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Die Touristin weiss selbstverstรคndlich, dass in ihrer westlichen Heimat sie sich nicht vor einem mรคnnlichen Staatsfunktionรคr entkleiden mรผsste. Aber gilt dies auch in diesem sรผdamerikanischen Staat? Sie weiss es nicht und sie will die Sache rasch hinter sich bringen und insbesondere nicht mangels Kooperation in Haft gesetzt werden. Also zieht sie sich aus, dies auch mit dem Gedanken, dass sie die kontrollierenden Beamten wohl spรคter nie mehr zuย Gesicht bekommen wird und es ihr spรคtestens morgen egal sein kann, wer sie heute nackt gesehen haben wird.
ausgeliefert, ohnmรคchtig
@ arth: Vielleicht ist ihre Ohnmacht und ihr Ausgeliefertsein zu relativieren, da von ihr gewollt. Wer eine solche Behandlung รผbersteht, ohne dass verdachtserhรถhende Erkenntnisse erfolgen oder sich verstรคrken, wirkt glaubwรผrdig. Kein Staatsanwalt wird vor Gericht behaupten kรถnnen, die Beweisfรผhrung gegen die Angeklagte sei deshalb so schwierig gewesen, weil Angeklagten- und Verteidigungsrechte eine effiziente Untersuchung erschwerten.
@ Stanley: Deine Gedanke ist zu weit hergeholt. Die Beschreibung von Arth โausgeliefert, ohnmรคchtigโ bringt esย auf den Punkt. Mรถglicherweise hat sich diese Frauย ungeschickt verhalten und damit eine Kontrolle ausgelรถst. Mรถglicherweise ist sie einfachย Auslรคnderin mit einer bereitsย bekleidet und damit verhรผllt interessant erscheinenden Oberweite und stellt sichย zudem die nicht minder interessante Frage nach โwestlichemโ Schamharrschnitt oder gar Blankrasur. Also lassen sich die Beamten einfach einmal unter dem Vorwand einer routinemรคssigen Stichkontrolle zeigen, was so alles unverhรผlt an ihr dran ist.ย
@ Russel: Sie war aberย nicht von Anfang an kooperativ, sondern erschwerte die ursprรผnglich ย kurz vorgesehene Routinekontrolle durch Proteste, bis dann ein scharfer Befehl โAusziehen!โ ertรถnte. Nun wurde sie kleinlaut, auch weil sie fรผrchtete, das Flugzeug zu verpassen. Letzlich wurden sie, ihre Kleider und ihr Gepรคck in den Gefangenentransporter verbrachtย und es ging die Fahrt direkt aufs Rollfeld. Die Reisende ย konnte sich wรคhrend der Fahrt eiligst ankleiden und das Flugzeug startete mit einer Viertelstunde Verspรคtung, aber mit ihr an Bord.ย
@Hamlet: Es kommt hinzu, dass Donald Trump vor einer Woche eine spontaneย Twitter-Nachricht postete, in welcher er reichlich pauschal einen โbetrรคchtlichen Teilโ der Touristinnen und Touristen aus drei sรผdamerikanischen Lรคndern mit Drogen- und Waffenhandel und Prostitution in Verbindung brachte. An einigen Grenzรผbergangsstellen eines der drei genannten Lรคnder herrscht seither im Sinne einer Revancheย ein strengeres รberprรผfungsregime gegenรผber Amerikanern. Insbesondere riskieren jรผngere und erotisch attraktive Amerikanerinnen, welche sich verunsichert oder widerspenstigย zeigen, bald denย Befehl โAusziehen!โ und eine peinlich genaue Betrachtung ihres nacktenย Kรถrpers im Hinblick auf die Vermutung vonย geweblichemย Sexualleben: Intimpiercings, Tattoos mit โeinschlรคgigemโ Motiv, โaufreizenderโ Schamhaarschnitt. In diesem Zusammenhang ist der Beizug mindestens eines mรคnnlichen Beamten mit Erfahrung aus Razzien in Bordellenย โnรผtzlichโ.ย
@speed (08.12.2006): "Drecksloch" scheint mir etwas hart zu sein. Der Raum hat wohl seinen letzten Farbanstrich vor 30 Jahren erlebt, ist renovationsbedรผrftig. Dies ist auch ein Problem der schwach gefรผllten Staatskasse. Auch hat der unfreundliche Raum - vermutlich im Untergeschoss und mit lediglich kรผnstlichem Licht -ย ย gewisse Vorzรผge. Wer fรผr eine Kontrolle hierhin gefรผhrt wird, hat das Bedรผrfnis, den Raum rasch wieder verlassen zu kรถnnen undย ist meist sehr kooperativ.
