Sie streifte das Kleid über ihre Schultern und fing an, die Knöpfe wieder zu schließen. Der oberste Knopf war gerade zu, da hielt sie inne.
‘Wenn ich jetzt wortwörtlich zugeknöpft zu ihm gehe, wie wirkt das dann?’
Sollte sie das Kleid offen lassen? Schließlich hatte ja bereits alles an ihr zu sehen, was es zu sehen gab, es würde im Endeffekt keinen Unterschied machen. Aber das würde möglicherweise zu direkt und gezwungen wirken, als wenn sie jetzt etwas beweisen müsste. Also entschied sie sich für den Mittelweg und schloss lediglich die mittleren Knöpfe, angefangen bei dem, der knapp unter ihren Brüsten lag, bis zu dem, der knapp über ihrer Scham lag.
Zufrieden mit ihrer Entscheidung ging sie in Matthias Büro, wo dieser bereits wieder am Computer saß und das Handy eingestöpselt hatte. Als er sie ansah, glaubte Sabine kurz so etwas wie Enttäuschung in seinem Gesicht zu sehen, doch der Ausdruck war so schnell verschwunden, wie er aufgetaucht war.
“Dann zeig mal.”, forderte sie ihn auf und setzte sich wieder neben ihn, wobei sie die Beine übereinander schlug. Durch das unten weit geöffnete Kleid rutschten die Seitenteile auseinander und legten ihre Beine vollkommen frei.
‘Jetzt bin ich es wohl die, die was zeigt.’, schmunzelte sie in sich hinein, als sie die kurzen, aber intensiven Blicke von Matthias bemerkte.
Als er keine Anstalten machte, die Fotos aufzurufen, beugte sie sich vor und griff seine Hand, die noch immer die Maus festhielt. Er zuckte kurz unter ihrer Berührung zusammen, ließ es aber zu, dass sie seine Hand führte und das erste Bild der Serie aufrief.
Sie sah sich selbst von hinten, das Kleid geöffnet, als wenn sie jemandem, der nicht zu sehen ist, ihren Körper präsentieren wollte. Die Szene, wie sie mitten im Büroflur stand, mit den offenen Türen zu beiden Seiten, die nackten Füße auf dem grauen Teppich, gefiel ihr sehr gut. Das Bild regte die Fantasie an und machte selbst ihr Lust auf mehr. Sie drückte Matthias Finger und das nächste Bild erschien auf dem Monitor.
Sabines Schultern lagen frei und zeigten ihre gebräunte Haut.
Ein neuer Klick und das Kleid rutschte tiefer, bis auf die Hälfte ihrer Schulterblätter.
Klick, und jetzt wären ihre Schulterblätter komplett frei. Sabine freute sich, dass keine Bräunungsstreifen zu sehen waren, wobei Matthias sich wahrscheinlich eher freute, dass kein störender BH zu sehen war.
‘Bei der Aufnahme müssen seine Gedanken ganz schön gerast haben. Jetzt wird er wohl die letzten Tage Revue passieren lassen und überlegen, ob ich schon die ganze Zeit praktisch oben ohne im Büro war.’
Klick. Das Kleid war knapp unter ihre Taille gefallen und zeigte mehr ihres Körpers, sowie die Bänder des Strings, die sich um ihre Rundungen wanden.
‘Wie weit dachte er wohl, dass ich noch gehe? Wie weit wollte er wohl, das ich gehe?’
Klick. Jetzt war ihre Hüfte frei und man konnte den Ansatz ihrer Pospalte sehen. Das Bändchen des Strings schnitt stramm zwischen ihren Backen hindurch und verschwand dann unter dem Kleid.
‘Hoffentlich habe ich mich nicht verschätzt und zu viel gezeigt. Das würde jetzt noch fehlen, das ich ihm erklären muss, was da für Spuren auf meinem Hintern zu sehen sind.’
Sabine zögerte einen Moment, da sie nicht wusste, was genau auf dem nächsten Bild zu sehen sein würde. Da sie aber auch keine Möglichkeit hatte, ungestört einen Blick darauf zu werfen oder es ohne seine Kenntnis zu löschen, drückte sie entschlossen seinen Finger.
Klick. Die obere Hälfte ihres Hinterns lag frei und wölbte sich leicht in Richtung des Betrachters. Sabine schaute aufmerksam hin, konnte aber keine verräterischen Spuren erkennen, die sie hätte erklären müssen.
Auf dem nächsten Bild hatte Sabine das Kleid schon wieder bis zu ihren Schultern hochgezogen.
‘Wahrscheinlich hatte er auf mehr gehofft und einfach weiter geknipst. Sorry, aber die Show war da vorbei.’
