Sabines Geschichte - Teil 26


Schwurbler

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29.12.2025
Schamsituation

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Als Sabine vor ihrer Haustür stand, war das erste, das sie wahrnahm, das laute Pochen ihres Herzens in der Stille des leeren Flurs. Ihre Sinne waren so sensibel wie zu dem Zeitpunkt, als sie vor ein paar Jahren das erste Mal ihren Putzdienst nur mit ihrem verlässlichen Longshirt am Körper absolviert hatte. Damals hatte sie lange mit sich gehadert, ob sie diesen Schritt wirklich tun sollte und die halbe Stunde, die sie damals zum Putzen gebraucht hatte, war ihr deutlich länger vorgekommen. Ständig hatte sie damit gerechnet, dass ihr jemand begegnen würde und die Anspannung hatte noch lange nachdem sie wieder in der Sicherheit ihrer eigenen vier Wände war angehalten. Im Laufe der Zeit war sie gelassener geworden, auch durch die Tatsache, dass ihre Nachbarn sie immer mal wieder in ihrem knappen Aufzug zu sehen bekamen und es nie irgendwelche Kommentare von ihnen gegeben hatte. Doch jetzt war all das wieder auf null gestellt worden. Jetzt stand sie hier, splitterfasernackt, mit ihren Putzsachen in den Händen und dem von ihrem morgendlichen Treffen rot geprügelten Hintern vor ihrer Tür und würde für jeden gut sichtbar die nächste Zeit den Flur wischen. Diese Schlußfolgerung verursachte einen Knoten in ihrem Magen, aber auch das ihr wohlbekannte Kribbeln etwas tiefer.

“Na los jetzt, oder willst du hier noch Wurzeln schlagen?”, murmelte sie in den stillen Flur hinein und stellte den Wischer ab. Mit dem Eimer in der Hand ging sie die Treppe hinunter in die Waschküche, um Wasser zu holen. Wie schon Jahre zuvor hörte sich das Tapsen ihrer nackten Füße auf den Fliesen unnatürlich laut an und Sabine versuchte über ihr Herzklopfen hinweg zu hören, ob sich jemand zu ihr in den Flur gesellen wollte. Mit jeder Stufe, die sie hinunter nahm, wuchs ihre Anspannung, bis sie dann an der Haustür vorbei ging. In ihrer Vorstellung öffnete sich die Tür und alle Menschen auf der Straße sahen sie, wie sie nackt da stand, unfähig etwas dagegen zu unternehmen. Den Blick auf die Tür gerichtet ging sie weiter, während sie jede Sekunde damit rechnete, dass ihre Befürchtung wahr wurde. Erst als sie die nächsten Stufen nehmen musste, richtete Sabine ihren Blick wieder nach vorne. Sie wollte es nicht riskieren zu stolpern, um dann in ihrer jetzigen Situation im schlimmsten Fall von einem Rettungswagen aufgesammelt zu werden. Im Keller angekommen, überkam sie ein Frösteln, wohl aufgrund der etwas kühleren Luft an ihrem Körper, oder auch, weil die Anspannung für den Moment von ihr abfiel. Sie bekam eine Gänsehaut auf ihren Armen, die sich zu den Schultern hochzog und über ihre Seiten hinab zu den Beinen wanderte. Prompt reagierten ihre Brustwarzen, die sich allmählich verhärteten und keck aufstellten. Sabine stellte den Eimer unter den Wasserhahn und drehte das warme Wasser auf. Noch einen Schuß Reiniger hinterher und es hieß erstmal warten. Während der Eimer voll lief, rieb sich Sabine über die Arme, um die Gänsehaut loszuwerden. Dann und wann traf ein verirrter Wasserspritzer aus dem Eimer ihren Körper und lief langsam an ihr herab, was nicht wirklich dazu beitrug, ihre Empfindungen unter Kontrolle zu halten. 

