Ich werde beobachtet
Die Sonne der Kanaren brannte auf meine Haut, eine intensive, fast schon fordernde Wärme, die jeden Zentimeter meines nackten Körpers umarmte. Ich lag auf einer der weißen Sonnenliegen auf der FKK-Dachterrasse, das Buch, das ich eigentlich lesen wollte, war auf meiner Brust geöffnet, aber meine Augen lasen schon lange nicht mehr die schwarzen Lettern. Sie schweiften stattdessen über die Terrasse, über die glitzernde Oberfläche des Pools, hin zu den grünen Pflanzen, die an den weißen Wänden rankten, und landeten immer wieder bei ihnen.
Horst und Klara. Sie waren wie aus einem anderen Fleck Erdteil hierher geweht, eine Einheit, die gleichzeitig zwei völlig unterschiedliche Pole anzog. Horst, Mitte zwanzig, wie ich, aber anders. Sein Körper war eine Ansammlung von trainierten Muskeln, die sich unter der glatten, rasierten Haut spannten. Seine Glatze glänzte in der Sonne, und sein ganzer Körper war, soweit ich es sehen konnte, von jeglicher Behaarung befreit. Er stand nackt an der Bar, den Rücken zu mir, und lehnte dort so entspannt, als wäre es sein persönliches Reich. Er trank einen Espresso, und die Art, wie er die Tasse hielt, war selbstbewusst und kontrolliert. Ich konnte die definierten Muskeln seines Rückens sehen, die sich bei jeder kleinen Bewegung veränderten, eine Landkarte aus Kraft und Disziplin.
Und dann war da Klara. Sie war das genaue Gegenteil von Horsts kraftvoller Präsenz, und doch passten sie zusammen wie Yin und Yang. Sie wirkte zierlich, aber man sah die sportliche Linie ihres Körpers, die straffe Taille, die festen kleinen Brüste über der flachen Bauchmuskulatur. Ihr blondes Haar fiel ihr über die Schultern, als sie sich streckte, eine langsame, fast schläfrige Bewegung, die jede Sehne in ihrem Körper zur Schau stellte. Sie war ebenfalls komplett nackt, ihre Haut ebenfalls von der Sonne geküsst und von jeder Behaarung gesäubert. Einzig über ihrer blanken Fotze konnte ich einen dünnen Streifen Schambehaarung ausmachen. Sie lachte leise, als Horst etwas sagte, und der Klang war wie das Rascheln von Palmblättern im Wind.
Ich beobachtete sie, wie ein Naturforscher ein seltenes Tierpaar studiert. Es war etwas an ihrer Art, wie sie den Raum einnahm, eine fast raubtierhafte Anmut, die mich fesselte. Wie sie sich bewegten, wie die Beiden sich nicht einmal anzusehen brauchten, um zu wissen, wo der andere war. Es war eine stille, ungeschriebene Kommunikation, die zwischen ihnen pulsierte. Ich spürte, wie sich etwas in mir regte, ein langsames, tiefes Grollen, das weit unterhalb meines Bauchnabels begann. Es war keine plötzliche Erregung, sondern ein langsames Ansteigen, ein schrittweises Erkennen, dass ich hier nicht nur ein Beobachter war. Ich war Teil dieser Szene, mein nackter Körper auf dieser Liege, ihr Blick, der sich unablässig auf mich richtete.
Ich schloss die Augen für einen Moment, um die Sonne intensiver auf mir spüren zu lassen. Ich hörte das leise Plätschern des Wassers, das ferne Rauschen des Windes, der über die Dächer von Puerto Rico pfiff. Aber in meinem Kopf sah ich nur noch die Beiden. Horsts geschmeidige Hand, die seine Espressotasse umschloss. Klaras schlanker Hals, über den ein Schweißtropfen lief. Ich stellte mir vor, wie es wäre, diese Haut zu berühren, nicht nur mit den Augen, sondern mit den Fingern. Wie sich Horsts Muskeln unter meiner Hand fühlen würden, fest und warm. Wie Klaras Atem auf meiner Haut kitzeln würde.
Mein Schwanz begann, sich zu verändern. Er lag zunächst noch entspannt auf meinem Oberschenkel, aber mit jedem Gedanken an sie, mit jedem mentalen Bild, das ich mir machte, füllte er sich mit Blut. Es war ein langsamer, unumstößlicher Prozess. Ich spürte das Pochen in meinen Eiern, die ebenfalls glatt rasiert waren, eine Empfindlichkeit, die durch die direkte Sonneneinstrahlung noch gesteigert wurde. Ich öffnete wieder die Augen und blickte direkt zu ihnen, konzentrierte mich auf meinen Schwanz, damit er sich halbsteif nicht weiter verhärtete.
Klara hatte sich jetzt aufgesetzt und beobachtete Horst an der Bar. Ihr Blick war nicht nur liebevoll, er hatte etwas Raubtierhaftes. Sie musterte ihn, schätzte ihn ein, und in diesem Moment wusste ich, dass sie mich ebenfalls beobachtet hatte. Sie wusste genau, dass ich sie ansah. Sie wusste, was in mir vorging. Ein kleines, fast unsichtbares Lächeln spielte um ihre Lippen, als sie ihren Kopf leicht drehte und ihre Augen für den Bruchteil einer Sekunde auf mir ruhten. Es war kein Blick der Überraschung, sondern der Bestätigung.
