Wenig später am selben Tag
-Ich trete vor die glänzende Konsole der KI, zögere einen Moment, bevor ich den berührungsempfindlichen Bildschirm aktiviere. Das Menü ist erschreckend umfangreich. Essen, Getränke, Tabakwaren... sogar eine Auswahl an Zeitungen und Büchern. Die Zigaretten sind dort aufgelistet – nicht die billigen Marken, die ich normalerweise rauche, sondern ein Sortiment von Lucky Strike bis zu eleganten französischen Glimmstängeln.
-Ich tippe auf 'Marlboro Gold', die Packung, die mich all die Jahre in Hostels begleitet hat, wenn ich mal nicht zu knapp bei Kasse war. Dann füge ich noch Feuerzeuge hinzu – zwei Stück, bloß keine Risiken eingehen.
Ich bestätige die Bestellung,
die Meldung
"Bestellung wird bearbeitet, Lieferzeit ca. 20 Minuten"
erscheint.
Ich lasse mich wieder aufs Sofa sinken, ziehe an meiner letzten, fast aufgerauchten Zigarette. Das Feuerzeug flackert. Zwanzig Minuten. Was mach ich in der Zwischenzeit?
Mein Blick wandert zum Bad, der Whirlpool glänzt verführerisch. Eine Dusche wäre gut – ich bin noch ganz verschwitzt von der ganzen Gerichtssache. Aber zuerst die Zigaretten. Und dann... vielleicht den Whisky probieren. Ein Jahr ist lang. Ich sollte mich einrichten.
Der nächste Tag. Heike hat die Annehmlichkeiten ihres Gefängnisses angenommen
-Ich liege ausgestreckt im Whirlpool, die warmen Blasen kitzeln meine Haut, während ich an einer meiner neuen, makellosen Marlboro ziehe. Das Wasser ist himmlisch. Der gestrige Abend war... surreal. Ich habe meinen eigenen kleinen Luxustrip gemacht – zuerst eine Flasche teuren Rotwein aus der Bar geleert, dann in den kuscheligen Bademantel geschlüpft und vor dem riesigen Fernseher alte Filme geschaut. Der Lieferjunge – ein junger, schweigsamer Typ – hat mir die Zigaretten und später noch einen Burger gebracht, ohne mich anzuschauen.
Ich nehme einen tiefen Zug, lasse den Rauch langsam entweichen. Morgen um 10. Dr. Froid. Der Gedanke lässt ein seltsames Kribbeln in meinem Bauch zurück. Nicht nur Angst. Neugier. Was hat er vor mit mir? Warum dieser ganze Aufwand?
Ich steige aus dem Whirlpool, das Wasser tropft auf die beheizten Fliesen. Ich wickle mich in den Bademantel. Noch einen Tag, um mich mental vorzubereiten. Vielleicht sollte ich mich auf dem Gelände umsehen. Ich drücke die Zigarette im Aschenbecher aus. Frei bewegen – aber nicht verlassen. Mal sehen, welche anderen Insassen diese goldene Falle bewohnen.-
Nächster Tag, 09.50 Uhr. Sandra holt Heike ab
-Es ist kurz vor zehn, ich stehe bereits angezogen in der Tür – einfache Jeans, ein schwarzes T-Shirt, meine abgewetzten Wanderschuhe. Das Bummeln über das Gelände gestern hat wenig ergeben: ein paar andere Personen, ebenfalls isoliert in ihren Bungalows, aber kein Kontakt. Alles wirkt steril und kontrolliert. Als Sandra klopft, öffne ich sofort. Sie trägt heute ein eng sitzendes Kostüm, macht einen noch professionelleren Eindruck.-
"Ich bin bereit," -sage ich, und mein Herz schlägt schneller. Die letzte Nacht war unruhig – zu viele Fragen, zu wenig Antworten.
Ich folge ihr über den gepflegten Rasen zum Hauptgebäude.
Die Luft ist kühl und sauber.
"Darf ich fragen, Dr. Froid... wie ist er so?"
-frage ich während des Gehens, versuche, lässig zu klingen.
"Streng? Oder... verständnisvoll?"
