Life is a Porn! - Teil 2: Schuld


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15.08.2014
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Die Sonne ging auf und erfüllte die Welt mit Licht. Leon blinzelte und stöhnte im nächsten Moment laut auf. Sein Kopf fühlte sich an, als würde er zerbersten. Pochende Schmerzen malträtierten die gesamte Oberfläche seines Schädels und er sank kraftlos zurück.

Mit größter Mühe gelang es ihm die Augen zu öffnen und sich umzusehen. Verschwommen zeichnete sich ein grauer Linoleumboden, der mit zahlreichen Glassplittern übersät war, auf seiner Netzhaut ab. Sein betäubter Blick glitt weiter nach oben. Ein Regal. Es war in der Mitte zusammengedrückt worden und lehnte bizarr verbogen über einem weiteren, unversehrten, das einfach nur umgefallen war. Der Inhalt lag quer verstreut zwischen den Glassplittern. Unzählige flache Boxen aus rotem Plastik. Leon glaubte seinen Augen nicht zu trauen. Das waren doch ... Das waren Pornofilme! Ganz deutlich erblickte er die eindeutigen Coverbilder mit dem obligatorischen dreifachen 'X'.

Plötzlich bemerkte er direkt neben sich eine Bewegung. Zoe, die halb unter ihm begraben lag, bewegte sich und Leon rutschte, immer noch mit schmerzendem Kopf, etwas umständlich zur Seite. Erst jetzt wurde ihm klar, dass sie immer noch im Auto saßen. Und die Sonne war nicht die Sonne gewesen, sondern eine Reihe von Neonröhren, an der Decke eines Raumes. Des Raumes, in den Manus Passat mit voller Geschwindigkeit gerauscht war!

 

"W-was ist passiert?", erklang die matte Stimme von Mina, die aus der Lücke zwischen Rück-und Beifahrersitz hervorkroch.

"Ich glaube wir hatten einen Unfall. Geht es dir gut?", fragte Leon reflexartig und jedes Wort kam ihm unendlich schwer über die Lippen.

"Ja, ich denke schon.", kam es mit kurzer Verzögerung zurück.

Ein kalter Luftzug drang durch die zerschmetterte Schaufensterscheibe nach drinnen und erweckte Leon schlagartig aus seiner Benommenheit. Langsam stieg eine Mischung aus Panik und Sorge in ihm empor. Er beugte sich zu Zoe hinunter, die zu seiner großen Erleichterung die Augen aufgeschlagen hatte und ihn etwas verwirrt ansah.

"Alles okay?", fragte er. Sie nickte nur.

Inzwischen hatte sich auch Maxi aus dem Chaos erhoben und starrte sorgenvoll nach vorne.

"Scheiße, Manu!", dachte sich Leon und krabbelte mit unverändert dröhnendem Kopf nach vorne. Manu kauerte mit den Armen vorm Gesicht auf dem Lenkrad. Ein ganzes Gebirge fiel ihm vom Herzen, als Leon erkannte, dass sich sein Brustkorb langsam hob und senkte.

"Mensch, Manu, lebst du noch?", erkundigte er sich und rüttelte an seiner Schulter.

"Was soll die blöde Frage?", klang es dumpf nach oben. "Wenn ich nicht mehr am Leben wäre, was sollte ich deiner Meinung nach denn antworten: Nein, ich bin tot!?"

 

"Ihr müsst hier raus! Wenn das Auto Feuer fängt, seid ihr geliefert!", klang es plötzlich von rechts. Leon blickte überrascht zur Seite. Der Beifahrersitz war leer. Gus lehnte über dem Fenster am Wagen und bekräftigte seine Aufforderung, indem er zur Kühlerhaube zeigte, aus der Qualm aufstieg.

"Wann bist du denn ausgestiegen?", rief Leon ungläubig.

Gus' Mundwinkel deuteten ein Lächeln an. "Vor etwa fünf Minuten. Ihr wart noch ohnmächtig. Ich wollte Hilfe holen, aber leider kommt man aus dem Schaufenster nicht nach draußen, ohne sich zu schneiden und die einzige Tür im Raum ist verschlossen. Als ich dann zurück zum Auto ging, um mein Handy zu suchen, habe ich dich schon gehört!"

