Vorspiel
Die Geschichte, die ich erzähle, handelt von meiner Ehefrau. Sie hat sie mir in Teilen selbst erzählt, manche Details habe ich anderweitig erfahren. Einige Schilderungen habe ich mit eigenen Fantasien angereichert, die Handlung als solche aber nicht erfunden. Am Ende teile ich die Geschichte in verschiedene mögliche Stränge. Sie könnten sich alle so abgespielt haben wie beschrieben.
Meine Frau
Anna, meine Frau, ist eine sehr ansehnliche Person in den späten Fünfzigern. Mit regelmäßigem Training hat sie sich ihre 1,77 m große, sportliche, schlanke Figur erhalten mit mittelgroßen, straffen Brüsten, ohne Bauchansatz und einem runden, festen Po.
Obwohl sie maximal vorzeigbar ist, neigte Anna mit zunehmendem Alter immer weniger dazu, sich öffentlich nackt zu zeigen. Gemeinsame Besuche in der Sauna oder erotische Annäherungen zwischen uns in einer Therme liegen viele Jahre zurück. Sie zeigte mit zunehmender Zeit kein Interesse mehr daran.
Tatsache ist, dass meine Frau mit ihrem reifen, gleichwohl jugendlichen Äußeren im Alltag durchaus Blicke auch jüngerer Männer auf sich zieht. In ihrem Beruf hat sie viel Kundenkontakt, auch zu Herren in verantwortlicher Position. Der ein oder andere Flirt ohne weitere Konsequenzen habe sich schon daraus ergeben, wie sie mir offen berichtet hat. Die Freude darüber war ihr dann deutlich anzusehen, sexuelle Abenteuer sind daraus aber wohl nie entstanden. Ich kann auf ihre Aufrichtigkeit vertrauen, Lügen und Unwahrheiten sind nicht ihr Ding. Eine Affäre hätte sie mir wahrscheinlich ohne Zögern gestanden.
Aber es gibt eine Ausnahme. Ein kleines Abenteuer, über das ich nicht einmal sauer sein kann, zumal es mich einigermaßen erregt. Anna hat in den vergangenen rund zwei Jahren immer wieder von einem etwa 60-Jährigen erzählt, den sie öfter im Fitnessstudio traf. Der Mann, ein gewisser Sandro, schien ihren Berichten zufolge weniger aus sportlichen Gründen dort zugegen zu sein. Vielmehr suchte er wohl das Gespräch, nicht zuletzt zur weiblichen Kundschaft. Was meine Vermutung bestätigt, dass solche Einrichtungen grundsätzlich auch Kontakthöfe sind. Schließlich kann ein trainierender, sich bewegender Körper, verpackt in eng anliegende Sportkleidung, recht attraktiv sein und den einen oder anderen erotischen Gedanken provozieren.
Außerdem gibt es in vielen Fitnessstudios eine Sauna. Dort können zumindest Blicke das Objekt näher erkunden, das sie an den Geräten bereits studiert und in ihrer Fantasie ausgezogen haben.
Der Kontakt
Anna erzählte zwar nicht besonders oft, aber doch häufiger als üblich von beiläufigen Begegnungen im Sportzentrum mit eben jenem Sandro, und eines Tages erfuhr ich, dass sie die Handynummern ausgetauscht hatten und auch über Soziale Medien Kontakt pflegten. Was für meine in aller Regel diesbezüglich höchst zurückhaltende Anna schon ungewöhnlich war. Noch bemerkenswerter war, dass sie Treffen mit Sandro im Fitnessstudio regelrecht vereinbarte und sie ihm dort nicht mehr nur zufällig begegnete. Schon viel früher hatte Anna scherzend erwähnt, dass er sie zum gemeinsamen Saunabesuch animieren wollte. Sie habe aber abgelehnt.
Diese Episode erschien mir zunächst nebensächlich, angesichts der intensiver gewordenen Kontakte zwischen den beiden gewann sie jedoch an Bedeutung. Sollte sich da erheblich mehr abspielen als gemeinsames Workout? Ich staunte selber, dass ich auf den Gedanken nicht eifersüchtig reagierte, sondern mit einer Mischung aus Neugier und kribbeliger Nervosität. Die Vorstellung, dass sich meine Frau auf eine erotische Eskapade einlassen könnte, erwies sich als äußerst prickelnd und nicht etwa als abstoßend, beunruhigend oder gar ärgerlich.
