Das Glöckchen am Fenster
Der Aufzug glitt sanft nach oben, die Zahlen an der Anzeige blitzten vorbei, bis die 22 erreicht war. Ein leises Piepen signalisierte ihre Ankunft, und die Türen öffneten sich zu einem Flur, der nach minimalistischer Eleganz roch. Petra führte Sabine hinaus, während sie den Schlüssel in die schwere Stahltür steckte. Als das Schloss knackte und die Tür aufschwang, trat Sabine in einen Raum, der von bodentiefen Fenstern dominiert wurde, die die ganze Stadt unter ihnen ausbreiteten.
Sabine trat vor, ihr Atem stockte kurz vor der Weite des Raumes, der sich vor ihr auftat. Die Wohnung war ein einziger, fließender Raum, unterteilt nur durch intelligente Möblierung und Lichtinseln. Der Boden war mit Eichenparkett verlegt, das sanft reflektierte. Draußen glitzerte die Stadt wie ein Schmuckkasten in der Nachmittagssonne, doch hier oben herrschte eine Stille, die fast schwerelos wirkte.
„Das ist... unglaublich“, hauchte Sabine und ließ ihren Blick über die minimalistischen, aber edlen Möbel schweifen. Ein riesiges, graues Sofa sah aus wie ein skulpturales Element, und die Wände waren mit abstrakter Kunst geschmückt, die im gedämpften Licht schimmerte.
„Wow“, hauchte sie aus und drehte sich auf der Stelle, ihre Arme weit ausgebreitet, als wolle sie die Luft umarmen. Das weiße Kleid, das so leicht war, wirbelte mit ihren Bewegungen auf. Der Stoff flog hoch, und für einen kurzen Moment blitzten ihre straffen, sportlichen Oberschenkel und die runden Konturen ihres nackten Hinterns auf, bevor der Stoff wieder sanft auf ihre Haut fiel. Sie rannte zum Fenster, blickte hinunter auf die winzigen Autos, dann zur offenen Küche mit den rostfreien Geräten.
Sie drehte sich zu Petra um, die noch im Türrahmen stand und die Reaktion ihrer Begleiterin mit einem kleinen, zufrieden wirkenden Lächeln beobachtete.
„Niemand kann hier hineinsehen“, sagte Petra leise und schloss die Tür, das Schloss rastete mit einem dumpfen Klick ein. „Wir sind ganz allein hier oben.“
Sabine nickte eifrig, das Wissen um die absolute Privatsphäre ließ ihre Schultern sinken. Während Petra sich in die offene Küche begab, einen hohen Holztisch passierte, um einen Obstsalat zu zubereiten, streifte Sabine durch den Raum. Sie berührte mit den Fingerspitzen die kühlende Oberfläche einer Designleuchte, ließ ihren Blick über die offene Bücherwand wandern. In der Küche hörte sie das rhythmische Hacken eines Messers auf einem Holzbrett. Petra schälte eine Melone, ihr Rücken Sabine zugewandt, die Muskeln unter ihrer Kleidung arbeiteten ruhig und kontrolliert.
Die Weite der Wohnung regte Sabines Bewegungsdrang an. Sie war wie ein Teenager; ihr Körper verlangte nach Aktivität. Sie hüpfte herum und Petra drehte den Kopf just in dem Moment, als Sabine landete. Sie sah den kurzen, unverblümten Blick auf Sabines Muschi, bevor der Stoff wieder herabfiel. Ein Funke purer Lust zuckte in Petras Leistengegend auf. Sie legte das Messer beiseite, schob eine Schüssel mit fruchtigen Stücken – Melone, Erdbeeren, Ananas – zur Seite und lehnte sich gegen die Arbeitsplatte, die Arme vor der Brust verschränkt. Sabine bemerkte den Blick nicht, oder sie ignorierte ihn, gefangen von der Freiheit des Raumes. Sie tanzte ein Stück durch die Wohnung, eine Pirouette nach der anderen, das Kleid flog um ihre Beine, ein flüchtiges Weiß gegen den Parkettboden.
„Das hier ist perfekt, Petra“, rief Sabine und blieb vor dem Küchentisch stehen, leicht außer Atem. Ihre Wangen waren gerötet, nicht nur von der Anstrengung. Sie griff in die Schüssel, zog ein Stück Melone heraus und biss hinein. Der Saft lief über ihre Kinnspitze, sie leckte ihn mit einer schnellen, fast tierischen Zungenbewegung ab. „Und der Obstsalat ist lecker.“
„Iss so viel du willst“, sagte Petra, ihre Stimme ruhig, aber mit einer Tiefe, die Sabine kurz innehalten ließ. Dann drehte sich die kleinere Frau wieder ab und lief zu den Fenstern.
