Das Schwimmteam Teil 2


Luftikus

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04.06.2020
Schamsituation

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Liebe Leserin, lieber Leser,

 

nun folgt hier der zweite Teil der Übersetzung (Interpretation) einer englischsprachigen Originalgeschichte, die der Autor SolarRay auf literotica.com veröffentlicht hat. Der erste Teil der Geschichte kann hier gelesen werden:

 

Das Schwimmteam Teil 1

 

Der Autor der Originalgeschichte hat mir per eMail die Erlaubnis erteilt, die Geschichte zu übersetzen und auf schambereich.org zu veröffentlichen. Dabei hat er mich gebeten, als Autor genannt zu werden und dass ein Link auf die Originalgeschichte verweist:

 

The Swim Team Ch. 02

 

 

Zweiter Teil

 

Einige Trainingsnachmittage mit unserer neuen Methode lagen nun schon hinter uns. Mei hatte uns dazu gebracht, alles zu jeder Zeit nackt durchzuführen. So war es für uns selbstverständlich geworden, zu Beginn des Trainings zusammen in die Mädchenumkleide zu gehen und uns dort auszuziehen. Mit unserer gegenseitigen Nacktheit fühlten wir uns inzwischen wohl.

 

Eines Tages holte Mei nach dem Schwimmtraining, wir hatten uns gerade wieder angezogen, einen Stapel Zettel aus ihrem Spind. Sie drückte jedem von uns einen Packen in die Hand. In meinem Magen fing es an zu grummeln. „Für die hier“, wies uns Mei an, „brauche ich die Hilfe von jedem von Euch. Die Zettel müssen überall in der Schule verteilt und bekannt gemacht werden.“

 

Mit einem bedepperten Gesichtsausdruck schaute ich zu Monica herüber. Wir beide sahen aus, wie vom Elch geknutscht: Die Zettel waren eine Einladung an die ganze Schule, uns dabei zusehen, wie wir nackt für den nächsten Wettbewerb trainieren. Der fettgedruckte Eingangssatz: „Kommt alle, bewundert unseren perfektionierten Brusteinsatz“, gab in seiner Plattheit ein typisches Beispiel für Mei‘s seltsamen Humor.

 

„Nicht Dein Ernst“, stammelte Simone, die einen Moment gebraucht hatte, um das Gelesene zu realisieren. Jared und Nathan sahen sich überrascht an. „Voll genital!“, polterte Chris mit einem breiten Grinsen in die Runde. Kiara schien das Ganze, war ja eigentlich klar, schon vorher gewusst zu haben.

 

„Du glaubst doch nicht wirklich“, platzte es aus Monica heraus, „dass wir das unter die Leute bringen werden.“

 

„Warum denn nicht“, erwiderte Mei mit der ihr eigenen Selbstverständlichkeit.
 

 

„Ja zum Beispiel, weil ich mich nicht nackt der ganzen Schule zur Schau stellen möchte“, fuhr Monica sie an.

 

„Ach, was ist denn schon dabei“, beschwichtigte Mei, „wir trainieren nun seit Wochen nackt. Niemand interessiert sich für unsere Erfolge als Schwimmteam. So können wir uns sehr einfach die notwendige Aufmerksamkeit und Unterstützung sichern“, erklärte sie uns.

 

„Noch mal jetzt ganz langsam zum Mitdenken“, setzte Simone nach, „wir würden nackt vor der ganzen Schule sein!“, wiederholte sie betont, um Monica zu unterstützen.

„Aber mal was ganz anderes“, warf Nathan ein, „bis jetzt sind wir mit unserem Nackttraining geschickt unter dem Radar von Sitte und Moral geflogen. Der Direx wird es uns bestimmt nicht weiter erlauben, wenn wir es nun an die große Glocke hängen.“

 

„Das hat Mei schon alles zum Besten gedeichselt“, verkündete Kiara stolz.

 

„Zuerst wollte er mich aus seinem Büro werfen“, berichtete Mei und grinste dabei wie ein Honigkuchenpferd. „Dann habe ich damit gedroht, das College wegen Diskriminierung auf 5 Millionen Dollar zu verklagen.“ Wir anderen schauten uns verwundert an.

 

„Und wie hast Du das begründet?“, fragte Nathan.

 

Mei und Kiara kamen aus ihrem Grinsen nicht heraus. „In den Fünfziger Jahren oder so war es für Jungen Vorschrift nackt zu schwimmen, aber die Mädchen trugen unförmige Badeanzüge.“

 

Wir anderen schüttelten ungläubig den Kopf. „Wollt Ihr beiden uns für dumm verkaufen?“, fuhr Monica Mei wütend an. „Das ist alles Wahr“, entgegnete Mei, „und noch viel mehr“, mit einer gezielten Pause hob sie die Spannung, „es steht so immer noch in der Schulsatzung!“

 

Wir anderen wechselten überraschte Blicke aus. „Und solange in der Satzung steht, das die Jungen nackt schwimmen müssen, können sie uns Mädchen wegen der Gleichberechtigung nicht verbieten, ebenfalls nackt zu schwimmen.“ Kiara und Mei gaben sich alle Fünfe.

 

„Aber warum ändern die nicht die Satzung?“, fragte Nathan.

 

„Mr. Harrison liegt noch für Monate im Krankenhaus. Ohne ihn ist das Gremium nicht beschlussfähig. So haben sie sich dazu entschlossen, erst mal abzuwarten und uns machen zu lassen“, erläuterte Mei.

 

„Aber so nackt vor der ganzen Schule. Das geht überhaupt nicht“, wiederholte sich Simone zum dritten Mal.

