Die Flut der Gefühle
Die Ostsee rauschte mit einer melancholischen Beharrlichkeit gegen den steinigen Strand. Ein kalter, salziger Wind fuhr Johanna unter ihren dicken Wollpulli, ließ sie frösteln. Drei Tage noch, dann war die Kur vorbei, diese seltsame Zwischenzeit, in der sie versucht hatte, die Scherben ihres Lebens zusammenzuklauben. Die letzten zwei Jahre mit Markus hatten Narben hinterlassen, die tiefer gingen als jede Falte auf ihrer dunklen Haut. Sein abfälliges Lachen, seine vergleichenden Blicke, die ständigen Kommentare über ihr Gewicht, über ihre „hängenden Brüste“, über alles, was sie einmal geliebt hatte an sich selbst – alles hatte sie in ihr Tagebuch gekritzelt, Nacht für Nacht, Träne für Träne. Dann war die Jüngere gekommen, die Schlanke, die Makellose, und hatte den Rest erledigt.
Jetzt, bei diesem unwirtlichen Wetter, das den Himmel in ein einheitliches Grau tauchte, fand sie einen seltsamen Trost in der Einsamkeit des Strandes. Ihre dickleibige, kurvige Figur, in eine weite Jeans und den Pulli gehüllt, bewegte sich langsam den Wasserlinie entlang. Am Ende der Bucht, dort, wo die Dünen in einen kleinen Kiefernwald übergingen, entdeckte sie es: ein niedliches, verwittertes Holzhäuschen, das wie eine Anglerhütte aussah. Und ein Stückchen entfernt, halb im Wasser, halb im Sand, das Skelett eines Ruderbootes.
Etwas zog sie zu dem Wrack. Sie trat näher, die salzverkrusteten Planken unter ihren Fingern fühlend. An der geborstenen Reling, mühsam mit einem Messer eingeritzt, stand der Name: **LAURA**. Daneben ein verwittertes, aber noch erkennbares Herz. Eine Gänsehaut überlief Johanna, die nicht von der Kälte kam. Sie wandte sich ab und ging zur Hütte.
Durch das schmutzige Fenster war nichts zu erkennen. Doch als sie vorsichtig an der rostigen Klinke rüttelte, gab die Tür mit einem ächzenden Knarren nach. Überrascht trat sie ein.
Drinnen war es größer, als es von außen wirkte, und atmete eine stille, in der Zeit eingefrorene Gemütlichkeit. Der Geruch nach Holz, Teer und einer Spur von altem Tabak lag in der Luft. Alles war klassisch, einfach eingerichtet: ein klobiger Tisch, zwei Stühle, Regale voller Angelschnüre, Haken, Bleigewichte und anderem Gerät. In der Ecke stand ein kleiner Schreibtisch, darauf eine Petroleumlampe und ein Foto in einem silbernen Rahmen.
Johanna trat näher. Das Foto zeigte ein lächelndes Paar – einen kräftigen Mann mit wettergegerbtem Gesicht und sonnenhellen Augen und eine Frau mit frechem Lachen und blonden, vom Wind zerzausten Haaren. Darunter standen zwei Daten: Geburtstag und Todestag. *Laura. 1965 – 2019.* Ein Stich ging Johanna durchs Herz. Unter dem Rahmen lag ein ledergebundenes Tagebuch.
Fast wie im Traum griff sie danach, schlug es auf. Die Schrift war kräftig, eckig.
*„Heute, am 12. Oktober. Wieder kein Boot bestiegen. Das Netz liegt repariert im Schuppen, aber der Wille fehlt. Der Hafen lacht ohne sie. Ich lebe in den Tag hinein, atme, esse, schlafe. Aber ich lebe nicht mehr. Das Meer hat sie mir genommen, und jetzt nimmt es auch mich, Stück für Stück, ohne mich zu verschlingen. Eine langsame Ebbe.“*
Sie blätterte weiter, fand ein weiteres Foto: derselbe Fischer, jünger, die Frau an seiner Seite, beide umschlungen, die Augen strahlend vor Glück. So hatte Markus sie einmal angesehen. Vor einer Ewigkeit.
