Volley


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06.07.2011
BDSM

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Volley – die Waffen der Weiber

 

Schlagartig wurde den meisten von uns bewusst, dass wir jetzt alle hier in der Falle saßen. In unserer eigenen, gewissermaßen selbstfabrizierten Falle.

Wir, das waren 12 junge Mädchen und Frauen von der Beachvolleyball-Mannschaft der kleinen Stadt Mittelwerda in Sachsen-Anhalt und unsere Trainerin und Mannschaftsführerin, Frau Klar, von uns genannt: Saskia, weil sie der gleichnamigen Frau auf Rembrandts Gemälde so sehr ähnelte.

Die Falle: Das war unsere Trainingsstätte. Eine weit abgelegene Lagerhalle für Streumittel vom Winterdienst, die wir uns wegen des Mangels an einem echten Sandstrand immer in den ungenutzten Sommermonaten als geeignete Trainingsstätte einrichten durften. Hier konnten wir fast immer ungestört und völlig entspannt unserer Leidenschaft frönen: Dem Beachvolleyball auf echtem Sand. Nur die Sonne fehlte. Die Halle war völlig fensterlos, dafür aber auch ohne Gaffer und Voyeure. Licht spendeten uns abends die 4 riesigen Deckenlampen und am Tage die großen hellen Oberlichter im Dach.

Ungestört? Fast immer. An diesem Donnerstag im Juni aber war die Idylle leider erheblich gestört. Gestört durch diesen Kerl, der da plötzlich wie aus dem Nichts aufgetaucht war. Gerade waren wir dabei, uns auf unser erstes Trainigsmatch nach Schule und Feierabend vorzubereiten, das heißt: wir zogen uns gerade um in den vorgeschriebenen, sehr leichten Dress aus Bikinioberteil und knappem Höschen. Einige von uns waren noch oben ohne und manch andere hatten noch kein Höschen an. Allgemeine fröhliche Neckerei und lustiges Gekicher war angesagt, als plötzlich die große schwere Stahltür am einzigen Eingang mit lautem Knall ins Schloss fiel, und von diesem bis an die Zähne bewaffneten Kerl von Innen verschlossen wurde, der jetzt überlegen grinsend den Schlüssel in eine seiner vielen Brusttaschen fallen ließ.

Mit dem Kerl alleine hätten wir ja noch gut und gerne fertig werden können, aber was uns an ihm besonders erschreckte, das waren die beiden dicken, gekerbten, bedrohlich aussehenden Handgranaten an seinem Gürtel, die umgehängte Maschinenpistole und vor allem die bläulich-schwarz glänzende Pistole in seiner rechten Hand, mit welcher er ziemlich hektisch in der Luft herum fuchtelte.

Im Widerspruch zu seinem überheblichen Grinsen standen allerdings die Schweißperlen auf seiner Stirn und die zitternde linke Hand. Er war sichtlich nervös bei dem Anblick von soviel weiblicher Nacktheit. Nur die Waffe in der Rechten schien ihm noch einen Rest von Sicherheit zu geben. Wir waren natürlich auch nicht gerade cool. Nein, das waren wir ganz bestimmt nicht. Was wollte dieser offensichtlich irre Mensch?

Uns Mädels standen vor Schreck und Überraschung die Mäuler offen. Die meisten schrien vor Schreck laut auf und drängten sich an der Wand zusammen, so, wie sie eben gerade an- oder ausgezogen waren. Hinter mir konnte ich das leise Winseln von Katrin hören: „Ach nein! Bitte das doch nicht! Ich will raus hier…ich will nach Hause!“

Ja, raus hier, das wollten wir sicher alle jetzt. Aber die einzige Tür war geschlossen und die Halle lag außerdem weit weg von der Stadt, in der Nähe zur Autobahnauffahrt. Nicht einmal laute Schreie von uns wären zu hören gewesen. Und was war mit Handy? Nichts war mit Handy. Hier war schon immer das ultimative Empfangsloch. Keine Relaisstation weit und breit.

Die perfekte Falle eben. Verdammt! Was sollte das werden? Mir begannen die Knie heftig zu schlottern und eine grimmige Kälte verschaffte mir am ganzen Körper eine Gänsehaut.