"Wo sind wir eigentlich hier, zum Teufel?"

Gus konnte nun trotz der prekären Situation ein breites Grinsen nicht mehr unterdrücken. "Nun ja, ich würde meinen, in einem äußerst gut sortierten Lager für ... Erwachsenenfilme! Wohin man sieht, nichts als Obszönitäten. Sorgfältig in Produktionsjahr und Themenbereiche eingeteilt. Ein Paradies für den geneigten Cineasten. Man kann", er blickte zu Manu, der sich inzwischen aufgerappelt hatte, "die bittere Ironie an dieser Kalamität hier nicht verhehlen. Eines ist allerdings seltsam, der Raum entbehrt einer Kasse oder ähnlichen und das Schaufenster war mit blickdichter Spiegelfolie verklebt. Ungewöhnlich. Scheint mehr eine Art Lager oder privates Archiv zu sein!"

 

Nach einigen Minuten standen alle Sechs mehr oder weniger unversehrt in den Trümmern, die von dem obskuren Erotikarchiv übrig geblieben waren und berieten, was nun zu tun war. Eigentlich herrschte sehr schnell Einigkeit, die Polizei zu rufen und das Malheur mit der Schaufensterscheibe und dem Laden einzugestehen. Es würde zwar einigen Ärger für Manu bedeuten, aber es half ja nichts, schließlich konnte man nicht einfach wieder einsteigen und davon fahren, weder moralisch noch technisch, denn das Auto war nurmehr ein unbewegliches Wrack.

 

Gerade wollte Leon zu seinem Handy greifen und die schwere Bürde des Telefonats mit der Notrufzentrale auf sich nehmen, da klimperte plötzlich ein Schlüssel im Schloss der Tür, die sich am anderen Ende des Raumes befand. Alle blickten gebannt zu dem feuerfesten Rechteck aus Metall, welches mit einem scheinbar unendlich langen Knarzen aufschwang.

Dahinter kam eine füllige Silhouette zum Vorschein. Ein dicklicher kleiner Mann mit neumodischer Brille, karierter Schlafanzughose und einem Mötley-Crüe-Shirt starrte ungläubig auf die Reste des Erotikfilmdepots. Dann erspähte er die kleine Gruppe neben dem demolierten Passat und sein Blick verfinsterte sich. Er wollte etwas sagen, doch Manu kam ihm zuvor. "Bevor sie sich aufregen: Es tut uns leid! Wir wollten gerade die Bul ... äh die Polizei rufen!"

Der Mann verzog sein Gesicht zu einem gequälten Lächeln. Und sprach dann mit leiser aber bestimmter Stimme: "Ich glaube, das ist keine so gute Idee!"

"Warum denn nicht!", sagte Leon überrascht.

"Sagen wir mal so", und zum blanken Entsetzen der kleinen Gruppe zog er ganz beiläufig einen kurzläufigen Revolver aus dem Bund seiner Stoffhose und legte ihn vorsichtig, fast zärtlich auf einen kleinen Abstelltisch, der heil geblieben war, "Ich mag die Polizei nicht sonderlich. Stellt dumme Fragen, wühlt sich durch meinen Privatbesitz, stellt noch dümmere Fragen - man kennt das ja!"

Die Sechs starrten ihn mit einer Mischung aus Angst und Unverständnis an. Der Mann hob philisterhaft den Zeigefinger. "Aber eine dumme Frage möchte ich jetzt stellen: Wer oder was zur Hölle hat euch geritten hackedicht in mein Haus zu rasen, um dort einen rhinozerosgleichen Schaden zu hinterlassen?"

Beschämt blickten sie sich an. Schließlich fasste sich Gus ein Herz und fragte: "Um einen Schaden welchen Ausmaßes handelt es sich denn? Natürlich nur nach einer ersten ungefähren Schätzung ihrerseits. Sollte sich die Spanne des materiellen Schadens im niedrigen vierstelligen Bereich bewegen, könnten wir eventuell extemplo eine Vorauszahlung leisten!"