Meine innere Geilheit war jetzt kein Grollen mehr, es war ein offenes Feuer. Nur mit Mühe konnte ich jetzt noch meinen Schwanz unter Kontrolle halten, damit er nicht vollkommen steif von meinem Körper abstand, als harte, pulsierende Säule. Meine freiliegende Eichel spürte die Sonnenwärme einzigartig intensiv. Jeder Muskel in meinem Körper war angespannt, eine Mischung aus Vorfreude und einer seltsamen Nervosität. Ich war der Fremde hier, der Einzelgänger, der nur ein Buch lesen wollte. Aber jetzt war ich gefangen in ihrem Netz, und ich hatte nicht einmal das Gefühl, mich wehren zu wollen.
Ich sah an mir herunter, sah auf meinen erigierten Schwanz, der sich im Sonnenlicht fast schon aggressiv präsentierte. Ich sah zu Horst, der sich jetzt umdrehte und ebenfalls auf die Terrasse blickte. Sein Blick streifte über mich, blieb für einen Moment hängen, und ich sah, wie sich in seinen Augen etwas änderte. Er registrierte meinen Zustand, und es schien ihn nicht zu stören. Im Gegenteil. Es war, als hätte ich einen Test bestanden, den ich gar nicht wusste, dass ich ihn ablegte.
Klara stand langsam auf, eine Bewegung von anmutiger, fast tänzerischer Eleganz. Sie streckte sich noch einmal, und ich sah die perfekte Linie ihres Körpers, die kleinen, festen Brüste, die flache Bauchmuskulatur, das niedliche Fötzchen zwischen ihren Schenkeln. Sie ging auf Horst zu, und ich beobachtete, wie ihre nackten Füße über den warmen Holzboden schlichen. Sie sagte etwas zu ihm, zu leise, als dass ich es hätte verstehen können, aber ich sah Horsts Reaktion. Er nickte langsam, sein Blick wanderte wieder zu mir, und dann zu Klara zurück.
Eilig machte ich mich auf den Weg zum Duschbereich, mein Schwanz brauchte dringend einen helfende Erfrischung, um ihn etwas zu beruhigen. Ich ließ das kühle Naß auf mich nieder prasseln.
Aus den Augenwinkeln entdeckte ich ihn wieder, Horst stand neben mir, benutzte die andere Dusche. Ich blickte an ihm hoch, sah zunächst nur seinen Schwanz, halb steif, mit schönen prallen Eiern. Er wusch mit den Händen über seinen Körper, zunächst seine Brust, den Bauch, um sich dann sorgfältig seinem Schwanz zu widmen, während er mich auffordernd anblickte. Ich tat ihm gleich und umschmeichelte meinen Schwanz mit beiden Händen.
"Na da haben wir die Beiden ja", ich hatte Klara nicht kommen sehen. Plötzlich stand sie da, in ihrem Sommerkleid und beobachtete uns beide, nackt wie wir waren. Sie schmunzelte uns verführerisch zu, und schlug vor, wir sollten uns was anziehen.
Klara trat näher, roch nach Sonnencreme und einer ganz eigenen, süßen Note. Sie beugte sich zu dem Mann hinüber, flüsterte ihm etwas ins Ohr, aber ich konnte die Worte verstehen. „Ich triefe schon“, raunte sie, und ich sah, wie sich ihre Augen verdunkelten. Pure Lust. Sie wollte das. Sie wollte uns. Sie drehte sich zu mir, und für den Bruchteil einer Sekunde sah ich nicht nur die Herrscherin, sondern auch eine Frau, die vor Verlangen brannte. Sie streckte ihre Hand aus.
Ich nahm sie. Ihre Haut war weich und warm, ein starker Kontrast zu meiner eigenen, von der Sonne gebräunten Haut. Sie griff nach der Hand des anderen Mannes ebenfalls und verband uns so. Wir standen da, drei Fremde, verbunden durch den Druck ihrer Finger, durch die Elektrizität, die zwischen uns sprühte. Sie führte uns. Wir folgten. Es gab kein Fragen, kein Zögern mehr. Ich ließ mich von ihr ziehen, weg von der Sicherheit der Dusche, weg vom öffentlichen Raum des Pools.
Wir gingen durch die Glastür, die den FKK-Bereich vom Rest der Welt trennte. Die Luft war hier wärmer, stickiger, erfüllt von den Geräuschen der Stadt, die weit unten lag, aber hier oben schien sie in einer anderen Welt zu existieren. Ich sah ihre Beine unter dem Kleid, wie sie sich bewegten, rhythmisch und anmutig. Ich sah den Mann neben mir, wie er in seinen Shorts ging, sein Schwanz immer noch deutlich sichtbar gegen den Stoff drückte. Wir waren ein seltsames Trio. Ein Paradies aus Lust und Ungewissheit.
Mein Kopf drehte sich vor den Möglichkeiten. Was würde im Apartment passieren? Ich hatte Fantasien, ja, aber das hier war Realität. Klara führte uns den Flur entlang, ihre Schritte waren bestimmt. Sie wusste genau, wohin sie ging. Ich spürte den Puls in meinen Schläfen, das Pochen in meiner Leiste. Ich war bereit. Ich war mehr als bereit. Ich war ein Spielball in ihren Händen, und zum ersten Mal in meinem Leben war mir das völlig recht. Der Mann neben mir warf mir einen Seitenblick zu, ein kurzes Nicken, als würde er sagen: Bist du bereit für das Abenteuer? Ich atmete tief ein, die Hitze der Insel in meinen Lungen, und nickte zurück. Wir waren auf dem Weg dorthin, und es gab kein Zurück mehr.
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