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Altweibersommer in der Großstadt und ein Beziehungsstreit der ausartet.
Markus war der Typ Mann, den man in der Werkstatt sofort respektierte: 23 Jahre alt, 1,88 Meter groß, breite Schultern, Arme wie ein Schmied und Hände, die alles reparieren konnten, außer vielleicht sich selbst. In der Autowerkstatt war er der King, riss Witze mit den Kollegen, schraubte bis spätabends und roch immer ein bisschen nach Motoröl und Schweiß.
Aber sein wahres Leben spielte sich auf dem Fußballplatz ab. Zweimal die Woche Training mit seinem Amateurverein, samstags fast immer ins Stadion, Trikot an, Schal um den Hals, mit den Jungs in der Kurve brüllen, bis die Kehle rau war. Er lebte für seinen Club, Aufstiege feierte er wie Hochzeiten, Abstiege trauerte er wie Todesfälle. Wenn sie gewannen, war er der großzügigste Kerl der Welt: Bier für alle, Umarmungen, lautes Lachen. Aber wenn sie verloren – und an diesem Freitagabend verloren sie 1:3 gegen Wolfsburg –, dann wurde er finster. Dann floss das Bier schneller, die Worte wurden schärfer, und die Eifersucht, die sowieso immer in ihm brodelte, brach aus wie Lava.
Markus und Juliane waren seit der Schule ein paar und wohnten nun bereits drei Jahre in der Wohnung zusammen. Juliane, 21, war eine strahlende junge freundliche Frau. Sie ist eine attraktive Blondine mit einem Körper, der pure Verführung ausstrahlte: Lange Beine, die sie durch dreimal wöchentliches Fitnessstudio gestählt hatte, eine schmale Taille, die in üppige Hüften überging, und Brüste, die fest und einladend waren. Sie war sehr auf ihr äußeres Bedacht, ging regelmäßig zum Frisör, zum Waxing Studio und zur Pediküre.
Als Reiseverkehrskauffrau verbrachte sie ihre Tage damit, von exotischen Zielen zu träumen, Kunden zu beraten und zu flirten, ohne es zu merken. Sie war fröhlich, kommunikativ, mit einem Lachen, das Räume erhellte. Ihr fröhliches nettes Auftreten machte sie bei Kunden beliebt. Gerade Herren mochten es, von einer so schönen Frau beraten zu werden. Ihre Chefin war sehr zufrieden mit ihr, denn Sie hatte jeden Monat eine hohe Quote. Einmal die Woche tanzte sie Hip-Hop, wo sie ihren Körper in sinnlichen Moves verlor, und ein weiterer Abend gehörte ihren Freundinnen. Da wurde getratscht, gelacht und manchmal über Fantasien geflüstert. Juliane liebte Markus' rohe Männlichkeit, seine starken Arme, die sie umfingen, seinen Duft nach Öl und Schweiß. Aber seine Eifersucht nervte sie immer wieder. Es bestand keinerlei Anlass. Sie liebte Markus und begehrte nur ihn.
Sein Mannschaftskameraden, Arbeitskollegen und Freunde bewunderten Markus um seine Freundin. In ihren Augen hatte Markus die heißeste Schnitte weit und breit, und Julia vergötterte ihn auch noch. Aber Markus’ Eifersucht war legendär unter seinen Kumpels. „Der Markus und seine Juliane, der lässt keinen ran, nicht mal zum Grüßen“, lästerte sie. Er liebte sie auf seine raue, besitzergreifende Art. Aber an Tagen wie diesem hasste er sich selbst dafür, dass er sie nicht einfach loslassen konnte.
Die kleine Wohnung lag zentral, in einem typischen vierstöckigen Stadthaus, zwischen Altbauten und Neubauten, mit ein paar Läden und Restaurants im Viertel. Es war ein buntes Viertel, hier lebten viele Senioren, viele Studenten und viele Ausländer.
Es war an diesem Freitagabend schon spät. Markus saß auf der Couch, das sechste Bier in der Hand, fluchte leise vor sich hin, während die Sportschau die Niederlage noch einmal in Zeitlupe zeigte. Sein Kopf dröhnte, der Alkohol machte ihn schwer und aggressiv. Schon seit Minuten hörte er durch die dünnen Wände ein gedämpftes Murmeln aus dem Badezimmer, Julianes Stimme, hell, lachend, ab und zu ein leises Kichern. Er konnte nichts verstehen, nur dieses vertraute Plaudern, das ihn nervös machte. Wer zum Teufel war das? Warum telefonierte sie so lange? Der Frust vom Spiel mischte sich mit dem Bier und der Eifersucht zu einem giftigen Cocktail.
Im Badezimmer war Juliane gerade fertig geworden mit ihrem abendlichen Ritual, einem Ritual, das sie nur für sich selbst tat, weil es sie sexy und selbstbewusst machte. Der Raum war noch dampfgeschwängert vom heißen Wasser, der Duft ihres Vanille-Duschgels hing schwer in der Luft, vermischt mit dem frischen Minzgeruch ihres Shampoos. Sie hatte lange geduscht, das Wasser prasselnd über ihre Haut laufen lassen, bis sie rosig glühte. Da das Waxing die Woche krankheitsbedingt abgesagt wurde, hatte sie sich selbst sorgfältig epiliert: Beine, Achseln, Bikinizone: alles glatt, bis auf einen schmalen, akkuraten schmalen dunklen Streifen Schamhaar über ihrem Venushügel. Mit dem Rasierer hatte sie die intimsten Stellen noch einmal nachgearbeitet, die Klinge sanft über die empfindliche Haut gleiten lassen, bis alles seidig weich und makellos war. Ihre langen blonden Haare hatte sie zweimal gewaschen, mit Pflege gespült, abgetrocknet und dann mit dem Fön und etwas Lockencreme in weiche, voluminöse Wellen gelegt, die nun duftend und schwer über ihre Schultern fielen. Jetzt stand sie nackt vor dem Spiegel, ein Bein lässig auf den kleinen Hocker gestellt, um die Lotion besser auf dem Oberschenkel zu verteilen. Das Smartphone hatte sie zwischen Schulter und Ohr eingeklemmt, während sie wie beiläufig nebenbei telefonierte.
Sie hatte beim Fitnessstudio angerufen und sprach mit der Rezeption. Heute hatte Tim dort Dienst, ein junger freundlicher Mann am Tresen ihres Studios. Tim, sportlich, charmant, immer ein Kompliment auf den Lippen. Das Gespräch war längst über das reine Fitness-Thema hinausgegangen. „Ja, genau, Tim, dann verschieben wir die Trainerstunde einfach auf Donnerstag, 18 Uhr… perfekt! … Ach, das Wetter morgen? Scheint sonnig zu werden, endlich mal wieder. Ich glaub, ich geh joggen… Und du, was machst du am Wochenende? … Oh, Party mit Freunden? Klingt super, viel Spaß!“ Sie lachte leise, ein warmes, unbeschwertes Lachen, während sie die Lotion einmassierte, ihre Finger glitten über die glatte Haut.
Genau in diesem Moment stolperte Markus ins Bad. Der Geruch von Bier und Schweiß wehte herein, als er die Tür aufstieß. Er wollte nur schnell pinkeln, doch dann sah er sie: Seine Juliane, splitterfasernackt, heiß und begehrenswert wie ein Traum. Das Licht der Badezimmerlampe fiel weich auf ihre glänzende Haut, ihre Brüste hoben und senkten sich beim Lachen, die harten Nippel zeichneten sich deutlich ab. Ein Bein hoch auf dem Hocker, ihre Vagina einladend präsentiert, frisch rasiert, glatt, rosig. Und so nackt quatschte sie mit einem Typen namens Tim! In diesem Sekundenbruchteil brannten Markus die Sicherungen durch. „Du Schlampe!“, brüllte er, seine Stimme heiser vor Wut und Alkohol. Die Adern an seinem Hals traten hervor, seine Augen waren rot gerändert. Er riss ihr das Handy vom Ohr, schrie unflätig in den Hörer: „Verpiss dich, du Wichser! Sie gehört mir, kapierst du das?!“
Juliane starrte ihn entsetzt an, versuchte, sich das Telefon wiederzuholen, ihre Brüste wippten bei der Bewegung, doch Markus packte sie an den Oberarmen, sehr fest, seine rauen Finger gruben sich in ihre weiche, duftende Haut und er schob sie rückwärts aus dem Bad. „Raus! Wenn du so geil auf andere Typen bist, dann geh doch zu ihnen!“ Durch den Flur, ihre nackten Füße tapsen über den kalten Boden, der Duft ihres Shampoos hing noch in ihren Haaren, ihre Locken flogen wild. Sie versuchte, sich zu wehren, flehte: „Markus, hör auf, das ist doch nur der Typ vom Fitnessstudio!“ Aber er hörte nicht. Er sah rot. Mit einem letzten brutalen Schubs warf er sie ins Treppenhaus und knallte die Wohnungstür zu. Der Schlüssel drehte sich zweimal im Schloss. Dann ging er seelenruhig ins Bad, um zu pinkeln und zu kacken, als wäre nichts gewesen. In seinem betrunkenen Kopf rechtfertigte er es: Sie musste lernen, wem sie gehörte. Kurz danach ließ er sich schwer auf die Couch fallen. Innerhalb von Minuten war er eingeschlafen, schnarchend, das leere Bierglas noch in der Hand.
Juliane stand da, splitterfasernackt im kalten Treppenhaus, ihr Herz raste. Sie war zwar trocken, frisch geduscht, epiliert, rasiert, geföhnt, mit perfekt sitzenden Locken, die noch nach Vanille und Minze dufteten, aber ohne einen Faden am Leib fühlte sie sich entblößt, verletzlich. Die Kälte biss in ihre Haut, ließ ihre Nippel hart werden. Oben hörte sie eine Tür quietschen; der alte Herr Schulze aus dem oberen Stock, dieser widerliche schmierige Alte, der sie immer lüstern begaffte, wenn sie die Treppe hochging. Seine Blicke hatten sie schon früher gestört, aber jetzt, nackt! Sie musste weg. Der Fliesenboden war kalt unter ihren bloßen Füßen, der Geruch von altem Staub und Putzmittel stieg auf. Sie pochte an die Tür, rief leise seinen Namen, dann lauter nichts. Kein Ton drang durch die Tür, Markus reagierte nicht. "Scheißkerl", rief sie.
Sie konnte nicht warten. Panik trieb sie nach unten, in der Hoffnung, im Keller Wäsche zu finden oder einen Ausweg. Der Wäschekeller war völlig leer, leider hing an keine einzigen Leine irgendwelche Wäsche oder Kleidung. Und die Wäschekellertür fiel auch noch hinter ihr ins Schloss, eingeschlossen, ohne Schlüssel. Verdammt, ins Treppenhaus zurück konnte sich nicht mehr. Die einzige Option: Die hintere Tür mit dem Fluchtschloss in den Garten, die dadurch immer offen war. Draußen hörte sie Geräusche, Lachen, Flaschenklirren. Egal, dachte sie, vielleicht hing Wäsche auf der Leine. Sie schob die Tür auf trat hinaus, der feuchte Rasen kalt und weich unter ihren bloßen Füßen, Tau benetzte ihre Zehen, der Mond tauchte ihren Körper in silbernes, kühles Licht, das über ihre glänzende Haut tanzte.
Kaum zwei Schritte, rannte sie direkt in die Gruppe von zehn Jugendlichen, zwischen 13 und 16 Jahren, meist Jungs in weiten Jogginghosen und Hoodies, zwei Mädchen dabei. Sie lungerten auf alten Stühlen und Kisten herum im Gemeinschaftsgarten, Bierdosen in den Händen, Zigaretten glühten rot in der Dunkelheit, der beißende Rauch mischte sich mit dem erdigen Duft des Gartens.
„Alter, scheiße … nackte Fotze!“, brüllte ein Pickeliger als Erster, und sofort bildeten sie einen Kreis um sie. Die Luft war erfüllt von ihrem Johlen, dem Klirren der Dosen, dem Rascheln ihrer Klamotten. „Zeig mal her, Süße!“, „Leg dich hin, ich fick dich sofort!“ „Beine breit, lass sehen, was du hast!“ „Gangbang gefällig? Wir sind genug!“ „Darf ich mal anfassen? Die Titten sehen geil aus!“ Ein kleinerer Junge, vielleicht 14, machte übertriebene Wichsbewegungen mit der Hand, grunzte laut und schickte ihr ein Luftküsschen. Ein anderer pfiff schrill: „Milf-Alarm! Ich spritz dir aufs Gesicht!“ Juliane wollte vorbei, doch sie blockierten sie spielerisch, drängten näher.
