Die Naturistin (Fortsetzung der Geschichte)


ostseenudist

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13.05.2019
An– und Ausgezogen

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Mia lief weinend davon. Ich machte kehrt. Auch ich weinte. Ich ging zum Haus zurück und rief Biggi an. Dann packte ich hastig meine Sachen und fuhr nach Berlin zurück.

So endete der erste Teil der Geschichte.

Von Mia habe ich seitdem nichts mehr gehört. Aber vergessen konnte ich weder sie, noch die schönen Sommertage, die wir gemeinsam nackt verbracht hatten.

Mittlerweile war wieder ein Jahr vergangen. Ich war immer noch solo. Das störte mich aber nicht sonderlich. Vielmehr bekümmerte mich, dass ich hier in Berlin keine Gelegenheit für FKK gefunden hatte, denn allein traute ich mich nicht.

Nun war es wieder Frühling geworden und ich beschloss deshalb, mal wieder für ein paar Tage meine Tante Biggi zu besuchen, endlich mal wieder unbeschwert nackt sein zu können. Wir verabredeten uns auf ein Wochenende im Mai, als es schon frühsommerlich warm war. Am Freitagmorgen fuhr ich früh los und kam schon gegen 10 Uhr bei Biggi an. Es war alles genauso wie im vergangenen Sommer - damals, als ich Mia am See getroffen hatte. Biggi war noch auf Arbeit. Den Hausschlüssel fand ich wieder in dem Blumentopf. In der Küche lag wieder ein Zettel neben einem Krug Apfelsaft, auf dem diesmal stand : „Hallo Anja! Schön, dass du endlich mal wieder da bist. Mach dir doch erstmal eine paar schöne Stunden am See. Ich bin gegen 18 Uhr zu Hause.“ Und auf dem Küchentisch lag wieder ein großes Strandlaken und diesmal die neueste Ausgabe der „Brigitte“. Also, nichts wie auf zum See, dachte ich. Könnte ich nicht dort Mia wiedertreffen? Dann könnte alles wieder so wie in dem Sommer sein!

Ich hatte mich schon sehr auf das Nacktbaden gefreut und gar nicht erst einen Bikini eingepackt. Das war für mich ja nichts Besonderes mehr, obwohl ich ja in der Zwischenzeit gar keine Gelegenheit für FKK gehabt hatte. Plötzlich bekam ich aber doch Herzklopfen. Sollte ich etwa wie damals jetzt auch nackt zum See hinunter gehen? Während ich darüber nachdachte, trug ich die Reisetasche in mein Zimmer und begann, mich auszuziehen. Schließlich stand ich nackt vor dem Spiegel des Kleiderschrankes und betrachtete meinen Körper. Ich gefiel mir eigentlich immer noch ganz gut, obwohl ich nun wirklich keine Traumfigur habe. Aber welche Frau hat denn nicht an ihrem Body etwas auszusetzen? Ich kann jedenfalls ganz gut damit leben, dass meine Brüste nicht sehr groß sind und etwas hängen, mein Becken ziemlich breit und meine Oberschenkel vielleicht etwas kräftiger sind. Aber mein Schamhaar ging so gar nicht! Ich hatte es unterdessen nur etwas getrimmt und ansonsten wieder wachsen lassen. Da musste sofort etwas geschehen, bevor es zum See ging. Schließlich machte ich nun endlich wieder FKK! Also huschte ich ins Bad, um mich zu rasieren. Ich schnappte mir eine Schere, schnitt die Härchen so kurz es ging, dann kamen Schaum und Klinge zum Einsatz. Nun war ich unten wieder blitzeblank. Es fühlte sich wunderbar an. Ganz glatt, ganz weich. Wunderschön! Jetzt geh ich auch nackt zum See runter, beschloss ich. Gedacht, getan zog ich mir meine `teva`-Sandalen an, ergriff in der Küche Strandlaken sowie Zeitschrift und verließ in meinem Evakostüm das Haus. Und da war es wieder, dieses unglaublich geile Freiheitsgefühl, Licht und Luft am ganzen Körper zu spüren! Mich macht das einfach an! Auf dem zehnminütigen Fußweg kam mir nur ein älteres Paar entgegen, das meine Nacktheit nicht zu stören schien, und freundlich grüßte. Am See angekommen steuerte ich wieder die kleinere Badestelle an, wo nicht so viele Leute sind. Aber so leer wie im letzten Jahr war es hier nun nicht mehr. Der Uferbereich war jetzt als kleine Liegewiese hergerichtet und ein Schild aufgestellt mit der Aufschrift „FKK-Badestelle“. Super! Ich lief ins Wasser und schwamm erstmal eine Runde. Dann breitete ich mein Strandlaken aus und sah mich dabei um. Außer mir waren erst wenige Badegäste da. Ein älteres Ehepaar und eine Frau, die ebenfalls schon im fortgeschrittenen Alter war, sowie ein junger Mann. 

Ich muss zugeben, genau mein Typ: schlank, unbehaarter Oberköper und sogar intimrasiert. Wow.

Alle wünschten freundlich einen Guten Morgen. Da der Typ mich sympathisch anlächelte, überlegte ich kurz, ob ich ihn ansprechen sollte. Plötzlich erschien aber ein zweiter junger Mann. Und als die Beiden einander zur Begrüßung auf den Mund küssten, war für mich leider alles klar.

Die Frau setzte sich auf, zündete sich eine Zigarette an und hielt die Schachtel hoch: „Möchte noch jemand?“

„Ja, ich“, antwortete ich, stand auf und ging zu ihr hinüber. Die Frau reichte mir eine Zigarette und sagte: „Du darfst dich gern setzen. Ich bin die Elisabeth, aber meine Freunde nennen mich nur Lissi.“

„Hallo Lissi. Ich bin Anja“, antwortete ich und ließ mich neben ihr nieder.

Lissi schien schon in den Sechzigern zu sein. Ihr gewelltes kastanienbraun gefärbtes Haar hatte sie hochgesteckt. Sie hatte eine noch ganz schön knackige schlanke Figur mit ziemlich großen, aber altersbedingt hängenden Brüsten. Lissis Haut war nugatbraungebrannt. Ihre Scham war genauso blank rasiert wie meine. Dabei fiel mir auf, dass sie einen recht großen goldenen Ring als Intimpiercing trug. Dadurch hatte sie in ihrem Alter eine ziemlich unerhört freche erotische Ausstrahlung. Lissi hatte meinen Blick bemerkt und fragte: „Gefällt er dir?“.

„Ja“, antwortete ich, „Das sieht echt geil aus.“

Lissi öffnete ihre Schenkel. Der Ring blitzte nun von der Sonne angestrahlt zwischen ihren gedehnten Schamlippen.

„Das Teil ist aber ganz schön schwer, oder?“, fragte ich neugierig.

„Ja, ist es. Aber das macht erst das schöne Gefühl. Du spürst beim Gehen ein leichtes Ziehen, insbesondere wenn du keinen Slip trägst“, erklärte Lissi.

Ich war von Lissis lockerer Art fasziniert. Wir plauderten uns nun richtig fest, während ich ihr von der Begegnung mit Mia erzählte. Schließlich sah Lissi auf die Uhr und sagte : „Es ist ja schon 3 Uhr. Jetzt muss ich aber los.“

„Ich gehe dann auch“, antwortete ich und zog meine Sandalen an.

„Du bist ja schon nackt hergekommen“, bemerkte Lissi.

“Ja, meine Tante wohnt nicht weit von hier“, erwiderte ich.

„Echt geil, will ich mal sagen“, bemerkte Lissi. „Dann geh ich mit dir auch nackt bis zum Parkplatz.“

 

Als ich schließlich wieder an Biggis Haus angekommen war, suchte ich mir im Garten etwas zu tun. Ich wollte nackt in der Sonne bleiben. Während ich in einem Beet mit Unkrautjäten beschäftigt war, hielt ein Postauto am Gartenzaun an.

Ich wich wegen meiner Nacktheit hinter einen Rosenbusch zurück. Die Postbotin hupte aber, stieg mit einem kleinen Paket in der Hand aus und winkte mich zu sich heran. Es blieb mir also nichts übrig, als zu ihr an die Gartenpforte zu kommen. Die kräftige Frau mit kurzen dunklen Haaren trug zu einem kurzärmligen Hemd mit Postemblem Shorts und dazu wie ich Sandalen von `teva`. Während sie mir das Paket übergab, sagte sie mit einem freundlichen Lächeln: „Ich sehe doch auch die Birgit manchmal nackt im Garten.“ Sie wandte sich um, winkte mir nochmals zu und fuhr davon.

 

Einige Zeit später kam auch Biggi von der Arbeit nach Hause. Als ich auf sie zu lief, sagte sie: „Wie schön das ist, dich hier wieder nackt zu sehen!“

„Das ist doch unser Brauch“, antwortete ich.

„Ja klar, ich zieh mich auch gleich aus!“, erwiderte Biggi und ging schnell ins Haus, um sich ihrer Sachen zu entledigen.

 

 

 

Später standen wir wieder zusammen nackt in der Küche und bereiteten Salat zu gegrilltem Fisch zu. Währenddessen klingelte es an der Haustür. „Ach, das ist Doreen. Ich habe sie zum Essen eingeladen. Mach ihr doch bitte auf“, bat Biggi. Ich ging zur Tür, öffnete und vor mir stand, mit einer Flasche Wein in der Hand, die Postbotin von vorhin!

„Huch, du bist ja immer noch nackt“, rief sie überrascht aus.

„Biggi auch“, antwortete ich. „Komm erstmal rein.“

„Du bist die Anja, oder? Ich bin Doreen“, sagte sie. Doreen hatte einen festen Händedruck.

„Biggi ist in der Küche. Hättest du denn Lust, dich auch auszuziehen?“, fragte ich.

„Warum eigentlich nicht“, antwortete Doreen und zog ihr T-Shirt über den Kopf aus. „Da wäre ich ja sonst eine Spielverderberin.“

„Wenn ich zu Besuch bin, sind wir hier immer nackt“, erklärte ich.

„Das ist ja auch schön“, erwiderte Doreen, während sie ihre Jeans und Slip auszog und nun splitternackt vor mir stand. Doreen war schon 48, was man ihr wirklich nicht ansah. Sie hatte ein so junges rundliches Gesicht mit nahezu faltenlosem Teint. Doreen war ein Stück größer als ich. Sie wirkte burschikos mit ihrem Kurzhaarschnitt. Doreen hatte eine kräftige Figur und ähnlich große Brüste wie Biggi, wenig Taille, ein breiteres Becken. Ihre kräftigen Beine waren enthaart, ihr dichter dunkler Schamhaarbusch dagegen naturbelassen. Doreen war hellhäutig. Mir fiel auf, dass sie keinerlei Schmuck trug und schöne gepflegte Füße hatte.

Wir gingen zusammen in die Küche, wo Doreen auch Biggi mit ihrem kräftigen Handschlag begrüßte.

„Hey, schön dass du dich auch schon ausgezogen hast“, sagte Biggi. „Anja und ich fühlen uns so immer am wohlsten, so zwanglos.“

„Ja, ich kann das schon jetzt ein wenig nachfühlen“, antwortete Doreen. „Kann ich denn was helfen?“

„Du kannst schon mal den Wein aufmachen“ sagte Biggi und reichte ihr eine Flasche aus dem Kühlschrank. „Geht doch schon mal voraus zum Tisch.“

Doreen folgte mir.

