Die Richterin Teil 5


derErzaehler

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09.09.2009
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Prüfend schaute Martin auf den fertig gedeckten Tisch. Er rückte noch rasch die Gläser ein wenig zurecht und zündete eine Kerze an. Dann ging er zum Herd und warf einen Blick auf die in Wirsingblättern eingewickelten Hähnchenbrüste, die in einer Sahnesauce leise vor sich hin schmurgelten. Er schmeckte sie noch einmal ab und fügte eine winzige Prise Salz hinzu. Jetzt war es perfekt.
 
Maria hatte ihn überrascht angeschaut, als er sie vor zwei Tagen zum Essen eingeladen hatte. Sie hatte erst einen Moment gezögert, dann aber doch die Einladung angenommen. Ihr Verhältnis zueinander hatte sich seit dem Besuch Müchelers vor einer Woche stark abgekühlt. Und Martin wusste, dass es auch ihr aufgefallen sein musste, dass er sich ihr gegenüber in den letzten Tagen äußerst zurückhaltend verhalten hatte. Sie hatten zwar noch zweimal miteinander geschlafen, aber Martin spürte, dass Maria ihm fremd zu werden begann. Das, was er an dem besagten Nachmittag in Marias Büro heimlich beobachtet hatte, hatte in gleichermaßen entsetzt und fasziniert. Warum hatte sie das getan, hatte er sich die ganze Zeit über gefragt. Nun vielleicht würde der heutige Abend Aufklärung bringen, dachte Martin, während er die Flasche Grauburgunder entkorkte und auf den Tisch stellte.
 
Das Essen verlief in oberflächlicher Freundlichkeit. Martin berichtete ein paar Anekdoten aus seinem Studienseminar, sie tauschten den üblichen Kollegentratsch aus und Maria erzählte, dass sie wahrscheinlich im Herbst, wenn die große Hitze abgeklungen war, für zwei Wochen nach Lipari fahren würde, wo sie das Ferienhaus ihrer Eltern bekommen könnte. Es war ein eingespieltes Ritual an solchen Abenden, dass sie nach dem Essen aufstanden und sich in das Wohnzimmer von Martins kleinem, geschmackvoll eingerichtetem Appartement begaben, um dort miteinander auf dem Sofa zu kuscheln und zu schmusen. Sie räumten rasch den Tisch ab und stellten das schmutzige Geschirr in die Spülmaschine und gingen dann gemeinsam ins Wohnzimmer, wo es sich Maria sofort auf dem Sofa bequem machte. Martin musste schlucken, als er sah, wie sich Marias Rocksaum nach oben schob und er ein Stückchen ihrer schwarzen Strapse erkennen konnte, als sie sich über die Sofalehne beugte, um das Licht der Stehlampe herunter zu dimmen. Bestimmt trägt sie ihr schwarzes Mieder, dachte er.
 
Sie drehte sich um und schaute ihn mit erwartungsvollen Augen an. "Komm", sagte sie.
 
Martin stand schweigend vor ihr und schaute mit ernster Miene auf sie herab, dann setzte er sich in einen der beiden Sessel, die dem Sofa gegenüberstanden.
 
Er räusperte sich, musste einmal schlucken und sagte dann mit belegter Stimme, "Ich möchte mit Dir reden, Maria"
 
"Reden?", fragte Maria unsicher. "Über was denn?"
 
Martin stand auf, schaltete die Deckenlampe an und ging zu dem kleinen Biedermeiersekretär und entnahm ihn einen Umschlag. Dann setzte er sich wieder und schob Maria den Umschlag über den Sofatisch zu.
 
"Darüber", erwiderte er und schaute sie ernst an.
 
Maria öffnete den Umschlag und warf einen kurzen Blick auf die drei Fotos, die er mit seiner Handykamera gemacht hatte.
 
"So, Du spionierst mir also nach? Ja, ich habe mit Mücheler gevögelt, habe ihn scharf gemacht und mich dann von ihm ficken lassen, na und?" sagte sie mit vor Zorn bebender Stimme. "Willst Du mir vielleicht vorschreiben, mit wem ich vögeln darf und mit wem nicht? Nur weil wir ab und an miteinander ins Bett gehen, bin ich noch lange nicht Dein Privateigentum."   
 
"Maria, ich bitte Dich, können wir nicht vernünftig miteinander reden."
 