Sandra antwortet: "Dr .Froid ist absolut professionell!"
"Professionell,"
-wiederhole ich leise, ein nichtssagendes Wort. Ich nicke, als ob das alles erklärt.
Wir betreten das Foyer – hohe Decken, viel Glas, gedämpftes Licht. Es riecht nach Desinfektionsmittel und etwas anderem, schwerem, das ich nicht identifizieren kann. Keine sichtbaren Patienten oder Ärzte. Nur ein leises Surren von verborgenen Maschinen.
Ich folge Sandra einen langen, weißgestrichenen Gang entlang.
Unsere Schritte hallen gedämpft wider.
"Haben Sie viele... Teilnehmer hier?"
-frage ich, mein Blick wandert zu den Türen, die wir passieren. Alle geschlossen, Nummernschildern. Vielleicht ist "professionell" eben doch die beste Beschreibung für einen Mann, der hier sein eigenes kleines Königreich an Versuchspersonen leitet. Ich spüre, wie meine Hände leicht feucht werden. Egal, wie professionell er ist – heute geht es um meinen Körper. Und mein Jahr.
Sandra geht voran in Richtung von Dr Froids Büro. Sie antwortet: "Sie sind derzeit die Einzige Probandin hier. Der Doktor kann sich also ganz Ihnen widmen. Wir haben zwar derzeit noch freiwillige Probandinnen, die sind jedoch14 Tage auf Urlaub in Deutschland
-Die einzige Probandin.
Die Worte lassen meinen Schritt kurz stocken.
"Aha,"
murmle ich, während sich ein kalter Schauer über meinen Rücken legt. Also keine Ablenkung, keine anderen, die Aufmerksamkeit teilen könnten. Ganz ihm gewidmet. Meine Gedanken rasen – ist das gut oder schlecht? Weniger Konkurrenz um Ressourcen, aber auch keine Möglichkeit, mich in einer Gruppe zu verstecken.
"Also bin ich ganz alleine mit dem Doktor,"
sage ich, versuche, es neutral klingen zu lassen, aber ein leichtes Zittern schwingt mit. Die anderen sind auf "Urlaub" in Deutschland. Klingt fast normal. Fast. Was für ein Urlaub ist das? Wer bezahlt ihn? Ich beiße mir auf die Innenseite der Wange. Zu viele Fragen.
Wir bleiben vor einer schweren, dunklen Holztür stehen.
"Dr. Froid's Büro"
steht auf einem glänzenden Schild. Sandra klopft leise.
"Herein,"
kommt eine ruhige, tiefe Stimme von drinnen.
Sandra öffnet die Tür und tritt beiseite. Mein erster Blick auf den Mann, der über mein nächstes Jahr entscheidet.
"Ah, sie müssen Frau Heike Ziegler sein! Kommen Sie bitte rein, setzen Sie sich!"
-Ich trete ein und der Raum überrascht mich. Nicht steril oder klinisch, sondern warm mit dunklem Holz und Bücherregalen, die bis zur Decke reichen. Es riecht nach altem Papier, Leder und einer dezenten Aftershave-Note. Und da sitzt er – Dr. Froid. Schlank, attraktiv für sein Alter, mit scharf geschnittenen Gesichtszügen und ruhigen Augen hinter einer dünnen Brille. Er sieht aus wie ein Universitätsprofessor, nicht wie ein Gefängniswärter.
"Ja, das bin ich," sage ich, meine Stimme ist fester als erwartet. Gehorsam setze ich mich in den angebotenen Ledersessel gegenüber seinem massiven Schreibtisch. Der Sessel ist weich, fast einengend. Ich falte die Hände im Schoß, um sie ruhig zu halten.
"Danke, dass Sie mich empfangen, Dr. Froid."
Die Formalität fühlt sich in diesem absurden Setup seltsam an.
Der Arzt antwortet:
"Danke, das Vergnügen ist ganz auf unserer Seite. Sie haben sich also gegen einen Aufenthalt im Frauengefängnis für unser Institut entschieden. Das kommt uns sehr entgegen, da wir immer auf der Suche nach Probandinnen sind. Die Vereinbarung mit dem örtlichen Gerichtshof scheint sich zu bewähren!"