„Das ist echt schön“, bemerkte Doreen, als wir auf die Veranda traten mit einem schönen Blick in den großen Garten mit den blühenden Obstbäumen.

„Ja, ich mag das hier auch sehr“, antwortete ich.
„Ich meinte damit auch, dass wir zusammen nackt sind. Das ist ein echt gutes Gefühl, so unter Frauen“, sagte Doreen mit leisem Ton.

Dann kam auch Biggi hinzu.

„Na, dann lasst uns erstmal anstoßen. Schön, Doreen, das das endlich mal geklappt hat! Prost!“, sagte sie.

Immer wieder bewundere ich an ihr diese riesigen sonnengebräunten Titten.

Schließlich verbrachten wir drei Frauen den warmen Frühsommerabend nackt bei Wein und Kerzenschein auf Biggis Veranda bei angeregter Unterhaltung. Dabei erzählte ich Doreen, wie ich meinen Faible fürs Nacktsein entdeckt hatte. Doreen hatte ihre anfängliche Schüchternheit, was das anging, nun gänzlich ablegt. Dabei war zu merken, wie gut sich Biggi und Doreen miteinander verstanden, einem schon wie alte Freundinnen vorkamen. Erst als es schon sehr spät war, verabschiedete sich Doreen mit ihrem kräftigen Händedruck.

 

Der Sommer war in diesem Jahr endlos. So ergriff ein paar Wochen später die Gelegenheit, wieder übers Wochenende zu Biggi zu fahren. Diesmal ging bei meiner Ankunft am Nachmittag ein ziemlich heftiges Gewitter nieder. Ich lief durch den prasselnden Regen mit meiner Reisetasche in der Hand zur Haustür, wobei ich dennoch ziemlich nass wurde. Auf mein Klingeln wurde die Tür schnell geöffnet. Und wer stand nackt mit einem strahlenden Lachen im Gesicht vor mir? Doreen! Sie sagte: „Hey. Schön, dass du wieder da bist!“ Doreen hatte nun sogar eine zarte nahtlose Bräune. Ihr Jungenhaarschnitt war ganz kurz. Mir fiel auf, dass sie nun auch komplett intimrasiert war. Wieder begrüßte sie mich mit ihrem kräftigen Handschlag.

„Du siehst toll aus, so schön braun“, entgegnete ich, während ich meine regenfeuchten  Sachen auszog. Doreen half mir, mich aus dem am Körper klebenden T-Shirt zu befreien. Es fühlte sich gut an, von ihr dabei berührt zu werden. Dann kam Biggi hinzu und wir umarmten uns fest. Die Farbe ihrer Haut glich der von Milchschokolade, was zu ihrer blonden lockigen Mähne einfach nur toll aussah.

Dann brachte ich meine Tasche in mein Zimmer. Als ich die Treppe wieder herunterkam, sah ich, wie Biggi und Doreen in der Küche einander auf den Mund küssten. Ich tat so, als hätte ich davon nichts mitgebekommen.

Als Biggi und ich später für kürzere Zeit allein waren, fragte ich sie dann aber doch:

„Habt Doreen und du was miteinander?“

„Was meinst du?“

„Na, ich meine nur, so wie ihr euch vorhin geküsst habt“

„Nein. Wir sind wirklich nur richtig beste Freundinnen und haben uns auf diese Weise lieb. Das ist mittlerweile klar zwischen uns.“

„Also wollte Doreen eigentlich, dass mehr draus wird.“

„Ja, Doreen ist lesbisch.“

„Also ist das so, wie bei Mia und mir“, seufzte ich.

„Nein, bei uns ist das schon ein wenig anders“, erwiderte Birgit kurz. Daran merkte ich, dass sie darüber nicht weiter reden mochte. Deshalb fragte ich nicht weiter. Und es ging mich ja eigentlich auch nichts weiter an.

 

Wieder zurück in Berlin sah ich an einem regnerischen Spätsommertag in Kreuzberg eine junge Frau über die Straße laufen. Ich erschrak. Das ist doch Mia ! Sie kam mir auf dem Gehweg entgegen. Das fast bodenlange Sommerkleid, das sie trug, war vom Regen bereits etwas nass geworden. Aber als sie sich mir weiter näherte, erkannte ich, dass es doch nicht Mia war. Die Frau sah ihr bloß verblüffend ähnlich, trug Sandalen an den Füßen. Mia wäre bestimmt barfuß gelaufen. Ich griff in meine Umhängetasche und holte mein Handy hervor. Ja, ich hatte Mias Telefonnummer noch gespeichert. Ich setzte mich in eine Teestube, bestellte ein Kännchen Earl Grey und dachte nach, während ich auf mein Handy blickte. Sollte ich Mia einfach mal anrufen. Nein, vielleicht doch nicht. Schließlich hatte ich sie zurückgewiesen, ihr wehgetan. Zugleich kamen die ganzen Erinnerungen an die schöne Zeit mit ihr wieder hoch. Ich hatte plötzlich sogar das Gefühl, ihre Haut zu spüren. Wie es ihr wohl in der Zwischenzeit ergangen war. Ich wollte es wissen, wählte ihre Nummer.

„Hallo ?“

„Bist du es, Mia ?“

„Ja …“

„Ich bin`s, Anja …“

„Geht es dir gut ?“

„Ja, schon ganz okay, und dir ?“

„Ja, auch alles okay.“

„Du, ich denk schon manchmal noch an die Tage bei Biggi.“

„Ich auch, was denkst du denn. So etwas vergisst man doch nicht (lacht)“.

„Und ? Wohnst du noch in der WG ?“

„Yes.“

„Schön …“

„Du kannst mich doch mal besuchen, wenn du willst.“

Mia sagte mir die Adresse und wir verabredeten uns gleich für den nächsten Tag. Ich spürte wieder diese Aufregung, in die mich Mia damals am See versetzt hatte.

 

Als ich an dem Samstagnachmittag an der hohen Wohnungstür läutete, öffnete eine Frau, die etwa so alt war wie ich. Sie war ein etwas flippiger, burschikoser Typ mit einer Kurzhaarfrisur und rasierten Schläfen. Sie trug einen großen Ohrring und einen Ring durch einen Nasenflügel. Sie war nackt und streckte mir zur Begrüßung die Hand entgegen.

„Hallo, du bist bestimmt Anja.“

„Ja. Hallo.“

Sie hatte einen festen Händedruck.

„Ich bin Elli, komm rein“.

Elli hatte einen schlanken Oberkörper mit kleinen, flachen Brüsten. Ihr Becken und Po waren dagegen um einiges breiter als bei mir. Und auch im Gegensatz zu mir hatte sie einen großen rotblonden Schamhaarbusch.

Sie zeigte auf einen Weidenkorb, der neben einer Garderobe stand.

„Zieh dich bitte aus. Mia kommt bestimmt gleich“.

Schnell entledigte ich mich meiner Klamotten. Endlich wieder nackt sein!

Da kam Mia aus dem Bad. Sie hatte ein Handtuch zum Haaretrocknen um den Kopf geschlungen. Sie kam auf mich zu und umarmte mich. Es war, als ob wir uns gestern zuletzt gesehen hätten. Ihr immer noch sehr großer Busch kitzelte an meiner blanken Scham. Sie sah genauso aus, wie im letzten Sommer, Natur pur.

Mia legte mir die Hände auf die Hüften.

„Toll siehst du aus!“

„Du aber auch“

„Komm, wir trinken erstmal was.“

Ich hatte Herzklopfen.

Elli war in der Küche und fragte : „Was wollt ihr ? Wasser, Tee, Bier ?“

„Ich glaube, Bier wäre jetzt gut“, sagte ich. Davon würde sich vielleicht meine Aufregung etwas legen.

„Ja, ich nehme auch eins“, sagte Mia.

Elli öffnete zwei Bierflaschen. Währenddessen strich ihr Mia mit der flachen Hand über den Po.

„Na, ich lass euch dann mal allein“, sagte Elli und verließ die Küche.

Ich sah Mia an. Die blickte etwas verlegen auf ihre kräftigen nackten Füße.

„Ihr seid zusammen, oder?“

„Ja, ich glaube schon.“

„Ist Elli auch …“

„Lesbisch ?“

„Nein, ich meine, Naturistin (lache)?“

„Naja, meine Mitbewohnerinnen und ich müssen sie erst dazu bringen. Und in unseren Naturistenverein wollte sie bislang nicht mitkommen.“

„Du bist jetzt sogar in einem Verein?“

„Ja, darauf haben mich meine Mitbewohnerinnen Uta und Kati gebracht. Kaum war ich hier eingezogen, haben sie mich gleich dahin mitgenommen. Ich sag dir, das ist so klasse da!“ „Ich freue mich so für dich“.

„Na dann können wir doch auch wieder zusammen FKK machen!“

 „Ja, sehr gern, das hat mir echt gefehlt“

„Und du mir auch!“

Mia gab mir einen Kuss auf den Mund.

Ich war so glücklich, Mia wieder als Freundin zu haben. Aber, ich muss zugeben, ich war auch ein bisschen eifersüchtig auf Elli. Denn, was Mia anging, war ich wohl doch auch ein bisschen anders.

 

Ein paar Tage später lud Mia mich ein, mit in ihren FKK-Verein zu kommen. Ich fuhr mit dem Auto zu ihr, um sie abzuholen. Wieder war ich ganz schön aufgeregt, wie damals im Sommer. Naja, draußen und in der Wohnung nackt zu sein, war zwar für mich ja mittlerweile schön und normal. Ja, ich mache auch gern FKK. Ich, für die das noch vor einem Jahr niemals in Frage gekommen wäre. Ich, die bis dahin immer mindestens einen Bikini oder Badeanzug getragen hatte. Aber nun sollte ich einen weiteren Schritt wagen. Einen Verein besuchen, wo viele Menschen zusammen nackt sind, Erwachsene und Kinder, Männer und Frauen, Alt und Jung. Wie wird das wohl sein? Wie wird sich das anfühlen?

 

Als ich an der Wohnungstür läutete, öffnete eine Frau. Und wieder einmal fiel mir die Kinnlade herunter, als ich sie sah. Die Frau war etwas größer als ich, sehr schlank und hatte kleine flache Brüste. Sie hatte kein Härchen am Körper und war kahlköpfig.

 

 

„Hey. Du bist Anja, oder ?“

„Ja … ähm … ja, hallo“.

„Ich bin Uta. Komm rein.“

Und da war es wieder, dieses Freiheitsgefühl! Sofort begann ich, mich auszuziehen, ohne dass Uta mich noch dazu auffordern musste.

„Schläft Mia etwa noch ?“, fragte ich, während ich meine Sachen in den Weidenkorb legte.

„Ja, es ist gestern wohl etwas später geworden.“

Uta ging voraus zu Mias Zimmer und öffnete leise die Tür. Mia lag tatsächlich noch im Bett. Nur ihre Füße waren von der Bettdecke bedeckt. Ein schöner Anblick.

„Sie wird sicher bald wach. Komm, wir machen Kaffee“, flüsterte Uta und schloss die Tür wieder. In der Küche war eine Frau schon mit Kaffeekochen beschäftigt.

„Das ist Kati, meine Frau“, stellte Uta sie mir vor.