Mit einem schweren Seufzer schloss Johanna das Buch, legte es behutsam zurück. Eine tiefe, resonierende Traurigkeit erfüllte sie, doch sie war nicht allein. Sie fühlte eine Verbindung zu diesem fremden Mann, der seine Liebe in ein Bootsrumpf geritzt hatte, während sie ihre Qual in ein Tagebuch geschrieben hatte.
Sie verließ die Hütte und ging zurück zum Bootswrack. Sie stützte die Hände auf die kalten Planken, starrte auf das graue, unendliche Meer, das so viel Leid zu bergen schien. So vertieft war sie in ihre Gedanken, dass sie die Schritte im weichen Sand nicht hörte.
„Es gehörte ihr,“ sagte eine tiefe, raue Stimme hinter ihr.
Johanna fuhr herum, das Herz bis zum Hals schlagend. Vor ihr stand ein Mann, vielleicht Mitte fünfzig, mit den gleichen wettergegerbten Zügen wie auf dem Foto, aber die Augen waren nicht mehr sonnenhell, sondern von der Farbe des heutigen Himmels: grau und voller stiller Tiefe. Er trug eine alte Öljacke und Arbeitshosen. Es war der Fischer.
„Es tut mir leid,“ stammelte Johanna, „Ich war in Ihrer Hütte… die Tür war offen…“
„Macht nichts,“ sagte er ruhig. Sein Blick wanderte von ihr zum Namen auf dem Boot. „Laura. Mein Boot. Meine Frau.“ Er trat näher, ohne bedrohlich zu wirken, nur präsent. „Sie schauen traurig.“
Die einfache Feststellung, ohne Umschweife, brach etwas in Johanna auf. „Ich… ja. Ich bin hier zur Kur. Mein Mann… mein Exmann…“ Die Worte blieben stecken.
„Kommen Sie,“ sagte er und nickte zur Hütte. „Draußen friert man. Drinnen ist ein Ofen, und ich habe Tee.“
Sie folgte ihm schweigend. In der Hütte entfachte er mit geübten Handgriffen ein Feuer im kleinen Eisenofen. Bald knisterte es wohlig, und eine wärmende Welle breitete sich aus. Er schenkte starken Kräutertee aus einer emaillierten Kanne in zwei grobe Tassen.
„Ich heiße Arne,“ sagte er, als sie sich an den Tisch setzten.
„Johanna.“
Sie tranken schweigend, lauschten dem Feuer. Dann begann Arne zu sprechen. Seine Stimme war wie das Rauschen des Meeres – gleichmäßig, tragend.
„Laura war alles. Wir haben dieses Boot zusammen gebaut. Jeden Morgen sind wir rausgefahren, auch wenn kein Fisch beißen wollte. Es ging um das Zusammensein. Um den Wind, die Freiheit.“ Er machte eine Pause, seine Augen fixierten eine unsichtbare Stelle an der Wand. „Vor drei Jahren. Ein plötzlicher Sturm, von dem niemand etwas vorhersagte. Eine hohe Welle, die sie über Bord riss, bevor ich auch nur einen Schrei ausstoßen konnte. Das Meer gab sie nicht wieder her.“
Johanna hörte zu, und ihre eigene Geschichte drängte nach oben, als suche sie Gleichklang in seinem Schmerz. „Mein Mann hat mich nicht verloren, aber er hat mich zerstört,“ flüsterte sie. „Zwei Jahre lang. Jeden Tag ein kleiner Stich, ein abfälliges Wort. Ich war zu dick, zu alt, nicht mehr ansehnlich genug. Meine… mein Körper war ihm ein Gräuel.“ Sie schloss die Augen, schämte sich plötzlich der Offenheit. „Er ist mit einer Jüngeren durchgebrannt. Und ich sitze hier, mit meinen Hängebrüsten und meinen Narben, und versuche zu vergessen, wie es ist, geliebt zu werden.“
Arne sah sie lange an. Sein Blick war nicht wertend, nicht vergleichend. Er war forschend, einfühlsam. „Das Meer nimmt auf viele Arten,“ sagte er schließlich. „Manchmal raubt es mit Gewalt. Manchmal lässt es die Liebe langsam versickern, wie Wasser aus einem lecken Bottich.“ Er stand auf, trat hinter sie. Seine Hände, groß, rau von der Arbeit, aber unglaublich sanft, legten sich auf ihre angespannten Schultern. „Sie tragen eine Last, die nicht Ihre ist.“
Unter seiner Berührung begann eine tiefe Anspannung in Johanna zu schmelzen. Sie lehnte den Kopf leicht nach hinten, ein Seufzer entwich ihren Lippen. Seine Finger begannen, kreisende Bewegungen zu machen, die Muskelstränge in ihrem Nacken zu lösen, die sich über Jahre der Anspannung und des Unglücks verhärtet hatten.
