herab. "Ich liebe dieses Gefühl."

 

"Welches genau?" wollte er hartnäckig wissen.

 

„Ja, welches? Worüber sprecht Ihr?“ fragte Sylvia von ihrer Decke herauf.

 

Nadine bezog sie sogleich mit ein. "Na, das Gefühl hier! FKK. Nacktbaden. - Ich liebe es einfach, so nackig herumzulaufen!"

 

Er blieb neugierig. "Nur hier am See, oder an einem Strand, oder auch sonst?"

 

Sie überlegte einen Moment, worauf er hinauswollte, und wie viel sie gleich schon von sich preisgeben wollte. Aber dann siegte wieder ihre Offenheit. Gab es irgendeinen Grund zum Verstecken? "Auch sonst. Ich mag auch gern Sauna und FKK-Thermen, alle Sachen, wo man nackig sein kann. Auch im Garten und so…" Sie geriet, da er so ein großes Interesse daran zeigte, richtig ins Schwärmen. "Ich finde es jedenfalls herrlich, vollkommen nackt so alles Mögliche zu tun..."

 

"Was zum Beispiel?" fragte wieder Sylvia, die jetzt neugierig geworden aufgestanden war.

 

"Na ja - das hier zum Beispiel..." Nadine drehte sich übermütig einmal im Kreis, wie um das Gesagte eindrucksvoll zu bestätigen. Sie freute sich, dass sie diese Art nackte Prüfung vor den beiden, vor der sie doch ein bisschen Muffensausen gehabt hatte, so locker und leicht bestanden hatte. "Sonnen. Baden. Endlos an einem Strand entlang laufen. Beach-Volleyball spielen. All das eben. Das mache ich am liebsten ohne alles."

 

"Siehst Du, das meinte ich. Das merkt man Dir einfach an." Er deutete mit einem Nicken auf ihren Schoß, den er etwas über Augenhöhe vor sich hatte. "Und Du zeigst alles ganz offen."

 

Für einen Moment wusste sie nicht, worauf sich das nun bezog, und sah ihn fragend an.

 

"Du bist blank. Herrlich blank."

 

Seine junge Studentin sah an sich herab, als müsse sie sich selbst erst dessen vergewissern, sah auf ihre Vulva, deren innere Schamlippen so ganz und gar verborgen waren und die einer glatten Muschel glich, und meinte ganz sachlich mit einem Achselzucken: "Warum sollte ich nicht? Machen doch viele."

 

"Aber Du bist eben eine davon. - Und Du, was magst Du daran?"

 

Sie schaute ihn verdutzt an. "Magst Du doch auch, oder?!"

 

"Doch. Sieht man doch. Aber warum magst Du es?"

 

Nadine zuckte wieder mit den Schultern. "Ich mag da keine Härchen haben. So fühlt es sich irgendwie viel gepflegter und reiner an. Und doch ganz natürlich. Ich mag es einfach." Sie sah erwartungsvoll zu Sylvia.

 

Die schmunzelte. „Wenn ich das bei Dir so sehe, komme ich auch auf den Geschmack…“

 

 

 

Nadine hätte jetzt sehr gern noch länger mit den beiden bei diesem kribbeligen Thema verweilt, denn es brachte sie einander näher. Doch die beiden jungen Männer kamen zurück und forderten zur Revanche auf.

 

Nach einem Satz, den Nadine und Simonsen nur noch ganz knapp gewannen, und einem weiteren erfrischenden Bad in Müggelsee kehrten die beiden zu Sylvia zurück.

 

 

Sie lagen alle drei nebeneinander auf ihren Decken und plauderten Belangloses. Yorks schöner Penis lag wie eine mächtige, müde Schlange seitlich über seinen Lenden. Sylvia strich gedankenverloren mit einer Hand über Nadines Rücken, alle waren entspannt und guter Dinge.

 

Diese unverhoffte Gelegenheit nutzte Nadine, um den beiden nun ihre Idee nahezulegen, Weeslow anstelle von Luckenwalde zum neuen Ort des Hochschulsports zu machen. Die beiden setzen sich auf und hörten aufmerksam zu, nickten immer wieder, waren bald überzeugt. Und zum Schluß konnte sich Nadine nicht verkneifen, von ihrem wunderbaren FKK-See dort zu schwärmen.

 

Den Bezug zum Hochschulsport dazu stellte dann Sylvia selbst her. „Klingt doch verlockend. Könnte sein, dass wir Teile des Sportangebots am See machen – und als FKK-Variante.“

 

Nadine jubelte innerlich. Genau das war ihr Plan gewesen, aber es lief viel besser als erträumt.

 

„Wen müssen wir denn davon noch überzeugen?“ fragte sie scheinheilig.