Mit dem vollen Eimer ging Sabine die Treppe wieder nach oben. Mit jeder Stufe näher zur Haustür stieg ihre Anspannung wieder an und sie erwartete jeden Moment einen Schlüssel zu hören, kurz bevor die Tür aufgerissen werden würde. Doch zu ihrer Erleichterung konnte sie ihren Weg ohne Überraschung fortsetzen und stand kurz darauf mit ihren Putzsachen vor der Haustür der Wendts. Im noch immer stillen Flur fing Sabine an zu wischen und gewöhnte sich allmählich an ihre Situation und sie ging ihrer Arbeit immer entspannter nach. Auf halbem Weg zu ihrer Etage passierte es dann,sie hörte, wie die Haustür aufgesperrt wurde. Sabine erstarrte auf der Treppe, unschlüssig, was sie tun soll. Für einen Sprint in ihre Wohnung blieb ihr nicht genug Zeit und es gab auch keine Möglichkeit, sich anderweitig außer Sicht zu bringen. Während ihre Gedanken rasten, hörte sie, wie die Schritte die Stufen zu ihr hoch kamen. Ihre Hoffnung, dass es sich um Heinz oder Hannelore handeln könnte, war damit zerstört. Blieben also nur noch Uwe oder Claudia, die in ein paar Sekunden an ihr vorbei gehen würden.

‘Hoffentlich sind sie alleine und haben niemanden dabei.’, schoss es ihr durch den Kopf. Ihre Nachbarn hatten sie, mit Ausnahme von Heinz, schon alle mindestens einmal nackt gesehen und auch die Liste der anderen Personen, vor denen sie hüllenlos gestanden hatte, war für ihr Verständnis schon auf eine beachtliche Länge angewachsen. Dennoch hatte sie nicht die Absicht, jetzt als hemmungslose Exhibitionistion durch die Weltgeschichte zu laufen. Ihr Mund wurde vor Aufregung trocken, als die Schritte näher kamen, und Sabine drehte sich mit dem Rücken zur Wand. 

‘Ich muss ihnen ja nicht meinen Hintern ins Gesicht halten.’, dachte sie sich in Anbetracht des Zustands ihrer Rückseite. Da war es ihr doch lieber ‘nur’ ihre Brüste ins Rampenlicht zu setzen. Nervös wartete Sabine auf der Treppe und hielt den Wischer wie eine Art Schutz vor ihrer Brust mit beiden Händen umklammert, bis nach ein paar unendlich langen Sekunden der Kopf von Uwe in Sicht kam. Er hatte sie noch nicht gesehen, sondern schaute interessiert auf irgendetwas in seinen Händen und Sabine überlegte, ob sie sich bemerkbar machen sollte, entschied sich aber dagegen. Sie wollte nicht den Eindruck erwecken, unbedingt Aufmerksamkeit auf sich ziehen zu wollen. ‘Als ob eine nackte junge Frau beim Putzen des Flurs nicht schon außergewöhnlich genug wäre.’, kam es ihr in den Sinn und dann war Uwe schon um die Ecke gebogen und seine Schritte stoppten. Sabine stand noch ein paar Stufen über ihm und konnte sehen, wie er seinen Kopf langsam in den Nacken legte, um genauer erkennen zu können, was er wohl im Augenwinkel wahrgenommen hatte. Sie versuchte, sich in seine Situation zu versetzen, sich vorzustellen, was er sah. 