Ich dachte : „Hier sind ja wohl außer mir alle lesbisch. Aber, na und ?“

 

Kati war noch ein wenig größer als Uta und ein burschikoser Typ. Ihr rötliches Kopfhaar trug sie als jungenhaften Kurzhaarschnitt. Sie war hellhäutig, schlank mit festen Brüsten und hatte einen rötlichen Schamhaarbusch.

„Toll, dass dir unsere Lebensweise gefällt“, sagte sie, wobei sie meinen Körper betrachtete und anerkennend nickte.

„Naja, ich bin noch ziemliche Anfängerin in FKK. Das kam ja erst durch Mia …“

„Ja, das hat sie uns schon erzählt, wie sie dich mit ihrer Nacktheit angesteckt hat“, warf Uta ein.

Plötzlich stand Mia hinter mir, legte ihre Arme um mich und streichelte meine Brüste. Es fühlte sich gut an. Mia darf das, dachte ich.

Ich drehte mich um und küsste sie zärtlich auf den Mund. Das darf ich, obwohl ich ja eigentlich nicht auf Frauen stehe, oder vielleicht doch? Naja, wegen Mia mittlerweile bestimmt ein bisschen.

„Hey, guten Morgen, hast du gut geschlafen ?“

„Ja, himmlisch. Ich habe mich auf dich gefreut“, sagte Mia langsam munter werdend.

„Kommt Elli nicht mit ?“, fragte ich.

„Nee, wir haben uns gerade wieder gestritten, weil sie immer nicht mit zum SuN mitkommen will. Da ist sie schließlich abgehauen“, erklärte Mia.

„Hier zieht sie sich ja immerhin auch aus, aber aus ihr wird wohl nie eine Naturistin“, bemerkte Kati.

„Ja, ich denke, das war`s jetzt auch“, sagte Mia seufzend. „Aber nun ist Anja da“. Mia legte mir einen Arm um die Schultern.

„Uta und ich kommen später nach“, erklärte Kati; „ich muss noch ein paar Klassenarbeiten korrigieren.“

Mia griff nach einer Kaffeetasse. „Dann können wir ja auch gleich los. Hast du Sportschuhe dabei?“

„Ja, die liegen im Auto“.

 

Zum Sport- und Naturistenclub SuN, wie der Verein hieß, fuhren wir mit dem Auto etwa eine halbe Stunde an den Stadtrand.

Vom Parkplatz aus gingen Mia und ich zunächst durch eine Sichtschleuse. Dahinter befand sich ein Kassenhäuschen mit einem Kiosk. Darin saß eine ältere Frau, der Mia zuwinkte und ihr bedeutete, dass ich als ihre Begleiterin keinen Eintritt zu zahlen hätte. Dann gingen wir über eine Art Wanderweg in das Gelände hinein. Am Wegrand befand sich ein Schaukasten mit einem Geländeplan. Der Verein hatte das Areal aus einem ehemaligen Waldbad und einem riesigen Waldgelände drum herum hergerichtet. Dadurch war es sehr weitläufig mit einem Badesee in der Mitte, verschiedenen Sportanlagen, sogar mit zwei Tennisplätzen und einem großen Vereinshaus mit Terrasse am Seeufer. Auch ein kleiner Campingplatz gehörte dazu. Ich war beeindruckt von der Größe der Anlage und deren Abwechslungsreichtum aus Park- und Liegewiesenflächen, einem Blumen- und Gemüsegarten sowie naturbelassenem Wald.

 

Als wir nun den ersten Leuten begegneten, kam es mir vor, ich sei in einer anderen Welt angekommen. Hier wurde ja nicht nur nackt gebadet und gesonnt wie am FKK-Strand, sondern einfach alles ohne Kleidung gemacht. Das war gleich zu merken, als uns auf dem Rundweg zuerst eine junge Frau begegnete, nackt mit Sportschuhen an den Füßen. So, wie sie uns fröhlich grüßte, konnte man den Eindruck haben, sie habe noch niemals Kleider am Körper getragen. So selbstverständlich und natürlich wirkte sie, gerade weil sie nicht das hatte, was man eine Traumfigur nennt, mit Hängebrüsten und einem ganz schön breiten Becken.

 

 

 

Ganz schön geflasht war ich, als ich dann einen Mann sah, der Zweige zusammenharkte und auf eine Schubkarre lud, ebenso nackt nur mit Schuhen an den Füßen.

 

(Im Original ist meine Geschichte bebildert. Die meisten Fotos, die ich Euch hier leider wegen Urheberrechten nicht zeigen darf, habe ich von der Redaktion der Vereinszeitung „Sun&Fun“ bekommen. Die abgebildeten Frauen und Männer haben dem Fotografieren und Zeigen der Bilder zugestimmt. Danke nochmals dafür !)

 

An den Tennisplätzen begegneten wir einer älteren Frau, die uns freundlich zuwinkte. Gertrud war jenseits der Siebzig. Aber sie strahlte eine enorme Fitness aus, nackt, nahtlos gebräunt und sogar komplett intimrasiert.

 

Ich fand, sie sah klasse aus, und das in dem Alter. Wow! Als wir darauf Karin und noch anderen Leuten begegneten, fiel mir auf, dass hier sehr viele, egal ob Frau oder Mann, sich das Schamhaar komplett entfernten. Und die Frauen, die wie Mia einen großen Busch oder sonst noch Schamhaar hatten, waren sämtlich jünger. Jeder zeigte hier einfach nach eigenem Gefallen. Ich fand den Anblick einfach toll. Außerdem gehörte ja auch ich zu denen, die sich im Intimbereich vollkommen rasieren.

 

Auf einem der Tennisplätze trainierte eine jüngere Frau Abschläge von einer Ballmaschine. Sie hatte ein Basecap auf dem Kopf und Tennisschuhe an den Füßen. Entschuldigung, aber das sah einfach irre geil aus, wie hier beim SuN nackt Tennis gespielt wird.

 

Sie war einfach ein toller Typ von Frau, durch und durch Naturistin, frei und wahrhaftig. Erika wirkte sportlich mit ihrem Kurzhaarschnitt, war braungebrannt, kräftig sowie fraulich mit großen Brüsten und riesigen dunkelbraunen Höfen. Natürlich war auch sie komplett intimrasiert. Sie erinnerte mich ein wenig an meine Tante Biggi. Erika winkte uns fröhlich zu. Gleich waren wir in ein munteres Gespräch verwickelt.

Ich mochte Erika sofort. Bei ihrem Anblick verspürte ich eine enorme Lust, auch endlich aus meinen Klamotten rauszukommen, genauso nackt und frei zu sein. Ich nestelte an meinem T-Shirt herum. Mia schien mein Unwohlsein bemerkt zu haben. Sie sagte nur „Los, zieh dich doch aus!“ und ließ auch ihr Batikkleid von ihrem Körper gleiten. Ich schlüpfte genauso schnell aus meinen Sachen. Und es stellte sich sofort das unbeschreiblich geile Freiheitsgefühl ein. Nur irgendwie noch intensiver als damals am See, im Garten oder bei Biggi zu Hause. Das lag wohl daran, dass das hier noch mehr FKK war, irgendwie ein freieres Nacktsein, als ich es mir jemals hätte vorstellen können. Weg mit der Kleidung, du brauchst sie einfach nicht! Und es waren hier so viele Leute, mit denen ich dieses Gefühl teilen konnte. Einfach nur toll!

„Du bist ja wieder sagenhaft schön braun“, meinte Mia Erika bewundernd ansehend.

 „Naja, seit April sind Jürgen und ich in Rente und seitdem fast jeden Tag auf dem Gelände. Wir sind zur Zeit kaum noch zu Hause. Immer hier in unserem Wohnwagen.“

„Du bist schon in Rente? Das sieht man dir aber echt nicht an“, platze es aus mir heraus.

„Danke für das Kompliment. Das liegt bestimmt daran, dass Jürgen und ich ja schon seit ewig FKK machen. Das hält einfach fit, wenn man ständig nackt draußen sein kann. Das ist ein echtes Geschenk“, sagte Erika.

 

„Und Jürgen ist ja wohl ständig auf dem Gelände am Arbeiten“, bemerkte Mia.
„Ja, das braucht er aber auch für sein körperliches Wohlbefinden“, antwortete Erika.

„Und jetzt muss ich aber hier weitermachen, denn wir spielen hier gleich ein kleines Bouleturnier. Wir sehen uns bestimmt später noch.“

Im Weitergehen fiel mir auf, dass diese nackte Gesellschaft auch multikulturell zu sein schien, als wir Tom und Lisa begegneten.

Der 18-jährige Tom stammte aus Ghana und hatte eine tolle Haut, schwarz wie Ebenholz.

 

Seine  erst 16-jahre alte Freundin Helvi stammte aus Finnland. Sie war strohblond und ihr jungmädchenhafter Körper im totalen Kontrast zu Tom hellhäutig wie Porzellan.

 

 

 

Alle Leute, die ich hier schnell kennenlernte, waren freundlich, unbefangen und aufgeschlossen. Liegt das nur daran, dass alle nackt sind, oder steckt da noch mehr dahinter? Ich würde das bestimmt noch herausfinden. Jedenfalls ist es erstmal kaum zu beschreiben. Man muss es einfach selber erleben.

 

Eine andere auch schön gebräunte Frau namens Irene schruppte gerade die Terrassendielen am Vereinshaus. Splitternackt trug sie dazu die einzig zweckmäßige Arbeitskleidung.

 

Das war wirklich was völlig anderes, als wenn du nur nackt badest oder dich in die Sonne legst. Nein, das hier war eine nackt lebende Gesellschaft, die alles ohne Kleidung tut. Und ich fand diese nackten Menschen einfach nur schön. Egal, ob sie jung oder älter, Frauen oder Männer waren, und gerade weil sie keine so perfekten Figuren hatten, ich ja schließlich auch nicht. Noch nie hatte ich mich bisher in meinem Körper so wohl gefühlt wie im Hier und Jetzt!

 

An der Tür zum Vereinshaus trafen wir eine Frau von etwa Mitte 30. Sie war etwas größer als ich, hatte einen jungenhaften Kurzhaarschnitt und einen auffallend muskulösen Körper. „Ich möchte dir Anica vorstellen, sie ist unsere Jugendmoniteurin und Redakteurin unserer Vereinszeitschrift“, sagte Mia.

„Ich freue mich immer sehr über neue Gesichter bei uns. Herzlich willkommen, du“, sagte sie mit einer kräftigen, etwas heiser klingenden Stimme.

Dann betraten Mia und ich das Vereinshaus. Im Eingangsbereich stand ein großer Garderobenbaum, an dem ein einsames T-Shirt hing und einige Paar Schuhe standen. An einer Glastür zu einem hellen Flur, befand sich ein Schild mit der Aufschrift „Textilfreier Bereich ! Bitte nur unbekleidet betreten !“ Und auf einem Wegweiser zu den Auskleiden stand „Bitte im Haus nur barfuß oder Hallenschuhe!“ Wir legten unsere Sachen in Mias Schrank. Jetzt war ich richtig mitten drin in dieser nackten, freien Welt. Und ich mache nicht nur FKK, sondern werde nun eine echte Naturistin !