 

„Was denkst Du? Den Alten natürlich.“ York legte sich hin und sprach in den Himmel. „Aber der neigt zum Starrsinn.“

 

„Vielleicht kann weiblicher Charme ihn ja überzeugen.“ meinte Sylvia mit einem vielsagenden Blick auf Nadine. „Ich arrangiere mal ein Treffen.“

 

Nadines Herz hüpfte vor Freude.

 

Sylvia musste nun los. Sie stieg in ihr Sommerkleid, ein ähnliches wie am Tag zuvor, allerdings ohne auch in ihr Unterhöschen zu steigen, das sie stattdessen in ihrer Handtasche verstaute. Da ihr Nadine aufmerksam zusah, meinte sie: „So fühlt es sich gleich viel leichter an, viel sommerlicher, findest Du nicht?“

 

Nadine nickte.

 

Sylvia verabschiedete sich mit Küsschen von den beiden. „Vielleicht sehen wir uns ja noch an der H:S.“ meinte sie zu ihm, und zu ihr: „Bleibst Du noch in Berlin? Oder fährst Du nach Hause, so wie alle?“

 

„Zwei Tage noch. Ich gebe noch zweimal Yoga-Kurse, morgen und übermorgen. Aber dann fahre ich nach Weeslow.“

 

„Und, Urlaub?“

 

„Ja. Ab nächsten Mittwoch für drei Wochen nach Mykonos.“

 

„Genial!“ fand Sylvia. „Wenn Du danach noch ein bisschen Zeit hast, dann besuche mich doch in Wien.“ 

 

„Super gern!“

 

 

Sie blieb mit York zurück.

 

Sie lag auf dem Rücken und drehte ihm den Kopf zu. „Sag mal…“ begann sie vorsichtig.

 

„Ja?“

 

„Habt Ihr beide eigentlich was miteinander?“

 

„Sylvia und ich? Na ja…“ Er richtete sich gemächlich von seiner Decke auf. „Wie man´s nimmt. Wir waren mal zusammen, in Wien.“

 

„Also nicht mehr.“

 

„Wie soll ich sagen… Wir sind gute Freunde. Und wir schlafen ab und zu miteinander, wenn wir Lust darauf haben. – Und wir haben einen gemeinsamen Sohn.“

 

„Ach, echt?“

 

„Ja. Jesse. 9 Jahre alt. Er lebt in Wien. Bei meiner Frau. Also, Ex-Frau.“

 

„Oka-y.“ meinte Nadine gedehnt, erkennbar beeindruckt von den vielen privaten Dingen, die sie so nebenbei zu hören bekam.

 

„Ja, klingt etwas kompliziert. Ist es manchmal auch.“

 

„Und nun seid Ihr beide wieder zusammen in einer Stadt, nicht wahr?“

 

Er nickte nur.

 

Nadine setzte sich auf. „Und…“

 

„Ja?“

 

„Hast Du sonst noch… also… eine Freundin?“

 

Er lachte auf. „Warum sollte ich Dir das erzählen?“

 

Sie musste nicht lange nachdenken, um eine Antwort darauf zu haben. „Weil ich Dir auch alles erzählen würde, wenn Du mich was fragst.“

 

„Also gut: Hast Du einen Freund?“

 

„Ja. Einen ganz tollen.“

 

„In Weeslow?“

 

„Ja. Wir wohnen zusammen.“ Sie grinste und fügte hinzu, ihn zitierend: „Und wir schlafen ab und zu miteinander, wenn wir Lust darauf haben “

 

„Okay.“

 

„Und Du?“

 

„Ich habe eine Ex-Frau, die nicht versteht, dass ich ihr Ex-Mann bin. Und ich habe Sylvia, die mich versteht, aber einen anderen liebt.“

 

Nadine nahm allen Mut zusammen. „Du hast ja jetzt mich…“ Sie ließ den Satz kurz wirken, dann fügte sie schnell hinzu: „Also, wenigstens als Beachvolleyball-Partnerin. Und vielleicht magst Du ja mal mit mir einen Wein trinken gehen.“

 

Er grinste: „Echt? Du magst Wein? - Unbedingt sollten wir das tun. – Komm, wir gehen nochmal baden.“

 

 

Als sie zurückkehrten, hatte er eine Nachricht auf seinem Siemens-Handy.

 

„Was ist?“

 

„Von Sylvia. Reichenbacher will uns sprechen. Wegen Weeslow.“

 

„Cool. Wann?“

 

„Jetzt. Jetzt gleich.“

 

„Wie - jetzt?“

 

Er sah sich die Nachricht an. „Na ja, gleich, also um drei Uhr. In einer dreiviertel Stunde.“ Er nahm bereits seine Hose und stieg hinein.

