Anja und Daniel


Grussilda

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23.06.2016
CMNF

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Teil 1 - Zum Trocknen an der Pferdekoppel aufgehängt

 

Anja lief mit bloßen Füßen über das weiche Gras im Tal von Alsingen. Sie trug ihr blauweißes Callicokleid. Das rote Haar hatte sie zu Zöpfen geflochten und sie trug Indianerschmuck. Die Westernreiter von Alsingen hatten zum Westernfest eingeladen und alle, die Zeit hatten, waren der Einladung gefolgt. Auf der Wiese bei der Pferdekoppel standen Indianertipis. Beim Saloon tummelten sich Indianer, Trapper, Cowboys und Südstaatensoldaten. Anja war mit ihrem Bruder Daniel gekommen, der wie ein Trapper gekleidet war. Daniel war mit seinen zweiundzwanzig Jahren drei Jahre älter als Anja. Sie betrachtete ihn, wie er mit einigen Freunden an der Außen-Bar des Saloons stand. Daniel war groß und schlank. Er hatte Muskeln, aber er sah nicht aus wie Rambo. Daniel sah gut aus, fand Anja. Im Gegensatz zu ihr hatte er das rabenschwarze Haar ihrer Mutter geerbt, während Anjas Rot aus der Familie des Vaters stammte. Viele in Vaters Familie waren backsteinblond.

Als sie an der Bar vorbeikam, winkte Daniel: „Na? Wieder ohne Mokassins unterwegs? Pass auf, dass du nicht auf einen Pferdeapfel trittst, Schwesterherz." Sein Lächeln ließ ihr Herz schneller schlagen.

„Ich pass auf", gab sie zur Antwort. Sie ging zum hohen Koppelzaun.

Anja lief für ihr Leben gerne barfuß. Sie liebte es, den natürlichen Untergrund unter den nackten Sohlen zu spüren. Wann immer sie beim Westernverein war, nutzte sie die Gelegenheit, bei schönem Wetter die Mokassins auszuziehen und barfuß zu gehen. Auch zuhause trug sie so gut wie nie Schuhe.

Sie hatte nichts am Leib außer dem luftigen Callicokleid. Untendrunter war sie blank; das war ihr kleines Geheimnis. Sie ging gerne mal unten ohne und hier beim Westerverein würde niemand merken, dass sie das luftige Gefühl im Schritt genoss. Das Kleid war lang genug, um ihr pikantes Geheimnis zu wahren. Anja stellte sich in Gedanken vor, sich einem Mann mit leicht gegrätschten Beinen aufs Bein zu setzen, wenn der auf einer Bank am Saloon saß. Dabei hatte sie einen ganz bestimmten jungen Mann im Sinn. Die Vorstellung trieb ihr das Blut in die Wangen.

Beim hohen Koppelzaun blieb sie stehen. Dieser „Zaun" war genauso gebaut wie alle Koppeleinfriedungen im Tal: In regelmäßigen Abständen waren fünfzehn Zentimeter dicke Rundhölzer in den Boden gerammt und oben und auf halber Höhe gab es Rundhölzer von gleicher Dicke, die waagrecht angebracht waren. Die „hohe Koppel" unterschied sich jedoch von den anderen Pferdekoppeln. Die anderen waren nicht so hoch gebaut. Man konnte sich davor stellen und die Arme darauf legen, wenn man den Pferden zusehen wollte. Bei der hohen Koppel ging das nicht. Hier war der Holzbalkenzaun so hoch, dass die oberen Rundhölzer nur mit ausgestreckten Armen zu greifen waren. Wenn man sich darauf lehnen wollte, musste man auf die unteren Querhölzer steigen. Der Grund für diese außergewöhnlich hohe Koppeleinfriedung war Brutus, das Pferd des Vereinsvorsitzenden der Alsinger Westernreiter. Es war ein ehemaliges Springpferd und setzte mühelos über normale Koppeleinfriedungen hinweg. Wo Brutus konnte, ging er stiften. Es schien dem Rappen einen Mordsspaß zu bereiten, übern Zaun zu springen und abzuhauen. Weil es seinem Besitzer mit der Zeit auf den Wecker ging, war die hohe Koppel gebaut worden und wenn Brutus nicht im Stall stand, verbrachte er seine Zeit auf der Koppel. Von hier konnte er nicht mit seinen unglaublichen Hubschraubersprüngen entkommen.

Anja stieg über den unteren Balken und betrat die Koppel. Sofort kam Brutus zu ihr und wollte gekrault werden.

„Der hat einen Narren an dir gefressen." Anja drehte sich um. Daniel stand am Zaun. Ein paar andere Leute vom Westernverein kamen dazu.

Anja streichelte Brutus.

„Ey! Mit dem Essen spielt man nicht!" rief Anton und erntete ein Lachen für seinen Witz.

„Wo hast du dein neues Callicokleid?" wollte Daniel wissen. Anja wandte sich ihrem Bruder zu: „In meiner Tasche und die habe ich daheim vergessen, ich Trotteline. Ich habe Franziska angerufen. Sie hat versprochen, auf dem Weg nach Alsingen bei uns vorbei zu fahren und die Tasche abzuholen."

„Dann mach bloß dein Kleid nicht dreckig", feixte Daniel. „Du hast nichts zum Wechseln dabei." Sein Lächeln sandte einen sanften Schauder über ihre Haut.

Daniel, dachte sie. Mein geliebter Bruder Daniel.

Brutus stupste sie gegen die Brust.

„Hey, der will was von dir", grölte Anton. „Pass lieber auf, Anja, sonst macht er dir den Hengst."

„Schweinigel!" gab sie zurück. Wieder schubste Brutus. Anscheinend dachte er, sie hätte irgendwo in ihrer Kleidung ein Stück Zucker versteckt.

Sie hörte noch, wie jemand eine Warnung rief, da stieß sie mit den Waden gegen eine Metallkante. Augenblicklich verlor sie das Gleichgewicht und viel mit rudernden Armen nach hinten. Sie klatschte genau in die Badewanne, die frisches Trinkwasser für die Pferde auf der Koppel enthielt.

Alles lachte. Anja kam prustend aus der Wanne: „Shit!" Sie musste selber lachen. Sie war von Kopf bis Fuß klitschnass.

„Warum ziehst du nicht die Klamotten aus, bevor du schwimmen gehst?" krähte Anton lachend.

„So ein Mist!" Anja lief zum Zaun. „Brutus, du bist ein ganz Böser! Wenn du dich nicht entschuldigst, rufe ich beim Pferdemetzger an." Alle grölten vor Lachen und Brutus schaute schuldig aus der Wäsche.

„Ich wollte doch nur spielen", schienen seine großen Augen zu sagen.

„So ein Scheibenkleister!" sagte Anja und schüttelte sich. „Wie kriege ich das jetzt trocken? Franziska kommt frühestens in einer Stunde, wenn nicht sogar später."

Auf Daniels Gesicht erschien ein breites Grinsen: „Dann müssen wir dich zum Trocknen aufhängen, Schwesterchen." Seine Augen leuchteten, wie immer wenn ihm der Schalk im Nacken saß. Er lief zu dem kleinen Schuppen mit Arbeitsgeräten. Als er zurückkam, trug er ein paar Seile über der Schulter.

„Häh?" machte Anton. „Willst du Bergsteigen gehen?" Er imitierte einen Schuhplattler: „Hollaröödulihööö!"

Daniel versetzte ihm einen Stoß: „Hör auf zu schreien wie der Esel unterm Schlachtermesser, du Hammel! Hilf mir lieber, meine Schwester zum Trocknen aufzuhängen."

Anja glaubte, sich verhört zu haben. Hatte Daniel das wirklich gesagt? Aber er hatte Seile herbeigeschafft. Seile! Ihr wurde abwechselnd heiß und kalt. Sie hatte zwei geheime Leidenschaften, die sie niemals jemandem anvertraut hatte: Sie liebte jemanden sehr und begehrte ihn mit jeder Faser ihres Körpers, und sie liebte Seile und Stricke. Schon als Kind hatte sie davon geträumt, gefesselt zu werden. Wenn sie in Filmen sah, wie jemand gefesselt wurde, hatte sie immer heiße Ohren bekommen. Gelegentlich hatte sie mit Selbstfesselungen experimentiert, doch noch nie hatte sie gewagt, irgendeinem Menschen ihren geheimsten Traum zu gestehen.

Ihr Bruder packte sie am Oberarm: „Komm du nasse Nixe. Du wirst zum Trocknen aufgehängt." Er lachte. Alle lachten sie; auch Anja. Sie machte mit. Innerlich jubelte sie.

Ihr Bruder führte sie zur hohen Koppel. Er schubste Anja sachte an: „Hoch mit dir und umdrehen! Rücken zum Zaunpfahl!" Er wandte sich an die umstehenden Leute: „Los! Mitmachen! Passt auf, dass sie nicht runter plumpst, bevor sie festgebunden ist."

Anton lachte hellauf. Er sprang rechts von Anja auf die untere Koppelstange und turnte darauf herum: „Marterpfahl wäre aber passender für eine hübsche Indianerin."

Andrea, die neben ihm stand, knuffte ihn gegen den Oberschenkel: „Am Marterpfahl kann sie nicht abtropfen, Blödel!"

„Und eine Wäscheleine haben wir hier nicht", meinte Daniel gutgelaunt.

Anja stieg auf die untere Koppelstange. Vorsichtig drehte sie sich um, bis sie mit dem Rücken zum Zaunpfahl stand. Die Arme streckte sie rechts und links aus und hängte sie nach hinten über die obere Koppelstange, um sich festzuhalten.

Daniel stieg links von ihr auf den Zaun: „Keine Angst, Schwesterchen. Du brauchst dich nicht lange festzukrallen. Wir machen es dir bequem. Wir binden dich schön fest, dann kannst du in Ruhe abhängen und abtropfen."

Alles lachte. Auch Anja. Sie tat, als hielte sie die Aktion für einen Riesenspaß. Aber innerlich zitterte sie vor Aufregung. Sie sah wie Daniel ein Seil zu Anton hinüberreichte.

„Zuerst die Handgelenke", befahl er. „Du musst eine Schlinge um Anjas Gelenk legen, dann oben und unten um den Koppelbalken herum, unter ihrer Hand durch und rechts und links um ihr Gelenk rum und das Ganze von vorne. Es muss wie eine Acht aussehen. Ihre Handgelenke dürfen nicht aufs Holz gepresst werden. Bei den Füßen machen wir es später genauso."

„Wow! Du kennst dich aber gut aus!" rief Andrea vom Boden aus. „Daniel der Bondagemeister." Sie griente zu ihm hoch: „Wo treibst du dich im Internet eigentlich so rum, mein Guter?"

Still beobachtete Anja, wie die Männer ihre Handgelenke hinter dem oberen Koppelbalken festbanden.

„Sie braucht mehr Stütze", sagte Daniel fachmännisch. „Wir legen noch Seile um ihre Oberarme. Zieh die Ärmel des Kleides hoch, nicht dass Stoff mit eingeklemmt wird und mach die Fesselung fest genug, dass sie Halt gibt aber nicht so stramm, dass sie Anja das Blut abstellt. Sie soll schließlich gut eine Stunde zum Trocknen am Zaun hängen." Er grinste: „Vielleicht braucht sie sogar länger, um trocken zu werden."

„Meine Mutti lässt nasse Wäsche immer über Nacht auf der Leine hängen", meinte Anton trocken.

Anja ließ sie machen. Sie fühlte sich unbeschreiblich wohl. Sie sagte kein Wort. Momentan hätte sie nicht sprechen können. Das Herz schlug ihr bis zum Hals. Sie spürte, wie ihre ausgebreiteten Arme festgeschnürt wurden. Die Fesseln saßen fest aber sie schnitten nicht zu stark in ihre Arme ein.

Die ganze Nacht, hatte Anton gesagt. Die ganze Nacht. Was für eine Vorstellung!

Daniel und Anton sprangen auf den Boden. Ihr Bruder holte ein neues Seil: „Die Füße müssen wir auch festbinden, damit Anja genug Halt hat."

„Und damit sie nicht auskeilt, wenn zufällig einer vor ihr entlang spaziert", lästerte Anton. Er grinste. Man sah ihm an, dass ihm das Spiel ausnehmend gut gefiel.

Nicht nur Anton. Eigentlich schienen alle großen Spaß an der Sache zu haben. Anja beobachtete Andrea. Sie war Mitte Zwanzig, gertenschlank und blond wie Weizen. In Andreas Augen brannte ein Licht, das Anja noch nie zuvor dort gesehen hatte. Andreas Blick war irgendwie hungrig und flehend zugleich.

Sie wäre gerne an meiner Stelle, schoss es Anja durch den Kopf. Sie ist wie ich. Sie möchte auch gefesselt werden. Tja Andrea. Spring doch in die Badewanne.

Sie musste lächeln. Andrea lächelte zurück.

Daniel kümmerte sich um Anjas Füße. Er zog sie von der unteren Koppelstange und ließ sie frei hängen. Dann drückte er sie sanft rechts und links gegen den Zaunpfahl. Wieder praktizierte er den Trick mit der Acht. Er schlang das Seil um Anjas linkes Fußgelenk, überkreuzte die Seilenden und führte sie um den Pfahl herum. Auf der anderen Seite überkreuzte er sie wieder, drückte ihr rechtes Fußgelenk gegen den Pfosten, der vom Seil gepolstert war und schlang es um ihren Knöchel herum. So legte er Seilwindung um Seilwindung um Anjas Fußgelenke und den Zaunpfahl. Von oben betrachtet sah das so aus, als habe er zwei Achter aus Seil so übereinander gelegt, dass die innere Schlinge der linken Acht sich mit der inneren Schlinge der rechten Acht deckte. Anjas Knöchel steckten in mehreren festen Seilwindungen, ohne gegen das Holz des Zaunpfahls gedrückt zu werden.

Daniel machte einen festen Abschlussknoten: „Fertig." Er trat ein paar Schritte zurück und betrachtete sein Werk: „Sieht richtig gut aus. Jetzt kannst du in Ruhe abhängen, Schwesterchen. Tropf dich mal so richtig aus."

Wieder lachten sie alle. Anja lachte mit. Sie fühlte sich unbeschreiblich wohl. Ihr Traum war zur Wahrheit geworden. Sie war an Händen und Füßen gefesselt. Probeweise zog sie an den Stricken, die sie an der Koppel festhielten. Es gab kein Entkommen. Unmöglich. Von allein würde sie sich nicht befreien können. Welch ein Gefühl!

Ich bin ihnen ausgeliefert, dachte sie. Bei dem Gedanken begann es zwischen ihren Beinen zu kribbeln. Sie gab sich Mühe, sich nichts anmerken zu lassen. Sie hing wie eine Gekreuzigte am Koppelzaun und tropfte und sie lachte mit den anderen. Sie sah wie Andrea sie immer wieder mit brennenden Augen anschaute.

Ich gefalle ihr, überlegte Anja. Mein Anblick gefällt ihr. Es macht sie an, mich gefesselt zu sehen.

Schon immer hatte Anja eine Ahnung gehabt, dass Andrea nicht nur auf Männer stand. Da waren flüchtige Umarmungen, eine streichelnde Hand, ein schneller Kuss auf die Wange im Vorbeigehen. Und Andreas Blicke, viel sagende Blicke.

Sie steht ein bisschen auf mich. Und jetzt macht es sie verrückt, mich gefesselt zu sehen. Ich bin hilflos. Wenn sie mich küssen will, kann sie es tun. Oder mich anfassen. Ich kann mich nicht dagegen wehren. Ich bin an Händen und Füßen gefesselt. Ich könnte gar nichts machen, wenn sie anfängt an mir rumzufummeln.

Diese Gedanken brachten Anjas Herzschlag auf Touren. Sie hatte keinerlei Ambitionen in Sachen Frauensex. Sie stand auf Männer, auf einen besonders. Aber hilflos gefesselt einer Frau ausgeliefert zu sein, konnte ganz interessant werden. Was würde Andrea mit ihr anstellen, wenn sie die Möglichkeit dazu bekam? Das Kribbeln in Anjas Schoß wurde stärker. Sie unterdrückte ein Stöhnen. Es war so schön, gefesselt zu sein. Die Stricke schnitten ein bisschen ein, aber das gefiel ihr. Es sollte ruhig ein wenig unangenehm sein.

