Freundinnen Kapitel 19


protec

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10702
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10.03.2006
BDSM

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Kathrin hörte Anja spanisch sprechen, dann eine Männerstimme, die ebenfalls auf spanisch etwas in den Raum rief. Aus dem Augenwinkel nahm sie eine Bewegung war. Aus der Tür zu einem Hinterzimmer, das durch einen Vorhang vom Geschäftsraum abgeteilt wurde, trat ein Halbwüchsiger von hinten auf sie zu und antwortete dabei anscheinend auf die eben gehörten Worte. Kathrins und sein Blick trafen sich für einen Moment im großen Spiegel, in dem Kathrin sich selbst vom Kopf bis etwa zur Taille sehen konnte. Gleichzeitig war es ihr, als sehe sie nicht wirklich sich selbst: verbunden mit einem Gefühl von Unwirklichkeit kam es ihr vor, als betrachtete sie einen Film, in dem gerade eine hübsche junge Frau mit langen dunklen Zöpfen, die ihr überraschend ähnlich sah, in einem Frisierstuhl vor einem großen Spiegel saß. Sie konnte es nicht selbst sein, denn was die Situation nahe zu legen schien, kam für sie nicht in Frage... oder doch? In diesem Film war gerade der Lehrling des Friseurs, ein etwas schüchtern wirkender Junge mit dunklem Haar und schönen dunklen Augen von ungefähr 16 Jahren an sie herangetreten. Sie bemerkte, dass er seinen Blick über ihr Bild im Spiegel gleiten ließ und auf einmal deutlich zu erröten schien. Unwillkürlich zuckte sie kurz zurück, als der Junge gleich darauf etwas ungeschickt nach einem ihrer Zöpfe griff. Er murmelte etwas entschuldigend klingendes und lächelte sie auf dem Umweg über den Spiegel unsicher an. Einen direkten Augenkontakt konnte er dabei anscheinend nicht länger als ein paar Sekundenbruchteile aufrechterhalten. Es schien fast, als wäre es ihm peinlich, sie zu berühren, weil die Enden beider Zöpfe direkt unterhalb ihrer Brustwarzen lagen, die zu ihrer Überraschung steif genug waren, um sich selbst durch die doppelte Stofflage von T-Shirt und Frisierumhang deutlich abzuzeichnen. Als würde sie es aus großer Distanz beobachten, ließ sie ihn gewähren, als er schließlich, wenn auch mit hochroten Ohren, neuen Mut fasste und dann die Haargummis erst aus dem einen, dann aus dem anderen Zopf löste. Im Spiegel sah sie Anja mit dem Friseur. Sie hörte Anja leise lachend auf eine fragende Bemerkung des Mannes antworten. Gebannt verfolgte Kathrin nun das weitere Geschehen, das völlig unabhängig von ihr abzulaufen schien. Sie spürte die sanften Berührungen, als der Junge die in der warmen Sonne bereits wieder getrockneten Strähnen auseinander flocht. Da Anja ihr Haar am Morgen in feuchtem Zustand geflochten hatte, war es jetzt noch lockiger als es ohnehin schon war. Der Junge nahm eine Bürste und kurz darauf hatte er alle eventuell noch vom Waschen und Abtrocknen übriggebliebenen Verknotungen sanft herausgebürstet und Kathrins dunkel schimmernde Lockenmähne ergoss sich in voller Pracht und üppigen Wellen über ihre Schultern, die Rückenlehne des Stuhls und ihre vollen Brüste. Kathrin sah das Mädchen im Spiegel immer noch fasziniert an, als wäre es nicht sie selbst, sondern eine schöne Unbekannte - viele Männer würden das, was sie dort sah, als Inbild ihrer Traumfrau bezeichnen; das wußte sie, ohne dabei ein unangemessenes Gefühl der Eitelkeit zu empfinden. Die