Sie spürte, wie sich Matthias Hand unter ihrer eigenen bewegte. Langsam nahm sie ihre Hand hoch und auch Matthias zog seine Hand zurück.
Er räusperte sich kurz: “Das.. sind wirklich… gute Fotos. Hast du Erfahrung im Modeln?"
Sabine lachte kurz auf und schüttelte den Kopf: “Absolut nicht. Oder glaubst du, ich posiere nebenbei für irgendwelche Heftchen?”
Matthias hob abwehrend die Hände: “Nein, so meinte ich das nicht. Aber du wirkst so… natürlich, halt so, als ob du das öfter machen würdest.”
‘Nackt bin ich täglich und nicht nur in meinen eigenen vier Wänden.’, dachte sie sich, sagte aber nichts.
Er räusperte sich erneut: “Und ich hoffe, du nimmst es mir nicht übel, wenn ich das sage, aber deine… Unterwäsche ist auch speziell.”
Über diese Bemerkung musste Sabine erst einmal nachdenken. Das sie statt eines BHs lieber die Nippelkappen trug war vermutlich etwas, das ein Mann nur schwer verstehen konnte. Und was ihren knapper String betraf, nun ja, ein normales Höschen hatte sie seit ihrer Schulzeit nicht mehr getragen. Sie liebte halt dieses besondere Gefühl, wenn sich der Stoff in ihren Ritzen bewegte.
“Ach ja, was ist denn daran so ‘speziell’?”, wollte sie von ihm wissen.
Mit dieser Frage hatte er wohl nicht gerechnet und sein Blick huschte jetzt hektisch hin und her, blieb aber immer wieder an ihrem Körper hängen.
“Ich.. äh… weißt du, es ist so…”, druckste er herum und versuchte, sich irgendeine Rechtfertigung für seine Aussage zurechtzulegen.
“Gefällt sie dir etwa nicht?”, wollte sie von ihm wissen und wie beiläufig fing sie an, an den paar Knöpfen zu spielen, die das Kleid noch zusammenhielten.
“Nein… doch… sieh mal, ich meine… “, stammelte er weiter, während Sabine ihn weiter ansah und einen Knopf nach dem anderen öffnete.
“Was denn jetzt? Ja oder nein?”, fragte sie ihn und öffnete dabei den letzten verbliebenen Knopf.
Matthias kniff die Augen zusammen und neigte den Kopf. “Ja, es gefällt mir”, stieß er hervor.
Sabine nutzte die Gelegenheit, stand schnell auf und zog das Kleid von ihren Schultern, so dass ihre Arme in den Ärmeln zwar verhinderten, dass es einfach auf den Boden fiel, aber es ansonsten weit offen stand.
“Und warum schaust du dann nicht hin?”, fragte sie zuckersüß.
‘Was machst du da?’, meldete sich die kleine Stimme in ihrem Kopf. Sie konnte darauf keine plausible Antwort geben, doch es fühlte sich gerade genau richtig für sie an. Außerdem hatte Matthias sie ja schon völlig nackt gesehen, daher fühlte es sich für sie nicht so an, dass sie etwas verbotenes tat.
Langsam öffnete Matthias die Augen und als er Sabine derart vor sich stehen sah, wurden sie immer größer. Er rang sichtlich nach Worten, blieb aber dennoch sprachlos. Sabine wiegte ihren Körper langsam zu den Seiten und genoss dabei das Gefühl seiner Blicke. Zu gerne hätte sie alle Hüllen fallen gelassen, doch sie wollte es nicht riskieren, dass er die verräterischen Spuren auf ihrem Hintern zu sehen bekam.
‘Vielleicht ein andern Mal.’, dachte sie sich und betrachtete den ungläubig dreinschauenden Matthias vor sich. Als er langsam die Hand hob und in ihre Richtung streckte, ging sie einen Schritt zurück und schloss das Kleid wieder.
“Na, na. Gucken, aber nicht anfassen.”, tadelte sie ihn im spielerischen Tonfall.
Verwundert schaute er sie an und blickte dann auf seine erhobene Hand, als wenn er sich erst jetzt bewusst werden würde, dass sie Teil seines Körpers war.
“Entschuldige, ich wollte nicht…”, brachte er hektisch hervor, doch Sabine unterbrach ihn direkt: “Du brauchst dich nicht zu entschuldigen, ich hätte es nicht derart übertreiben dürfen. Viel eher muss ich mich bei dir entschuldigen.”
Sie setzte sich wieder hin, die Ränder des Kleides übereinander geschlagen. Zusammen saßen sie schweigend eine Zeitlang nebeneinander vor dem Computer, auf dessen Monitor noch immer das letzte Bild von Sabine zu sehen war. Mit einem Kopfnicken deutete sie darauf: “Ich muss dir ja nicht sagen, dass diese Bilder nie die Runde machen dürfen, oder?