Die Verabredung
Vor wenigen Wochen, an einem warmen Sonntagvormittag, packte Anna recht plötzlich und, wie ich fand, überstürzt ihre Sportsachen und verabschiedete sich flüchtig in Richtung Fitnessstudio. Das Verhalten war in mehrerer Hinsicht merkwürdig, denn gewöhnlich ging sie früh am Morgen dorthin, um dem Trubel zu entgehen und nicht wie dieses Mal gegen Mittag. Ein hektischer Aufbruch ohne Ankündigung war ebenfalls normalerweise nicht ihr Ding.
Den Grund für die Eile erfuhr ich später. Sandro hatte gegenüber Anna schon vor einiger Zeit angekündigt, auf eine längere Reise zu gehen. An jenem Sonntag schrieb er ihr auf einem Sozialen Kanal, sie vorher noch einmal sehen zu wollen, am besten sofort. Es wäre das letzte Mal für mehrere Monate. Was Anna dazu bewog, sich eilig auf den Weg zu machen. „Bin gleich da“, tippte sie auf dem Weg zum Auto. Antwort: „Ich warte in der Sauna auf Dich.“ Mit Herzchen.
Anna war zu verblüfft und überrumpelt, um sofort zu widersprechen. Außerdem wurde ihr heiß bei dem Gedanken, viel heißer als erwartet. Die Hitze stieg vom Bauch hinauf in ihre Brüste und auch abwärts bis in die Zehenspitzen. Tatsächlich hatte sie bisher Sandros wiederholten Andeutungen und Aufforderungen und auch der eigenen Versuchung widerstanden, den textilfreien Wellnessbereich des Studios zu besuchen. Die Vorstellung, dort möglicherweise nackt auf Bekannte zu treffen, widerstrebte ihr mehr als der Gedanke, gemeinsam mit einem anderen Mann dort unterwegs zu sein.
Die Entscheidung
Und jetzt saß meine Frau tatsächlich im Auto und fuhr zu einer unerwarteten Verabredung in der Sauna. Sie hatte am Morgen noch frisch geduscht, so dass sie sich um die frische Wirkung ihres Körpers keine Gedanken machen musste. Ungeduscht wäre sie nie irgendwohin gegangen, auch nicht zum Sport oder in die Sauna.
Gut 15 Minuten dauerte die Fahrt, und ihre Gedanken drehten sich. Würde sie sich tatsächlich demnächst ausziehen und nackt mit einem Mann die Sauna besuchen? Sie könnte doch wie üblich die Türe nehmen, die von der Umkleide in die Trainingsräume führt, und sich den gewohnten Übungen widmen. Sie könnte dort warten, bis Sandro aus der Sauna käme und dann zwanglos mit ihm plaudern. Sie könnte sagen, dass sie sich verspätet habe.
Sie bemerkte, dass diese Vorstellung enttäuschend war und nicht im Geringsten ihrem aufgewühlten Inneren entsprach. Nicht dem Gefühl krabbelnder Käfer, das sich in allen Körperteilen ausbreitete. Noch fünf Minuten. Was, wenn sie – völlig entblößt - bekannte Menschen träfe, aus ihrer Nachbarschaft, der Arbeitswelt, den früheren Sportlehrer unserer Kinder, der dort öfter auftauchte?
Anna bemerkte, dass sie sich verzettelte. Dass sie sich nicht eingestehen wollte, dass ihr Bauch längst längst eine Entscheidung getroffen hatte. Noch eine Kreuzung, links abbiegen, noch ein paar Meter. Keine Ausflüchte mehr. Jetzt das Verbotene tun, etwas, das sie sich vor allem selbst lange untersagt hatte. Sich gehen lassen, keine Rücksicht nehmen. Außerdem: War es wirklich verboten, mit einem Mann, nicht ihrem Mann, in die Sauna zu gehen? Tausend Mal schon hätte sie das tun können, nie hätte das jemanden besonders beschäftigt. Außer sie selbst.
Tatsächlich war sie jetzt – in genau diesem Augenblick - wohl niemandem etwas schuldig. Nicht mal eine Erklärung.
Es folgt: Der Vollzug
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Geht gut los... Bin gespannt, was da noch so kommen mag...