Unsere Protagonistin Katja entdeckt im Rahmen eines Wellness-Wochenendes gerade eine neue Seite an sich: Das Faible für freizügige und intimbetonte Behandlungsmethoden. Dass sich diesbezüglich so einiges in ihr aufgestaut hat, liegt sicher zu einem großen Teil daran, dass ihr Ehemann Christoph stets eifersüchtig reagiert, wenn sie offen mit ihrer Nacktheit umgeht. So führt der Besuch einer gemischten Sauna oder die Durchführung einer sinnlichen Massage stets zu einem ausgeprägten Ehestreit. Der besondere Sprengstoff: Ihr Schwiegervater, bis zu seiner Pensionierung Gynäkologe, hat ihr schon mehrmals angeboten, eine Untersuchung durchzuführen. Hier startet nun das erste Kapitel…
Einmal, die ganze Familie war für zwei Wochen in einem Ferienhaus in Frankreich, ergab sich beinahe die Situation, dass Katja sich von ihm untersuchen ließ. Nur mit Rücksicht auf Christoph lehnte sie damals das Angebot ihres Schwiegervaters ab und besuchte stattdessen einen hiesigen Frauenarzt. In Katjas damaligen Augen übrigens ein ambivalentes Vergnügen. Während Christoph im Wartezimmer entspannen konnte, musste sie sich für die Untersuchung komplett entkleiden, was ihr damals wirklich noch schwer fiel.
Der Monsieur Docteur hatte sich dann über eine Stunde Zeit genommen, jede Stelle ihres nackten Körpers in Augenschein zu nehmen und ausgiebig zu betasten, was zu sehr widersprüchlichen Gefühlen geführt hat. Die notwendige Untersuchung ihres Intimbereiches beispielsweise war nicht auf das bloße Abtasten ihrer Scheide beschränkt. Der Arzt massierte dabei ohne Handschuhe minutenlang ohne die geringste Scheu ihre Schamlippen und stimulierte ihren Kitzler mit Daumen und Zeigefinger, als ob es das natürlichste auf der Welt wäre. Es war das erste (aber nicht das letzte) Mal, wie sie sich innerlich schmunzelnd eingestehen musste, dass sie bei einer ärztlichen Untersuchung sexuell erregt war und ihre Scheide komplett feucht wurde. Möglich, dass das auch der Grund war, warum ihr Arzt sich am Ende bei ihr überschwänglich bedankte und, nackt wie sie war, fest in seine Arme schloss, um sie für einen langen Moment leidenschaftlich auf den Mund zu küssen.
Als Katja damals zurück im Haus ihren Schwiegereltern und Christoph von der Untersuchung bis ins kleinste Detail berichtete und auch die verräterische Reaktion ihrer Scheide nicht unerwähnt ließ, war ihr Freund mal wieder kurz vor einem Nervenzusammenbruch. Zum Glück sprang ihr Schwiegervater ihr zur Seite und erzählte ihnen, dass es während seiner langen Jahre sehr häufig passierte, dass Frauen infolge der intensiven Berührungen sexuell erregt waren und manchmal sogar zum Höhepunkt kamen.
Sie fragte sich damals, ob sich jede französische Frau so gründlich und ohne Scham untersuchen ließ. Falls ja, musste das dortige Arzt-Patientin-Verhältnis von großem Vertrauen geprägt sein. Ganz zu schweigen von der Toleranz der Ehemänner. Tatsächlich hatte sie kurze Zeit später einen Artikel in der SüddeutschenZeitung gelesen, in dem stand, dass sich französische Frauen im europäischen Vergleich viel weniger genieren, sich vor ihrem Arzt komplett auszuziehen und intim berühren zu lassen und auch die Partner nichts daran auszusetzen haben. Es ist auch nicht so, dass über die Prozedur geschwiegen wird. Ganz im Gegenteil, man redet anschließend gerne über jeden noch so intimen Moment der Untersuchung, selbst am Arbeitsplatz, wenn männliche Kollegen oder der Chef dabei sind. In Deutschland undenkbar, oder?
… Kurz vor Beginn des Team-Meetings in Berlin Mitte. Alle sitzen schon am Tisch. ’Und hat ihr Hausarzt gestern was entdeckt, Frau Reimann (Abteilungsleiterin Export)?’ ‚Nun ja, Herr Müller (stellvertretender Abteilungsleiter Personal), leider war gestern so viel los in seiner Praxis, dass er meinen Schambereich und meinen Oberkörper nur flüchtig inspizieren konnte. Sie müssen wissen, dass er sich sonst immer ungefähr eine halbe Stunde Zeit nimmt, um mich eingehend von Kopf bis Fuß zu untersuchen. Aber zumindest hat er festgestellt, dass meine Schamlippen und meine Brustwarzen leicht geschwollen sind und meine Vagina schon beim sanften Einführen eines einzelnen Fingers deutlich sensibler reagiert hat als bei allen bisherigen Untersuchungen. Wenn Sie alle nichts dagegen haben, würde ich seinem Rat folgen und in den nächsten Tagen weiterhin auf Unterwäsche unter meinem Kleid verzichten, damit mehr Luft an die entsprechenden Stellen kommt.’ Allgemeines zustimmendes Kopfschütteln. ‚Ich danke Ihnen. Selbstverständlich unterrichte ich auch unsere Kunden dahingehend, damit sie nicht irritiert sind, wenn bei einer falschen Bewegung mal was aufblitzt.‘ Zur Verdeutlichung beugt sich Frau Reimann so weit vor, dass ein jeder im Raum ihre vollständig freihängen Brüste in dem etwas zu weiten Ausschnitt für einen langen Moment betrachten kann.
