Die Woche bei Bera und Tom

19.08.2026 · 6 Min Lesezeit · BDSM

Jasper war 38 Jahre alt, arbeitslos und mit seinem Leben schon lange nicht mehr zufrieden. Seine Tage verliefen eintönig. Er trank zu viel, rauchte zu viel und verbrachte einen großen Teil seiner Zeit vor dem Computer. Besonders seine Pornosucht hatte seine Vorstellungen von Beziehungen verändert. Immer wieder faszinierte ihn die Fantasie, seine Freundin Kim an einen anderen, stärkeren Mann zu verlieren. Die Vorstellung eines selbstbewussten, dominanten Mannes, der Kim begehrte, erregte ihn mehr, als er sich eingestehen wollte.

Kim war 36, 170 Zentimeter groß und wog etwa 90 Kilogramm. Sie hatte kurze dunkle Haare und eine kurze Stachelfrisur. Mit ihrem Körper fühlte sie sich häufig unwohl. Sie war eher zurückhaltend und hatte wenig Selbstbewusstsein. Insgeheim träumte sie von einem starken Mann, der ihr Halt gab und im Leben wusste, was er wollte.

Jasper behauptete zwar, Kim zu lieben, doch gleichzeitig schaute er ständig anderen Frauen hinterher. Zwischen ihnen gab es nur selten Nähe. Kim spürte immer deutlicher, dass Jasper sie nicht wirklich begehrte.

Ihre Schwester Bera war ganz anders. Mit 42 Jahren entsprach sie weitgehend dem klassischen Schönheitsideal und ließ Kim das gelegentlich spüren. Sie machte sich außerdem gerne über Jasper lustig.

Bera war mit Tom verheiratet. Tom war 45, etwa 190 Zentimeter groß, kräftig und muskulös. Er wirkte selbstbewusst und durchsetzungsstark. Wenn er einen Raum betrat, fiel er sofort auf.

Bera und Tom wohnten rund 750 Kilometer entfernt. Trotzdem luden sie Kim und Jasper für eine ganze Woche zu sich ein.

Jasper war neugierig. Als er erfuhr, dass Tom besonderes Interesse an Kim zeigte, reagierte er anders als erwartet. Er wurde nicht eifersüchtig. Im Gegenteil: Die Vorstellung, dass ausgerechnet ein so beeindruckender Mann Kim begehrenswert fand, faszinierte ihn.

Schon bei der Ankunft wurde seine Fantasie auf eine harte Probe gestellt.

Tom begrüßte Kim ungewöhnlich herzlich. Er hielt sie lange fest und gab ihr zur Begrüßung einen überraschend vertrauten Kuss. Jasper beobachtete die Szene schweigend.

Bera bemerkte seinen Blick, sagte aber nichts.

Später erklärte sie, dass Kim und Jasper getrennte Zimmer bekommen würden.

„Warum?“, fragte Kim.

Bera zuckte mit den Schultern.

„Es ist Toms Haus. Hier gelten seine Regeln.“

Kim war überrascht, widersprach aber nicht.

In den nächsten Tagen wurde immer deutlicher, dass Tom tatsächlich die Richtung vorgab. Er bestimmte, wann aufgestanden wurde, welche Unternehmungen stattfanden und wie der Tagesablauf aussah.

Kim wurde dabei zunehmend in das Leben von Bera und Tom einbezogen.

Jasper dagegen geriet immer mehr an den Rand.

Am ersten Abend saßen alle im Wohnzimmer, als Tom plötzlich sagte:

„Jasper, geh schon auf dein Zimmer. Wir haben mit Kim noch etwas zu besprechen.“

Jasper sah ihn irritiert an.

Tom blieb ruhig.

„Hast du mich nicht verstanden?“

Jasper schwieg und ging.

Einerseits fühlte er sich gedemütigt. Andererseits erkannte er in dieser Situation genau das wieder, was ihn in seinen Fantasien fasziniert hatte.

Bera nahm Kim später beiseite und erklärte ihr, dass sie sich am nächsten Morgen anders kleiden solle. Auch der Tagesablauf wurde verändert. Kim sollte früher aufstehen und sich an die Gewohnheiten des Hauses anpassen.

Kim fühlte sich zunehmend fremd.

Doch gleichzeitig bemerkte sie etwas, das sie selbst überraschte: Sie begann die klare Struktur zu genießen.

Am nächsten Morgen nahm Tom sie mit ins Thermalbad.

Jasper blieb zurück.

Tom wollte, dass Kim einen Bikini trug, obwohl sie sich wegen ihrer Figur unsicher fühlte.

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„Ich fühle mich darin nicht wohl“, sagte Kim.

„Warum?“, fragte Tom.

„Weil ich glaube, dass meine Figur dafür nicht geeignet ist.“

Tom sah sie ernst an.

„Du versteckst dich ständig hinter dem, was andere von dir denken.“

Kim wusste darauf nichts zu antworten.

Im Schwimmbad brachte Tom sie dazu, Dinge auszuprobieren, die sie sich sonst nicht zugetraut hätte. Besonders die große Wasserrutsche machte ihr Angst. Nach ihrem ersten Versuch wollte sie aufgeben.

Tom forderte sie auf, es noch einmal zu versuchen.

Kim rutschte erneut.

Und noch einmal.

Mit jeder Fahrt wurde ihre Angst etwas kleiner.

Später saßen sie in einem ruhigen Bereich des Bades. Tom sprach mit ihr über ihr Leben.

„Warum glaubst du eigentlich, dass du nichts Besseres verdient hast?“

Kim schwieg.

Die Frage traf sie.

Niemand hatte sie so etwas bisher gefragt.

