Das Mädchen von nebenan Kap5 Auch Lesben vögeln nicht nur


PiaLiebling

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18.02.2026
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Am Samstagabend kam Iris aufgestylt gegen acht Uhr zu mir. Sie hatte ein süßes blaues, sehr kurzes Sommerkleid an, das ihr hervorragend stand und ihre tollen Oberschenkel richtig schön zur Geltung brachte. Sie sah zum Anbeißen aus.

„Martina, los. Wir gehen aus! Ich kenne mich in der Gegend nicht aus und von den Kollegen hatte auch niemand einen guten Tipp für mich. Sag du ,was wir machen können?“

„Ähh, … du hättest mir vielleicht heute Nachmittag Bescheid sagen können, dann wäre ich jetzt fertig. Sieh mich doch an, da muss alles restauriert werden!“

Ich hatte in der Wohnung herumgegammelt und hatte nur BH und Slip an.

“Einen Moment, ich helfe dir, dich einsatzbereit zu machen.“ Sie trat ins Bad und winkte mich zu ihr „Du bemalst dich jetzt und ich suche dir einstweilen was Geiles zum anziehen raus! Ok?“

Das ‚Ok‘ wartete sie nicht ab und rauschte in mein Schlafzimmer. Ich war perplex. Wieso kannte sie sich bei mir aus?? Aber wahrscheinlich haben wir Mädels Klamotten immer an den selben Stellen, überlegte ich, und außerdem viel andere Möglichkeiten gab’s ja in der Wohnung auch nicht.

„So einen riesigen Überblick habe ich leider auch nicht“, rief ich ihr aus dem Bad zu,“ich kenne nur eine Bar,in die wir häufig gegangen sind. Die hat gute Musik und ist so vielleicht 20 Minuten von hier, zu Fuß oder wir nehmen den Bus...“

„Na, das ist doch ein Anfang, da gehen wir halt mal hin. Hauptsache die Musik ist gut. Dann können wir ja weiter sehen.“

„Ich weiß nicht Iris, ob es dir das dort so zusagt.“

„Warum, was ist denn los? Meinst du wegen deiner Verflossenen?“

Ich setzte meinen Lippenstift ab und dreht mich zu ihr.

„Nein, aber da sind halt wenig Jungs, meist Mädels …“

„Eine Schwulenbar?“

„Mädels!“ korrigierte ich. Sie sagte nichts.

Ich sah ihr in die Augen „Stört dich das?“

„Nein, ich hab’s schon vermutet.“ 

Ich war bedrückt.  „Jetzt willst du sicher nicht mehr mit mir ausgehen?“

„Doch, das will ich. Das Thema hatten wir doch abgehakt, oder nicht?“ 

„Danke“ hauchte ich und gab ihr ein flüchtiges Bussi auf die Wange.

„Damit wir uns aber recht verstehen, Martina, wir haben ausgemacht, du lässt die Finger von mir ….  aber wenigstens küssen darfst du mich schon noch ordentlich.“  Ich nahm sie in den Arm „Na, dann komm her!“

Ich hatte das sicherlich ordentlicher erledigt, als sie vielleicht erwartet hatte.


 

Dann machten wir uns auf den Weg in die Samstagnacht.

Iris in ihrem blauen Kleidchen, das gerade mal gut über den Po reichte und schon die richtigen Einblicke gewährte um die Mädels im Club zu faszinieren. „Hast du eigentlich was darunter?“ „Klar, aber hautfarben …“ kicherte sie. Dazu trug sie silberne Open-Toe Heels und glitzernde Nylons. Die blonde Lockenpracht fiel wild auf ihre Schultern „Ich hatte keine Lust, die zu bändigen …“

Für mich hatte sie in meinem Schrank ein Kleidchen gefunden, von dem ich gar nicht mehr wusste, dass ich es habe. Ein ziemlich durchsichtiges Etwas in hautfarben, das mir hinten bis in die Kniekehlen reichte, mit langen Fransen und links und rechts seitliche Schlitze bis zur Hüfte. Im Schritt und am Busen war das Teil zum Glück nicht transparent, was die Wahl der Dessous leichter machte. Das heißt, einen Slip dafür zu finden war gar nicht so einfach. Obwohl der Stoff bis in die Kniekehlen reichte, lag oben doch fast der halbe Po frei! Jedenfalls konnte man sich einen netten Einblick in mein Hinterteil gönnen. Auch der dünnste String hatte irgendwie unschick ausgesehen, da hatte ich so ein Ding eben weggelassen. Kein Problem für mich! Vervollständigt hatte sie mein Outfit mit weißen Pumps, meine kastanienroten Haare musste ich zu einem hohen Pferdeschwanz binden, mit dem ich schön um mich wedeln konnte. „Ich liebe Pferdeschwänze!!“ strahlte sie mich an. „Aha … welche denn genau ..?

Das Ziel des Abends war das Cosima. Die Bar lag einer Seitenstraße und es waren nur wenige Schritte zur U-Bahn und der Bushaltestelle um die Ecke. Beides konnte man vom Eingang her einsehen und weil sich immer ein paar Raucherinnen vor dem Eingang herumtrieben, konnte man sich auch relativ sicher auf dem Heimweg machen.