makellose Figur, das gut geschnittene, hübsche Gesicht, das üppige, über viele Jahre gut gepflegte lange Haar. Sie merkte, wie sich ein Kloß in ihrer Kehle zu bilden schien, als sie im Spiegel den Friseur mit einer Handbewegung den Lehrling zur Seite weisen und rechts neben ihr stehenbleiben sah. Sie sah die glänzende Schere in seiner Rechten, hörte wie er sie leise ansprach. Aber sie war starr und hatte das Gefühl, sich keinen Millimeter von der Stelle rühren zu können. »Warum tust Du nichts? Willst du das wirklich zulassen? Es ist noch nicht zu spät...« Benommen hörte sie die Fragen in ihrem Kopf herum rasen, ohne dass sie zu einer Antwort fähig gewesen wäre. Der Friseur hatte wiederum im Spiegel ihren Blick gesucht, aber sie war ihm ausgewichen. So wandte er sich noch einmal zu Anja um und Kathrin sah ihre Freundin mit dem Kopf nicken. Sie hörte den Mann leise seufzen, als er mit der Linken eine breite Strähne ihrer Haare, die sich auf ihre rechte Brust herunter ringelten ergriff und straffte. Mit der Rechten führte er die Schere in Höhe ihres Ohrläppchens an den dunkelglänzenden Strang und schien aufs neue zu zögern. »Si, por favor«, hörte sie Anjas Stimme und gleich darauf das knirschende Geräusch, als die scharfe Schere durch die dicke Strähne schnitt. Obwohl ihr Herz nun wie rasend klopfte, fühlte Kathrin, wie sich nach diesem ersten Schnitt auf einmal eine merkwürdig beruhigende Gewissheit in ihr ausbreitete: die Gewissheit, dass sie sich nicht wehren würde, dass Anjas Wunsch wichtiger war, als das, was sie vielleicht selbst wollte, wenn sie allein entscheiden dürfte. Jetzt, wo es keine bloße Idee mehr war, die sie innerlich erschauern ließ und die sie in den letzten beiden Tagen immer wieder als Unsinn verworfen hatte, sondern Wirklichkeit, gab sie ihren Widerstand auf und ließ einfach geschehen, was geschehen mußte. Wie hypnotisiert sah sie im Spiegel, wie der Friseur nun auch seine anfänglichen Hemmungen verloren zu haben schien und mit schnellen und sicheren Handgriffen das einmal Begonnene fortsetzte. Wieder und wieder griff er in ihr Haar und immer aufs neue hörte Kathrin das Knirschen mit dem ihr eine fingerdicke dunkle Strähne nach der anderen auf mittlerer Ohrhöhe stumpf abgeschnitten wurde. Einige der abgeschnittenen, um die fünfzig Zentimeter langen Locken waren inzwischen über ihre Brüste herabgerutscht und lagen nun wie reglose, dunkle Schlangen auf ihrem hellen T-Shirt, andere waren bis auf die nackte Haut ihrer sonnengebräunten Schenkel hinabgerutscht. Merkwürdigerweise war es ein seltsames Gefühl von... ja, Befreiung, das sie ihrem Herzklopfen zum Trotze durchströmte. Nach den vorangegangenen Tagen des Zweifels und der instinktiven Abwehr der bloßen Möglichkeit, was passieren sollte, war dies hier nun tatsächlich und unwiderruflich das Ende für ihr prächtiges langes Haar. Für so lange Zeit hatte es zu ihr gehört, aber jetzt - weil Anja es eben so beschlossen hatte - wurde es abgeschnitten und ihre Haare würden in Zukunft so lang - oder besser: so kurz - sein, wie es Anja gefiel. So wie der Friseur begonnen hatte, war es Kathrin schon jetzt längst klar, dass es eine radikale Veränderung für sie sein würde - Anja machte keine halben Sachen - das wußte sie inzwischen. Kathrins kurze Frisur zum Zeitpunkt ihres Kennenlernens vor vielen Jahren würde noch das am wenigsten spektakuläre Vorbild für ihren neuen "look" sein - wahrscheinlicher war es jedoch, wie Kathrin sich mit im Halse klopfendem Herzen eingestand, dass Anja für sie den kürzesten Haarschnitt vorgesehen hatte, den sie je getragen hatte. »Aber warum? Warum tut sie das mit mir?