Ich sehe es wie dracula. "Drecksloch" (speed) geht fehl. Kontrollrรคume im internationalen Flughafen der Hauptstadt sehen anders aus und die Personenkontrolle entspricht dort internationalen Standards. Hier รผberquert aber eine allein reisende junge Westeuropรคerin die Staatsgrenze รผber eine kleine, personell schwach besetzte Landgrenzkontrollstelle abseits der รผblichen sรผdamerikanischen Touristenpfade. Dies ist aussergewรถhnlich und gibt Anlass fรผr eine รผber die Prรผfung des Reisepasses hinausgehende Kontrolle. Die Kontrolle der Kleider geht am raschesten, wenn diese ganz abgelegt werden. Personenkontrollen erfolgen nach dem Vieraugen-Prinzip. Es ist unter diesen Umstรคnden naheliegend, dass ein Grenzbeamter den Raum wรคhrend der Entkleidung und der kurzen Zeit der Nacktheit (vorliegend rund anderthalb Minuten) der kontrollierten Person nicht verlรคsst, auch wenn diese anderen Geschlechts ist. Damit wird eine vielleicht stundenlange Wartezeit vermieden. Es geht also nicht um Demรผtigung.
@glatt: Im Grundsatz hast du wahrscheinlich recht. Eine Demรผtigung ist nicht vorgesehen. Aber wenn die Durchsuchung der Kleider und des Gepรคcks Grundย zu Fragen gibt und / oder die Beantwortung von Fragen nicht optimal verlรคuft, wegen Sprachschwierigkeiten, so werden die von dir genannten anderthalb Minuten der Nacktheitย bald einmal zu fรผnf, zehn oder gar mehr.ย
@ Hamlet, Russel (26.08.2019, 20.09.2019): Die junge Amerikanerin war froh, den Flieger noch erreicht zu haben. Sie kam aber nicht zur Ruhe. Sie flog mit einer sรผdamerikanischen Gesellschaft von einem "Schurkenstaat" zu einem anderen solchen und war die einzige amerikanische Passagierin. Wรคhrend sie sich zu ihrem Sitz in der zweithintersten Reihe begab, orientierte der Kapitรคn die Passagiere รผber die Abflugverspรคtung und die mรถgliche Folge (Schlechtwetterfront und weitere Verspรคtung). Dies tat er kurz und sachlich englisch und dann zum zunehmenden Vergnรผgen der Passagiere ausfรผhrlich spanisch. Die Amerikanerin verstand nicht alles, doch Wortfetzen wie Striptease, Sicherheitskontrolle, amerikanisches Mรคdchen waren klar genug. Sie sah die Blicke der Mรคnner und der schadenfrohen Frauen auf sich gerichtet und sich selbst in Gedanken wiederum nackt. Sie wagte nicht zu protestieren, fรผrchtete sie doch, durch solches Verhalten weitere beschรคmende Sicherheitsmassnahmen zu provozieren.
@ Mayflower: Die Frau aus den USA wirdย die Peinlichkeiten dieses Tages ohne bleibenden Schaden รผberleben. Immerhin ist ihr Respekt zu zollen, dass sie allein durch Lateinamerikaย reist und auchย in Kauf nimmt, dass sie als Landsfrau Trumps hie undย da massiv schikaniert wird.
@Wartburg: Wie definiert man "bleibenden Schaden"? Sie wird die erlitteneย Erniedrigung wohl bald mehr oder weniger verarbeitet / verdrรคngt haben und wohl einige Zeit nicht mehr in dieses Land / mit dieser Fluggesellschaft reisen. Doch wird sie zeitlebens ein mulmiges Gefรผhl haben, wenn sie durch eine Sicherheitskontrolle auf einem Flughafen muss. Und wenn es dumm geht, macht sie sich dadurch verdรคchtig, wird hรคufiger einer Stichkontrolle unterzogen. Undย wenn es ganz dumm geht, wird dies erneut mit einem (diesmal korrekten) Stripsearch verbunden sein.ย
(Stanley, 06.10.2012): Die Touristin sieht, dass die Beamtin einen Plastikhandschuh angezogen hat. Spรคtestens jetzt muss sie erkennen, dass die Leibesvisitation nicht bloss visuell, sondern handgreiflich erfolgen wird. In den Dienstvorschriften ist festgelegt, dass solches durch eine gleichgeschlechtliche Person erfolgen muss. Dies ist und wird hier erfรผllt.ย Nicht bestimmt ist, ob weitere Personen im Raum seinย dรผrfen und welchen Geschlechts diese sein mรผssen. Formal gesehen ist das Vorgehen korrekt.