"Was gibt's denn zu reden? Ja, okay, ich sag's noch mal, ich habe mit Mücheler gefickt, na und? Was ist dabei? Bin ich jetzt nicht mehr gut genug für Dich. Ist der ehemalige Messdiener entsetzt, weil sich seine Vorgesetzte nicht als die holde und reine Jungfrau entpuppt, von der er während der Messe immer geträumt hat", schrie sie ihn an.
 
"Maria, es tut mir leid. Wirklich. Ich wollte Dir nicht nachspionieren, bitte glaub es mir. Aber als ich Dich an diesem Nachmittag ohne Slip in deinem Büro stehen sah und mir in der Eingangshalle Mücheler über den Weg lief und dann noch dein fadenscheiniger Vorwand mit den Aufsätzen. Herrgott nochmal Maria, ich arbeite jetzt drei Monate mit Dir zusammen und glaubst Du nicht, dass ich in der Zeit nicht gelernt hätte, wie man eins und eins zusammenzählt", erwiderte Martin, der seine Unsicherheit jetzt überwunden hatte, im sachlichen Ton.
 
"Du weisst ganz genau, dass ich Dir in dieser Hinsicht keine Vorschriften mache und Du mit wem auch immer ins Bett gehen kannst. Wobei es mich schon verwundert, dass Du ausgerechnet auf so einen wie Mücheler verfallen bist, aber nun ja, da sind wohl unsere Geschmäcker verschieden", setzte er mit einem abschätzigen Lächeln hinzu.
 
"Martin, ich, bitte ..."
 
"Einen Augenblick noch, ich bin noch nicht fertig", unterbrach er sie. "Und dann die Geschichte mit der Registratur, in der Du ja seit Wochen, wie Du sagst, nach irgendwelchen Vorgängen für den Kronthaler-Prozess suchst. Da ist es doch merkwürdig, dass Dich vom Personal in den letzten vier Wochen keiner dort gesehen hat. Stattdessen wurdest Du häufig beobachtet, wie Du mit Drenker im Heizungskeller verschwandest.
Maria, bitte versteh' mich. Ich will doch nur wissen, was los ist. Warum all diese Heimlichkeiten, sag's mir, bitte."
 
"Na, Du scheinst ja sehr viel Zeit aufgebracht zu haben, um mir nachzuspionieren. Und was soll ich jetzt Deiner Meinung nach tun. Soll ich vor Dir niederknien und Dich um Verzeihung bitten? Ist es das, was Du willst? Aber da muss ich Dich enttäuschen, mein Lieber, das werde ich nicht." Maria war, während sie sprach, aufgestanden und schaute Martin hasserfüllt an.
 
Martin erhob sich jetzt auch, ging auf sie zu und wollte ihr besänftigend den Arm auf die Schulter legen. Maria wies ihn brüsk ab und fuhr ihn an "Wage es nicht mich anzurühren!"
 
Er trat zwei Schritte zurück und schaute sie einen Moment schweigend an. Dann unternahm er einen neuen Versuch.
 
"Maria, können wir nicht vernünftig miteinander reden? Herrgott noch mal, ich will Dir keine Vorschriften machen. Ich will doch nur wissen, warum Du auf einmal diese Heimlichkeiten vor mir hast. Warum hast Du mir nicht gesagt, dass Du was mit Drenker hast?"
 
Maria hatte den Kopf gesenkt und schwieg. Dann richtete sie sich auf, schaute Martin ernst an und sagte "Ja, okay, ich treffe mich heimlich mit Drenker und wir vögeln miteinander. Keine Ahnung, wie es gekommen ist, ich find' ihn irgendwie geheimnisvoll und momentan kann ich nicht genug von ihm bekommen. Ich weiß, ich weiß," sagte sie, als sie merkte, wie Martin sie ungläubig ansah, "das klingt jetzt alles ziemlich unglaubwürdig, aber ist es Dir noch nie so ergangen, dass Du einem Menschen begegnet bist, zu dem Du dich auf unerklärliche Art hingezogen gefühlt hast."
 
"Und Drenker soll so ein Mann sein?" Die Skepsis in Martins Stimme war nicht zu überhören. Maria antwortete nicht.
 
"Und so ein Mann soll ausgerechnet Drenker sein", wiederholte Martin seine Frage. "Das ist doch völlig absurd, Maria. Das kannst Du mir doch nicht erzählen."
 