Daniel stellte sich vor sie: „Du tropfst wie ein kaputter Wasserhahn Schwesterherz. Allzu schnell kannst du nicht runter. Du musst komplett trocknen." Er lachte.

„Ich will ja hängen bleiben, bis ich trocken bin", entgegnete sie. Sie bewegte sich langsam in ihren Fesseln. Sie konnte nicht still halten. Das Kribbeln zwischen ihren Beinen wurde immer wilder.

Berühr mich, Daniel, dachte sie voller Inbrunst. Fass mich an. Ich bin bereit. Ich war es immer.

Doch sie schwieg. Sie musste schweigen. Sie war die schweigende Prinzessin. Das war sie immer gewesen. Ich will nicht befreit werden. Ich will gefesselt bleiben. Noch lange!

In den Augen ihres Bruders las sie etwas wie Übereinstimmung. Daniel schien zu fühlen, wie es ihr ging. Er lächelte ihr warmherzig zu: „Du wirst wohl vorm Abendessen nicht abgehängt werden, so nass wie du bist, Anja. Tut mir leid." Sein Lächeln verbreiterte sich, als er ihr Lächeln sah.

Sein Blick fiel auf ihre gefesselten Füße und verweilte dort. Dann schaute er in die Augen. Lange. Schweigend.

Daniel!, dachte Anja. Sie bekam Herzklopfen. Daniel, lieber Daniel!

Dann war der Bann gebrochen. Er lächelte sie an: „Dann häng mal schön rum, Schwesterherz. Ich habe Durst. Ich muss an die Bar." Er wandte sich ab.

Anja schaute ihm hinterher. Daniel war ausgesprochen gut aussehend. Ihr Bruder war ein Frauenheld, ein Herzensbrecher der nichts anbrennen ließ. Im Moment war er solo und es kam einem Wunder gleich, dass dieser Umstand seit mehr als sechs Wochen anhielt. Lange würde er nicht mehr allein bleiben. Alle Mädchen schauten ihm nach. Das war immer schon so gewesen. Daniel kam bei den Mädels an, und wie.

Kein Wunder, dachte Anja. Man muss sich einfach in ihn verknallen.

Sie liebte ihren Bruder, liebte ihn mit jeder Faser ihres Herzens. Schon als Kind war sie in ihn verknallt gewesen. Mit sieben Jahren war es über sie gekommen, ein scheues kleines Gefühl, das mit den Jahren anwuchs und erstarkte und immer größer wurde. In der Pubertät kamen neue Gefühle dazu, bis dato unbekannte Gefühle. Sie fühlte ein Verlangen das sie verzehrte. Sie wollte seine Hände auf ihrem Körper spüren, seine Lippen kosten, ihn willkommen heißen, sich ihrem Bruder hingeben. Kein anderer Junge hatte es je geschafft derart heftige Gefühle in ihr aufkommen zu lassen. Sie hatte sich oft verliebt, aber tiefere Gefühle waren nicht im Spiel gewesen. Für Anja gab es nur Daniel.

Es war verwirrend. Daniel war ihr Bruder. Anja wusste, dass sie ihn nicht lieben sollte, aber sie kam nicht dagegen an. Wenn Daniel sie anfassen würde, wenn er nur die Hand nach ihr ausstreckte, würde sie sich ihm auf der Stelle hingeben. Sie würde alles mitmachen ohne zu zögern. Aber von sich aus konnte sie nichts tun. Sie war außerstande, die Initiative zu ergreifen. Zu tief saß ihre Schüchternheit. Sie fühlte eine starke Scheu vor dem ersten Schritt.

Wir sind doch Geschwister, dachte sie oft. Wir sind Bruder und Schwester. Es darf nicht sein.

Doch da waren diese unglaublichen Fantasien in ihrem Kopf, Vorstellungen und Wünsche, die ihr heiße Ohren bescherten, wenn sie nur daran dachte.

Sie schaute nach unten auf ihre gefesselten Füße. Daniel hatte ihre nackten Füße angeschaut. Anja wusste längst, dass ihr Bruder auf nackte Füße stand. Er mochte es, wenn Mädchen barfuß liefen, vor allem wenn sie sich nicht die Nägel lackierten. Kriegsbemalung nannte er alles was mit Make-up zu tun hatte. Daniel liebte natürliche Mädchen.

Ich bin natürlich, dachte Anja. Ich schminke mich nie und trage keinen Nagellack auf. Ich gehe bei jeder sich bietenden Gelegenheit barfuß.

Schon als Kind war sie gerne barfuß gelaufen. Es war einfach ein schönes Gefühl, den Boden unter den nackten Sohlen zu spüren, vor allem draußen in der Natur. Auf Familienspaziergängen hatte sie oft ihre Schuhe ausgezogen, wenn sie durch Wald und Flur wanderten. Als sie in die Pubertät kam, fiel ihr auf, dass ihr Bruder auf ihre nackten Füße schaute. Er tat es heimlich und sehr vorsichtig. Den Eltern war nie etwas aufgefallen. Aber sobald Anja einmal darauf aufmerksam geworden war, bemerkte sie es stets, wenn Daniel schaute. Von da an ging sie mit Absicht noch öfter barfuß. Sie gewöhnte sich an, zuhause keine Socken und Hausschuhe mehr zu tragen, auch draußen im Garten oder Park nicht. Sie genoss die begehrlichen Blicke ihres Bruders. Es machte Spaß, ihn anzumachen.

Im Sommer ging sie regelmäßig in dem Becken hinterm Haus schwimmen. Es lag ein wenig abseits, so dass man vom Haus aus nicht hinsah. Das nutzte Anja aus, um nackt zu schwimmen. Auch wenn Daniel dabei war, trug sie grundsätzlich keine Badebekleidung. Er machte Witze über sie, nannte sie eine nackige Nixe oder die Loreley die nur von ihrem langen Haar bekleidet wurde, aber sie sah das begehrliche Brennen in seinen Augen. Sie wusste, dass ihr nackter Körper ihn erregte. Wenn er sie nur berührt hätte. Sie hätte sich ihm auf der Stelle hingegeben. Sie hätte alles mitgemacht, wirklich alles. Da waren die wilden Fantasien in ihrem Kopf. Anja wünschte sich, beherrscht zu werden, sich ihrem Geliebten hinzugeben, sich zu unterwerfen. Voll und ganz wollte sie ihrem Bruder gehören. Sie war bereit, jeden Beweis dafür zu erbringen, sollte er auch noch so schmerzlich sein. Sie wollte es. Sie liebte den Gedanken an Schmerzen. Aber nur von ihm. Nur er durfte es tun. Nur Daniel allein. Sonst niemand.

Oh, warum fing Daniel nicht an? Warum packte er sie nicht einfach an den Oberarmen und sagte: „Komm mit, Anja!" Sie würde mitkommen. Auf der Stelle.

Doch sie musste schweigen. Sie konnte nicht die Initiative ergreifen. Zu stark waren die Hemmungen in ihr. Sie war blockiert. Aus eigener Kraft konnte sie nicht auf ihn zugehen. Sie hätte weinen mögen. Sie konnte es nicht laut sagen, ebenso wenig wie sie in der Lage gewesen war, laut zuzugeben, dass sie sich nach Stricken und Seilen sehnte. Dabei wünschte sie sich seit Jahren, gefesselt zu werden.

„Allmählich trocknest du."

Anja schrak zusammen. Sie war so tief in Gedanken versunken gewesen, dass sie Andrea erst bemerkte, als sie sie ansprach.

Die junge Frau lächelte zu ihr auf: „Kannst du es noch aushalten?"

Anja nickte stumm. Nicht sprechen. Ich bin die schweigende Prinzessin. Ich bin dazu verdammt, auf ewig still zu sein. Meine Zunge ist gelähmt. Ich rede nie. Ich kann es nicht.

Andrea trat zur ihr und streichelte an ihren nackten Beinen hoch: „Du siehst irgendwie niedlich aus, Anja, weißt du das? So süß und hilflos gefesselt. Du bist richtig goldig." Andrea streichelte weiter nach oben.

Anja hielt still. Sie musste stillhalten. Sie konnte sich Andreas Hand nicht entziehen. Sie war gefesselt. Sie war wehrlos. In atemloser Spannung fühlte sie, wie Andrea noch weiter an ihrem Schenkel hinauf strich. Gleich würde sie Anjas kleines Geheimnis entdecken. Anja wurde rot, als sie daran dachte. Andrea streichelte weiter. Höher und höher. Ihre Hand kam in Anjas nacktem Schoß an.

Ungläubig schaute Andrea zu Anja hoch: „Du ...." Ein Lächeln erschien auf ihrem Gesicht: „Na sieh mal einer an!" Sie begann Anja zu streicheln.

Andreas Finger setzten Anjas Schoß in Flammen. Sie hätte gerne die Beine gespreizt, um Andrea besseren Zugang zu gewähren, aber die Stricke verhinderten dies. Trotzdem war es ungeheuer erregend. Sie sagte keinen Piep und machte keine Anstalten, sich Andrea zu entziehen. Wie denn auch? Sie konnte sich kaum bewegen. Die Fesselung ließ keine Gegenwehr zu. Sie musste hinnehmen, was Andrea mit ihr anstellte.

Oh, und wie sie das wollte.

Mach weiter, forderte sie Andrea in Gedanken auf. Hör nicht auf.

Anja war knallrot geworden, aber sie genoss, was mit ihr gemacht wurde. Ihre eigene Wehrlosigkeit erregte sie maßlos. Sie wand sich in den Stricken und unterdrückte mit aller Gewalt ein lautes Stöhnen.

Andrea lächelte zu ihr auf. Ihr Lächeln war spöttisch aber auch liebevoll. Ihre wissenden Finger verschafften Anja höchste Wonnen. Anja schloss die Augen und legte den Kopf in den Nacken. Ja. Ja!

Sie blickte zum Saloon. Im Moment schaute niemand zu ihnen herüber, aber es konnte jeden Augenblick jemand kommen und merken, was Andrea mit ihr machte. Die Furcht vor Entdeckung verstärkte Anjas Erregung noch. Dabei war sie doch vollkommen unschuldig an der Situation. Sie konnte nichts gegen Andreas Hand tun. Die Fesseln hinderten sie an jeglicher Gegenwehr.

Nicht dass sie sich wehren wollte. Nicht mehr. Sie ließ sich fallen. Ihr Schoß hieß die kraulenden, streichelnden Finger dort unten willkommen. Anjas Nässe begrüße Andreas Finger. Oh! Oh ja!

Anja spürte, wie sie kam.

Nicht aufhören!, flehte sie in Gedanken. Um Gottes Willen, jetzt bloß nicht aufhören, Andrea! Mach weiter! Bitte, bitte mach weiter!

Als sie kam, verkrampfte sich ihr Körper von Kopf bis Fuß in den Fesseln und sie konnte ein leises Stöhnen nicht länger unterdrücken. Sie bäumte sich in den Stricken auf und dann kam sie mit Macht. Noch nie hatte sie einen Orgasmus von solcher Intensität erlebt. Es kam über sie wie ein Kometeneinschlag. Feuerwerksraketen schienen rund um sie herum zu explodieren. Für ein paar Augenblicke verlor sie jede Kontrolle über sich. Sie war nur noch vor Lust zuckendes, sich aufbäumendes Fleisch.

Mit einem leisen Seufzer sank sie in sich zusammen.

Andrea schaute lächelnd zu ihr auf: „War es schön, gefesseltes Mädchen?"

Anja nickte stumm.

Andreas Lächeln verbreiterte sich: „Ja dann...." Sie drehte sich um und ging, ließ Anja mit verwirrten Gedanken am Koppelzaun allein.

Seufzend versuchte Anja sich gegen das Holz zurück zu lehnen. Die Stricke schnitten ein. Es tat ein bisschen weh. Sie wünschte sich, befreit zu werden, aber da war ein anderer Teil in ihr, der sich das genaue Gegenteil wünschte. Sie wollte gefesselt bleiben, hilflos am Koppelzaun gekreuzigt. Sie wollte Stunde und Stunde leiden. Daniel sollte bestimmen, dass sie weiter gefesselt blieb. Wenn er befahl, dass Anja angebunden blieb, würde sie es nur zu gerne auf sich nehmen.

„Die ganze Nacht", flüsterte sie. „Ich bleibe die ganze Nacht gefesselt, wenn du es willst, geliebter Bruder. Du musst es nur sagen."

Was für ein Gedanke. Die ganze Nacht gefesselt bleiben, am Koppelzaun hängen, während die Stricke allmählich immer mehr wehtaten und ihr Körper durch die unnatürliche Haltung zu schmerzen begann. Vielleicht würde sie irgendwann anfangen, um Gnade zu betteln, weil sie es nicht länger aushalten konnte. Daniel würde kein Erbarmen zeigen. Er würde sie die ganze Nacht leiden lassen. Selbst wenn sie anfing zu weinen oder gar zu schreien.

Die Vorstellung bescherte Anja mächtiges Herzklopfen. Sie genoss das kleine Gedankenspiel. Sie rekelte sich am Holz. Sie drückte das Becken vor. Sie bewegte sich soweit die Fesselung es zuließ.

Ab und zu kamen Leute vom Saloon vorbei und begutachteten den Fortschritt der Trocknung. Anja schämte sich ein wenig, gefesselt vor den Männern und Frauen zu hängen, doch es erregte sie auch. Sie antwortete mit einem Lachen auf die witzigen Bemerkungen über ihre seltsame Lage. Sie hätte ewig so hängen können. Sie liebte es. Sie war glücklich.

Irgendwann entschied Daniel, dass sein Schwesterherz trocken genug war. Er befreite sie von den Stricken. Als er vor ihr stand und ihre Füße losband, streichelte er ihre Knöchel.

„Du hast tiefe Abdrücke von den Seilen, Anja." Er streichelte ihre nackten Füße und Fußgelenke. Dann fuhr sein Arm plötzlich aufwärts unter ihr Callicokleid, eine Bewegung so flüchtig, dass niemand von den Umstehenden etwas davon mitbekam. Seine Hand ertastete ihre nackte Muschi. Nur für eine Sekunde. Die Zeit stand still, als er ungläubig zu ihr aufschaute. Die Welt schien mit einem Mal eingefroren zu sein. In einer tonlosen dreidimensionalen Fotografie. Anja spürte die Hand ihres Bruders an ihrer empfindlichsten Stelle. Ihr Bruder berührte ihre Weiblichkeit. Anja blickte ihm in die Augen. Ja ich bin nackt, sprach ihr Blick. Vollkommen nackt.

So schnell wie sie zwischen ihre Schenkel geschlüpft war, verschwand die Hand wieder. Während Daniel sie weiter losband, schaute er sie immer wieder an. Da war etwas in seinem Blick, das sie bisher noch nie gesehen hatte.

Später standen sie im Saloon an der Theke und tranken. Immer wieder fiel Daniels Blick auf Anjas bloße Füße. Sie dachte nicht daran, Schuhe anzuziehen, jetzt erst recht nicht. Im Gegenteil. Sie stellte sich so, dass ihr Bruder ihre nackten Füße problemlos anschauen konnte. Sollte er nur schauen und dabei an das schöne Fesselspiel denken und an das kleine Geheimnis das seine Hand unter ihrem Kleid ertastet hatte. Immer wieder trafen sich ihre Blicke. In Daniels Augen stand etwas Neues, bisher nicht Gekanntes. Anja konnte es deutlich wahrnehmen. Etwas zwischen ihr und ihrem Bruder hatte sich verändert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Teil 2 - Anja wird wieder zum Trocknen am Koppelzaun aufgehängt, aber diesmal will sie eine Steigerung

 

Am nächsten Tag achtete Anja darauf, dass ihr Bruder in der Nähe der Dusche war. Sie wusste, was sie vorhatte war verrückt, doch sie konnte nicht anders. Sie musste es versuchen. Wenn es nicht klappte, hatte sie eben Pech. Wenn es klappte dann....

Sie wagte kaum daran zu denken und doch wollte sie es. Schon als sie zur Dusche lief, bekam sie solches Herzklopfen, dass sie Angst hatte, man würde es bis zum Saloon hören. Sie trug wieder ein Callicokleid im Indianerstil und lief barfuß. Die kleine Duschkabine neben dem Saloon war frei. Anja duschte ausgiebig. Als sie das Wasser abdrehte wurde ihr Herzklopfen so schlimm, dass sie kaum noch Luft bekam.

Ich kann das nicht!, dachte sie. Es ist zu wild. Ich ziehe mir das Kleid über und Schluss ist!

