Episode 2 Nathalies Entblößung


Schambereich

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19.01.2004
Insel der Scham

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Nathalie bewegt sich mühevoll auf mich zu. Es scheint, als kämpfe sie sich durch die unsichtbare Blicke, die sie wie seidene Fäden aus allen Richtungen fesseln. Nichts funktioniert in diesem Moment automatisch. Immer wenn sie ein Bein vor das andere setzt und versucht aufrecht zu gehen, möglichst natürlich und unbeeindruckt zu wirken, sieht man ihr die Scham unverkennbar an.

Man merkt, dass ihr immer bewußt ist, wie sich ihre Brüste bei jedem Atemzug nur ein kleines bisschen, aber für alle doch so unverkennbar, wie auf einer riesigen Leinwand ein Stück emporstrecken und schließlich langsam wieder zu sinken, wie der dunkle Haarstreifen im Schritt seine Form verändert, wenn sie ein Bein vor das andere stellt. Wieder und wieder.

Ihr Körper scheint immer konturenreicher, je näher sie mir kommt. Der Platz neben mir scheint ihr Ziel zu sein. Sie muss sich setzen, die Reling, auf der wir fast die ganze Fahrt über gestanden hatten, ist zu einer Bühne geworden. Der Sitz neben mir bietet ein Minimum an Schutz. Bin ich der Preis dafür? Ich bilde mir ein, dass sie meine Nähe sucht. Dass sie mir ihre Nacktheit gönnt.

Endich sitzt sie neben mir. Ich wage keinen Blick, auch die anderen widmen sich verstohlen anderen Dingen. Alle Frauen auf Deck haben sich inzwischen entkleidet. Jedesmal ein kostbarer Anblick. Doch Nathalie hat die Zeit für uns alle angehalten. Bei ihr war alles anders.

Es war nicht nur ihr wunderschöner Körper, der alle faszinierte. Viele Frauen auf dem Boot scheinen mir außerordentlich attraktiv. Wie die Rothaarige rechts, zwei Plätze neben mir. Ihre Figur ist runder, weiblich, ich schätze sie auf Mitte 30, ihre runden, großen Brüste sind ein eigentlich Blickfang, ihr Gang selbstbewußt und bar jeder Scham. Und trotzdem nahm kaum jemand Anteil, als sie ihren kurzen Rock ausgezogen hatte. Man spürt, dass sie nicht das erste Mal zur Insel fährt. Sie scheint auf diesen Moment gewartet zu haben.

Nathalie und ich schweigen. Wir wissen beide nicht, was wir sagen sollen. Sie blickt ein wenig verlegen zum Boden und durchbricht irgendwann die Stille:

"Dauert es eigentlich noch lange, Milan?"

Ich schaue auf die Uhr und hoffe insgeheim, dass es noch Stunden sind.

"Keine Sorge, wir sind in einigen Minuten da. Es ist kalt, oder?"

Ich erschrecke über meine eigenen Worte. Sie hat all ihren Mut zusammen genommen, um unser Schweigen zu brechen, und ich spreche sie postwendend mit dem zweiten Satz auf ihre Nacktheit an. Sie zögert einen Moment und antwortet dann mit leiser, fast flüsternder Stimme.

"Ja, ehrlich gesagt schon. Der Fahrtwind..."

Ich drehe mich zu ihr und nehme alle Konzentration zusammen, um ihr nur in die Augen zu schauen. Erfolglos. Ich bin nicht mehr Herr meiner Sinne. Für den Bruchteil einer Sekunde wandert mein Blick ihren Hals hinab, über ihre Brüste, ihren Bauch... Und erst jetzt merke ich, wie nah ich ihr bin. Zum Greifen nah. Noch nie schien mir eine Redewendung so passend. Ihre steifen Brustspitzen, ihr gekräuseltes Schamhaar, das alles beinahe mikroskopisch sichtbar. Zu hoffen, dass sie den Blick vielleicht nicht bemerkt hat, ist schlichtweg absurd.

Wir schauen uns einen Moment an und sagen nichts. Einige gehen zum Bug des Schiffes, um die schärfer werdenden Konturen der Insel der Scham zu beobachten.

"Wie gesagt, Nathalie, wir sind gleich da... Und die Sonne wird Dich wärmen."

Diesmal kann ich mir ein Lächeln nicht verkneifen.

Part 1


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