"Aber es ist so, und ich kann es Dir nicht erklären, wieso und weshalb. Selbst wenn ich es versuchen würde, würdest Du es nicht verstehen", erwiderte Maria, die offenbar ihre Fassung wieder gefunden hatte.
 
"Du meinst also, ich wäre zu blöd oder zu konservativ oder was auch immer. Schön, dass ich jetzt endlich mal erfahre, was die große Frau Richterin Bender tatsächlich von mir denkt. Klar, macht ja auch Spaß und ist prickelnd, sich während der Arbeit von seinem Referendar vernaschen zu lassen. Ist bestimmt gut fürs Ego, aber wenn's dann mehr werden soll, dann nimmt man doch lieber mit dem geheimnisvollen Angestellten aus der Poststelle vorlieb", fuhr Martin sie an, der seinen Zorn über Marias Ausflüchte nicht mehr zurückhalten konnte.
 
"Also noch einmal, willst Du mir sagen, was hinter dieser ganzen Geschichte steckt?", fragte er sie und schaute sie eindringlich an.
 
"Was ich Dir zu sagen habe, habe ich Dir gesagt", entgegnete Maria trotzig.
 
"Ist das Dein letztes Wort?", fragte Martin.
 
"Ja", sagte Maria.
 
 
.........
 
Nachdem sie sich von Martin verabschiedet hatte, saß Maria in ihrem Wagen und weinte hemmungslos. In was für eine Geschichte war sie da bloß hineingeraten, dachte sie verzweifelt, und wie soll es jetzt weiter gehen. Sie suchte nach einem Taschentuch, um sich die Tränen abzuwischen. Dann startete sie den Motor und fuhr nach Hause.
 
Als sie angekommen war, goss sie sich in der Küche ein Glas Rotwein und setzte sich in das dunkle Wohnzimmer. Sie trank einen Schluck Wein, schloss die Augen und genoss die Stille und die Dunkelheit, die sich wie ein schützender Mantel um sie legten. Sie spürte, dass sie an einem Wendepunkt stand und sich entscheiden musste.
 
Natürlich hatte Martin ihr nicht geglaubt, was sie ihm von der geheimnisvollen Anziehung, die angeblich von Drenker ausging, erzählt hatte. Aber was hätte sie tun sollen? Ihm die Wahrheit sagen? Ihm von den Erpresserbriefen erzählen? Aber dann hätte sie ihm auch erklären müssen, warum sie sich nach dem ersten Mal weiterhin mit Drenker traf. Ob Martin das verstanden hätte?
 
Und unabhängig davon musste sie sich auch eingestehen, dass es ihr mittlerweile völlig egal war, wer der Schreiber dieser Briefe war. Die Wahrheit war, dass sie in den letzten Tagen mit Spannung auf eine neue Aufgabe gewartet hatte. Denn im Grunde war es genau das, was sie sich insgeheim immer gewünscht hatte. Aufregenden, geheimnisvollen, prickelnden Sex und nach außen hin die Rolle der perfekten Richterin verkörpern. Aber würde Martin das verstehen, wenn sie es ihm erklären würde? Auch wenn er es ihr gegenüber noch so vehement beteuerte, was für ein toleranter Mensch er doch sei, so wusste Maria doch, das er nicht mehr wollte als eine harmonische Ehe mit einer schönen Frau und zwei süßen Kindern.
 
Am Nachmittag des folgenden Tages kam Maria in ihr Büro. Einem aufmerksamen Beobachter wäre wohl nicht entgangen, dass sie etwas breitbeinig ging und sich vorsichtig in ihren Bürostuhl niederließ, so als würde ihr das Sich-setzen Schmerzen bereiten. Sie lächelte, als sie die Ursache ihres leichten körperlichen Unbehagens aus ihrer Handtasche hervorholte. Endlich hatte Drenker, nachdem sie ihn die letzten Wochen wiederholt darum gebeten hatte, ihrer Bitte entsprochen und sie heute mit dem Dildo gefickt, den sie sich vor einiger Zeit bei einem Sexversand bestellt hatte. Er hatte offenbar selbst Gefallen an dieser neuen Variante gefunden, denn er hatte nicht nur ihre Fotze verwöhnt, sondern auch ihren Hintereingang. Und Maria, die bislang nur selten in den Arsch gefickt worden war, hatte diese Erfahrung sehr genossen. Aber jetzt musste sie sich wieder in die Arbeit stürzen. Morgen stand eine Urteilsverkündung an und sie wollte ihre Urteilsbegründung noch einmal durchgehen, um völlig sicher zu sein, dass sie bei der Festlegung des Strafmaßes keinen Fehler begangen hatte.
 