Aber Saskia, unsere Trainerin, bewahrte, jedenfalls scheinbar, die Ruhe. Sie trat dem Kerl sofort energisch entgegen und forderte laut: „Verlassen Sie bitte sofort diese Halle! Was haben Sie hier eigentlich zu suchen? Sie können uns hier doch mit ihrer Spielzeugpistole nicht beeindrucken. Das glauben Sie doch nicht etwa im Ernst, Sie Würstchen?“

Die hatte ja Mut, die Saskia. Ich glaube, sie war mal beim Bund, bei der Bundeswehr. Ihr Mut machte sie leider aber auch gleich zu seinem ersten Opfer.

„Was? Spielzeugpistole? Na, dann pass mal auf, du Tussi:“ er hob die hand nach oben und da knallte auch schon ohrenbetäubend laut der Schuss. Gottseidank nicht direkt auf Saskia, sondern nach oben, an die Hallendecke. Mit heftigem Klirren zersprang die große Glühlame und ein Regen von heißen Glassplittern, Emailleteilchen und Staub ergoss sich über die arme Saskia. Leider blieb es aber nicht dabei. Das Geschoss hatte scheppernd die Lampe in heftiges Schaukeln versetzt und war zum sirrenden Querschläger verwandelt worden, der Saskia in den Innenteil des rechten Oberschenkels traf und darin stecken blieb. Saskia schrie laut auf und fiel zu Boden. Das erste Opfer. Das war kein böser Traum! Jetzt war uns allen klar, dass der Kerl es wirklich ernst meinte. In meinen Ohren begann es schmerzhaft zu pfeifen. Mich ergriff wie alle anderen die blanke Angst. Aber warum? Was wollte der nur von uns? Was hatten wir ihm denn getan? Wollte der uns etwa wirklich alle hier massakrieren? Es wurde sehr still in der Halle. Sehr still. Man hörte nur noch einen schmerzlichen Schrei von Saskia und ein metallisches Schnappen aus der Richtung von dem Mistkerl, so, als ob man ein Fahrradschloss zuschnappen ließe. Hatte er jetzt nachgeladen? Wir beachteten das aber zuerst gar nicht weiter. Sie fühlen wahrscheinlich alle, genau wie ich, eine eisige Kälte vom Kopf her den Rücken hinab streichen.

Aus der Innenseite von Saskias Oberschenkel rann das Blut in einem dicken pulsierenden Strahl. Sie presste oberhalb der Wunde ihr Bein fest zusammen und stöhnte „Mädels! Helft mir! Hat jemand was zum Verbinden da?“

An der Wand stand die schockstarre Reihe unserer halbnackten Mädels. Einige hielten sich mit krebsroten Gesichtern die Hände vor den nackten Schoß, andere bedeckten mühsam ihre nackten Brüste mit beiden Händen. Nur vier von uns, ich, Maria, Conny und Saskia, waren noch vollständig bekleidet, weil wir als Letzte angekommen waren. Es war der blanke Horror!

„Harry! Was soll das? Bist du denn total verrückt geworden? Hau ab und lasse uns gefälligst hier in Ruhe!“

Das war die Stimme von Maggie, die eigentlich Margitta hieß und als Geräte- und Kranfahrerin bei einer Baufirma arbeitete. Kannte sie etwa den Kerl? War dieser Harry etwa wegen ihr hierher gekommen? Hatte er von ihr den Tipp, wo wir trainieren? Wollte der sich für irgendwas an Maggie rächen, wollte der sie gar erschießen oder wollte er sie nur mächtig beeindrucken? Hatte sie ihm einen Korb gegeben, diesem hässlichen schwitzenden Pickelhering?

Das rotköpfige Pickelgesicht hatte sich, wie es schien, auch wieder gefangen, stand fünf Schritte vor der halbnackten Mädchenreihe und grinste. Dabei fuchtelte er immer noch mit seiner Pistole von links nach rechts und zielte nacheinander auf jedes der Mädels.