Zögernd stand sie in der engen Kabine. Sie tropfte vor Nässe, aber bald würde sie trocknen. Sie atmete einige Male tief durch.

Ich will es. Aber ich traue mich nicht. Was soll ich nur machen?

Die Gedanken wirbelten in ihrem Kopf durcheinander. Was, wenn die Anderen sie missverstanden? Was, wenn sie Anja für bekloppt hielten?

Das werde ich nie herausfinden, wenn ich hier drin stehen bleibe. Ich muss die Tür aufmachen.

Als wenn das so leicht gewesen wäre!

Ich muss einfach nur rufen. Ich werde ja sehen, was passiert.

Los, trau dich!, rief die kleine Stimme in Anjas Kopf. Trau dich doch!

Anja holte tief Luft. Dann rief sie: „Ach, so ein Mist! Ich habe mein Handtuch vergessen und ich bin klitschnass! Kacke!" Sie öffnete den Türverschluss, ließ die Kabinentür aber geschlossen.

„Schon wieder nass von Kopf bis Fuß?" rief Anton von prompt. „Tja ...." Er stieß Daniel in die Seite: „Deine Schwester ist mal wieder pitschnass, Alter."

Daniel grinste ihm zu: „Dann bleibt uns nur eins: Zum Trocknen aufhängen. Genau wie gestern."

„Yeah! Ich hol die Seile." Anton sauste davon.

Die Leute vorm Saloon wurden auf die kleine Szene aufmerksam und kamen heran, allen voran Andrea: „Ihr hängt Anja wieder an den Koppelzaun?"

„Müssen wir doch", meinte Daniel. „Sie ist nass. Sie könnte sich erkälten." Er lachte.

In der Dusche stand Anja mit klopfendem Herzen da und wartete. Jemand klopfte an die Tür: „Komm raus, damit wir dich zum Trocknen aufhängen können." Es war Daniels Stimme.

Anja bekam weiche Knie. War sie zu weit gegangen? Was sie angezettelt hatte, ging verdammt weit. Wie würden die anderen reagieren? Würden sie es auch diesmal als Spaß aufnehmen oder sie anstarren und mit dem Finger auf sie zeigen. Sie schaute das Kleid an, das am Haken hing. Plötzlich hatte Anja Angst vor der eigenen Courage. Sie wusste nicht, ob sie den Mut aufbringen würde, die Tür der Duschkabine zu öffnen und hinaus zu treten. Das Callicokleid entwickelte eine ungeahnte Anziehungskraft.

Soll ich es schnell überziehen? Soll ich es bleiben lassen?

Ihr Bruder nahm ihr die Entscheidung ab. Daniel riss die Tür auf und packte sie am Oberarm: „Na komm schon, damit wir dich am Koppelzaun aufhängen können." Er tat, als wäre das etwas völlig Normales.

Anja ließ sich von ihm nach draußen ziehen. Sie schluckte hart. Sie war nackt. Splitternackt. Sie hatte es so haben wollen, aber mit einem Mal kam ihr ihre Idee total bescheuert vor. Sie wollte in die Kabine zurück oder sich in ihr Tipi flüchten und etwas Frisches anziehen.

Doch Anton und Daniel ließen das nicht zu. Sie packten sie rechts und links und zogen sie aus der Dusche. Nackt stand Anja vor allen Leuten. Sie kam vor Aufregung schier um. Sie schämte sich und wäre am liebsten im Erdboden versunken. Alle schauten sie an.

Sie werden mich für plemplem erklären, dachte sie voller Verzweiflung. Die halten mich für beknackt. Was habe ich mir bloß dabei gedacht?!

„Sie ist tatsächlich klatschnass", befand Andrea. Sie ließ ihre Augen beifällig über Anjas nackten Körper streifen. Was sie sah, gefiel ihr offensichtlich. „Ihr solltet sie schnell am Koppelzaun aufhängen, damit sie in Ruhe trocknen kann."

Lachen ertönte ringsherum.

„Die trocknet doch im Nu", rief Walter. „Sie hat ja kein nasses Kleid an."

„Auch ohne Kleid muss man lange getrocknet werden", meinte Ingrid grinsend. „Die hat nasse Haare. Außerdem soll so ein Luftbad gesund sein."

„Braun wird man auch dabei."

„Sieht doch hübsch aus, so ganz ohne Klamotten."

„So schön natürlich."

„Ja, genau."

„An den Zaun mit ihr!"

„Hängt sie an die Koppel!"

„Her mit den Seilen!"

Alle riefen durcheinander. Alles lachte.

Anja lachte mit. Ihre Wangen glühten vor Scham, aber sie ließ sich willig zur hohen Koppel schleppen. Sie hatte erreicht, was sie wollte. Auch wenn alles in ihr zurückzuckte, wünschte sie es sich doch tief in ihrem Innern. Sie wollte nackt gefesselt werden. Sie bekam vor Aufregung kaum Luft. Ihre Knie waren weich wie Butter. Wenn Anton und ihr Daniel sie nicht gestützt hätten, wäre sie womöglich zusammengebrochen.

Anton und Daniel führten Anja zur hohen Koppel. Ihr Bruder befahl ihr, auf den Koppelzaun zu steigen: „Genau wie gestern. Rauf und umdrehen und die Arme nach rechts und links. Auf geht's!"

Anja stieg auf die untere Koppelstange vor einem der Zaunpfähle. Sie drehte sich mit dem Rücken zum aufrechten Pfahl und hakte ihre Arme rechts und links hinter die obere Koppelstange. Daniel und Anton banden sie fest. Dann fesselte Daniel ihre Fußgelenke rechts und links an den Pfahl. Ihre Füße hingen frei in der Luft. Die einzige Stütze boten die festen Seilschlingen um ihre Knöchel. Anja fühlte sich unbeschreiblich. Diesmal spürte sie das glatte Holz an ihrer nackten Haut. Allein das machte sie schon mächtig an. Noch erregender fand sie jedoch die Tatsache, dass ihre Kreuzigung vor den Augen von drei Dutzend Menschen stattfand. Sie schämte sich, splitternackt vor allen Leuten an der Koppel zu hängen und genoss es gleichzeitig. Es war ein irres Gefühl. In ihrem Schoß kribbelte es wild.

Ich bin nackt gefesselt und alle sehen zu, dachte sie. Mein Gott! Ich kann das nicht glauben. Es geschieht wirklich mit mir. Sie bemerkte die Blicke der Männer. In deren Augen stand eine Art Hunger und ein ordentliches Stück Geilheit. Doch auch so manche Frau betrachtete Anja sehr intensiv.

Ich bin euren Blicken hilflos ausgeliefert, dachte Anja bei sich. Ich hänge nackt und ausgebreitet vor euch. Ihr könnt euch an meinem Anblick aufgeilen, aber ihr könnt mich nicht nehmen. Meine Beine sind so weit geschlossen, dass ich geschützt bin.

Das war ein zusätzlicher Reiz der kreuzigungsartigen Fesselung. Mit der Hand kam man an ihre Muschi ran, aber kein Mann konnte sie in dieser Stellung vögeln. Sie erregte die Männer mit ihrer Hilflosigkeit und Nacktheit und die konnten ihre Wehrlosigkeit nicht ausnutzen. Es machte Anja an. Sie schämte sich und sie freute sich. Am liebsten wäre sie davongelaufen, aber die Stricke hinderten sie daran. Gerade das gefiel ihr und sie sonnte sich unter den hungrigen Blicken, die man ihr zuwarf.

Besonders Daniel schaute sie sehr interessiert an. Er konnte die Augen nicht von ihr wenden.

Ein Handy piepste. Der Anruf war für Kalle, den Vereinsvorsitzenden der Alsinger Westernreiter.

„Das war der Bürgermeister", berichtete Kalle, als das Gespräch vorbei war. „Er bittet uns, beim Umzug durchs Dorf mitzumachen. Heute ist doch Landmarkt in Alsingen. Da laufen Musikzüge durch die Hauptstraße und Abordnungen der Vereine -- Schützenverein, Trachtenverein, Obstzüchterverein und was weiß ich noch alles. Wir holen uns die Pferde und reiten hin. Die Trapper und Indianer bitte auch geschlossen mitkommen, ebenso die Cowboys und Südstaatler. Es ist ja nicht weit. Wir marschieren im Umzug mit und kriegen zum Schluss Freibier. In einer Stunde sind wir wieder da."

Anton schaute zu Anja am Koppelzaun: „Eine Stunde? Das ist aber lang. Könnte hart für Anja werden."

„So lange können wir Anja nicht allein lassen, wenn sie gefesselt ist", sagte Daniel.

Anja rutschte das Herz in die Hose, oder besser gesagt: es wäre ihr in die Hose gerutscht, wenn sie eine angehabt hätte.

Bitte nicht! Ich will gefesselt bleiben! Ihr habt mich doch gerade erst angebunden. Es hat mich so viel Überwindung gekostet, mich endlich zu trauen. Muss dieser dämliche Bürgermeister auch ausgerechnet jetzt anrufen!

„Och nee!" rief Anton. „Nicht losbinden! Wir haben sie doch vor ein paar Minuten erst zum Trocknen aufgehängt. Sieh doch! Ihre Haare sind noch nass und die Haut auch." Er zwinkerte: „So kann Anja doch nicht in ihre Klamotten steigen. Das geht doch nicht!"

„Schon klar", meinte Daniel. „Aber wir können sie nicht gefesselt allein lassen. Was, wenn ihr schwindlig wird oder wenn sie ohnmächtig wird? So etwas kann passieren, wenn man stramm gefesselt ist."

„Sie ist aber doch so schön festgebunden und sieht so hübsch aus am Holz", rief Walter. „Ihr habt sie gerade erst angebunden. Dann war ja eure ganze Arbeit für die Katz. Wenn wir in einer Stunde zurückkommen, soll sie noch am Zaun hängen. Ist doch ein hübscher Anblick solch ein gefesseltes Indianermädchen mit überhaupt nichts an."

„Ich bleibe bei Anja", sagte Andrea. „Ihr könnt losziehen. Wenn es ihr nicht gut geht, knote ich die Fesselung auf."

„Ich bin okay", sagte Anja ein wenig zu hastig. „Ich kann das locker aushalten. Von mir aus bis zum Abendessen."

„Das wären noch vier Stunden", meinte Daniel. Er blickte skeptisch zu ihr auf: „Das ist verdammt lang."

„Na und?" rief Anja. „Ich schaff das. Willst du wetten? Zehn Euro, dass ich es aushalte."

„Abgemacht", sagte Daniel. „Zehn Euro wenn du bis sechs Uhr durchhältst." Er winkte seinen Kumpanen: „Gehen wir. Der Bürgermeister wartet."

„Und das Freibier", grölte Anton.

Die ganze Bande zog ab, teils zu Fuß teils zu Pferde. Es war eine ausgesprochen geräuschvolle Angelegenheit.

Schließlich waren Anja und Andrea allein. Andrea stand ein paar Schritte vom Koppelzaun entfernt und betrachtete Anja ohne Scheu. Sie ließ ihre Augen von Kopf bis Fuß schweifen. Immer wieder.

„Du bist gefesselt", sagte sie. In ihren Augen stand ein Hunger, wie ihn Anja noch nie gesehen hatte, ein Flehen, ein Sehnen von solcher Stärke, dass Andreas Augen davon brannten wie Fackeln. „Diesmal bist du sogar nackt." Andrea kam zu Anja an den Zaun.

„Nackt", sprach sie leise und schaute zu ihr hoch. „Du hast dich vor aller Augen nackt an den Zaun fesseln lassen. Ich kann das einfach nicht glauben! Woher nimmst du den Mut?! Wie bist du auf die Idee gekommen?" Sie fasste Anja am Bein an und streichelte: „Du bist der absolute Wahnsinn!"

Du träumst doch selber davon, dachte Anja. Sie sagte kein Wort. Sie war die gefesselte Prinzessin. Die Prinzessin war zum Schweigen verurteilt. Sie durfte nicht sprechen. So ging das Spiel.

Andrea fasste Anja am Knie an. Ihre Hand glitt aufwärts: „Sprich mit mir! Sag, wie du dich fühlst!"

Das weißt du ganz genau, dachte Anja. Sie gab keinen Mucks von sich. Sie nahm sich fest vor, zu schweigen. Nicht ein einziges Wort würde ihr über die Lippen kommen.

„Du machst mich verrückt", sagte Andrea. Ihre Hand fuhr höher. Sie streifte Anjas Muschi und verweilte dann über ihrem flachen Bauch. Die Finger zogen zarte Kreise.

Anja genoss Andreas Berührungen. Das zarte Streicheln erregte sie. Noch mehr erregte sie die Tatsache, dass sie hilflos gefesselt war. Sie war Andrea ausgeliefert. Sie waren allein. Andrea konnte mit ihr anstellen was sie wollte. Was für ein Gedanke!

„Du brauchst gar nicht so zu tun", sagte Andrea. Sie ließ ihre Hand höher wandern. Ihre zweite Hand kam dazu. Sie fasste Anjas feste, kleine Brüste an und streichelte und massierte unendlich sachte.

Anjas Atem beschleunigte sich. Sie schluckte und fühlte, wie sie errötete. Sie hing gefesselt am Koppelzaun und war den erotischen Berührungen einer Frau hilflos ausgeliefert. Sie konnte nichts machen. Sie musste hinnehmen, was diese Frau tat. Oh, und wie gerne sie das hinnahm. Aber schweigend. Immer schweigend.

„Warum sprichst du nicht?" fragte Andrea. Ihre Stimme nahm einen klagenden Ton an. „Ich sehe dir doch an, dass du es genießt. Es gefällt dir. Gib es doch zu!" Sie küsste Anjas Brüste. „Du bist so wundervoll! Anja, du bist so süß. Du siehst zum Sterben süß aus, wenn du gefesselt bist. Ich halte das fast nicht aus, dich nackt und an den Zaun gebunden anzusehen. Du machst mich irre. Oh du!" Sie begann an Anjas Warzen zu saugen.

Anja schloss die Augen. Sie gab sich dem herrlichen Gefühl ganz hin. Sie ging vollkommen in ihrer Rolle auf. Sie war die gefesselte Prinzessin. Zum Schweigen verurteilt musste sie alles hinnehmen, was ihr angetan wurde. So ging die kleine Fantasie, die sie sich bereits in ihrer Kindheit ausgedacht hatte.

Anja war eine kleine Prinzessin in einem großen Reich. Sie war von einer bösen Hexe verzaubert worden. Immer, wenn Leute sie ausfragten, konnte sie nicht sprechen. Sie konnte Richtern und Anwälten keine Antworten geben, sich nicht rechtfertigen. Immer wieder wurde die arme kleine Prinzessin dazu verurteilt, für alle Sünden die die Menschen im Reich begangen hatten, zu büßen. Sie wurde gefesselt oder angekettet. Sie wurde öffentlich ausgepeitscht und gepeinigt. Nackt und bloß musste sie in Ketten an der Stadtmauer der Königsstadt hängen. Sie würde öffentlich gedemütigt, aufs Ungeheuerlichste erniedrigt. Alles Leid der Welt musste sie auf sich nehmen und für die Taten der Menschen Buße tun. Dabei kam kein Wort über ihre Lippen. Wenn sie sich unter der Peitsche wand, schluchzte sie. Sie schrie vor Schmerz, wenn sie grausam gepeitscht wurde, aber sie konnte nicht um Gnade flehen. Ihr Mund war verschlossen. Er konnte schreien, aber er konnte keine Worte hervorbringen.

So ging Anjas Fantasie. Diesen kleinen Spielfilm in ihrem Kopfkino liebte sich auch heute noch als Erwachsene.

Andrea stupste sie in den Bauch: „Warum sprichst du nicht mit mir? Gib mir Antwort!"

Sie schob einen Holzklotz heran, der neben dem Zaun lag. Sie stieg darauf und stand Anja Auge in Auge gegenüber, Andrea angezogen und frei, Anja splitternackt und wehrlos gefesselt. Sie war hilflos und doch war sie es, die die Macht hatte. Das Gefühl war geradezu majestätisch. Sie hatte in ihrer Nacktheit und Wehrlosigkeit Macht über Andrea.

„Du bist echt Wahnsinn!" sprach Andrea weich. „Du machst mich ganz verrückt." Sie küsste Anja auf den Mund.