Sie hatte sich bis auf die vorletzte Seite des Textes vorgearbeitet, als plötzlich das Telefon klingelte. Windsberger war am Apparat und bat, sie möge doch einmal kurz zu ihm heraufkommen. Mit einem Seufzer legte Maria den Hörer. Was Windsberger wohl von ihr wollte, überlegte sie, als sie das Urteilsmanuskript in ihrem Schreibtisch verschloss und sich auf den Weg zum Büro des Gerichtspräsidenten machte.
 
Die Tür zu seinem Vorzimmer stand offen und Maria wechselte gerade ein paar Worte mit Sonja Zeitlow, mit der sie in letzter Zeit häufig beim Mittagessen in der Kantine zusammensaß, als Windsberger schon die Verbindungstür zu seinem Büro öffnete und Maria herein bat.
 
"Schön, dass Sie meiner Bitte so schnell entsprochen haben", sagte Windsberger mit einem leichten Lächeln und bot Maria den Besuchersessel vor seinem Schreibtisch an.
 
"Aber ich bitte Sie, Herr Präsident, wenn der Herr und Meister ruft, lässt das Fussvolk alles stehen und liegen", erwiderte Maria mit einem schelmischen Grinsen. "Um was geht es denn, Herr Windsberger, wenn ich mal neugierig fragen darf."
 
"Offen gestanden, Frau Bender, um eine Angelegenheit, die nicht nur äußerst delikat, um nicht zu sagen heikel ist, sondern die darüber hinaus auch einer sofortigen Lösung bedarf."
 
Maria gab sich Mühe, ihr Erschrecken zu verbergen, denn Windsberger durfte wohl nichts anderes meinen als ihre Geschichte mit Drenker.
 
"Aha", sagte sie.
 
"Sie haben bestimmt von der Klage gegen Venus-Toys gehört, dieser Erotikfirma, die in der Stadt ihren Hauptsitz hat."
 
Maria gab sich Mühe, sich ihre Erleichterung nicht anmerken zu lassen. Sie überlegte einen Moment, um sich die Einzelheiten des Falles, der in der Lokalpresse große Wellen geschlagen hatte, in Erinnerung zu rufen.
 
"Soweit ich weiß, hatten die einen neuen Dildo entwickelt und dafür mit einer Orgasmusgarantie geworben. Und dann gab's jede Menge Beschwerden, glaube ich, weil das Teil offenbar nichts taugte", sagte Maria.
 
"Exakt, Frau Bender, exakt. Nur dass es nicht bei den Beschwerden geblieben ist, sondern das Unternehmen jetzt auf Schadenersatz verklagt worden ist", bestätigte Windsberger und fuhr dann fort "Ist natürlich äußerst unangenehm für das Unternehmen und man will sich jetzt mit der Klägerseite auf einen Vergleich einigen."
 
"Und was habe ich damit zu tun?", fragte Maria interessiert
 
"Nun, Frau Bender, sie können sich denken, dass es sich, angesichts des Produktes, um das es sich hier handelt, um einen delikaten Fall handelt und wegen ihres Verhandlungsgeschicks habe ich daran gedacht, Sie mit der Leitung des ersten Vergleichsgespräches zu beauftragen."
 
"Hm", meinte Maria, "Produkthaftungsrecht ist nun nicht gerade meine Stärke, aber wenn ich Sie richtig verstanden habe, soll es zunächst einmal darum gehen, die Positionen der beiden Seiten kennen zu lernen."
 
"Richtig, Frau Bender, genau", bestätigte Windsberger.
 
"Und wann soll das Gespräch stattfinden?" fragte Maria.
 
"Sie haben ja morgen die Urteilsverkündung, wie ich weiß. Ich hatte gleich im Anschluss daran gedacht, dann könnten Sie den kleinen Besprechungsraum hinter dem Gerichssaal nutzen, da wären sie ungestört.", schlug Windsberger vor.
 
Maria ging im Kopf ihre Termine durch, ihr Treffen mit Drenker mußte sie leider ausfallen lassen, aber das würde sie überleben.
 
"Ja, das lässt sich machen", sagte sie.
 
Als sie kurz darauf wieder an ihrem Schreibtisch saß und den Rechner einschaltete, wunderte sie sich nicht im Geringsten, dass sie eine Mail des Unbekannten erhalten hatte.
 