 

„Wie auch immer“, entgegnete Mei, „Kiara und ich haben das Event schon über unser Studenten – und Büchereinetzwerk bekannt gemacht. Wir haben auch schon geschätzt eine Million Zusagen. Die können wir doch jetzt nicht hängen lassen.“

 

Simones Kiefer klappte herunter. „Was zum Teufel“, stammelte sie und wollte das Gehörte nicht akzeptieren. Der Rest von uns schwieg verdattert.

 

Mei und Kiara machten sich, so schnell sie konnten aus dem Staub. So war die Sache entschieden. Eine weitere Diskussion war ohne die beiden nicht mehr möglich. Ich traute mich nicht, die anderen zu fragen, was sie nun tun würden. Eigentlich war mir klar, dass kein Zettel seinen Weg aus meiner Tasche in die Öffentlichkeit finden würde. Bei Monica und Simone würde es sicherlich genauso sein.

 

Den Rest der verbleibenden Woche verbrachten wir damit, unsere Mitschüler dabei zu erwischen, hinter unseren Rücken zu tuscheln und zu kichern. Jedes Mal wünschten wir uns, die Zeit zurückdrehen zu können, und die ganze Angelegenheit von vornherein nicht begonnen zu haben. Flehentlich hofften wir, es möge schnell vorbeigehen. Aber das sollte nicht sein.

 

 

 

* * * * * * * * *

 

 

 

Am Tag unseres ersten absolut öffentlichen Schwimmtrainings hatte ich Gummibeine. Ich war mir unsicher, in diesem Zustand überhaupt schwimmen zu können. Auf dem Weg zur Schwimmhalle holte ich Monica ab. Während der ersten Hälfte der Fahrt schwiegen wir. Dann gab es nur noch das eine Thema. Nervös sprachen wir darüber, wie wir uns nun verhalten sollten.

 

„Was denkst Du? Wie viele Leute werden heute kommen?“, fragte Monica.

 

„Tja, wann hat man schon mal die Chance, so viele Leute auf einmal nackt bewundern zu können? Ich will gar nicht darüber nachdenken, wie viele es heute sein werden.“

 

„Ohne Kiara hätte Mei das nicht fertiggebracht. Mei brauchte ihr nur zu sagen, dass es eine großartige Sache sei. So konnte sie das Alles lostreten, ohne den Rest von uns vorher fragen zu müssen.“

 

„Oh ja. Kaum zu glauben. Hast Du Dir je vorstellen können, dass Kiara so sehr in Mei verknallt ist?“. Ich stellte die Frage, um das Gespräch irgendwie auf ein anderes Thema zu bringen, irgendwas, das uns davon abbrachte, darüber zu spekulieren, wie viele Leute nun kommen würden, um uns vollkommen nackt zu sehen.

 

„Verknallt? Du meinst, so richtig verknallt?“

 

„Absolut.“

 

„Kiara steht auf Mädels. Das ist mal sicher.“

 

Kurz vor der Schule sahen wir Simone auf dem Bürgersteig. Sie presste ihre Hand auf den Bauch und sah krank aus. Nie zuvor hatte ich sie so verstört erlebt. Aber ich konnte ihre Situation nur zu gut nachempfinden. Mit Ausnahme von Mei und Kiara brachten wir in der Umkleide keinen Ton heraus. Monica, Simone und ich hatten uns von hinten reingeschlichen. So waren wir beim Reinkommen niemanden begegnet. Die vielen Stimmen, die von Draußen in die Umkleide drangen, ließen das Schlimmste befürchten – es mussten eine Menge Leute gekommen sein, um uns zu sehen.

 

„Ich halte das nicht mehr aus. Ich werde nachsehen“, brach es plötzlich aus Simone heraus. Sie schielte durch den Türspalt und schloss sofort wieder die Tür. „Nein. Bloß nicht das“, murmelte sie leise und sah uns ängstlich an. Mir wurde klar, was uns erwarten würde. Schneller als uns lieb war, standen wir nackt und zitternd im Kreis. Wir fühlten uns, als ob wir uns gleich in ein Wolfsrudel stürzen müssten.

 

„Ach kommt schon Leute“, stöhnte Mei, „denkt doch mal an die vielen Dates, die wir danach haben werden.“

 

„Ihr werdet überhaupt keine haben, weil ich Euch hiernach alle kalt machen werde“, knurrte Simone. Ein nervöses Lachen machte sich breit.

 

Die Tür öffnete sich und der Coach steckte seinen Kopf herein. „Leute, kommt jetzt raus“, sagte er kurz, und zog die Tür wieder zu.

 

„Showtime“, rief Kiara.

 

„Kommt. Stellt Euch alle in einer Reihe auf“, forderte Mei uns auf. „Ich werde uns herausführen und dann mit einigen Worten unser Schwimmtraining erklären, bevor wir dann anfangen. Folgt einfach meinen Anweisungen.“ Das hatten wir doch schon die ganze Zeit getan, und waren so in diesen Schlamassel geraten.

 

Nichtsdestotrotz stellten wir uns in einer Reihe zur Tür hin auf und folgten unserer Anführerin. Ich holte tief Luft. Jared schritt mir voran. Ich lief hinter ihm mit dem Gefühl, gleich aus den Socken zu kippen.

 

Die Tür öffnete sich. Mei trat als Erstes heraus. Ein allgemeiner Aufschrei toste auf der Tribüne los, als den Anwesenden klar wurde, dass das Alles wirklich passierte und kein Studentenulk war. In der Halle sahen wir die Sitzreihen dicht besetzt. So voll hatte man die Schwimmhalle bis jetzt noch nicht gesehen. Die Masse schaute uns zu, wie wir im Gänsemarsch zur anderen Seite des Beckens paradierten. Die Leute sprangen von ihren Sitzen auf und jubelten uns zu. Andere hielten sich schamvoll die Hand vor den Mund. Gelächter war zu hören. Viele sahen uns geschockt und ungläubig an, konnten es nicht fassen, dass wir wirklich so nackt waren, wie es angekündigt worden war.

