Annemarie und Luis begegneten sich anlässlich einer Sonnenfinsternis und machten dieses an sich schon spektakuläre Ereignis zu einem ganz besonderen.
Ich, Annemarie (56), saß in der Lobby des Hotels in freudiger Erwartung des besonderen Ereignisses. Vor allem freute ich mich einfach, mir endlich diese Woche Urlaub auf Mallorca gegönnt zu haben.
Die ersten fünf Tage nach der Anreise waren pure Entschleunigung. Das Hotel war perfekt gelegen, direkt an einem Küstenabschnitt mit zerklüftetem Gestein und speziell einem freien Blick zum Horizont. Ich sah bereits einige schöne Sonnenuntergänge und vor dem heutigen sollte sich die Sonne zunächst verfinstern. Eine totale Sonnenfinsternis brachte am 12. August 2026 Menschen aus der ganzen Welt zusammen.
Das bereits lange ausgebuchte Hotel hatte auf der Dachterrasse eine Party mit DJ und üppigem Buffet organisiert. Während ich im kurzen Sommerkleid bei einem Glas gekühltem Weißwein die Aussicht auf das Meer genoss, bemerkte ich ihn. Ein attraktiver Mann Mitte vierzig lässig in Shorts und T-Shirt gekleidet, der mich sofort faszinierte.
„Ein schöner Ausblick, nicht wahr?“, fragte er, als er bemerkte, dass ich ihn beobachtete. Seine Stimme war tief und hatte einen leicht rauen Unterton, der mir eine Gänsehaut bereitete. Wir führten zunächst etwas touristischen Smalltalk und sprachen dann natürlich direkt über die bevorstehende Sonnenfinsternis. Es stellte sich heraus, dass er Luis hieß und erst am Vortag angereist war. Deshalb hatte ich ihn im Hotel noch nicht wahrgenommen. Spontan ergab sich dieses ungezwungene Knistern zwischen uns. Eine sofortige Vertrautheit, als wären wir uns schon einmal an einem anderen Ort begegnet. Ich spürte, wie mein Herzschlag schneller wurde, während wir über das Buffet hinweg flirteten.
Da ich ihn nicht in der Menge der anderen Gäste lassen wollte, flüsterte ich ihm mit einem verschmitzten Lächeln zu, dass mein Zimmer direkt unter der Terrasse liegt und einen ebenso perfekten Blick auf den Horizont bietet. Luis zögerte keine Sekunde und folgte mir. Kaum hatten wir die Tür hinter uns ins Schloss fallen lassen, verschwand die höfliche Distanz. Wir umschlangen einander, ein instinktives Suchen nach Haut und Wärme. Die Kleidung war schnell abgestreift und wir erkundeten uns zunächst nur mit den Fingern. Er brachte meine Spalte zum Überlaufen und ich streichelte seinen sich anbahnenden Ständer vorsichtig genug, um ihn nicht gleich zum Kommen zu bringen.
Dann war es soweit, 19:38 Uhr begann die Verfinsterung. Mit den obligatorischen Finsternisbrillen ausgestattet, verfolgten wir vom Balkon aus das faszinierende Schauspiel. Luis schmiegte sich an mich. Seine starken Arme umschlossen meine Taille und sein warmer Atem traf auf meinen Nacken. Wir standen eng umschlungen da und beobachteten, wie die Sonnensichel langsam immer schmaler wurde. Es fühlte sich an, als wäre die Zeit stehen geblieben, als gäbe es in diesem kosmischen Schauspiel nur noch uns.
Wenige Minuten vor der 20:31 Uhr einsetzenden Totalität von etwa eineinhalb Minuten, zog mich Luis in die nicht so offensichtliche Ecke des Balkons. In einer Mischung aus Leidenschaft und Zeitdruck kniete ich mich vor ihn und blies ihm den Schwanz zur vollen Größe. Als ich seinen ersten Lusttropfen schmeckte, drehte ich mich wieder um und reckte ihm den prallen Po entgegen. Während wir den Blick wieder zur nun fast verschwundenen Sonne richteten, nahm er mich von hinten. Kurz nach der vollständigen Verfinsterung mit Sichtbarkeit der beeindruckenden Corona, erreichten wir gleichzeitig den erlösenden Orgasmus. Es war, als würde die Energie des Universums direkt in unsere Körper fließen. Wie in Trance gefangen, bemerkten wir kaum die lautstarke Anteilnahme der unter und über uns versammelten Menschenmenge.