« hörte sie ihre innere Stimme immer wieder fragen. »Und warum... warum kann, nein, will ich mich nicht wirklich wehren? Darf es wirklich sein, dass ich dieses verrückte Gefühl dabei habe... dass ich... irgendwie... stolz... bin, dass ich ihr diesen Wunsch nicht abschlage?« Nicht genug, dass sie im Spiegel mit ansehen mußte, wie die Pracht ihrer glänzenden Locken Strähne für Strähne nach und nach der blitzenden Schere zum Opfer fiel: Kathrin spürte deutlich, wie allmählich das vertraute Gefühl ihres Haares nachließ. Das war ihr trotz der Üppigkeit ihrer langen und dicken Locken nie störend, aber doch immer gegenwärtig gewesen - jetzt, wo es es fast verschwunden war, wurde es ihr auf einmal wieder bewußt. Ohne dass sie es verhindern konnte, waren ihre Augen feucht geworden. Das Gefühl des Verlustes, nein - der Veränderung, war einfach so stark; sie wusste, sie würde nicht mehr dieselbe sein - und das nicht nur äußerlich. Dennoch - irgendwo tief in ihr spürte sie tatsächlich so etwas wie... ja, es war eine seltsame Mischung aus Demut und Stolz, dass sie sich dieser Probe stellte und nicht davonlief. Und noch etwas: Sie spürte, wie das glatte Kunstleder des Frisiersessels an ihren nackten Schenkeln und Pobacken klebte, sie spürte die intensive feuchte Wärme ihres Schoßes. Mit einem leichten Erschrecken wurde ihr auf einmal bewußt, dass sie das tatsächliche Abschneiden ihres Haares bei aller Ohnmacht, die sie dabei fühlte, auf ungleich stärkere Weise erregte, als das vorgestern nach Anjas Ankündigung der Fall gewesen war. Konnte es denn tatsächlich sein, dass nicht nur das Phantasieren darüber, sondern die wirkliche eigene Hilflosigkeit ihr dieses Gefühl tiefster Erregung bereitete, das sie - tief in sich - auskosten wollte bis zu jener unbestimmten Grenze, die jemand anderes als sie selbst ihr setzte? Als Anja ihr zum ersten Mal die Schamhaare rasiert hatte, hatte sie sich der für sie ebenfalls neuen Erregung in aufgeregter Neugierde auf das Ergebnis hingegeben - jetzt jedoch mischte sich eine dumpfe, süße Furcht in ihre Erregung. Schließlich würde diese Veränderung von Anfang an jedem sichtbar sein. Aber wie weit würde Anja wirklich gehen? Welche Frisur wollte Anja an ihr sehen? Gemessen an ihren bisherigen üppigen Locken, die jetzt schon zum größten Teil abgeschnitten um sie herum auf dem Boden lagen, wäre ein kinnlanger Bob schon ein drastischer Wechsel gewesen, aber dafür war es ohnehin schon zu spät.... Inzwischen hatte sich der Friseur um sie herum zur linken Seite ihres Kopfes vorgearbeitet - Kathrins Haar war jetzt insgesamt schon fast kürzer als das des Lehrlings, der sie eben für diese Prozedur vorbereitet hatte. Nur ein paar letzte dicke Strähnen hingen noch in der ursprünglichen Länge von ihrem Scheitel herab und endeten erst eine Handbreite unterhalb ihrer linken Brustwarze. Dieses Bild, wie sie - mit den bereits auf Ohrhöhe gestutzten Locken auf der einen Seite ihres hübschen Gesichts - die letzten Reste ihres prächtigen langes Haares der Freundin opferte, sollte sich am tiefsten in ihre