Transsib (6-7)


Cove

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05.06.2006
BDSM

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Es geht weiter in Veronikas Tagebuch:

(6) Ich verspüre schon seit einiger Zeit das Bedürfnis, die Toilette aufzusuchen. Durch die Haue auf meinen Po hat sich dieses noch verstärkt und nun eine gewisse Dringlichkeit erreicht. So bitte ich um solches. Der Leutnant meint, das Hauptprogramm beginne ohnehin erst um 20.00 Uhr, und mit einem undicht gewordenen Showstar sei eh nicht viel anzufangen. Meinem Wunsch könne daher ohne weiteres stattgegeben werden. Die Korporalin schlägt vor, unnötige Umtriebe zu vermeiden und mich so wie ich jetzt sei in die Zelle zu führen, wo ohnehin ein Pisspott stehe. Damit werde den drei Gaunern zudem eine kleine Freude bereitet, was zu ihrer Beruhigung beitragen dürfte.

Der Leutnant antwortet, eben diese kleine Freude wolle er diesen drei Verbrechern nicht machen. Und es sei normal und ich könnte nichts dafür, dass ich pissen müsse. Hierzu gäbe es geeignetere Orte. Der junge Milizionär holt nun die Tüte mit meinen Kleidern aus der Truhe und ich darf mein T-Shirt und mein Höschen herausnehmen sowie diese anziehen. Die Korporalin führt mich in den Nachbarwagen. Natürlich war die Toilette besetzt und wir mussten warten. Verschiedene Reisende musterten mich neugierig. Auch wenn ich mich bemühe, mein T-Shirt möglichst weit nach unten zu ziehen zum Preis, dass sich meine Brüste deutlich im Stoff abzeichnen -, kann ich mein Höschen nicht gänzlich verdecken. Ein Passagier fragt die Korporalin, ob ich die Abendattraktion sei, was diese bestätigt und mit verschwörerischer Stimme versichert, es lohne sich heute wirklich. Die Westeuropäerin sei in jeglicher Hinsicht einsame Klasse. Endlich öffnet sich die Tür zur Toilette. Ich schlüpfe hinein und will die Tür hinter mir schließen, was der Fuß der Korporalin, den sie in die Türöffnung streckt, verhindert. Die Tür bleibe aus Sicherheitsgründen halb offen. In der Toilette findet sich keine Kloschüssel, nur ein Plumpsklo. Rasch gehe ich hinter der mich nur teilweise abdeckenden Tür in die Hocke und ziehe das Höschen runter. Die Reisenden vor der Tür können zwar nur meine Füße erblicken, bekommen aber auch so meinen Kampf mit dem Gleichgewicht mit. Ich muss mir einige boshafte Sprüche über die Unbedarftheit einer Westlerin anhören. Rasch ziehe ich mein Höschen wieder rauf und wasche mir die Hände. (Überraschenderweise funktioniert die Wasserzufuhr zum kleinen Waschbecken.) Die Korporalin führt mich zurück in den Gepäckwagen.

Dort nimmt sie ein Vorhängeschloss, hängt mir dies ans Höschen und verbindet es mit einer zweieinhalb Meter langen dünnen Kette mit einem Ring an der Rückwand des Laderaums (gleich neben der Tür zum Gefangenenabteil). Sie erklärt mir, in wenigen Minuten werde der Zug einen Zwischenhalt auf einem Bahnhof einlegen, wo möglicherweise Güter ein- und ausgeladen würden. Ich solle hier warten, bis sie und die anderen Milizionäre wieder kämen. Mit leicht höhnischem Unterton weist sie mich darauf hin, dass es mir selbstverständlich frei stehe, den Gepäckwagen zu verlassen. Dazu müsste ich bloß mein Höschen abstreifen, denn dieses bleibe hier. Dann verlässt sie den Wagen und ich bleibe allein zurück. Ich setze mich auf eine Kiste im hinteren Teil des Laderaums. Erstmals seit ist den Gepäckwagen aufgesucht habe bin ich allein. Ich habe im Moment weder die Kraft noch die Lust, über meine ungewohnte Situation nachzudenken.

(7) Der Zug hält und eine Seitentür öffnet sich. Zwei Arbeiter laden eine Kiste aus und zwei Kisten ein. Sie betrachten mich neugierig, behelligen mich aber nicht. Am Schluss fragt mich dann doch einer auf Russisch, woher ich stamme. Aus Deutschland. Dann druckst der Fragende herum und fragt schließlich, ob er einmal meine Brüste sehen dürfe. Ich bin völlig perplex, fasse mich aber rasch, ziehe für ungefähr zwanzig Sekunden das T-Shirt herauf und wende mich den beiden zu. Sie sind ja nicht die ersten Männer, die heute meine bare Oberweite zu Gesicht bekommen, aber die ersten und vermutlich auch einzigen, die lieb darum bitten. Die Arbeiter bedanken sich scheu, verlassen den Wagen und schließen die Seitentür. Ich bin wieder allein.

Die Korporalin taucht auf, setzt sich neben mich und beginnt an einem belegten Brot zu knappern. Dann bricht sie dieses in der Mitte entzwei und streckt mir eine Hälfte zu. Ich bedanke mich, denn ich habe tatsächlich leicht Hunger. Die Korporalin erzählt mir, sich sei dem Leutnant bereits auf dem Bahnsteig in Moskau aufgefallen und sei dann im Zug beobachtet worden. Sie hätten an meiner Offenheit und dem losen Mundwerk Freude gehabt. So seien sie, der Leutnant, die Korporalin und die Zugchefin zum Schluss gekommen, mit mir könne man es probieren. Der junge Soldat sei weniger erfreut gewesen, als sie ihn zum Mitmachen gedrängt hätten. Es sei dessen erster Einsatz auf einem Passagierzug. Dies sei so eine Art Willkommensgeschenk; auch tue dies ihm gut. Ich könne natürlich nach wie vor die Sache abbrechen, doch denke sie, dies wäre nun doch schade. Ich solle stark und insbesondere offen bleiben. Sie, die Korporalin, wisse aus eigenem Erleben, wo die Grenzen lägen. Sie sei nämlich vor rund einem Jahr, auf einer der ersten Fahrten nach ihrer Beförderung, ebenfalls an einem Abend nackt in einem solchen Gepäckwagen gestanden. Manche Bürger machten leider unangenehme Erfahrungen mit durch Uniformen und Dienstgraden geschützten Milizionären und Polizisten. Ich könne mir also vorstellen, welch Lust verschaffenden Eindruck eine diesem Schutz vollkommen entledigte, splitternackte Milizionärin in Unteroffiziersrang auf gewisse Zivilisten, aber auch auf Milizionäre in tieferem Rang ausübe. Dann verstummt die und verlässt den Wagen.

Gegen 20.00 Uhr treten nach und nach ein Dutzend Reisende, worunter auch vier Frauen, in den Gepäckwagen, stellen sich entlang den beiden Seitenwänden auf und mustern mich neugierig. Ich bin noch immer lediglich mit dem T-Shirt und den Höschen, welches an der dünnen Kette hängt, bekleidet und ahne, dass ich dies wohl nicht mehr lange sein werde und dass ich in Gegenwart dieser mir fremden Menschen einen ganz besonderen Abend verbringen werde. Was auf mich zukommen wird, kann ich kaum erahnen. Aber der Gedanke daran ist reizvoll. Also gebe ich jetzt nicht auf, lasse mich auf das weitere Programm ein.

(Fortsetzung folgt)


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