Wir sind schwungvoll aus dem Bus ausgestiegen und Hand in Hand auf die Bar zugesteuert. Es war kurz vor neun Uhr und vor dem Eingang standen schon zwei süße Geschöpfe beim Rauchen. „Hey“, grüßte ich und beide grüßten freundlich zurück. Wir traten durch den Vorhang hinter der Eingangstüre und standen in dem kuscheligen kleinen Vorraum in weinrot und blau. Eigentlich war das ein Korridor, der zu den richtigen Räumlichkeiten führte. Ich legt meinen Arm um Iris’ Hüfte und dirigierte sie Richtung Tresen. Auf der Tanzfläche im Hintergrund war noch nicht viel Betrieb, es war einfach noch zu früh. Momentan lief noch Techno, was ich nicht so prickelnd fand, aber später würden dann garantiert die gefühlvolleren Scheiben aufgelegt.

Ja, Scheiben! Im Cosima gab es an zwei Wochenende im Monat Vinylparty und Cosi leistete sich eine DJ. Dann war es aber auch richtig überfüllt.

Iris blickte sich um. Am Tresen neben uns stand eine Gruppe junger Frauen gemischten Alters und die Sessel im Raum waren schon sehr gut belegt. Die Beleuchtung war noch auf früher-Abend Niveau, also nicht zu sehr abgedunkelt und alle waren am Quatschen und Ratschen.

Pärchen, die sich im Arm haltend abknutschten, konnte ich nicht entdecken, also alles noch zivil.

„Was denkst du?“ fragte ich Iris.

„Ganz anders als ich es mir vorgestellt habe.“

„Was hast du erwartet? Eine Lasterhöhle in der sich dutzend Lesben zu schwüler Musik halbnackt auf dem Boden wälzen?“ flüsterte ich lachend.

„So ungefähr!“ 

Ich gab ihr einen freundschaftlichen Klaps auf den verlängerten Rücken und flüsterte ihr lächeln ins Ohr „Auch Lesben vögeln nicht nur.“ Ich nahm sie bei der Hand „Komm lass uns einen Platz bei den Sesseln suchen.“ 

Wir fanden einen kleinen Tisch in der Ecke mit drei Knautschsesseln, die wir in Beschlag nahmen. Weit genug von der Tanzfläche entfernt war die Musik ausreichend gedämpft, um sich noch unterhalten zu können und trotzdem intensiv genug, um zu träumen. Das heißt, wenn es erst mal Musik zum Träumen gäbe.

Iris sah sich noch immer ein wenig unsicher um, als auch schon die Kellnerin erschien.

„Hallo Martina, du warst ja schon eine ganze Zeit nicht mehr da. Ich freue mich, dass ist schön. Ich bin die Doris“ wandte sie sich an Iris.

„Iris“ strahlte die.

„Hi Iris. Nice!“ Sie klapperte mit den Wimpern.

„Was kann ich euch beiden Hübschen denn bringen?“ Wir bestellten was zu trinken, Karte gab es keine, Doris hat Iris deshalb mit ein paar Tipps geholfen.

„Du hast ein ganz süßes Kleidchen an, Iris. Gefällt mir. Pass bloß auf, dass ich dir das nicht ausziehe!“ meinte Doris, als sie uns die Drinks brachte. 

„Zum Wohl, ihr Zwei, habt einen schönen Abend!“ zwinkerte sie mir zu.


 

Iris beugte sich zu mir und flüsterte „Die ist ja süß, aber irgendwie … ich weiß nicht!“

„Halb Frau, halb Mann …“ flüsterte ich zurück.

Iris machte große Augen „Eine Trans…“ Ich legte ihr rasch einen Finger auf die Lippen. „Pssst!“

Wir nippten an unseren Getränken und begutachten die anderen Besucherinnen. Da stand doch wahrhaftig ein Mann am Tresen. Er war etwa 30 Jahre alt und unterhielt sich mit einer der Frauen. Iris fiel das auch auf.

„Sind hier Männer auch erlaubt?“ Ich schmunzelte.

„Erlaubt ist ein netter Ausdruck!  Hier hat keiner was gegen Männer, das darfst du nicht denken. Wenn sie sich ordentlich benehmen und nicht nur zum Gaffen da sind, ist das doch voll ok.“

Sie nickte nachdenklich.

„Schau, Iris, wenn du als weibliches Pärchen in eine normale Bar gehst, kann es dir passieren, dass du voll angemacht wirst. Das passiert dir umgekehrt hier nicht, normalerweise jedenfalls. Ich glaube, wir sind vielleicht etwas liberaler als unsere testosteron-gesteuerten Mitbewohner dieses Planeten.“

„Komm, wir tanzen mal!“

Wir platzierten unsere Handtäschchen auf den Stühlen, als Besetztzeichen.