 „Halts Maul, Maggie! Mit dir bin ich sowieso fertig. Du kommst als Letzte dran, bevor ich mich selber aus dieser Scheißwelt verabschiede. Aber vorher will ich noch einmal was richtig Schönes sehen, bevor ich dich dann zum ersten und zum letzten Mal ficke. Und: danke für den Tipp mit der Halle hier. Außer mir und euch weiß das keiner, hast du gesagt. Ein wirklich guter Tipp, den du mir da gegeben hast, vorige Woche, bevor du mich hier vor dem Tor abserviert hast. So, und jetzt will ich mal richtig euren Anblick genießen, ihr verdammten Weiber. Weg mit den Händen! Ich will eure hübschen runden Tittchen sehen! Und weg mit den Pfoten von euren Fotzen! Ich will doch wissen, ob ihr rasiert seid oder nicht. Den Unrasierten kann ich ja dann gerne mit meinem scharfen Jagdmesser ein wenig nachhelfen, damit sie dann schon rein und geleckt in den Himmel kommen. Oder in die Hölle vielleicht. Also seid mal schön brav zum guten ollen Harry, damit ihr nicht zum Schluss noch eine Sünde auf eure arme Seele ladet. Na, wird’s bald? Hände an die Seite! Schön stramm stehen!“

Dabei zeigte er mit der Waffe direkt und gerade auf die vor Angst schlotternde Kathrin, als wollte er jeden Moment abdrücken.

Kathrin ließ mit einem „Nein, bitte, bitte nicht!“ ihre Hände an die Seite fallen und ihre wirklich dicken, gänsehäutigen und nippelsteifen Brüste gehorchten prall baumelnd der Schwerkraft.

„Hoi! Na, das sind ja zwei Granaten! Da kriege ich ja gleich Angst, wenn die hochgehen!“ kicherte der Saukerl anzüglich. Nacheinander nahm er sich die Mädchen in der Reihe vor.

Dabei war er so beschäftigt, dass er gar nicht bemerkte, wie ich, schräg hinter ihm stehend, vorsichtig zur Seite trat und mich zu Saskia herunterhockte. Saskia hatte darauf nur gewartet und begann sofort, ganz eindringlich auf mich einzuflüstern: „Ruhe bewahren! Keine unbedachten Aktionen. Sage das allen! Wir müssen Zeit gewinnen, ihn ablenken, ihn beschäftigen und ihn ganz genau beobachten. Wir müssen wissen, was mit ihm los ist. Das mit Maggie ist shitt, aber wir können es nicht mehr ändern. Schlage ihm vor, dass ihr ein Spiel machen werdet. Ein Match, nackt gegen angezogen oder meinetwegen auch Oben ohne gegen Unten ohne. Das ist jetzt sowieso völlig egal und zweitrangig. Schlage ihm vor, Julie, dass er den Schiedsrichter machen soll. Schlage ihm vor, dass die Verlierer-Mannschaft dann vor ihm strippen wird. Komplett. Ist doch völlig egal jetzt. Die Mädels, die nicht gerade spielen, sollen ihn ganz genau beobachten. Jedes einzelne Detail ist wichtig. Schicke sie nacheinander zu mir her, ja? Sie sollen mir helfen, das Blut zu stillen oder mich verbinden. Lass dir was einfallen, Julie, los!“

Julie, das bin ich. Und ich schöpfte auch gleich wieder Hoffnung aus Saskias Worten. Gut, dass wir Saskia hatten! Wenn sie auch jetzt verletzt war, sie wird die Sache in den Griff bekommen. Sie war ja unsere Mannschaftsleiterin und ich konnte mich auch gut entsinnen, wie sie gegnerische Mannschaften immer penibel beobachtet hatte und wie genau sie uns danach die Stärken und Schwächen jeder Spielerin beschrieben hatte. Ja, Saskia war jetzt unsere Hoffnung. Unsere Einzige.

„Gut, Saskia, ich mache es, genau so, wie du es gesagt hast! Aber wie geht es dir? Wie fühlst du dich? Hältst du das denn noch durch?“

„Mach dir keine Sorgen Julie, ich halte schon durch, solange ich muss. Los jetzt!“

Dieser verrückte Harry war jetzt die Reihe durch, hatte sich jedes der Mädels ausgiebig betrachtet und jede Menge blöde Kommentare zu ihren Brüsten, Bäuchen oder Mösen abgelassen. Jetzt hatte er plötzlich ein großes blitzendes Jagdmesser in der linken Hand blank gezogen und war drauf und dran, damit an den behaarten nackten Bäuchen dreier Mädels Flurschaden anzurichten. Aber seine Rechte krallte sich immer noch um seine Pistole. Er war unsicher, wie er jetzt weitermachen sollte, um sich in Szene zu setzen, ohne dabei die Kontrolle zu verlieren. Genau der richtige Moment, das Gesetz des Handelns in unsere eigene Hand zu bekommen, ohne dass er es merkt… Jetzt bin ich dran. Auf die Schulter tippen und: „Äh, ähemm, Herr Harry…?“

„Was? Was ist, was willst du kleine Schlampe? Drei Schritte zurück!“ Er fuhr herum zu mir und hielt mir böse schauend die Pistole vor die Brust.