Matthias hob beschwichtigend die Hände: “Keine Sorge, niemand außer dir und mir wird sie jemals zu Gesicht bekommen, so wahr mir Gott helfe.”
Sabine hörte die Aufrichtigkeit in seiner Stimme und nickte zufrieden: “In Ordnung, ich vertraue dir dabei.” Mit einem Blick auf die Uhrzeit am Rechner stand sie auf, wobei sie das Kleid mit einer Hand zusammenhielt.
“Dann lass uns mal Feierabend machen, morgen wird es ja wahrscheinlich auch wieder ein langer Tag.”
Matthias schaute sie erst fragend an, dann kehrte die Erkenntnis in seinen Blick zurück: “Stimmt ja, wir haben uns ja ‘freiwillig’ für den Aktenumzug gemeldet.”
‘War ja zu erwarten, dass seine Gedanken gerade woanders sind.’, schmunzelte Sabine in sich hinein und trat auf den Flur, wo sie ihre Hand vom Kleid nahm, so dass es wieder locker um ihren Körper fallen ließ.
Hinter sich hörte sie, wie Matthias sich daran machte, seinen Aufbruch vorzubereiten. Zum Glück hatte sie schon soweit alles erledigt, so dass sie nur ihre Tasche nehmen musste. Wieder auf dem Flur sah sie Matthias, wie er auf sie zukam.
“Ähm, willst du so auf die Straße?”, fragte er und deutete vage in ihre Richtung.
Sabine sah an sich hinab, als wäre es das Natürlichste der Welt, dass sie hier mit offenem Kleid stehen würde, ihre Brüste unbedeckt ihrem Mitarbeiter entgegen streckend.
“Würde es dich stören?”, stellte sie provozierend die Gegenfrage.
“Nun…”, zögerte er die Antwort hinaus und warf einen langen Blick auf ihren kaum verhüllten Körper. “... solange es dich nicht stört, ist es wohl in Ordnung.”
‘Aha, er will die Entscheidung also alleine mir überlassen.’, dachte sich Sabine. Aber sollte sie es tatsächlich tun? Das eine Mal, als sie mit ihrem durch den Regen nahezu transparentem Kleid auf die Straße getreten war, war etwas anderes gewesen. Es war am Wochenende gewesen und in Kombination mit dem schlechten Wetter hatte sich niemand außer ihnen beiden draußen aufgehalten. Jetzt war es zwar schon später am Nachmittag, doch es war noch lange nicht annähernd spät genug, um sicher zu sein, dass sie niemandem begegnen würden. Allzu lange konnte sie sich aber mit ihrer Entscheidung auch nicht Zeit lassen, dessen war sie sich sicher.
Entschlossen schulterte sie ihre Tasche, ließ das Kleid aber offen: “Dann lass uns mal gehen, bevor wir hier noch Wurzeln schlagen.”
Überrascht zog Matthias die Augenbraue hoch, sagte aber nichts. Sie ging vor ihm den Flur entlang und war insgeheim froh, dass er nicht in der Lage war, ihr Gesicht zu sehen. Mit jedem Schritt näher zur Tür wuchsen ihre Zweifel, ob sie die richtige Entscheidung getroffen hatte. Mit klopfendem Herzen trat sie durch die Bürotür und wartete, während Matthias abschloss. Das Treppenhaus war verlassen, nur die Geräusche ihrer eigenen Anwesenheit störten die Stille.
“So, alles dicht.”, verkündete Matthias zufrieden und Sabine wusste, dass es jetzt ernst wird.
Bevor er sie extra auffordern konnte, ging sie voran und die Treppe hinab, wobei bei jedem Schritt das Kleid locker um ihren Körper wallte. Sie spürte, wie sich bei jedem Schritt ihre Auf- und Erregung gleichermaßen steigerte. Ihr Herz klopfte spürbar in ihrer blank liegenden Brust, ihre Nippel versteiften sich unter den Silikonkappen, bis sie sich fast schmerzhaft versuchten, aus ihrem Gefängnis zu bohren. Der Stoff des Strings zwischen ihren Beinen wurde langsam aber sicher feuchter und Sabine hoffte, dass sie nicht vor Matthias Augen auslaufen würde.
Nach der letzten Biegung im Treppenhaus versuchte Sabine, durch die Glastür einen raschen Blick nach draußen zu werfen. Würden zum Beispiel die Trupp Bauarbeiter vom Supermarkt draußen stehen, hätte sie noch immer die Möglichkeit, die ganze Sache zu beenden. Oder würde sie es einfach darauf ankommen lassen? Der Gedanke daran, sich fast nackt einer ganzen Gruppe von gaffenden Männern zu zeigen, führte zu einer erneuten Welle der Erregung, die ihren Körper durchlief.