Währenddessen wachte Jasper erst gegen elf Uhr auf.

„Wo ist Kim?“

Bera sah ihn an.

„Mit Tom im Schwimmbad.“

Jasper war überrascht.

„Warum hat sie mir nichts gesagt?“

„Sie hat angenommen, dass du sowieso nicht mitkommen möchtest.“

Dann forderte Bera ihn auf, sich selbst um sein Frühstück zu kümmern und spazieren zu gehen.

Jasper verbrachte den Vormittag allein.

Je länger er darüber nachdachte, desto weniger konnte er seine Gefühle einordnen.

Er hatte sich genau diese Situation gewünscht.

Aber nun, da sie wirklich passierte, fühlte sie sich nicht mehr wie eine Fantasie an.

Sie fühlte sich gefährlich an.

Als Kim und Tom später zurückkamen, war Jasper bereits eingeschlafen.

Kim blieb eine Weile vor seiner Tür stehen.

Sie betrachtete ihn und fragte sich zum ersten Mal ernsthaft, ob sie mit diesem Mann wirklich den Rest ihres Lebens verbringen wollte.

Die nächsten Tage verstärkten diesen Gedanken.

Tom behandelte sie selbstbewusst und direkt. Bera wiederum begann, Kim stärker in ihren Alltag einzubeziehen. Beide gaben ihr das Gefühl, gebraucht zu werden.

Gleichzeitig wurde Jasper immer isolierter.

Er bemerkte, dass Kim sich veränderte.

Sie sprach mehr.

Sie lachte häufiger.

Und sie widersprach ihm plötzlich.

Eines Abends fragte Jasper:

„Was ist eigentlich mit dir los?“

Kim sah ihn lange an.

„Ich weiß es nicht.“

„Liegt es an Tom?“

Kim antwortete zunächst nicht.

Dann sagte sie:

„Vielleicht liegt es an mir.“

Jasper verstand die Antwort nicht.

Kim dagegen begann langsam zu verstehen, dass ihr eigentliches Problem nicht nur Jasper war.

Sie hatte ihr ganzes Leben lang versucht, den Erwartungen anderer gerecht zu werden.

Und jetzt hatte sie zum ersten Mal erlebt, wie es sich anfühlte, wenn jemand sie aus ihrer gewohnten Rolle herausdrängte.

Doch dann kam der Wendepunkt.

Jasper wurde plötzlich schwer krank.

Nach einer Mahlzeit bekam er heftige Beschwerden. Tom brachte ihn ins Krankenhaus. Die Ärzte stellten eine Lebensmittelvergiftung fest.

Kim war erschrocken und verbrachte einige Zeit damit, sich um ihn zu sorgen.

Im Krankenhaus wirkte Jasper erschöpft und klein.

Zum ersten Mal sah Kim nicht den Mann, von dem sie sich befreien wollte.

Sie sah einfach Jasper.

Den Menschen, mit dem sie jahrelang zusammen gewesen war.

Nach seiner Entlassung kehrte Jasper noch einmal zu Bera und Tom zurück.

Er sprach kaum.

Niemand wusste, was in ihm vorging.

Am nächsten Morgen war er verschwunden.

Kim bemerkte zuerst, dass seine Tür offenstand.

Seine Sachen waren teilweise noch da.

Sein Handy lag auf dem Tisch.

Sie versuchte, ihn anzurufen.

Keine Antwort.

Noch einmal.

Nichts.

Sie fragte Bera und Tom, ob sie wussten, wohin er gegangen war.

Sie wussten es nicht.

Die Tage vergingen.

Jasper blieb verschwunden.

Kim wartete zunächst darauf, dass er zurückkam.

Doch irgendwann hörte sie auf zu warten.

Das Seltsame war, dass sie keine wirkliche Erleichterung verspürte.

Stattdessen fühlte sie eine Leere.

Denn obwohl Jasper sie oft enttäuscht hatte, war er der Mensch gewesen, mit dem sie ihr bisheriges Leben geteilt hatte.

Nun war er einfach weg.

Bera und Tom waren plötzlich die einzigen Menschen, die ihr geblieben waren.

Kim begann deshalb immer häufiger darüber nachzudenken, bei ihnen zu bleiben.

Eines Abends saßen die drei gemeinsam am Tisch.

Bera sah Kim an.

„Du kannst natürlich jederzeit nach Hause.“

Kim schwieg.

Dann sagte sie:

„Ich weiß nicht mehr, wo mein Zuhause ist.“

Tom sagte nichts.

Kim blickte aus dem Fenster.

„Vielleicht möchte ich gar nicht zurück.“

Bera hob langsam den Kopf.

„Was willst du dann?“

Kim atmete tief durch.

„Vielleicht möchte ich hierbleiben.“

Tom sah sie ernst an.

Kim wusste, dass diese Entscheidung ihr Leben verändern würde.

Jasper war verschwunden.

Ihre alte Beziehung war vorbei.

Und das Leben, das sie bisher gekannt hatte, existierte nicht mehr.

Vor ihr lag etwas Neues.

Etwas Ungewisses.

Etwas, das ihr gleichzeitig Angst machte und sie anzog.

Kim sah zu Bera und Tom.

„Vielleicht bleibe ich für immer.“

Draußen wurde es dunkel.

Und während Kim weiter aus dem Fenster blickte, wusste sie noch nicht, ob sie gerade ihr Leben neu begann – oder ob sie dabei war, es vollständig aus der Hand zu geben.

ENDE

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Kommentare

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yan1 schrieb am 20.08.2026 um 08:37 Uhr

Fast die gleiche Geschichte wie "Die Dame auf dem Brett", nur etwas anderes Ende. Willst du uns verarschen?

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