Mia gab mir ein Paar Tennissocken und sagte : „Sogar ich trage hier draußen meistens Sportschuhe beim Volleyball und so …“

Unsere Sportschuhe in der Hand verließen wir die Auskleide. Vorbei an einer Kaffee- und Saftbar schloss sich ein geräumiger Sport- und Saunabereich an. Es gab drei Saunen und einen großen Fitnessraum mit allen möglichen modernen Geräten, an denen einige Frauen und Männer trainierten. Es verschlug mir kurz den Atem, dass alle dabei nackt waren. Dabei fiel mir eine Frau besonders auf, die enorm durchtrainiert war. Das war Manuela, die Fitnesstrainerin.

Im Tischtennisraum lieferten sich zwei Männer ein umkämpftes Match. Der jüngere von beiden war blond, groß und sportlich schlank. Wow.

Mia hatte meine Blicke wohl bemerkt und sagte nur : „Das ist Hendrik, unserer zweiter Jugendmoniteur.“

„Hier sind ja echt viele intimrasiert“, bemerkte ich, vielleicht auch, um etwas abzulenken.

„Ja, stimmt, die Ganzrasierten sind in der Mehrheit. Aber es gibt auch ein paar Naturtypen wie mich …“

„Ich finde das total schön an dir. Also ich mag es am liebsten ganz mit oder ganz ohne bei Frauen“, beeilte ich mich zu sagen, „und mittlerweile ganz ohne bei den Kerlen.“

Schließlich kamen wir auf unserem Rundgang durch das Haus zum Raum der Redaktion der Vereinszeitung „SuN&Fun“, wo wir Anica wieder trafen. Sie saß an einem großen Bildschirm und arbeitete an der nächsten Ausgabe.

„Hallo, da seid ihr ja wieder“, sagte sie und stand von ihrem Schreibtischstuhl auf. „Hier siehst du unsere SuN&Fun-Redaktion. Unsere Zeitschrift erscheint vierteljährlich mit Beiträgen aus unserem Verein und rund um die Freikörperkultur“.

Als wir auf den Bildschirm schauten, erklärte Anica. „Ich schreibe gerade einen Artikel über den World Naked Bike Ride im Juni in London.“

„Was ist das denn ?“, fragte ich nach.

„In vielen Großstädten findet am selben Tag die WNBR-Kundgebung für das Radfahren in der Stadt statt, wobei durch das Nacktsein der Teilnehmer und Teilnehmerinnen auf die Verletzlichkeit von Radfahrern und auch der Umwelt hingewiesen wird. Der WNBR fand gerade statt, als ich meine Freundin Monica in London besucht habe. Sie ist Lehrerin an unserer Partnerschule in England und begeisterte Radfahrerin wie ich. So habe ich sie und auch ihre Schwester Theresa überreden können, dass wir gemeinsam da mitmachen. Ich zeige euch mal ein paar Bilder.“

Auf dem Bildschirm erschienen nun viele Fotografien von der Kundgebung, die überwiegend Frauen zeigten. Die waren fast sämtlich ganz nackt unter angezogenen Leuten. Viele hatten sich ihren Körper bunt bemalt und Fahrräder bei sich. Die Frauen waren ganz unterschiedliche Typen, einige flippig kostümiert, andere ganz normal, einige gestylt und auch intimrasiert, andere wiederum nicht. Mir kam das irre mutig vor, was die Frauen da machten und merkte zugleich, dass mich die Bilder aber auch anmachten.

 

„Ja, die sind geil, schön“, meinte Mia.

„Haben da hauptsächlich Frauen mitgemacht?“, fragte ich.

„Nein, nein“, antwortete Anica, „ich fotografiere einfach lieber Frauen als Männer“.

 

„Die Schulleiterin Margret haben wir auch noch bei der Rundfahrt getroffen“, erzählte Anica, während sie uns die folgenden Bilder zeigte. Sie wollte erst ihre Bikinihose anbehalten. Naja, sie hat sich dann aber auch ganz ausgezogen.“

 

Dann zeigte Anica zunächst ein Bild von einer weiteren Frau.

 „So, das ist Monica“, erklärte Anica.

Ich sah mir das Bild an, während Anica weiter erzählte. Schön war Monica aber wirklich nicht.

 

 

Sie war eine Frau, die sich anscheinend überhaupt nicht irgendwie zurecht machte. Monica hatte zwar einen schlanken Oberkörper, aber nur sehr kleine und auch noch hängende Brüste, ein breites Becken und ziemlich stämmige Beine. Ihre Achselhaare und insbesondere den riesigen Schamhaarbusch ließ sie wild wachsen. Auch ihre Beine waren an den Unterschenkeln stark behaart. Aber irgendetwas war an ihr, was mir wiederum gefiel. Das war die Art, wie sie sich zeigte. So als würde sie sagen : `Hey, hier bin ich, einfach so wie ich bin.` Und plötzlich fand ich sie mit dieser natürlichen Ausstrahlung auch schön auf eine ganz besondere Weise. Ebenso, wie ich auch Mia mit ihrer natürlichen Behaarung sehr reizvoll fand.

 

Theresa war schlanker, hatte runde feste Brüste und war im totalen Gegensatz zu ihrer Schwester am Körper ganz haarlos und komplett intimrasiert. Aber sonst war sie in ihrem Äußeren genauso schmucklos wie ihre Schwester. Aber sie gefiel mir genauso.

Die Schönheit eines nackten Körpers liegt wohl doch nur im Auge der Betrachterin. Nackt ist eben einfach geil.

Die Bilder zeigten Monica frei stehend unbefangen in die Kamera strahlend und Theresa zunächst mit einem verlegenen Lächeln neben ihrem Fahrrad unter anderen bekleideten Leuten,

aber dann mit einem Fahrradhelm auf dem Kopf munter in die Pedale tretend. Echt total schöne Bilder und was für eine Wahnsinnsidee, splitternackt mit anderen durch London zu radeln, wirklich krass!

„Sind denn die beiden auch Naturistinnen ?“, wollte Mia wissen.

„Nein, eigentlich nicht. Und außerdem ist Theresa im Gegensatz zu Monica sonst eher schüchtern. Aber irgendwie habe ich sie doch rumgekriegt.“

„Und sie hat sich ja sogar ganz ausgezogen“, bemerkte ich.

„Ja, das hat mich erst auch überrascht, denn viele Frauen haben zumindest ein Höschen anbehalten. Aber als ich mich vor ihnen ganz ausgezogen habe, hat dann auch Monica gleich mitgemacht und Theresa dabei ein bisschen angefeuert. Naja und dann war sie plötzlich auch ganz nackt und hat sich sogar auch von anderen fotografieren lassen.“

„Sie guckt da aber schon noch ein bisschen schüchtern“, meinte Mia, „echt süß“.

 „Ja, aber vielleicht war sie auch nur überrascht über ihre eigene Courage. Jedenfalls haben Monica und Theresa das Ganze am Ende total geil gefunden.“

„Echt tolle Aktion“, bemerkte Mia. „Da würde ich auch gern mal mitmachen.“

 

Ich fand Anica sehr sympatisch. Sie war so freundlich und wirkte so dynamisch. Und dann dieser Body ! Wow, eine echte Powerfrau, dachte ich. Anicas Körper schien fast nur aus Muskeln zu bestehen, modellierte Oberarme und Beine sowie ein Waschbrettbauch. So wirkte sie schon eher jungenhaft, zumal sie kaum Busen hatte. Ihre Brüste waren sehr flach mit abstehenden festen Brustwarzen. Die gebräunte Haut ihres komplett haarlosen Körpers glänzte seidig. Auch bei ihr konnte man meinen, sie habe noch nie irgendwelche Kleidung angehabt.

„Spielen wir nachher Volleyball ?“, fragte Anica und riss mich dadurch aus meinen Gedanken. „Ich bin hier bald fertig und das Wetter ist so klasse“.

Mia und ich nickten und ließen Anica für ihre weitere Arbeit allein.

Wir gingen hinaus und setzten uns, um unsere Sportschuhe anzuziehen.

„Ich mag Anica irre gern“, sagte Mia, während sie ihre Schuhe zuband. „Sie ist immer gut drauf, wahnsinnig sportlich, einfach ein toller Typ“.

 

Als wir nun aufstanden, kam mir das erst etwas merkwürdig vor, mit Sportschuhen und ansonsten nackt herumzulaufen. Aber ich fand, dass das geil aussieht, wie bei der Tennisspielerin vorhin. Zufrieden blickte ich an mir herunter.

„Und, gefällt`s dir?“, wollte Mia darauf wissen.

„Also ich finde das hier einfach nur super.“

„Nicht zu viel Nacktheit ?“

„Nein, das ist absolut schön. Ich fühle mich sehr wohl. Es würde Biggi bestimmt hier auch gefallen.“

„Ich freue mich so, dass das so ist. Du hast also Lust, wiederzukommen?“

„Ja, unbedingt. Es ist einfach geil und du fühlst dich so frei hier.“

„Einfach gesagt: Echte Freiheit kriegst du nur ohne Klamotten.“

„Wow, das klingt echt gut.“

„Könnte glatt von mir sein“, entgegnete Mia lachend. „Ach da ist ja auch Sandra, Hendriks Verlobte. Hallo Sandra !“

Mit langsamen Schritten kam eine Frau mit schulterlangem Haar und einem runden Babybauch auf uns zu. Sie war bestimmt mindestens im siebten Monat und hatte enorm große pralle Brüste. Ihre Nippel waren riesig, umgeben von großen dunklen Höfen. Auch sie war komplett intimrasiert und dunkel gebräunt. Sie war wohl die schönste schwangere Frau, die ich so je gesehen hatte.

Nachdem Mia uns miteinander bekannt gemacht hatte, gingen wir weiter und kamen in einen Gartenbereich, wo einige Frauen und Männer unterschiedlichen Alters mit Harken, Jäten, Unkrautzupfen, Rosenschneiden und so weiter beschäftigt waren. Ich blieb einen Moment an dem Gartentor stehen. Es war ein schöner Anblick, wie sie alle das nackt taten. Ein total schicker Typ unter ihnen war, Jan, der gerade eine Schubkarre mit Grünzeug schob. Jungenhaft, schlank, schön nahtlos gebräunt, ohne ein Haar am Körper – einfach nur wow.

 

Dann sah ich eine ältere Frau auf, die ein buntes Basecap trug. Ihr schulterlanges Haar war rötlich violett gefärbt. Dabei war sie bestimmt schon über 60, aber noch schön schlank. Ihre schlaffen Brüste mit aufrechten Brustwarzen waren wie ihr gesamter Körper schwarzbraun sonnengegerbt. Wieder nur wow, dachte ich, als sie auf uns zukam.

„Hallo Elke, ich möchte dir Anja vorstellen“, rief Mia ihr entgegen.

 

„Oh, wieder ein so schönes Gesicht“, sagte Elke und streckte mir ihre Hand entgegen.

„Elke ist die gute Seele unseres Vereins“, sagte Mia.

Elke lächelte etwas verlegen. Ihre weißen Zähne leuchteten im Kontrast zu ihrer Körperbräune.

„Wie schön ist das, hier zu sein“, bemerkte Mia.

„Und das Tolle ist, dabei in Rente zu sein. Peter und ich sind jetzt schon seit vier Monaten fast jeden Tag auf dem Gelände und bei dem tollen Wetter bisher ausschließlich nackt, wie Erika und Jürgen“, sagte Elke, während deren Mann hinzu kam und uns begrüßte.