 

Irgendwie fühlte ich mich jetzt noch nackter, als bei Schwimmtrainings zuvor. Ständig musste ich an meinen Penis denken, der jedes Mal zwischen meinen Oberschenkeln schwang, wenn ich mit meinen Füßen beim Umrunden des Beckens auf den nassen harten Fliesenboden aufklatschte. Auf jedem Teil meines Körpers konnte ich die Blicke von hunderten Augenpaaren spüren. Die geschockten, belustigten und beschämten Gesichter wurden größer und intensiver, als wir uns der Menge näherten, und ihr so erlaubten, unsere privatesten Teile immer detailgenauer in Augenschein zu nehmen.

 

So standen wir dann plötzlich direkt vor unseren Freunden und Mitschülern. Sie sahen nicht uns an. Sie bestaunten die Parade nackter Penisse, Busen und Vaginas, die an ihnen vorbeizog, und die es so auf einem Schulgelände bis jetzt noch nicht gegeben hatte. Ich schritt an einer Reihe Mädchen vorbei, die mit heruntergeklappten Kiefern zwischen meine Beine starrten. In ihre offenen Münder schlich sich ein Lächeln, als sie sich dann trauten, mir schmunzelnd in die Augen zu schauen. Eines der Mädchen flüsterte ihrer Nachbarin etwas zu. Dann brach sie in ein derartiges Lachen aus, dass sie sich bei dem anderen Mädchen abstützen musste. Im ersten Moment schämte ich mich noch. Als wir uns dann zur Menge drehten, bemerkte ich das Wohlwollen, mit dem ihre Blicke an mir auf – und abwanderten.

 

Besonders den jungen Männern im Publikum war anzusehen, wie sehr sie sich für die ihnen zur Schau gestellten nackten Körper interessierten. An ihren starren Augen konnte ich erkennen, wie sehr sie Monica zu meiner linken, aber auch die anderen Mädchen unseres Teams mit den Augen verschlangen, wie sie gierig den Anblick ihrer entblößten Brüste und ihrer zur Schau gestellten Vagina in sich einsogen. Monica schien sich dessen voll bewusst zu sein. Spitz richteten sich ihre Nippel durch die Erregung über diese Situation auf. Einerseits war ich fürchterlich eifersüchtig, aber andererseits auch sehr stolz darüber, wie sie sich mit zunehmendem Selbstbewusstsein ohne ein Stück Stoff am Körper in ihrer ganzen Schönheit all ihren Freunden zeigte, und ihre Ängste langsam schwanden.

 

Nicht weit von mir hörte ich Simone tief und regelmäßig atmen, so, als ob sie gegen ein drohendes Hyperventilieren ankämpfte. Ich dachte an die ungewollte Aufmerksamkeit, die ihr dadurch zuteil wurde. Bewegten sich doch ihre Brüste verführerisch mit jedem Erbeben ihres Oberkörpers. Jedem Jungen auf der Tribüne musste es beim Anblick ihrer wogenden Oberweite in der Hose zwicken. Ich selbst hielt meine Augen strikt auf die anderen Männer meines Teams gerichtet, um nicht an unsere nackten Mädchen denken zu müssen. Eine Erektion vor dem Publikum wäre für mich der Horror gewesen. Ich sah rüber zu Nathan. Er war so genauso nervös wie ich. Chris und Jared zeigten hingegen stolz, was sie zu bieten hatten, und tauschten grinsend mit vielen Mädchen auf der Tribüne ein Augenzwinkern aus. Aufgeregt nutzten sie ihre Chance, ganz vielen Mädchen einen abwägenden Blick auf ihre Penisse gewähren zu lassen. Hofften die beiden doch, dass sich da etwas ergeben könnte.

 

Mei trat einen Schritt nach vorne und begrüßte die Leute. Über unsere Nacktheit verlor sie kein Wort. Sie erklärte dem Publikum den Ablauf eines typischen Trainings, angefangen vom Aufwärmen, über das Einschwimmen bis zu den Spurts am Ende, die wir unter den gleichen Bedingungen absolvierten, mit denen wir uns bei einem Schwimmwettbewerb mit den Teams anderer Schulen maßen. Dann fingen wir an. Wir vollzogen unser Training genauso, wie immer, nur, dass wir uns diesmal in unserer Nacktheit sehr unwohl und unsicher fühlten.

 

Nachdem wir, wie auch immer, unsere Vorstellung zur Hälfte durchgezogenen hatten, schlich sich neben meinem Unwohlsein über mein Nacktsein ein innerlich aufbauendes Hochgefühl bei mir ein, als ich bemerkte, dass sich auf der Tribüne ein weiblicher Fanclub herausbildete, der mir bei jeder meiner Bahnen zujubelte und mich anfeuerte. Nie zuvor hatten wir mit unserem Sport eine größere Beachtung gefunden, da wir nie an wichtigeren Wettkämpfen in den höheren Liegen teilnehmen konnten. Und bei den wenigen Wettkämpfen, bei denen uns unsere Familien in den Endrunden zusahen, war es nicht so wie jetzt gewesen. Nun war es extrem aufregend. Das Publikum johlte und brüllte. Sie feuerten uns an. Ich schwebte auf Wolke sieben und genoss es. Speziell die Anfeuerungen der super süßen Mädels im Publikum spornten mich besonders an.