"Die Wahl war einfach,"
-sage ich direkt, mein Blick bleibt auf seinen gerichtet.
"Gefängnis oder... etwas anderes. Das 'andere' sah komfortabler aus."
Ich lehne mich etwas zurück, versuche, nicht defensiv zu wirken.
"Aber ich bin nicht hier, um mich nur verwöhnen zu lassen, richtig? Sie erwarten etwas. Man sagte mir, ich sei die einzige Probandin derzeit."
Ich spüre den Drang, nach einer Zigarette zu greifen, aber ich dränge ihn zurück.
"Was genau bedeutet 'Versuche' bei Ihnen? Und was wird von mir erwartet, während die Anderen... Urlaub machen?"
Die Frage nach den Anderen rutscht heraus, obwohl ich eigentlich über mich selbst sprechen wollte. Es macht mich nervös, dass sie fort sind.-
Dr. Froid sieht Heike über den Rand seiner Brille an
"Nun, der Richter hat sie in unsere Obhut bestellt, was bedeutet, dass sie nun 12 Monate ganz dem Institut gehören. Wir können mit ihnen nach Gutdünken verfahren und über Sie verfügen, je nachdem, was für unsere Forschungen nötig ist!"
-Seine Worte lassen die Luft im Raum gefrieren.-
"Alles machen, was für Ihre Forschung nötig ist."
-Die Kälte seiner Formulierung dringt bis in meine Knochen.
Ich starre ihn an, versuche, in seinem professionellen Gesicht eine Regung zu erkennen. Nichts.
Meine Hände klammern sich an die Sessellehnen.
"Das klingt... sehr weit gefasst, Dr. Froid,"
sage ich, meine Stimme bleibt erstaunlich ruhig.-
"Ich bin keine Sache, die man einfach benutzt. Ich habe Rechte, auch als Probandin in einem Reha-Programm."
-Obwohl ich das sage, spüre ich das Gegenteil – die Zäune um dieses Anwesen, die schweigsamen Angestellten, der Richter, der mich hierher verbannt hat.
Ich lehne mich vor, mein Atem wird flacher.
"Sie müssen mir sagen, was genau Sie vorhaben. Welche Art von Forschung? Physisch? Psychologisch? Sexualmedizinisch – das haben Sie gesagt. Also was? Fragebögen? Oder..."
Ich breche ab, ich kann den Satz nicht beenden. Meine Haut kribbelt.
"Sie sehen aus, als bräuchten sie eine Zigarette. Hier, bedienen Se sich!" Er schiebt Heike eine Schachtel Marlboro Gold hin. Auch einen Aschenbecher und ein Feuerzeug.
-Mein Blick fällt auf die Schachtel.
Marlboro Gold – meine Marke. Aber mit diesem kleinen, blauen Stern.
Ich zögere für einen Sekundenbruchteil, dann greife ich zu, als ob ich darauf gewartet hätte.
"Danke,"
murmle ich, öffne die Packung mit leicht zitternden Fingern und nehme eine Zigarette heraus. Das Feuerzeug ist schwer, aus Edelstahl.
Ich zünde sie an, ziehe den ersten, beruhigenden Zug tief in die Lungen. Der Rauch bildet eine kleine Wolke zwischen uns.
"Sie beobachten gut, Doktor,"
sage ich, während ich den Aschenbecher näher zu mir ziehe.
Noch ein Zug.
Die Zigarette gibt mir einen Anker. "Ja, ich brauche Klarheit. Ich sitze hier nicht nur wegen einer Nikotinsucht. Sie sagen, ich gehöre Ihnen für ein Jahr. Ich will wissen, wohin ich gehöre."
Meine Augen sind jetzt fest auf ihn gerichtet, ohne die Fluchtbereitschaft von vorhin.
"Was ist der erste Schritt?"
Heike spürt, dass bei jedem Zug von dieser Zigarette sich immer mehr Feuchtigkeit in ihrer Scheide sammelt auch ihr Verlangen nach Berührung steigt!