Und dann sah sie es: die rohe, unverhohlene Erregung: Dicke Beulen zeichneten sich in den dünnen Jogginghosen der Jungs ab, einige zuckten schon, als würden sie pochen. Sogar bei der kleinen Dunkelhaarigen, höchstens 15, mit Pferdeschwanz und engem Tanktop, sprossen die Nippel hart durch den Stoff, zwei kleine Spitzen, die sich deutlich abhoben. Ihre Wangen glühten, die Augen groß und fasziniert. Die unflätigen Sprüche prasselten weiter auf sie ein: „Knie dich hin und lutsch!“, „Dreh dich um, ich will deinen Arsch sehen!“ Zuerst nur Scham, heiße, brennende Scham, die ihr die Tränen in die Augen trieb. Doch dann mischte sich etwas anderes dazu: Stolz. Sie war das Zentrum, das Verlangen aller. Die kühle Nachtluft streichelte ihre harten Nippel, ließ sie noch empfindlicher werden, und zwischen ihren Beinen spürte sie ein warmes, verräterisches Pulsieren. Ein Junge, 16 Jahre vielleicht, größer, frecher, er griff zu, packte ihre linke Brust, knetete sie fest, der Daumen rieb grob über den Nippel. „Fuck, die sind echt!“, grunzte er. Ein anderer fasste die rechte, drückte zu, zog leicht. Juliane keuchte auf, ein Schauer jagte durch ihren Körper, halb Abwehr, halb Lust. Plötzlich spürte Juliane hinter sich jemanden, den Größten von ihnen, einen bulligen Typ mit Kapuzenpulli. Er schlang von hinten einen Arm um ihre Taille, zog sie fest an sich. Sie spürte sofort seine harte Erektion durch die Jogginghose gegen ihren Po drücken. Mit der anderen Hand glitt er tief zwischen ihre Beine, die Finger grob, fordernd, direkt auf ihre glatte, bereits feuchte Scham. Zwei Finger drückten sich zwischen die Schamlippen, rieben einmal kurz über ihren Kitzler. Juliane erschauderte heftig, ein Stromstoß aus Schock, Demütigung und purer Erregung durchfuhr sie. Ihre Knie wurden weich, ein leises Stöhnen entwich ihren Lippen, bevor sie es unterdrücken konnte. Sie spürte, wie sie noch feuchter wurde, wie ihr Körper reagierte, obwohl ihr Kopf „Nein“ schrie. „Die ist schon nass, Jungs!“, lachte der hinter ihr laut. „Die will’s!“ Stolz wallte in ihr auf! Sie, Juliane, 20, trainiert, schön, machte diese halben Kinder wahnsinnig vor Lust. Gleichzeitig die Abneigung gegen ihre Grobheit, gegen die Demütigung. Doch die Erregung siegte in diesem Moment: Das Kribbeln zwischen ihren Beinen wurde stärker, ihre Nippel pochten, ihr Atem ging stoßweise.
„Lasst mich durch!“, brachte sie schließlich heraus, die Stimme zitternd, aber bestimmt. Sie drückte sich mit aller Kraft durch die Menge, spürte überall Hände, streifend, knetend, zwickend, bis sie endlich frei war und zur Straße rannte, der Rasen unter ihren Füßen, die Nachtluft wie eine Liebkosung. Dann stand sie auf dem Bürgersteig, die abendliche Rush-Hour im vollen Gang. Auf der Straße hupten Autos, Pfiffe flogen ihr entgegen: „Geiles Mädchen!“, „Traumkörper!“, „Komm her, ich nehm dich mit!“ - viele davon anerkennend, fast ehrfürchtig. Der Asphalt des Weges war rau und kalt unter ihren bloßen Sohlen, die Laternen warfen bereits warme, goldene Kreise auf ihre glühende Haut. Sie rannte zum Hauseingang, klingelte Sturm. Keine Reaktion, die Haustür blieb zu. Sie konnte nicht zurück und Markus reagierte nicht.
Doch gegenüber, in der Wohnung, deren Fenster direkt auf ihre eigene blickten, ging ein Fenster auf und zwei Köpfe erschienen. Juliane kannte die beiden jungen Frauen dort flüchtig. Sie hatte sie oft an der Bushaltestelle oder beim Bäcker gesehen, gegrüßt, mal ein paar Worte gewechselt. Sie wusste das die beiden Studentinnen waren und Anna und Lena hießen, viel mehr aber nicht. „Hey, alles okay?“, rief eine Stimme, "komm rüber!" Juliane hastete über die Straße, die kühle Nachtluft streichelnd über ihre harten Nippel und zwischen ihre immer noch feuchten Beine. Der Summer ertönte, sie stürzte ins Treppenhaus. Zwei Kinder auf der unteren Etage starrten sie mit offenen Mündern an, kicherten, zeigten mit dem Finger. Juliane spürte ihre Blicke wie Finger auf ihrer Haut und lief weiter nach oben.
Oben stand die Tür schon einen Spalt offen. Anna, 22, rothaarig, schlank, mit Tattoos, die über ihre Schultern und den Rücken rankten, und mehreren Piercings in Ohren und Lippe, trug nur einen kurzen offenen Kimono, einen schwarzen Slip und einen dazu passenden BH. Sie grinste frech. „Komm rein“, sagte sie und trat zur Seite.
Juliane ging schnell rein, dankte Anna und schloss so schnell sie konnte die Tür hinter sich, um den Blicken der Kinder im Flur zu entgehen. Erst dann drehte sie sich und blickte in die Wohnung der beiden Studentinnen. Am Ende des langen, hell erleuchteten Flurs saß Lena auf einem hohen Hocker, vollkommen nackt, das Licht einer Deckenlampe fiel genau auf sie. Sie saß mit dem Rücken zum Eingang, und präsentierte ihren Po. Lena war 21 Jahre, brünett, mit weichen, kurvigen Formen, einem warmen, einladenden Lächeln und einem runden, prallen Hintern, der im Licht glänzte. Ihre Beine waren leicht gespreizt, und zwischen ihnen zeichneten sich lange, dunkle Schamlippen ab, die trotz eines dunklen Busches an Schamhaar deutlich hervortraten. Lena grüßte sie kurz "Hi" und hob die Hand zum Gruß.
Anna war zurück ans Werk gegangen, vor ihr stand eine Staffelei. Anna hielt einen Kohlestift in der Hand und skizzierte. „Hier ist das Licht besser“, sagte Anna und schloss die Tür hinter Juliane. Es war mollig warm in der Wohnung, nach Farbe, Essen und Räucherstäbchen duftend. Anna korrigierte Lenas Pose (die sich ja bewegt hatte): „Schieb deinen Po weiter raus… ja, genau.“ Dann ließ auch Anna selber den Kimono von den Schultern gleiten ihren BH fallen, ihre kleinen Brüste sprangen hervor, das Piercing glitzerte. Nur mit Slip bekleidet zeichnete sie weiter.
Zu Juliane sagte sie locker: „Eigentlich wäre es besser gewesen, wenn Lena die Pose gehalten hätte, bis ich mit der Skizze fertig bin. Aber sie wird immer so geil, wenn jemand zuschaut, das verändert die ganze Stimmung im Bild.“ Sie zwinkerte Lena zu. „Und dann tropft sie wieder und schwillt an, die kleine Sau.“ Lena lachte leise, wurde aber rot, und Juliane sah, wie sich tatsächlich ein leichter Glanz zwischen Lenas langen Schamlippen bildete. „In der Küche steht frischer heißer Ingwer-Zitronen-Tee“, sagte Anna zu Juliane. „Nimm dir eine Tasse, die hängen oben im Regal.“
Juliane stand immer noch mit erstauntem Gesichtsausdruck bei der Tür. Die Szene war surreal: sie, die nackte Besucherin, die offene Nacktheit der Mädels, der lockere, freche Ton, das Angebot von Tee, jedoch nicht von Kleidung. Und dann dieser Anblick von Lena in sehr erotischer Pose. Juliane musste zugeben, dass sie selten einen so perfekten, runden Hintern gesehen hatte. Die langen, dunklen Schamlippen, die sich so deutlich abzeichneten, faszinierten sie. Und außerdem löste sich ein Lusttropfen davon und fiel auf die Dielenbretter, bildete einen dunklen Fleck. Ein prickelndes Ziehen breitete sich in ihrem Unterleib aus, ihre eigenen Nippel richteten sich wieder auf, und sie spürte, wie sie feucht wurde.
Sie ging in die kleine offene Küche und blieb wie angewurzelt stehen. Zwei große Wäschekörbe standen auf dem Boden, randvoll mit Sextoys: dicke Dildos in allen Farben, Strap-Ons, Peitschen, Lederfesseln, Masken, Buttplugs, Vibratoren, Nippelklemmen, Seilen.
Anna rief aus dem Flur: „Würdest du dich eigentlich auch malen lassen? Ich würde dir die Skizze oder sogar ein Ölbild davon schenken.“ Juliane nahm zitternd eine Tasse aus dem Regal, goss sich Tee ein und kehrte in den Flur zurück. Anna bemerkte sofort ihren erschrockenen Blick. „Ach, du hast die Utensilien gesehen?“ Anna lachte leise. „Keine Panik, das meiste ist nicht meins. Ich hab‘ das alles als Leihgabe für meine Ausstellung bekommen, von der Galerie, die meine Vernissage nächsten Monat plant. Ich nutze die Teile als Inspiration für meine aktuelle Akt-Serie. Und wenn mein Modell darauf mal Lust hat… kommen sie auch mal zum Einsatz.“
Sie grinste breit und musterte Juliane langsam von oben bis unten, über ihre harten Nippel, die Gänsehaut auf ihren Brüsten, den flachen Bauch bis hinunter zu ihrem glatten, leicht glänzenden Venushügel. „Aber du darfst dir natürlich gerne was nehmen“, sagte Anna mit einem schelmischen Funkeln in den Augen. „So erregt, wie du gerade bist… tu dir keinen Zwang an. Bedien dich. Oder“, sie trat einen Schritt näher, ihre Stimme wurde tiefer, „soll ich dir helfen?“
Lena drehte leicht den Kopf, lächelte Juliane warm und neugierig an, während sie ihre Pose hielt. während zwischen ihren Beinen der Glanz zunahm. Juliane stand da, immer noch nackt, die heiße Tasse in den Händen, das Herz rasend, der Körper in Flammen. Die Demütigung des Abends war vergessen. Hier, in dieser warmen, offenen Wohnung, fühlte sie sich nicht mehr bloßgestellt sondern gesehen. Begehrt. Willkommen. Und zum ersten Mal gestand sie sich ein, dass sie genau das wollte: mehr. Viel mehr!
Dann sagte sie kurzentschlossen zu Anna: "Ja, mal mich. Gleich, so wie ich bin! Bitte!" und die Röte schoss ihr ins Gesicht.
Anna lachte leise, ein rauchiges, selbstbewusstes Lachen, das durch den Flur hallte. „Perfekt. Dann fangen wir gleich an. Keine Scheu, genau so, wie du bist … frisch aus dem Chaos der Nacht.“
Etwa 10 Minuten später.
Anna sprach zu Lena: "Das wars, ich bin fertig. für den Rest brauch ich dich nicht mehr. Ich danke Dir für's Modellstehen. Auf der Staffelie befand sich ein sehr erotischer Akt: ein hinreißender Po einer unbekannten mit runden Backen und geöffneten Schamlippen. Lena sprang vom Hocker und lief an Juliane vorbei, dabei fuhr sie wie unabsichtlich mit dem Handrücken durch Julianes Scham. Schon hatte sie die Hand zurückgenommen, stand keck im Türrahmen, blickte Juliane an und leckte über den Handrücken, der von Julianes feuchte glänzte. Dann verschwand die im Bad.