.........
 
Die Urteilsverkündung war planmäßig zu Ende gegangen und Maria begab sich zu dem kleinen Besprechungsraum, in dem gleich die Vergleichsverhandlung mit Herrn Dallbergen von der Firma Venus-Toys und Herrn Kortesacker als Vertreter der Klägerseite stattfinden sollte. Sie warf noch kurz einen prüfenden Blick in den Raum, aber der technische Service hatte wie gewohnt alles perfekt vorbereitet. Kaffee, Tee und Mineralwasser standen ebenso bereit wie ein kleines Aufnahmegerät. Und sie war überzeugt, dass auch der Unbekannte seine versteckte Kamera installiert hatte.
 
Pünktlich auf die Minute erschienen die beiden Herren und nachdem man die bei solchen Anlässen üblichen Begrüßungsfloskeln ausgetauscht und in der Sitzecke Platz genommen hatte, eröffnete Maria die Verhandlung und bat die beiden Parteien, ihre Sicht des Sachverhaltes darzulegen. Wie sie es erwartet hatte, gab es keine Annäherung in den gegensätzlichen Standpunkten. Was die eine Seite behauptete, wurde umgehend von der anderen als falsch und unwahr abgelehnt. Irgendwann fiel es auch den beiden jungen Männern auf, dass man so offenbar nicht weiter kam.
 
Maria schaute in die Runde und sagte dann "Nun, meine Herren, wenn Sie gestatten, möchte ich Ihnen einen Vorschlag machen, wie wir die Verhandlung wieder in konstruktive Bahnen lenken können."
 
Kortesacker und Dallbergen schauten sie verlegen an und nickten schweigend.
 
"Bislang haben Sie sich ja nur wechselseitig Anschuldigungen an den Kopf geworfen. Ich denke, es ist an der Zeit, dass wir uns einmal den sogenannten harten Fakten widmen", fuhr Maria fort und holte einen weichen, fleischfarbenen Silikondildo von etwa 20 Zentimeter Länge aus ihrer Handtasche.
 
"Ich nehme mal an, Herr Dallbergen, dass es sich hierbei um den Liebesdildo "Joy of Love" handelt, von dem jetzt die ganze Zeit die Rede war."
 
Der Angesprochene nickte.
 
Maria lächelte kurz, dann stand sie auf und ging zur Tür, die sie sorgfältig verschloss. Erstaunt blickten ihre Gesprächspartner sie an. Doch Maria schien ihre Blicke nicht zu bemerken. Sie stand in der Mitte des Raumes und schaute die beiden Männer an.
 
"Nun, meine Herren, ich will Ihnen einen Vorschlag machen. Ich bin, wie sie sehen, eine junge, normale Frau und entspreche wohl der Zielgruppe, die ihr Unternehmen als Kundin im Auge gehabt hat, Herr Dallbergen. Nun, ich lade Sie ein, hier und jetzt die Probe auf's Exempel zu machen. Probieren sie den Dildo an mir aus und verschaffen sie mir einen Orgasmus", sagte Maria und löste dabei den Verschluss ihrer Richterrobe.
 
Lautlos fiel das schwarze Gewand auf den Boden und Maria stand, nur mit einem knappen schwarzen BH und einem Nichts von einem String bekleidet, vor den beiden Männern. Diese waren aufgesprungen und schauten zuerst Maria, dann sich mit einer Mischung aus Überraschung und Hilflosigkeit an. Lächelnd ging Maria auf Dallbergen zu, bis sie dicht vor ihm stand, so dass ihre Brüste seinen Brustkorb berührten.
 
"Nun, Herr Dallbergen, das dürfte für Sie doch wohl jetzt ein Kinderspiel sein. Oder sind Sie etwa von Ihrem Produkt nicht überzeugt? Kommen Sie", Maria griff ihr Gegenüber an den Unterarm und ging mit ihm gemeinsam zu dem kleinen Sofa, auf dem sie bislang gesessen hatte. Aus den Augenwinkeln beobachtete sie, wie Kortesacker sie unverwandt anstarrte und sich leicht mit der Zungenspitze über die Lippen fuhr.
 
"Warum eigentlich nicht?", sagte er. "Ich gehe mal davon aus, dass die Einzelheiten unserer Beweisaufnahme in den offiziellen Unterlagen nicht erwähnt werden, Frau Richterin."
 