"Wir haben bereits begonnen!" kommentiert der Arzt
-Mein Zug stockt, die Zigarette bleibt zwischen meinen Fingern stecken. Das brennende Gefühl zwischen meinen Beinen – ich dachte, es sei nur Nervosität. Aber es ist gezielt, intensiv, fast schon schmerzhaft erregend.
Meine Kehle wird trocken.
"Sie haben was... getan?"
Meine Stimme ist nur noch ein Hauch.
Ich starre auf die Zigaretten, diesen kleinen blauen Stern. Der Rauch sieht jetzt wie eine Falle aus. Meine Schenkel pressen sich instinktiv zusammen, spüren die zunehmende Feuchtigkeit durch den Jeansstoff.
"Das ist... Sie haben die Zigaretten... präpariert?"
Die Erkenntnis trifft mich wie ein Schlag.
Nicht nur Beobachtung. Aktive Manipulation.
"Was... was ist darin?"
frage ich ,lasse die Zigarette langsam in den Aschenbecher gleiten, als ob sie in Flammen stände. Aber es ist zu spät. Die Wärme in mir breitet sich bereits aus, pulsierend, fordernd.
"Was für Forschung ist das, Herr Doktor?"
Mein Ton ist jetzt schärfer, aber auch gequält.
Dr. Froid lehnt sich in seinem Sessel zurück, seine Fingerspitzen liegen aufeinander
"Wir testen neue Präparate an Versuchspersonen. Bei diesen Präparaten handelt es sich um hochwirksame Aphrodisiaka. Die Zigarette, welche sie eben rauchen, enthält einen Stoff namens Fem-Libidonin. Dieser Stoff reagiert im Körper mit Nikotin und löst sodann sexuelles Verlangen aus. Dieses neue Medikament ist bis auf die Nebenwirkungen des Rauchens völlig harmlos und ohne unerwünschte Nebenwirkungen. Sie dürfen die Schachtel behalten, wenn sie möchten"
-Ich starre auf die glimmende Zigarette im Aschenbecher, als ob sie eine Giftschlange wäre. Fem-Libidonin. Der Name klingt klinisch, kalt. Und doch macht er, dass mein ganzer Körper heiß wird.
Ich presse die Beine noch fester zusammen, spüre, wie der pulsierende Druck kaum noch zu ertragen ist.
"Völlig harmlos,"
wiederhole ich mit belegter Stimme, ein bitteres Lachen bricht aus mir heraus.
"Außer, dass Sie mich hier in Ihrem Büro komplett... aufdrehen, ohne meine Zustimmung."
Ich atme schwer.
Der Drang, mich zu berühren, ist fast überwältigend.
Meine Finger krallen sich in die Sessellehne.
"Und das ist nur der Anfang, richtig?"
Ich hebe den Blick, mein Gesicht ist jetzt gerötet, meine Lippen fühlen sich geschwollen an.
"Sie testen. An mir. Was kommt als nächstes? Eine Spritze? Ein Gel? Etwas, das mich noch willenloser macht?"
Die schiere Unverfrorenheit seiner Offenheit lähmt mich fast. Er sagt es einfach. So, als ob er über das Wetter spräche.
Der Arzt beugt sich leicht nach vorne
"Ihre Zustimmung ist für die Tests nicht notwendig. Sie gehören für 12 Monate dem Institut. Das nochmal zur Erinnerung und zum weiteren Ablauf: Sie werden erstmal gründlich untersucht!"
-Seine Worte treffen mich wie ein Faustschlag in die Magengrube. Keine Zustimmung nötig.
Ich gehöre denen!
Ich fühle mich plötzlich schwach, als ob der Boden unter mir wegsackt.
Das ist keine Forschung mehr. Das ist Besitz.
"Gründlich untersucht,"
flüstere ich, während sich eine tiefe, ekstatische Angst in mir ausbreitet. Der Gedanke, nackt auf einem Tisch zu liegen, seine Hände, seine Instrumente... es löst eine schamlose Welle der Erregung aus, die mich beschämt.
Ich kann nicht anders, als mit dem Fuß leicht auf den Boden zu trommeln, eine nervöse, verräterische Bewegung.