Der Mann lachte laut und schrill auf. "Vierstellig? Schaden? Vorauszahlung? Ginge es nur um das olle Schaufenster, den Billig-Boden aus dem Baumarkt und die primitiven Metallregale, würde ich nur müde schmunzeln und euch das Taxi nach Hause bezahlen! Ist euch nur ansatzweise bewusst, dass ihr gerade eine der, wenn nicht sogar die größte und vollständigste Sammlung pornografischer Filme der Welt durchpflügt habt, wie der Traktor einen Kartoffelacker?"

"Das tut uns Leid! Aber meine Haftpflichtversicherung wird sicher für den Schaden aufkommen!", murmelte Manu daraufhin reumütig.

"Das tut uns Leid!", äffte der Fremde ihn nach und griff wieder zu seinem Revolver, worauf Leon und die anderen verängstigt zurückwichen. "Versicherungen ersetzen nur materiellen Schaden. Auf dem ideellen bleibe ich sitzen. Jahre habe ich gebraucht, um all das hier aufzubauen, und dann kommen so ein paar Yolo-Hackfressen wie ihr und zerstören mein eigen … meinen Schatz!"

"Sie spinnen doch!", keifte Mina erregt zurück. "Was ziehen sie hier für eine Al-Capone-Scheiße ab? Wer sind sie? Gollum? Und warum suchen sie sich nicht ein anständiges Hobby?"

Die Augen des Mannes loderten hinter den dicken Brillengläsern. "Ich ziehe gar nichts ab! Ich bin nur ein hilfloses Opfer von blindem Vandalismus und Zerstörungswut!"

Eine nicht zu überhörende Kälte klang aus der Stimme des Fremden.

 

Leon beschloss die Karten auf den Tisch zu legen. Was hatten sie schon zu verlieren! Auch wenn sie der Typ abknallen würde, hier hörte sie niemand schreien!

"Aber was wollen sie von uns? Wir sind nur sechs arme Studenten, die gerade mal die Miete berappen können! Von uns sehen sie kein Geld, nicht einmal wenn wir es wollten!"

"Das dachte ich mir schon!", sagte der Mann wenig überrascht. Er nahm den Revolver und strich andächtig über den im Licht glänzenden Lauf. "Wie bitter! Für euch … und für mich. Aber es wäre ja gelacht, wenn wir – sieben erwachsene Leute – da keine vernünftige und für alle zufriedenstellende Lösung finden könnten!" Die Kälte in seinem Timbre war nun einer noch viel unheimlicheren Siegesgewissheit gewichen. Leon kapierte. Sie waren ihm ausgeliefert. Hier und jetzt konnte er von ihnen alles verlangen. Egal was er wollte! Er sah zu Manu, hinter dessen breiten Schultern sich Maxi versteckt hielt. An seinem desillusioniertem Gesichtsausdruck erkannte er, dass sie dasselbe dachten. Nur Minerva schien sich mit der Situation, mit ihrer Rolle als Ausgelieferte nicht anfreunden zu wollen. "Ich habe keine Angst vor ihrem blank polierten Phallusersatz! Wissen sie was, ich nehme jetzt einfach mein Smartphone und wähle die 110!"

Ihr Gegenüber blieb ganz ruhig. "Mach nur!", sagte er fast schon amüsiert. "Hier draußen hat man so gut wie keinen Empfang. Und sollte es dir doch gelingen, dann wünsche ich dir eine schnelle und deutliche Aussprache!" Er lehnte sich entspannt nach hinten, strich mit der einen Hand das lichte Haar glatt und spannte mit dem Daumen der anderen den Hahn seiner Waffe. Blass ließ Mina das Handy sinken. Der Fremde lachte schallend. "Und jetzt zeig mir deine Titten!" Mina zögerte, wohl im Glauben sie habe sich verhört. "Na los!", sagte der Fremde scharf. "Das ist das Mindeste, was du an Entschädigung leisten kannst!"

