Kapitel 2: Die Erpressung
Am nächsten Tag checkte ich ständig mein Handy, in Erwartung einer Nachricht. Es war zwar eigentlich nur eine einmalige Sache aber er hatte ja gesagt wir würden voneinander hören. Mit ihm schlafen wollte ich nach wie vor auf keinen Fall. Er war an einer Beziehung nicht interessiert und sowieso wäre er nicht der richtige. Rückblickend betrachtet hatte ich mich bei der ganzen Sache auch sehr gedrängt gefühlt. Natürlich hatte er mich zu nichts direkt gezwungen, aber er wäre auch keiner, dem ich in die Wohnung folgen würde. Für einen weiteren Videoanrufe oder ein bisschen geflirte wäre ich aber zu haben gewesen. Doch es kam kein Anruf. Der Tag verging, der nächste auch und so weiter. Zu Beginn der nächsten Woche hatte ich die Sache eigentlich schon abgehackt, als ich plötzlich eine Benachrichtigung bekam.
Markus hatte mir ein Video geschickt. Stirnrunzeln lud ich es herunter. "War es ein Video wie er sich einen runterholte?", dachte ich aufgeregt. Begierig klickte ich auf abspielen. Es war kein Video von ihm. Es war eine Bildschirmaufnahme von unserem Videochat, besser gesagt eine zusammengeschnittene Version wo nur ich zu sehen war. Der Teil in dem ich noch gezögert hatte fehlte auch. Da war nur ich, wie ich nackt auf dem Bett lag, meine Bussy in die Kamera hielt und mich laut stöhnend fingerte. Ich konnte es erst nicht fassen. Ich war gar nicht auf die Idee gekommen, das Markus eine Aufnahme gemacht haben könnte. Doch die nächsten Nahrichten waren schlimmer.
Der nächste Text war eine Reihe an Informationen über mich. Klarname, Instagram Profil, Adresse, Universität, Arbeitsstelle. Dazu auch noch die Anschriften von Familienmitgliedern, Kommilitonen, Professoren und Kollegen von meinem Minijob.
Dann kam die Nachricht mit den Forderungen.
"Hallo Lukas. Ich fand es sehr süß und geil, wie du dich gefingert hast. Ich glaube aber, dass dein Umfeld wohl nicht wissen soll, was für eine notgeile kleine Bitch du dich bist. Wenn das so bleiben soll befolgst du ab jetzt alle meine Anweisungen. Widersprichst du mir, werde ich dich bestrafen, verweigerst du meine Anweisungen ganz veröffentliche ich das Video.
Du brauchst mir erstmal gar nicht zu antworten. Bis heute Abend um 20 Uhr schickst du mir einfach ein paar Bilder entsprechend der Anweisungen die du gleich bekommst. Du wirst natürlich frisch rasiert sein. Wenn du mir irgendeine andere Antwort schickst oder die Bilder nicht geil genug aussehen dann veröffentliche ich das Video. Wenn du auf den Bildern versuchst dein Gesicht zu bedecken oder nicht so aussiehst als hättest du dabei Spaß werde ich das Video veröffentlichen."
Darauf folgte eine PDF Datei, mit mehreren Bildern nach denen ich mich scheinbar richten sollte. Mein erster Instinkt war ihm zu schreiben, zu schreiben ob das ein Scherz sei, das er widerlich sei oder dass ich zur Polizei gehen würde. Doch das hatte er mir klar verboten.
Ich versuchte nachzudenken. Ich war nirgendwo geoutet und mein Umfeld würde das auch nicht tolerieren. Selbst wenn würde ich nicht wollen, das so ein Video in Umlauf gerät. Nein, das konnte ich nicht zulassen. Aber ich konnte auch nichts gegen Markus tun. Für die sechs Bilder blieben mir noch drei Stunden und ich musste mich noch frischmachen.
"Ich muss jetzt anfangen und hoffen, dass mir währenddessen noch ein Weg einfällt hier wieder rauszukommen.", dachte ich.
Ich machte mich also frisch und rasierte mich nochmal überall. Dann stellte ich mein Handy auf und startete ein Video. Die einzelnen Bilder würde ich später daraus nehmen.
Für das erste Bild musste er sich schulterbreit hinstellen, die Hände hinter dem Kopf verschränken und den Rücken durchdrücken. Dabei sollte er in die Kamera schauen. Für das Foto gab es die Anweisung ausnahmsweise einen neutralen Gesichtsausdruck zu behalten. Ich fühlte mich total gedemütigt. Eigentlich hatte ich den Instinkt meinen Schritt zu bedecken, aber nun sah man alles. Meinen Intimbereich, meine glattrasierten Achseln, meine "Brüste" und mich wie ich traurig in die Kamera blickte, wissend zu was ich mich hier gerade machen ließ.
Das zweite Bild war dieselbe Pose bloß von hinten aufgenommen. Für das dritte musste ich mich vornüberbeugen, meine Pobacken auseinanderziehen um mein "Arschloch" präsentieren.
Dann kamen einige Bilder im liegen. Zunächst eins wo ich mich in Missionarsstellung vor die Kamera legen sollte. Auch hier sollte mein Loch natürlich wieder gut sichtbar sein, die Füße sollten auf dem Boden aufliegen. Ich selbst sollte in die Kamera schauen und dabei "willig" aussehen. Ich gab mir Mühe ein erregtes Lächeln zu faken. Das Endresultat war nicht das überzeugendste, würde aber zumindest reichen um mich noch besser erpressen zu können, was ja der Sinn dieser ganzen Sache sein würde. Das und mir klarzumachen wie wertlos ich ab jetzt sein würde.
Dann kam noch ein Bild wo ich mich lasziv auf dem Bett räkeln sollte, die Kamera sollte von hinten oben auf mich draufschauen und ich sollte in die Kamera schauen. Für das letzte Bild sollte ich in Doggystellung gehen, mein Hintern sollte dabei mittig im Bild sein.
Als ich fertig war blieben mir noch 20 Minuten. Ich hatte immer noch keine Ahnung wie ich das hier abwenden sollte. Die letzten Stunden waren demütigend gewesen, ich hatte mich für einen Fremden objektifiziert und überhaupt keine Handlungsfreiheit gehabt. Wie betäubt starrte ich auf den Bildschirm, mein Daumen schwebte zitternd über dem Sende Button, und ich überlegte verzweifelt was ich noch tun könnte. Das tat ich dann 19 Minuten lang, ohne Erfolg. Dann schickte ich die Bilder ab. Ich überlegte kurz und schickte dann noch die Videos aus denen ich die Bilder hatte hinterher. Ich hatte mich nun eh gedemütigt und mit dem Video was er schon hatte und den Bildern hatte er mich vollkommen in der Hand. Durch so etwas konnte ich ihn aber vielleicht davon überzeugen, dass ich keine Schwierigkeiten machen würde.
Nach einer halben Stunde kam die Antwort.
"Das hast du sehr gut gemacht. Ich sehe, dass ich noch viel Spaß an dir haben werde. Sei morgen zwischen 14 und 16 Uhr Zuhause, es kommt ein Paket für dich."
Und so ließ er mich erstmal in der leere meiner Wohnung zurück, mit genug Zeit um darüber nachzudenken was ich hier getan habe.
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