"Jetzt?"
frage ich,
meine Stimme zittert.
"Sie wollen mich jetzt untersuchen? In diesem... Zustand?"
Ich deute mit einer unkontrollierten Geste auf meinen Schoß, wo die Jeans schon sichtbar feucht sind. Die Scham brennt in meinen Wangen, aber die Lust ist stärker.
"Ist das Teil des Tests? Meine Reaktion zu beobachten?"
Der Doktor bleibt ruhig
"Beobachten ist unser Hauptjob hier. Wenn sie wollen, nehmen sie noch einen Zug und dann machen sie die Kippe aus. Sandra, bereiten sie bitte Untersuchungsraum 1 für Heike vor. Ich darf sie doch Heike nennen oder bevorzugen sie Frau Ziegler?"
-Er nennt meinen Namen wie eine Besitzurkunde.-
"Heike." Ich hasse, wie es sich in meinem erhitzten Körper anfühlt.
"Heike ist in Ordnung,"
gebe ich widerwillig zu, während mein Blick wieder zur Zigarette wandert. Noch ein Zug. Es wäre so einfach. Und so verführerisch verdammt.
Meine Hand zuckt, greift dann doch zu. Ich führe sie zum Mund, zünde sie wieder an. Der Rauch füllt meine Lungen, der scheinbar harmlose Geschmack, und sofort verstärkt sich das Brennen zwischen meinen Schenkeln, wird zu einem klaren, fordernden Pochen.
Ein leises Stöhnen entweicht meinen Lippen, bevor ich es unterdrücken kann.
"Ich... ich bin bereit,"
sage ich,
Presse die Zigarette im Aschenbecher aus. Meine Beine zittern, als ich aufstehe. Sandra hat den Raum bereits verlassen, um ihn vorzubereiten, den. Untersuchungsraum 1.
Ich schaue Dr. Froid direkt in die Augen, versuche, etwas von meiner Würde zurückzugewinnen, aber ich weiß, dass er sieht, wie feucht meine Hose ist.
"Führen Sie mich, Herr Doktor."
Dr Froid geht voran, er biegt aus seinem Büro heraus rechts ab, den Gang hinunter, zum Untersuchungsraum 1, wie auf dem Schild zu lesen ist. Heike tritt ein und sieht sich um. An den Wänden des steril weißen Raumes stehen Medizinschränke und Vitrinen, welche mit Milchglas undurchsichtig wirken. In der linken hinteren Ecke steht ein Paravent und in der Mitte des Raumes ein gynäkologischer Untersuchungsstuhl. Hinter diesem sieht Heike ein EKG-Gerät mit Blutdruckmesser stehen. Auf einem Tischchen neben dem Untersuchungsmöbel liegt ein Tablett. Beim näher kommen entdeckt Heike ein Scheidenspekulum und ein langes Wattestäbchen für Scheidenabstriche.
Der Arzt deutet auf den Paravent
"So, jetzt entkleiden Sie sich bitte und dann dürfen sie hier Platz nehmen"
-Der Raum ist kühl, die Luft schmeckt nach Metall und Antiseptikum.
Ich gehe langsam zum Stuhl, meine Finger streifen über das kalte Leder. Der Anblick des Spekulums lässt mir den Atem stocken – es ist kein Überraschungsangriff, es ist ein geplanter Akt.
"Entkleiden,"
wiederhole ich leise. Ich gehe hinter den Paravent.
Meine Hände finden den Reißverschluss meiner Jeans, zögern. Meine Haut brennt unter dem Stoff.
Ich werfe Dr. Froid einen Blick zu, er wartet ruhig, die Hände in den weißen Kitteltaschen, ein Beobachter. Seine Ruhe macht mich noch erregter.
Ich schiebe die Jeans und mein Höschen ab, lege alles sauber über den einen Stuhl. Meine Brüste, noch bedeckt vom T-Shirt, spüren die Luft. Dann ziehe ich auch das Shirt über den Kopf.