Anna stellte die Staffelei ein Stück zur Seite, schob den Hocker weg und positionierte Juliane mitten im Flur, direkt unter der hellen Deckenlampe. Das Licht fiel gnadenlos weich auf ihre Haut, betonte jede Kurve, jede Gänsehaut, den leichten Glanz zwischen ihren Beinen. „Stell dich natürlich hin, aber elegant“, sagte Anna und trat näher, um Juliane zu korrigieren. Sie legte eine Hand auf Julianes Schulter, drehte ihren Oberkörper leicht zur Seite, so dass ein Bein minimal vor dem anderen stand, die Beine geschlossen, aber nicht steif. „Ja, genau so – das linke Bein ein bisschen vor, Hüfte leicht gedreht. Kopf hoch, Blick zu mir, als wärst du eine antike römische Statue. Anmutig, schön, unnahbar.“ Juliane gehorchte, spürte, wie das Licht ihren Körper wärmte, wie Annas Finger leicht über ihre Haut strichen, um die Pose zu perfektionieren. „Noch ein bisschen mehr Drehung im Oberkörper… ja, perfekt. So wirkst du wie Venus, aber züchtig.“ Anna trat zurück, musterte sie kritisch, nickte zufrieden. „Der Anblick gefällt mir; subtil, verlockend, ohne zu viel zu zeigen.“ Anna zeichnete schnell, sicher, die Linien flogen über das Papier, fingen die Spannung in Julianes Haltung ein, das leichte Zittern, die harten Nippel, den glatten Venushügel, der sich andeutete, aber ohne intime Details preiszugeben. Die Brustwarzen waren sichtbar, der Körper in einer klassischen, ästhetischen Pose, wie eine Marmorstatue: harmlos, anmutig, doch mit einem Hauch von Sinnlichkeit. Als die Skizze fertig war, trat Anna zurück, hielt sie hoch. Es war atemberaubend: Juliane, nackt und verletzlich, aber mit einem Ausdruck von neu gewonnener Stärke im Gesicht, Details verborgen, der Fokus auf Schönheit und Form. Anna signierte unten rechts und legte das Blatt vorsichtig beiseite. Lena kam aus dem Bad, frisch geduscht, ein Handtuch um die Hüften, die Brüste frei. „Ich mach uns was zu essen, bevor ich zur Schicht muss“, sagte sie fröhlich. „Du bleibst doch, oder?“
Sie holte aus dem Schlafzimmer einen kurzen, weichen Bademantel dunkelrot und reichte ihn Juliane. „Hier, damit du nicht frierst. Aber nur vorübergehend, klar?“ Zwinkern. Juliane schlüpfte dankbar hinein, der Stoff fühlte sich luxuriös an auf ihrer empfindlichen Haut. Sie setzten sich in die kleine, gemütliche Küche: Lena kochte schnell eine große Pfanne Pasta mit Tomatensoße und viel Parmesan, der Duft von Knoblauch und Basilikum erfüllte den Raum. Dazu öffnete Anna eine Flasche Rotwein, goss Juliane und sich ein, Lena nahm Orangensaft; „muss ja später noch kellnern“.
Sie aßen am Küchentisch, lachten, redeten. Erst vorsichtig über den Abend, Juliane erzählte stockend von Markus’ Ausbruch, von der Demütigung im Garten, von den widerstreitenden Gefühlen. Anna und Lena hörten zu, ohne zu urteilen. „Typisch Mann“, sagte Anna und rollte die Augen. „Besitzanspruch statt Vertrauen. Aber hey, du bist hier, bei uns. Und du strahlst.“ Sie lästerten über Männer im Allgemeinen, über eifersüchtige Ex-Freunde, über Kunden in Lenas Kneipe, die immer zu viel wollten. Die Stimmung wurde lockerer, der Wein floss, das Lachen lauter. Juliane spürte, wie sich die Anspannung des Abends löste, wie sie sich sicher fühlte. Ob es die Wärme oder der Alkohol war, Lena bekam einen leicht roten Kopf und schwitzte leicht. Nach dem Essen räumte Lena den Tisch ab, verschwand im Schlafzimmer, um sich für ihren Job als Kellnerin fertig zu machen: enge Jeans, ein bauchfreies Top, die Haare hochgesteckt. Sie umarmte Juliane kurz zum Abschied, drückte einen Kuss auf ihre Wange. „War schön, dich kennenzulernen. Bleib, solange du willst.“ Dann war sie weg, die Tür fiel leise ins Schloss. Anna und Juliane blieben allein in der warmen Wohnung zurück. Anna goss den Rest Wein ein, später mixte sie zwei Aperol Spritz. Sie saßen sich gegenüber, der Bademantel war inzwischen wieder abgelegt. Juliane saß nackt auf dem Küchenstuhl, die Beine übereinandergeschlagen, das Glas kalt in ihrer Hand.
Ihr Blick wanderte immer wieder zu den beiden Wäschekörben mit den Toys im Korb. Anna bemerkte es, grinste. „Zeit für Bild Nummer zwei“, sagte Anna plötzlich und stand auf. „Ich hab eine Idee. Komm mit.“ Sie führte Juliane ins Wohnzimmer, wo mehr Platz war und eine große Leinwand stand. Aus dem Schrank holte sie ein Paar knallrote High Heels – Lack, 12 Zentimeter Absatz. „Die passen dir. Zieh an.“ Juliane schlüpfte hinein, spürte sofort, wie sich ihre Haltung veränderte: Po raus, Brüste vorgestreckt, Beine gestreckt. „Stell dich so: Von hinten zu mir, Beine weit auseinander, Oberkörper vorgebeugt, halb gedreht zum Betrachter. Linke Hand runter, Finger an die Fußspitzen der linken Ferse, wie eine Ballett-Übung, nur nackt.“ Anna trat zu ihr, korrigierte sanft: „Beine weiter auseinander… ja, noch ein bisschen. Oberkörper tiefer beugen, Po raus… genau, so dass ich den Anblick von hinten sehe. Dreh den Kopf leicht zu mir, lass die Locken fallen. Perfekt, jetzt gefällt mir der Anblick: anbietend, einladend, erotisch.“
Die Pose war anstrengend, aber unglaublich erotisch. Die gespreizten Beine öffneten alles: einen tiefen, direkten Blick auf ihre erregte, feuchte, lusttriefende Vagina, die Rosette leicht geöffnet, ein wenig seitlichen Busen, das Gesicht halb verdeckt durch die fallenden blonden Locken. Die roten High Heels betonten die Waden, den Po, die Linie der Beine. Anna begann zuerst mit Stift und dann mit Ölfarben auf der großen Leinwand. Das Licht einer Stehlampe fiel genau auf Julianes Unterkörper, ließ alles glänzen. Die Minuten dehnten sich, Juliane zitterte leicht vor Anstrengung und Erregung. Sie spürte die Luft zwischen ihren Beinen, die Feuchtigkeit, die langsam die Innenschenkel herunterlief. „Bleib so“, flüsterte Anna heiser. „Du bist perfekt. … das muss ich einfangen. Noch ein bisschen mehr Drehung im Hüfte… ja, jetzt ist es ideal.“ Als das Bild fertig war, trat Anna zurück. Es war atemberaubend: grell, expressionistisch, figurativ, modern. Und es war deutlich erotischer als das erste, der Fokus auf dem Arsch und der feuchten, grell skizierten einladenden Vagina, anbietend, verlockend, ohne Hemmungen.
Es war weit nach Mitternacht. Sie tranken noch einen Aperol in der Küche, lachten über die Pose. Anna erzählte Geschichten von früheren Aktmal-Sessions, wie ein Modell einmal mitten drin gekommen war, wie Anna selbst schon vor der Leinwand masturbiert hatte, weil die Energie zu stark war. Juliane wurde immer geiler. Der Wein, die Nähe, die Bilder, der ständige Anblick der Toys im Korb. Ihr Körper summte. Plötzlich stand Anna auf. „Ich muss mal kurz auf die Toilette. Bin gleich wieder da.“ Sie verschwand im Bad, die Tür fiel ins Schloss.
Juliane blieb allein in der Küche sitzen, nackt, das Glas in der Hand, der Blick wieder auf den Wäschekörben. Die Neugier siegte. Sie war schon ganz wuschig vom Abend, von den Posen, von Annas Stories und diese Toys machten sie nur noch geiler. Leise stand sie auf, trat zu den Körben und begann, darin zu wühlen. Ihre Finger glitten über glattes Silikon, Leder, Metall. Einige Teile rochen tatsächlich schwach nach Intimität – ein moschusartiger, verbliebener Duft von Erregung und Benutzung. Welche wohl schon in wem gesteckt hatten? Ihr Kopfkino explodierte: Fantasien von Anna und Lena, von fremden Modellen, von wilden Nächten.
Sie schüttelte den Kopf bei den Peitschen und Fesseln. „Wer lässt sich denn freiwillig schlagen? Ich nicht“, murmelte sie leise. Dann fiel ihr Blick auf einen heftigen, großen Strapon: Ein Umschnalldildo, schwarz, dick, mit Gurten. Sie hob ihn hoch, wog ihn in der Hand. „Der Idiot hätte es verdient, den Arsch aufgerissen zu bekommen“, sagte sie laut zu sich selbst, ein bitteres Lachen in der Stimme, während sie an Markus dachte. Aus dem Bad kam dumpf Annas Antwort durch die Tür: „Mach es doch! Leih dir den Strapon, ich hab auch einen dicken, fetten stacheligen Dildo zum Aufstecken dafür.“
Juliane grinste, legte den Strapon beiseite und griff tiefer in den Korb. Sie holte einen Feeldoe heraus, diesen besonderen Dildo mit zwei Enden, einem Knubbel für die Trägerin und dem längeren Schaft. Sie drehte ihn in den Händen, betrachtete ihn eingehend. „Wozu zwei seitlichen Knubbel, Vagina und Po gleichzeitig?“ Die Idee sandte einen heißen Schauer durch ihren Körper. Dann hatte sie zwei weitere Dildos in der Hand: Einen klassischen Doppeldildo in Penisform, steif wie eine Stange, eine Seite groß und dick, die andere gegenüber kleiner. Und daneben einen großen braunen XXL-Penis, sehr realistisch, mit dicken Adern, einer fetten Eichel, monstermäßig dimensioniert. Sie war geil, lüstern, die Feuchtigkeit lief ihr bereits die Schenkel herunter. Von Anna immer noch keine Spur. Juliane konnte nicht mehr warten, sie war geil. Sie nahm den Doppeldildo und den Monsterpenis mit ins Wohnzimmer, setzte sich in den großen Sessel, spreizte die Beine. Zuerst probierte sie den Doppeldildo, steckte sich die kleinere Seite in die nasse Muschi. Zu hart, zu glatt, zu klein. Sie drehte ihn um, versuchte die dicke Seite. Kaum Eichel oder Adern… enttäuschend, dachte sie bei sich, zu wenig Reiz.
Also legte sie den Harten aus der Hand und hob den Monsterpenis vom Boden auf. Sie spreizte beide Beine noch weiter, warf sie links und rechts über die Armlehnen des Sessels und rutschte leicht mit dem Po nach vorn, bis sie völlig offen dalag. Die fette braune Eichel setzte sie an ihre triefende Öffnung und drückte. Das dicke Ding dehnte sie extrem, glitt nur langsam hinein, obwohl sie vor Nässe tropfte. Sie keuchte, schob Zentimeter für Zentimeter, spürte das Brennen, die Füllung, die pure Geilheit. Als sie ihn fast ganz in sich hatte, hörte sie ein Knarzen, sie blickte auf und erschrak. Anna stand im Türrahmen, hatte ihr Kommen nicht gehört und betrachtete sie mit einem amüsierten, hungrigen Blick. „Ist ein geiles Teil“, sagte Anna heiser. „Hab ich noch nicht ausprobiert.“ Dann grinste sie breit. „Bleib jetzt so. Ich will malen, genau so.“ Sie holte schnell die Staffelei, eine große quadratische Leinwand und einen Beistelltisch voller Farben und Buntstifte. Stellte alles auf, begann zu zeichnen, fieberhaft, konzentriert.