Ich sagte laut zu ihm, so, dass es alle gut hören konnten:

„Ähm, ja, ich möchte Ihnen einen Vorschlag machen, damit Sie sich noch viel besser amüsieren können. Ich bewundere Sie nämlich so sehr, Herr Harry, weil Sie so ein starker energischer Mann sind, der ganz genau weiß, was er will. Sie sind schon wirklich sehr beeindruckend und mächtig stark…“

„Hey? So, findest du also? Wie heißt du, kleine Fotze?“

„Ich bin Julie, Mannschaftskapitän. Wir sind ja hier eine Beachvolleyball-Mannschaft, wie Sie ja vielleicht wissen, Herr Harry. Was würden Sie davon halten, wenn wir ihnen hier ein spannendes Match vorführen. Immer, wie es üblich ist, drei gegen drei, aber die eine Mannschaft spielt oben ohne und die andere spielt unten ohne. Die Verlierer-Mannschaft muss dann am Ende vor Ihnen einen totalen Strip hinlegen, komplett nackig. Sie können dabei gerne auch den Schiedsrichter machen und würden dann da oben auf dem Rad-Schaufellader sitzen. Das ist nämlich ersatzweise unser Schiedsrichterturm. Von dort oben können Sie alles total gut überblicken.“

Die hosenlose hüftennackige Maggie, die uns das hier ja eigentlich alles erst eingebrockt und schon die ganze Zeit verschämt und sehr unglücklich zu Boden geschaut hatte, fuhr plötzlich hoch und schrie mich wütend an: „Julie, du elende billige feige Verräterin! Das werde ich dir heimzahlen, das überlebst du nicht!“

Normalerweise würde ich Maggie ja so was sehr, sehr übelnehmen, aber in diesem Falle bewirkte es genau das Gegenteil. Es half mir, weil ich dadurch bei diesem Pickelharry um Einiges glaubwürdiger erschien.

Die Wirkung trat auch sofort ein bei ihm:

„Halts Maul, Maggie, du wirst bald niemandem mehr was heimzahlen! Und du, Julie, du kannst mich gerne auch duzen, ich bin der Harry, das weißt du ja schon.“

Jetzt wurde es aber wirklich peinlich. Ich wehrte ihn höflichst ab:

„Ach bitte Herr Harry, das traue ich mir dann doch lieber nicht, dafür habe ich viel zu großen Respekt vor Ihnen. Und du, Maggie, du hast es gerade nötig…“

In Wirklichkeit wurde mir in diesem Moment zum ersten Mal wirklich klar bewusst: In jedem „Sie“ steckt bei mir fast immer ein unausgesprochenes „Sie Arschloch!“, diesmal ganz besonders deutlich. Ich merkte, dass ich jetzt hellwach war und gar nicht mehr so erregt und ängstlich, wie vorhin.

Der soeben noch total unentschlossene Harry nahm den Vorschlag freudig an und wollte mir sogar darauf sein schweißiges Pfötchen geben. Darin steckte aber immer noch die Waffe, und deshalb ließ er es dann doch sein. Aber er erkletterte mitsamt seiner Artillerie den Rad-Schaufellader, den unsere Maggie immer so kunstvoll an den Rand des Spielfeldes bugsieren musste, dass darauf eine Schiedsrichterin den Überblick behielt, und schaute sich von dort oben befriedigt nach allen Seiten um. „Na, was ist nun? Los geht’s! Oder soll ich etwa wieder mal nachhelfen?“

„Herr Harry, haben Sie was dagegen, wenn sich die Mädels, die gerade nicht mitspielen, um unsere Mannschaftsleiterin kümmern? Sie hat eine verletzte Schlagader und sie braucht Kompressen und Verbände, sonst verblutet sie. Ist das OK?“

„Verblutet? Was? Habe doch gar nicht auf sie geschossen, das kann wohl jede hier bezeugen. OK, ist mir egal. Ich will jetzt dieses Spiel sehen und erst recht will ich den Verlierer-Strip sehen, danach, hähä! Habt ihr auch Musik dazu? Ohne Musik ist es doch gar nicht richtig spannend!“

Alles lief gut. Ich nutzte gleich einmal meine neue und wieder gewonnene Autorität und teilte die ersten zwei Dreier-Mannschaften ein.