 

Tatsache! Als wir es durchgezogen hatten, und uns zum Umkleideraum aufmachten, erhaschte ich die Aussicht auf einige wirklich hübsche Mädchen, die ich aus meinen Kursen kannte. Sie reckten ihre Köpfe nach mir. „Hey Ryan!“, kreischten sie. Ich wollte keine zusätzliche Aufmerksamkeit verursachen. Trotzdem konnte ich es nicht lassen, ihnen meinen Kopf zuzuwenden.

 

„Danke für Euer Kommen“, rief ich ihnen freundlich zu. Ich musste an all die Momente denken, an denen ich im Unterricht mit ihnen zusammengesessen hatte, ihre Schönheit bewunderte, ihre hochgesteckten Haare, ihre gut ausgefüllten T-Shirts, und ich mich immer mit der Frage quälte, ob ich ihnen auch gefallen würde. So viele dumme Fantasien waren in diesen Momenten in mir vorbeigezogen, eine von ihnen zu fragen, ob wir nicht zusammen lernen könnten, und eins zum anderen kommen zu lassen, wenn wir gemeinsam in unsere Bücher vertieft auf dem Bett lagen, uns gegenseitig unsere Klamotten herunterrissen, und es als die rattenscharfen Studenten, die wir waren, heftig miteinander treiben würden. Vielleicht hatten sie sich in diesen Momenten ebenfalls gefragt, ob ich sie attraktiv finden würde und ob ich einen durchtrainierten Bauch und einen schönen Schwanz hätte. Nun standen sie direkt vor mir, und konnten nicht genug von meiner kompletten Nacktheit bekommen.

 

„War uns eine Ehre“, kicherten sie, und begutachteten allzu offensichtlich meinen Penis von ganz nah. Eines der Mädchen sah mich vorwurfsvoll an. „Warum hast Du uns noch nie Deinen Freund vorgestellt?“, fragte sie mich.

 

„Welchen meiner Freunde meinst Du?“, entgegnete ich verwundert. Die Mädchen brachen in ein lautes Lachen aus.

 

„Du solltest das doch nicht fragen!“, brach es aus einem der anderen Mädchen heraus. Sie begannen sich heftig gegenseitig zu stupsen. Jetzt erst wurde mir klar, dass es um meinen Penis ging. Sie schienen schon vorher auf der Tribüne die ganze Zeit darüber palavert zu haben.

 

„Oh ja“, antwortete ich lachend und schaute auf mein Teil herab. „Jetzt hab’ ich es kapiert.“ Mein Penis schwoll an. Das blieb nicht unbemerkt. Es gelang mir, die Situation unter Kontrolle zu halten.

 

Eines der Mädchen, die sich vorhin nicht trauten, mich anzusprechen, lief rot an. „Tut mir leid“, lispelte sie leise. „Macht Ihr das jetzt immer so?“, fragte sie, nachdem sie vorher geschluckt hatte.

 

„Ich weiß nicht. Das ist Mei’s Veranstaltung“, seufzte ich. Die Mädchen schmunzelten. Sie spürten mein Unbehagen, so nackt und ausgeliefert vor ihnen zu stehen. Sie schienen es zu genießen. „Ich muss jetzt schnell los. Wir sehen uns später“, sagte ich hastig.

 

„Tschau Ryan“, riefen die Mädchen hell und süßlich. Eine von Ihnen machte sich einen Spaß daraus, mir mehr in Richtung zwischen meine Beine, als in die meines Gesichtes zu winken. Als ich diese Situation nach einigen Momenten noch einmal an mir vorbeiziehen ließ, wurde mir klar, wie sehr ich das Interesse der Mädchen an meinem nackten Körper genossen hatte. Die Erinnerung an ihre Andeutungen, sie würden wieder kommen, um mich erneut zu sehen, erweckte in mir ein Hochgefühl.

 

Wir stürzten uns in die Umkleide, sanken angefüllt mit innerem Gefühlschaos auf die Bänke und realisierten, dass es jetzt immer so sein würde. Jedes unserer nächsten Trainings würde viele Zuschauer anziehen. Das war sicher. Jeder von uns hatte heute seinen eigenen Fanclub gewonnen. Sie würden wiederkommen, um zu sehen, wie sich unsere Zeiten verbessern, oder auch um uns wieder nackt zu sehen, oder aus beiden Gründen zusammen.

 

Erstaunlicherweise ließ uns die Schule unser ganzes Ding weiter machen, obwohl es eine ganze Reihe wütender Protestanrufe von Eltern und „Ehemaligen“ hagelte. Ich denke mal, es waren nicht genug, um wirklich ein Verbot durchzusetzen. So verortete die Schule eine mögliche Unangemessenheit wohl eher in den Gedanken der Zuschauer, als in unserem Verhalten. Mir schwante, wohin sich das Ganze jetzt entwickeln würde, und ja, ich wäre die Sache besser frühzeitig offen angegangen. Vielleicht verdrängte ich es, weil ich gar nicht darüber nachdenken wollte. Ich tat so, als ob es als Thema nicht existierte. Aber es war da und drängte sich umso mehr in den Vordergrund, je näher der Zeitpunkt des Schwimmwettbewerbs heranrückte.

 

 

* * * * * * * * *

 

 

Es war unsere letzte Trainingswoche vor dem großen Wettbewerb, für den wir uns vorgenommen hatten, einen neuen Rekord in der Staffel aufzustellen. Wir zogen uns gerade in der Umkleide unsere Sachen aus, als wir von Draußen ein lautes Streitgespräch zwischen Mei und Simone hörten. Dann polterten die beiden immer noch streitend zu uns in die Umkleide.