Juliane versuchte stillzusitzen, aber es war Folter: Der riesige Dildo steckte tief in ihr, füllte sie aus, drückte gegen all ihre sensiblen Punkte, und sie durfte sich nicht bewegen. Jetzt wechselt Anna zu Pinsel und Farben. Andauernd schalt Anna sie: „Nicht wackeln! Halt still! Der Dildo rutscht… genau so lassen!“ Wenn Anna gerade nicht hinsah oder den Pinsel ansetzte, wagte Juliane kleine Bewegungen, ein leichtes Kreisen der Hüfte, ein winziger Stoß. Die Geilheit wurde unerträglich. Endlich, nach einer gefühlten Ewigkeit, sagte Anna: „Jetzt, die Grundstruktur ist fertig! Du darfst dich bewegen.“
Juliane wartete keine Sekunde. Sie packte den Schaft des Monsterpenis mit beiden Händen und pumpte ihn hart und schnell rein und raus. Ihr Stöhnen wurde lauter, animalischer, ihre Hüften buckelten, der Sessel quietschte. Anna sah zu, malte weiter, die Augen dunkel vor Erregung. Juliane kam explosionsartig, der Orgasmus schüttelte sie durch, Wellen der Lust jagten durch ihren Körper, sie schrie auf, ihre Muschi zog sich um das dicke Teil zusammen, Säfte tropften auf den Sessel. Und das alles unter den Blicken einer Frau, die sie dabei beobachtete. Das war neu, irgendwie verboten, aber auch spannend, erregend. Anna selber sagte nichts, sie war nur die stille Beobachterin.
Es war Sonnenaufgang, das erste rosa Licht fiel durch die Fenster. Beide waren erschöpft, verschwitzt, glücklich. Anna räumte die Farben weg, nahm Juliane an die Hand und führte sie ins Schlafzimmer. Sie fielen nebeneinander ins breite Bett, beide nackt, die Körper warm und schwer. Anna zog die Decke über sie, legte einen Arm um Julianes Taille. „Bleib“, murmelte sie schläfrig. Juliane kuschelte sich in die weiche Decke. Sie spürte Annas Bewegungen, roch ihren Duft: Farbe, Wein, Frau. Sie lächelte, satt und befreit. Draußen wurde es hell. Markus schlief noch immer auf der Couch gegenüber, nichts ahnend. Aber Juliane wusste: Das war erst der Anfang von etwas Neuem.
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Irgendwann am frühen Nachmittag wurde Juliane vom leisen Klappern in der Küche wach. Das Sonnenlicht fiel gedämpft durch die Vorhänge, tauchte das fremde Schlafzimmer in ein warmes, goldenes Grau. Sie lag noch einen Moment still, spürte die leichte Schwere in ihrem Körper, die Nachwirkungen der Nacht, des Weins, des intensiven Orgasmus. Zwischen ihren Beinen ein angenehmes, dumpfes Pochen, als würde ihr Körper sich noch an den dicken Monsterpenis erinnern. Leise stand sie auf, nackt, die Haut leicht verschwitzt. Der dunkelrote Bademantel lag über dem Stuhl, sie schlüpfte hinein, band ihn locker zu und schlich aus dem Zimmer. Anna schlief noch tief und fest, ein Arm über dem Kopf, die tätowierten Schultern frei, das rote Haar wild auf dem Kissen verteilt. In der Küche war Lena aktiv. Sie stand am Spülbecken, erledigte den Abwasch vom Vorabend, auf dem Herd kochten Kartoffeln in einem großen Topf, der Dampf trug den erdigen Duft durch den Raum. Lena trug nur ein weites Shirt und Shorts, die Haare zu einem unordentlichen Dutt hochgebunden.
„Guten Morgen, du Langschläferin“, begrüßte sie Juliane mit einem breiten, warmen Grinsen und trocknete sich die Hände ab. „Frühstück? Oder eher schon Mittagessen? Ich mach gleich Bratkartoffeln mit Speck und Ei, wenn du magst.“ Juliane nickte schüchtern, setzte sich an den Küchentisch. Ihr Blick fiel durch das offene Wohnzimmer in den Flur, auf die zwei Bilder an der Wand und das große, bunte Gemälde auf der Staffelei. Das erste, anmutige Akt-Porträt von ihr, stehend wie eine antike Statue. Das zweite, die erotische Ballett-Pose von hinten, alles offen und einladend. Und das dritte… das letzte nächtlich morgentlich Bild, noch nicht ganz fertig, aber alles gut erkennbar: Sie selbst, breitbeinig im Sessel, der fette braune Dildo tief in ihr, das Gesicht verzerrt vor Lust, die Feuchtigkeit glänzend, der Orgasmus fast greifbar. Jetzt, nüchtern und bei Tageslicht, schoss Juliane die Röte ins Gesicht. Sie spürte, wie ihre Wangen brannten. Lena bemerkte es sofort, grinste nur noch breiter. „Macht nichts, Hauptsache ihr hattet Spaß. Ich nicht… war eine lange und blöde Schicht in der Bar gestern. Voll mit besoffenen Typen, die meinten, sie könnten mich angraben.“
Sie stellte einen Becher Kaffee vor Juliane hin, dazu frisches Brot, Butter, Marmelade. Sie frühstückten gemeinsam, plauderten locker über alles und nichts, über Lenas Job, über die WG, über Musik. Juliane fühlte sich überraschend wohl, als wäre sie schon lange hier. Dann kam Anna hinzu, verschlafen, nur in einem alten oversized Shirt, die Augen noch klein. Sie gähnte, küsste Lena flüchtig auf die Wange, setzte sich zu ihnen und goss sich Kaffee ein. „Morgen, ihr zwei. Oder besser: Nachmittag.“
Juliane stand auf, trat ans Küchenfenster und erstarrte leicht. Drüben, in ihrer eigenen Wohnung gegenüber, sah sie Markus. Er lief hektisch umher, Telefon am Ohr, gestikulierte wild. Mal am Fenster, mal im Flur, immer wieder suchend, rufend. Sie konnte sich genau vorstellen, wie er verzweifelt ihre Freundinnen anrief, Kollegen, vielleicht sogar die Polizei. Wie er bereute, wie er sich Sorgen machte oder zumindest so tat. Ein bitter-süßes Gefühl breitete sich in ihr aus. Sie drückte sich seitlich ans Fenster, damit er sie nicht sah, dann zog Juliane die Plissee Jalousie höher. Sie malte sich aus, wie er schmoren musste. Die ganze Nacht allein, der Kater, die Reue. Geschah ihm recht. Sie wollte ihn schmoren lassen. Noch ein bisschen länger. Lena hatte ihr schon beim Frühstück angeboten: „Bleib doch noch, solange du willst. Wir haben Platz, und Anna hat ja offensichtlich Inspiration durch dich.“ Zwinkernd hatte sie zur Staffelei gedeutet. Juliane hatte gerne angenommen. „Ja, gerne. Nur noch ein bisschen.“
Nach dem Essen ging sie duschen. Das heiße Wasser spülte die Nacht weg, machte Platz für neue Gedanken. Sie seifte sich ein, spürte ihre empfindliche Haut, die Stellen, die noch leicht wund waren von dem Monsterdildo. Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht, Scham mischte sich mit Stolz und einer neuen, wilden Neugier.
Als sie fertig war, wickelte sie sich in ein Handtuch und trat in den Flur. Anna stand schon wieder vor der Staffelei, Pinsel in der Hand, vertieft in das nächtliche Bild. Sie malte weiter an den Details, an den glänzenden Tropfen, an Julianes Gesichtsausdruck in der Ekstase, an den Schatten zwischen ihren Beinen. Anna blickte kurz auf, lächelte. „Setz dich doch irgendwo hin. Oder posier nochmal, wenn du magst. Ich bin gerade so drin.“ Juliane lehnte sich an den Türrahmen, sah zu, wie Anna arbeitete. Die Wohnung fühlte sich an wie ein sicherer Hafen: warm, offen, frei. Keine Eifersucht, keine Vorwürfe. Nur Kreativität, Nähe, Lust.
Drüben bei Markus brannte noch Licht, er tigerte weiter hin und her.
Juliane dachte: Soll er warten. Sie hatte zwei neue Freundinnen gefunden… und noch mehr: Sie hatte hier etwas völlig Neues gefunden, dass sie nicht so schnell aufgeben wollte.
Die verborgenen Begierden waren erwacht – und sie wollten mehr.
Am Abend, als die Sonne schon lange untergegangen war und die Stadt in buntes Neonlicht getaucht wurde, beschlossen Anna und Lena kurzerhand, Juliane mitzunehmen. „Du bleibst nicht allein hier rumhocken“, sagte Lena energisch, während sie sich schminkte. „Wir gehen auf eine Party, Freunde von der Uni, zwei volle Wohnungen, gute Musik, nette Leute. Komm einfach mit.“ Juliane zögerte nur kurz. Sie hatte kein Handy, kein Portemonnaie, nichts. Markus hatte sie nackt rausgeworfen, und alles war in der Wohnung geblieben. Keine Möglichkeit, Nachrichten zu checken oder zu antworten. Stattdessen zog sie sich eines von Lenas Kleider an: ein enges, schwarzes Teil, das ihre Kurven betonte, ohne zu viel zu zeigen. Sie fühlte sich sexy, frei, und als die drei loszogen, lachte sie schon auf der Straße mit den beiden. Die Party war genau so, wie angekündigt: Zwei angrenzende Studentenwohnungen, Türen offen, Menschen überall, drinnen auf Sofas, im Flur an den Wänden lehnend, auf dem Balkon rauchend. Musik wummerte, Gläser klirrten, Gespräche schwirrten durcheinander. Juliane amüsierte sich köstlich. Sie tanzte mit Anna und Lena, trank Bier und Shots, ließ sich von fremden Leuten anquatschen, flirtete harmlos, lachte laut. Sie hatte Spaß und vergaß ihre Sorgen. Niemand kannte Markus hier, niemand fragte nach ihrem Freund. Sie war einfach nur Juliane, schön, fröhlich, mittendrin.
Irgendwann, weit nach Mitternacht, suchten Anna und Juliane auf der Party nach Lena. Sie drängten sich durch die Menge, riefen ihren Namen, schauten in Zimmern und auf dem Balkon nach, aber Lena war verschwunden, wahrscheinlich mit jemandem in einem ruhigen Eckchen. „Typisch Lena“, murmelte Anna grinsend. „Lass uns ohne sie abhauen.“ Eine Bekannte von Anna, eine große, lachende Frau namens Mira, nahm Anna und Juliane mit ihrem Auto mit nach Hause. Lena würden schon allein heimfinden. Anna hatte ihr eine Nachricht auf dem Smartphone geschrieben.
Zu Hause in der WG war es erst ruhig. Sie standen im Flur, Juliane zog Schuhe aus, als sie aus Lenas Zimmer eine vertraute Stimme hörten: Lenas Stimme, gedämpft, aber eindeutig. Die zwei wechselten Blicke, Anna hob eine Augenbraue. Sie gingen in die Küche, zogen die Plissees zu. Anna öffnete eine Flasche Rotwein, goss zwei Gläser ein und begann, von ihrem Studium zu erzählen: von der Kunsthochschule, von kommenden Ausstellungen, von Reisen, die sie plante – Italien im Sommer, vielleicht Griechenland. Juliane hörte fasziniert zu, fragte nach, der Wein wärmte sie von innen.
Dann wurde es laut im Nachbarzimmer. Erst ein leises Quietschen des Bettes, dann rhythmisches Klopfen – das Kopfteil gegen die dünne Wand. Und Lenas Stimme, zuerst gedämpft, dann immer lauter: „Ja… tiefer… oh Gott, mehr… gib’s mir, fester!“ Anna und Juliane grinsten sich an. Das Gespräch stockte, die Worte blieben ihnen im Hals stecken. Die Geräusche wurden intensiver. Das Bett nebenan knarzte im Takt, die Wand vibrierte leicht, Lenas Stöhnen wurde hemmungslos, wild, animalisch: „Fick mich härter… ja, genau da… oh, ich komm gleich!“ Dazwischen die tiefen Grunzer eines Mannes, sein Keuchen, das Klatschen von Haut auf Haut, das nasse Schmatzen ihrer Vereinigung.
Juliane spürte, wie ihre Wangen heiß wurden, und zwischen ihren Beinen ein pochendes Verlangen aufstieg. Sie dachte an die Nacht davor, an den Monsterdildo, an ihre eigene Lust. „Die hat’s gut“, flüsterte sie Anna zu, und beide kicherten leise. Anna biss sich auf die Lippe, ihre Augen wurden dunkel. Sie dachte an ihre eigenen Sessions, an die Energie, die in der Luft lag, und spürte ein Kribbeln in ihrem Unterleib. „Lena ist immer so… direkt“, murmelte sie, und
Juliane nickte, ihre Fantasie malte Bilder: Lena auf allen Vieren, der Typ hinter ihr, stoßend, schwitzend, ihre extrem langen nassen Schamlippen um den Schaft des Fickers geschlossen.
