Kleines Zwischenspiel
———
Lina und Jonas hatten Gefallen am Nudismus gefunden.
Zuhause liefen sie inzwischen fast immer nackt herum, sobald sie allein waren. Auf dem Küchentisch lag ein Notizblock mit einer wachsenden Liste: Nackt einkaufen. Nackt spazieren. Nackt Auto fahren. Nackt Pizza annehmen. Der letzte Punkt war für den Freitagabend vorgesehen – der Klassiker.
Sie bestellten.
Beide warteten nackt im Wohnzimmer. Lina war nervös. Sie überlegte immer noch, ob sie die Tür direkt nackt öffnen oder beim Geldholen „aus Versehen“ das Handtuch fallen lassen sollte. Jonas war entspannt und ließ sich von ihrer Unruhe nicht anstecken.
„Was wird er wohl sagen?“, murmelte Lina.
Sie probte vor ihm. Bückte sich immer wieder, drehte sich, spreizte leicht die Beine. „Was sieht man da? Ist das zu viel?“ Jonas musterte sie von hinten und von vorne, den Schwanz bereits halb erregt von dem Anblick, und schüttelte den Kopf. „Passt. Sieht geil aus.“
Dann klingelte es.
Lina ging zur Gegensprechanlage und drückte den Knopf.
Eine weibliche Stimme sagte: „Pizza ist da.“
Lina erstarrte kurz. „Du bist dran, Jonas“, flüsterte sie und verschwand schnell ins Wohnzimmer. „Eine Frau.“
Jonas erschrak und sprang auf. Es klingelte erneut, diesmal direkt an der Wohnungstür.
„Los“, sagte Lina von der Couch aus. „Dein Auftritt.“
Ohne lange nachzudenken ging er zur Tür. Der Schwanz war durch Linas vorheriges Posieren immer noch halb steif und wippte bei jedem Schritt. Er öffnete die Tür weit und präsentierte sich komplett nackt.
Die Pizzabotin – Anfang zwanzig, dunkelhaarig, in der typischen Lieferjacke – machte große Augen.
„Oh“, sagte sie überrascht. „Das hatte ich noch nie.“
Sie hielt den Wärmekarton hin. „Hier die Pizza. Vorsicht, heiß.“
Jonas nahm ihn entgegen und drehte sich schnell um, um ihn auf der Kommode abzustellen. Beim hastigen Zurückdrehen schlug sein Schwanz mit einem deutlichen, dumpfen Plonk gegen die offene Türkante.
„Aua“, machte er und zuckte zusammen.
Die Botin schaute unwillkürlich nach unten, direkt auf seinen Schwanz. Ein kleines Grinsen huschte über ihr Gesicht.
„Langsam, langsam“, sagte sie. „Da soll doch nichts passieren.“
Jonas wurde knallrot. Er drückte ihr das Geld in die Hand. „Stimmt so.“
Sie bedankte sich, warf noch einen kurzen Blick auf seinen Körper und ging. Unten vor dem Haus sahen sie durch das Treppenhausfenster, wie sie noch einmal nach oben schaute, bevor sie in ihr Auto stieg und wegfuhr.
Jonas schloss die Tür.
Lina lag bereits lachend auf der Couch, die Beine angezogen, die Hände vor dem Gesicht.
„Plonk hat es gemacht!“, keuchte sie und konnte sich kaum einkriegen. „Dein armer Schwanz… und ihr Gesicht!“
Jonas schüttelte den Kopf, grinste aber trotz der Peinlichkeit. Der Schwanz war inzwischen wieder weicher geworden und pochte leicht von dem Stoß.
Sie setzten sich nackt an den Tisch, öffneten den Karton und aßen die Pizza. Zwischendurch musste Lina immer wieder kichern, wenn sie an das Geräusch und den Gesichtsausdruck der Botin dachte.
„Warte ab, für dich denke ich mir auch noch was aus“ konterte Jonas.
Neugierig, wie es weitergeht?
Mit einem kostenlosen Konto liest du jede Geschichte ganz, speicherst deine Favoriten und siehst weniger Werbung.
Kommentare
Du willst mitreden? Mit einem kostenlosen Konto kommentierst du, bewertest Geschichten und speicherst deine Favoriten.