Auch Peter hatte eine relativ schlanke Figur. Er war wie seine Frau gut gebräunt und  komplett intimrasiert. Seine Brustwarzen waren mi Ringen gepiercst. Das sah ganz schön scharf aus, muss ich zugeben.

Nachdem wir uns eine Weile unterhalten hatten und  sich Peter und Elke wieder ihrer Arbeit zuwenden wollten, rief ich spontan aus: „Ich würde gern hier mitmachen. Habt ihr für mich was zu tun ?“

„“Na klar“, antwortete Elke, „du kannst am Hochbeet helfen, wenn du Lust hast.“

Mia sagte : „Dann kann ich dich ja erstmal den anderen überlassen. Bis später“.

Also ging ich zu dem Hochbeet hinüber, an dem eine Frau mit Unkrautzupfen beschäftigt war. „Hallo, kann ich hier mithelfen ?“, sprach ich sie an.

„Ja, sehr gern“, sagte sie. „Ich bin Heike. Du bist hier neu, oder?“

„Hey, Heike! Ich bin Anja und zum ersten Mal hier.“
„Mit Mia, oder?“

„Ja, sie hat mich eingeladen, mit herzukommen und mir alles mal anzusehen.“

„Und gefällt es dir?“

„Ja, super. Ich finde es einfach irre schön, hier auf dem Gelände zu sein. Die Leute sind alle so freundlich.“

„Das stimmt. So ist das in der Freikörperkultur. Und so macht es großen Spaß gemeinsam nackt dabei aktiv zu sein.“

Heike sah toll aus. Sie war etwas älter als ich und etwa einsfünfundsiebzig groß, schulterlanges blondiertes Haar und hat eine echt tolle Figur, wie ich sie gern hätte. Schlanker Oberkörper mit festen runden Brüsten, schmaler Taille und rundem Po. Bis auf einen ganz schmalen Strich über der Spalte war auch sie komplett intimrasiert.

ährend wir nun gemeinsam unsere Gartenarbeit machten, erzählte ich Heike die ganze Geschichte, wie ich Mia kennengelernt und durch sie schließlich zur Freikörperkultur gefunden habe.

 

Als wir mit dem Beet fertig waren, fragte Heike: „Hast du Lust, ein wenig Volleyball zu spielen?“

„Ja, gern, aber besonders gut bin ich darin nicht“, antwortete ich.

„Darauf kommt es nicht an. Nur der Spaß zählt. Los komm.“

Wir gingen zu den Sportanlagen hinüber, wo sich auf einem Beachvolleyballfeld schon ein paar Leute versammelten.

„Lass uns da mitmachen. Ich spiele am liebsten Beachvolleyball“, sagte Heike.

Ich zog meine Sportschuhe und Socken aus. Nun war ich splitternackt. Wie geil ist das denn, so Sport zu machen, dachte ich.


Zunächst begrüßten alle auf dem Volleyballfeld einander herzlich und Heike stellte mich allen vor. Außer Heike und mir spielten noch fünf andere Leute mit. So war das also kein echtes Volleyball- und kein richtiges Beachvolleyballspiel, aber das war egal. Die sich nun am Netz bildende Dreier- und Vierermannschaft war jeweils bunt gemischt. Mit Heike und mir spielte eine Frau, etwa 30 Jahre alt, die Birgit hieß. Sie war groß, bestimmt Einsfünfundachtzig, hatte einen blonden Kurzhaarschnitt und eine sehr schlanke, sportliche Figur mit großen Brüsten.

 

 

 

Die Vierermannschaft bildeten eine ältere Frau, etwa Mitte Fünfzig, aber noch sehr fit und schlank, ein korpulenter älterer Mann und ein jüngerer schlanker sowie ein etwa 16 Jahre alter Junge.

Das Spiel begann und zu meiner Überraschung war das Niveau sehr hoch, die anderen spielten allesamt richtig gut, sogar der Dicke. Ich gab also mein Bestes und konnte sogar einigermaßen mithalten, obwohl es schon lange her war, seit ich zuletzt Volleyball gespielt hatte. Und nun sogar nackt! Das war ein unbeschreibliches Freiheitsgefühl, sich so ungehindert gemeinsam mit den anderen auszutoben.


Unterdessen kam dann noch Anica dazu. Sie und Birgit umarmten und küssten einander. Dann schloss sich Anica auf unserer Seite an. Und sie spielte hervorragend Volleyball. Es konnte einen schon anmachen, ihr dabei zuzusehen. So eine Sportskanone. Jetzt wurde unser Spiel immer besser. Es wurde um jeden Ball gefightet, gesprungen, gehechtet, gebloggt, geschmettert und immer wieder abgeklatscht. Mir fiel auf, dass Birgit dabei offenbar immer wieder die Körperberührung mit Anica suchte, ihr auch gelegentlich an den Po fasste oder einen Klaps gab. Anica schien dies sichtbar zu gefallen, denn sie tat dann und wann dasselbe mit Birgit.

Nach dem Spiel sprangen alle Volleyballer in den Badesee, um sich abzukühlen und den am Körper klebenden Sand abzuwaschen. Dann zog ich mich mit meinem Strandlaken auf eine kleine Liegewiese zurück, um dort im Halbschatten etwas auszuruhen, bis Mia zurückkommen würde.

 

Während ich so vor mich hin döste, ging jemand an meinem Liegeplatz vorbei. Es war ein junger Mann mit lockigen kurzen Haaren, der noch mit T-Shirt, Shorts sowie Sandalen bekleidet war und einen Rucksack trug. Ich sah ihm nach. In einiger Entfernung stellte er den Rucksack ab, breitete eine Decke auf dem Rasen aus und kramte einen Stapel Bücher hervor. Dabei erkannte ich ihn. Es war Philipp der Student, der bei mir in der Firma im letzten Jahr gejobbt hatte. Ein netter Typ, bei dem ich sicher war, dass er eine Freundin hatte. Aber hier war er allein. Und er machte auch FKK! Wow, dachte ich. Ich war schon etwas gespannt, wie er wohl nackt aussehen würde. Er bemerkte nicht, dass ich ihn beim Ausziehen beobachtete. Erst die Sandalen, dann das T-Shirt. Sein schlanker Oberkörper war unbehaart. Ich mag Männer lieber, wenn sie nicht so behaart und bemuskelt sind. Dann zog er die Shorts und den Slip aus. Sein Schwanz war im Verhältnis zu seiner jungenhaften Statur auffallend groß. Und dazu war Philipp auch noch komplett intimrasiert! Nochmals wow!

 

Philipp legte sich auf den Bauch und schlug das erste der mitgebrachten Bücher auf. Nach kurzem Überlegen beschloss ich, einmal Hallo zu sagen und ging zu ihm hinüber.

„Hallo Philipp ! Du auch hier ?“

„Oh ! Hallo Frau …“

„Wir sind nackt, da sollten wir uns duzen. Ich bin Anja.“

„Na dann, hallo Anja!“

„Darf ich mich setzen, oder störe ich dich beim Lernen?“

„Nein, nein. Schöner kann man doch davon nicht abgehalten werden.“

„Das hast du aber nett gesagt.“

Ich setzte mich im Schneidersitz neben Philipp auf die Decke.

„Bist du hier Mitglied im Verein?“

„Nee, ich habe ein Tagesticket. Komme ab und an bei schönem Wetter hier her. Und du ?“

„Ich bin zum ersten Mal hier mit einer Freundin. Sie ist Mitglied. Ich könnte mir das für mich auch vorstellen. Denn ich bin gerade dabei, eine echte Naturistin zu werden.“

„Aha. Und wie wird man das?“

„Indem du erlebst, wie schön es ist, mit Leuten, die offen, unbefangen und tolerant sind, in der Freizeit nackt sein zu können. Ich steh da mittlerweile total drauf.“

„Also ich habe da bisher nicht so drüber nachgedacht. Ich relaxe einfach gern ohne Klamotten bei der Wärme, hier oder im Stadtpark. Aber du hast Recht, es ist echt schön hier. Und plötzlich trifft man sich so zufällig …“

„Das macht dir doch nichts aus, oder?“

„Nein, nein, aber erst ist das schon komisch, sich plötzlich so zu treffen, ich meine nackt …“

„Also für mich ist das schon total normal.“

„Ja, ist es ja vielleicht auch. Ich finde, du siehst toll aus so …“

„Danke. Du gefällst mir ohne Verpackung auch viel besser. Hast du vielleicht eine Zigarette für mich?“

„Ja, warte mal, hier in meinem Rucksack. Kannst du mir den mal rübergeben?“

„Ach, du kannst nicht aufstehen?“

Philipp wurde ein wenig rot.

„Nee, ich hab `nen Steifen“, sagte er kleinlaut.

„Na und ?“

„Ja, sorry. Das kann ich doch hier nicht einfach so zeigen …“

„Also mir macht das nichts aus. Schließlich siehst du bei mir auch alles und es guckt sowieso keiner hier rüber.“

„Okay, also da es dir nichts ausmacht ...“

Philipp richtete sich auf und griff mit wippendem Schwanz nach seinem Rucksack. Dann setzte er sich in den Schneidersitz. So saßen wird dann einander gegenüber. Sein steifer Penis machte eine Tanzbewegung, als er mir eine Zigarette reichte. Ich gebe zu, dass ich schon ein bisschen heiß war und Lust auf alles Mögliche hatte. Aber wir waren ja auf einem FKK-Gelände. Und FKK soll ja nichts mit Sexualität zu tun haben, wie die Naturisten sagen. Aber stimmt das überhaupt? Ich glaube, nicht wirklich. Mir gefallen nackte Körper. Und ich find`s geil, wenn mich andere auch so gut finden. Was ist denn dabei, dass mich das anmacht? Bestimmt denken hier andere auch so wie ich. Ich jedenfalls habe am Geländeeingang nicht aufgehört, eine Frau zu sein.

Ganz ungeniert betrachtete ich Philipps Prachtstück.

„Wow. Echt riesig !“, bemerkte ich nun einfach.

„Gefällt er dir?“

„Ja, sieht geil aus, auch dass du ganz rasiert bist ...“

Ich streckte meine Beine aus und stütze meinen Rücken mit den Händen ab. Dabei öffnete ich meine Schenkel, so dass Philipp auch von mir etwas mehr zu sehen bekam. Ich genoss es einfach, dass Philipp beiläufig tuend immer wieder auf mein Schmuckkästchen guckte. Unterdessen war ich feucht geworden. Ob er das bemerkt hatte?

„Ich finde es übrigens sehr schön, dass du auch komplett rasiert bist, wenn ich das mal so sagen darf“, sagte Philipp. „Sieht toll aus.“

„Danke. Das ist für mich beim FKK ein Muss. Und die meisten hier sind rasiert, sogar die älteren. Ich finde,  dass das bei allen gut aussieht. Auch ich fühle mich so einfach viel wohler beim Nacktherumlaufen, viel gepflegter irgendwie. Ich rasiere ja auch Beine und Achseln.“

„Das passt gut zu dir. Es wirkt so natürlich, so rein.“

„Rein und unschuldig … ?“

„Irgendwie schon. Und gleichzeitig verdammt sexy.“

„Rein, unschuldig und sexy? Geht das überhaupt?“

„Ich finde, schon. Wie soll es denn wirken?“

„Naja, rein, unschuldig und vielleicht auch sexy. Ich mag es einfach. Und wenn es auf dich so wirkt, dann ist das auch gut so.“

„Ja, ich gestehe, das ist schon so.“

„Wie man ja auch sehen kann. Aber vielleicht sollten wir lieber erstmal Schwimmen gehen, damit sich dein Großer wieder etwas abregt. Ah, da hinten ist ja meine Freundin Mia. Hallo Mia, hier bin ich!“

Mia kam angelaufen.