Erinnerung eingraben. Nur einen kurzen Moment später glitt auch die letzte dieser langen Strähnen abgeschnitten über Kathrins Shirt zu Boden. Anja trat kurz zu dem Friseur, der inzwischen zu einer anderen Schere gegriffen hatte, und wechselte ein paar für Kathrin unverständliche Worte mit ihm, bevor er mit seiner Arbeit fortfuhr. Als Anja wieder zurücktrat, konnte sie ein breites Lächeln nur schwer unterdrücken. Sie hatte den nervösen Blick des Friseurs bemerkt, als sie zu ihm hinter den Stuhl getreten war, ohne den Grund dafür aber zunächst zu ahnen. Als sie aber aus seinem Blickwinkel auf Kathrins Spiegelbild schaute, war ihr klar, warum er einen kurzen Moment diesen »ertappten« Ausdruck nicht hatte überspielen können. Tatsächlich hatte Kathrin die verlangte Sitzposition brav beibehalten und ihre Schenkel waren immer noch hinreichend geöffnet. Wie verlangt saß sie mit ihrem nackten Po direkt auf dem Kunstledersitz des Frisiersessels und ihr kurzes Kleid, das durch die entsprechenden Bewegungen war ja eben beim Hinsetzen höher hinaufgerutscht, als ihr bewußt war - zumal sie es selbst an sich nicht sehen konnte. Der Waschtisch vor dem Spiegel verwehrte ihr aus ihrer niedrigeren Sitzposition den Blick auf ihren Schoß. Eine Einschränkung, die für jemanden, der hinter ihr stand allerdings nicht zutraf. Während der Friseur mit diesem ganz merkwürdigen Gefühl in seinem Schoß Kathrin systematisch diese schönen langen Haare abgeschnitten hatte und sich nun daran machte, dass es genau die kurze Frisur wurde, die ihre Freundin vor ein paar Tagen für sie ausgesucht hatte, hatte er es ständig vor Augen gehabt: diese junge hübsche Frau trug nicht nur kein Höschen, sondern hatte auch an anderer Stelle schon gründlich Haare gelassen, wie der ungehinderte Blick auf ihre feucht glänzende, makellos rasierte Scham zeigte. Der ein Stück weit hinauf zu sehende Venushügel und die zwischen diese alles zu versprechen scheinenden Schenkel führenden Schamlippen war offensichtlich sorgfältig enthaart. Ja, diese hübsche Deutsche, die unter seinen Händen eine so deutliche Veränderung ihres Äußeren über sich ergehen lassen mußte, hatte ihr Schamhaar restlos entfernt. Oder ob da auch ihre Freundin...? So etwas sollte es ja geben - und dass nun auch ihr prächtiges langes Haar zugunsten einer - wie er ja wußte- kurzen und wenn man so wollte "jungenhaften" Frisur seiner Schere zum Opfer fiel, passte ja auch dazu... Dennoch war sie eindeutig eine Frau mit allem, was dazu gehörte, wie ein Blick in den Spiegel jederzeit verriet: ihre leicht gespreizten Schenkel ließen zwischen ihren haarlosen Schamlippen sowohl ihren vor Erregung geschwollenen Kitzler als auch ihre inneren Lippen deutlich erkennen. Oh, wie über alle Maßen lustbringend mußte es sein, seinen seit Beginn dieses außergewöhnlichen Haarschnitts steifen Schwanz zwischen diesen feuchtglänzenden zarten Lippen in ihre so anschaulich feuchte Möse gleiten zu lassen. Dass die junge Frau aber trotz dieser vollständigen Entblößung anscheinend selbst nicht wußte, welche Einblicke sie zuließ, während sie sich mit offensichtlich sehr gemischten Gefühlen dieser Behandlung unterwarf, verlieh der Sache einen Beigeschmack von leidender Unschuld, der die Wirkung dieses Anblicks nicht unbeträchtlich steigerte. Zu recht war Anja war überzeugt davon, dass der Mann froh war, den