Willig hieß Anja die Lippen der Frau willkommen. Sie öffnete ihre eigenen Lippen und gewährte Andreas Zunge Zugang. Wie süß dieser Kuss war! Noch nie war sie gefesselt geküsst worden. Das Kribbeln zwischen ihren Beinen wurde stärker.

Andrea sah sie mit brennenden Augen an: „Anja!" Sie küsste sie wieder, zart und doch verlangend. Wieder schaute sie das gefesselte Mädchen an: „Anja! Oh Anja!"

Anja schwieg. Sie tat, als wäre sie alleine. Sie sah Andrea nicht einmal an. Sie schaute durch sie hindurch.

„Warum tust du das?" fragte Andrea klagend. „Du lässt alles mit dir machen, aber du schaust mich nicht an! Gib Antwort! Rede mit mir!" Sie schlug Anja mit der flachen Hand auf die Brüste. Fest. „Rede!"

Anja schwieg.

Andrea stieg von dem Hauklotz und schob ihn zur Seite. Sie stand vor Anja und lehnte sich an sie, umarmte sie, soweit die Fesselung das zuließ: „Warum sprichst du nicht? Oh Gott, du bist so goldig! Wenn du wüsstest, wie süß du aussiehst, so nackt und hilflos gefesselt." Sie küsste Anja auf den Bauch: „So begehrenswert!"

Andrea fasste Anja zwischen die Beine. Sie schaute zu ihr hoch: „Pitschnass!" Sie grinste: „Und ob es dir gefällt! Du kleines Luder, du!" Sie fing an, Anja zu masturbieren. Ihre wissenden Finger versetzten Anja in höchste Erregung.

Anja musste mit aller Macht ein lautes Stöhnen unterdrücken. Kein Wort! Sie durfte nicht sprechen! So ging das Spiel. Sie drückte ihre frei in den Stricken hängenden Füße nach unten und bäumte sich auf. Sie wand sich träge am Koppelzaun. Sie konnte nicht anders. Aber sie sagte keinen Piep.

„Es gefällt dir", sagte Andrea. „Du magst es, wenn ich dich anfasse. Gib es zu. Sag es mir, Anja!"

Anja schwieg eisern. Ihr Blick ging ins Leere. Sie tat, als nähme sie Andrea nicht wahr. Ihr Schoß stand in hellen Flammen. Sie verging vor Lust.

„Das kannst du nicht machen!" rief Andrea hitzig. „Sag was! Sprich! Sonst höre ich auf!"

Dann hör auf, dachte Anja. Sie wünschte sich, dass Andrea sie weiter streichelte. Ihr Körper schrie nach der Zärtlichkeit. Ohne es zu wollen, wand sich Anja am Koppelzaun. Ihre gefesselten Füße überstreckten sich nach unten. Sie hatte ihren Körper nicht mehr unter Kontrolle. Unter Andreas kraulenden Fingern tanzte sie in ihren Fesseln. Aber sie konnte Andrea nicht daran hindern, aufzuhören, weil sie festgebunden war. Wenn die Frau entschied, ihr keine Wonnen mehr zu bereiten, musste Anja das hinnehmen, so sehr sie sich auch danach sehnte, unter Andreas streichelnden Fingern zu kommen. Sie schwieg weiterhin. Es machte sie an, kein Wort zu sagen.

Andrea zog ihre Hand weg.

Nein!, dachte Anja erschrocken. Nein, Andrea! Bitte mach weiter! Bitte, bitte!

„Rede!" rief Andrea erregt. „Sprich mit mir!"

Anja schwieg. Sie hätte weinen können, weil Andrea sie nicht weiter masturbierte, aber sie sagte kein Wort.

„Sprich doch mit mir!" rief Andrea aus. Ihre Stimme war ein einziges Flehen.

Anja sage nichts.

Andrea bückte sich und zog etwas aus ihrem Stiefel. Es war eine Reitgerte. Sie zeigte sie Anja: „Sprich mit mir!"

Anja sage nichts. Sie schaute an Andrea vorbei. Aber der Anblick der Gerte ließ ihr Herz schneller schlagen.

„Sprich!" rief Andrea. Ihre Augen brannten. Sie trat einen Schritt zurück: „Wirst du endlich mit mir reden?!"

Anja tat, als hätte sie nichts gehört.

Andrea hob die Reitgerte und schlug Anja auf die Brust. Es knallte leise. Anja zuckte unter dem Schlag zusammen. Sie keuchte auf.

Wieder schlug Andrea zu, fester diesmal: „Rede endlich!" Sie schlug ein drittes Mal zu: „Wirst du wohl endlich mit mir sprechen!" Noch ein Schlag. Die Gerte klatschte auf Anjas ungeschützte Brüste.

Es tat weh. Sie musste die Zähne zusammenbeißen, um nicht aufzuschreien. Noch ein Schlag. Andrea verlangte mit lauter Stimme, dass Anja mit ihr sprach. Anja schwieg verbissen. Andrea schlug sie. Wieder. Fester. Noch einmal.

Anja schrie auf. Tränen schossen ihr in die Augen.

„Oh Gott!" Andrea warf die Reitgerte weg. „Oh mein Gott! Anja! Was habe ich getan!? Anja!" Sie schob den Hauklotz vor den Zaunpfahl und stieg hinauf.

„Anja! Anja!" sagte sie mit zitternder Stimme. Sie umfasste Anjas Gesicht mit den Händen und küsste sie. Sie bedeckte Anjas Gesicht mit zärtlichen Küssen. „Anja, es tut mir leid. Was habe ich getan!? Bitte vergib mir!" Wieder und wieder küsste sie das gefesselte Mädchen.

Anja ließ sie gewähren. Sie konnte nicht anders. Sie war zu vollkommener Passivität verurteilt. Die Stricke ließen ihr keinerlei Freiheiten. Sie spürte wie Andrea ihr die Tränen vom Gesicht wegküsste.

„Es tut mir leid", murmelte die Frau und umarmte sie. „Das wollte ich nicht."

Aber ich, dachte Anja. Ihre Brüste brannten. Ihr Schoß kribbelte wild. Ich wollte es Andrea; und wie!

Aber sagen konnte sie es nicht. Sie war die schweigende Prinzessin. Sie durfte nicht sprechen.

Andrea stieg vom Hauklotz und schob ihn weg. Sie fasste Anja in den Schritt und begann zu streicheln.

Ja, dachte Anja. Ja! Sie blieb mucksmäuschenstill.

„Du machst mich irre!, flüsterte Andrea. Ihre Finger wühlten unendlich zart zwischen Anjas Schenkeln. „Du machst mich verrückt. Weißt du das? Du mit deinem Schweigen! Du nacktes, angebundenes Mädchen, das kein Wort zu mir sagt." Sie streichelte. „Du hast Striemen auf deinen Brüsten, Anja." Sie küsste Anjas Brüste. „Sie sind rot. Sie leuchten. Das sieht schön aus. Bald werden sie verschwinden, aber noch kann ich sie sehen. Diese Striemen schmücken dich besser als Gold und Edelsteine. Gott, bist du süß!"

Anja wand sich vor Erregung. Sie war halb wahnsinnig vor Lust. Andreas Finger setzten ihren Schoß in Brand. Sie atmete heftig. Ihr Körper rekelte sich in den Fesseln. Ihre Füße reckten sich steil abwärts. Aber sie sagte kein Wort. Es erregte sie, stumm zu bleiben und Andrea damit in den Wahnsinn zu treiben. Immer wieder sagte die Frau, wie süß Anja sei, wie goldig sie in ihren Fesseln aussah. Anja hörte zu und genoss jedes Wort. Sie gab sich ganz

Andrea trat ein paar Schritte zurück und schaute sie an. Anja genoss die Blicke. Ich bin wehrlos gefesselt. Ich bin zur Passivität verurteilt. Ich kann gar nichts machen. Und doch habe ich höchste Wonnen erlebt und du nicht, Andrea. Du bist frei, aber deine Augen brennen vor unterdrückter Lust. Sie brennen vor Sehnsucht. Du zitterst vor Verlangen. Dein Körper will berührt werden genau wie meiner, aber ich kann dir nicht geben, was du verlangst. Ich bin angebunden.

„Ich geh was trinken", sagte Andrea. Ihre Stimme klang seltsam hoch und zittrig. „Ich bin in ein paar Minuten wieder da." Sie ging weg. Anja sah, wie sie sich in den Schritt fasste.

Du wirst in den Saloon gehen und dir zwischen die Beine fassen, dachte sie. Du kannst es nicht länger aushalten. Du musst es dir selber machen. Eigentlich möchtest du an meiner Stelle sein. Du wagst bloß nicht, es laut auszusprechen. Du bist da genauso stumm wie ich, nur mit dem Unterschied, dass ich es erleben darf und du nicht. Tut mir leid für dich, Andrea.

Mit einem Seufzer ließ sie sich in die Fesseln sinken. Die Stricke begannen wehzutun. Sie schnitten ein und brannten. Es war nicht unerträglich -- noch nicht. Aber bis zum Abendessen würde es ziemlich hart werden für Anja. Das wusste sie. Sie wollte es so haben. Es sollte schmerzen. Das war die Schlagsahne obenauf. Sie würde stumm leiden und niemandem ein Sterbenswörtchen sagen. Ihre Brüste brannten. Dumpfer Schmerz pochte dort, wo Andrea sie mit der Reitgerte geschlagen hatte. Was für ein Erlebnis! Andrea hatte die Beherrschung verloren und zugeschlagen, ziemlich fest sogar. Anja hatte jeden einzelnen Schlag genossen.

Ja, Andrea. Schlag mich. Peitsch mich aus. Tu mir weh. Mach mit mir, was du willst. Ich kann mich nicht wehren, wenn ich gefesselt bin. Das ist das Schöne daran. Das macht mich irre. Schlag zu. Ich wehre mich nicht. Schlag mich.

Anja seufzte erneut. Sie ließ den Kopf nach vorne sinken. Sie war überglücklich. Sie fühlte sich unbeschreiblich wohl.

Plötzlich hörte sie Schritte näher kommen.

Das ist nicht Andrea, dachte sie.

Jemand trat in ihr Sehfeld. Ihr Herz begann zu schlagen. Es war Daniel. Ihr Bruder war gekommen. Daniel lächelte. In der rechten Hand trug er seine kleine Digitalkamera.

„Ich bin abgehauen", sagte er. „Ich musste dich sehen." Er hob die Kamera und machte eine Aufnahme.

Wo hat er die Kamera her?, fragte sich Anja. Es gab ein eisernes Gesetz beim Westernverein: Keine Kameras! Kein neumodischer Schnickschnack war erlaubt, keine Gasfeuerzeuge, keine elektrischen Taschenlampen. Die einzige Ausnahme war die Musikanlage, auf der man CDs abspielen konnte. Fotos machte Old Mighty mit seiner Plattenkamera. Richtig stilecht war das, so ein großes Holzding auf einem mächtigen Dreibeinstativ. Man musste sich für Aufnahmen aufstellen und still stehen, wenn er den Deckel vom Objektiv nahm und bis zwei zählte.

Daniel musste seine Kamera im Auto gehabt haben. Er fotografierte seine nackt gefesselte Schwester ohne Scheu. „Das muss ich festhalten", sagte er. „Du siehst zu süß aus, Anja."

Sie schwieg wie sie auch bei Andrea geschwiegen hatte. Sie schämte sich ein wenig, weil ihr Bruder sie nackt fotografierte, aber tief drinnen in ihrer Seele genoss sie es. Es machte sie an, dass sie ihm so gut gefiel, dass er sie fotografierte. Daniel umkreiste sie und knipste sie von allen Seiten. Zum Schluss machte er Nahaufnahmen von ihren nackten Füßen.

Ich wusste es, dachte Anja. Ihr war klar gewesen, dass er das tun würde. Sie lächelte still in sich hinein.

Schließlich steckte Daniel die Kamera ein und schaute zu ihr auf. „Du siehst umwerfend aus, Anja." Seine Stimme war rau. Seine Augen brannten. „Ich habe dich noch nie gefesselt gesehen. Du siehst wunderschön aus. Die Stricke machen dich noch hübscher als du sowieso bist." Er streichelte an ihren Schenkeln aufwärts.

Ja!, dachte sie. Ja! Tu es, Daniel! Ich bin bereit! Mehr als bereit! Mach mit mir, was du willst, mein Bruder. Mein Geliebter.

„Du bist toll", sprach Daniel. Seine Augen senkten sich in die ihren. „Was du dich traust! Irre! Lässt dich vor allen Leuten nackt fesseln. Das hätte ich zu gerne gefilmt."

Er schob den Hauklotz vor sie, stieg hinauf und stand auf Augenhöhe vor ihr und schaute sie an. „Du bist so süß, Schwester" flüsterte er. Er streichelte ihre nackten Schultern.

Seine Berührung setzte Anja in Flammen. Sie blickte ihren Bruder aus großen Augen an. Sie blieb stumm. Sie war die schweigende Prinzessin. Sie konnte nicht sprechen. Sie stand unter einem Bann. Aber sie würde alles hinnehmen, was er mit ihr machte. Wenn er es nur tun wollte!

„Anja." Sein Gesicht hing vor ihr. Sein Blick beschleunigte ihren Herzschlag. „Meine süße kleine Schwester." Plötzlich geschah das kleine Wunder. Seine Lippen waren auf ihren. Sie waren weich und zärtlich und doch fordernd. Sie öffnete den Mund und ihre Zunge lockte die seine. Dann waren sie vereinigt.

Er küsst mich!, dachte Anja aufgeregt. In ihrem Bauch flatterte ein riesiger Schwarm kleiner Vögelchen umher. Mein Bruder küsst mich!

Sie wollte ihn umarmen, sich an ihm festklammern und ihn stürmisch küssen. Aber die Stricke hielten sie eisern fest. Sie konnte nichts tun. Sie konnte nur hinnehmen, was ihr geschah.

Daniel! Oh Daniel! Mein geliebter Bruder!

Er löste sich von ihr und schaute ihr tief in die Augen. Sie schwiegen beide. Es gab nichts zu reden. Daniel sprang auf den Boden.

Kaum war er unten, kam Andrea aus dem Saloon. Sie hielt einen Whiskey in der Hand: „Na, schon zurück? Wo sind die Anderen?"

„Ich bin alleine gekommen", antwortete Daniel. Er schaute zu Anja auf und lächelte ihr zu. „Die machen einen Irrsinnslärm mit den ganzen Blechblasinstrumenten, da kriegt man ja Kopfweh. Ich hatte keine Lust mehr und habe mich verdünnisiert. Hier ist es ruhiger."

Andrea zeigte zum Zufahrtsweg: „Nicht mehr lange. Da kommt der Rest der Truppe zurück."

„Ist alles mit dem gefesselten Indianermädchen in Ordnung?" rief Anton von weitem.

Sie kamen zur Koppel und stellten sich im Halbkreis vor Anja auf. Ungeniert betrachteten sie das nackte Mädchen am Holzzaun.

„Sie sieht ausnehmend hübsch aus", sagte Franziska. Sie knuffte ihren Mann in die Rippen: „Oder?"

„In der Tat", meinte Manfred. „Ausnehmend hübsch. Es wäre eine Schande, sie jetzt schon freizulassen."

„Kommt nicht in die Tüte!" rief Anton. „Sie hat mit ihrem Bruderherz gewettet, dass sie bis um sechs durchhält." Er holte seine Taschenuhr hervor: „Das sind noch knapp zwei Stunden. Solange dürfen wir uns an dem entzückenden Anblick weiden." Er drehte sich um: „Wo ist eigentlich Old Mighty? Er sollte seinen Appagraphierknipsomaten herholen. Dieser herrliche Anblick muss für die Nachwelt erhalten werden."

„Bin schon unterwegs, du Maulaffe." Old Mighty trabte an, das hölzerne Dreibein mit der darauf montierten Plattenkamera über der Schulter.

Anja kam vor Aufregung schier um. Sie war erregt wie noch nie. Sie schämte sich, nackt vor allen zu hängen und doch fand sie es herrlich. Sie bewegte sich vorsichtig in den Fesseln. Old Mighty würde sie fotografieren. Nackt und gefesselt. Was für eine unglaubliche Aktion. Und sie konnte nichts dagegen tun. Sie war wehrlos. Sie musste es über sich ergehen lassen. Ihre absolute Hilflosigkeit erregte sie maßlos.