Maria nickte ihm zustimmend zu. Sie stand jetzt vor dem Sofa und zog sich langsam ihren String herunter. Sie hatte sich heute Morgen auf das Sorgfältigste rasiert, so dass ihr Geschlecht nun in reiner, unschuldiger Nacktheit zu sehen war. Sie stellte ihre Beine ein wenig auseinander und strich dann mit der Spitze ihres Zeigefingers an ihren Schamlippen entlang und hielt ihn dann in die Höhe.
 
"Alles trocken, wie sie sehen, meine Herren. Aber das dürfte sich ja vielleicht bald ändern. Und damit ich in meinem Urteil objektiv bin, werde ich mir jetzt noch die Augen verbinden und dann sind sie dran, meine Herren. Über die Frage, wer anfängt, werden sie sich sicher rasch einigen können", sagte Maria und verband sich die Augen mit einem schwarzen Seidentuch. Dann machte sie es sich auf dem Sofa bequem. Sie hörte, wie Dallbergen und Kortesacker miteinander flüsterten und spürte dann, wie etwas Kühles, Weiches ihre Lustpflaume berührte. Wie eine alte, schon mal gekochte Knackwurst fühlt sich das an, dachte Maria.
 
Eine gute Stunde mühten sich Dallbergen und Kortesacker ab, aber abgesehen davon, dass Marias Möse durch die Reizung etwas feucht wurde, geschah nichts.
 
Maria richtete sich auf, nahm die Augenbinde ab und schaute Dallbergen und Kortesacker an. Beide hatten in der Zwischenzeit ihre Jacketts abgelegt und ihre Krawatten gelockert. Aber was Maria als erstes auffiel, war die kräftige Erektion, die sich bei beiden unter dem Stoff ihrer Anzugshosen abzeichnete.
 
"Nun, meine Herren, ich denke, wir sollten es dabei bewenden lassen", sagte Maria und erhob sich. Dallbergen und Kortesacker schauten sie schweigend an.
 
"Wir sollten aber, wenn wir schon einmal dabei sind", fuhr Maria fort, "jegliche Unsicherheit ausschließen, bevor wir eine Entscheidung fällen."
 
"Welche Unsicherheit denn", fragte Kortesacker mit unsicherer Stimme.
 
"Ja, genau, welche Unsicherheit?", pflichtete ihm Dallbergen bei.
 
Maria schaute die beiden Männer herausfordernd an.
 
"Aber meine Herren, das liegt doch auf der Hand. Es könnte doch durchaus sein, dass ich gar nicht in der Lage bin, einen Orgasmus zu bekommen?"
 
Dallbergen und Kortesacker schauten sie überrascht an.
 
"Aber, Frau Bender, das, das, das ist doch völlig ausgeschlossen und außerdem, wie sollen wir das denn feststellen", stammelte Kortesacker.
 
"Aber, aber, Herr Kortesacker," sagte Maria und trat dicht an ihn heran. "Das liegt doch auf der Hand. Sie werden mich ficken. Und Ihr Schwanz möchte dass doch auch, wie man sehen kann." Kortesacker war so überrascht, dass er es willenlos geschehen ließ, als Maria seine Hose öffnete und sein Prachtstück hervor holte. Und in der Tat hatte Kortesacker eine kräftige Erektion. Hart und mächtig stand sein, leicht nach innen gebogener, Schwanz, wie ein türkischer Krummdolch sieht er aus, fuhr es Maria spontan durch den Kopf, von seinem Unterleib ab. Sie hielt ihn mit der linken Hand umklammert und begann ihn ein wenig zu wichsen, während sie gleichzeitig mit der rechten Hand Dallbergens Hose öffnete.
 
"Und auch Sie, Herr Dallbergen, scheinen ja wohl auch noch etwas mit mir vorzuhaben", flüsterte Maria, als sie sein Prachtstück hervor holte. Mit beiden Händen fuhr sie mehrere Male über die beiden Schwänze. Dann griff sie Kortesacker in den Slip, um seine Eier, die schon schön dick waren, zu streicheln. Jetzt ließ sie die beiden Schwänze los und trat einen Schritt zurück. Sie zog ihren BH aus. Nun stand sie völlig nackt vor ihnen. Wie kleine spitze Lustdolche standen ihre Nippel von ihren Brüsten ab. Mit einer Hand begann sie ihre rechte Brust zu massieren, während sie mit den Fingern der anderen Hand ihre feuchten Schamlippen auseinander schob.
 