„Arne…“ murmelte sie.
„Sssst. Einfach fühlen.“
Langsam, mit einer hingebungsvollen Geduld, die Johanna fremd und zugleich sehnsuchtsvoll vertraut war, führte er seine Hände über ihre Schultern, die Arme hinunter, zurück zum Ansatz ihres Nackens. Jede Berührung war eine Frage, eine Einladung, die Last abzulegen. Das Feuer knisterte, und die Wärme durchdrang sie bis ins Mark.
Drehte sich schließlich zu ihm. In seinen grauen Augen sah sie kein Mitleid, sondern ein Verstehen, das bis in die eigene Seele reichte. Und eine Glut, die lange unter der Asche der Trauer geschwelt hatte und jetzt, angestachelt von ihrer gemeinsamen Einsamkeit, wieder aufflackerte.
Er zog sie sanft hoch. Ohne ein Wort führte er sie zur schmalen Schlafbank in einer weiteren Ecke der Hütte, bedeckt mit einer groben Wolldecke. Er setzte sich, zog sie vor sich stehen.
„Du bist schön, Johanna,“ sagte er, und es klang wie eine unumstößliche Wahrheit. „Deine Kurven sind wie die Dünen – weich, natürlich, zum Darinverlaufen. Deine Haut ist wie die Nacht über der See – geheimnisvoll und tief.“
Seine Hände fanden den Saum ihres Pullovers. Sie hob die Arme, ließ ihn über ihren Kopf ziehen. Dann das Hemd darunter. Sie stand vor ihm, oben ohne, und zum ersten Mal seit Jahren fühlte sie keine Scham. Seine Augen betrachteten ihren vollbusigen Oberkörper, die großen, hängenden Brüste mit den dunklen, dicken Nippeln, die sich unter seinem Blick langsam verhärteten, nicht vor Kälte, sondern vor einer lange vergessenen Erregung.
„Wunderschön,“ hauchte er. Eine raue Handfläche schmiegte sich unter eine der schweren Brüste, wog sie sanft. Seine Daumen strichen über die aufgerichteten, empfindlichen Nippel, zuerst leicht, dann mit mehr Druck, in konzentrischen Kreisen, die Wellen der Lust durch ihren Körper schickten. Johanna stöhnte leise, ließ den Kopf nach hinten fallen. Diese Berührung war nichts von der gierigen, fordernden Art ihres Exmannes. Sie war sinnlich, erforschend, heilend. Er behandelte ihren Körper wie etwas Kostbares, wie ein Artefakt, das er liebevoll von Staub befreite.
Er beugte sich vor und nahm einen Nippel zwischen die Lippen. Nicht gierig, sondern mit einer hingebungsvollen Langsamkeit. Seine Zunge umspielte die harte Spitze, saugte sanft, während seine Finger die andere Brust weiter massierten. Ein Feuerwerk zündete in Johannas Unterleib. Sie griff nach seinem dichten, graumelierten Haar, hielt ihn dort, wo sie ihn haben wollte. Die Welt schrumpfte auf diese Hütte, dieses Feuer, diese rauen, sanften Hände und diesen Mund, der ihr zeigte, dass ihr Körper Freude geben und empfangen konnte.