„Ja, knips sie", verlangte Franziska. „Ich will einen Abzug." Sie lächelte. „Fürs Familienalbum ist das natürlich nichts, aber ich möchte ein Foto als Erinnerung haben. Die Anja sieht wirklich niedlich aus, so nackt gefesselt."

„Man sollte sie jeden Tag an die Koppel binden", rief jemand. „Gewissermaßen als lebendes Schmuckstück der Alsinger Ranch während unseres Westerntreffens."

„Coole Idee!" rief jemand anderes.

„Das wäre mal was."

„Prima Einfall."

„Wird gemacht."

„Und ob!"

Alle riefen durcheinander.

Anjas Herz begann noch wilder zu schlagen. Was für eine Idee! Sie wurde rot.

„Sie bekommt rote Backen", rief Andrea. „Schaut das nicht herzallerliebst aus? Old Mighty mach hin! Das musst du für die Nachwelt festhalten."

„Bin soweit." Old Mighty sträubte seinen langen Rauschebart. Er legte eine Negativplatte ein und dann verschwand sein Kopf unter dem schwarzen Tuch am Ende der Kamera, als er das gefesselte Mädchen genau anvisierte. Schließlich stellte er sich neben die riesige hölzerne Plattenkamera und schaute Anja am Koppelzaun an: „Bitte still halten. Gleich kommt das Vögelchen." Er hob den Objektivdeckel ab und zählte: „Eins. Zwei. Danke die junge Dame."

„Davon will ich auch einen Abzug Old Mighty", rief Daniel.

„Ich auch!"

„Mach auch einen für uns!"

Alle wollten eine Fotografie mit der nackt gefesselten Anja.

Sie schämte sich fürchterlich und doch machte es sie an. Sie fühlte sich unglaublich.

Allmählich verstreute sich die Meute. Der Saloon lockte. Anja blieb an den Koppelzaun gefesselt. Ab und zu kamen ein paar Leute vorbei und schauten sich das angebundene Indianermädchen an. So mancher ließ es sich nicht nehmen, Anja zu berühren. Männer- und Frauenhände streichelten angelegentlich über ihren nackten Leib, flüchtige Berührungen an ihren Füßen und Beinen, am Bauch und den Brüsten. Jemand fasste nach ihrer rechten Hand und drückte sie sanft. Und die eine oder andere Hand verirrte sich kurz zwischen Anjas Schenkel.

Anja nahm die Berührungen hin. Die Stricke, die sie an den Koppelzaun banden, zwangen sie dazu. Es erregte sie aufs Äußerste.

Daniel kam auch regelmäßig. Er fragte sie jedes Mal, ob sie es noch aushalten konnte und jedes Mal nickte sie stumm.

Anja litt schweigend. Längst war die Fesselung unangenehm. Es fing an wehzutun, aber um nichts in der Welt hätte sie um Gnade betteln mögen. Sie wollte leiden. Sie wollte es auskosten bis zur Neige. Sie wollte gefesselt bleiben bis um sechs Uhr.

Wenn mich morgen einer drauf anspricht, mich tatsächlich wieder an den Koppelzaun zu fesseln, mache ich sofort mit, dachte sie bei sich. Schade, dass morgen der letzte Tag ist. Ich möchte mich wochenlang jeden Nachmittag am Koppelzaun kreuzigen lassen. Das wäre herrlich.

Sie atmete tief ein und aus. Vielleicht auf dem nächsten Westerntreffen? Vielleicht würde es ja zu einer Art Tradition werden, das Indianermädchen Anja jeden Tag nackt irgendwo festzubinden? Eine wundervolle Vorstellung! Erregend schön.

Irgendwann war es sechs Uhr. Daniel kam mit Anton und sie machten Anja los.

„Uh!" Sie rieb sich die Handgelenke. Die Stricke hatten tiefe Abdrücke hinterlassen. „Ich kann nicht richtig stehen. Ich war zu lange angebunden."

Ihr Bruder fasste ihr unter den Arm: „Komm Schwesterchen, ich stütze dich." Er brachte sie zu ihrem Tipi.

Sie schaute ihn von der Seite an. Küss mich!, riefen ihre Augen. Wenn wir im Tipi sind, musst du mich küssen, Bruder!

Leider kam der gute Anton mit und es wurde nichts daraus. Zwar blieb er vorm Zelt stehen und schwadronierte pausenlos, aber die Gefahr, dass er etwas mitbekam, war zu groß. Anja zog ein frisches Indianerkleid an und flocht eine Feder in ihr Haar. Sonst trug sie nichts am Leibe, weder BH noch ein Höschen. Daniel sah das und lächelte ihr auf eine Art und Weise zu, dass ihr heiß und kalt wurde.

Draußen vorm Zelt stützte er sie wieder und brachte sie zum Saloon. Er bugsierte sie auf eine Bank in der Ecke und hob ihre Beine hoch, so dass ihre Füße auf seinen Oberschenkeln zu liegen kamen. Er orderte an der Theke Bier und fing an, Anjas nackte Füße und Knöchel zu massieren und zu streicheln.

Anja hielt andächtig still. Sie liebte diese Fußmassage sehr, vor allem weil es ihr Bruder war, der ihre Füße rieb und streichelte. Sie blickten einander immer wieder an. Anja glaubte in Daniels Augen ein Versprechen zu lesen.

Hoffentlich, dachte sie. Ich bin bereit, Daniel. Mehr als bereit. Du musst es nur tun, mein geliebter Bruder. Ich werde alles schweigend hinnehmen. Alles, Daniel. Du musst nur den Anfang machen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Teil 3 - Am Marterpfahl

 

Am nächsten Morgen erschien Anja wie immer zum Frühstück: in einem frischen Callicokleid und barfuß. Sie hatte sich vorgenommen, während des gesamten Westertreffens keine Schuhe zu tragen. Erstens ging sie für ihr Leben gerne barfuß und zweitens wollte sie ihren Bruder mit ihren nackten Füßen auf Touren bringen. Vielleicht würde Daniel ja herausfinden, dass sie unter ihrem Indianerkleid barfuß bis zum Bauchnabel war? Sie trug nichts am Leib außer dem luftigen Kleid aus dünnem hellblauen Stoff, der dicht mit kleinen roten und rosafarbenen Blüten bedruckt war. Anja fand Callico toll. Man konnte sowohl Kleider für „weiße Frauen" als auch für „Indianerinnen" schneidern. Auch die Männer trugen gelegentlich Hemden, die aus diesem Stoff gemacht waren. Es gab ihn in allen möglichen Farbvarianten.

Nach dem Frühstück spazierte sie am Waldrand entlang. Daniel stieß zu ihr: „Machst du einen Spaziergang?" Sie nickte. „Kann ich dich begleiten?"

„Klar", antwortete sie. Auf solche Fragen konnte sie antworten. Hier traf der Bannfluch sie nicht. Nur wenn es um Fesseln und Sex ging, war sie die schweigende Prinzessin. So ging das Spiel.

Daniel bog in einen kleinen Waldweg ein. Es war kaum mehr als ein Fußpfad, der sich zwischen den Bäumen entlang schlängelte.

„Warte Anja!" Seine Stimme war rau vor Verlegenheit und Aufregung.

Anja stand ganz still. Sie schaute ihren Bruder an.

Daniel öffnete die Ledertasche, die er an einem Gürtel um die Hüften trug, und brachte einen Strick zum Vorschein. Langsam holte er ihn hervor. Anja blieb still stehen. Sie blickte ihren Bruder ruhig an.

„Deine Hände, Anja." Daniels Stimme war ganz leise. „Dreh dich um und kreuz die Handgelenke hinterm Rücken."

Anja gehorchte ohne Zögern. Sie spürte seine starken Hände, die den Strick um ihre Handgelenke legten und das Seil festzogen. Einmal zwischen ihren Gelenken hindurch und zum Schluss ein fester Abschlussknoten. Sie war gefesselt. Herrlich! Sie schaute ihren Bruder an, die Hände auf den Rücken gebunden. Blanke Dankbarkeit blinkte aus ihren Augen.

Ein gutes Stück Seil stand von der Fesselung über. Daniel griff danach.

„Damit führe ich dich", sagte er. Er grinste linkisch. „Ich der Trapper habe ein Indianermädchen dabei erwischt, wie es meine Fallen ausräuberte. Ich habe sie überwältigt und bringe sie ins Trapperlager." Sein Lächeln verbreiterte sich: „Na ja, später. Erst gehen wir mal im Wald spazieren. Ich habe meine Schwester noch nie gefesselt spazieren geführt."

Nein, das hast du noch nie, dachte Anja. Aber deine Schwester hätte das gerne gehabt, auch früher schon. Danke, dass du es jetzt machst.

Daniel ging los. Sie lief neben ihm her, die Hände auf den Rücken gefesselt. Sie fühlte sich unbeschreiblich gut. Immer wieder schaute sie ihrem Bruder in die Augen.

„Du bist früher schon bei den Familienspaziergängen so gelaufen", sagte Daniel leise. „Ich habe es gesehen, Anja. Vor allem wenn du barfuß gegangen bist, hast du oft die Hände hinterm Rücken verschränkt. Das hat mich verrückt gemacht. Zu gerne hätte ich dir die Hände mit einem Seil gefesselt."

Anja konnte es nicht fassen. Es war ihm also aufgefallen und er hatte das gleiche gedacht wie sie. Wie schade, dass es nie wahr geworden war, denn sie hatte sich tatsächlich vorgestellt, dass ihre Hände mit einem Strick hinterm Rücken zusammengebunden waren. Nur zu gerne hätte sie stillgehalten, um es wahr werden zu lassen. Immer war es bei Vorstellungen geblieben, diffuse Filmfetzen im Kopfkino. Anja seufzte.

Warum hast du das nicht schon früher mit mir gemacht, Daniel?, fragte sie in Gedanken. Laut wagte sie es nicht auszusprechen.

Der Waldweg wurde breiter. Manchmal war er geschottert. Anja lief barfuß über die Steine ohne zu zögern. Das gehörte dazu, dass es ein wenig wehtat. Aus dem Augenwinkel beobachtete sie ihren Bruder. Der schaute immer wieder auf ihre bloßen Füße und war offensichtlich beeindruckt, dass sie ohne zurückzuschrecken über spitze Steine schritt.

Es macht ihn an, dachte Anja. Es erregt ihn, ein gefesseltes Mädchen dabei zu beobachten, wie es mit nackten Füßen über Schotter gehen muss. Sie holte tief Luft.

Und mich macht es an, das zu wissen, Bruder mein! Ich gehe für mein Leben gerne barfuß. Es ist ein so sinnliches Erlebnis. Aber zu wissen, dass dich das erregt, das erregt auch mich. Wie sagt man so schön? Der Mann begehrt die Frau und die Frau begehrt das Begehren des Mannes. Ich werde überall für dich barfuß gehen, Daniel, egal wohin du mich führst. Sogar über Glasscherben werde ich für dich laufen, wenn du es willst.

Daniel zog am Führstrick. „Hier hinein", sagte er leise. Er schaute sich um.

Er will sicherstellen, dass uns niemand folgt, überlegte Anja. Er kennt sich hier aus. Er muss diesen Weg vorher ausspioniert haben und nun führt er mich zu einer Stelle, wo keine Menschen hinkommen und dann ....

Ihr Herzschlag beschleunigte enorm. Das konnte nur eins bedeuten. Nur das Eine.

Ja, dachte sie voller Inbrunst. Tu es, Daniel! Ich mache alles mit. Stell mit mir an, was du möchtest. Ich stehe dir zur Verfügung. Du kannst alles mit mir machen.

Der Pfad wurde immer enger. Sie mussten hintereinander laufen. Anja ein Schritt voraus was ihrem Bruder einen verführerischen Blick auf ihre gefesselten Hände und ihre nackten Fersen bot. Schließlich war der Weg nur noch ein kaum erkennbarer Wildwechsel. Vor einem dichten Gebüsch im Unterholz endete er. Daniel bückte sich und hob ein paar Äste hoch: „Hier rein, Anja."

Sie bückte sich und kroch in den engen Tunnel aus Pflanzen. Mit auf den Rücken gebundenen Händen war es nicht einfach. Plötzlich stand sie auf einer kleinen Lichtung mitten im Unterholz. Der Boden war mit Gras und Moos bewachsen. Zwei junge Bäume standen mitten in dem Kreis aus Buschwerk. Die Sonne malte goldene Kringel auf den Waldboden. Staubteilchen tanzten in den Sonnenstrahlen, in allen Farben glänzend wie winzige, schwebende Juwelen Es war ein verzauberter Platz, geheim und vom Rest der Welt abgeschieden.

„Ist das schön", hauchte Anja. „Wie hast du das gefunden?"

Daniel kam hinter ihr aus dem Gebüsch hervor. Er legte ihr einen Arm um die schmalen Schultern: „Ich habe letztes Jahr ein Reh mit einem Kitz beobachtet und im Wald verfolgt. Auf diese Weise fand ich hierher. Kein Mensch kennt diese Lichtung." Er lächelte ihr zu: „Nur wir beide, Schwester." Er schaute sie mit brennenden Augen an. „Nur wir beide." Seine Stimme war leise und rau. Sie sah seinen Adamsapfel auf und ab hüpfen, als er schluckte.

„Anja...." Er stand vor ihr und hob den Arm. Sanft streichelte er ihre Wange. „Anja...."

Sie blickte ihm ruhig ins Gesicht. Sie zeigte keinerlei Abwehr, im Gegenteil.

Mach was du willst, Daniel, dachte sie. Ich mache alles mit. Aber du musst anfangen. Ich kann es nicht. Außerdem bin ich gefesselt.

Er kam einen Schritt näher, stand jetzt genau vor ihr und blickte ihr tief in die Augen: „Anja...."

Sie schaute zu ihm auf. Ihre Augen flehten ihn an. Ein einziges Wort kam aus ihrem Mund: „Daniel ...."

Dann spürte sie seine starken Arme um ihre Schultern, als er sie umarmte und sie fest an sich drückte: „Anja! Liebe, liebe Anja!"

Sie hob ihm das Gesicht entgegen. Ja, ja!, schrie sie in Gedanken. Sie war unfähig, auch nur den kleinen Finger zu rühren. Sie war wie gelähmt.

Daniel! Bitte!

Er senkte den Kopf und dann fühlte sie seine weichen sinnlichen Lippen auf ihren. So sanft. So lieb. So köstlich. Ein unbeschreiblicher Laut kam aus ihrer Kehle und sie reckte sich ihm entgegen, öffnete den Mund, lockte ihn. Ihre Zunge erwartete die seine. Die kam und sie vereinigten sich, spielten miteinander.

Ja. JA!!! Anja ließ sich fallen. Ihr Körper wurde weich und anschmiegsam wie ein wollener Schal. Sie drückte sich gegen Daniel und gab sich ihm hin, trunken vor Glück und Lust. Dass ihre Hände hinterm Rücken zusammengebunden waren, verstärkte die Gefühle noch zusätzlich.

Ja! Ja!!! Immerzu ja, mein Bruder! Ich bin bereit! Mehr als bereit! Oh Daniel!

„Anja!" Seine Stimme bebte vor unterdrückter Erregung. Er küsste sie voller Verlangen. Seine Hand fuhr unter ihr Kleid, streichelte an der Innenseite ihrer Schenkel hoch, was ihren Schoß augenblicklich in Flammen setzte. Die streichelnden Finger ihres Bruders entdeckten ihr kleines raffiniertes Geheimnis, die Nacktheit zwischen ihren Schenkeln.

Er küsste sie: „Du!"

„Daniel!" keuchte sie und reckte ihr Becken seiner forschenden Hand entgegen.

„Anja!" Er hob sie hoch, als wöge sie nichts und legte sie unendlich sanft auf den Rücken, bettete ihren Körper im weichen Moos. Noch immer waren ihre Hände hinter ihrem Rücken zusammengebunden. Sie war noch immer gefesselt und musste hinnehmen, was er mit ihr tat. Oh und wie gerne nahm sie es hin! Dass sie an den Händen gebunden war, machte sie noch wahnsinnig an. Sie konnte kaum etwas tun. Sie musste alles ihrem Bruder überlassen. Das tat sie nur zu gerne.

Daniel hielt sie in den Armen und küsste sie leidenschaftlich. „Anja! Anja!" Alle Dämme brachen. Sie gaben sich einander hin. Seine Hände waren auf ihrem Körper, unter dem Kleid, auf ihren Brüsten. Sie kreisten über ihren flachen Bauch und streichelten neckend ihren Venushügel. Anja war bereit. Mehr als bereit. Ihr Leib schrie nach dem ihres Bruders.