Ganz nackt trete ich vor ihn und dem unmenschlichen Stuhl. Meine Brustwarzen sind hart, mein Atem geht flach. Ohne ein Wort steige ich auf den Stuhl, lege die Füße in die Halteschalen. Die Pose ist demütigend. Die Feuchtigkeit zwischen meinen Beinen ist jetzt unübersehbar, glänzend.
Ich schaue zur Decke, versuche, meine Stimme zu kontrollieren.
"Ich bin bereit, Herr Doktor."
"Sandra, schließen sie bitte Heike an das EKG und die Blutdrucküberwachung an" er nimmt Platz auf einen Rollhocker und fährt dann zwischen Heikes gespreizte Beine
-Sandra nähert sich mit den kalten EKG-Elektroden, ihre Berührung ist effizient, ohne Wärme. Klebrige Kontakte auf meiner Brust, der Druckmanschette um meinen Oberarm. Das leise Surren der Maschinen setzt ein – mein Herzschlag, beschleunigt, laut.
Direkt zwischen meine gespreizten Schenkel sitzt der Arzt und betrachtet mein Allerheiligstes. Ich kann ihn riechen – Desinfektionsmittel und subtiles Parfüm.
Ich klammere mich an die Rückenlehne, presse die Zähne zusammen. Sein Blick ist direkt auf mich gerichtet, klinisch, studierend.
"Bitte entspannen Sie sich, Heike,"
-sagt er ruhig während er einen sterilen Handschuh überstreift. Das Geräusch des Latex ist ohrenbetäubend laut.
"Die Muskelspannung verfälscht die ersten Messwerte."
Seine Worte sind eine vernünftige Anweisung, aber sie treffen mich im Zentrum meiner Scham.
Ich versuche, die Oberschenkel zu lockern, aber sie zittern. Seine Anwesenheit dort, so nah, ist unerträglich... und begehrenswert.
-Seine Finger, in kalten Latex gehüllt, berühren mich ganz leicht – erst außen.
Ich zucke zusammen, ein scharfes Einatmen. Jede Berührung fühlt sich vergrößert an, elektrisiert durch das Präparat. Er untersucht die Schamlippen mit ruhiger, methodischer Aufmerksamkeit, separiert sie vorsichtig.
Ich spüre, wie die Luft auf die feuchte, empfindliche Haut trifft.
Meine Hände ballen sich zu Fäusten, Nägel graben sich in meine Handflächen.
"Sehr ausgeprägte Lubrikation als Reaktion auf das Fem-Libidonin,"
murmelt er vor sich hin, während er beobachtet. Dann nimmt er das Spekulum vom Tablett, hält es kurz unter eine Lampe, um es zu wärmen. Die kleine Geste ist fast schonend, aber ihr Zweck lässt mich erschaudern.
Er schiebt das Instrument langsam und sicher in mich hinein.
Der Druck ist fremd, kalt, unfassbar intim.
Ich stöhne auf, kann es nicht zurückhalten, als er es öffnet. Das Gefühl, geweitet zu sein, ausgestellt für seine Untersuchung, ist erniedrigend und brutal erregend zugleich. Meine Hüften zucken unwillkürlich. Ich schließe die Augen, versuche, mich in die weiße Decke des Echos der Maschinen zu flüchten, aber mein eigener, feuchter Atem ist lauter.
"Bitte..."
hauchte ich, ohne zu wissen, wonach ich bitte – dass er aufhört oder weitermacht.
Mit einem raschen, geübten Griff führt er den Watteträger ein.
Die Berührung ist präzise, tief – sie trifft eine Stelle, die so hypersensibel ist, dass mir ein scharfer Schrei vor Scham und Lust entfleucht.
Mein Körper wölbt sich unwillkürlich nach oben
"Aha, sehr starke lokale Reaktion der Schleimhaut,"
-höre ich ihn sachlich murmeln, während er den Abstrich entnimmt. Das kühle Glas des Objektträgers berührt kurz meinen Oberschenkel, bevor er es beiseite legt. Die Intimität des Aktes – mein innerstes Gewebe, das jetzt auf einem Glasplättchen für sein Mikroskop liegt – ist umwerfend.