"Nun, meine Herren, worauf warten Sie noch?"
 
Es schien als hätten die beiden Männer nur auf diese Aufforderung gewartet, denn in fliegender Hast begannen sie, sich ihrer Kleidung zu entledigen. Dafür, dass beide einen Schreibtisch-Job hatten, waren sie gut in Form, dachte Maria, als sie ihre muskulösen Körper sah. Während bei Kortesacker zwischen seinen Beinen ein dichter Dschungel wucherte, war Dallbergen glatt rasiert. Sie kniete vor ihm nieder und begann seine dünne, nackte Rute genießerisch zu lecken. Das machte sie ein paar Mal und steckte sich dann seinen Schwanz in den Mund. Während Dallbergen sie an den Schläfen festhielt und anfing sie sachte in den Mund zu ficken, griff sie nach Kortesacker dicken, dunklen Lustspender und wichste ihn. Beide Männer stöhnten und Maria befürchtete, dass sie ihren kostbaren Saft schon jetzt verspritzen würden. Sie stand auf und schmiegte sich eng an Kortesacker, der mit beiden Händen ihre pfirsichsamtenen Pobacken umgriff und sie fest an sich presste. Er küsste sie gierig. Gleichzeitig spürte sie, wie Dallbergen dicht hinter sie trat und ihr seinen Zeige- und Mittelfinger in die Fotze schob und anfing sie damit zu ficken.
 
"Ah, das tut gut", stöhnte sie genießerisch. Kortesacker hatte sie nun losgelassen und saugte jetzt abwechselnd an ihren prallen Titten. Unter ständigem Lecken, Streicheln und Lutschen schafften sie es zum Sofa. Maria schob sich sofort Kortesacker dicken Schwanz in den Mund und fing an, ihn zu saugen. Sie spürte, dass er gleich kommen würde, aber es war ihr egal. Sie wollte seinen Geilsaft jetzt haben und instinktiv wußte sie, dass er sie noch mehrere Male mit seinem Nektar beglücken würde. Außerdem hatte sie sich sowieso nicht mehr unter Kontrolle, denn das, was Dallbergens Zunge mit ihrer Lustperle anstellte, war so unglaublich, dass sich ihr Körper exstatisch hin und her wälzte. Und dann war es soweit. Ein Zittern durchlief Kortesacker Schwanz, sie hörte wie sein Atem schneller wurde, er stieß jetzt immer heftiger in ihre Mundfotze, stöhnte und röchelte und dann kam es ihm. In tiefen, heißen Schüben spritzte sein weißer Lustsaft aus seinem Schwanz heraus, so viel, dass Maria Mühe hatte, alles zu schlucken. Dallbergen hatte natürlich mitbekommen, wie Kortesacker geil in Marias Mund abspritzte. Und während Maria noch, nach Luft japsend dalag und sich von der Blasorgie erholte, schob er seine dünne Lustlanze in ihre Fotze und begann sie in schnellen Stößen zu ficken. Maria presste ihre Beine ein wenig zusammen, damit sie seinen Schwanz besser spüren konnte. Kortesacker hatte sich jetzt über sie gebeugt und knetete ihre Brüste, während Dallbergen sie an den Hüften festhielt und unablässig, wie ein Automat, seinen Schwanz in sie hineinstieß. Ein tiefes Stöhnen, ein wildes Aufzucken seines Schwanzes und dann pumpte Dallbergen sein heißes Sperma in Marias Lustgrotte.
 
Aber die zwei Männer hatten noch nicht genug. Innerhalb weniger Minuten hatten sich die beiden korrekten Angestellten in gierige Fickhengste verwandelt und Maria war ihre Stute, die sich ihren Schwänzen nur allzu gerne unterwarf.
 
Maria hatte sich jetzt auf Kortesacker gesetzt und sich seinen Lustkolben eingepflanzt. Dallbergen stand neben ihnen und seine Fickrute sah so verführerisch aus, dass Maria nicht anders konnte als sie mit einer Hand zu packen und sich in den Mund zu schieben. Im selben Moment spürte sie, wie Dallbergens Zeigefinger sich von oben in ihre Pospalte hineinschob.
 
Würde er etwa, fragte sich Maria und dann spürte sie auch schon die Antwort auf ihre unausgesprochene Frage. Ganz sachte begann er mit der Kuppe seines Zeigefingers ihre feuchte Rosette zu umkreisen. Maria beugte sich etwas nach vorne und spreizte ihre Pobacken ein wenig auseinander.
 