Gerade noch wollte er nur nach Hause, das Wochenende genießen und vielleicht seine Post durchsehen, und jetzt ist er mit etwas konfrontiert, das er unter normalen Umständen nicht im Hausflur erwarten würde. Er hat gemerkt, dass jemand oder etwas vor ihm im Weg steht und jetzt, mit jeder Sekunde, nimmt er seine Umgebung bewusster wahr. Das erste, das er zu sehen bekommt, sind ein paar nackte Frauenfüße, die auf den Fliesen stehen und etwas von einem Wischmop verdeckt werden. Soweit ist das für ihn nichts Neues mehr, er hat Sabine schon öfters auf der Treppe getroffen und weiß, dass sie im Haus die meiste Zeit barfuß unterwegs ist. Jetzt wandert der Blick weiter nach oben, über ihre Beine, die Knie und Schenkel, bis er etwas Ungewohntes bemerkt. Wo sich sonst der Saum des Longshirts befindet, das sie ansonsten trägt, setzt sich nun ihre gebräunte, glatte Haut fort. Sein Blick zuckt umher, streift ihren nackten Schoß, die Andeutung ihrer Spalte, die sich hinter dem Stiel des Wischers versucht zu verstecken. Er müsste sich nur leicht zur Seite lehnen, um diesen letzten Schutz zu umgehen, für einen ungehinderten Blick, Würde er eventuell einen leichten Schimmer von Erregung sehen, irgendwelche Anzeichen dafür dass sie, die bekennende FKK-Anhängerin, diese Situation nicht vollkommen kalt lässt? Sein Blick wandert höher, er will nicht wie ein ungehobelter Spanner wirken, der es nur auf ihre Muschi abgesehen hat, doch er weiß auch, dass er nur weitere nackte Haut sehen wird. Die Rundungen ihrer Hüften und ihr flacher Bauch kommt als nächstes in Sicht, bis der Ansatz der kleinen und festen Brüste erscheint. Der Stiel des Wischers, umklammert von ihren Händen, bildet wieder einen kleinen minimalen Sichtschutz, doch der Großteil der Brüste, mit ihren leicht abstehenden Brustwarzen, präsentiert sich offen seinem erkundenden Blick. Haben sich ihre Nippel aufgestellt, weil sie die Situation erregt oder aufgrund der leichten Kühle im Flur? Er kann sich nicht vollkommen sicher sein, doch auch wenn die Ursache unklar ist, der sich daraus ergebende Anblick ist sehenswert. Als ihr Hals in Sicht kommt, glaubt er, den schwierigsten Teil geschafft zu haben. Doch tatsächlich wird der Blick in ihr Gesicht wohl die wahre Herausforderung werden. Was würde ihn erwarten, wenn er Sabine in die Augen sieht? Schüchterne Verlegenheit, Desinteresse oder vielleicht etwas anderes? Noch ein paar Augenblicke, dann würde er es wissen. Ihre Lippen erscheinen, nicht spöttisch verzogen, eher leicht lächelnd. Doch dort, in ihrem Mundwinkel, sieht er dort nicht ein leichtes, nervöses Zittern? Lässt die Situation sie doch nicht so kalt, wie sie es versucht, aussehen zu lassen? Ihre Augen würden ihm mehr Klarheit verschaffen, dessen ist er sich sicher. Würde sie verlegen zur Seite schauen oder seinem Blick begegnen? Da, jetzt sieht er sie. Sie begegnet seinem Blick offen und direkt, mit einer erkennbaren Neugierde. Akzeptiert er ihre Nacktheit, so wie sie alle es ihr zugesichert hatten, oder hatte er es damals nur so gesagt, da es alle von ihm erwartet hatten? Er erwidert ihr Lächeln und nickt Sabine freundlich zu.

Außerhalb von Sabines Kopf spielte sich die Situation schneller ab, einfacher, ohne das Hinterfragen von Aktionen und Intentionen. Uwe blieb ein paar Stufen unter ihr stehen und schaute zu ihr hoch, nicht langsam und bewertend, sondern fast so wie bei all ihren früheren Begegnungen. Sein Blick blieb nur einen Sekundenbruchteil länger zwischen ihren Beinen und auf ihren Brüsten hängen, aber das war zu erwarten gewesen. Wären die Rollen vertauscht gewesen, hätte Sabine auch versucht, einen etwas genaueren Blick auf die Regionen zu werfen, die ihr ansonsten verborgen wären. Sein Gesichtsausdruck hatte nichts negatives oder abschätzendes in sich, sie konnte nur eine Spur Überraschung aus ihm heraus lesen.

“Hallo Sabine, ich hab gar nicht gemerkt, dass du am Wischen bist.”, begrüßte sie Uwe und lehnte sich auf das Geländer.

“Du bist ja auch in Gedanken woanders gewesen.”, erwiderte Sabine und nickte in Richtung der Post, die Uwe in der Hand hielt.

“Stimmt. Ich sollte mir das lieber abgewöhnen, sonst renne ich noch wen über den Haufen.”

Sabine brummte zustimmend. “Pass lieber auf, wenn du nach oben gehst, der Boden wird wohl noch feucht sein.” Doch sie dachte sich: ‘Ist das jetzt so, dass du kein Wort darüber verlierst, dass ich hier nackt vor dir stehe? Möchtest du mir das Gefühl von Normalität geben?’

Bevor sie ihre Gedanken aussprechen konnte, sagte Uwe: “Danke für die Warnung. Ich finde es übrigens toll, dass du dich jetzt so offen und natürlich zeigst, wie es dir gefällt. Ich kann mir nur vorstellen, dass es eine Erleichterung sein muss, zumindest hier bei uns so zu sein, wie es für dich am angenehmsten ist.”

‘Dank der Aktion von Hannelore denkst du ja auch, dass ich mich ohne Klamotten am wohlsten fühle.’, kam es ihr in den Sinn. Aber sie musste es sich ja selber gestehen, das sie es sich schon seit langem so gewünscht hatte, nur hatte sie nie den Mut gehabt es von sich aus durchzuziehen. 

Sabine musste ein paar Momente nach einer passenden Antwort suchen. “Danke, es fühlt sich einfach frei und natürlich an. Ich kann es nur empfehlen.” 