Die Geräusche steigerten sich: Lenas lautes, ekstatisches „Jaaaa, ich komm… oh fuck, jaaaa!“ und ein tiefes, raues „Uaaaaa!“ vom Typen, gefolgt von schwerem Atmen, einem letzten Quietschen. Anna prustete los, leise, aber ansteckend. Juliane lachte mit, die Spannung brach sich in Kichern Bahn. Zehn Minuten später ging die Tür von Lenas Zimmer. Schritte im Flur, dann knallte die Wohnungstür zu. Der Kerl war verschwunden, gleich nach dem One-Night-Stand.
Kurz darauf stand Lena in der Küchentür: völlig zersaust, die Haare wild, nur in einem schwarzen Slip, die Brüste frei, die Haut noch gerötet und leicht verschwitzt. Zwischen ihren Beinen glänzte es deutlich, als sie sich bewegte. Sie grinste breit, ungeniert. „Habt ihr’s mitgekriegt? Sorry, war ein bisschen laut.“ Sie nahm sich ein Glas Wein. „Der Typ war ganz nett, aber kaum fertig, schon weg. Typisch.“ Sie quatschten noch die halbe Nacht: über die Party, über den Kerl („Guter Rhythmus, aber null Ausdauer“), über Männer im Allgemeinen, über Kunst, über Freiheit. Juliane fühlte sich integriert, als gehörte sie dazu. Der Wein floss, die Stimmung war locker, intim, ohne Scham. Irgendwann gegen vier Uhr morgens gingen sie schlafen, Lena in ihr Zimmer, Anna und Juliane zusammen in Annas Bett, nackt unter einer Decke. Sie lagen dicht nebeneinander, spürten die Wärme der anderen, aber berührten sich nicht, nur ein Arm, der versehentlich streifte, ein leises Gute-Nacht-Flüstern.
Morgens - oder besser: am späten Vormittag - wurde Juliane vom leichten Wackeln des Bettes wach. Ein leichtes, rhythmisches Brummen drang an ihr Ohr, dazu Annas unterdrücktes Stöhnen, ganz leise, fast wie ein Seufzen. Sie hielt die Augen geschlossen, tat weiter schlafend. Anna lag neben ihr, die Decke halb weggerutscht. Juliane spürte die Bewegung: Annas Hand zwischen ihren eigenen Beinen, ein Vibrator, das leise Summen, das schneller wurde. Annas Atem ging stoßweise, ihre Hüfte kreiste leicht, das Bett vibrierte minimal. Juliane war sofort hellwach, ihr Körper reagierte. Die Bilder der letzten Tage fluteten zurück: die Jugendlichen im Garten, die Akte, der Monsterdildo, Lenas lautes Stöhnen in der Nacht. Und jetzt Anna, direkt neben ihr, die sich selbst befriedigte. Sie war zu schüchtern und zu nüchtern nach dem wenigen Schlaf, um etwas zu tun. Kein Wort, keine Berührung. Sie blieb liegen, tat schlafend, lauschte nur. Ihr Herz pochte, zwischen ihren Beinen wurde es feucht. Ihre Gedanken kreisten um Sex: um die Nacht, in der sie nackt durch die Stadt gelaufen war, allen ihren perfekten Körper gezeigt hatte, sich bewundern ließ. Sie stellte sich vor, wie sie jetzt aufstehen würde, nackt durch die WG laufen, sich zeigen, berühren lassen. Die Exhibitionismus-Fantasie, die seit jener Nacht in ihr glühte, wurde stärker denn je. Anna kam leise, ein unterdrückter Laut, ein Zittern, dann das Abschalten des Vibrators. Sie seufzte zufrieden, drehte sich auf die Seite, schlief weiter. Juliane lag noch lange wach, die Augen geschlossen, den Körper angespannt vor unerfüllter Lust. Insgeheim ärgerte sie sich, dass sie sich Anna nicht zu erkennen gegeben hatte, sondern Theater gespielt hatte. Anna hatte ihr ja auch offen zugesehen. Sie wusste: Sie wollte aber mehr. Viel mehr. Viel freier sein. Und hier, bei Anna und Lena, schien alles möglich.
17:00 Uhr. Der Nachmittag verlief ähnlich wie der gestrige , träge, warm, voller unausgesprochener Spannung. Von Lenas Telefon hatte sie mit ihrer Chefin telefoniert, grob über familiäre Probleme gesprochen und vereinbart, dass sie ein paar Überstunden abbummeln würde. Ihre Kollegin würde vertretungsweise ein paar der Kundentermine übernehmen.
Juliane hatte den ganzen Tag in der WG verbracht, fast nackt, nur im Slip und Bademantel, hatte Anna beim Malen zugesehen, mit Lena Kaffee getrunken und die drei fertigen Bilder von ihr selbst betrachtet, die jetzt an der Wand lehnten. Juliane: Die Anmutige, die Anbietende, die Pornografische. Jedes Mal, wenn ihr Blick darauf fiel, spürte sie ein Kribbeln im Bauch, Stolz, Scham und eine neue, wilde Lust, die sie nicht mehr losließ.
Anna packte die drei Leinwände sorgfältig ein: Luftpolsterfolie, dickes Packpapier, Klebeband, alles dreifach gesichert. Drei weitere Bilder, auch das von Lena, kamen dazu. Sechs Leinwände insgesamt. Juliane half, trug drei davon, Anna die anderen drei. Sie waren schwer, aber das Gewicht fühlte sich gut an, wie ein Beweis, dass das alles wirklich passiert war.
Vor der Haustür wartete das Taxi. Der türkische Fahrer, ein stämmiger Mann Mitte fünfzig mit buschigem Schnauzer, stieg aus, um zu helfen und stöhnte laut auf, als er die beiden Frauen mit den riesigen, eingepackten Paketen kommen sah. „Allah Allah, was ist das denn? Ein Umzug?“, brummte er, während er die hinterste Rückbank umklappte. Die Bilder passten gerade so in den Minivan, schräg und festgezurrt. Anna und Juliane quetschten sich auf die Rückbank, die Pakete ragten zwischen ihnen auf wie schweigende Wächter.
Als das Taxi losfuhr, beugte sich Anna zu Juliane und flüsterte: „Wenn der wüsste, was auf den Bildern zu sehen ist…“ Juliane lachte laut auf, ein helles, befreites Lachen, das den ganzen Wagen füllte. Der Taxifahrer warf einen kurzen Blick in den Rückspiegel, schüttelte den Kopf und murmelte etwas auf Türkisch, das verdächtig nach „junge Mädchen heutzutage“ klang. Vor der Galerie hielt das Taxi. Die Fassade war modern, minimalistisch, mit großen Schaufenstern. Und im Schaufenster hingen drei riesige Fotografien: komplett nackte junge Frauen, posierend wie im Playboy oder Penthouse: lasziv, selbstbewusst, die Körper perfekt ausgeleuchtet. Beine gespreizt, Hände in den Haaren, Blicke direkt in die Kamera. Der Taxifahrer starrte mit offenem Mund auf die Bilder im Schaufenster. Seine Augen wurden groß. Als er ausgeladen hatte, vergaß er fast, zu kassieren. Erst als Anna ihm einen 50-Euro-Schein reichte, blinzelte er und stotterte ein „Danke… äh… viel Erfolg“.
Drinnen wurden sie von der Kuratorin empfangen: Nina, eine elegante Frau Ende fünfzig, adrett, mit silbernem Bob und einer schmalen, schwarzen Brille. Sie lächelte warm, professionell, und half sofort, die Bilder auszupacken. Die sechs Leinwände wurden an die weiße Wand gelehnt. Nina trat ein paar Schritte zurück, verschränkte die Arme und betrachtete sie lange. Ihr Blick wanderte von den Bildern zu Anna, dann zu Juliane und wieder zurück. Bei den drei Akten von Juliane blieb er hängen. Sie erkannte sofort das Model. Juliane wurde puderrot. Sie spürte die Hitze in den Wangen, den Hals, sogar auf der Brust. Doch gleichzeitig fühlte sie Stolz. Hier, in diesem kühlen, weißen Raum, hingen ihre nackte Haut, ihre Lust, ihre Ekstase – und es war Kunst.
Dann kam Charles hinzu.
Charles war der Lebensgefährte von Nina, ein Mann um die vierzig, gestylt wie aus einem Fashion-Magazin der 80er: gelbes Hemd mit offenem Kragen, pinker Anzug, krokofarbene Schuhe, übertrieben viel Schminke, Parfümwolke und eine Art, sich zu bewegen, die irgendwo zwischen schwul und theatralisch lag. Er klatschte in die Hände, als er die Bilder sah. „Oh. Mein. Gott.“ Er blieb abrupt stehen, starrte Juliane an, dann die Bilder, dann wieder Juliane. „Du bist das! Du bist das fantastische Model!“ Er rannte förmlich auf sie zu, blieb einen Meter vor ihr stehen, die Hände vor der Brust gefaltet wie zum Gebet. „Kannst du dir vorstellen, dich von mir fotografieren zu lassen? Du bist fantastisch. So wie du bist, einfach so. Ohne Tamtam, ohne Firlefanz. Einfach nur Eva. Die erste Frau. Die nackte Wahrheit.“ Juliane sagte nichts. Sie überlegte. Das war neu. Aufregend. Ihre neue Nacktheit reizte sie. Sie wollte mehr von sich zeigen. Mehr nackt. Mehr gesehen werden. Mehr bewundert. Charles interpretierte ihr Schweigen als Zögern und wurde entschlossener. „Ist 40.000 Euro okay für dich?“ Sie schwieg immer noch. Er hob die Hände, als würde er eine Gebetsmühle drehen. „Und 60.000 Euro? Für eine Serie. Zehn bis fünfzehn Aufnahmen. Nur du. Dein Körper. Deine Ausstrahlung. Deine Seele.“ Juliane grinste langsam. Der Typ sah aus wie eine wandelnde Karikatur, ein Paradiesvogel, ein Papagei und bot ihr sechzigtausend Euro für Nacktfotos. Es war absurd. Es war verrückt. Es war perfekt. Sie nickte. „Ja“, sagte sie leise, aber fest. „Ich mach’s.“ Charles quietschte vor Freude, klatschte wieder in die Hände. Nina lächelte nur wissend, als hätte sie das schon geahnt. Anna legte Juliane eine Hand auf die Schulter. „Herzlichen Glückwunsch, Eva.“ Juliane spürte, wie ihr Herz schneller schlug. Nicht vor Angst. Sondern vor Vorfreude. Sie würde sich zeigen. Ganz. Ohne Hemmungen. Und diesmal würde es nicht aus Versehen passieren – sondern bewusst. Die verborgenen Begierden waren jetzt keine mehr. Sie waren laut. Und sie wollten raus.
Ihre exhibitionistische Ader war geweckt. Anna und Lena hatten ihr jegliche Scheu genommen – Stück für Stück, Nacht für Nacht, Pose für Pose. Was als Demütigung begonnen hatte, war zu einer Art Befreiung geworden. Juliane spürte es in jeder Faser: Sie wollte gesehen werden. Bewundert. Begehrt. Und jetzt stand sie hier, in der kühlen, weißen Galerie, und ein überdrehter Mann in pinkem Anzug bot ihr sechzigtausend Euro für Nacktfotos.
Doch in ihrem Kopf spielte sich noch etwas ganz anderes ab: Sie dachte an Markus. Was für eine perfekte Rache für den brutalen Rausschmiss. Sie nackt, entblößt, für jeden Mann sichtbar: auf einem Cover, auf einer Plakatwand, in einem Magazin, das in jedem Kiosk lag. Er würde wahnsinnig werden. Die Eifersucht, die ihn schon so oft zerfressen hatte, würde ihn zerreißen. Und Juliane wollte das. Sie liebte ihn nach wie vor, auf eine komplizierte, kaputte Weise, aber Strafe musste sein. Er hatte sie splitterfasernackt ins kalte Treppenhaus gestoßen, sie der Scham und den Blicken der Nachbarn preisgegeben. Jetzt würde sie die Scham umdrehen, in Stolz, in Macht, in öffentliche Lust. Jeder Blick auf ihren Körper würde ein Stich für ihn sein. Jede Veröffentlichung eine Ohrfeige. Wenn Markus sie schon splitterfasernackt in die Welt schubste, dann sollte es jeder sehen. Sie grinste innerlich. Ja. Genau das wollte sie. Und dann überlegte sie, welche Länder sie mit dem vielen Geld bereisen könnte.