„Ihr drei da, ohne Oberteil, Gitti, Claudia und Rose, ihr bleibt gleich so und gegen euch spielen diese drei da ohne Pants, Helen, Jenny und Julia, außer Maggie. Maggie, du kommst mit mir zu Frau Klar. Sofort!“

Die sechs Halbnackten versuchten gar nicht erst lange, zu protestieren, sondern ergaben sich in ihr Schicksal. Auch sie wollten endlich aus der angespannten Situation der Angst heraus kommen. Da konnte so ein Spiel schon helfen. Erst kamen die Abschläge und Volleys zwar sehr ungenau und zögernd, aber nach wenigen Minuten hatten auch sie sich abgelenkt von ihrer Misere und kamen gut ins Spiel. Harry war jedenfalls total begeistert von den wippenden und hüpfenden nackigen Brüsten auf der einen Seite und von den vielen (absichtlichen?) Postürzen und den anschließenden Einblicken beim spreizbeinigen wieder Aufrappeln mit und ohne Schambehaarung auf der anderen Seite des Netzes. Besonders gut gefiel es ihm, wenn sich die Mädels betont gründlich und breitbeinig den Sand aus den Schamlippen und aus der Poritze herausstreichen mussten. Harry war abgelenkt. Total abgelenkt. Ja, und wir hatten genügend Leute frei, um diesem bösen Spiel ein Ende zu bereiten.

Ich ging mit Maggie zu Saskia. Maggie begann gleich loszuschimpfen, zwar nur halblaut, aber sehr aufgeregt: „Hast du das auch gehört, Saskia? Wie die Julie diesen Schweinehund angeschleimt hat? Der werde ich gleich mal…“

„Der Julie wirst du gar nichts, Maggie! Die hat das so gemacht, weil ich sie darum gebeten habe und die Julie hat das sehr, sehr gut gemacht. Ausgezeichnet, Julie, du hast ja wirklich diplomatisches Geschick und Talent. Und von dir, Maggi will ich jetzt sofort wissen, warum du uns das hier eingebrockt hast. Du kennst den blöden Kerl. Wer ist das? Was will der? Was hat der mit dir zu tun? Raus mit der Sprache!“

 Maggie druckst ein bisschen herum. „Ach der. Das ist Harry, der Sohn von „Sportwaffen-Kimmel“. Mit dem war ich mal früher zusammen auf der Schule in Senftenhain. Weil ich doch so ein Technik-Freak bin, hat er mich mal mitgenommen auf den Schießstand von dem Schützenverein, wo sein Vater Vorstand ist. Da durfte ich auch mal mit so einem Ding schießen, das er da in der Hand hat. Vorige Woche habe ich ihn auf meiner Baustelle wieder getroffen. Er hat sich gleich an mich ran gemacht und wollte mit mir auch gleich…, weißt schon, ins Bett eben. Ich wollte aber nicht, schon deshalb, weil er so primitiv daher geredet hat, fast so wie eben. Hast es ja auch gehört. Wir haben eine Autofahrt zusammen gemacht, zur Autobahn-Raststätte, weil er tanken musste. Auf der Rückfahrt sind wir dann hier vorbeigekommen und da muss ich ihm wohl was erzählt haben, dass ich kein Waffen-Freak mehr bin, sondern eben jetzt hier manchmal Beachvolleyball spiele, mit euch. Ich wollte ihn ja nur vom Thema ablenken. Dann habe ich ihm gesagt, dass ich nichts am Hut haben will mit ihm. Wer denkt denn da gleich an so was?“

„Schon gut Maggie. Wir kommen später darauf zurück. Vielleicht. Jetzt brauchen wir hier alle deine Technik-Kenntnisse. Hast du zufällig bemerkt, was dieses seltsame Geräusch zu bedeuten hatte, nach seinem Schuss, dieses metallische Schnappen? Ich habe da einen ganz bestimmten Verdacht. Hast du ihn beobachtet nach dem Schuss? Ich konnte ja nichts mehr sehen, wegen dem Schmerz und wegen dem Staub von der Lampe.“

„Ja, warte mal. Wenn du es jetzt so sagst: ich habe gesehen, dass dieses bewegliche Ding oben an seiner Pistole nach hinten ab gestanden hat und das Schnappen kam dann, als er einen kleinen Hebel an der Seite herunter gedrückt hatte. Danach schnappte es wieder nach vorn.“