Wir blieben noch einige Minuten lang eng umschlungen und schwer atmend stehen, während das Licht langsam zurückkehrte und die Welt wieder in ihre gewohnte Farbigkeit tauchte. Es gab keine Worte, die diesen Moment hätten beschreiben können. Luis küsste mich sanft auf die Schulter und ich spürte, wie die Spannung langsam aus unseren Körpern wich.
Dann machten wir uns kurz frisch und verließen das Zimmer Hand in Hand hinunter zum Küstenabschnitt. Die Brandung des warmen Meerwassers strich uns sanft über die Haut. Weit weg von den neugierigen Blicken der anderen Touristen, im Schutz der zerklüfteten Felsformationen, ließen wir uns im Wasser treiben. Dort, zwischen dem Rauschen der Wellen und dem fernen Lachen der Partygäste, begannen wir wieder, uns gegenseitig zu erkunden. Es war ein Spiel aus Berührungen unter der Wasseroberfläche, ein langsames, sinnliches Fortführen dessen, was gerade erst seinen exorbitanten Höhepunkt gefunden hatte. Die Sonne war nun für diesen Tag endgültig hinter dem Horizont verschwunden.
Den Rest des Abends verbrachten wir auf der Dachterrasse. Wir mischten uns unter die anderen Gäste, tranken Wein und labten uns am weiterhin gut gefüllten Buffet. Es herrschte eine euphorische Stimmung zwischen uns. Viel musste nicht mehr verbal gesagt werden, denn die körperliche Verbundenheit hatte eine Sprache geschaffen, die wir beide wortlos verstanden.
Die Nacht verlief wie im Rausch, ein sanftes Ausgleiten aus der Intensität des Tages in eine wohlige Ruhe. Wir schliefen in meinem Zimmer entspannt ein. Als ich am nächsten Morgen die Augen öffnete, war es bereits hell und die Realität meines Abreisedatums sickerte langsam in mein Bewusstsein.
Das Frühstück im Außenbereich des Restaurants war von einer fast wehmütigen Herzlichkeit geprägt. Wir saßen nebeneinander, die Kaffeetassen in den Händen, und beobachteten, wie die aufgehende Sonne das Meer in ein glitzerndes Blau verwandelte. Wir wussten beide, dass dies kein Anfang eines gemeinsamen Lebensweges war, sondern nur ein wunderschönes, zeitlich begrenztes Kapitel.
„Du wirst diese Episode nicht vergessen, oder?“, fragte er leise und strich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht. „Das ist unmöglich zu vergessen“, antwortete ich und spürte ein warmes Kribbeln in der Magengegend. Es war kein trauriger Abschied, sondern ein gegenseitiges Anerkennen eines besonderen Geschenks. Wir hatten uns auf irgendwie fast magische Weise getroffen, genau zum perfekten Zeitpunkt und Ort.
Ich packte meinen Koffer mit einer bedächtigen Langsamkeit, als wollte ich den Moment des Abschieds künstlich in die Länge ziehen. Luis stand im Türrahmen und beobachtete mich. Er trug nur eine leichte Leinenhose und sein Oberkörper spannte unter dem T-Shirt, was mich noch einmal kurz innehalten ließ. Wir gingen gemeinsam zum Ausgang des Hotels und verabschiedeten uns mit einem intensiven Kuss. „Behalte das Licht der Finsternis in dir“, flüsterte er mir ins Ohr, und ich lachte leise, während ich mich von ihm löste.
Dann kam das Taxi, welches mich mit Schmetterlingen im Bauch zum Flughafen brachte. Luis hatte noch einige schöne Urlaubstage vor sich. Ich gönnte ihm von Herzen den Spaß an weiteren erotischen Abenteuern im festen Wissen, dass sich das uns verbindende Erlebnis auf absehbare Zeit mit keiner anderen Frau toppen lässt.
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