Nach langen, schmelzenden Minuten ließ er von ihren Brüsten ab. Seine Hände öffneten behutsam den Knopf ihrer Jeans, zogen sie samt ihrer Unterwäsche hinunter. Sie stand nun völlig nackt vor ihm, ihre „dickliche“, von ihm als „weiche Düne“ bezeichnete Figur im flackernden Feuerschein. Er ließ seinen Blick auf ihr rasierte Dreieck gleiten, dann blickte er zu ihr auf.
„Leg dich hin,“ bat er mit rauer Stimme.
Sie legte sich auf die Wolldecke, die groben Fasern kitzelnd auf ihrer Haut. Arne kniete sich zwischen ihre gespreizten Beine. Seine Hände glitten an ihren Oberschenkeln entlang, öffneten sie für ihn noch weiter. Dann beugte er sich vor.
Der erste Kontakt seiner Zunge war wie ein elektrischer Schlag der reinsten Sinnlichkeit. Er begann nicht stürmisch, sondern mit einer fast archäologischen Hingabe. Leichte, streichelnde Striche entlang ihrer äußeren Lippen, dann ein tieferer Druck, der sie zum Zittern brachte. Seine Hände hielten ihre Hüften fest, während sein Mund sich ganz ihr widmete. Seine Zunge fand ihre Klitoris, umkreiste sie, drückte sanft, zog zurück, spielte ein Konzert auf ihrem überempfindlichen Fleisch. Johanna stöhnte laut auf, ihr Körper bog sich, ihre Hände krallten sich in die Decke. Es war ein Cunnilingus der Hingabe, nicht der bloßen Befriedigung. Jeder Zug seiner Lippen, jeder Streich seiner Zunge sagte: *Ich sehe dich. Ich ehre dich. Deine Lust ist schön.*
Die Wellen der Erregung bauten sich in ihr auf, langsam, unaufhaltsam, wie die Flut, die draußen an den Strand brandete. Sie war völlig seinem Rhythmus ausgeliefert, seinem sinnlichen Wissen. Als der Orgasmus sie schließlich überrollte, war es nicht eine explosionsartige Entladung, sondern eine tiefe, pulsierende Flut, die von ihrem Zentrum aus durch jeden Winkel ihres Körpers strömte, alte Spannungen fortriss und sie zitternd und atemlos zurückließ.
Sie lag da, den Blick an die dunklen Dachbalken verloren, als sie spürte, wie er sich neben sie legte. Sie drehte den Kopf. Er war noch bekleidet, aber die deutliche Beule in seiner Arbeitshose verriet seinen Zustand.
Ohne zu zögern, aus einem Impuls der tiefsten Dankbarkeit und neu entfachten Begierde heraus, setzte sie sich auf und öffnete seinen Gürtel, die Hose. Sie befreite seinen erigierten Penis, der schwer und heiß in ihrer Hand lag. Sie betrachtete ihn einen Moment, dann beugte sie sich hinab.
Ihr Mund umschloss ihn, und sie hörte sein tiefes, kehliges Stöhnen. Sie nahm ihn ganz, langsam, lernte seinen Geschmack, seine Textur kennen. Ihre Zunge spielte mit der empfindlichen Spitze, ihre Hand massierte den Schaft im Rhythmus ihrer Lippen. Es war eine gegenseitige Hingabe – er hatte ihr gegeben, ohne zu fordern, jetzt gab sie zurück, mit derselben hingebungsvollen Konzentration. Seine Hände fuhren durch ihr Haar, nicht drückend, sondern streichelnd. Seine Atemzüge wurden schneller, sein Körper spannte sich an.
„Johanna… ich…“
Sie spürte, wie er kurz davor war. Sie ließ nicht nach, sondern intensivierte ihren Rhythmus, bis er mit einem unterdrückten Schrei kam, sein Samen pulsierend in ihren Mund spritzte. Sie schluckte, ließ ihn erst los, als die letzten Zuckungen verebbten.