 

Leon glaubte ein feuchten Glitzern in Minas blauen Augen zu erkennen, als sie langsam den Reißverschluss ihres Minikleids öffnete. Stück für Stück rutschte der Samtstoff nach unten und entblößte ihre helle Haut, die im Licht der Neonröhren fast weiß wirkte. Als der Stoff am oberen Ansatz ihres Busens angelangt war, zögerte sie abermals kurz, doch ein aufforderndes Zucken des Pistolenlaufs mahnte sie weiterzumachen. Mit einem nonchalanten Zupfen ließ sie das Kleid auf Hüfthöhe herabsinken. Mina hatte keinen Büstenhalter getragen, was wie Leon jetzt erkannte wohl auch eher vergebene Liebesmüh gewesen wäre, denn ihre Brüste waren nicht mehr als eine spitz zulaufende Verdickung ihrer beiden Brustwarzen, die sich etwas erhaben aus ihrem Brustkorb heraus definierte. Der Fremde hatte sein Gesicht zu einer hämischen Grimasse verzerrt. Leon konnte nicht genau sagen, ob dies Minas nicht vorhandener Oberweite oder einfach nur der Tatsache der geglückten Demütigung seines Opfers geschuldet war.

Minas Wangen zierte ein zarter Hauch von rosé als sie sie mit bebender Stimme sagte: "War's das?"

"Lass mich mal überlegen. Nachdem der obere Teil deines Körpers nicht in vollem Maße zu meiner Erregung beigetragen hat, möchte ich nun doch alles sehen!" Erwartungsfroh leckte der Fremde mit der Zunge über seine Zähne.

Unter dem Stoffbund ihres Cocktailkleids offenbarte sich ein eher langweiliger schwarzer Slip aus undurchsichtiger Spitze. Minas Gesicht rannen Tränen hinunter. Mit zitternden Fingerspitzen griff sie unter den Saum der Unterhose und zog diese langsam nach unten. Der dunkle Schatten einer tagealten Intimrasur tauchte unter dem sinkenden Gummibund auf und verstärkte sich auf dem sichtbar werdenden Venushügel zu einer Ansammlung kurzer dunkelbrauner Härchen. Mina ging leicht in die Hocke um das Bündchen über ihre Pobacken zu bugsieren und der Schatten ihrer Oberschenkel verdeckte für Sekundenbruchteile die Sicht auf ihren Scham. Dann stellte sie sich mit leerem und ohnmächtigem Blick gerade hin. Ihre inneren Schamlippen traten leicht zwischen den äußeren hervor und bildeten einen asymmetrischen Wulst, der die Ansicht ihrer Vulva dominierte. Leon wunderte sich wie dünn und zerbrechlich Mina ohne Kleidung wirkte. Knochig traten Hüft- und Rippenknochen hervor und gaben ihr in Kombination mit dem sterilen Licht ein kränkliches Aussehen. Eine Weile herrschte Stille. Leon und die anderen betrachteten Mina und den Fremden, der langsam auf sie zuging und dabei nachdenklich seine Lippen knetete. Er sicherte mit einem scharfen Klicken seine Waffe und steckte sie in seinen Hosenbund zurück.

"Kratzbürstig wie ein Kätzchen in der Badewanne, aber so zerbrechlich wie dünnes Glas – Mädchen, wir könnten viel Spaß zusammen haben!", sagte er seufzend, strich Mina, die angeekelt zurückwich, fast väterlich durch das etwas zerzauste Haar und entfernte sich wieder.

"Kannst dich wieder anziehen!, klang es dabei tonlos aus seinen Mund, was sich Mina nicht zweimal sagen ließ.

 

Eine gefühlte Ewigkeit lang, schwieg der Fremde nun und musterte sie nachdenklich.

"Jetzt sagen sie doch endlich was sie wollen!", flehte Zoe plötzlich, die zu Leons Erstaunen bisher ruhig geblieben war. "Es hat doch keinen Sinn, das hier ewig in die Länge zu ziehen. Bitte!"