Kittel zu tragen, der verräterische Zeichen von Erregung zuverlässig verbarg... Inzwischen konnte Kathrin es nicht länger zurückhalten. Im Tumult ihrer Gefühle zwischen tiefster Erregung und atemabschnürender Panik ließ sie endlich zu, dass die ersten Tränen ihre Wangen hinabliefen. Der Moment, in dem sie noch etwas hätte ändern können, war schließlich lange vorbei: ihre langen Locken, auf die sie jahrelang so stolz gewesen war, lagen nun abgeschnitten auf dem Boden. Ab und zu leise schluchzend ließ sie es nun widerstandslos über sich ergehen, wie der Friseur ihr die verbliebenen Haare ohne weiteres Zögern mit Kamm und Schere zügig weiter kürzte. Gab es zunächst noch die dicken Strähnen, die von ihrem Scheitel bis über ihre Ohren reichten, wo sie zu Beginn ohne besondere Sorgfalt einfach abgeschnitten worden waren, so war wenig später nirgendwo mehr ein Haar länger als drei Zentimeter. Die Schere klapperte jedoch weiter und ein feiner Regen ihrer dunklen Haare, die eben noch ihre Ohren bedeckt hatten, regnete auf das kurze Cape. Mit den vollständig freigeschnittenen Ohren wirkte Kathrins Frisur schon jetzt jungenhafter als je zuvor in ihrem Leben - zumal der Friseur die Stirnhaare zum Teil geringfügig länger gelassen hatte, um sie in Andeutung eines Scheitels zur Seite frisieren zu können. »So also möchte Anja mich haben?«, dachte Kathrin und spürte wieder die Erregung zwischen ihren Schenkeln, als sie diesen Anblick mit der Erinnerung an ihre so unbestreitbar weibliche Erscheinung zu vergleichen suchte, die bis eben noch so sehr zu ihr gehört hatte. Als sie das Surren hörte, zuckte Kathrin zum ersten Mal, seit die erste Strähne gefallen war, sichtbar zusammen und ihr Blick suchte Anja in einem kurzen nervösen Aufflackern. Bevor sie ihren Hals frei machen konnte, um irgend etwas hervorzustoßen, hörte sie Anjas Stimme: »Ganz ruhig, Kathrin, gleich ist es vorbei; dann ist es so, wie ich es möchte - Du warst sehr tapfer, ich weiß das und ich habe es nicht anders erwartet!« Kathrin fühlte kurz Anjas Fingerspitze am Hinterkopf und dann das vibrierende Metall des Scherkammes, als der Friseur ihr nach Anjas Maßgabe den Nacken ausrasierte und dann auch die gerade noch etwas länger belassenen Stirnhaare auf etwa zwei Zentimeter kürzte. Als wenn sie nicht sich selbst, sondern jemand Fremden ansähe, sah sie im Spiegel zu, wie danach auch ihre Haare an den Seiten um die Ohren herum mit der Haarschneidemaschine entsprechend angeglichen wurden. Anja sagte noch einmal etwas zum Friseur, der in gespielter Hilflosigkeit die Achseln zuckte, aber dann doch mit Kamm und entsprechend eingestellter Schneidemaschine dafür sorgte, daß auch in den nächsten Wochen Kathrins inzwischen hochrote Ohren nicht von nachwachsenden Haaren berührt werden würden. Als das Geräusch der Maschine schließlich verstummte, wußte Kathrin, dass es endlich vorbei war. Aber konnte es wirklich sein, dass das auf einmal so jungenhaft wirkende Mädchen, das ihr mit großen, vom Weinen noch feuchten Augen aus dem Spiegel entgegensah, sie selbst war? War es tatsächlich dieselbe Frau, die sich jahrelang mit heimlichem Stolz bewußt gewesen war, wie anziehend sie mit ihrem perfekten Körper und der üppigen Mähne kaum zu bändigender langer dunkler Locken auf viele Männer wirkte? Vom millimeterkurz rasierten Haaransatz im Nacken war es