Anruf aus Brasilien


maybe4you

9
110
1
26.08.2022
Schamsituation
cmnf
Bewertungen
9 x 4.2
1 x 5.0
7 x 4.0
1 x 5.0
0 x 0.0

Anruf aus Brasilien

 Hallo, mein Name ist Katharina und ich bin 39 Jahre alt. Mit 1,77m bin ich ehr groß für eine Frau und habe dementsprechend lange und schlanke Beine. Mein blondes schulterlanges Haar trage ich in der Regel offen. Nur beim Sport binde ich es zu einem Zopf zusammen. In nahezu jeder freien Minute, die mir als geschäftsführende Gesellschafterin eines der größten Unternehmen der Stadt bleibt, treibe ich Sport. Ich bin topfit und meine beiden Schwangerschaften sind meinem Körper nicht anzusehen. Da ich nicht nur die blauen Augen, sondern auch die guten Gene meiner Mutter habe, gehe ich für so manchen als um die dreißig durch.

Mein Ehemann hat mich vor gut fünf Jahren verlassen und wir sind auch schon seit fast vier Jahren geschieden. Ich hatte den Fehler gemacht, ihn gleich zweimal zu betrügen. Einmal nach einem größeren Streit mit ihm, wo ein Bekannter meinen emotionalen Ausnahmezustand mit extrem gut gespieltem Verständnis auszunutzen wusste und einmal, nachdem ich auf einer Party, wo er nicht dabei war, zu viel getrunken hatte. Dummerweise war das zweite Mal kurz nachdem er mir das erste Fremdgehen verziehen hatte.

Unsere Kinder, beziehungsweise unsere gemeinsame Tochter Lilly, ist 17 Jahre und noch hübscher, als ich es damals in ihrem Alter war. Dass sie noch Jungfrau ist, glaube ich nicht, da sie seit gut vier Monaten einen festen Freund hat. Malte, ist knapp 18 Jahre alt und ein hübscher aber ehr schüchterner Junge. Er ist das einzige Kind des Präsidenten der hier ansässigen Uni und scheint immer noch ein wenig überwältigt von der Tatsache zu sein, dass Lillys Wahl ausgerechnet auf ihn gefallen ist, obwohl fast jeder männliche Schüler des Gymnasiums und sicherlich auch ein paar der Mädels, gern an seiner Stelle wären.

Unseren Sohn Leon, der heute 20 Jahre alt ist, habe ich als Zweijährigen, mit in die Ehe gebracht. Im Gegensatz zu Leons Vater, der bis heute noch nichts von seinem Glück weiß, hatte ich Lillys Vater sofort von meiner Schwangerschaft erzählt.  Er hatte mir dann gleich einen Antrag gemacht. Dass er auch für Leon die Vaterschaft übernimmt und offiziell anerkennt, war für ihn selbstverständlich.

Lilly wohnt noch bei mir im Haus. Leon macht gerade, bevor er mit seinem Biologiestudium beginnen möchte, einen halbjährigen Trip durch Südamerika.

Es war der 12. August 2022. Dieses Datum werde ich wahrscheinlich nie wieder vergessen. Leon war in Brasilien. Er war am Vortag aus Manaus zu einer Amazonastour aufgebrochen. Mehr wusste ich nicht.

Um vier Uhr in der Früh weckte mich das klingelnde Festnetztelefon. Ich wusste sofort, dass etwas Schlimmes geschehen sein musste. Die Sorge, dass Leon etwas auf seiner Reise passieren könnte, hatte ich unterschwellig seit seinem Abflug. Ich sprang aus dem Bett und rannte zum Telefon.

„Sonnenfeld!“

„Frau Sonnenfeld, bitte entschuldigen Sie, aber wir haben nicht die Zeit für lange Erklärungen“, sagte eine männliche Stimme, „Ihr Sohn ist überfallen, niedergestochen und ausgeraubt worden!“

Sofort viel ich in einen Schockzustand, der mich nicht antworten ließ. Im Hintergrund hatte ich parallel dazu jemanden vor Schmerzen schreien und qualvoll sagen: „Calls my Mum! She pays for everything! Und dann meine Festnetznummer!“ Dann hörte ich ihn wieder vor Schmerz schreien und es schloss sich eine Tür. „Das war Leon!“, sagte ich zu mir. Da war ich mir ganz sicher.