Als er sie bestieg, spreizte sie willig die Beine und umfing ihn mit ihren Schenkeln. Dann war er in ihr und sie wand sich unter ihm wie eine rollige Katze. Sie keuchte und stöhnte, nahm seine Stärke in sich auf und die Lust riss sie mit wie eine Flutwelle. Ja. Ja! Ja, Daniel!!!

Als er kam, rief er ihren Namen und als hätte er sie damit aufgefordert, ihm zu folgen, kam auch Anja mit Macht. Sie verstärkte den Druck ihrer ihn umschlingenden Schenkel, bog den Rücken durch und dann überkam es sie mit solcher Wucht, dass sie laut aufschrie.

Danach lag sie in seinen Armen, ließ sich zärtlich von ihm küssen, blickte ihm still und ergeben in die Augen.

Daniel streichelte sie am ganzen Körper, diesmal ohne wildes Verlangen, er war einfach nur lieb und zärtlich zu ihr. Sie genoss es.

Daniel streichelte ihre Beine hinab. Dann setzte er sich auf, nahm ihre Füße auf den Schoß und streichelte sie. Er hob sie auf und küsste sie, den Rist, die Zehen, die Sohlen. Lächelnd schaute er sie an: „Du weißt, dass ich auf nackte Füße stehe, stimmt´s? Es ist dir irgendwann aufgefallen, dass ich hinschaue, wenn ein Mädchen barfuß geht und seitdem trägst du kaum noch Schuhe."

Sie blickte ihn liebevoll an und blieb stumm. Ja, ich habe es bemerkt, Daniel. Seitdem laufe ich für dich barfuß, nicht nur weil ich es schön finde. Barfuß zu gehen ist ein sehr sinnliches Erlebnis, das ich schon immer genossen habe, aber seit ich weiß, dass dich der Anblick meiner nackten Füße erregt, macht es noch viel mehr Spaß, Schuhe und Socken auszuziehen. Ich finde dein Begehren erregend, mein geliebter Bruder. Ich tue alles für dich. Alles!

Daniel liebkoste weiter die bloßen Füße seiner Schwester. Er küsste und rieb sie, massierte sie sanft. „Du siehst dermaßen süß aus, wenn du gefesselt bist", flüsterte er. „Es gefällt dir. Gib es zu!"

Anja schwieg, aber ihre Augen sagten Ja.

Daniel legte sich neben sie. Er küsste sie und streichelte sie überall. „Warum sprichst du nicht? Bist du stumm geworden?"

Sie blieb still, sah ihn nur aus großen Augen an. Sie erkannte Verstehen in seinem Gesicht.

„Wie damals im Auwald, als wir eine Woche bei Tante Marga zu Besuch waren", sagte er leise und gab ihr einen Kuss. „Wir haben diesen Tarzanfilm gesehen in dem Jane in der Gewalt eines wilden Stammes war. Sie musste als Gefangene arbeiten. Wir haben das nachgespielt und du hast mir gehorcht, egal was ich von dir verlangte." Er lächelte. „Du hast Feuerholz geschleppt, bist barfuß über spitzen Schotter gelaufen, auf Bäume geklettert um Blätter zu sammeln, hast demütig vor mir gekniet und du hast mir den Rücken gekrault. Egal was ich verlangte, du hast es getan. Dabei hast du kein einziges Wort gesprochen. So ist es jetzt auch, nicht wahr?"

Ein Mal, ein einziges Mal, brach der Bannfluch der bösen Hexe ein Stückchen weit und gab die schweigende Prinzessin einen Moment lang frei. Anja nickte stumm. Mehr nicht.

„Ja!" Er umarmte sie und küsste sie. „Du bist still und tust alles." Er lächelte sie an, die Augen voller Liebe: „Ich werde von nun an dein Schweigen als Zustimmung auffassen, Anja." Wieder küsste er sie: „Meine geliebte kleine Schwester! Ich wollte dich. Immer schon!"

Ich dich auch, dachte Anja. Ihr Herz klopfte wild.

„Oh Anja!" Daniel konnte sich nicht länger zurückhalten. Er nahm sie erneut. Ihr erhitzter Leib hieß ihn willkommen.

Später führte er sie aus dem Wald heraus. Ihre Hände waren noch immer hinter ihrem Rücken gefesselt. Daniel brachte seine Gefangene zum Westernverein.

„Was ist denn das?" fragte Anton.

„Ein Indianermädchen, das meine Fallen ausrauben wollte", antwortete Daniel. „Das lässt sich ein gestandener Trapper nicht gefallen mit seinen Fallen. Jedenfalls nicht in diesem Fall. Von Fall zu Fall mag es ja anders sein, aber ich lasse meine Fallen auf keinen Fall ausrauben."

Lachen ringsum.

„Und nun?" wollte Andrea wissen. Sie schaute Anja an. Ihre Augen begannen zu leuchten.

„Sie muss an den Marterpfahl." Daniel führte Anja zu einem der hölzernen Rundpfeiler die das Vordach des Saloons abstützten.

Anton sprang auf: „Ich hol Seile! Ich hol Seile!" Er galoppierte davon wie ein wilder Büffel und kam mit Seilen zurück: „An die Arbeit!"

Daniel löste Anjas Handfesseln. Dann drückte er sie mit dem Rücken an den Pfahl. Sie wehrte sich nicht. Sie ließ ihn machen. Er band ihr die Hände hinter dem Pfahl zusammen. Dann kniete er vor ihr nieder und fesselte ihre Füße an den Knöcheln zusammen. Die überstehenden Seilenden führte er hinter den Pfahl und verknotete sie dort. Nun konnte Anja nicht mehr entwischen. Nicht dass sie das gewollt hätte. Sie genoss die Fesselung. Direkt vor der Veranda des Saloons war die Wiese sumpfig. Deshalb hatten die Westernreiter von Alsingen dort groben Schotter aufgeschüttet, Steine wie die auf denen die Gleise der Eisenbahn verlegt wurden. Selbst für Anjas barfußgewohnte Füße war das eine ziemlich pieksige Angelegenheit, doch sie ertrug es stumm. Es gehörte zum Spiel dazu. Sollte es nur wehtun. Sie ertrug es stolz. Sie stand also im wahrsten Sinne des Wortes am Marterpfahl.

Daniel stand auf: „So. Fertig. Du bleibst eine Stunde hier stehen. Erst zum Mittagessen wirst du befreit, du diebisches Indianermädchen. Du räuberst mir nicht mehr die Fallen aus!"

Anja stand stumm am Pfahl, an Händen und Füßen gefesselt. Sie ertrug es in stiller Freude. Sie war glücklich wie noch nie. Ihr Bruder liebte sie. Sie waren zusammengekommen. Sie schwebte auf rosa Wolken. Dass sie hilflos gefesselt vor den Leuten vom Westernverein stand, erhöhte ihre Freude noch mehr. Sie war wunschlos glücklich.

„Jetzt steht sie am Marterpfahl", maulte Walter. „Da können wir sie nicht an die Pferdekoppel hängen. Wie schade!"

„Ja, echt schade", gab Ingrid ihm Recht. „Am Koppelzaun sah sie noch niedlicher aus, finde ich."

„Ihre nackten Füße die frei schwebend in den Schlaufen der Stricke hingen, waren ein hübscher Anblick."

„Vor allem, weil sie barfuß bis zum Hals war." Ingrid lachte leise: „Sie war ganz ausgezogen."

„Das fand ich ausgesprochen anziehend, dass sie ausgezogen war", rief Anton. „Ich wurde davon angezogen, dass Anja ausgezogen war."

„Stimmt", sagte Andrea lachend. Sie musterte Anja von Kopf bis Fuß: „Ausziehen wirkt anziehend."

Anton trat neben sie: „Dann sollten wir dieses wirklich anziehend wirkende Indianermädchen nach dem Mittagessen ausziehen und sie an den Zaun fesseln." Er machte eine weit ausholende Geste: „Wer ist dafür?"

„Alle!" brüllte Walter lachend.

„Ja! Ja! Fesseln!" riefen die Leute. „An den Koppelzaun mit ihr!"

„Aber ausgezogen! Das wirkt so anziehend, wenn wir sie ausziehen."

„Damit ist es beschlossen", rief Anton. „Nach dem Mittagessen muss Anja wieder an den Koppelzaun. Wir wollen mal sehen, wie lange sie durchhält."

Anja schwieg. Sie fühlte unbändige Freude in sich aufsteigen. Sie würden sie wieder kreuzigen! Nackt! Allein die Vorstellung ließ ihren Schoß kribbeln.

Sie werden es wieder tun, dachte sie erregt. Sie werden mich erneut nackt fesseln.

Sie war voller Glückseligkeit.

Dann setzte ihr Bruder noch einen drauf: „Dieses Indianermädchen ist ganz schön wild. Ich denke, sie muss die ganze Zeit die Hände auf dem Rücken gefesselt tragen, damit sie uns nicht angreift und uns womöglich die Gesichter zerkratzt."

„Genau!" rief Anton. Ringsum johlten sie alle.

„Fesseln! Immer gefesselt!"

„Wir können sie ja füttern, wenn sie Hunger bekommt."

„Ich bin dafür."

„Ich auch!"

So riefen sie durcheinander. Anja stand lächelnd am Holzpfahl. Der Schotter drückte gegen ihre Sohlen. Sie war glücklich. Was Daniel gesagt hatte, bedeutete schlicht, dass sie den Rest des Westernfestes in Fesseln verbringen musste. Eine Wahnsinnsvorstellung. Sie schämte sich ein wenig vor ihren Freunden, aber selbst dieses Schamgefühl war ein Genuss für sie. Ebenso genoss sie ihre Hilflosigkeit. Es war ein herrliches Gefühl, das nur noch von ihrer Liebe zu ihrem Bruder übertroffen wurde.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Teil 4 - Das Indianermädchen den ganzen Tag gefesselt

 

„Essen ist fertig!" rief es vom Saloon her. „Kommt mal her und helft beim Auftragen. Wir essen draußen bei dem schönen Wetter."

Daniel ging zu Anja: „Na dann will ich dich mal losbinden, nur um dich gleich wieder zu fesseln, Schwesterchen."

Sie blickte ihn lächelnd an ohne ein Wort zu sagen.

Kaum war sie vom Marterpfahl los, musste sie die Hände hinterm Rücken kreuzen und sich erneut mit einem Strick binden lassen. Daniel legte mehrere Seilschlaufen um Anjas Handgelenke und führte den Strick auch zweimal zwischen ihren Händen hindurch, damit sie nicht aus der Fesselung herausschlüpfen konnte. Er achtete sehr genau darauf, dass der Strick fest genug saß. Auf der anderen Seite zog er das Seil nicht so stramm, dass es ihr das Blut abgestellt hätte. Schließlich sollte sie eine lange Zeit auf diese Art und Weise gefesselt verbringen.

Anja stand still da und ließ es über sich ergehen. Sie hatte Herzklopfen wie lange nicht mehr.

Den ganzen Tag, dachte sie. Bis heute Abend werde ich mit auf den Rücken gefesselten Händen gehen. Nur wenn sie mich nachher an den Koppelzaun binden, wird Daniel mich kurz losmachen. Danach wird er mich sofort wieder fesseln. Das ist so irre! Ich kann es nicht glauben. Lieber Brutus, ich danke dir von ganzem Herzen. Wenn du mich nicht in die Wasserwanne geschubst hättest, hätte ich nie im Leben all diese herrlichen Fesselungen erleben dürfen.

Anja war glücklich. Gleich zwei ihrer größten Träume waren in Erfüllung gegangen. Endlich wurde sie mit Stricken und Seilen gefesselt und Daniel und sie waren zusammengekommen. Wie lange hatte sie sich danach gesehnt, dass dies geschehen möge. Seit Ewigkeiten hatte sie sich nach ihrem Bruder verzehrt.

Nachdem Anja die Hände auf den Rücken gebunden worden waren, gingen alle zum Saloon. Ein paar Leute trugen das Futter auf. Es gab texanischen Feuertopf mit Brot.

„Geil scharf", meinte Anton lachend. „Das gibt einen großartigen Durst. So soll das sein." Er betrachtete Anja. „Hübsch siehst du aus, du gefesseltes Indianermädchen."

Auch andere Leute warfen Anja immer wieder Blicke zu. Sie fühlte sich großartig. Sie hatte ihre Schüchternheit überwunden und dafür gesorgt, Bekanntschaft mit Stricken und Seilen machen zu dürfen.

Während des Essens saß sie zwischen Andrea und ihrem Bruder Daniel. Die beiden fütterten sie abwechselnd und gaben ihr zu trinken. Es gab viel Gelächter unter den Zuschauern. Noch nie war ein Mittagessen so lustig gewesen.

Kaum war die Mahlzeit beendet, musste Anja wieder an den Koppelzaun. Alle standen sie Spalier als Andrea und Daniel sie an den Armen fassten und zur Pferdekoppel führten. Anja ließ sich willig führen. Sie spürte das weiche Gras unter ihren nackten Fußsohlen und wie ein laues Lüftchen unter ihr Kleid wehte.

Vorm Koppelzaun blieben sie stehen.

Gleich werde ich gekreuzigt, dachte Anja. Sie werden es tun. Wieder! Gott ist das schön!

Daniel knotete ihre Handfesseln auf und Andrea zog ihr das Kleid aus. Nackt stand Anja vor der Meute. Ihre Nacktheit trieb ihr das Blut in die Wangen. Sie wurde rot. Sie konnte es nicht verhindern. Scham und Erregung stritten in ihrer Brust um die Vorherrschaft.

„Steig hoch!" befahl Daniel.

Anja gehorchte mit weichen Knien.

Diesmal fesselten ihr Bruder und Andrea sie an den hölzernen Zaun. Nachdem Andrea Anjas Handgelenke und Arme festgeschnürt hatte, streichelte sie über Anjas nackte Schulter: „Jetzt bist du festgebunden, Indianermädchen." Ihre Stimme war ganz weich und in ihren Augen lag ein Glanz. Sie beugte sich vor und küsste Anja schnell auf den Mund: „Du bist so süß!"

Dann sprang sie zu Boden.

Unten half sie Daniel, Anjas Fußgelenke rechts und links an den Pfahl zu binden Schließlich war die Fesselung komplett. Daniel und Andrea traten ein paar Schritte zurück und betrachteten ihr Werk. Wieder lagen Anjas Arme waagrecht ausgestreckt auf dem oberen Koppelholz, mit den Unterarmen nach hinten abgewinkelt und die Handgelenke hinter dem Rundholz festgemacht. Ihre Füße hingen frei in festen Seilschlaufen rechts und links des aufrechten Zaunpfahls.

„Hübsch sieht sie aus, wie sie da hängt", meinte Daniel.

„Zum Anbeißen hübsch", bestätigte Andrea. Mit brennenden Augen schaute sie zu Anja hoch.

Auch alle Anderen schauten Anja an.

Anja hing gekreuzigt am Koppelzaun und genoss es in vollen Zügen. Sie hatte wahnsinniges Herzklopfen und sie schämte sich, weil sie nackt und bloß den Augen aller ausgeliefert war. Trotzdem gefiel es ihr. Nicht um alles in der Welt hätte sie darauf verzichten mögen.

Ich kann es nicht fassen, dachte sie ein ums andere Mal. Ich bin tatsächlich splitterfasernackt an den Koppelzaun gebunden!

Das Herz schlug ihr bis zum Hals.

Ich bin gefesselt und nackt. Das ist absolut irre.

Es war gerade das öffentliche Zurschaugestelltsein, das ihr am meisten Befriedigung verschaffte. Wäre sie irgendwo in einem Versteck gekreuzigt worden, wäre es nur halb so schön gewesen. Es erregte sie über die Maßen, dass sie nackt und wehrlos den Blicken einer größeren Gruppe von Menschen präsentiert wurde. Dass sie sich gleichzeitig wahnsinnig schämte, war der Pfeffer an der ganzen Sache.

„Unsere Anja ist echt ein appetitanregender Anblick", meinte Ingrid.

„Wohl wahr", sagte Walter. „Man sollte sie überhaupt nicht mehr freilassen, so hübsch sieht sie am Holz aus."

„Ob sie bis zum Abendessen aushält?" fragte Andrea. Sie schaute Anja in die Augen: „Kannst du das durchhalten?"

„Ja", antwortete Anja schlicht. „Ich mache es."