 

„Selbstverständlich werden wir beim Wettbewerb nackt schwimmen. Und das mit der Genehmigung durch die Schulbehörde und den Schwimmhallenbetreiber ist bereits geregelt“, erklärte Mei den feststehenden Entschluss. Simone konnte es nicht fassen.

 

„Ich habe zwei verfickte Brüder. Die werden kommen und zusehen“, kreischte Simone, „das geht überhaupt nicht!“

 

„Niemand zwingt Deine Brüder zu kommen“, sagte Mei lapidarisch und eilte zu ihrem Spind.

 

„Die werden auf alle Fälle kommen wollen. Du kennst diese Bastarde nicht“, knurrte Simone, „sie werden nur kommen, um sich über mich lustig machen zu können. Und da habe ich ein Problem mit.“

 

Entsetzt verfolgten wir anderen den Streit der beiden. Nun erfuhren wir zum ersten Mal, dass Mei von uns erwartete, bei der offiziellen Zeitnahme unseres Rekordes nackt zu sein. Im Gegenteil zu unseren normalen Trainings war dieser Wettbewerb eine große Sache. Alle unsere Familien würden da sein. Es war mir unvorstellbar, mich meiner Familie beim Wettbewerb nackt zu präsentieren.

 

„Mei“, sagte ich, „unsere Familien werden kommen, um uns zu unterstützen. Die haben uns doch nie zuvor nackt schwimmen gesehen. Keiner von uns will sich seinen Familien nackt zeigen.

 

„Seid Ihr Euch eigentlich darüber im Klaren, dass wir zur absoluten Lachnummer machen?“, fragte Mei in ihrer Entgegnung, „wenn wir nun, nachdem wir die ganze Zeit nackt geschwommen sind, in der letzten Minute einen Rückzieher machen?“ Wir sind doch jetzt die ganze Zeit schon nackt geschwommen. Wenn wir jetzt zu den Badeanzügen zurückkehren, werden wir unser Qi in den Sand setzen und beim Rekordversuch untergehen.“

 

Ich blickte rüber zu Monika, die in eine Schockstarre verfallen war. Konfus drehte sie sich zu mir. „Ryan, ich will nicht, dass mein Vater mich nackt sieht.“

 

„Ich weiß“, flüsterte ich zurück, „Du kannst Dir vorstellen, wie ich mich fühle, wenn daran denke, dass meine Mutter und meine Schwester dabei sein werden.“

 

„Kiara, sag‘ doch auch mal was“, forderte Mei ihre beste Freundin auf.

 

„Hey Leute, wir sind jetzt Nudisten mit einer positiven Einstellung zu unserem Körper. Damit stehen wir doch darüber, ob und wer uns zusieht“, gab Kiara zu bedenken.

 

„Da ist schon was dran“, stimmte Nathan ihr grübelnd zu. „Für uns sollte es wirklich keine Rolle spielen, wer im Publikum sitzt. Sehen wir die Sache doch mal so, Nudismus beruht auf der Idee, dass im Unbekleidetsein nichts Böses oder Unanständiges ist. Ihr macht Euch wegen der Anwesenheit Eurer Familien Sorgen, weil sie in der Nacktheit etwas Sexuelles sehen könnten. Das kann manchmal der Fall sein, muss aber nicht, und ganz speziell bei dem Schwimmwettbewerb wird das nicht der Fall sein.“

 

„Schaut her“, Mei hüpfte zu Nathan, „hier spricht er zu Euch mit der Stimme der Vernunft.“ Sie gab ihm einen fetten Kuss auf seine Wange. Nathan genoss es sichtlich. Ich war erstaunt, wie sehr sich Nathan bei dieser Sache auf Mei‘s Seite gestellt hatte, da erwarb er sich einen weiteren Kuss. So stand es nun Mei, Nathan und Kiara gegen mich Monika und Simone. Alle Augen richteten sich nun auf Chris und Jared.

 

„Wenn Nathan das kann, dann ich erst recht“, sagte Chris, der sich nicht von Nathan das Wasser abgraben lassen wollte. So war es nun an Jared. „Komm schon Kumpel“, feuerte ihn Chris an, „bei so einer heißen Mutter, wie Deiner, ist das doch keine große Sache.“ Jared boxte ihm auf den Oberarm. Die beiden veranstalteten einen Schaukampf.

 

„Also gut“, stimmte Jared danach zu, „schauen wir mal, ob sie überhaupt kommen werden.“

Simone reagierte fassungslos auf Jareds Entscheidung. „Ich will da nicht nackt paradieren, und erst recht nicht, dass meine Familie meine was-auch-immer oder meine was-weis-ich zu sehen bekommt. Kann doch alles nicht war sein!“ Simone schnappte nach Luft: „Und wenn ich nicht bereit bin, mich so zu präsentieren?“

 

„Dann könnten wir nicht am Wettbewerb teilnehmen. Das wäre total ätzend“, rief Mei, bevor sie aus der Umkleide stürmte. Kiara folgte ihr. Danach gingen die anderen Jungen raus. Ich seufzte und verließ ebenfalls mit Monica die Umkleide. Simone blieb mit sich selbst und ihrer Krise allein zurück. Ich hätte auch wirklich nicht gewusst, was ich ihr zur Aufmunterung sagen könnte. Ich hoffte einfach nur, dass meine Eltern aus irgend einem Grund nicht kommen würden, und mir so die schlimmste Peinlichkeit erspart bliebe.

 

 

* * * * * * * * *

 

 

„Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie ich das Thema überhaupt anfangen sollte“, brach es aus Monica heraus.

 

„Nein, ich weiß auch nicht, wie ich es ihnen sagen sollte“, antwortete ich. Monica und ich hatten uns im Coffee Shop getroffen und mussten erst mal verdauen, es unseren Familien erzählen zu müssen. Gemeinsam versuchten wir, dem Ganzen den Schrecken zu nehmen.