„Ich habe nur kurz die Tür zugemacht!“, sagte der Mann zu mir, „Hören Sie zu! Die Polizei ermittelt bereits. Der Krankenwagen ist verständigt. Der braucht aber über eineinhalb Stunden bis hierher! Der Arzt hier, wo wir ihren Sohn hingebracht haben, meint, dass er das nicht überleben wird. Er müsste ihn vorher operieren, weil seine inneren Organe verletzt wurden."

„Dann tuen Sie es, operieren, sofort, bitte!“, hastete ich in den Hörer, als ob es nur um mein Einverständnis ginge.

„Nun, die OP kostet umgerechnet 4.000 Dollar!“, sagte der Mann unaufgeregt.

„Die bekommen Sie, kein Problem!“, entgegnete ich sofort, „Selbst, wenn es mehr kostet, helfen Sie ihm, ich bezahle alles!“

„Hören Sie, das läuft hier in Brasilien anders!“, meinte der Mann, „Bar, Vorkasse, Sie verstehen!“

„Aber wie soll ich denn! Das geht doch gar nicht!“, sagte ich verzweifelt und gleichzeitig überlegend, wie ich von jetzt auf gleich 4.000 Dollar nach Brasilien bekommen sollte.

„Hören Sie, ich könnte das Geld vorstrecken, aber ich habe schlechte Erfahrungen mit Zusagen von Fremden gemacht.“

„Ich zahle Ihnen alles zurück! Versprochen!“

„Ihr Versprechen ist null wert!“, raunzte mich der Mann an, „Ich bin vor gut fünf Jahren mit nichts hierher ausgewandert. 4.000,- Dollar sind fast die Hälfte meines gesamten Vermögens! Das kann ich eigentlich nicht machen!“

„Bitte!“, flehte ich ihn an und klammerte mich gedanklich an das „eigentlich“ seines letzten Satzes, „Sie bekommen mehr zurück, das Doppelte oder das Dreifache, kein Problem!“

„Hören Sie!“, belehrte mich der Fremde, „Sie verstehen mich nicht. Es geht mir nicht darum, irgendeinen Profit daraus zu schlagen. Es geht um etwas, was mir garantiert, dass ich das Geld wirklich zurückbekomme!“

„Was könnte das sein?“, fragte ich ihn, ohne nur die geringste Idee einer möglichen Lösung anbieten zu können.

„Hören Sie! Ich schlage vor, Sie senden mir innerhalb der nächsten 15 Minuten ein Video, dass so privat ist, dass Sie auf alle Fälle 4.000 Dollar dafür zahlen, damit es wieder gelöscht wird.“

Ich verstand nicht wirklich, wass er von mir wollte.

„Was für ein privates Video?“

„Verstehen Sie mich wirklich nicht?“, fragte er nach.

„Nein!“, antwortete ich.

„Hören Sie, Sie ziehen sich aus und filmen sich dabei, wie Sie sich selbst befriedigen. Ob Sie dabei einen Dildo benutzen oder sich zum Orgasmus fingern, wäre mir so weit egal.“

Ich hätte ihn daraufhin fast als ein „perverses Schwein“ bezeichnet, konnte mir aber rechtzeitig auf die Zunge beißen und stotterte nur: „A… Aber, das geht doch nicht!“

„Haben Sie eine bessere Idee, wie ich mein Geld absichern kann?“

Als ich nicht direkt erwidern konnte, sagte er ergänzend: „Okay, dann lassen wir Ihren Sohn einfach verrecken! Ach nee, ich kann ja gar nichts dazu! Sie, seine Mutter, lassen ihn verrecken. Ich habe ihn nicht nur gefunden. Ich habe ihn auch hergebracht, anstatt auf einen Krankenwagen zu warten. Ich bin auch grundsätzlich bereit, das Geld für eine OP vorzustrecken. Ich habe alles getan, damit Ihr Leon überlebt. Jetzt sind Sie dran!“

„Ich mach es!“, sagte ich schnell und pflichtbewusst.

„Schicken Sie das Video und alle Kontakte Ihres Smartphones an Andreas.Bach(at)web.de. Sobald das erledigt ist, bekommt der Arzt mein Okay!“

„Ich legte auf und wusste nicht, was ich zuerst tun sollte. Ich notierte die E-Mailadresse. Sie war zwar einfach, aber sicher ist sicher. Doch was als nächstes. Ich rannte planlos und immer noch geschockt hin und her. Sollte ich Lilly wecken? „Nein, das ist meine Sache!“, entschied ich schnell und ging zurück ins Schlafzimmer.