„Maggie, das ist Gold wert! Das Ding da an der Pistole, das ist der Laufschlitten. Und wenn der von selber hinten stehen bleibt, dann bedeutet das, dass es die letzte Patrone aus dem Magazin gewesen ist. Das kenne ich noch vom Bund her. Er hat also nichts mehr drin in seiner Waffe, er hatte nur die eine Patrone, und die hat er verschossen! Hast du gesehen, ob er ein neues Magazin nachgeladen hat? Hast du etwas Derartiges gesehen, Julie?“

Ich hatte nichts dergleichen gesehen. Maggie verneinte auch.

„Gut! Sehr gut. Da bleiben noch seine Handgranaten und die Maschinenpistole. Schaut euch die mal genau an. Ist bei den Granaten oben eine Plastikkappe aufgeschraubt, oder ist da schon ein Zünder drin, so ein metallisches Ding mit einem runden Bügel und einem umgebogenen Splint mit Ring. Wenn die Maschinenpistole echt wäre, dann müsste man an den Stellen, wo man sie zum Schießen anfasst, in der Nähe des Abzuges, metallisch blanke Stellen sehen. Wenn da alles glatt und schwarz ist, dann ist sie nur eine Nachbildung aus Plastik und Blech. Dann will er wahrscheinlich hier nur seine Macht ausüben und Eindruck schinden. Seit wann führt denn ein Sportwaffengeschäft auch echte MPi und scharfe Handgranaten? Sollte mich doch wundern. Los, geht hin und untersucht das ganz unauffällig. Und schickt mir die anderen vier Mädels her, damit ich sie einweisen kann.“

Das Spiel am Netz war gerade unterbrochen, weil es Streit um eine Regelverletzung gab. Dieser Harry hatte natürlich gar keine blasse Ahnung von den Regeln und deshalb erklärte ihm Kathrin gerade, was ein Schrittfehler beim Schlagen des Balles über das Netz ist. Harry hörte aber gar nicht richtig zu, sondern beobachtete mit fast heraustretenden Augen, wie die großen Titten von Kathrin immer hoch und zur Seite hüpften und wieder zurück und gegeneinander ballerten, wenn sie den Ball einmal auf dem richtigen oder auch mal absichtlich auf dem falschen Fuß annahm und übers Netz schmetterte. Er rief immer nur: „Geil! Noch mal! hab’s immer noch nicht kapiert!“

Dann rauschte es plötzlich von oben unter der Decke und wir sahen alle erschrocken hoch. Hätten wir das mal lieber nicht getan. Der Radlader stand genau unter der zerschossenen Lampe und genau darüber hatten sich jetzt einige Kabel und Betonstücke gelöst, die haarscharf an dem sich im letzten Moment zur Seite abduckenden Harry vorbei nach unten stürzten. Fast wäre unser Problem beendet gewesen. Leider hatten wir ihn aber selbst auf die Gefahr aufmerksam gemacht. Doch bei Maggie hatte es auch eingeschlagen. Im Gehirn. Die Gedanken natürlich, nicht die Trümmer.  

Der Radlader! Der könnte doch unser Problem lösen. Da waren doch jede Menge bewegliche Teile dran. Gefährliche Teile. Nicht so ganz ohne Grund hatte Maggie trotz Gabelstaplerschein dafür die Schlüssel nicht gekriegt. Sie musste das Ding jedes Mal durch Kurzschließen und durch  komplizierte Kabel- und Relaismanipulationen in Bewegung bringen. Das hatte aber jetzt den Vorteil, dass sie es bis zum letzten Kontakt sicher bedienen konnte, wenn auch nur vom Schaltkasten aus. Das brachte sie jetzt auf die rettende Idee.