„Ob sie wirklich so lange kann?" fragte Manfred skeptisch.

Anton stieß ihn in die Seite: „Wenn nicht, sagt sie Bescheid und darf runter."

„Ich bleibe bis zum Abendessen am Zaun", sagte Anja hastig. „Ich kann das. Wetten?"

Daniel trat vor sie: „Wenn du es zusagst, musst du es machen, Anja. Dann gewähren wir dir keine Gnade, auch wenn du bettelst. Überleg es dir gut."

Anja holte tief Luft. Ihr Herz schlug wild. Keine Gnade! Was für ein Satz!

Ich will keine Gnade. Wenn ich jetzt sage, ich mache es, dann muss ich es durchhalten. Oh mein Gott, ist das geil! Ich will ja. Ich will ein bisschen leiden!

Vielleicht sogar mehr als ein bisschen, dachte sie.

Sie blickte die Umstehenden an: „Ich mache bis um sechs Uhr. Fünfzig Euro darauf!"

Sie nahmen die Wette an und Anja sah genau, dass es keinem der Menschen die vor ihr auf der Wiese stand, um Geld ging. Wenn sie die Wetter gewann, musste jeder bloß einen oder zwei Euros geben. Nein! Sie wollten sie gefesselt sehen. Sie wollten, dass Anja angebunden blieb, nackt und bloß. Weil es sie anmachte. Weil es scharf war, ein nacktes Mädchen am Kreuz zu erleben.

Sie wollen es genauso wie ich, dachte Anja. Sie sind werden genauso angemacht von der Angelegenheit wie ich.

Sie rekelte sich am Zaun. Sie streckte die nackten Füße nach unten und drückte die Beine durch, um sich abzustützen. Sie fühlte sich unbeschreiblich. Scham und Erregung stritten in ihrer Brust und in ihrem Schoß begann es unter den hungrigen Blicken der Zuschauer zu kribbeln. Es gab kein Zurück mehr. Anja hatte zugesagt. Nun musste sie bis um sechs Uhr durchmachen, egal wie schwer es für sie werden würde. Oh und wie sie es wollte! Sollte es nur wehtun. Das würde es noch schöner machen.

Nach der Kreuzigung bekomme ich dann die Hände wieder auf den Rücken gebunden, überlegte sie. Sie spürte bereits Vorfreude auf diese neue Fesselung. Wie schade, dass das Westerntreffen morgen vorbei war. Das war echt Pech. Zu gerne wäre sie ein Mal einen ganzen Tag in gefesselt gewesen.

Die Leute zerstreuten sich. Einige gingen zu den Pferden, um sich einen entspannenden Nachmittagsritt zu gönnen, andere gingen zum Saloon, um etwas zu trinken. Ein paar Leute spazierten auf den Pferdeweiden herum und Anton und zwei anderen Männer übten an der hölzernen Zielscheibe Messerwerfen.

Anja blieb gekreuzigt am Koppelzaun zurück. Allein war sie nie. Immer wieder kamen einige Leute vorbei, um sie anzuschauen. Sie wurden von Anja magisch angezogen. Es fühlte sich unbeschreiblich an. Da standen ein paar Leutchen vor ihr und unterhielten sich angelegentlich. Sie taten so, als sei es das Normalste der Welt, dass ein junges Mädchen nackt an einen Koppelzaun gebunden war; direkt vor ihren Augen.

Von Zeit zu Zeit rückte die gesamte Meute an, um Anja anzuschauen und sich nach ihrem Befinden zu erkunden.

„Gibst du auf?" wollte Matthias wissen.

Anja schüttelte stumm den Kopf. Es machte ihr Spaß, so wenig wie möglich zu sprechen.

„Sie sieht hübsch aus", fand Anton. „Ich kann mich gar nicht satt sehen an ihr. Unsere Anja sieht aus wie ein lebendes Kunstwerk." Er grinste in die Runde: „Wir sollten es zu einer Tradition machen, sie immer zu koppeln, wenn wir ein Westernfest abhalten."

Anjas Herz begann wild zu klopfen. Ja, dachte sie. Jaaa! Immer nur Ja! Macht das!

Die Vorstellung war wundervoll. Und dieses Wort! Koppeln .... Sie würden sie wieder koppeln. Jedes Mal. Sie sah eine Szene vor sich. Trapperzelte und Tipis wurden aufgebaut. Dann rief jemand: „Halt! Bevor ihr im Saloon euren Durst löscht, müssen wir zuerst unsere hübsche Anja koppeln!" Dann zogen sie ihr das Kleid aus und kreuzigten sie nackt. Eine herrliche Vorstellung.

Bitte lieber Gott lass es wahr werden! Bitte, bitte!

Ingrid meldete sich zu Wort: „Wie wollen wir wissen, ob sie mitmachen wird?"

„Ganz einfach", antwortete Anton. „Wenn sie barfuß ist. Trägt sie ihre Indianermokassins, mag sie nicht. Sind ihre Füße nackt, rufen ihre zarten Knöchel nach Seilen."

Anja rekelte sich am Zaun. Wie Anton sich ausdrückte! „....rufen ihre Knöchel nach Seilen!" Es klang genial. Sie fühlte sich unvergleichlich gut. Sie beschloss im gleichen Moment beim nächsten Westernfest ihre Schuhe alle zuhause zu lassen. Dann musste sie von Anfang bis Ende barfuß gehen, selbst bei kaltem, regnerischem Wetter.

„Man sollte ihr auch zwischen den Fesseleinlagen am Zaun die Hände auf den Rücken binden." Anja schaute nach rechts. Der Vorschlag kam von Daniel, von ihrem Bruder. Oh Daniel! Ja. Mach das mit mir!

„Ja, ja!" riefen die Leute durcheinander. „Wird gemacht! Ab sofort ist das eine feste Tradition."

Daniel trat vor Anja: „Es ist hiermit beschlossen, hast du gehört, Anja? Wann immer wir sehen, dass deine Füße nackt sind, wirst du dich schnell gefesselt finden."

Anja nickte. Sie brachte kein Wort heraus. Sie war total glücklich. In wenigen Wochen war das nächste Westerntreffen. Sie würde nicht lange warten müssen. Sie schämte sich ein wenig. Gleichzeitig verging sie vor Lust. In ihrem Schoß kribbelte es wild. Sie freute sich im Voraus.

Andrea kam zu ihr. Sie stieg von hinten auf die untere Koppelstange direkt hinter Anja, umfasste Anja von hinten und streichelte ihr die Brüste. Vor aller Augen. Anja hielt den Atem an.

„Was machst du denn da?" fragte Walter.

„Das siehst du doch!" Ingrid knuffte ihn in die Seite. „Sie streichelt das arme, gefesselte Indianermädchen."

Vor den Augen ihrer Freunde richteten sich Anjas Brustwarten steil auf. Sie wurden hart wie Kieselsteine. Mit aller Macht musste sie ein Stöhnen unterdrücken.

„Seht nur, sie bekommt rote Backen", rief Ingrid. Sie lächelte Anja wissend zu: „Das tut dem Indianermädchen gut, was?" Sie zwinkerte neckisch. Dann kam sie heran und stellte sich vor Anja. Sie stellte sich leicht seitlich, damit alle sehen konnten, was sie machte. Ohne viel Federlesens fasste sie ihr in den Schritt. „Die Arme kann ja nicht selber", sagte sie. Grinsend schaute sie zu Anja auf: „Du bist ganz schön nass meine Liebe. Du brauchst das jetzt, nicht wahr?" Sie fing an, Anja vor allen Augen zu masturbieren.

Anja glaubte, sie sei im falschen Film. Sie wurde feuerrot. Sie wollte sich Ingrids Hand entziehen, doch die Fesseln hinderten sie daran. Sie musste es hinnehmen. Sie wurde vor allen Augen mit der Hand gefickt. Sie konnte es nicht glauben. Obwohl sie sich alle Mühe gab, still zu bleiben, kam ein unterdrücktes Stöhnen aus ihrer Kehle.

„Das tut dem Indianermädchen gut", sprach Ingrid und ließ ihre Finger zwischen Anjas Beinen arbeiten. „Jaaa, das ist fein, was?" Sie wusste genau was sie machen musste, um Anja aufs Höchste zu erregen. Die Anderen schauten zu wie Anja verwöhnt wurde. Sie wand sich am Koppelzaun. Sie bog den Rücken durch und überstreckte die Füße nach unten. Gegen ihren Willen begann ihr nackter Körper langsam in den Fesseln zu tanzen. Ingrids Hand versetzte ihren Schoß in Flammen und Ingrids streichelnde Hände auf ihrer Brust trieben sie in den Wahnsinn. Anja konnte ein Stöhnen nicht länger unterdrücken.

Sie war puterrot geworden. Sie schämte sich zu Tode. Sie wurde von den beiden Frauen vor all ihren Bekannten masturbiert. Sie verging vor Scham und war doch zugleich irrsinnig erregt.

Gleich komme ich, dachte sie. Oh Gott, ich komme gleich! Und alle schauen zu!

In ihrem Kopf sausten die Gedanken hin und her wie aufgescheuchte Hühner im Stall wenn der Fuchs kommt. Sie schluckte hart.

Das können die doch nicht machen!

Doch, die konnten. Und wie! Andrea und Ingrid gaben sich alle Mühe, Anja aufs Köstlichste zu befriedigen. Anja wand sich unter ihren wissenden Händen. Immer wieder drang ein leises Wimmern aus ihrer Kehle. Sie konnte es nicht unterdrücken.

Oh mein Gott! Die tun es! Und alle schauen zu! Ich kann nicht weg. Ich kann sie nicht hindern, es mit mir zu machen. Ich bin wehrlos. Ich bin gefesselt.

Anja stöhnte immer lauter. Sie hatte es nicht mehr unter Kontrolle. Die Leute kamen näher und schauten konzentriert zu. Sie starb vor Scham und doch war sie halbwahnsinnig vor Lust. Anja konnte es nicht fassen. Sie hing nackt am Zaun und wurde vor den Augen der Zuschauer masturbiert. Sie wurde gezwungen, vor allen Augen einen Orgasmus zu bekommen. Sie konnte nichts dagegen machen. Sie konnte es nur hinnehmen. Anja wand sich stöhnend. Es gab kein Zurück mehr. Sie wollte es, auch wenn alles in ihr zurück schreckte. Ihr Körper schrie nach Erfüllung, auch wenn ihr Geist sich schämte und davonlaufen wollte.

Anja wand sich immer stärker. Sie kämpfte gegen die strammen Fesseln an. Sie reckte und streckte sich. Sie bog den Rücken durch und legte den Kopf in den Nacken, den Mund geöffnet. Andrea beugte sich über sie und küsste sie auf den Mund. Anja fühlte Andreas Zunge in ihren Mund eindringen. Sie konnte nichts dagegen tun. Sie musste es hinnehmen. Ein langer Kuss. Ein erregender Kuss. Andrea eroberte sie. Andrea nahm sich, was sie wollte. Lange.

Anja musste es hinnehmen wie das andere auch. Sie war den beiden Frauen hilflos ausgeliefert und dieses Ausgeliefertsein erregte sie über die Maßen. Mit einem letzten Aufbäumen kam sie. Ihr Körper streckte sich und dann wand sie sich in lustvoller Verkrampfung am Koppelzaun. Durch die feste Fesselung hielt diese Verkrampfung eine kleine Ewigkeit an. Anja kam vor den Augen der Zuschauer. Sie schrie vor Lust. Sie ließ sich völlig gehen. Sie tanzte mit nasser Muschi auf Ingrids Hand, den Kopf zurückgelegt, die Augen geschlossen. Anja kam wie sie noch nie gekommen war. Sie schrie wie eine Katze.

Es dauerte eine ganze Weile, bis sie wieder zu sich kam, so weggetreten war sie während ihres schier endlos lang andauernden Orgasmus am Koppelzaun. Während sie tief atmete wurde ihr bewusst, wo sie sich befand und in welchem Zustand sie war. Sie sah die Leute vom Westernverein um sie herumstehen und sie angaffen wie das achte Weltwunder. Wilde Scham überspülte sie.

Ich bin gerade vor den Augen dieser Menschen gekommen. Mein Gott, ich hänge splitternackt vor ihnen und hatte einen Orgasmus. Alle haben es miterlebt. Sie haben zugesehen, wie ich mich am Koppelzaun in lustvoller Verkrampfung wand. Sie haben gesehen, wie ich den Kopf zurückwarf und mit einem lauten Aufschrei kam. Mein Orgasmus war öffentlich. Er fand vor den Augen von drei Dutzend Leuten statt.

Anjas Gesicht glühte vor Scham. Am liebsten wäre sie davon gelaufen. Doch das konnte sie nicht. Die Seile hielten sie eisern fest. Es gab kein Entkommen für sie. Sie musste weiter nackt vor den Leuten am Zaun hängen wie auf dem Präsentierteller. Seltsamerweise erregte sie diese Tatsache auch. Obwohl sie sich gerade erst von einem echten Hammerorgasmus erholte, kribbelte es bereits wieder in ihrem Schoß. Anja konnte es nicht fassen. Sie schämte sich zu Tode und gleichzeitig genoss sie das Gefühl des Ausgeliefertseins und des öffentlichen Zurschaugestelltseins.

Das ist doch vollkommen irre, dachte sie. Sie war verwirrt, ein wenig verängstigt und sehr aufgeregt. In ihrem Innern tobten widerstreitende Gefühle. Sie schämte sich für das, was geschehen war, ja sie litt deswegen und doch wollte sie diese mehr als außergewöhnliche Erfahrung nicht missen.

Es war geil. Es war so geil, was sie mit mir getan haben. Ich konnte mich nicht dagegen wehren. Ich trage nicht die Schuld daran, dass ich am Zaun gekommen bin. Ingrid und Andrea haben mich gezwungen, zu kommen.

Und alle hatten dabei zugesehen. Alle. Männer und Frauen. Ohne Ausnahme. Alle hatten miterlebt wie Anja sich stöhnend vor Lust am Holz wand, wie sich ihre Füße in den Fesseln überstreckten, wie sie den Kopf zurückwarf und Andrea den Moment ausgenutzt hatte, um ihr einen schnellen, fordernden Zungenkuss zu geben, ihn ihr zu entreißen, weil sie in ihrer totalen Erregung absolut hilflos gewesen war, in den Sekunden, bevor der Orgasmus sie am Koppelzaun tanzen ließ. Vor aller Augen!

Sie haben es gesehen. Sie haben alles mitbekommen. Es wird nichts mehr so sein wie zuvor.

Anja wusste nicht, wohin sie den Blick richten sollte. Immerzu schaute sie in Augen, Augen die alles mit angesehen hatten. Sie schämte sich. Doch die Scham war gleichzeitig erregend.

Dann schaut mich halt an, dachte sie. Ich kann euch nicht hindern. Ich bin gefesselt. Ich bin hilflos. Ich kann überhaupt nichts machen, um euch zu hindern. Gar nichts. Oh Gott, was ist mir geschehen!

Anja war durcheinander. Ja, in ihrer Fantasie war ihr Ähnlichen schon oft widerfahren. Wie oft hatte sie in den kleinen Spielfilmen in ihrem Kopf genau so oder ähnlich gefesselt vor den hungrigen Augen einer ganzen Meute am Kreuz gehangen, nackt und bloß und allen Blicken hilflos ausgeliefert. Auch in den kleinen Spielfilmen hatten Menschen alles Mögliche mit ihr angestellt, auch und gerade gegen ihren Willen und Anja hatte es hinnehmen müssen, weil die Stricke sie banden und wehrlos machten. Gerade diese Hilflosigkeit war das Erregende an den kleinen Fantasien. Doch es in der Realität zu erleben, es erdulden zu müssen, war unvergleichlich mehr als jede noch so wilde Fantasie. Anja wurde von den unterschiedlichsten Gefühlssensationen überwältigt.

Sie genoss die hungrigen Blicke der Männer und Frauen, die vorm Zaun standen und sie schamlos anschauten, und gleichzeitig schämte sie sich zu Tode. Sie wäre gerne geflohen und war doch überglücklich, dass sie es nicht konnte, weil die Stricke sie hinderten, weil die Seile sie ans Holz fesselten und sie nicht freigaben.

Sie werden es wieder tun, dachte Anja. Sie haben es gesagt! Eine Tradition wollen sie daraus machen. Das ist doch irre!