Mein Seidennachthemd war schnell über den Kopf gezogen und auch der Slip lag nach höchsten zwei Sekunden auf dem hochflorigen Teppich. Ich nahm mein Smartphone vom Nachtschrank, stellte es am Fußende auf und drückte auf Aufnahme. Ich setzte mich gegen das Kopfteil, knetete einmal meine Brüste und strich mit der Hand über meinen blanken Schambereich. Ich merkte, dass eine Nachrasur überfällig war. Aber Zeit die Stoppeln zu entfernen hatte ich nun wirklich nicht.

Nun krabbelte ich erstmal wieder nach vorn, um die Probeaufnahme zu sichten. Schon dabei fiel das Smartphone um und als ich dann die Aufnahme gestoppt und angesehen hatte, war nur mein Oberkörper drauf. Außerdem war ich kaum zu erkennen, da es wahrscheinlich nicht hell genug im Raum war.

Plötzlich sprang, ohne dass ich zuvor ein Klopfen vernommen hatte, meine Schlafzimmertür auf. Lilly stürmte aufgeregt auf mich zu: „Hast du Leon auch nicht erreicht?“

„Ich habe es noch gar nicht versucht!“

„Du glaubst dem Kerl?“

„Ich bin mir sicher, dass ich am Anfang Leons Stimme im Hintergrund gehört habe. Ich werde alles tun was nötig ist. Aber, woher weißt du?“

„Ich habe über das andere Mobilteil mithören können. Ungefähr ab den verletzen Organen!“

„Dann weißt du, was er von mir will?“

„Ja, das weiß ich!“, erwiderte Lilly, „Du wirst ihm so ein Video schicken, stimmst´s?“

„Ich habe keine andere Wahl. Leon ist schließlich mein Kind. Ich würde für Euch alles tun. Du müsstest allerdings das Smartphone halten und mal das Deckenlicht anmachen, sonst wird das hier nichts!“

„Geht nicht!“, erwiderte Lilly, „Ich will mal bei der Polizei anrufen und fragen, ob das irgendeine Masche ist und außerdem habe ich vielleicht noch einen Plan B.“

Sie war schon halb aus der Tür, als sie auf den Lichtschalter haute und sagte: „Ich schicke dir Malte!“

„Was?!“, schrie ich ihr entsetzt hinterher. Doch sie antwortete nicht mehr. Das konnte doch nicht ihr Ernst sein? Ihr Freund sollte mich, seine vielleicht irgendwann Schwiegermutter, dabei filmen, wie ich es mir selbst besorge? Schon bei dem Gedanken daran, lief mir vor Scham ein kalter Schauer über den Rücken. Fortan wurde mir jedoch von Sekunde zu Sekunde heißer. Als sich bereits auf meiner nackten Haut ein leichter Schweißfilm gebildet hatte und diese fast wie eingeölt wirkte, klopfte es an den Rahmen der halboffenen Schlafzimmertür. Obwohl ich ja mit Malte rechnen musste, erschrak ich. Schnell zog ich, auf dem Bett sitzend, schräg meine geschlossenen Beine an und hielt den Arm vor meine Brust.

„Ich sollte zu dir kommen, Kathi?“, frage Malte schüchtern.

In diesem Moment war ich froh, dass ich ihm bereits beim ersten Aufeinandertreffen, das „du“ angeboten hatte. Mit „Sie“, wäre das, was folgen sollte, noch absurder gewesen, als es ohnehin schon war.

„Komm rein!“, wies ich ihn an, „Was hat Lilly dir denn schon erzählt?“

„Nichts!“, antwortete er und trat, nur mit Boxershorts bekleidet, in den Raum, „Sie sagte nur, wenn ich sie liebe, dann solle ich jetzt keine Fragen stellen, zu dir gehen und genau das tun was du von mir verlangst. Sie würde mir alles später erklären!“

„Okay!“, sagte ich, hatte aber gehofft, dass er bereits mehr wissen würde, „Dann nimmst du jetzt mein Smartphone, gehst zum Fußende und filmst mich dabei, wie ich mich gleich selbst befriedige.“

Malte bekam große Augen und glaubte seinen Ohren nicht zu trauen.