Herr Rehberg (Abteilungsleiter Import): ‚Sie arme, man erkennt schon aus dieser Entfernung, dass Ihre Brustwarzen viel größer sind als üblich. Übrigens, genau so sollten Sie sich morgen unserem allseits geschätzten Schürzenjäger Großmann von den Jenaer Stadtwerken präsentieren, wenn er vor Ihnen sitzt. Dann kriegen wir den Auftrag mit Sicherheit.‘ Allgemeines, zustimmendes Lachen.
Auch Frau Reimann stimmt mit ein, aber nur kurz. ‚Herr Rehberg, Sie geben mir das richtige Stichwort. Herr Großmann hat mich just gestern per Videocall überrascht, nachdem ich mich für die Untersuchung komplett ausgezogen und auf meinen Arzt gewartet habe. Er konnte vermutlich nur in den ersten vier, fünf Sekunden mehr sehen, als nur meinen blanken Busen, aber auch wenn er zu Beginn unaufmerksam gewesen sein sollte, ist er ja nicht doof und hat eins und eins zusammengezählt und ich meinerseits war so überrumpelt, dass ich ihm alles rund um meine vermaledeite Situation erzählt habe.
Ich habe ihn zuvor noch nie so aufmerksam erlebt. Man hat richtig gemerkt, dass es ihm ein Vergnügen war, sich mit mir über die Tatsache zu unterhalten, dass gleich ein männlicher Arzt das Zimmer betritt und sämtliche intimen Stellen meines bloßen Körpers gewissenhaft unter die Lupe nimmt. Er hat mich mit seltsamen Fragen regelrecht gelöchert. ‚Würden Sie sein Abtasten Ihrer Scheide als zärtlich beschreiben?‘, ‚Sorgt er vor dem Einführen seiner Finger dafür, dass ihre Scheide auf natürliche Weise feucht wird, oder benutzt er ein herkömmliches Gleitmittel?‘, oder ‚Was sagt denn Ihr Ehemann dazu, wenn Sie von Ihrem Hausarzt so lustvoll berührt werden?‘
Ich hätte auflegen sollen, aber ich war in dem Moment einfach zu naiv und habe all seine Fragen wahrheitsgemäß beantwortet, dummerweise auch die Frage danach, ob mein Arzt dafür sorgt, dass ich während der Untersuchung hin und wieder feucht werde. Aber, Hand aufs Herz, welche Frau kann dies zu 100% ausschließen, wenn ein attraktiver Mann im besten Alter ihre Scheide mit solch offensichtlicher Freude berührt? So richtig stutzig wurde ich wohl erst, als er mich darum bat, ihm später von jedem Handgriff zu berichten, was ich selbstverständlich nicht getan habe.
Als er am Abend nochmals anrief, habe ich meinen Mann drangehen lassen. Selbst dadurch hat er sich nicht ausbremsen lassen und ihn in ein Gespräch verwickelt über einen Arzt in seiner Heimatstadt Jena, der sich vor ein paar Jahren dem Körper seiner Ehefrau mit sehr viel größerer Hingabe gewidmet hat, als der Kodex es erlaubt. Er ließ sich auch durch die einsilbigen Antworten meines Mannes nicht davon abbringen, die einzelnen Verfehlungen detailreich zu schildern, was seiner Frau wohl kaum gefallen dürfte. Mein Mann könnte Ihnen jetzt einen ausgedehnten Vortrag darüber halten, auf welche unterschiedlichen Arten ihr Arzt ihre Klitoris und ihre Vagina immer und immer wieder stimuliert hat, bis sie jeglichen Widerstand aufgeben und sich dem Schicksal eines Orgasmus hingeben musste. Und bevor er endlich auflegen konnte, kam wiederholt der eindringliche Appell, mir einzutrichtern, dass ich mich von meinem Arzt nicht mehr so lustvoll im Intimbereich berühren lassen solle, selbst wenn es sich schön anfühlt.‘
Herr Schmitz (Aufsichtsratsvorsitzender):‚Sie arme! Beschwerden an den intimsten Stellen Ihres Körpers und dann auch noch ein aufdringlicher Großmann. Worst case, würde ich sagen. Übrigens, ein ganz ähnliches Problem rund um ihren Genitalbereich hatte meine Frau auch schon mal, als ich für zwei Monate in China war. Glück im Unglück: Unser Nachbar, ein Dermatologe, der kurz zuvor in den Ruhestand gewechselt ist, hatte ihre Scheide dann dreimal am Tag äußerst gründlich von innen und außen mit einer besonderen Salbe eingerieben. Wenn Sie und natürlich auch ihr Mann einverstanden sind, stelle ich mich für die Behandlung während ihrer Arbeitszeit gerne zur Verfügung. Ich konnte nämlich nach meiner Rückkehr unserem Nachbarn mehrmals über die Schulter gucken und weiß daher, was alles beachtet werden muss.‘