„Warte mal Harry“, sagte sie, „ich werde dir dann mal die Schaufel zu deinem Schutz über den Kopf fahren. Aber ich muss dazu mal kurz auf das Gestell von der Schaufel klettern. Da hast du doch wohl nichts dagegen, oder?“

„Nö, mach mal Maggie, wenn es gegen Steinschlag von oben hilft…“

Dabei rückte er aber demonstrativ seine MPi und die Granaten so zurecht, dass er damit Eindruck schinden konnte. Mir und Maggie war es Recht, denn so konnten wir uns die Dinger mal ganz genau ansehen. Die Handgranaten hatten zwar einen eingeschraubten Zünder, aber mir fiel gleich etwas anderes auf: Eine davon lag jetzt fast waagerecht auf einer losen Falte seiner Jacke und blieb da ganz ruhig liegen. Wenn die wirklich voll aus Metall wäre, dann hätte sie schwer herunterbaumeln müssen. Die Dinger könnten also leichte Imitationen aus Plastik sein. Und auch die Maschinenpistole zeigte seltsame Einsichten. Am Abzugsbügel und auch vorn am Lauf zeigte sie Abnutzungsspuren, aber da kam kein blankes Metall zum Vorschein, sondern raues zerkratztes Plastikmaterial, wie es schien. Stahl sieht irgendwie anders aus. Also wahrscheinlich auch eine Imitation. 

Eigentlich hätten wir die ganze Sache hier und jetzt zu einem siegreichen Ende bringen können. Ich sah fragend zu Maggie hin. Aber Maggi schüttelte den Kopf. Nein! Sie wollte jetzt ihre spezielle Rache und ihre Seelenbefriedigung. Der Kerl sollte gefälligst mindestens das Gleiche erleiden wie wir. Der sollte gefälligst vor Angst schlottern und um Hilfe schreien. Ich konnte ja unsere Maggie gut verstehen. Sehr gut sogar.

Das war jetzt ihre ganz persönliche Sache. Sie schnallte sich auch noch kurz entschlossen das Oberteil von ihrem Bikini ab und warf es beiseite. „Du wolltest doch einen Strip am Ende, nicht, Harry? Sollst du haben!“ Die wannenförmige große Ladeschaufel, die eben noch auf dem Boden gelegen hatte, bewegte sich jetzt stetig nach oben. Darin stand breitbeinig mit dem Blick einer zornigen Medusa die splitternackige Maggie, die mit einem Schraubendreher zwei Kontakte der Hydraulikpumpe überbrückte. Harry saß mit staunend mit offenem Mund auf dem gut 1 1/2 Meter hohen Sitz und sah die Maggie wie eine nackte Nixe aus dem Sumpf aufsteigen. Schön langsam. Als ihr Bauch auf seine Augenhöhe kam, drehte sie ihm den Rücken zu, spreizte auch noch das rechte Bein auf den Rand der Schaufelwanne ab, und bückte sich mit dem nackten Hintern zu Harry hin gerichtet, um im richtigen Moment abspringen zu können. Da sie sich schon lange die Schamhaare abrasierte, kam Harry so zu wirklich tiefen Einblicken. Er achtete auf gar nichts anderes mehr. Alle standen wir jetzt staunend um den Radlader herum. Ich hatte inzwischen ganz leise auch Saskia über unsere Beobachtungsergebnisse informiert. Das hatte auch von ihr die Anspannung genommen und sie konnte sich endlich einmal ruhig zurücklehnen und ausruhen. Sie wusste jetzt, dass wir den Rest alleine schaffen würden.

Als die Schaufel gerade einen halben Meter über dem Kopf von Harry angekommen war, wobei ihre Tragarme nach vorn zeigten, wie zwei abgewinkelte Ellenbogen, sprang Maggie ab in den weichen Sand.

„So Harry, jetzt bist du von oben her bestens geschützt. Das Spiel kann weiter gehen, wir wissen doch immer noch nicht, wer Sieger ist und wer strippen muss. Also los, spielt weiter, Mädels!“

Sie winkte mich noch unauffällig heran und wir gingen wieder zu Saskia.

„Was hast du vor Maggie? Bitte mach keine Dummheiten und mache dich nicht unglücklich. Ich weiß ja, wir haben ihn, aber ich weiß nicht, was du vorhast, Maggie. Eine Verwundete reicht. Kein Massaker bitte. Seid froh, dass nicht mehr passiert ist.“

Maggie schüttelte den Kopf. „Nein, Saskia, keine Angst, es wird kein Massaker geben. Aber ich will meine Rache. Ich werde ihn sicher einfangen, auf dem Sitz vom Radlader. Aber ich brauche dazu zwei Helferinnen, weil ich nicht gleichzeitig alle Schalter und Kontakte überbrücken kann. Ich werde zuerst die Schaufel drehen, so dass die Öffnung nach unten zeigt. Dann kriegt er einen Schubs mit dem schnellen Rückwärtsgang, so dass er nach vorne auf die Armaturen fällt. Dann lasse ich die Schaufel nach unten auf den Sitz fallen. Dann ist er sicher eingeschlossen und kann auch keinen Schaden mehr anrichten, wenn er doch noch irgendwo ein Magazin hat. Verstehst du? Ich will ihn nur sicher haben, ganz sicher, bis die Polizei kommt. Das reicht mir schon.“