„Was?“

„Wir haben keine Zeit für Fragen und erstrecht keine Zeit für Antworten. Die gibt es später, versprochen!“

„Okay!“, erwiderte Malte immer noch sichtlich irritiert und ging mit dem Smartphone ans Fußende. Er richtete die eingebaute Kamera auf mich und fragte: „Soll ich anfangen?“

„Denk daran, dass ich immer zu erkennen sein muss! Klar?“

„Okay! Dann starte ich – jetzt!“

Malte hatte nun begonnen mich zu filmen. Ich war jedoch vor Scham wie gelähmt. Ich brachte meine Beine nicht auseinander. Schließlich würde dies bedeuten, dass ich Malte meinen intimsten Bereich präsentieren würde. Irrsinnigerweise verschwendete ich sogar einen Gedanken daran, wie ungepflegt er meinen mangelhaft rasierten Intimbereich finden würde. Fast so, als würde ich ihm unbedingt gefallen wollen.

„Ich hab` die Aufnahme schon gestartet!“, bekräftigte Malte nochmals.

„Reiß dich zusammen!“, wies ich mich innerlich selbst zurecht. Zeit für Scham hatte ich nun wirklich nicht.

Ich spreizte meine Schenkel und rutschte etwas nach unten, so dass Malte nicht nur meinen Venushügel, sondern auch meine Schamlippen einfangen konnte.

„Scheiße!“, dachte ich, als ich nun das erste Mal über meine Schamlippen strich, „Ich bin ja klitschnass! Nein, das darf doch nicht sein. Wie kann ich in einer Situation, wo mein Sohn im Sterben liegt, vor Schamgefühl geil werden? Hatte ich mich wirklich so wenig im Griff?“

Andererseits half es natürlich auch, das hier schnell hinter mich zu bringen. Allein das Berühren meines Kitzlers erzeugte ein innerliches Beben. Immer schneller trieb ich nun meinen Mittel- und meinen Ringfinger in mich hinein. Dann schloss ich die Augen und knetete mit der freien Hand meine rechte Brust. Als ich kurz mal meine Augen öffnete, sah ich, wie sich Maltes gewaltiger Ständer gegen den lockeren Stoff seiner Boxershorts drückte. Ich lächelte, ob der Wirkung, die ich auf einen Jungen auszuüben vermochte, der nicht mal halb so alt war, wie ich. Wie gern wäre ich jetzt in einer Situation gewesen, wo ich meinen Beobachter hätte auffordern können: „Fick mich!“ Aber es blieb natürlich nur ein kurzes schmutziges Gedankenspiel. Er war schließlich der Freund meiner Tochter und sollte meinen Höhepunkt nur filmen und nicht durch harte und tiefe Stöße selbst verursachen. Meine Atmung wurde schneller. Dann war es so weit. Stöhnend überkam mich einer meiner intensivsten Orgasmen meines Lebens. Doch so schön er auch war, so falsch empfand ich, dass ich ihn, in einer solchen Situation, so empfinden konnte.

Malte hielt so lange drauf, bis ich mich wieder entspannt und mit angezogenen Beinen hingesetzt hatte.

„Seid Ihr fertig?“, fragte Lilly, als sie zeitgleich in Schlafzimmer kam. Ohne eine Antwort abzuwarten, redete Sie weiter: „Ich habe der Polizei den Anruf und die Forderung beschrieben. Die Polizistin meinte, es hätte Züge eines dieser berüchtigten Schockanrufe, jedoch sind dafür dem Anrufer zu viele Details bekannt und zu wenig Geld im Spiel. Auch die Sache mit dem Video ist ehr untypisch. Die E-Mailadresse habe ich ihr gegeben. Aber in nicht mal 15 Minuten, kann sie da nichts herausfinden und auch keine Infos der brasilianischen Behörden zu aktuellen Raubüberfällen bekommen.“

„Also können wir nicht ausschließen, dass Leon wirklich in Lebensgefahr steckt!“, meinte ich zu Ihr.

„Nein! Sie riet uns, dass wir versuchen sollten, dass er ein Foto von Leon macht und zumailt, wo er zu erkennen ist.“

„Gute Idee!“, meinte ich und Malte, der wahrscheinlich nur Bahnhof verstand, nickte zustimmend.

„Hab` ich schon gemacht!“, sagte Lilly gleich, „Ich hab ihm geschrieben, dass ich seine Schwester bin, ich mit der Polizei gesprochen habe und die diese Empfehlung mit dem Foto gegeben hat.“

Lilly hatte den Satz gerade zu Ende gesprochen, als ihr Smartphone den Eingang einer E-Mail signalisierte.