Sie gingen in ein Büro. Charles sprach vom Durchbruch, als wäre es das Normalste der Welt. „Du wirst groß rauskommen“, sagte er, während er mit großen Gesten durch den Raum fuchtelte. „Ich habe schon so viele von der Straße geholt und bekannt gemacht. Schaut mal“ Er deutete auf eine Reihe gerahmter Porträts an der Wand von Charles Office, junge Frauen, die heute in Magazinen und auf Plakatwänden prangten. Nina nickte bestätigend und zählte ein paar Namen auf, Modelle, Influencerinnen, sogar eine, die jetzt in Paris bei einer großen Agentur unter Vertrag stand.
Charles redete weiter, mehr zu sich selbst als zu ihnen: „Ich muss noch ein paar Anrufe bei Verlagen machen. Ich habe schon was im Sinn – ein großes Editorial, vielleicht sogar ein eigenes Buchprojekt. ‚Eva‘ – die nackte Wahrheit. Das wird einschlagen wie eine Bombe.“ Juliane hörte zu, nickte höflich, aber ihre Gedanken waren bei Markus. Bei seinem Gesicht, wenn er sie plötzlich überall sah: nackt, selbstbewusst, begehrt von Tausenden. Die Vorstellung ließ ihr Herz schneller schlagen. Nicht vor Angst. Sondern vor Genugtuung.
Zwei Stunden später saßen sie mit Anna und Lena im Taxi auf dem Weg zu Charles’ Fotoatelier – einem großen, lichtdurchfluteten Loft in einem alten Industriegebäude am Rand der Stadt. Charles hatte angerufen und gesagt, er wolle sofort Set-Karten machen. „Das braucht jedes Mannequin. Die sind umsonst und die werden dein Sprungbrett.“
Das Atelier war ein Traum aus Licht und Raum: hohe Decken, weiß gestrichene Ziegelwände, endlose Rollvorhänge in Schwarz, Weiß, Grau und Samtrot. Überall Scheinwerfer auf Rollen, Softboxen, Reflektoren, ein großer Ventilator für dramatische Haarbewegungen, sowie Kleiderständer voller Klamotten unterschiedlichster Art. In der Mitte stand eine riesige Plattform mit Bett, daneben ein antiker Sessel, eine Leiter, ein weißes Laken als Hintergrund. Der Geruch von frischem Kaffee, Parfüm und heißem Blitzlicht lag in der Luft.
Charles war in seinem Element, , enthusiastisch, überdreht und seine Schuhe klackerten ständig über den Betonboden, wie er aufgeregt hin und her lief. „Willkommen in meinem kleinen Paradies, meine Lieben!“ rief er und klatschte in die Hände. „Heute machen wir Geschichte. Professionell, sexy, ehrlich. Kein Firlefanz, nur du, Juliane – oder besser: Eva.“
Die Fotosession begann langsam, fast unschuldig.
Zuerst: enge Kleider. Lena schminkte Juliane am Schminktisch – erst ein natürlicher Look mit Nude-Lippen und leichten Smokey-Eyes. Anna half beim Umziehen hinter der mobilen Sichtwand aus weißem Stoff. Charles dirigierte: „Stell dich ans Fenster, Licht von links, Kinn leicht hoch, Blick in die Ferne… als würdest du die Welt erobern wollen.“
Juliane posierte in einem engen schwarzen Cocktailkleid, das ihre Kurven betonte. Charles schoss mit mehreren Kameras: Hasselblad und Nikons „Mehr Hüfte! Ja! Arm hoch, Ellbogen raus – genau so!“ Nächstes Outfit: rote Unterwäsche, enge Jeans, hellblaue offene Bluse. Dann ein Sommerkleid, als nächstes schick im langen Nerzmantel. Ein ständiger Wechsel von Klamotten, manchmal auch Perücken. Weiter im Badeanzug vor einer Strandtapete und dann im Bikini. Mehr und mehr, Charles trieb sie an. Beim nächsten Outfit: ein durchsichtiges weißes Hemd über schwarzer Spitzenwäsche, verschwand die Sichtwand. Juliane zog sich einfach vor allen um. Das Hemd fiel, der BH wurde geöffnet, der Slip glitt runter. Charles kommentierte nur ästhetisch: „Die Linie von Schulter zu Hüfte – göttlich! Keine Scham, Liebes, das ist Kunst!“
Lena tupfte mit einem Pinsel Puder auf ihre Wangen, korrigierte den Lippenstift. Anna reichte Wasser, stellte sich manchmal daneben und machte Handyfotos für sich selbst. Die Stimmung war professionell, aber aufgeladen – alle drei Frauen spürten die Energie. Dann wurde es erotischer. Jetzt trug Juliane nur noch Dessous. Charles wechselte die Lichter: warme Goldtöne, dann kühles Blau für dramatische Schatten. Juliane bekam High Heels – schwarz, 12 cm, Lack. „Auf den Sessel, Beine übereinandergeschlagen, Oberkörper leicht zurückgelehnt – ja, genau! Die Brüste sollen sich heben, die Nippel durch den Stoff drücken.“ Beim nächsten Wechsel fiel die Wäsche komplett. Juliane stand nackt da, nur in den Heels. Charles klatschte begeistert: „Das ist es! Die reine Eva! Keine Pose zu viel, keine zu wenig.“ Die Posen wurden intensiver: Auf dem Boden liegend, auf dem Bauch, Beine leicht angewinkelt, Po leicht angehoben – der Rücken in einem eleganten Bogen. An der Leiter lehnend, Arme hochgestreckt, Körper gestreckt, die Brüste im Profil, der Venushügel im Gegenlicht. Auf allen Vieren auf der Matratze, Blick über die Schulter zur Kamera – einladend, animalisch. Sitzend auf dem Sessel, Beine weit gespreizt, Hände auf den Innenschenkeln – offener Blick auf ihre glatte, erregte Pussy, die Schamlippen leicht geschwollen vom Adrenalin. Stehend, eine Hand im Haar, die andere auf der Brust, Daumen über den Nippel streichend – ein leises Stöhnen entwich ihr, ohne dass sie es kontrollieren konnte.
Charles schoss wie besessen. „Mehr! Noch mehr! Die Lust zeigen, nicht verstecken!“ Der Ventilator blies, ihre blonden Locken flogen, Schweißperlen glänzten auf ihrer Haut. Lena tupfte immer wieder nach, Anna stand manchmal hinter Charles und gab Kommandos: „Den Po noch höher! Ja, so – perfekt!“ Juliane spürte die Hitze in sich aufsteigen. Jeder Blitz, jeder Blick, jede Anweisung machte sie geiler. Sie war nackt vor drei Menschen – und fühlte sich mächtiger denn je. Keine Scham mehr. Nur pure, rohe Präsenz. Um Mitternacht ließ Charles die Kameras sinken. „Genug für heute. Vielleicht tausend Aufnahmen oder vielleicht mehr. Du bist ein Geschenk, Eva.“
Juliane stand noch nackt mitten im Raum, leicht zitternd vor Erschöpfung und Erregung. Ihre Haut glühte, zwischen ihren Beinen pochte es feucht und heiß. Sie fühlte sich nicht entblößt – sie fühlte sich mächtig. Anna und Lena umarmten sie von beiden Seiten. „Du warst unglaublich“, flüsterte Lena. „Das wird die Welt sehen.“ Charles versprach die Set-Karten in ein paar Tagen, die besten Shots für die Mappe, die Verlagsgespräche schon angelaufen. „Das Editorial wird legendär. Und dann… das Buch. ‚Eva‘.“
Im Taxi nach Hause lehnte Juliane den Kopf an Annas Schulter. Kein Wort. Nur ein Lächeln. Markus schmorte immer noch drüben in der Wohnung – ahnungslos, dass seine Ex bald überall nackt zu sehen sein würde. Auf Covers. Auf Plakaten. Für alle Welt.
Ihre Rache war in Arbeit. Und sie schmeckte süß.
Am Samstagmorgen, nach einem ausgiebigen Frühstück mit viel Kaffee und noch mehr Lachen, packten die drei Frauen Lenas alten Kombi. Juliane hatte Anna und Lena vorher streng gebrieft: „Kein Wort über Sex, Akte, Fotos oder irgendwas in die Richtung. Meine Eltern wissen nichts und sollen auch nichts wissen. Das bleibt unser Geheimnis.“
Die Fahrt aufs Land dauerte knapp eine Stunde. Lena fuhr, Anna saß vorne und spielte Musik, Juliane hinten, das Fenster halb offen, die frische Landluft im Gesicht. Sie fühlte sich seltsam frei ohne Handy, ohne Markus, ohne Verpflichtungen. Nur sie, ihre neuen Freundinnen und die Landschaft, die vorbeizog.
Das Haus ihrer Eltern lag am Rand eines kleinen Dorfes, umgeben von Feldern und einem alten Obstgarten. Ihre Mutter wartete schon an der Tür eine warme, runde Frau mit grauen Strähnen im Haar und einem Lächeln, das sofort alles leichter machte. „Juliane! Endlich!“, rief sie und zog sie in eine feste Umarmung. Dann begrüßte sie Anna und Lena herzlich, als wären sie alte Bekannte. „Kommt rein, ich hab Kuchen gebacken.“ Drinnen roch es nach frischem Apfelkuchen und Kaffee. Der Vater saß schon am Tisch, die Zeitung in der Hand, nickte freundlich. Nach dem ersten Stück Kuchen fragte die Mutter beiläufig: „Markus hat übrigens mehrfach angerufen. Er klang ganz verzweifelt. Hat gefragt, ob du hier bist.“ Juliane erstarrte kurz, dann lächelte sie ruhig. „Lass ihn schmoren, Mama. Sag ihm einfach nichts. Er wird schon wieder. Sag nicht, dass ich hier bin.“ Ihre Mutter sah sie prüfend an, nickte dann aber. „Wie du willst, Kind. Aber er schien wirklich besorgt.“ Das Wochenende war entspannt und ruhig – genau das, was Juliane brauchte. Sie spazierten durch den Garten, pflückten Äpfel, saßen abends am Kamin, redeten über alles und nichts. Anna und Lena passten sich perfekt an: Sie erzählten vom Studium, von Kunst, von Reisen kein einziges Mal fiel ein Wort über Nacktheit, Akte oder das Shooting. Juliane fühlte sich wie früher und doch anders. Stärker. Freier. Kurz vorm zu Bett gehen berichtet Juliane ihrer Mutter vom Streit mit Markus. Sie wäre gegangen, als er betrunken übertrieben gestritten hätte. Leider wäre sie so schnell aus der Wohnung und zu ihren Nachbarinnen, dass sie sogar Schlüssel und Portemonnaie vergessen hätte.
Am Sonntagmittag, vor der Abreise, drückte ihre Mutter ihr einen Umschlag in die Hand: 100 Euro. „Für die nächsten Tage, bis du wieder auf die Beine kommst.“ Dann holte sie einen Ersatzschlüsselbund aus der Schublade. „Falls du mal was aus der Wohnung brauchst. Aber pass auf dich auf, ja? Vertrag Dich mit ihm, das wird schon!“ Juliane umarmte sie fest. „Danke, Mama. Ich melde mich bald.“ Dann holte sie noch schnell die große Einkaufstasche, gefüllt mit ein paar alten Klamotten, die noch in ihrem Kinderzimmerschrank zu finden waren. Doch Juliane fuhr nicht nach Hause. Stattdessen bog Lena mit dem Auto wieder in Richtung Stadt ab, zurück in die WG gegenüber. Sie zog erneut bei Anna ein, als wäre es das Natürlichste der Welt. Ihr altes Leben fühlte sich plötzlich weit weg an.
Montagmorgen. Die Sonne schien durch die Vorhänge, als Lena stürmisch in Annas Zimmer platzte. „Wach werden, ihr Schlafmützen! Charles hat angerufen!“ Anna setzte sich verschlafen auf, Juliane blinzelte gegen das Licht. Lena hielt ihr Handy hoch wie eine Trophäe. „Das Shooting steht! Der Dessous-Hersteller MEY hat zugesagt – sie wollen dich für ihre neue Kampagne. Charles sagt, du musst schnell noch deine Konfektionsmaße durchgeben. Größe, Cup, Taillenweite, Hüftumfang – alles!“ Juliane lachte ungläubig. „MEY? Die mit den teuren BHs?“ „Genau die!“, rief Lena. „Das ist riesig!“
Zwei Stunden später saßen sie wieder im Taxi, diesmal zur Galerie, um die Vorbereitung für die Vernissage zu treffen. Nina hatte angerufen: Die Bilder sollten nächste Woche hängen, die Einladungen waren schon raus, und Charles plante ein großes Pressedinner danach. Das Taxi fuhr durch die Stadt, die Ampeln wechselten auf Grün. An der nächsten Kreuzung standen sie erneut an der roten Ampel, hielten direkt neben dem Bürgersteig.