Nein, Basliea, der Vorgang ist nicht korrekt. Die Bestimmung, wonach eine Frau nur durch eine Frau durchsucht werden darf, hat ihren Sinn und dieser Sinn ist auch in einem Staat zu beachten, der es mit Regeln nicht so ernst nimmt. Aber es gilt, wo keine Klรคgerin ist, da wird auch kein Richter aktiv. Bringt die Durchsuchung etwas Relevantes hervor, so wird die junge Frau wohlweislich scvhweigen, um die Sache nicht zu verschlimmern und auch, weil die drei Beamten nicht den Eindruck machen, Freude an Schreibarbeiten zu haben. Die junge Frau hat die Chance, glimpflich davonzukommen. Bringt die Durchsuchung nichts an den Tag, so ist der Vorgang rasch abgeschlossen und die Verdรคchtigte froh. Sollte sie sich doch fรถrmlich beschweren, so ist der Vorgang einfach nicht aktenkundig und die drei Beamten erinnern sich nicht.
Die kleine Schmuglerin wird entweder froh sein, dass sie bald sich wieder ankleiden und mit einer Ermahnung versehen das Grenzamt verlassen darf, oder sie wird sich medienwirksam รผber den Zwang zum Nacktauftritt vor mรคnnlichen Grenzbeamten beschweren. Dies ist jedoch abschreckend, was erwรผnscht ist. Jedenfalls macht der Zwangsstriptease in der einen oder anderen Weise Sinn.
Was ? Warum ich keinen Bikini anhabe ? Na, weil ich nackig bin.
@schampuss ???
Ach so, jetzt verstehe ich langsam, ohne Bikini bin ich wahrscheinlich nackig und mir gehรถrt der Arsch versohlt.
Bereits im Moment, als entschieden wurde, die junge Frau โstichprobenweiseโ zu kontrollieren, war klar, dass sie letztlich vรถllig nackt vor mehreren Polizeibeamten beiderlei Geschlechts stehen wird. Die Kunst ist, sie glauben zu lassen, die Nacktheit sei in ihrem Interesse, weil es so schneller geht und sie รผberdies die Gelegenheit hat, รผberzeugend ihre Unschuld zu zeigen.
@Kontor: Das ist absolut richtig. Zum einen hatte sie das Pech, eben im Moment zu erscheinen, als wenig lief. Zum andern ist sie Auslรคnderin und sie sich entkleiden lassen kommt einer Erweiterung des kulturellen Horizontes gleich.
@Kontor/Stanley: Das Ziel ist erreicht. Die Touristen steht nackt vor den Mรคnnern. Das ging zu schnell. Lustig gewesen wรคre eine sich zickig zeigende Touristin , deren Widerwillen man hรคtte Stรผck fรผr Stรผck brechen kรถnnen. Sie macht den Herren die Freude nicht, sei es ย aus Realitรคtssinn, um ein letztes Stรผck wรผrde zu wahren, sei es aus anerzogenem Gehorsam gegen Beamte.
@Basilea/Cove: Der zu kontrollierende Mensch hat das Recht, die Leibesvisitation nur vor Menschen gleichen Geschlechts zu bestehen. Es steht aber nirgends geschrieben, darauf mรผsse hingewiesen werden. Verlangt die Frau nicht ausdrรผcklich, dass die Polizisten den Raum vor dem Striptease verlassen, so kann sie nachtrรคglich sich nicht erfolgreich รผber deren Anwesenheit beschweren.ย
Ergรคnzung (Bergmann, 22.07.2021): Es besteht Unsicherheit bei den Behรถrden dieses sรผdamerikanischen Staates. FKK, gemischte Sauna, sexuelle Freizรผgigkeit haben Einzug ins Alltagsleben genommen und die Bestimmung, wonach kรถrperliche Untersuchungen von Verdรคchtigen durch Beamte gleichen Geschlechts oder รrzte vorzunehmen sind, wurde vor acht Jahren etwas voreilig ersatzlos gestrichen. Faktisch wird heute der ehemaligen Bestimmung wieder nachgelebt, doch ist die blosse Anwesenheit andersgeschlechtlicher Beamter im Moment der Nacktheit des Verdachtssubjekts kein Tabu mehr.
Vordergrรผndig eine Schweinerei, ein Machtmissbrauch, die junge Frau sich vor den Mรคnnern entkleiden zu lassen, und sicher nicht korrekt. Doch vielleicht hat sie die Situation auch - auf welche Weise auch immer - provoziert und ihre exhibitionistische Ader zu erkennen gegeben, worauf die Beamten noch zu gerne eingegangen sind.
Sehr unangenehm, verunsichernd und beschรคmend: (1) erzwungen splitternackt, (2) unter den Augen von zwei Mรคnnern [siehe die andern Bilder], (3) in einem offenen Raum mit geรถffnetem Fenster zum Nebenraum und damit Einblick von aussen.
โฆ und selbstverstรคndlich ist die Verlockung gross, einmal eine junge Auslรคnderin mit รผppiger Oberweite etwas vertiefter als unbedingt notwendig zu betrachten โฆ