Ja, das war irre. Aber es war auch ein irre schöner Gedanke. Ein neuer Spielfilm startete in Anjas Kopf. Wieder und wieder sah sie kleine Szenen vor sich. Sie glichen sich alle. Anja kam zu irgendeinem Westerntreffen gefahren. Es war egal, ob sie zu den Westernreitern nach Alsingen fuhr oder zu den South-West-Mountain-Trappers, zu den Northern Cheyennes oder zur Indian Ranch in Rehlingen oder zu den Old Trappers von Bad Lohewald. Es spielte sich stets das Gleiche ab, nur dass es kleine Abwandlungen gab. Man begrüßte Anja freundlich. Es hagelte Umarmungen und Küsschen auf die Wangen. Anja baute ihr Tipi auf und dann zog sie ein Callicokleid an und die Schuhe aus. Sie bekam gerade noch Zeit um im Saloon einen Sprudel zu trinken, dann musste sie sich nackt ausziehen und wurde gekreuzigt. Wo es eine Pferdekoppel gab, landete sie am Holzzaun aus Rundbalken und wo es das nicht gab, hatten die jeweiligen Vereinsmitglieder vorgesorgt. Dort stand mitten auf der Wiese, meistens direkt vorm Saloon ein handgefertigtes T-Kreuz im Boden versenkt und man fesselte Anja nackt an dieses Kreuz. Immer. Es gab kein Entkommen. Nicht dass Anja entkommen wollte, Gott behüte. Sie wollte ja ans Holz und wie! Sie wollte die Stricke spüren, die sie am Kreuz festhielten, die ihre Bewegungsfreiheit einschränkten und sie hilflos machten. Nackt hing sie vor den Augen der Gäste und alle schauten sie an.

Anja schluckte. Es würde so kommen. Sie hatten es gesagt. Allein das machte sie schon glücklich. Ihr Glück wurde nur noch von der Tatsache übertroffen, dass ihr Bruder sie liebte, dass sie zusammengekommen waren. Das war nicht öffentlich. Das fand nicht vor den Augen aller statt. Niemand von den Menschen, die vor ihr im Gras standen und sich an ihrer Nacktheit ergötzten, wusste von diesem kleinen Geheimnis. Nur sie und Daniel wussten es und so sollte es auch bleiben. Für immer.

Anja ließ sich nach vorne sinken. Die Fesseln fingen an wehzutun. Eigentlich schmerzten sie schon eine ganze Weile, es war ihr wegen der starken Erregung nur nicht aufgefallen.

Jetzt muss ich leiden, dachte sie. Das gehört dazu.

Die Stricke schnitten ein. Sie brannten. Ihre Gelenke taten weh, die Handgelenke, die Schultern, die Fußgelenke. Auch die Ellbogen. Es war nicht unerträglich. Noch nicht. Das würde noch ein wenig dauern. Aber sie hatte noch eine ganze Zeit lang vor sich.

Wie lange bin ich schon gekreuzigt?, fragte sie sich.

Sie hatte jedes Zeitgefühl verloren. Vor ihr standen die Vereinsmitglieder und schauten zu, wie sie nackt am Zaun hing.

Eigentlich sollte es denen allmählich langweilig werden, überlegte sie. Was gibt es denn zu sehen? Okay, ich bin nackt und jeder Mensch betrachtet gerne nacktes Fleisch, vor allem wenn es schön gefesselt dargeboten wird, aber die haben doch Anderes zu tun, oder?

Sie hatten. Es fiel Anja erst jetzt auf, dass nicht alle vor ihr standen, nicht mehr. Immer wieder verließen kleine Gruppen die Meute der Zuschauer, um zum Saloon zu pilgern und sich Getränke zu besorgen. Doch sobald sie einen neuen Humpen Bier oder einen Becher Wein ergattert hatten, kamen sie zur Pferdekoppel zurück. Man stand im Halbkreis um Anja und unterhielt sich angeregt und betrachtete dabei angelegentlich das nackte, gefesselte Mädchen am Zaun. Sie war der Mittelpunkt der Party.

Das ist so irre, dachte Anja.

Sie schämte sich noch immer, aber inzwischen überwog die Freude daran, am Zaun festgebunden zu sein. Sollten sie nur schauen. Dafür hatte sie sich schließlich fesseln lassen.

Die Stricke schmerzten inzwischen stärker, doch das konnte Anja aushalten. Was sie nicht mehr lange würde aushalten können war ein sich stetig aufbauender Druck auf ihrer Blase. Sie hatte vor ihrer Kreuzigung ziemlich viel Mineralwasser getrunken und das wollte jetzt heraus.

Oh nein!, dachte sie erschrocken. Das geht nicht. Auf keinen Fall! Ich kann nicht vor allen Augen pinkeln. Unmöglich.

Sie musste schlucken. Es war echt dringend. Wie immer hatte sich der Druck langsam aufgebaut. Fast unmerklich hatte sich ihre Blase gefüllt und dann klingelte das kleine Glöckchen in ihrem Kopf: Klingeling! Auf geht's zur Toilette, Anja! Los! Marsch-Marsch!

Nur dass sie nicht marschieren konnte. Sie war gefesselt.

Was mache ich denn jetzt?, fragte sie sich. Ich kann doch nicht vor allen lospissen.

Allein der Gedanke ließ sie bis in den Haarwurzeln erröten. Nein! Das ging nicht! Auf gar keinen Fall!

Aber sie musste. Und wie!

Noch einmal schluckte sie, wie um sich Mut zu machen. Dann wandte sie sich an die Umstehenden: „Könntet ihr mich bitte losmachen? Ich muss mal für kleine Mädchen."

Anton trat vor: „Du musst aufs Klo?"

Anja nickte: „Ja. Ziemlich dringend sogar."

„Du musst Pipi?" bohrte Anton nach. Oh, dieses Stinktier!

„Ja", antwortete Anja. „Machst du mich jetzt bitteschön los?"

Anton runzelte die Stirn. Er machte eine richtige Show daraus. „Also um das mal klarzustellen, Anja. Habe ich dich richtig verstanden? Du musst urinieren?"

„Jaaa", antwortete sie. Herrgott! Musste dieser Hammel aus allem einen großen Auftritt machen. „Ich mach mir gleich ins Höschen. Also binde mich los!"

„Ins Höschen?!" Antons Stimme steigerte sich zu einem kreischenden Falsett. „In echt?!" Er blickte sich im Kreis um und rollte theatralisch die Augen: „Habt ihr das gehört, Leute? Anja macht sich ins Höschen! Dabei hat sie gar keins an! Das nenne ich eine reife Leistung. Also das möchte ich sehen!"

Alles grölte. Auch Anja musste lachen.

„Hör schon auf, du Knorpelkopf. Du weißt genau, was ich meine. Mach mich los."

Anton legte den Kopf schief: „Ehmm .... ja weißt du, Anja, das täte ich gerne, aber leider ist das voll-kom-men unmöglich meine Liebe. Es gibt eine Abmachung. Du hast gesagt, du machst bis zum Abendessen und bis dahin ist es noch lange hin."

Oh Gott! Nein! Anja rutschte das Herz in die Hose. Der Mistbock dachte nicht im Traum daran, sie loszubinden. Und aus eigener Kraft kam sie nicht frei. Sie saß in der Falle. Sie schaute zu Daniel. Der lächelte bloß und zuckte die Schultern.

„Bitte", sagte sie. „Ich kann nicht mehr lange anhalten."

„Ist doch egal", meinte Anton freundlich. „Mach ruhig. Die Wiese kann ein wenig Düngung gut brauchen."

„Oh!" Anja wand sich in den Fesseln. Sie musste feste anhalten. Es wurde wirklich dringend.

Ich kann doch nicht pissen wenn die alle zuschauen, dachte sie. Das geht doch nicht!

Aber ihr blieb wohl keine Wahl. Mit aller Kraft presste sie die Beine zusammen, beziehungsweise, sie versuchte es. Da ihre Füße rechts und links am Zaunpfahl angebunden waren, ging das mit dem Zusammenpressen nicht recht.

Die Leute kamen näher und schauten sie interessiert an.

„Lange hält sie es nicht mehr an", bemerkte Ingrid mit Kennermiene. „Gleich geht's los."

„Eine neue Showeinlage", sagte Walter. „Brunzen vom Koppelzaun in paradiesischer Nacktheit. Auch nicht schlecht."

Anja sah, dass er ganz versessen darauf war, zuzusehen. Nicht nur Walter. Etliche Leute warteten gespannt auf das Ereignis. Die einen wollten wohl nur miterleben, wie Anjas Widerstand brach, andere wollten die Demütigung hautnah miterleben und da waren welche --Anja sah es ganz genau- die es sehen wollten, die die Vorstellung aufgeilte, einem nackten gefesselten Mädchen beim Pinkeln zuzuschauen.

Schon wieder musste sie sich zutiefst entblößen vor den Augen dieser Menschen. Wieder würde sie hilflos ausgeliefert sein und nichts gegen die Blicke machen können. Anja schloss die Augen. Nein. Bitte nicht. Doch sie spürte, dass sie den Kampf bereits verlor. Lange würde sie nicht mehr durchhalten.

„Nächstes Jahr fliegen wir nach Amerika", sagte Walter. „Wir schauen uns den Niagarafall an. Mächtig viel Wasser, dass da von oben nach unten spritzt."

„Heißt das nicht Nigeriafall?" feixte Anton.

„Nee! Nicaraguafall", rief Andrea. Sie hielt ihr Sprudelglas schräge und ließ das Mineralwasser herauslaufen. Leise plätschernd ergoss es sich aufs Gras.

„Och jetzt bist du aber echt gemein, Andrea", rief Ingrid. „Wo Anja doch so dringend Wasser lassen muss." Sie zeigte auf den einachsigen Tankwagen, der bei den Pferdeweiden stand: Wie viel Wasser geht da eigentlich rein? Ein Hektoliter oder zwei? Plätschert es laut, wenn man den Hahn aufdreht?"

„Und wie das plätschert", sagte Uwe von den Westernreitern. „Es plätschert und plätschert ohne Ende. Es kommt eine Menge Wasser aus dem Tank. Wirklich viel Wasser. Unglaublich viel Wasser."

Ich kann nicht mehr, dachte Anja verzweifelt.

Sie wollte es nicht, aber sie konnte es nicht verhindern, so sehr sie auch dagegen ankämpfte. Der Drang, Wasser zu lassen, wurde unerträglich. Sie stöhnte leise. Sie wusste, es war zu spät. Selbst wenn die Mistbienen nun anfangen würden, sie loszubinden, konnte sie es nicht länger anhalten.

Nein!, dachte sie. Nein!

Da geschah es. Ihr Unterleib verkrampfte sich. Gegen ihren Willen entleerte sich ihre Blase. Es sprudelte heiß aus ihr heraus. In weitem Bogen ergoss sich ihr Wasser ins Gras.

„Sie pisst", rief Anton entzückt. „Seht nur! Sie macht vor unseren Augen Pipi! Und wie!"

„Herrlich, wie sie spritzt", rief Walter. Er starrte. Er konnte die Augen nicht abwenden. Was er sah, machte ihn gewaltig an, das erkannte Anja ganz genau.

Sie konnte nicht mehr anhalten. Sie gab auf. Sie drückte es mit Kraft aus sich heraus. Es war eh zu spät. Während ihr Wasser in hohem Boden aus ihr herausspritzte, wurde sie knallrot. Sie hatte das Gefühl, ihr Kopf müsse jeden Moment platzen, so sehr schämte sie sich. Aber sie musste es geschehen lassen. Die Natur war stärker als sie.

Es wollte und wollte nicht aufhören. Ein steter Strahl ergoss sich aus ihrem Schoß ins Freie. Sonnenstrahlen brachen sich in dem Wasserbogen. Auf dem Boden plitschte und platschte es. Eine Pfütze entstand.

Die Leute ringsum schauten genau zu.

Aufhören!, dachte Anja. Aufhören! Herrgott noch mal! So viel Wasser kann doch nicht in einer einzelnen Blase sein!

Es hörte und hörte nicht auf. Immer weiter platschte Anjas Urin ins Gras. Die Pfütze dort unten wurde größer, ebenso wie Anjas Scham. Sie war halb wahnsinnig vor Scham. Sie hing nackt und gefesselt vor den Menschen und brunzte wie ein Karrengaul. Und es nahm kein Ende.

„Sie hat wirklich lange angehalten", fand Andrea. Sie lächelte. „Mensch Anja, wie lange noch? Das sind mindestens zwei Liter! Hast du einen eingebauten Zusatztank?"

Anja brunzte in hohem Bogen. Es dauerte eine Ewigkeit, bis der Wasserstrom anfing zu stottern und schließlich abbrach. Sie glaubte schon nicht mehr daran, dass es jemals aufhören würde. In Gedanken sah sie sich Stunde um Stunde am Kreuz hängen und in hohem Strahl pissen, während vor ihr im Gras allmählich ein kleiner Teich entstand.

Endlich ließ es nach. Sie presste noch schnell ein paar letzte Tropfen hervor, dann war Schluss. Gott sei Dank.

Andrea trat zu Anja. „Du bist ganz schön abgegangen, meine Gute." Erst jetzt bemerkte Anja, dass die Frau barfuß war. Wann hatte Andrea ihre spitzen Westernstiefel ausgezogen?

Sie schaute zu, wie Andrea auf sie zukam. Die Frau schritt mit nackten Füßen genau in die Pfütze vor Anja. Mittendrin blieb sie stehen. Sie stand barfuß in Anjas Wasser. Lächelnd schaute sie zu ihr hoch: „Das tut gut, nicht wahr? Es muss ganz schön gedrückt haben. Aber jetzt bist du es ja los." Sie trat in Anjas Wasser hin und her.

Das ist Absicht, dachte Anja. Sie stellt ihre Füße absichtlich in meine Pisse. Weil ....

Macht es sie an? Oder will sie damit zeigen, dass sie mir überlegen ist, dass sie sich gewissermaßen symbolisch auf mich stellt?

Anja konnte es nicht glauben.

Anton zog seine Taschenuhr hervor: „Noch ein halbes Stündchen, liebe Anja, dann hast du es hinter dir." Er klang bewundernd. „Du hast es wirklich ohne zu klagen durchgehalten. Das hat Klasse, Mädchen."

Du bist gut, dachte Anja. Ich musste ja durchhalten.

Das hast du doch gewollt, sprach die kleine Stimme in ihrem Kopf. Genau so hast du es dir gewünscht.

Anja schaute auf Andreas bloße Füße in der Pfütze im Gras. Die Frau bemerkte ihre Blicke.

Ja ich stehe in deinem Wasser, sprachen ihre Augen. Ich wollte es spüren, Anja. Ich wollte an meinen nackten Sohlen deine Wärme und Nässe spüren. Weil ich dich bewundere, Anja. Weil ich dich vergöttere für deinen Mut und deine Hingabe. Weil mich deine Demut aufs Äußerste erregt, Mädchen! Und weil es mich anmacht, mitzuerleben, wie du zutiefst erniedrigt wirst. Du nimmst diese Erniedrigung einfach so hin. Ja sie erhöht dich, Anja. Sie macht dich größer als uns arme Zuschauer. Ich kann die Augen nicht von dir abwenden. Dich so zu sehen, nackt und hilflos gefesselt, macht mich an, ebenso wie es mich anmacht in deiner Pisse zu stehen. Nur ich darf deine Wärme und Nässe so unmittelbar spüren, Anja. Keiner von den Anderen kann das. Deshalb stehe ich hier vor dir. Wenn ich zu bestimmen hätte, kämest du nie wieder los von diesem Koppelzaun und du müsstest immer vor unseren Augen pissen.

Anja fühlte Erregung in sich aufsteigen. Das Kribbeln in ihrem Schoß fing wieder an.

Es verließ sie die letzte halbe Stunde am Koppelzaun nicht mehr und ließ sie die Schmerzen, die die Fesselung erzeugte, willig ertragen. Voller Stolz registrierte sie die lüsternen Blicke ihrer Freunde. Sie freute sich, dass ihr Anblick Männer und Frauen erregte.

Tradition, dachte sie mit klopfendem Herzen. Von heute an werden sie mich auf jedem Westernfest so fesseln.

Sie wollte es. Sie ersehnte es mit jeder Faser ihres Herzens. Anja war glücklich.


Kommentare

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Tobi schrieb am 07.02.2021 um 13:53 Uhr

toll

ich würde sie jetzt so noch komplett enthaaren und beringen ...