Uwe schüttelte den Kopf. “Für mich ist das nichts, vielen Dank. Dann wisch mal weiter und noch ein schönes Wochenende wünsche ich dir.” 

“Danke, wünsche ich euch auch.” 

Uwe schob sich an ihr vorbei, wobei er noch einen letzten Blick aus dem Augenwinkel auf sie warf, bevor er nach oben verschwand. Sobald er außer Sicht war, sackte Sabine ein Stück weit zusammen. Es war zwar nur eine Frage der Zeit gewesen, bis sie irgendjemandem begegnen würde, doch sie hätte sich gerne noch etwas länger darauf vorbereitet. Aber es war doch besser gelaufen, als sie es befürchtet hatte. Während sie sich weiter in Richtung Keller putzte, ließ sie die Begegnung noch ein paar Mal Revue passieren, immer auf der Suche nach irgendwelchen Zeichen, die sie übersehen hatte. 

Im Keller angekommen, schüttete sie den Eimer aus und stellte ihn zusammen mit dem Wischer in eine Ecke. Sie würde später alles wieder in ihre Wohnung räumen, wenn sie für ihre Wäsche nochmal in den Keller musste, aber jetzt konnte es erstmal hier unten etwas trocknen. Sabine machte sich wieder auf den Weg nach oben, sie wollte erstmal ein paar Minuten verschnaufen, bevor sie ihre eigene Hausarbeit angehen würde. Langsam ging sie die Stufen hoch und wollte gerade die Treppe in die erste Etage in Angriff nehmen, als sie hörte, wie sich hinter ihr die Tür der Lehmanns öffnete. 

Sabine drehte sich halb um und blickte über ihre Schulter. In der offenen Tür stand Hannelore und lächelte sie an. 

“Hallo Sabine, schön das ich dich treffe. Hast du kurz Zeit?”

Sabine drehte sich gänzlich zu ihr um. Dass es für Hannelore anscheinend ganz normal war, ihre Nachbarin mal eben so nackt im Flur anzutreffen, kam Sabine zwar komisch vor, doch es war ja schließlich nicht das erste Mal, dass sie so vor ihr stand. Und es war ja indirekt auch aufgrund der von Hannelore erzwungenen Offenbarung bis zu diesem Punkt gekommen. 

“Sicher, was kann ich für dich tun?”, wollte Sabine wissen.

“Komm doch bitte kurz rein, wir brauchen nicht im Flur zu reden.” 

Mit diesen Worten winkte sie Sabine in ihre Wohnung. 

Mit innerlich zuckenden Schultern folgte sie Hannelore hinein, die hinter ihr die Tür schloss.

“Oh, was hast du denn gemacht?”, hörte sie Hannelore hinter sich.

‘Verdammt, das habe ich ja ganz vergessen.’ Sabine fiel wieder ein, was für ein Anblick ihr Hintern bieten musste. Bei der Begegnung mit Uwe hatte sie noch peinlichst darauf geachtet, dass er sie nur von vorne zu Gesicht bekam, danach hatte sie keinen weiteren Gedanken daran verschwendet. Hannelore und Heinz kannten sie zum Glück schon in solch einer Verfassung, sie hatten ja schon selbst einmal dafür gesorgt, dass sie so ausgesehen hatte. Instinktiv legte sie eine Hand auf ihre Pobacke, als ob ihr deren Zustand gerade jetzt eingefallen wäre. 

“Ich hatte etwas getan, das eine Strafe nach sich ziehen sollte. Und die habe ich heute morgen bekommen.” 

Sabine versuchte das ganze locker darzustellen, als ob es das Natürlichste auf der Welt wäre, sich für einen Strafzettel den Hintern mit dem Gürtel versohlen zu lassen. Kurz erinnerte sie sich wieder an das Gefühl des Leders, wie es auf ihre Backen klatschte und sie bekam eine Gänsehaut auf ihren Armen. 

Hannelore kam näher an sie heran und strich mit der Hand über ihre andere Pobacke, was dazu führte, dass die Gänsehaut sich bis zu ihren Schulterblättern zog. 

“Dann hoffe ich, dass du deine Lektion gelernt hast, sonst muss ich dich nochmal übers Knie legen.”, meinte Hannelore, als sie an Sabine vorbei ging und mit ihren Fingern bis zu Sabines Hüfte strich. 


Kommentare

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Rolando schrieb am 07.01.2026 um 19:44 Uhr

Sehr schöne Geschichte, ganz mein Geschmack