„Ach hier steckst du!“

„Ich habe Philipp hier getroffen und schon eine Menge andere Leute kennengelernt. Wir haben Volleyball gespielt. Das war irre toll. Unbeschreiblich.“

„Wie schön. Am Vereinshaus wird jetzt gegrillt. Habt Ihr Lust, mitzukommen ?“

„Ja, gute Idee …“

Gleich machten Mia und ich uns auf den Weg. Philipp wollte später nachkommen.

 

Nachdem wir losgegangen waren, hörten Mia und ich leise Musik. In einiger Entfernung saß eine junge Frau auf einer Bank und spielte auf einer silbernen Querflöte. Als sie uns sah, stand sie auf und spielte ihre Melodie weiter. Wir blieben stehen, um ihr ein wenig zuzuhören. Die Musik klang schön und die Frau, sie hieß Angelika, bot einfach einen wunderschönen Anblick, so ursprünglich und verträumt. Sie war sehr schlank und hellhäutig . Angelika hatte ein hübsches mädchenhaftes Gesicht und eine sehr natürliche Ausstrahlung. An den Beinen war sie behaart. Auch die Achseln rasierte sie nicht. Sie hatte schöne schlanke Hände. Schmuck trug sie nicht. Nur oberhalb ihres Schamhaarbusches hatte sie ein winziges schlichtes Tattoo.

 

Ich fühlte mich von ihr verzaubert. Mia ging es nicht anders. „Das ist total schön, wie du hier spielst.“, sagte Mia leise, als Angelika die Flöte von den Lippen nahm.

„Danke“, antwortete die leise und wirkte dabei sehr schüchtern.

„Und du sieht dabei so schön aus ...“, warf ich ein.

Angelika legte die Flöte auf die Holzbank, und bedeckte mit einer Hand ihre Scham, während sie einen Unterarm vor ihre Brüste hielt.

„Genierst du dich vor uns?“, fragte Mia behutsam klingend.

„Ich bin nackt nur wegen der Musik. Unter freiem Himmel ist der Klang so ursprünglich, die Musik zusammen mit den Naturgeräuschen. Und nackt fühle ich mich eins mit der Natur und der Musik, versteht ihr?“

„Das kann man richtig nachfühlen“, sagte ich.

„So richtig geerdet“, ergänzte Mia.

„Ja, das ist so. Deshalb gehe ich am liebsten barfuß“, erklärte Angelika.

„Ich auch!“, rief Mia aus.

„Aber sonst zeige ich mich anderen nicht gern so“, entgegnete Angelika und sah verlegen auf ihre nackten Füße. „Ich suche mehr die Einsamkeit in der Natur, um so Musik zu machen.“

„Aber du bist doch auch hier genau richtig. Du bist in der Natur und einfach nackt wie wir alle“, sagte Mia.

„Ja, ja, deshalb habe ich mich ja auch nur hier her getraut“, antwortete Angelika mit einem verlegenen Lächeln und ließ den Arm sinken, der ihre Brüste bedeckt hatte.

„Na, siehst du. Du wirst dich schnell daran gewöhnen und begreifen, dass das hier was ganz anderes ist, nackt zu sein“, sagte ich. „Ich bin heute auch zum ersten Mal hier und es ist einfach nur fantastisch“.

„Ja, ich werde vielleicht mal sehen …“, erwiderte Angelika.

„Spiel doch bitte noch etwas“, bat Mia.

Gleich begann Angelika wieder zu spielen, wieder so ein weich und meditativ klingendes Lied, echt schön.

„Kommst du bald wieder?“, fragte ich schließlich.

„Ja, morgen“, antwortete Angelika.

„Wir auch“, sagte Mia.

Als wir darauf weitergingen sagte Mia : „Echt eine Frau zum Verlieben …“

„Tja, manchmal könnte ich mich schon fragen, warum ich eigentlich nicht auch auf Frauen stehe“, entgegnete ich.

Mia lachte. „Ja, aber das musst allein du wissen.“

„Hallo Mia“, sagte plötzlich eine Frauenstimme.

„Hi, Anne!“, antwortete Mia und stellte mich ihr vor.

Anne war auch so ein total natürlicher Hippietyp wie Mia. Etwas kleiner, hellhäutig, recht schlank mit kleinen Brüsten. Sie trug diversen Schmuck, war ein wenig tätowiert und noch stärker behaart als Mia. Ihr dunkler Schamhaarbusch war einfach riesig, unter ihren Achseln war starker Haarwuchs erkennbar und auch ihre Beine waren dicht dunkel behaart. Sogar aus ihrem Bauchnabel heraus kräuselten dunkle Härchen in einem Stich fast bis zu ihrem Busch hinunter. Ich hatte bislang noch nie eine Frau gesehen, die an den entscheidenden Stellen so behaart war. Aber die Behaarung passte zu ihrem natürlichen Typ. Und dazu hatte Anne ein so hübsches Gesicht. Ich fand sie bildschön. Wie Mia damals am See.

Anne sah Mia liebevoll an und fragte schließlich: „Du Mia, hast du nachher mal kurz Zeit. Ich würde gern mit dir was bereden.“

„Das könnt ihr doch jetzt machen“, mischte ich mich ein. „Ich sehe mal nach, wo Philipp bleibt.“

Anne legte ihren Arm um Mias Hüfte. Ich ließ die beiden allein. Im Weggehen dachte ich, die würden doch toll zueinander passen, da Anne im Gegensatz zu Elli auch FKK macht.

 

Also ging ich zurück zur Liegewiese. Philipp lag wieder auf dem Bauch auf seiner Decke und war in eines seiner Bücher vertieft.

„Na, kommst du von deinen Büchern nicht weg ?“, fragte ich.

„Ich musste das hier noch zu Ende lesen, aber jetzt bin ich fertig“, antwortete Philipp und setzte sich auf. Währenddessen bekam er in seinem Schneidersitz wieder einen mächtigen Steifen. Er blickte auf sein Prachtstück und lächelte mich darauf etwas verlegen an.

„Deinem großen Freund scheint es hier ja richtig gut zu gefallen“, bemerkte ich.

„Ja, das kann eigentlich nur an dir liegen“, erwiderte Philipp.

Ich sah mich um. Die Liegewiese war jetzt leer, weil das Bad für die Tagesgäste nun geschlossen war. In der Nähe war auch sonst niemand zu sehen.

„Na dann muss ich dir wohl schnell mal helfen“, sagte ich, kniete mich auf die Decke und beugte mich über Philipps Schoß. Dann ergriff ich seinen herrlich großen Penis an der haarlosen Wurzel und strich mit der Zungenspitze über die Eichel.

„Oh Gott, wie geil ist das denn jetzt“, flüsterte er.

Sogleich machte ich mich ran ans Vergnügen, ihm einen zu blasen. Philipp kam schnell und ganz schön heftig. Ich ließ ihn in meinen Mund abspritzen und schluckte das Sperma hinunter.

Und denen, die meinen, ich hätte das auf einem FKK-Gelände nicht tun dürfen, sage ich: Sorry, aber das war einfach ein geiler Notfall und keiner hat etwas davon mitbekommen. Natürlich würde ich sowas hier nicht wieder machen, denn es ist ja zu Recht verboten.

Ich stand auf, warf Philipp sein Handtuch zu und sagte nur: „Jetzt können wir ja vor dem Grillen noch eine Runde Schwimmen gehen.“

Die Abkühlung tat uns beiden und auch Philipps großem Freund richtig gut.

 

Dann packten Philipp und ich unsere Sachen auf der Liegewiese zusammen. Philipp fiel plötzlich ein, dass er noch eine Verabredung hatte und verschwand. So machte ich mich allein auf den Weg zum Vereinshaus zum Grillen. Auf der Terrasse hatte sich schon eine größere Zahl von Leuten eingefunden. Auf den ersten Blick sah es schon sonderbar aus, dass hier alle auch zum Essen nackt waren. Nur Peter, der an einem großem Holzkohlegrill stand, trug zum Körperschutz eine Grillschürze. Robert, der Vereinsvorsitzende, legte ein von Erika vorbereitetes Stück Lachs auf einen Gasgrill. Währenddessen kam Jan dazu, reichte Robert eine Bierflasche, stieß mit ihm an und sagte lachend auf Roberts Schwanz zeigend : „Du könntest ja auch noch eine Thüringer dazu legen.“

Robert grinste und antwortete : „Und daneben bruzzelt dann aber auch deine Krakauer.“

Als darauf Jans Freund Marian dazu kam, fügte Robert lachend hinzu :

„Vorsicht, es könnte auch dich treffen“

„Was?“, fragte Marian.

„Deine Krakauer könnte auch noch auf dem Grill landen, wenn du so frech bist wie dein Freund.“

Das ist doch echt witzig, dass hier im Verein alle lustig und locker drauf sind, egal ob sie nun jung oder schon etwas älter sind, dachte ich bei mir.

 

Nach dem Erleben dieses Tages auf dem SuN-Gelände ließ mich die Freikörperkultur nicht mehr los. In den Tagen darauf zog es mich auch ohne Mia immer wieder auf das Gelände. Schnell lernte ich viele nette Leute verschiedenen Alters kennen und genoss so sehr das ungezwungene Freiheitsgefühl unter ihnen. Schon nach kurzer Zeit wurde ich als Mitglied in den SuN aufgenommen. Seitdem verbrachte ich wohl jede freie Minute hier im Verein, meiner Freizeitwelt. Besonders schön fand ich dabei auch, dass wir im SuN egal, ob es draußen warm oder kalt ist, immer nackt sind. Im Vereinshaus gilt sowieso immer Textilfreiheit. Aber auch beim Sport in der Turnhalle der Goethe-Schule und der Sporthalle der Fritz-Reuter-Schule sowie der Schwimmhalle des Bismarck-Bades ist FKK obligatorisch.

 

Zwischen Philipp und mir hat sich übrigens nichts Weiteres ergeben. Ich habe ihn seitdem nicht mehr wieder getroffen. Er ist wohl weiter mit seiner Freundin zusammen und ich bin immer noch solo. Schließlich bin ich wählerisch, denn mein Freund müsste genauso auf FKK stehen wie ich. Und so einen habe ich eben bislang noch nicht gefunden.

 

Nun war ich auch schon seit zwei Jahren Vereinsmitglied. Ich machte dabei viel Sport, insbesondere spielte ich gern Tischtennis und auch Volleyball oder machte Aerobic. Und die Bikinistreifen von damals sind für immer verschwunden. Freizeit heißt frei sein und frei sein heißt für mich nackt sein.

 

Einige Zeit darauf sollte mein Leben als Naturistin noch eine besondere Wendung kriegen.

An einem kühlen Herbsttag fuhr ich zum SuN, um in die Sauna zu gehen. Während ich mich auszog, kam Ellen in den Auskleideraum. Ellen ist die zweite Vereinsvorsitzende, eine große, kraftvolle Frau von 52 Jahren.