Ihr Gegenüber lachte. Und formulierte dann nickend: "Gut, gut. Dann will ich euch mal nicht länger auf die Folter spannen. Wie ihr sicher schon bemerkt habt, schätze ich, nennen wir sie mal Naturfilme." Er blickte sich sinnierend um. "Lasst euch von dem Ambiente und meiner etwas zwielichtigen Nachbarschaft nicht täuschen! Ich bin ein sehr reicher Mann, müsst ihr wissen; obwohl man es mir nicht wirklich ansieht. Ich habe alles, was ich brauche, aber ich bin genügsamer, als andere mit ähnlichem Kontostand. Trotzdem - eine Sache gäbe es da, die selbst das verstockte Herz eines in der wohligen Befriedigung des Geldes erstarrten Multimillionärs, wie ich es bin, noch begeistern könnte!"

"Und die wäre?", fragte Manu voller Angst vor der Antwort.

"Ein künstlerisch wertvoller, unverfälschter, charmant-handgemachter, guter alter selbst produzierter Porno - mit jungen unverbrauchten Darstellern! Das wäre das Prunkstück meiner, nun nicht mehr ganz so wertvollen Sammlung!", schloss er seinen Vortrag.

Leon brauchte eine Weile, bis er begriff. Dann packte ihn eine Mischung aus Entsetzen und peinlicher Berührtheit.

"Aber wir … also ich meine … wir können doch nicht …", stotterte er.

"Und ob!", sagte der Fremde. "Seht doch ganz anständig aus!" Er deutete mit dem Finger auf Mina. "Und meine neue kleine Freundin würde ich nur zu gerne mal in Aktion sehen!" Mina schnaubte verächtlich. "Egal wie sehr sie vor Geld stinken. Eine Frau können sie sich nicht kaufen!"

Doch der Angesprochene ließ sich nicht provozieren. "Das vielleicht nicht – aber ich kann mit meinem Geld Menschen dazu bringen, gewisse Handlungen auszuführen. Am Ende hat alles seinen Preis! Ich gebe euch sogar noch einen zusätzlichen Ansporn. Bedauerlicherweise ist euer Vehikel ja nur noch ein rauchender Haufen Altmetall. Sollten wir uns einig werden, besorge ich euch zusätzlich zur Tilgung eurer Schuld ein neues Auto!"

"Aber selbst ein pornografisches Lichtspiel von meist eher schlichter Dramaturgie setzt ungeachtet von Konzeption und Länge ein Mindestmaß an technischem Knowhow voraus.", warf Gus in seiner für ihn typischen Art ein. "Wer gibt ihnen eine Garantie auf unser Gelingen?"

"Niemand. Aber vergesst nicht: Ihr seid in der Bringschuld! Euch wird schon was nettes einfallen, überrascht mich!"

Manu, der sich offenbar wieder ein wenig gefasst hatte, fragte mit Grabesstimme: "Gesetzt dem Fall, wir willigen in ihren Handel ein: Wie viel Zeit geben sie uns den Film herzustellen?"

Die Frage löste laute Proteste seitens Mina und Zoe aus. Auch Leon schüttelte fassungslos den Kopf. Allerdings wusste er, dass sie am Ende kaum eine Wahl hatten. Sie mussten fast zustimmen, egal welche Konsequenzen es haben würde! Der Fremde hob die Hände und die kleine Gruppe verstummte schlagartig. "Gemach, gemach! Das war doch für uns alle eine ereignisreiche Nacht. Ich würde vorschlagen, ihr nehmt mein Angebot einfach an. Die Sache hat keinen Haken! In fünf Minuten könntet ihr im Taxi nach Hause sitzen. Das einzige was ich von euch brauche ist ein Ja! Weitere Instruktionen lasse ich euch zeitnah zukommen!"

Leon sah die anderen an. Sie waren mehr als müde. Draußen dämmerte es bereits. Ihr Wille war gebrochen.

Als Manu und der Fremde die Sache per Handschlag besiegelten, wagte er es noch eine letzte Frage zu stellen: „Und was machen sie, wenn wir uns einfach nicht dran halten?"

"Glaube mir, ihr würdet es schwer bereuen!", sagte der seltsame Fremde lakonisch. Und sein fast wahnsinniger Blick ließ Leon schlagartig klar werden, dass daran kein Zweifel blieb!


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