Er zog sie an sich, sie lag an seiner Brust, lauschte dem wilden Hämmern seines Herzens. Nach einer Weile stand er auf, zog sich vollständig aus und legte sich wieder zu ihr, Haut an Haut unter der Wolldecke.
„Jetzt,“ flüsterte er in ihr Ohr, seine wiedererstarkte Erektion an ihrer Hüfte spürend. „Jetzt möchte ich dich spüren.“
Sie drehte sich zu ihm, küsste ihn tief und leidenschaftlich. Der Geschmack von sich selbst und ihm vermischte sich auf ihren Lippen. Er rollte über sie, stützte sich auf die Ellenbogen und führte sich mit einem langsam eindringenden Stoß in sie ein. Johanna schloss die Augen, genoss das Gefühl der Fülle, der intimen Verbindung. Es war keine wilde, athletische Vereinigung, sondern ein tiefes, wellenartiges Bewegen. Jeder Stoß drang bis in ihre Seele vor, schien die leeren Räume zu füllen, die Markus hinterlassen hatte.
Sie umschlang ihn mit Armen und Beinen, zog ihn noch tiefer in sich hinein. Ihre Brüste pressten sich gegen seine behaarte Brust, ihre Nippel rieben sich an seiner Haut. Das Knacken des Feuers war der Rhythmus ihrer Liebe.
Dann, als die Spannung wieder unerträglich wurde, drehte er sie sanft auf alle Viere. Er kniete hinter ihr, seine Hände umfassten ihre Hüften, zogen sie an sich. Diese Stellung, die sie einst als demütigend empfunden hätte, fühlte sich jetzt wie eine Gabe an. Er drang von hinten in sie ein, mit einem neuen, tieferen Winkel, der einen Schrei aus ihr herauspresste. Seine Hände wanderten nach vorne, fanden ihre schweren Brüste, massierten sie im Rhythmus seiner Stöße. Der Blick aus dem Fenster, auf das graue Meer und das Wrack mit dem eingeritzten Herzen, verschwamm vor ihren Augen. Sie war nur noch Gefühl, nur noch diese urtümliche, heilende Vereinigung.
Ihr zweiter Orgasmus kam wie eine Springflut, gewaltig und reinigend. Sie schrie seinen Namen in die stille Hütte, und sein eigenes Stöhnen folgte kurz darauf, als er sich tief in ihr entleerte.
Er blieb in ihr, bis sie beide wieder atmen konnten, dann rollte er zur Seite und zog sie an seine Brust. Schweigend lagen sie da, verschmolzen im Schweiß und den Säften ihrer Leidenschaft, lauschten dem beruhigenden Feuer und dem ewigen Rauschen der Ostsee draußen.
„Die Flut kommt immer wieder,“ sagte Arne nach einer langen Zeit, seine Lippen an ihrem Haar. „Sie wäscht die Spuren im Sand weg. Bringt Neues an. Manchmal sogar Schätze.“
Johanna schmiegte sich enger an ihn. In seinen Armen, in dieser Hütte voller Anglersachen und Erinnerungen an eine andere Liebe, hatte sie einen Schatz gefunden. Nicht die Lösung all ihrer Probleme, nicht einen neuen Mann fürs Leben. Sie hatte die Erinnerung daran gefunden, wie es sich anfühlt, gesehen, gewollt und mit Hingabe geliebt zu werden. Ihre Brüste, ihr Körper, ihre Geschichte – alles war für einen kurzen, ewigen Moment nicht Makel, sondern Teil einer sinnlichen, heilenden Ganzheit gewesen.
Draußen begann es zu dämmern. Das graue Licht wich einem tiefen, samtenen Blau. Die letzten drei Tage ihrer Kur sahen plötzlich anders aus. Vielleicht war die Ebbe ihres Glücks vorbei. Vielleicht kam jetzt die Flut.
Neugierig, wie es weitergeht?
Mit einem kostenlosen Konto liest du jede Geschichte ganz, speicherst deine Favoriten und siehst weniger Werbung.
Kommentare
Du willst mitreden? Mit einem kostenlosen Konto kommentierst du, bewertest Geschichten und speicherst deine Favoriten.