„Hallo Anja, gut dass ich dich treffe. Hast du mal kurz Zeit?“

„Ja, worum geht`s?“

„Das würde ich gern mit dir im Büro besprechen“.

„Gut, ich komm gleich zu dir“.

Schnell zog ich meine Socken aus, die ich noch anhatte, und ging Ellen nach. Was sie wohl Wichtiges von mir wollte?

„Komm, setz dich“, sagte sie freundlich, als ich das Büro betrat.

Ich legte ein Handtuch auf den Stuhl, bevor ich mich setzte. Ihr wisst ja, wir Nackten legen immer etwas unter.

„Also die Sache ist die“, begann Ellen. „Wie du vielleicht weißt, haben wir mittlerweile mehr als 300 Vereinsmitglieder. Auch die Zahl unserer Badegäste im Sommer ist enorm gestiegen. Außerdem habe ich ja nun wieder eine volle Stelle an meiner Schule. Und so haben Robert und ich festgestellt, dass die ganze Verwaltungsarbeit hier im Verein vom Vorstand und Kassenwart nicht mehr zu schaffen ist. Deshalb haben wir beschlossen, dafür eine Arbeitskraft einzustellen. Wir würden dabei am liebsten Jemanden von uns nehmen. Wir haben da an dich gedacht. Du bist hier doch sehr aktiv und außerdem Bürokauffrau.“

„Ich könnte hier fest angestellt arbeiten?“, fragte ich verdutzt.

„Ja, du wärest zentral für die gesamte Verwaltung des Vereins und des Geländes verantwortlich, natürlich mit Unterstützung des Vorstandes und allen Anderen. Ich finde, das ist wirklich eine tolle Aufgabe, die mir bisher auch viel Spaß gemacht hat. Du hast dabei mit allen Mitgliedern zu tun, bist für die Kontakte zu anderen Vereinen und zum DFK zuständig, organisierst den Gelände- und Badebetrieb und so weiter. Ich finde, das ist doch wirklich ein besonderer Job für eine Naturistin, da du hier natürlich immer nackt arbeiten würdest“, sagte Ellen schmunzelnd.

„Ach, ach ja … wow!“, rief ich aus. Ich war kurz ganz durcheinander.

„Und das mit einer Arbeitszeit von 35 Stunden pro Woche und anständiger Bezahlung“, fügte Ellen hinzu. „Allerdings kannst du leider Urlaub nur außerhalb der Saison nehmen. Na, willst du dir das mal überlegen?“

Ich war nun nur noch begeistert.

„Da gibt es nichts zu überlegen. Ich würde sehr gern hier arbeiten! Da kann ich sofort Ja sagen!“, rief ich aus.

„Also. Abgemacht. Ich kann dir gar nicht sagen, wie mich das freut!“ rief Ellen begeistert.

Darauf sprangen wir faston unseren Stühlen auf und umarmten uns fest. Es war ein tolles inniges Gefühl.

Dann besprachen wir die Einzelheiten.

Als ich später das Vereinsbüro verließ, war ich total aufgewühlt. Deshalb suchte ich mir schnell ein einsames Örtchen zum Masturbieren. So kann ich Aufregung und Anspannungen immer am besten lösen. Ich gebe zu, ich mache es mir auch sonst ziemlich häufig selbst. Aber da ist doch nichts dabei, oder?

 

Da die Versicherung bereit war, mich kurzfristig freizustellen, konnte ich zwei Wochen  darauf beim SuN anfangen und es kaum erwarten. Ich kaufte mir ein 10er-Abo in einem Sonnenstudio und wurde prompt gefragt, ob ich für einen Urlaub vorbräunen wolle. „Ja, so etwas ähnliches“, antwortete ich. Schließlich hatte ich mir zu meinem Arbeitsbeginn eine schöne Bräune zugelegt. Obwohl der SuN ja eigentlich mein zweites Zuhause ist, war der erste Arbeitstag etwas ganz Besonders für mich. Deshalb war ich davor irre aufgeregt, hatte sowas wie Lampenfieber. Ich nahm ein heißes Bad mit einer ausgiebigen Körperrasur. Aber dadurch legte sich meine Aufregung nicht. Die halbe Nacht bekam ich kein Auge zu. Schließlich stand ich um 6.00 Uhr auf. Nachdem ich meine Arbeitstasche gepackt hatte, stand ich ratlos vor meinem Kleiderschrank. Ich spürte einen Widerwillen, etwas anzuziehen. Aber es musste ja sein. Also zog ich schließlich zu engen Jeans und Sneakers einen Wollpullover ohne was drunter und eine Regenjacke an. So machte ich mich viel zu früh auf zur Arbeit.

 

Es war noch dunkel, als ich das Metalltor zum Vereinsgelände aufschloss, um mein Auto zu parken. Der frühe Novembermorgen war kalt und regnerisch. Für den Weg zum Vereinshaus brauchte ich eine Taschenlampe. Dort angekommen gingen dann aber Lampen an, Bewegungsmelder. Ich schloss die Tür auf und ging hinein. Alles dunkel, niemand da. Ich war hier zuvor noch nie ganz allein. Ich bekam Herzklopfen. Nachdem ich die Grundbeleuchtung am Eingang eingeschaltet hatte, ging ich am leeren Garderobenbaum vorbei in den Auskleideraum. Es war noch ziemlich kühl im Haus. Nach der Nacht wurde der Fußboden von der Heizung erst langsam wieder erwärmt. Natürlich zog ich mich trotzdem aus. Hier ist schließlich textilfreier Bereich! Es fühlte sich diesmal besonders an, als ich meinen Schrank öffnete. Viele Arbeitnehmer ziehen sich zur Arbeit an einem Spind um. Aber ich bin eine, die sich für ihre Arbeit ausziehen darf! Nach wenigen Augenblicken stand ich splitternackt vor meinem Schrank und sah auf meine nugatbraunen Füße. Die waren ganz kalt. Deshalb zog ich Tennissocken und Sportschuhe an. Ein gutes Gefühl, dazu nackt zu sein. Ich finde, du spürst so die Körperfreiheit noch stärker und es sieht einfach geil aus. Mittlerweile trage ich fast immer Socken und Sportschuhe zu nackter Haut.

Nun machte ich so erstmal eine kleine Runde durchs Haus und schaltete in der Cafeteria sowie in den Fluren das Licht an. Dann ging ich in meinem Lichtkleid ins Vereinsbüro - ich konnte es immer noch nicht ganz glauben - mein Büro. Ich legte ein Frottiertuch auf den Schreibtischstuhl hinter der großen auf zwei Böcken aufliegenden Arbeitsplatte und begann, mir meinen Arbeitsplatz einzurichten. Nach etwas Zeit klopfte es an der Zimmertür, die darauf schwungvoll geöffnet wurde. Herein kam Robert, unser Vereinsvorsitzender, mit einem großen Wiesenblumenstrauß in der Hand gefolgt von Erika und Jürgen.

„Da ist ja unsere neue Managerin, herzlich willkommen an deinem Arbeitsplatz, du“, sagte er, umarmte mich und überreichte mir die Blumen.

„Oh, vielen Dank, Chef“, entgegnete ich.

Dann umarmten mich auch Jürgen und Erika. Ich genoss dabei die Wärme und den unparfümiert natürlichen Geruch von Erikas Körper.

Auch Robert mag ich sehr. Er hat den Verein damals gemeinsam mit Ellen, deren Mann, Uta, Kati sowie einigen anderen gegründet und hierfür aus eigener Tasche sehr viel Geld für das Vereinshaus und die Geländeanlage gegeben. Robert war nun 62 Jahre alt. Er hat eine Super-Figur, schlank und durchtrainiert, wie ein Leichtathlet.

Robert hat ein freundliches Gesicht mit blitzenden blauen Augen und einen Kurzhaarschnitt. Sein ansonsten vollkommen haarloser Körper ist stets gut gebräunt. Ich finde immer, dass man erst auf den zweiten Blick merkt, dass Robert gay ist.

 

(Robert war übrigens auch der Gründer des sogenannten Regenbogenfreundeskreises, dessen Mitglieder für die Rechte der Schwulen und Lesben auch aus der Freikörperkulturbewegung und deren Toleranz heraus multikulturell eintreten, wie Robert es ausdrückt. Uta ist die Moniteurin des Freundeskreises, dem überwiegend Frauen, darunter Mia und Anne sowie Anica und Birgit, angehören.

Das riesige Sport- und Freizeitangebot sowie die coole und tolerante Atmosphäre ist wohl der Grund, dass der SuN überdurchschnittlich viele jüngere Mitglieder im Alter von 18 bis 30 hat, während viele andere FKK-Vereine mittlerweile überaltern und Nachwuchsprobleme haben, wie mir immer wieder berichtet wird.)

 

Ich hatte nun bestimmt einen der coolsten Arbeitsplätze der Welt. Ich darf da arbeiten, wo ich auch meine Freizeit verbringe und das auch noch immer nackt! Dazu trage ich meistens Socken und Sportschuhe. Das ist praktisch, wenn ich auf dem Gelände unterwegs bin und ich finde das, wie gesagt, einfach geil.

 

Mein Job ist sehr abwechslungsreich. Im Vereinsbüro ist eigentlich immer was los.

 

Nach den ersten zwei Wochen klingelte mein Bürotelefon.

„Hier ist der SuN. Ich bin Anja, was kann ich für dich tun?“, meldete ich mich.

„Hallo, hier ist Kerstin.“

„Hey!“

„Ich wollte mal hören, wie es dir so geht.“

„Total super, alles toll!“

„Du fehlst uns hier schon ganz schön. Macht dir deine neue Arbeit mehr Spaß?“

„Ja, es macht echt super viel Spaß.“

„Und du arbeitest wirklich in einem FKK-Verein?“

„Du kannst mich ja gern mal hier besuchen, wenn du Lust hast. Wir könnten dann auch noch zusammen in die Sauna gehen.“

„Hm, ja gern.“

„Passt es dir am Freitagnachmittag?“
„Ja, gut. Also bis dann. Ich freue mich:“
„Ich mich auch, ciao.“

Ich nahm Kerstin am Eingang des Vereinshauses in Empfang. Sie schien erst erschrocken zu sein, da ich ja splitternackt war.

„Läufst du hier immer so rum?“, fragte sie.

„Ja, hier ist ein absolut textilfreier Bereich“, antwortete ich ein wenig stolz. „

Zieh bitte gleich deine Schuhe und Strümpfe, bevor du in den Auskleideraum gehst.“

Dann begleitete ich Kerstin in den Auskleideraum.

Ich zeigte ihr meinen Schrank. „So, hier kannst du dich auch ausziehen“, wies ich sie an.

„Stimmt das echt, dass ihr hier immer nackt seid?“, fragte sie ungläubig klingend, während sie ihren BH auszog.

„Ja, das ist hier Pflicht“, antwortete ich.

„Also auch im Büro?“

„Na dann zeig mir mal, wo du jetzt arbeitest“, sagte Kerstin, nachdem sie zuletzt ihren Tanga abgestreift hatte.

Es war das erste Mal, dass ich Kerstin nackt sah. Sie ist größer als ich, bestimmt 1,80, gertenschlank und hat schöne runde Brüste. Auf ihrer hellen Haut waren blasse Bikinistreifen zu erkennen.

„Na dann, komm mal mit“, erwiderte ich, nahm Kerstins Hand und führte sie zum Vereinsbüro.