Und da stand er, Markus, am Montagmittag, mitten in der Stadt. Ungewöhnlich!
Markus stand wild gestikulierend auf dem Gehweg vor der Fußgängerampel, Handy am Ohr, die Haare zerzaust, die Augen rotgerändert. Er sah aus wie jemand, der seit Tagen nicht geschlafen hatte. Dann drehte er den Kopf in Richtung Straße und erkannte sie im Fahrzeug. Seine Augen weiteten sich. Er starrte durch die Scheibe, direkt in Julianes Gesicht. Sie saß hinten, zwischen Anna und Lena. Dann grinste Juliane langsam. Sie hob die Hand und winkte ihm zu. Ein kleines, selbstbewusstes, fast spöttisches Winken. Markus’ Mund öffnete sich, als wollte er etwas rufen, doch das Taxi fuhr an, die Ampel sprang auf Grün, und sie waren weg. Anna lachte leise. „Das war’s wert.“ Lena grinste in den Rückspiegel. „Der sah aus, als hätte er einen Geist gesehen.“ Juliane lehnte sich zurück, das Herz klopfte, aber nicht vor Angst, sondern vor Triumph. Markus hatte sie gesehen. Lebendig. Strahlend. Mit zwei Frauen an ihrer Seite. … und bald würde er sie überall sehen: nackt, selbstsicher, begehrt. Ihre Rache war nicht mehr nur ein Gedanke. Sie war im Gange. Und sie fühlte sich verdammt gut an.
Juliane, Lena und Anna stiegen aus dem Taxi. Die heute kühle Septemberluft schlug ihnen entgegen, doch hinter den Scheiben der Galerie war es bereits lebendig: Arbeiter trugen Kisten, Scheinwerfer wurden aufgebaut, und an den großen Glastüren hingen schon die Plakate als Ankündigung für den Event: schwarz, riesig, minimalistisch. Darauf ein Datum, eine Uhrzeit und in bunter, fetter Schrift die Namen der fünf Künstler, darunter deutlich „Anna“ in leuchtendem Pink. Unten auf dem Plakat noch ein Stoppschild wie ein Sticker: Eintritt ab 18! Juliane spürte ein Kribbeln im Bauch. Das war real. Ihre Nacktheit würde bald öffentlich sein, nicht nur in einer kleinen WG, sondern für Hunderte Menschen. Anna und sie verließen das Fahrzeug. Lena blieb sitzen, und ließ sich wo anders hinbringen. Anja klingelte. Nina öffnete die Tür der Galerie für drei, begrüßte sie mit einem warmen Lächeln und zwei schnellen Küsschen auf die Wangen. Kaum waren sie drin, begann Anna mit Nina zu diskutieren, Beleuchtung, Reihenfolge der Bilder, Katalogtexte. Die beiden verschwanden sofort ins Büro, ließen Juliane einfach stehen. Sie trat allein in den ersten Ausstellungsraum. Der Saal hatte sich bereits verändert. Die Wände waren jetzt dunkel, mit schwarzem Stoff verhängt, das Licht gedimmt, fast theatralisch. Vorne stand ein schlichter Eingangstresen aus schwarzem Holz im Eingang, dahinter hingen bereits einige neue Bilder an der Wand. Juliane beobachtete, wie zwei Frauen, junge Helferinnen in schwarzen Rollkragenpullovern, vorsichtig weitere große Leinwände aufhängten. Alle Bilder zeigten Nacktheit. Von unschuldig süß (eine junge Frau, halb von einem weißen Tuch verhüllt, die Augen verträumt) bis hin zu pervers pornografisch (eine Frau in Ketten, der Körper schweißglänzend, der Blick herausfordernd). Dazwischen abstrakte Akte in Neonfarben, comicartige Überzeichnungen mit grellen Konturen und hyperrealistische Porträts, bei denen man jede Pore, jeden Schweißfilm sah. Juliane ging weiter in den nächsten Ausstellungsraum. Kaum trat sie durch die Verbindungstür, da stach es ihr sofort ins Auge: Annas neues Bild. Grell leuchtende Farben, mittig an der Wand, im perfekten Spotlight auf tiefschwarzem Hintergrund. Darauf sie selbst, Juliane, breitbeinig auf dem Sessel, der fette braune Dildo tief in ihr, das Gesicht verzerrt vor Ekstase, die Tropfen zwischen ihren Beinen glänzend wie Diamanten. Das Bild war roh, ungeschönt, pornografisch und wunderschön. Sie errötete erneut. Die Scham kam wie eine heiße Welle. Doch gleichzeitig stieg Erregung auf. Sie war stolz. Auf ihren Körper. Auf ihren Mut. Auf die Frau, die sie geworden war. Sie starrte das Bild an, spürte, wie ihre Nippel hart wurden, wie es zwischen ihren Beinen warm wurde. Das war sie. Und bald würden Hunderte das Sehen. Viele Bilder hingen in diesem Raum noch nicht, ein paar standen an der Wand. Zwei Seiten im Saal waren komplett leer, wahrscheinlich für die großen Werke, die noch kamen.
Von hinten kam plötzlich Musik. Dumpfer Bass, ein DJ testete die Anlage. Juliane folgte dem Klang in den nächsten Raum.
Hier war alles anders: grell weiße Wände, noch ohne Bilder, dafür viele Kisten, Leitern, Klappstühle. In der Ecke hatte ein DJ sich eingerichtet (schwarze Hoodie, Kopfhörer um den Hals) und startete seinen Soundcheck. Tiefe Bässe vibrierten durch den Boden. Andere Helfer bzw. die Aufbaucrew gönnten sich gerade eine Getränkepause, saßen auf Kisten, lachten, rauchten Zigaretten. Die Pause endete. Eine junge Frau klatschte in die Hände, rief: „Weiter geht’s, Leute!“ Alle erhoben sich.
Da erkannte Juliane zwei Gesichter: Elif und Selim. Die beiden jungen Frauen waren aus ihrer Hip-Hop-Tanzgruppe. Meistens saßen sie zusammen beim Training, kicherten über die Choreos, halfen sich gegenseitig bei den Moves. Selim, klein, drahtig, mit kurzen pinken Strähnen, sah Juliane zuerst. Sie stupste Elif an und flüsterte: „Das ist sie. Wusste ich’s doch! Die Ähnlichkeit ist zu frappierend. Ich hätte wetten sollen.“ Elif schüttelte den Kopf. „Nein, das glaube ich nicht. Das hätte sie nie gemacht. Die ist nicht wie wir. Nein!“ Sie kamen auf Juliane zu. Beide umarmten sie herzlich, wie alte Freundinnen.
„Wo warst du die ganze Woche beim Training, Juliane?“, fragte Elif vorwurfsvoll. „Wir haben dich vermisst!“ Juliane entschuldigte sich mit einer Ausrede: „War krank… und dann ein bisschen Chaos zu Hause. Tut mir leid.“ Selim konnte es nicht lassen. Sie beugte sich leicht vor, senkte die Stimme: „Das Bild im nächsten Raum… die Frau sieht dir verdammt ähnlich.“ Juliane grinste leicht. „Anna, die Künstlerin, ist eine Nachbarin. Sie fand mich inspirierend.“ Elif zog eine Augenbraue hoch. „Okay? Aber deswegen muss man dann ja nicht dein Gesicht auf jedes Nacktbild malen, nur weil man Nachbar ist, oder?“ Juliane sagte nichts. Sie grinste nur weiter, ein kleines, wissendes Grinsen.
Juliane wechselte das Thema. „Was macht ihr hier? Arbeitet ihr für Nina?“ „Nicht wirklich“, sagte Selim. „So ein Typ hat uns engagiert. Charly oder so. Er kam ins TuttiFrutti und buchte uns für die Eröffnung.“ Juliane sah die beiden erstaunt an. „Ihr arbeitet als Kellnerinnen im TuttiFrutti?“ Die beiden schüttelten synchron den Kopf und lachten. „Nein“, sagte Elif. „Als Poledancerinnen! Außerdem tanze ich noch im Ballett der Oper und für die Band ‚CHICKS‘. Von einem Job als Tänzerin kann man nicht leben. Der Beruf bringt wenig ein.“
Juliane nickte langsam, ließ die Information sacken. Klein ist die Welt, dachte sie. Sie kannte das TuttiFrutti nur vom Hörensagen, diesen verruchten Schuppen am Rande der Innenstadt, voller nackter Frauen auf der Bühne, Kellner und Kellnerinnen in knappen Outfits die Tabletts balancierten. Sie war nie dort gewesen. Hatte sich nie reingetraut. Und Überraschung: zwei ihrer Tanzfreundinnen arbeiteten dort. Und bald würde sie selbst nackt ausgestellt sein, für alle sichtbar. Sie lächelte die beiden an. „Dann sehen wir uns ja bald wieder“, sagte sie leise. Elif und Selim grinsten zurück, ohne zu wissen, wie recht sie hatte. Juliane drehte sich um und ging zurück zu Anna und Nina. Die Vernissage rückte näher. Und mit ihr ihre endgültige Befreiung.
Eine halbe Stunde später diskutierten Nina und Anna immer noch – jetzt auch mit Malin und John, zwei weiteren Künstlern der Ausstellung. Juliane konnte dem ganzen nicht so recht folgen und langweilte sich. Sie verließ das Büro um sich erneut umzusehen. Die Stimmen hallten weiterhin aus dem Büro, es ging um Beleuchtung, Reihenfolge, Presse-Statements. Juliane stand allein im vorderen Raum, als der Bass von hinten plötzlich lauter wurde. Ein fetter, pulsierender Beat wanderte durch die Galerie, begleitet von vertrauten Stimmen und Lachen. Neugierig folgte sie dem Klang. Im hinteren, noch grellweißen Raum war eine kleine Bühne aufgebaut worden, schwarzer Teppich lag nun davor, ein paar Scheinwerfer provisorisch positioniert. Auf dem Boden probten zwei Tänzerinnen eine Choreografie, diskutierten Schritte, korrigierten sich gegenseitig. Es waren natürlich Selim und Elif. Der DJ startete einen neuen Hip-Hop-Track, harter Beat, tiefe Bassline, schnelle Hi-Hats. Juliane blieb im Torbogen stehen, wackelte unwillkürlich im Takt mit den Hüften. Selim bemerkte sie sofort, grinste breit und winkte sie heran. „Komm her, Juliane! Zeig, was du kannst!“
Sie hatte seit zwei Wochen nicht mehr beim Training gewesen. Es fehlte ihr, der Schweiß, die Moves, das Gefühl, den Körper zu spüren. Also ging sie hin. Elif schrieb die vertrauten Anweisungen: „Achtung, Drop kommt… Arm hoch, Hüfte raus, Step-Step-Turn!“ Juliane machte synchron mit. Die drei tanzten sich warm, lachten, korrigierten sich gegenseitig, der Beat trieb sie voran. Juliane fühlte sich lebendig, frei in den Bewegungen, die sie so gut kannte.