Er hält kurz inne und setzt ein Lächeln auf. ‚Den Reaktionen meiner Frau zufolge waren die behutsamen Handgriffe unseres Nachbarn auch alles andere als unangenehm.‘ Um den letzten Satz zu unterstreichen, schließt er seine Augen, setzt einen übertrieben zufriedenen Gesichtsausdruck auf, öffnet seinen Mund etwas und ahmt ein tiefes Ein- und Ausatmen nach. ‚Tja, da ist man als anwesender Ehemann schon ein bisschen… sagen wir überrascht. Insbesondere deshalb, weil meine Liebste sonst ausschließlich weibliche Mediziner konsultiert und sich zu Beginn der täglichen Prozeduren daher schon beim Entkleiden vor unserem Nachbarn sehr unwohl gefühlt hat, wie sie mir tagtäglich am Telefon mitteilte. Und am Ende? Da war sie regelrecht traurig darüber, wieder gesund zu sein. Sie ist sogar auf meinen nicht ernst gemeinten Vorschlag eingegangen und hat unseren Nachbarn überreden können, dass er einmal im Monat eine umfangreiche Vorsorgeuntersuchung ihrer Scheide durchführt. Just vorgestern ist sie nur mit einem Bademantel bekleidet und darunter nackt wie Gott sie schuf aus dem Haus marschiert und hat den halben Abend bei ihm verbracht – die meiste Zeit vermutlich ohne Bademantel und mit weit geöffneten Beinen. Hat man da noch Worte?’
Breites, süffisantes Lächeln unter den Zuhörern. Herr Medenbeck (Stellvertretender Abteilungsleiter Export): ‚Respekt… und ich dachte schon, von mir wird Toleranz erwartet, seit meine Frau vor kurzem bei einem feuchtfröhlichen Abendessen mit Freunden von ihrem Osteopathen berichtete, der zu Beginn einer jeden Sitzung ihre nackten Fußsohlen von der Ferse bis zu den Zehen mit Lippen und Zunge zärtlich liebkost. Diese Methode kommt aus Asien, nennt sich Reiki und soll für eine ganzheitliche Entspannung sorgen. So wie meine Frau darüber berichtet, ist die Methode äußerst erfolgreich. Nur seltsam, dass ich nicht schon früher eingeweiht wurde, oder? Immerhin konsultiert sie ihren Arzt bereits seit drei Jahren‘. Erneutes Schmunzeln unter den Zuhörern.
Auch Frau Reimann muss grinsen. ‚Aufgrund der Erfahrungen mit meinem Hausarzt, der nicht nur meinen Schambereich, sondern auch gerne mal meine Fußsohlen und viele andere Stellen meines Körpers zärtlich berührt, kann ich Ihre besseren Hälften sehr gut verstehen. Welche Frau mag es nicht, wenn sich ein Gentleman mit so viel Hingabe um ihre Füße oder gar um ihren Unterleib kümmert. Und vielen Dank für das Angebot, Herr Schmitz, ich bin sofort dabei und ich wüsste auch nicht, warum mein Mann da anderer Meinung sein könnte, wenn ich ihm nachher davon berichte. Aber ich will Ihnen natürlich auch nicht zur Last fallen. Meinen Sie nicht, dass ich das Einreiben selbst übernehmen kann?‘
Der Angesprochene wiegt den Kopf hin und her. ‚Das funktioniert leider nicht gut, denn man muss die Salbe auch sehr tief innerhalb Ihrer Vagina verteilen und das klappt nur dann, wenn Sie auf dem Rücken liegen und die Beine weit anwinkeln oder auf allen Vieren hocken und den Po hochstrecken. Meine Frau berichtete mir, dass sie es in beiden Positionen unter der Anleitung unseres Nachbarn versucht hat, aber nur wenige Zentimeter weit kam, etwa ein Drittel der Tiefe, die seine Finger anschließend mühelos erreichen konnten.‘
‚Dann schlage ich hiermit sehr gerne ein. Aber wollen Sie sich eventuell die betroffenen Stellen erst einmal anschauen, nur um sicher zu gehen, ob es wirklich das gleiche ist, wie bei ihrer Frau?’ ‚Natürlich, Frau Reimann, kommen Sie doch bitte nach Ihrem Feierabend einfach in mein Büro, dann kann ich Sie in aller Ruhe genauestens untersuchen.‘
Wer schon gespannt ist, was alles während der Untersuchung, auf die sich beide sicher freuen, passieren wird, darf auf eine rasche Fortsetzung hoffen!
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Einen übergriffiger Arzt finde ich eklig.