 

Nadine überlegte kurz. Das reichte nicht, um nochmal zu ihr nach Hause zu fahren. „Dann muss ich wohl so mit, also in meinen Sportsachen…“

 

Er hatte anscheinend gar nicht zugehört. „Aber das hier, das wiederholen wir doch nochmal, oder? Das hat Riesenspaß gemacht. Du spielst großartig!"

 

Sie strahlte ihn an. „Und wann? Morgen?“

 

"Bin dabei." meinte er, während er sie dabei beobachtete, wie sie als erstes in ihr rosa Tank-Top schlüpfte.

 

Er knöpfte sein Hemd zu, während er fragte: "Wo arbeitest Du eigentlich?"

 

Sie antwortete lächelnd: "In einem Yoga-Studio. Ich gebe Kurse.“

 

„Tatsache? – Wo?"

 

Sie kniete sich neben ihrer Tasche nieder und zog einen schon etwas geknickten Flyer hervor.

 

"Hier, bitte." Sie stand auf und überreichte ihn. "Gibt gerade Rabatte. Wegen Sommerflaute und so.“

 

„Bekomme ich also einen Seniorentarif?“

 

„Spinner…“ Sie hob ihre Decke an und schüttelte sie aus.

 

Während Nadine sie anschließend zusammenlegte, trat er nah an ihre Seite. "Warte mal, da ist auch noch ein bisschen. Darf ich?" Und schon, ohne lange eine Antwort abzuwarten, klopfte er mit der Hand sachte einen Rest feinen Sandes von ihrem nackten Po.

 

"Danke!" flüsterte seine junge Studentin leise und ein wenig überrascht. Angenehm überrascht...

 

"Ich konnte nicht widerstehen... Und so einen wunderschönen Körper sollte nichts ja bedecken. - Nicht einmal Sand..." meinte er mit einem breiten Grinsen.

 

Sie schmunzelte verschmitzt und schaute an sich herab: "Hab ich noch irgendwo welchen?" fragte sie recht einladend. Dann lachte sie und fuhr fort, ihre letzten Sachen zusammen zu packen. Er stand schon lange bereit zum Gehen daneben und beobachtete sie aufmerksam dabei.

 

Erst als sie auch noch ihre langen dunkelbraunen Haare sorgsam zu einem Pferdeschwanz gebunden hatte und mit allem anderen fertig war, sah sie sich suchend um. "Wo sind denn jetzt meine Pants?“

 

„Ach, die könntest Du jetzt eigentlich auch ganz weglassen." schlug er vor.

 

"Spaßvogel. Aber mal ehrlich, wo sind die denn?“

 

Sie suchte ihre Tasche durch, er die Stelle ab, wo sie gelegen hatten.

 

„Welche Farbe hatten die nochmal?“ fragte er.

 

„Schwarz.“

 

Er hielt inne und sah sie an. „Du, Nadine… Die hat Sylvia mitgenommen.“

 

„Waaas?!“

 

„Ja. Diese schwarzen Shorts meinst Du? Die lagen vorhin auf meiner Decke und die habe ich in die Tasche neben mir geworfen. Ich dachte, das wäre Deine Tasche.“

 

Sie stöhnte auf und fasste sich an den Kopf. „Du meinst, meine Pants sind weg?“

 

„Sieht so aus.“

 

Erst sah sie ihn entgeistert an. Dann begann sie zu lachen. „Was für ein Scheiß! Und wir wollen zu Reichenbacher.“

 

Er zuckte mit den Achseln. „Und, was sollen wir machen?“

 

Sie wies an sich herab. Knappes, bauchfreies rosa Top – sonst nur pure Nacktheit. „Na was wohl? Ich komme so mit.“

 

„So?“

 

„Oder Du verschiebst den Termin… Denn wir haben ja wohl keine Zeit, noch bei mir vorbei zu fahren. – Oder Du gibst mir Deine Hose…“ ergänzte sie schmunzelnd.

 

Er überlegte. „Sylvia hat Deine Pants. Sie muss zu uns zum Wagen kommen und sie Dir geben.“

 

„Gute Idee. Komm!“

 

Nun, da er sie schon völlig nackt kannte, war das auch kein Problem mehr, fand sie, als sie neben ihm durch den weichen Sand und über die Treppe zum Ausgang schritt. Und neben ihm so halb nackt herzulaufen, nur im Top und mit der Strandtasche über der Schulter, das war irgendwie wunderbar aufregend. Sie genoss ihren Auftritt, dem viele Blicke folgten.