Da kam Nina, Charles und die anderen im Schlepptau in den Raum. Charles’ Augen glänzten sofort, als er Juliane tanzen sah. Er blieb abrupt stehen, klatschte in die Hände, als der Song endete. „Bravo!“, schrie er. „Und tanzen kann sie auch noch!“ Alle drei Frauen nickten gleichzeitig: Selim, Elif und Juliane. Charles fragte: „Ihr kennt euch?“ Wieder nicken. „Wir tanzen jede Woche zusammen“, sagte Elif stolz. Charles’ Augenbrauen schossen hoch. „An der Stange?“ Juliane schüttelte den Kopf, lachte leise. „Nein, Hip-Hop.“ Charles grinste wie ein Kind vor Weihnachten. Er öffnete ein große Tasche und reichte daraus Elif und Selim zwei sorgfältig gefaltete Kostüme. „Hier, hab ich vorhin von der Schneiderei abgeholt. Probiert sie bitte gleich… sollte passen. Ansonsten können sie es noch ändern.“
Selim hob ihres hoch. Es war ein Hauch von Nichts: ein Body aus schwarzen Seidenbändern, der kaum etwas versteckte, der Busen nur eingerahmt, die Brustwarzen frei, der Stoff transparent und glänzend. Dazu ein String aus feinen Bändern mit einem winzigen Stoffdreieck dazwischen, darüber dunkler, durchsichtiger Tüll. Eine Mischung aus orientalisch und Nachtclub, elegant, verrucht, provokant. „In Ninas Büro könnt ihr euch umziehen“, sagte Charles. Während Selim und Elif verschwanden, begann Charles auf Juliane einzureden. Seine Stimme war schnell, enthusiastisch, fast flehend. „Du musst auch tanzen, Eva. Stell dir vor: ein Modell von den Bildern, das zur Eröffnung auf der Bühne tanzt. Live. Die Leute sehen dich zuerst nackt an der Wand und dann lebendig, bewegend, atmend. Das wäre der absolute Hit! Die Presse würde durchdrehen. Die Gäste auch. Du bist perfekt dafür… der Körper, die Ausstrahlung, die Energie. Kein Kostüm nötig, nur du. Vielleicht ein Schleier zum Anfang, der fällt… oder nur High Heels und Öl auf der Haut, damit du glänzt im Licht. Die Choreo kann improvisiert sein, oder ihr macht was mit den Mädchen zusammen. Es muss roh sein, echt, erotisch … aber Kunst. Pure Kunst.“ Er malte mit den Händen durch die Luft, beschrieb Visionen: „Die Lichter dimmen, der Beat setzt ein, du kommst aus dem Dunkel… die Leute halten den Atem an. Dann die Moves, langsam, sinnlich, dann wilder, schneller. Die Verbindung zwischen Bild und Realität. Das wird viral gehen. Das wird dich bekannt machen. Und mich natürlich auch“, fügte er mit einem Augenzwinkern hinzu. Alle nickten zustimmend. Nina lächelte wissend. „Es würde perfekt passen.“ Malin und John murmelten Zustimmung. Anna trat vor, legte Juliane eine Hand auf die Schulter. „Mach es“, sagte sie leise, aber bestimmt. „Das ist deine Bühne. Zeig ihnen, wer du bist.“ Juliane spürte das vertraute Kribbeln, die Mischung aus Nervosität, Scham und purer Lust. Sie dachte an Markus. An sein Gesicht, wenn er davon hörte. An die Fotos, die bald überall sein würden. An die Vernissage, bei der sie nicht nur hängen würde – sondern tanzen. Nackt. Vor Hunderten Augen.
Sie nickte langsam. „Ja“, sagte sie. „Ich mach’s.“ Charles quietschte vor Freude, klatschte wieder in die Hände. Selim und Elif kamen zurück, in den neuen Kostümen. Die schwarzen Seidenbänder schmiegten sich an ihre Körper, ließen fast nichts der Fantasie über. Sie drehten sich, posierten, lachten. „Dann proben wir“, sagte Charles. „Jetzt gleich.“ Der DJ startete den nächsten Track. Der Beat füllte den Raum. Juliane zog ihre Schuhe aus, trat auf den Teppich. Und begann zu tanzen. Die verborgenen Begierden waren nicht mehr verborgen. Und bald würden alle zusehen.
Die nächsten Tage verbrachte Juliane in einem seltsamen Schwebezustand, zwischen der vertrauten Routine als Mitarbeiterin im Reisebüro und dem neuen, aufregenden Leben in Annas und Lenas WG. Morgens und Abends fuhr sie mit der Bahn zur Arbeit und danach zurück in die WG. Lena hatte ihr einen Wohnungsschlüssel gegeben. „Damit du jederzeit reinkannst, egal wann.“ Juliane mied die Läden in ihrer alten Wohngegend, kaufte nur in der Nähe des Büros ein: Brot beim Bäcker um die Ecke, Obst im Supermarkt zwei Straßen weiter. Auf der Straße hielt sie Ausschau, ob sie nicht zufällig Markus über den Weg lief. Ab und zu traf sie bekannte Gesichter, Nachbarn, alte Bekannte, die sie freundlich grüßten und dann leise sagten: „Markus sucht dich überall. Er sieht ganz krank aus. Er weiß nicht, wo du steckst. Was ist los bei Euch?“ Juliane lächelte immer höflich, nickte, wechselte das Thema. Sie wollte nicht zurückkehren. Noch nicht.
Vom Küchenfenster der WG aus beobachtete sie ihn manchmal. Er tigerte in der Wohnung gegenüber hin und her, häufig mit Handy am Ohr, die Schultern hängend. Manchmal träumte sie nachts von ihm, von seinem starken Körper, seinen rauen Händen, seinem Lachen nach einem gewonnenen Spiel. Sie liebte ihn immer noch. Aber sie liebte auch die Freiheit, die sie gerade entdeckte. Anna malte in diesen Tagen noch ein paar Bilder von ihr. Eins davon behielt Juliane: ein pastellfarbenes Porträt, verträumt, glücklich, die Augen halb geschlossen, ein sanftes Lächeln auf den Lippen. Sie liebte es. Die anderen Bilder überließ sie Anna als Dank, für alles. Zwei Abende trainierte sie mit Elif und Selim die Choreografie, aber im Tanzstudio und nicht in der Galerie. Zum normalen Hip-Hop-Training war Juliane zum Glück nicht erschienen. Elif berichtete flüsternd: „Markus war da. Hat nach dir gefragt. Sah aus wie ein Geist.“
Von Charles bekam sie jetzt auch ihr Kostüm. Es war nicht wie die schwarzen Seidenbänder von Selim und Elif, ihres war aus goldenen Seidenbändern und wenig Tüll oder Stoffdreiecke. Es verhüllte praktisch nichts. Als sie es anprobierte, grinste Anna breit. „Na, traust du dich, oder soll ich Charles sagen, du ziehst es nicht an?“ Juliane war unsicher.
Dann kam der Anruf von Charles. „Komm vorbei, Liebes! Verträge unterschreiben. Der Deal mit der Werbeagentur und dem Auftraggeber ist durch. Du hast den Job!“ Nächsten Monat würde das Shooting in Mailand stattfinden, wie besprochen für MEY. An diesem Abend gab es Champagner in der WG. Sie stießen an, lachten, tanzten barfuß in der Küche. Juliane fühlte sich leicht. Und doch schwer, wegen Markus. In einer stillen Stunde setzte sie sich an den Küchentisch und schrieb ihm einen Brief. Mit der Hand. Kein Handy, kein Computer, diesmal nur Papier und Stift.
Markus, mein Spatz, es geht mir gut. Ich liebe dich. Deine Eifersucht war immer unbegründet. Ich hatte noch nie was mit einem anderen. Nur dich. Nur meinen Markus. Ich komme zurück, aber nur unter ein paar Bedingungen: - Nie wieder aus der Wohnung schmeißen. - Kein Bier auf der Couch. Weniger Fußball. - Einmal die Woche mit mir tanzen gehen statt Fußball-TV. - Und das Wichtigste: Tu etwas gegen deine Eifersucht. Beratung, Therapie. Irgendwas!!! Ich warte auf dich. Juliane
Sie steckte den Brief in einen Umschlag, adressierte ihn nur mit dem Namen und bat Lena, ihn am nächsten Morgen in den Briefkasten der gemeinsamen Wohnung einzuwerfen.
Am Freitagabend war es dann so weit. Die Vernissage in der Galerie sollte um 19:00 Uhr öffnen. Juliane hatte sich im Reisebüro freigenommen. Vormittags war sie beim Friseur gewesen, die blonden Locken frisch geschnitten, geföhnt, glänzend. Danach in den Schönheitssalon: Maniküre, Pediküre, Wimpernverlängerung. Zum Abschluss eine Thai-Massage, eine Stunde lang pure Entspannung. In Annas Schlafzimmer zog sie das Kostüm an. Goldene Seidenbänder, die sich um ihren Körper schlangen, die Brüste nur andeuteten, den Venushügel frei ließen. Sie war wie ein Kunstwerk, und doch nichts als nackte Haut. Lena lieh ihr einen langen schwarzen Mantel darüber. „So siehst du aus wie eine geheimnisvolle Dame. Und es ist wärmer.“ Um 17:00 Uhr fuhren alle drei mit dem Taxi zur Galerie. Juliane hatte schon drei Gläser Sekt getrunken; Nervenkitzel, Aufregung, ein bisschen Mut.
Der Event war ein voller Erfolg. Hunderte Gäste kamen: in Smoking, Abendkleid, gediegen, reich, kunstversessen. Die Räume füllten sich mit Stimmen, Gläserklirren, Lachen. Juliane tanzte auf der kleinen Bühne, zuerst langsam, sinnlich, dann wilder, mit Elif und Selim. Die goldenen Bänder glänzten im Spotlight, ihre Haut schimmerte ölig, der Beat trieb sie voran.
Sie sah nur Bewunderung in den Augen. Oder Neid. Alle Gespräche waren nett, freundlich, anerkennend. Niemand war grob, niemand lüstern – es war Kunst. Und doch musste sie sich immer noch daran gewöhnen: dass sie hier präsentiert war, in aller Deutlichkeit, auf Annas Bildern. Nackt. Offen. Ekstatisch. Sie war stolz. Ein wenig erregt. Sie liebte es, sich zu präsentieren. Nur eines beschäftigte sie: Wie sollte sie das Markus oder ihren Eltern erklären? Nina meinte dazu, „Kommt Zeit, kommt Rat.“ „Wenn sie dich lieben, werden sie es verstehen.“
Am Montag lag ein Brief auf ihrem Arbeitsplatz im Reisebüro. Von Markus. Sie öffnete ihn mit zitternden Fingern.
Juliane, ich bin ein Idiot. Du hattest recht. Ich bin zu weit gegangen. Es tut mir leid. Ich hoffe, es geht dir gut. Ich vermisse dich. Selbstverständlich nehme ich deine Bedingungen an. Ich habe bereits einen Termin bei Dr. Watermann gemacht. Ich liebe dich. Dein dich vergötternder Markus
Im Umschlag lagen neben dem kurzen Brief noch zwei Karten: - Eine Visitenkarte von Dr. Alfons Watermann (Psychotherapie). - Eine Eintrittskarte für ein Abendessen mit Varieté am kommenden Freitagabend.
Darunter stand in seiner Handschrift: „Ich hoffe, du kommst mit mir am Freitag zum Abendessen. Ich warte auf dich. Dein Markus!“
Juliane faltete den Brief zusammen, steckte ihn in ihre Tasche. Sie lächelte. Vielleicht war es Zeit.
Vielleicht.
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Ich gebe zu, ich tue mich schwer mit dieser Geschichte. Die Idee ist gut, der Plot überraschend, das gefällt mir. Die Umsetzung? Nun, im Text sind leider etliche Rechtschreibfehler und einige semantische Schnitzer enthalten – das muß nicht sein, wenn der Autor seiner Sorgfaltspflicht nachgekommen wäre. Warum der Text fett und dunkelblau formatiert wurde, erschließt sich mir nicht – zum Lesen nicht schön! Was mich hingegen massiv stört, ist, daß dieser Text offensichtlich nur durch massive KI-Unterstützung entstanden ist – es sind viele Merkmale und stilistische Mittel enthalten, die typisch für KI-generierte Texte sind. Der Autor wird es wohl abstreiten, aber ich erkenne die Muster. Schade, denn die Idee gefällt mir gut. Drei Sterne!
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Ich gebe zu, ich tue mich schwer mit dieser Geschichte. Die Idee ist gut, der Plot überraschend, das gefällt mir. Die Umsetzung? Nun, im Text sind leider etliche Rechtschreibfehler und einige semantische Schnitzer enthalten – das muß nicht sein, wenn der Autor seiner Sorgfaltspflicht nachgekommen wäre. Warum der Text fett und dunkelblau formatiert wurde, erschließt sich mir nicht – zum Lesen nicht schön! Was mich hingegen massiv stört, ist, daß dieser Text offensichtlich nur durch massive KI-Unterstützung entstanden ist – es sind viele Merkmale und stilistische Mittel enthalten, die typisch für KI-generierte Texte sind. Der Autor wird es wohl abstreiten, aber ich erkenne die Muster. Schade, denn die Idee gefällt mir gut. Drei Sterne!
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Ich finde diese Geschichte gut gelungen!