nun ein allmählicher Übergang bis ihr Haar schließlich erst in Höhe der Oberkante ihrer großzügig freigeschnittenen Ohren die ihr zukünftig maximal erlaubte Länge von höchstens zweieinhalb Zentimeter erreichte. Langsam - scheu, als würde dies erst den Beweis für das Vorgefallene erbringen - hob Kathrin die rechte Hand und führte sie zu ihrem Kopf. Dieses unglaubliche Gefühl, als ihre Fingerspitzen anstelle der weichen, seidigen Locken die ungewohnten, etwas kratzigen Stoppeln um ihre Ohren und in ihrem Nacken spürten. Es war also tatsächlich wahr - es war kein Traum, aus dem sie gleich heftig atmend, aber erleichtert erwachen würde. Nach all den Jahren hatte sie wieder kurzes Haar - so kurz wie nie zuvor; ihre langen, dunklen Locken - ihr Stolz der letzten Jahre - waren ab jetzt Vergangenheit und lagen wie achtlos liegengelassen in einem dichten Haufen abgeschnitten auf dem Boden. Wie in Trance stand sie auf, nachdem der Friseur ihr das Cape abgenommen hatte und konnte jetzt die neuen Tränen nicht zurückhalten. Sie wandte sich Anja zu, die lächelnd neben dem Frisiersessel stand, und fiel ihr schluchzend in die Arme. "Ach Kathrin, du hast keinen Grund zum Heulen - es ist vorbei. Du hast mich nicht enttäuscht- sei stolz darauf! Bilde dir bloß nichts darauf ein - aber trotzdem: du siehst einfach toll aus!" sagte Anja und fuhr mit beiden Händen durch Kathrins kurzgeschorenes Haar. "Ich kümmere mich eben noch um das Geld und dann gehen wir an den Strand." Mit diesen Worten ließ Anja sie los und wandte sich dem Friseur zu, der nach seinen letzten Handgriffen in den Hintergrund getreten war und die Szene mit etwas verunsichertem Blick verfolgt hatte. Bevor Anja zu ihm trat, blickte sie lächelnd auf Kathrins abgeschnittene Locken auf dem Boden um den Frisiersessel. Sie ging kurz in die Knie, suchte zwei der längsten knapp fingerdicken Strähnen heraus und ließ sich vor dem Bezahlen vom Friseur ein kräftiges Gummiband geben, mit dem sie die gut 50 Zentimeter langen Strähnen am abgeschnittenen Ende fest zusammenband. "Los Kathrin, gehen wir, " sagte sie, als alles erledigt war, breit lächelnd, "oder brauchst Du noch etwas?" Ihre Augen blitzen auf, als sie spöttisch hinzufügte: "Sollen wir vielleicht noch Deine Rasur prüfen lassen? Dass Du rasiert bist, ist ja hier dank Deines im Sessel so schön hochgerutschten Kleides keinem entgangen. So einen anregenden Einblick wie eben haben unsere beiden Meister hier bestimmt selten gehabt. Wie die in den Spiegel geschaut haben... na ja, da ihnen dank dieses Cape der Anblick deiner Titten unter deinem Shirt nur kurz vergönnt war, hast Du zwei Dinge auf diese Art absolut klargestellt: dass es wirklich ein Mädchen ist, dem sie dabei helfen durften, die Lieben daheim mit einem hübschen kurzen Urlaubshaarschnitt zu überraschen und dass dieses Mädchen auch an anderen Stellen auf überflüssige Haare verzichtet!" Anja grinste sie an. "Wenn du wüßtest, wie oft ich mir das vorgestellt habe - endlich habe ich es geschafft! Die langen Zotteln sind ab und meine süße Kathrin hat endlich wieder kurze Haare - ich weiß gar nicht, warum ich solange gewartet habe dich zum Friseur zu schleppen! So, und jetzt komm an den Strand und zeig auch den anderen wie hübsch du bist, wo nun endlich alle störenden Haare weg sind..."

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