 

„Vielleicht wollen sie unter den Umständen gar nicht dabei sein. Denkst Du nicht auch?“, fragte Monica.

 

„Das wäre gut so. Aber ich denke, unsere Familien werden es nicht akzeptieren. Sie haben sich die ganze Zeit darauf gefreut, dass wir dieses Jahr einen Sieg erringen werden, und nun sollen wir ihnen sagen, dass sie nicht kommen sollen?“

 

„So wird es wohl sein.“

 

„Wann willst Du mit Mutter und Vater darüber reden?“

 

„Jetzt am Wochenende. Ich will es so lang wie möglich nach hinten schieben.“

 

„Cool. Und ich werde alle Schuld auf Mei schieben“, sagte ich, und machte meinem Frust Luft.

 

„So werde ich es auch machen“, seufzte Monica. Wir beide nippten schweigend an unserem Kaffee.

 

 

* * * * * * * * *

 

Als ich zu Hause ankam, um es meinen Eltern zu erzählen, zitterte meine Hand so sehr vor Aufregung, dass ich den Schlüssel nicht in den Schlitz einführen konnte. Ich trat ein, es schien aber niemand da zu sein.

 

„Mama, Papa, seid ihr da?“

 

Ich hörte meine Mutter die Treppen herabkommen. „Hallo mein Liebling“, grüßte sie mich. „John, komm runter. Ryan ist hier.“ Ich folgte ihr in die Küche. Sie bot mir einen Kaffee an. Ich stimmte zu und war froh darüber, etwas in den Händen halten zu können. Ansonsten hätte ich in meiner Aufregung nicht gewusst, was ich mit ihnen anfangen sollte. „Shayna müsste auch gleich da sein.“

 

Mutter stellte sich an die Kaffeemaschine und begann leise zu singen. „Reunited... and it feels so good“. Es war einer ihrer Lieblingsoldies. Schweigend setzte ich mich an den Küchentisch. Kurz danach kam mein Vater dazu.

 

„Hi Ryan, wie läuft es bei Dir?“, fragte er. Wir plauderten ein wenig, bis der Kaffee fertig war. Als wir uns dann alle gesetzt hatten, ging ich die Sache an.

 

„Ich hab‘ Euch etwas zu sagen. Aber die Sache ist schwierig. Ich weiß nicht, wie ich es anfangen soll.“

 

„Ja was ist denn, mein Liebling?“, fragte Mutter.

 

„Nun ja. Es ist wegen des Schwimmwettbewerbs.“

 

„Hey, Ihr Leute werdet dieses Jahr den ersten Platz machen. Mama und ich drücken Euch jetzt schon beide Daumen. Und Du schwimmst doch jetzt schon Spitzenzeiten? Nicht wahr?“, unterbrach mich mein Vater.

 

„Nun ja“, versuchte ich zu erklären, „bevor Ihr Euch entscheidet, zum Wettbewerb zu kommen, muss ich vorher von einem Detail erzählen.“

 

„Selbstverständlich werden Ich und Dein Vater zum Wettbewerb kommen. Und was meinst Du mit dem Detail?“, fragte Mutter verwundert.

 

„Also Folgendes, die Sache ist die, dass wir schon seit einiger Zeit unsere Schwimmtrainings vollkommen nackt durchführen. Mei hat uns dazu gebracht, damit wir schneller werden“, ich musste meinen Frosch im Hals herunterschlucken, „und nun soll unsere Teilnahme am Wettbewerb auf die gleiche Weise erfolgen.“

 

Ich umfasste meine Kaffeetasse derart fest, dass sie zu zerbersten drohte. Mama und Papa schauten mich ungläubig an. Sie schienen noch nicht realisiert zu haben, was ich meinte.

 

„Ihr trainiert nackt?“, fragte mein Vater nach, so, als ob er nicht richtig gehört hätte.

 

Meine Mutter musste tief Luft holen. „Du meinst nackt bis auf Deine Badehose?“ Mutter hatte es wirklich noch nicht realisiert. Natürlich trug ich keine Badehose. Es war sonst eh das einzige Kleidungsstück, das ich trug.

 

„Nein Mama“, stellte ich klar, „ich werde überhaupt nichts tragen. Das Publikum wird mich vollkommen nackt sehen können.“

Mutter stotterte: „Wer ist nun nackt? Nur Du? Die anderen? Und die Mädchen?“

 

Ich seufzte; „Alle Mutter, unser ganzes Team. Auch die Mädchen.“

 

„Aber wie seid Ihr darauf gekommen?“, fragte sie.

 

Ich weiß nicht genau. Hat sich halt so entwickelt“, antwortete ich, „es ist aber nichts Sexuelles, es ist mehr so wie Freikörperkultur.“

 

Plötzlich klatschte mein Vater laut in die Hände. „So Du bist also nackt. Und Monica auch? Wie ist es denn, wenn Ihr beide Euch so nackt gegenüber steht? Und Euer Trainer? Was sagt der dazu?“ Mama und Papa wussten schon lange, dass ich für Monica schwärmte. So kam es für mich nicht überraschend, dass Vater danach fragte.

 

Ja, Monica ist auch nackt. Und der Trainer hat nichts dagegen. Wir können uns gegenseitig nackt sehen, und die anderen auch. Das ist inzwischen normal geworden, und keine große Sache mehr.“

 

Was? Warte mal“, fragte meine Mutter erschrocken nach, „Ihr lasst Eure Mitschüler dabei zusehen, wie Ihr so trainiert?“

 

Genau das wollte ich Euch die ganze Zeit klarmachen“, antwortete ich entnervt.