Dallbergen hatte ihr Angebot verstanden und begann jetzt langsam seinen Finger in Marias Hintereingang hineinzuschieben. Rasch hatte er den Widerstand ihres Schließmuskels überwunden und stieß jetzt seinen Finger tief in Marias Arsch hinein, während er gleichzeitig, zusätzlich zu Kortesackers Fickstößen ihre Lustperle streichelte.
Maria spürte, wie sie immer geiler wurde. In wenigen Augenblicken würde ein gewaltiger Orgasmus ihren schweißüberströmten Körper durchjagen.
 
Doch Dallbergen und Kortesacker hatten offenbar etwas anderes mit ihr vor. Denn Kortesacker verlangsamte seine Fickstöße und Dallbergen zog seinen Finger aus Marias Poloch. Dann trat er hinter sie und kniete sich zwischen Marias und Kortesacker Beinen. Mit beiden Händen zog er jetzt Marias Pobacken weit auseinander.
 
Maria spürte, wie ihr Herz vor Aufregung schneller zu schlagen begann. Ein Sandwich, sie wollen einen Sandwich mit mir machen, dachte sie. Und schon die bloße Vorstellung, dass man sie gleich in Möse und Arsch ficken würde, steigerte ihre Erregung. Kortesacker zog sie nun zu sich herunter, so dass sie mit dem Oberkörper auf ihm lag und Dallbergen ihren kleinen Fickarsch entgegenstreckte. 
 
Und dann spürte sie auch schon seine Schwanzspitze an ihrer Rosette und gleich darauf begann er seinen Schwanz in ihren Arsch hineinzuschieben. Maria hatte das Gefühl, als würde sie jeden Moment explodieren vor Lust, so geil war das Gefühl, zwei Schwänze in sich zu spüren. Doch es sollte noch besser kommen. Denn nun begann Kortesacker seinen Schwanz in Marias Fotze hineinzustoßen, während Dallbergen im gleichen Moment seinen Lustriemen aus ihren Po herauszog, um dann sofort wieder in Maria einzudringen, woraufhin Kortesacker seinen Schwanz zurückzog.
 
Maria hatte die Augen geschlossen und atmete tief und schwer. Schweißbäche rannen ihren schlanken Körper hinab. Sie hatte aufgehört zu existieren, war nur noch ein Bündel reiner Lust, das eingeklemmt zwischen zwei heißen, harten Lustkolben, sich willenlos der Macht der sich abwechselnden Fickstöße unterwarf. Immer härter und schneller stießen Kortesacker und Dallbergen ihre Schwänze jetzt in Marias Öffnungen hinein. Ihre Eicheln wurde immer praller. Dickes, heißes Sperma stieg in ihren Schwänzen hervor. In wilder Exstase zuckte Marias Körper hin und her. Jetzt, jetzt war es soweit. Sie bäumte sich auf. Rücksichtslos krallten sich die Finger der beiden Männer in ihre samtene Haut, als sie jetzt, unter konvulsivischen Zuckungen, ihren Samen in ihren Körper hineinpumpten. Und Maria stöhnte und schrie, schrie ihre Lust hinaus, die sie bis zu diesem Augenblick zurückgehalten hatte.
 
Es dauerte mehrere Minuten bis sich die drei erholt hatten und wieder aufrecht hinsetzen konnten. Gierig trank Maria einen Schluck Mineralwasser, strich sich eine Strähne ihres schweißnassen Haares aus der Stirn und schaute Kortesacker und Dallbergen an.
 
"Ich hoffe, dass es zu meiner Orgasmusfähigkeit keine Fragen mehr gibt, meine Herren, oder?"
 
Beide schauten sie an und schüttelten mit dem Kopf. "Sally hätte es nicht besser machen können", sagte Kortesacker mit breitem Grinsen. Es dauerte einen Augenblick bis Maria und Dallbergen die Anspielung verstanden hatten, dann brachen alle drei in lautes Gelächter aus.
 
"Schön, meine Herren, dass wir uns in diesem Punkte einig sind", sagte Maria und fuhr fort, "Ich denke, dass wir bei unserem nächsten Treffen auf der Grundlage der heute gemachten Erfahrungen dann rasch eine Einigung zwischen ihnen erzielen können, die den Interessen beider Seiten gerecht wird."


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