Lilly öffnete die Mail und lass laut vor: „Ich darf nicht mehr ins Zimmer. Ich habe der Arzthelferin mein Handy gegeben. Sie hat sein Tattoo fotografiert, weil man beim Gesicht wegen der Beatmung und den Verletzungen gerade nicht viel erkennen kann.“

Dann zeigte sie mir das angehängte Bild.

„Das ist sein Tattoo! Das ist sein Tattoo!“, schrie ich panisch.

„Ja, das ist sein Arm!“, meinte Lilly, „Aber Mama, wenn er so ein Video hat, kann er alles von dir verlangen!“

„Das ist mir scheißegal!“ fauchte ich sie an, „Und wenn der Millionen fordern würde, ich würde für Leon alles tun! Wie auch für dich!“

„Ich weiß!“, sagte Lilly, „Aber ich hätte da noch eine Alternative!“

„Was für eine Alternative? Ich sehe keine!“

„Woher soll er wissen, wie du aussiehst? Deshalb habe ich von einer Pornoseite ein Video in Smartphonequalität heruntergeladen, wo eine große, schlanke, hübsche blonde Frau Mitte dreißig masturbiert. Die Dame sagt nichts, sieht dir tatsächlich ein wenig ähnlich und eingeblendet wird auch nichts. Das schicken wir ihm!“

„Wenn du meinst, dass das klappt!“, sagte ich unsicher.

„Du hast es schon auf deinem Handy. Hab` es auch schon umbenannt bevor ich es dir geschickt habe. Du brauchst es nur noch an seine E-Mail-Adresse zu senden.“

Malte gab mir mein Smartphone und ich schickte das Video und meine Kontakte los!

Bei dem Video von mir hätte sich jetzt vielleicht ein Gefühl der Erleichterung, alles getan zu haben, eingestellt. Aber jetzt, mit dem falschen Video, stieg die Anspannung von Sekunde zu Sekunde.

Das Festnetztelefon klingelte. Lilly hatte das Mobilteil griffbereit, nahm den Anruf an und stellte gleich auf laut.

„Wollen Sie mich verarschen!“, schrie der Mann ins Telefon, „Nicht mit mir! Allein mit den Suchbegriffen „Leon“, „Sonnenfeld“ und der Stadt zur Vorwahl findet man seinen Reiseblog mit einem schönen Foto von Euch Dreien am Flughafen. Darunter steht „Meine Mutter und meine Schwester Lilly - Lieblingsmenschen" Letztere Bezeichnung hab Ihr echt nicht verdient!“

Dann legte er auf!

„Ruf ihn zurück!“, wies ich Lilly an, „Er bekommt das richtige Video!“

„Die Nummer war wieder unterdrückt!“, erwiderte Lilly kleinlaut, weil sie mit ihrer Idee jetzt wahrscheinlich ihren Bruder auf dem Gewissen hatte.

Ich fummelte hektisch an meinem Smartphone herum und schickte ihm so schnell ich konnte das richtige Video.

„Jetzt können wir nur noch hoffen und beten!“, sagte ich zu den Beiden und setzte mich weinend auf die Bettkante. Ich überlegte, ob ich Lilly die Schuld geben sollte, aber verantwortlich bin ich dann doch selbst gewesen. Ich hätte darauf bestehen müssen, kein Risiko einzugehen.

Es dauerte nicht lange, da klingelte erneut das Telefon.

„Geht doch!“, vernahmen wir die Stimme des Fremden durch das lautgestellte Telefon, „Hören Sie, Ihre Sperenzien haben mir nicht gefallen. Wenn Sie denken Sie haben Zeit für sowas, bitte, die habe ich auch. Ob Ihr Sohn die Zeit hat, wird sich noch zeigen. Ich will auch von seiner Schwester ein solches Video und die Smartphonekontakte. Machen, schicken, sonst … Sie verstehen hoffentlich!“

Schon hatte er wieder aufgelegt. Malte und ich schauten nicht nur entsetzt aufgrund des Anrufes, sondern auch, weil Lilly binnen Sekunden nackt vor uns stand. Ihre Vorsicht, derartige Videos Fremden in die Hände fallen zu lassen war anscheinend wie weggeblasen. Sie wollte wohl schnell alles wieder gut machen, sprang aufs Bett und trieb Malte an: „Los, schnell Malte, wir haben keine Zeit!“

Lilly wartet nun mit weit gespreizten Beinen darauf, bis ich Malte mein Handy gegeben und er die Aufnahme gestartet hatte.