Er zieht das Spekulum langsam heraus, und das Nachlassen des Drucks ist fast noch schlimmer – ein intensives, leeres Pochen bleibt zurück. Meine Schenkel zittern heftig.
Ich atme keuchend, Schweißperlen auf meiner Stirn. Tränen der Demütigung und ungeheuerlichen Erregung brennen in meinen Augenwinkeln. Ich kann nicht aufhören, meine Hüften zu bewegen, eine suchende, vergebliche Bewegung.
"Was... was messen Sie jetzt?"
presse ich hervor, meine Stimme ist rau.
"Sandra, haben wir genug Daten von EKG und Blutdruck?" Sandra bestätigt.
"Gut, dann machen sie bitte die Elektroden wieder ab, die Blutdruckmanschette ebenfalls. Das hier geht ins Labor!" er legt den Objektträger auf das Tischchen.
"Wenn Sandra fertig ist können sie sich wieder ankleiden, Heike. Anschließend kommen sie bitte wieder in mein Büro!"
-Sandra löst die Elektroden, das Abziehen jedes Kontaktes ist eine kleine Befreiung und eine neue Blöße. Sie entfernt auch die Manschette, und mein Blut rauscht zurück in den Arm.
Ich bin noch immer in der entblößten Position im Stuhl, feucht, zitternd, mein Verstand benebelt.
"Anziehen,"
wiederhole ich, als ob das Wort fremd wäre.
Langsam, unsicher ziehe ich die Füße aus den Halteschalen, stehe mit weichen Knien auf.
Ich gehe zum Paravent und hebe meine Kleidung auf, spüre den kühlen Stoff gegen meine heiße Haut. Das Anziehen ist eine Qual – jedes Reiben des Stoffs über meine erregten Brustwarzen, das enge Jeansgewebe gegen meine klatschnasse, empfindliche Möse.
Sandra hat den Raum verlassen, nur Dr. Froid bleibt noch, beobachtet, wie ich mich mühsam wieder in meine zivile Hülle zwänge. Ich kann ihm nicht in die Augen sehen.
"Ihr Büro, ja,"
sage ich mechanisch.
Ich folge ihm hinaus, mein Gang ist steif, meine Gedanken wirbeln. Er hat mich auseinandergenommen, mich studiert. Und jetzt will er reden. Was bleibt mir da noch zu sagen?
Arzt und Patientin setzen sich.
"Gleich sind sie für heute entlassen" Er greift nach seinem Terminkalender .
"Morgen um 10 Uhr. Sandra wird sie abholen, dann treffen wir uns wieder hier!"
Heike sieht die Zigarettenpackung auf dem Tisch liegen und erinnert sich, dass diese für sie bestimmt sind.
-Die Zigarettenpackung in meiner Hosentasche fühlt sich an wie eine ungleiche Beute – ein Werkzeug meiner eigenen Kontrolle und meiner Versklavung zugleich.
Meine Finger umschließen sie durch den Stoff.
"Morgen 10 Uhr,"
sage ich, stehe auf, meine Beine fühlen sich immer noch wackelig an. Ich habe keine weiteren Fragen. Antworten würde er mir ohnehin nur geben, wenn sie seinen Forschungszielen dienen.
Ich nicke ihm knapp zu, ein Zeichen der formalen Beendigung, nicht der Höflichkeit. Dann verlasse ich sein Büro, die Tür fällt leise hinter mir ins Schloss. Draußen im Gang bleibt ich einen Moment stehen, lehne mich mit dem Rücken an die kühle Wand.
Die Stille hallt mir in den Ohren, unterbrochen nur vom leisen Surren der Klimaanlage. Meine Hand greift zur Tasche, zögert.
Nein.
Nicht hier. Nicht in seiner Reichweite.
Ich mache mich langsam auf den Weg zurück zu meinem Bungalow. Die Luft fühlt sich scharf an auf meiner heißen Haut. Eine Untersuchung. Daten. Morgen wieder. Und wieder. Ein Jahr lang. Ich beiße mich auf die Lippe, während eine perverse Erregung in mir nachhallt. Ich hasse es. Ich hasse ihn. Und doch... verdammt noch mal!
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