 

Sie passierten den Ausgang und standen auf dem Parkplatz. York parkte etwas entfernt an der Straße. Noch nie war sie so, unten ohne, in der Öffentlichkeit jenseits eines Strandes oder eines Nudistengeländes herumgelaufen. Nur in dem kleinen Ortsteil von Weeslow, in dem sie mit Michael Schneider wohnte. Doch hier tat sie, als würde sie es nicht einmal bemerken, auch nicht, dass sie viele der Menschen, die das schöne Wetter am See genießen wollten und die ihnen jetzt in Scharen von ihren geparkten Autos  entgegenkamen, sie ungläubig  anstarrten.

 

Sie begegneten Helga, der älteren Dame, die Nadine aus dem Bad kannte.

 

"Hallo, Nadine! Hast Du Deine Hose verloren?"

 

Nadine spielte die Überraschte. "Oh Gott! Habe ich ja ganz vergessen." Sie war darin so gut, dass selbst Simonsen für den Moment annahm, seine hübsche Begleiterin habe tatsächlich nicht mehr daran gedacht. Schließlich erreichten sie seinen Wagen, aber nicht, ohne dass ein vorbeifahrender Autofahrer begeistert hupte, als er Nadine erblickte.

 

„Auch mal ganz schön so.“ meinte sie grinsend zu ihm, als sie zu ihm einstieg. „Sollte ich öfter machen.“

 

*

 

Sie erreichten die H:S eine Viertel Stunde vor drei. York hatte Sylvia Pröschl versucht zu erreichen, aber sie ging nicht an ihr Handy, nicht ans Festnetz. Nun parkte er, ließ Nadine halbnackt im Wagen sitzen und lief hinein.

 

Nach fünf Minuten kam er grinsend angelaufen, ihre Pants von weither sichtbar schwenkend.

 

Nachdem Nadine sich diese angezogen hatte, fühlte sie sich auch so – angezogen. Dass sie auch darin, was sie da trug, einen absolut aufregenden, extrem offenherzigen Anblick bot, kam ihr gar nicht mehr in den Sinn. Reichenbacher hätte gesagt: nicht ganz der richtige Stil für diese Art von Auftritt… Der Po kaum bedeckt von den knappen Pants, der womöglich weltweit coolste unabsichtlich zur Schau getragene Camel Toe darunter, der perfekte, bestens definierte Bauch mitsamt dem gepiercten tiefen Nabel, die eng umschlossenen, herrlich festen Brüste mit den den dünnen Stoff scheinbar durchstoßenden harten Nippeln, die viele herrlich gebräunte makellose Haut… Nun, Nadine fühlte sich angezogen und bereit für das Gespräch.

 

Reichenbacher ließ sich nichts anmerken. Er lud die drei ein in eine nahe gelegenes kleines Restaurant, wo sie auf der Terrasse einen späten Lunch zu sich nahmen..

Nadine begann ihm zu erzählen, was sie Sylvia und York bereits erzählt hatte, kurzum: Weeslow sei eine prima Alternative zu Luckenwalde. Wo das überhaupt läge, wollte der Präsident wissen. Hier konnte York helfen, der einen Terminkalender mit hatte, in dessen Mittelteil auf mehrere Seiten verteilt eine Deutschland-Karte gedruckt war. Weeslow selbst war nicht abgebildet, aber das nahe gelegene Festenwalde und auch Bad Sorow. Immerhin, befand der Alte, das schien ja deutlich näher zu liegen als das bisherige Projekt. Nadine hatte nun Fahrt aufgenommen und berichtete überschwänglich von den vielen Möglichkeiten und Vorzügen in Weeslow. Und ihren guten Kontakten zum Bürgermeister und den örtlichen Entscheidern.

Reichenbacher hörte schweigend zu, wobei er immer wieder auf Nadines Brüste schaute, dann nickte er. „Klingt gut. Schauen wir uns das mal an. Die Luckenwalder gehen mir eh langsam auf die Nerven.“

Nadine jubelte innerlich. Sie bemerkte, wie Sylvia und York ihr unauffällig zunickten.

 

Reichenbacher hatte schon bezahlt, und so erhoben sie sich. York ließ ihn mit Sylvia vorgehen und klopfte Nadine anerkennend auf die Schulter. „Gut gemacht.“ meinte er leise. „Ich möchte Weeslow jetzt unbedingt mal kennen lernen. Und Deinen Freund.“

„Meinen Freund? Warum?“

„Weil ich wissen möchte, wer dieses Glück hat, Dein Freund zu sein.“

Sie lächtelte ihn lieb an. „Heute Abend beim Wein erzähle ich Dir gern mehr über ihn, wenn Du magst.“

„Und alles über Weeslow?“

„Und alles über Weeslow! Wenn Du willst, die ganze Nacht…“

„Sylvia schläft zur Zeit bei mir.“

Sie nahm seine Hand. „Na und? Ist Dein Bett denn nicht groß genug für drei?“

 


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