„Wow, ein schöner Raum und mit Blick auf den See!“, rief sie aus und setzte sich auf meinen Schreibtischstuhl.

„Darf ich ein Foto von dir machen?“, fragte ich und griff nach meinem Smartphone.

„Klar, nur zu“, stimmte Kerstin zu und lachte in die Kamera.

 

Dann lehnte sie sich zurück.

„Kerstin, nackt am Arbeitsplatz. Schön!“, rief ich aus.

Kerstin schaute plötzlich ganz nachdenklich.

„Das ist irgendwie ein ganz irres Gefühl, so nackt im Büro zu sein. Echt krass.“

„Und hättest du das auch gern so?“, wollte ich wissen.

„Nee, ich kann mir das nicht vorstellen, so nackt mit den Kollegen und so“, antwortete Kerstin. „Die ganze Zeit so nackt, das ist nichts für mich, glaube ich. Aber ich freue mich, dass dir das so gut gefällt.“

„Naja, die Freikörperkultur, das Leben ohne Kleidung, ist halt meine Lebensanschauung geworden“, antwortete ich. „Ich trage nur noch Kleidung am Körper, wenn es sich absolut nicht vermeiden lässt.“

 

Manchmal kommt es zu lustigen Situationen, wenn Leute von Außerhalb zu mir ins Büro kommen.

Neulich hatten wir zum Beispiel einen großen Stromausfall im Saunabereich, weshalb ich schnell einen Elektriker bestellen musste. Vor meinem Schreibtisch standen kurz darauf zwei  Männer in gelben Overalls, die mit großen Augen auf meinen nackten Körper starrten.

„Wir konnten doch nicht ahnen, dass … dass …“, stammelte der ältere der Beiden.

„Dass wir hier nackt sind“, ergänzte ich. „Würde es euch denn etwas ausmachen, euch auch auszuziehen?“, fragte ich mit herausforderndem Tonfall. Ich war einfach gespannt, wie sie reagieren würden. Die beiden Typen guckten darauf verlegen auf ihre Schnürsenkel, während der jüngere Azubi verlegen am Reißverschluss seines Overalls knibbelte. Er sah darauf seinen Kollegen Rat suchend an, worauf der wiederum sagte: „Na gut, warum nicht. Wo können wir uns denn ausziehen?“

„Das könnt ihr gleich hier machen. Ich guck euch ja dabei nichts weg“, antwortete ich.

Und so konnte ich mit den Augen einer Frau genießen, wie die beiden jungen Kerle – der jüngere war so um die 19 und hieß Lars, der ältere um die 45 hieß Dirk - begannen, sich aus ihren Arbeitsklamotten zu schälen. Lars war ein echt schicker Junge, schlank, unbehaarter Oberkörper, knackiger Hintern, auffallend großer Schwanz und – hallo !!! – blitzblank rasiert.

 

Dirk war sehr viel kräftiger, am Oberarm und der rechten Schulter tätowiert, sein Brust- und das Schamhaar über dem vergleichsweise deutlich kleineren Schwanz hatte er zumindest gestutzt.

„Na, geht doch. Ihr seht toll aus, ihr Beiden! Jetzt kann ich euch zeigen, wo ihr hin müsst. Kommt mal mit“, sagte ich darauf.

Als wir auf dem Weg zum Saunabereich Erika begegneten, bemerkte sie :

„Das ist ja klasse, Anja, jetzt arbeiten auch die Handwerker nackt!“

„Da kannst du mal sehen!“, erwiderte Dirk darauf fröhlich.

Und Lars schien es bei uns zu gefallen, denn er fragte, ob und wann wir wieder für Besucher öffnen würden.

 

Im Frühling darauf sah ich dann ihn und seine echt süße Freundin Liv auf dem Gelände wieder. Herrlich, wie sie splitternackt Federball spielten. Und Liv war augenfällig FKK-Anhängerin, denn sie war bereits schön nahtlos braun. Sie war einfach ein blonder Engel mit einem perfekt schlanken Body und knackigen Apfelbrüsten.

 

Auf dem Rückumschlag unseres Vereinsmagazins „SuN&FuN“ ist immer ein naturistisches Ganzkörperportrait von einer Frau oder einem Mann abgebildet. Liv hat sich von Anica dafür fotografieren lassen. Und so zierte auch gleich die dritte Ausgabe des Jahres ein sehr schönes Bild von ihr. Auf dem vierten Ausgabe war dann wiederum ein Foto von Jans Freund Marian abgedruckt. Auf der Heftinnenseite gibt es immer eine kurze Vorstellung der so abgebildeten Personen. So stellen sie sich anderen Mitgliedern vor, denn die sind mit über 300 mittlerweile so zahlreich, dass nicht mehr Jeder Jeden oder Jede kennen kann.

 

 Liv (19) :

Liv ist bereits mit der Freikörperkultur aufgewachsen. Ihre Eltern und die jüngere Schwester sind ebenfalls Mitglieder des SuN. Die Kinderkrankenschwester ist begeisterte Volleyballerin und in unser Juniorinnenmannschaft aktiv. Sie sagt :“Wenn ich zum SuN komme und meine Kleidung ausgezogen habe, dann fällt auch der ganze Stress von mir ab und ich fühle mich nur noch frei.“

 

 

Marian (22) :

Im Sommer letzten Jahres entschlossen sich Marian und sein Freund Jan spontan, als Badegäste einen Tag beim SuN zu verbringen. Für beide war es der erste Besuch auf einem FKK-Gelände überhaupt. Davon waren die beiden so begeistert, dass sie in den folgenden Wochen immer wieder gekommen und dann schließlich Mitglieder geworden sind. „Jan und ich spürten gleich diese Freiheit, die Natürlichkeit der Menschen und diese Selbstverständlichkeit des gemeinsamen Nacktseins. Das war einfach toll. Dazu kam diese Offenheit und Toleranz! Wir haben uns gerade als homosexuelles Paar gleich sehr wohl und angenommen gefühlt“, erzählt der junge Kameraassistent. Begeistert waren die beiden natürlich auch von dem breiten Sportangebot. Marian und Jan spielen Fußball, Volleyball sowie Badminton und gehören auch dem Regenbogenfreundeskreis an.

 

 

 

Im Vorwort einer früheren Ausgabe hatte Ellen einmal geschrieben : „Es ist Zeit, Anica für ihre wunderbaren Fotos in unserem Vereinsmagazin zu danken. Ich finde es bemerkenswert, wie es ihr immer wieder gelingt, die Schönheit und Natürlichkeit des gemeinsamen Nacktseins in der Freikörperkultur auf diese wunderbare Weise darzustellen!“

Da hat Ellen wirklich Recht.

 

Teilweise geraten Anicas Fotografien zur naturistischer Fotokunst, wie zum Beispiel die Momentaufnahmen von Helga, Anne, Silvana, Rebecca und Finja

 

Da gemeinsames Aktivsein in der Freikörperkultur Vorrang hat, hat auch die Gemeinschaftsarbeit auf unserem Gelände besondere Bedeutung. Jeder bei uns im Verein muss je nach Alter pro Jahr eine bestimmte Anzahl von Sozialstunden leisten. Eigentlich machen dabei fast alle immer Überstünden, denn das Arbeiten in der Gemeinschaft macht nackt umso mehr Freude. Da unser Gelände so groß ist, fallen über das ganze Jahr draußen und drinnen die verschiedensten Aufgaben an, die sämtlich unbekleidet erledigt werden können.

Zum Beispiel haben Regina und Helga neulich im Gymnastikraum die Wände und Decke neu gestrichen. Abgesehen davon, dass wir alle im Vereinshaus immer nackt sind, ist das für Malerarbeiten sowieso sinnvoll. Die Farbe lässt sich von der Haut einfach abwaschen, von Kleidung nicht. Also solltet Ihr auch zu Hause ohne Klamotten malern.

 

Besonders einsatzfreudig, wenn es auf dem Gelände etwas zu tun gibt, ist Robert als Vereinsvorsitzender. Er ist immer und überall zu finden, wo eine helfende Hand gebraucht wird. Dabei nutzt er seine vielfältigen handwerklichen Begabungen.

 

Viele unserer Mitglieder sind bei den Arbeiten aber auch echte Profis wie etwa Ricarda. Sie ist Zimmerfrau. Wenn an den Gebäuden auf dem Gelände irgendetwas zu bauen oder reparieren gibt, ist sie sofort zu Stelle. Vor Kurzem sah ich sie bei einer Reparatur am Vereinshaus. Sie stand auf einer Leiter. Ihre Werkzeuge hatte sie mit Taschen an einem breiten Ledergurt um ihren dunkel gebräunten nackten Körper gebunden. Dazu trug sie Arbeitsschuhe an den Füßen. Auch gerade weil Ricarda so muskulös ist, war das ein echt schöner Anblick, ihr bei der Arbeit zuzusehen.

 

„Es ist einfach traumhaft nackt arbeiten zu können. Da bist du wirklich zu beneiden, Anja“, sagte sie, als sie mich bemerkte.

 

Ja, schön wäre das für jede Naturistin und jeden Naturisten. Denn das Nacktsein hat auch einen besonders positiven gesundheitlichen Effekt. Wissenschaftliche Studien belegen, dass das Nacktsein die Abwehrkräfte und die Vitalität stärkt, den Körper mehr Vitamin D aufnehmen lässt, die Kalorienverbrennung fördert und so weiter und so weiter. Deshalb wird empfohlen, eine Nacktzeit von einem Viertel zu erreichen.

 

Dem bin ich jetzt weit voraus. Ich habe mittlerweile meine Lebensweise ganz auf die Freikörperkultur ausgerichtet. Das bedeutet zunächst, ich lebe fast ausschließlich ohne Kleidung. Ich ziehe nur noch etwas an, wenn es im Freien zu kalt ist oder wenn ich das Gelände verlasse. Den Inhalt meines Kleiderschrankes habe ich auf das Nötigste reduziert. In größerer Zahl finden sich da nur noch Socken, Sportschuhe und Sandalen.

Kurz nachdem ich angefangen habe, beim SuN zu arbeiten, bin ich in meine Wohnung in der Nähe des Vereinsgeländes gezogen. Und da ich zu Hause auch immer nackt bin, muss ich mir nur für den kurzen Weg zur Arbeit etwas anziehen, um mich dann gleich wieder ausziehen zu können. Im Frühjahr letzten Jahres konnte ich außerdem Hildas Wohnwagen auf unserem Gelände übernehmen, so dass sich meine Nacktzeit in den Sommermonaten auf fast 100 Prozent gesteigert hat, wenn ich auf dem Gelände bleibe.

Offenheit, Wahrhaftigkeit und Toleranz sind mir nun wichtiger denn je. Ich genieße diese freundliche ungezwungene Gemeinschaft mit Gleichgesinnten ohne Eitelkeit, die es nur im Naturismus gibt.

Sicher gibt es nur ganz wenige Naturisten, die ihr Leben so konsequent nach der Freikörperkultur ausrichten können wie ich. Darüber bin ich glücklich und dankbar. Ohne Kleidung lebe ich naturverbunden und einfach, habe zu mir selbst und schlichter Natürlichkeit gefunden. Ich habe das Rauchen aufgegeben, lebe gesund und körperbewusst. Mein einziger Style ist, kein Härchen am Körper zu haben, wie die meisten Naturisten.


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