Sabine stand nun direkt vor der Glasscheibe, den Rücken zum Raum gekehrt. Zweiundzwanzig Stockwerke unter ihr bewegten sich die Lichter der Autos wie Leuchtkäfer. Sie legte die Handflächen gegen das kühle Glas. Der Kontrast zwischen ihrer eigenen Körperwärme und der Kälte der Scheibe ließ sie frösteln, aber es war ein angenehmes Frösteln. Sie spürte Petras Augen in ihrem Rücken, wusste, dass die andere Frau sie beobachtete. Das Wissen erregte sie. Der Wind, der draußen um das Gebäude pfiff, schien hier oben in der Wohnung noch nachzuhallen, eine unsichtbare Präsenz, die sie herausforderte.
Mit einem plötzlichen, fast spielerischen Impuls griff Sabine an den Saum ihres Kleides. Der Schlitz auf der rechten Seite reichte hoch bis an die Hüfte. Sie zog den Stoff auseinander, drückte ihn gegen ihr linkes Bein und hielt ihn kurz gespannt, bevor sie ihn losließ. Der Stoff klatschte leise zurück auf ihre Haut. Sie wiederholte die Bewegung, diesmal schneller, öffnete und schloss den Schlitz rhythmisch. Bei jeder Öffnung flimmerte ein kurzer Blick auf das, was sich darunter verbarg – ihre glatte, nackte Muschi, die sich leicht vor Erregung geöffnet hatte, die blassen Schamlippen, die zwischen dem weißen Stoff hervorblitzten.
Petra beobachtete das Schauspiel mit amüsiertem, aber scharfem Blick. Sie sah, wie Sabines Finger den Stoff spannte, wie das kurze Aufflackern ihrer Blöße für den Bruchteil einer Sekunde das Bild der Frau dominierte. Es war ein unverschämtes, fast naives Spiel, und Petra genoss jeden Moment davon. Sie wusste, dass es langsam an der Zeit war, die Kontrolle über ihre kleine Süße zu übernehmen.
Nach einer ganzen Weile dieser Ausgelassenheit, in der Sabine wie ein Kind im Süßwarenladen durch die Wohnung hüpfte und sich vor dem Fenster immer wieder kurz entblößte, richtete sich Petra auf. Sie ging leise, fast lautlos, über den Boden und griff in ihre Handtasche, um das weiche Lederhalsband mit dem kleinen Glöckchen hervorzuangeln. Langsam näherte sie sich Sabine von hinten, die gerade wieder am Fenster stand und hinaus in die Weite starrte.
Sabine spürte Petras Nähe, noch bevor sie sie berührte. Der Geruch von Petras Parfüm mischte sich mit dem Duft des Obstsalats. Sabine erstarrte, ihre Hände ließen den Saum los. Petra trat direkt hinter sie, ihr Körper berührte sanft Sabines Rücken. Etwas Kühles legte sich um Sabines Hals.
Es war das weiche Lederhalsband mit dem kleinen Glöckchen. Petras Finger arbeiteten geschickt und fest, als sie den Verschluß zuklickte. Das leise Kling des Glöckchens hallte in der Stille der Wohnung wider, ein heller, klarer Klang, der die Luft zu durchschneiden schien.
Sabine atmete tief aus, ihre ganze Haltung entspannte sich in einer seltsamen Art und Weise. Sie war nicht mehr das verspielte Mädchen, das durch die Wohnung sprang. Sie stand still, den Kopf leicht geneigt, die Hände passiv an ihren Seiten. Die Verwandlung war komplett. Sie war jetzt ein gehorsames Wesen, bereit, ein Besitzstück zu sein.
Petra legte ihre Hände auf Sabines Schultern, strich mit den Daumen sanft über den schmalen Nacken, genau dort, wo das schwarze Leder auf der hellen Haut auflag. Sie beugte sich leicht vor, ihr Atem wärmte Sabines Ohr.
„Braves Mädchen“, flüsterte Petra, ihre Stimme war nun härter, bestimmender, und ließ keinen Raum für Widerspruch. „Setz dich und beweg dich nicht.“
Curious how it goes on?
With a free account you read every story in full, keep your favourites and see fewer ads.
Comments
Want to join in? With a free account you can comment, rate stories and keep your favourites.