„Ja Maggie, ich denke auch, dass das reicht. Danke Maggie, damit hast du dich voll rehabilitiert. Gut, dass wir dich haben. Julie, du bleibst bitte am Spielfeld und sorgst dafür, dass die Mädels ungestört am Schaltkasten arbeiten können.“

„Gut, Saskia, mache ich.“

Maggie winkte zwei von den freistehenden Mädels heran und gab ihnen fast lautlos, mit vielen Handzeichen und Bewegungen ihre Einweisung. Ich ging zurück zum Spielfeld, um das ganze im Auge zu behalten. Sie spielten wieder unten ohne gegen oben ohne und ich hatte dabei den Eindruck, dass ihnen das Spiel an sich sogar Spaß machte. Sie sahen aber auch wirklich gut aus, diese halbnackten sportlichen Mädels. Noch besser hätten sie ausgesehen, wenn sie ganz nackt spielen würden. Vielleicht setzt sich das ja mal durch, irgendwann. Wozu eigentlich dann noch der alberne Strip. Eben Männerfantasien. Wenn es denn sein muss.

Hinten am Schaltkasten übten die Mädels eifrig Zeichensprache.

Dann tat sich was am Radlader. Zuerst überzeugte Maggie den Harry davon, dass es noch besser wäre, wenn man die Schaufel umdrehen würde, so dass die Wölbung nach oben zeigte, damit die Trümmer besser abprallen könnten. Harry sah gar nicht richtig hin, will Maggie sich ja inzwischen schon wieder angezogen hatte. Vorn am Netzt war es wesentlich interessanter und spannender. So bekam er auch gar nicht mit, dass Maggie nach dem Umdrehen der Schaufel einen der Hydraulikschläuche abmontierte.

Maggie gab mir das Zeichen, dass sie bereit seien. Daumen hoch.

Im Spiel fehlte der Oben-ohne-Mannschaft noch ein Punkt zum Sieg.

Wenn ich im allgemeinen Jubel das Zeichen für „Spiel-Ende“ gab, zwei gekreuzte Arme vor der Brust, dann sollte es losgehen.

Der letzte Siegtreffer der „Oben-ohnes“ war erzielt. Jubel und Händeklatschen. Ich kreuzte die Arme vor der Brust. „Macht dem Spiel ein Ende, Mädels.“

Es ging alles ganz schnell. Der Hauptmotor des Radladers jaulte plötzlich laut auf und das Gerät machte einen heftigen Satz nach hinten. Harry fiel vornüber auf das kleine Lenkrad zwischen die Armaturen. Von oben her schoss die Ladeschaufel herab, während aus den Anschlusslöchern der abmontierten Schläuche das Öl auf Harry in zwei Strahlen abspritze, bis er zwischen Schaufel, Sitz und Armaturenbrett eingeschlossen war. Sicher aufbewahrt und gut geschmiert. Wir konnten ihn laut schreien hören. Es klang dumpf und ängstlich. Es waren aber keine Schmerzensschreie. Dann knallte es im Schaufelgefängnis sechsmal hintereinander. Schüsse. Aber wenn die scharf waren, dann hätte es Querschläger geben müssen, metallische Schläge auf den Stahl. Es waren nur Platzpatronen. Da hatte er wohl doch noch ein Schreckensinstrument in der Tasche gehabt. Zu spät Harry, für deine Machtentfaltung.

Schön, dass du jetzt so ängstlich wimmerst. Das freut uns sehr. Dann lebst du ja noch.

Die  Waffen der Frauen sind da von ganz anderer Qualität. Die reißen keine blutigen Wunden, noch reißen sie Häuser ein.

Die Waffen der Frauen explodieren bei den Kerlen im Kopf. Und das nicht nur ein einziges Mal.

Nein, immer wieder.

„Maggie, wie kommen wir jetzt aber an den verfluchten Schlüssel zum Haupttor heran? Den hat er doch immer noch in seiner Hemdentasche!“ 

„Hmm…?“

Auch die Waffen der Frauen sind nicht immer so ganz zielsicher und effektiv.

 

 


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