 

Mein Vater versuchte die Situation unter Kontrolle zu bekommen. „Und Du willst uns jetzt fragen, ob wir immer noch zum Schwimmwettbewerb kommen wollen, wenn Euer ganzes Team sich nackt produziert?“

 

Ja das ist der Punkt“, gab ich zu, „wenn Ihr nicht kommen würdet, blieb Euch das alles erspart. Das wäre alles zu viel für Euch. Ich werde Euch hinterher erzählen, wie es gelaufen ist, und wir feiern den Sieg dann zu Hause.“

 

Ich wollte Mama und Papa diese Möglichkeit geben, um irgendwie aus dieser Geschichte herauszukommen.

 

Mutter schielte zu Papa rüber. „Ach Liebling, da hast Du uns aber etwas eingebrockt. Da müssen wir noch mal in Ruhe nachdenken.“

 

Mein Vater griff sich ans Kinn und dachte nach. „Nun. Du bist alt genug. Du musst selbst wissen, was Du machst. Ich werde Dich so oder so unterstützen, egal ob ich nun kommen soll oder nicht. Mich würde es auch nicht stören. Aber ich weiß nicht, ob Deine Mutter damit klarkommt.“

 

Mama fasste sich an die Wange. „Ja nun, mein Liebling. Wenn Du Dich dazu entschieden hast, es so zu machen, will ich Dich in keiner Weise daran hindern. Nun, die anderen Eltern werden auch da sein, wir wollen nicht die einzigen sein, die wegbleiben. Vorausgesetzt natürlich, dass es Dich nicht stört, wenn Mama und Papa Dich nackt sehen. Hast Du auch an Deine Schwester gedacht? Shayna wollte Dir so gerne beim Schwimmwettbewerb zuschauen. Aber ich weiß nicht, ob Deine Schwester Dich nackt sehen will.“

 

Passierte das alles wirklich? Dachte meine Mutter tatsächlich daran, zu kommen? Warum reagierte sie wieder erwarten so gelassen? Hatte sie mich gerade auf meine Schwester angesprochen?

 

Ich war noch in diese Gedanken vertieft, als mein Vater das Thema fortführte. „Wir werden Deine Schwester gleich danach fragen. Ich denke, dass sie alt genug ist, um zu wissen, wie sie damit umgehen soll.“ In seinem Gesicht konnte ich seine Sorge erkennen, wie Shayna darauf reagieren würde.

 

Dann tänzelte Shayna unbekümmert durch die Haustür. Meine Schwester war zwei Jahre jünger als ich und ein Neuling auf einem anderen örtlichen College. Im Moment wollte sie unbedingt ein cooles Skater-Girl sein. Wir hatten ein gutes Verhältnis zueinander, auch wenn wir uns manchmal, wie bei Geschwistern üblich, zankten. Sie schlenderte geradewegs zum Kühlschrank, blieb aber stehen, als sie unsere versteinerten Gesichter sah.

 

Huch Leute“, fragte sie verwundert und drehte sich zu uns um, „ist jemand gestorben?“

 

Mutter seufzte. „Nein Schatz, niemand ist gestorben. Aber wir haben etwas miteinander zu besprechen.“ Mutter rückte einen Stuhl zur Seite. „Komm zu uns an den Küchentisch.“

 

Mir drehte sich der Magen herum. Unruhig rutschte ich auf meinem Sitz hin und her.

 

Du weißt ja, dass Ryan bald seinen Schwimmwettbewerb haben wird“, begann Mutter.

 

Da werde ich auf alle Fälle dabei sein“, schoss es aus ihr heraus, „Ryan wird allen seinen Konkurrenten mit seinen Spitzenzeiten in den nackten Hintern treten.“

 

Shayna wollte mich jetzt schon kräftig anfeuern. Ich dachte nur, „Au, au, Schwester, wenn Du wüsstest, um was es geht.“

 

Halt mal den Ball flach“, beschwichtigte sie mein Vater.

 

Nun, es verhält sich so“, fuhr Mutter fort, „Mei hat es in ihrer unergründlichen Weisheit geschafft, das ganze Schwimmteam dazu zu bringen, die Trainingseinheiten vollkommen nackt durchzuführen. Und es scheint so zu sein, als Ryan und sein Team beim Wettbewerb auf die gleiche Weise antreten wollen.“ Mutter legte die Hände ineinander. Unbeholfen schmunzelte sie Shayna an.

 

Shayna klappte der Kiefer herunter. Mehr, als ein kurzes: „Was?“, brachte sie nicht heraus.

 

Erkläre Du es ihr“, forderte Mutter mich auf.

 

Nun ja“, stammelte ich, „wir führen unser Schwimmtraining schon einige Zeit vollkommen nackt durch. Und beim Wettbewerb soll es nun auch so sein.“ Mir fiel nichts mehr ein, was ich als Erklärung hinzufügen konnte. So klang es kleinlauter als gewollt.

 

Du stellst Deine Hodensäcke zur Schau?“, fragte sie ungläubig.

 

Aber Shayna“, rief Mutter und schüttelte den Kopf.

 

Ja, so ist es“, antwortete ich kurz. Plötzlich blitzte es in ihren Augen.

 

Das ganze Team ist nackt?“, fragte sie. Etwas begann in ihr zu arbeiten.

 

Genauso ist es.“ Plötzlich wurde mir klar, warum sie das gefragt hatte. Verflucht, sie würde kommen. Ihr bot sich die Möglichkeit, Chris nackt zu sehen. Dafür würde sie einiges in Kauf nehmen.

 

Und Ihr? Werdet Ihr hingehen?“, fragte sie Mutter und Vater.