Es war mittlerweile schon Jahre her, dass ich Lilly ganz nackt gesehen hatte. Sie hatte ein eigenes Bad und ich ließ ihr jegliche Privatsphäre. Unsere Sauna nutzte sie gar nicht und unseren Pool, zumindest wenn ich da war, nur im Bikini.

Ich betrachtete sie. Ihr bildhübsches Gesicht mit den langen blonden Haaren. Ihren makellosen Körper, die wunderschöne Brust, die endlos langen Beine und ihren perfekt blankrasierten Intimbereich. Und was dann geschah wollte ich kaum glauben. Auch bei ihr bildete sich ein leichter Film auf der Haut. Ebenso wie meine, glänzten ihre Schamlippen vor Geilheit. Auch sie schien innerlich zu beben, als sie dann ihren Kitzler berührte. Wie ich, nahm sie Mittel- und Ringfinger der rechten Hand, um diese tief in sich hineinzustoßen. Und als sie dann auch noch in der gleichen Phase die Augen schloss und ebenso die linke Hand zur Brust führte, schaute ich Malte an. Im gleichen Moment schaute er auch zu mir herüber und ich wüsste, dass auch er die parallelen bemerkt hatte.

Wir lächelten uns an und ich blickte auf seine Hose. Auch dort gab es parallelen zu vorhin. Als ich ihn wieder ins Gesicht sah, zuckte er nur kurz mit den Schultern und achtete dann wieder darauf, dass er Lilly weiterhin gut im Bild hatte.

Das Gefühl, ich würde mir gerade, wie bei einer Reise in die Vergangenheit, selbst beim Masturbieren zusehen können, setzte sich identisch bis zu Lillys Höhepunkt fort. „Verrückt, was Gene alles können“, dachte ich, nahm Malte das Handy ab und schickte das Video dem Fremden. Parallel sendete Lilly ihm ihre sämtlichen Kontakte.

Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit. Lilly und ich hatten uns schon wieder angezogen und saßen ungeduldig mit unseren Handys in der Hand auf der Bettkannte. Malte saß auf einem Stuhl und hielt das Telefon in der Hand.

Es klingelte und Malte stellte auf laut.

„Leon geht es gut!“, sagte der Fremde gleich als erstes.

Erleichterung machte sich breit und Lilly und ich fielen uns in die Arme.

Doch der Mann ergänzte: „Er wird sich sicherlich bei einer von Ihnen beiden melden, sobald er wieder Empfang hat. Und zwar bei derjenigen, von der ich ihm gerade das Video geschickt habe. Wundern Sie sich bitte nicht, von einem Überfall und einer Not-OP wird er nichts wissen. Das war alles erfunden. Danke für die tollen Videos. Ich melde mich wieder.“

Dann legte er auf.

Es war genau das eingetreten, was Lilly geahnt und befürchtet hatte. Und abgesehen von der Frage, wer der Fremde ist und ob wir ihn vielleicht so gar persönlich kennen, stellt sich uns die Frage: „Wo war unser Fehler? Wo war der Punkt, wo andere das Risiko eingegangen wären, seinen eigenen Sohn beziehungsweise Bruder sterben zu lassen, wenn es kein Fake gewesen wäre?“

Diese Selbstzweifel als Fragen zu formulieren, hat er mir nicht verboten, als er mir am nächsten Tag auftrug, meine Erlebnisse, Gedanken und Gefühle dieser Nacht hier auf dieser Homepage niederzuschreiben. Nur die Namen durfte ich ändern. Ich weiß nicht genau, was er damit bezweckt, aber heute ist der letzte Tag seiner mir eingeräumten Frist zur Veröffentlichung.

Und jetzt noch ein fortwährendes Gefühl: „Ich habe Angst davor, was er von Lilly und mir alles noch verlangen wird. Es wird nicht oder zumindest nicht nur, so befürchte ich, Geld sein.“


Kommentare

Um einen Kommentar zu schreiben, musst du dich einloggen.

maybe4you schrieb am 26.08.2022 um 11:05 Uhr

Sorry, die E-Mail (Andreas.Bach(at)web.de) ist nicht die Originaladresse des Anrufers. Ich habe nicht bedacht, dass sie vielleicht an einen Unbeteiligten vergeben ist. Bitte nicht kontaktieren. Kathi

Bullifahrer schrieb am 26.08.2022 um 14:54 Uhr

So weit so gut, könnte auch in Wirklichkeit passieren. Geht es noch weiter? Stoff gibt es da sicher noch einiges.