Doch sie konnte niemanden auf der Straße sehen und war gleichermaßen erleichtert wie enttäuscht. Als sie durch die Tür trat, spürte sie die Sonne auf ihrer Haut und den warmen Gehweg unter ihren Füßen. Sie hatte im Garten der Lehmanns zwar schon oft die Sonne auf ihrem nackten Körper gespürt, aber hier, vor ihrer Arbeitsstelle, fühlte sich alles um ein Vielfaches intensiver an.
“Alles in Ordnung?”, fragte Matthias hinter ihr.
Sabine war es gar nicht bewusst gewesen, dass sie wie angewurzelt auf der Straße gestanden hatte, bis er sie angesprochen hatte, so sehr war sie mit ihren Empfindungen beschäftigt.
Lächelnd drehte sie sich zu ihm um und präsentierte ihre entblößte Front: “Natürlich, was sollte nicht in Ordnung sein?”
Er musterte sie kurz, zuckte aber dann mit den Schultern: “Ich weiss ja nicht. Aber du scheinst dich ja mit der Situation gut arrangieren zu können.”
Jetzt war es an Sabine, mit den Schultern zu zucken: “Hier ist es ja auch fast so wie in der Sauna. Nur wir beide und wir haben deutlich mehr Klamotten an.”
“Ja. Aber auch so, du bist so viel… offener und entspannter als ich es mir je vorgestellt habe. Ganz schlau werde ich aus dir nicht.”, offenbarte Matthias und sah sie dabei leicht fragend an.
“Das kann ich aber auch über dich sagen.”, erwiderte Sabine und stemmte dabei die Hände in die Hüften. Das dabei das Kleid noch etwas weiter auseinander klaffte, war ihr nur recht.
“Erst gibst du dich total verklemmt, wenn du etwas zu viel Haut siehst. In der Saune verhältst du dich so, als wenn man zusammen einen Kaffee trinken geht. Und da ist definitiv viel nackte Haut im Spiel. Dann sagst du, du hast Probleme, weil du mich im Büro mit anderen Augen siehst, hast aber keine Probleme damit, den Hobbyfotograf zu mimen.”, erklärte sie ihre Gedanken offen heraus.
“Und jetzt stehe ich hier vor dir mit einem Hauch von nichts zwischen uns und es ist wieder eitler Sonnenschein.”
Als Matthias Gesichtsausdruck sich änderte und er an ihr vorbei zu Boden sah, wusste sie, dass sie vielleicht etwas zu forsch gewesen war. Sie trat einen Schritt an ihn heran und legte beide Hände auf seine Schultern.
“Ich will doch nur wissen, was los ist.”, sagte sie besänftigend.
“Es.. ist schwer es auf die Schnelle zu erklären. Können wir das auf ein anderes Mal verschieben? Ich verspreche dir, das ich alles nach bester Möglichkeit aufkläre, ok?”, erwiderte er und sah ihr dabei wieder in die Augen.
Das war zumindest eine Antwort, mit der sie leben konnte.
“Ok, aber lass dir bitte damit nicht zu viel Zeit.”
Sie klopfte ihm noch einmal aufmunternd auf die Schultern und drehte sich dann zu ihrem Wagen um.
“Dann sehen wir uns morgen.”, rief sie ihm über die Schulter zu und ging die Straße entlang, das Kleid dabei locker um ihren Körper schlackernd.
Sie schloss den Wagen auf und warf ihre Tasche auf den Beifahrersitz, bevor sie sich setzte. Das Kleid war noch immer weit offen und sie stellte sich vor, wie es wohl sein würde, so nach Hause zu fahren. An jeder Ampel würde die Passanten zu ihr hinein starren, einige belustigt, viele fragend und wahrscheinlich noch mehr einfach nur empört, wie sich eine junge Frau derart obszön in der Öffentlichkeit zeigen kann. Dazu würden noch die anderen Verkehrsteilnehmer kommen.
Allerdings war diesmal die Stimme der Vernunft in ihrem Kopf stärker, schließlich könnte sie mit ihrer Aktion nicht nur den Unmut der Leute, sondern vielleicht auch einen Unfall provozieren. Und dass jemand zu Schaden kommen könnte, nur weil sie ihren Gelüsten nachgeht, das war definitiv etwas, das sie nicht riskieren wollte. Also ging sie einen Kompromiss ein und schloss das Kleid nur so weit, dass ihre Brüste und ihr Schoß nicht vollkommen frei lagen. Aufreizend war noch in Ordnung, aber mehr nicht, das war ihr Entschluss.
Als sie losfuhr, hupte sie Matthias noch zum Abschied kurz an, was er winkend quittierte.
Curious how it goes on?
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