 

Mama blickte kurz auf Papa. „Ja, ich denke schon.“

 

Shayna ließ sich in den Stuhl sinken. „Also auf die Gefahr hin, dass ich mit meinen 18 Jahren bereits erblinden werde, denke ich mal, dass ich Euch begleiten werde.“

 

Bist Du Dir da auch ganz sicher?“, fragte Mutter.

 

Shayna lachte frohlockend. „Nein, Aber ich werde trotzdem hingehen. Und bis dahin werde ich mir ganz genüsslich ausmalen, wie Chris ganz ohne aussieht.“

 

Jetzt war es raus. Hatte ich es doch geahnt. Papa musste kichern.

 

Ach so ist das“, schmunzelte Mutter, „dann sind ja nun alle Fragen geklärt, und wir können einen Nudisten in unserem Familienkreis willkommen heißen.“

 

Ein Nudist in der Familie...“ Ich überlegte, ob es nicht besser wäre, vor dem Wettbewerb an einem Herzstillstand zu sterben. Ich würde damit klarkommen müssen, dass meine Mutter und meine Schwester meinen Penis, und auch sonst alles andere zu sehen bekämen. So war es nun.

 

 

* * * * * * * * *

 

 

Ich möchte sterben“, tippte ich und drückte den Knopf zum Absenden. Monica würde, wo immer sie jetzt auch war, nachschauen und wissen, was gemeint ist.

 

Und ich möchte zweimal sterben“, lautete der Antworttext. Mein Smartphone klingelte. Ich führte es an mein Ohr.

 

Rate doch mal, wessen Eltern schon immer Nudisten waren?“, fragte Monica als Begrüßung.

 

Nicht Dein Ernst“, staunte ich.

 

Tatsache. Als sie uns beinah am Pool erwischt hatten, kamen sie gerade vom Nacktbadestrand am Sandy Hook.“

 

Und Du hast niemals was gemerkt?“

 

Absolut nicht.“

 

Dann werden Deine Eltern sicherlich zum Wettbewerb kommen“, sagte ich.

 

Oh ja, sie werden“, antwortete Monica halb amüsiert, halb geschockt. „Und Dein Anhang?“

 

Oh ja, alle werden kommen“, antwortete ich.

 

Auch Shayna?“

 

Oh ja, sie möchte so gerne Chris ganz ohne sehen.“

 

Oh ja, das ist wahrlich ein Grund“, lachte sie.

 

Jetzt müssen wir da durch.“

 

Oh ja“, seufzte sie. Wir beide schwiegen für einen Moment.

 

Ob es wohl besser gewesen wäre, wenn uns Deine Eltern an diesem Tag erwischt hätten?“, fragte ich überlegend.

 

Nein. Ich denke nicht“, antwortete sie, „aber jetzt habe ich die Gelegenheit, mich schon mal mit meinen Eltern am Nacktbadestrand auf die Situation vorzubereiten.“ Ich merkte, dass es ihr trotzdem genauso unangenehm war, wie mir auch.

Aber weißt Du was“, sagte sie plötzlich, „eigentlich ist es für mich gar nicht mehr so eine Horrorvorstellung. Auch, wenn ich es schnell hinter mich bringen will. Wenn ich Dich in Deiner Bestform im Wasser bewundern kann, wird mir alles andere um mich herum egal sein.“

 

Da war ich von den Socken. Wenn sie mich nackt bewundern konnte, war ihr alles andere egal? In meinem Bauch tobten die Schmetterlinge. Würde es bei mir nicht auch so sein, dass ich meine Eltern, alle meine Ängste und die anderen Leute in der Schwimmhalle vergessen würde, wenn ich Monicas wunderbaren nackten Körper vor Augen hätte? Ich nahm mir mein ganzes Herz, um es ihr zu Füßen zu legen. „Ich denke, ich habe den ganzen Mumpitz von Mei nur mitgemacht, um Dich nackt sehen zu können. Weißt Du eigentlich, wie oft ich nachts im Bett gelegen habe, und daran denken musste, wie Du nackt aussiehst?“

 

Ich hatte es ausgesprochen! War es klug von mir gewesen? Ich konnte doch nicht wissen, ob ich ihr damit vor den Kopf stoße. Es musste einfach heraus.

 

Ich doch auch, Du Dummerchen“, lachte sie. Wir beide lachten in unsere Smartphones – nicht wegen der Komik der Situation – es war etwas Tieferes.

 

Als ich mein Smartphone zur Seite legte, pochte mein Herz wild. Wie lange hatte ich schon auf ein Zeichen gewartet, wie Monica zu mir stand. Immer wieder spukte mir dieses Bild vor Augen, wie ich mit dem Zeigen meines nackten Körpers eine Erregung in Monica auslöste. Ich zog meine Hose herunter, legte mich zurück auf mein Bett und begann meinen Penis zu streicheln. Die Vorstellung an Monicas Erregung, die mein Anblick in ihr verursachte, brannte sich mir in einer Endlosschleife ein. Meine Handbewegungen wurden heftiger. Ich stellte mir vor, Monica wäre hier, würde nackt neben mir auf dem Bett liegen, und sich unser beider Erregung in einem gemeinsamen Höhepunkt zusammenfände.

 

Dann war es vorbei. Mein Kopfkino blendete sich langsam aus. Ich musste wieder an die peinliche Situation beim kommenden Schwimmwettbewerb denken, die mir jetzt bevor stand…..

 

 

 

Fortsetzung?

Nun, die englische Originalgeschichte hat noch zwei weitere Teile. Mal sehen, wie es mit meiner Kurzarbeit weitergeht. Meine treuen Downvoting-Fans, die mich regelmäßig mit Einsen beglücken, werden hierbei ohne Bedeutung sein.

 

 

 


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