„Keine Angst, hier kommt nichts weg. Cosi hat da ein scharfes Auge.“ 

Die Musik war schmissig, aber leider noch nicht das, zu dem man sich >notgedrungen< in den Arm nehmen musste. ‚Kommt noch‘, wusste ich.

Als wir dann am Platz zurück waren, beugte Iris sich zu mir „Schau da drüber sind eben zwei aufgestanden und mit ihren Sachen verschwunden. Ich glaube die Nische ist frei. Wollen wir?“ Wir wollten. Ich nahm unsere Sachen und Iris die Drinks und wir zogen in der Nische ein.

Doris schwirrt her und räumte die gebrauchten Gläser weg. „Ist doch viel kuscheliger, gell.“ Da konnte man auch trotz der Musik noch prima reden. Ich legte meinen Arm um Iris und sie rückte ein wenig näher.

„Sag mal Martina darf ich dich was fragen!“  „Frag!“

„Seit wann weißt du, dass du auf Frauen stehst?“

„Seit ich 15 bin, ungefähr.“ Ich machte eine Pause.

„Willst du mir davon erzählen?

Normalerweise erzähle ich da nicht viel, wozu auch? Ich frage ja auch nicht jeden ‚wie alt warst du als du das erste Mal ein Mädchen flachgelegt hast‘. Aber ich hatte das Gefühl, dass ich Iris gegenüber offener sein sollte.

„In der Schule war ich immer eine Außenseiterin, ich hatte kaum Freunde oder Freundinnen. Warum weiß ich nicht. Dann kam ein neues Mädchen in meine Klasse, die Familie war von auswärts zugezogen.  Die Neue wurde zu mir an den Tisch gesetzt, weil ich die Einzige war die alleine saß. Evi und ich, wir freundeten uns an und wurden richtig dicke Freunde, Freundinnen. Nichts sexuelles, wir waren 13 damals, einfach nur beste Freundinnen. Wir haben alles zusammen gemacht und waren unzertrennlich.  Das ging tatsächlich zwei Jahre so, dann ist sie wieder weggezogen. Ihr Vater war bei einer Behörde oder so und ist versetzt worden. Für mich ist eine Welt zusammen  gebrochen, nein, die Welt, die ganze Welt. Ich hab tagelang geheult und war wochenlang mies drauf und traurig.“

Ich verstummte und sah den Tanzenden zu.

„Ich hatte nie mehr eine beste Freundin wie sie.“ Ich nahm eine kräftigen Schluck von meinem Drink.

„Aber alles geht vorbei und ich habe mich Hals über Kopf in einen Jungen aus der Schule verliebt. 15 war ich damals. Aber er war weniger verliebt als geil, er wollte halt nur ficken. Du kannst dir vorstellen, mit 15, zwei absolut Beginners. Es war ein Fiasko!“ Ich musste lachen.

„Er hat mir vorgeworfen, dass ich sogar zu blöd zum Ficken bin und hat schnellsten das Weite gesucht. Ich stand wieder da, wieder mit gebrochenen Herzen. Liebeskummer! Mir dämmerte, dass es dasselbe Gefühl war, das ich hatte, als mich damals Evi verlassen hat. Ich erinnerte mich an die Harmonie, die zwischen Evi und mir gewesen ist und wie gegensätzlich meine Fickfreundschaft mit dem Typen war. Da habe ich beschlossen, es wieder mit einem Mädchen zu probieren. Ich habe mir wieder eine Freundin gesucht und wir sind dann auch gleich ins Bett. Aber eine beste Freundin, wie Evi hatte nie mehr.“ 

„Gehst du auch mit Männern ins Bett?“ fragte Iris.

„Manchmal, ja, wenn einer ganz nett ist ...“ lächelte ich versonnen.

Eine Zeitlang saßen wir aneinander gelehnt auf der Bank und hörten der Musik zu. Ich hatte meinen Arm um Ihre Schulter gelegt und sie schmiegte sich an meine Brust.

Dann sagte sie unvermittelt „Darf ich versuchen, deine beste Freundin zu sein? Auch ohne Sex?“Ich nickte und quetschte eine kleine Träne aus dem Augenwinkel.

„Gern. Ich wäre glücklich“

Ich gab ihr einen Kuss, den sie ausführlich erwiderte. Küssen konnte sie ja. 

„Ohne Sex, dachte ich …. ?“ 

„Geh, ich hab dir doch schon gesagt, ein Kuss ist kein Sex.“

Meine Erfahrung wusste das anders …..

Die Musik hat dann langsam zu richtig schöner Kuschelmusik und Lovesongs gewechselt, richtig passend. Wir tanzten einige Male, eng umschlungen, wie es Mädels halt tun und lehnten ansonsten in unsere Nische, träumten und ratschten. Meisten haben wir die Anderen analysiert, Bauch, Busen, Po, Klamotten und was man so halt alles kritisieren kann.

Wir waren einfach gut drauf an dem Abend.


Kommentare

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yan1 schrieb am 19.02.2026 um 08:35 Uhr

Die Story bleibt zäh. Zwar schön geschrieben, aber es passiert fast nichts. Könnte auch aus einem Jugendbuch sein...😁