Erwachsenenspiele 01


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Die Mutter seiner besten Freundin soll nackt durchs Treppenhaus geschlichen sein?! Daniel weiß nicht, was er glauben soll. Er erkennt sein Haus und seine Nachbarn nicht wieder.

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Ich habe mich von der Serie Mamas Geheimnisse von Violetta inspirieren lassen und eine kleine Variation dazu geschrieben. Ich hoffe, das Ergebnis ist für die Autorin der Originalgeschichte akzeptabel ... vielleicht sogar unterhaltsam und es macht ihr Spaß, ihre Geschichte aus einer anderen Perspektive zu lesen. Wenn es gefällt, könnte ich meinen Ansatz weiterspinnen.

***

Ich stehe unten an der Haustür und klingele. Wie jeden Sonntag Besuch bei Papa. Ich wohne schon eine Ewigkeit nicht mehr hier. Trotzdem wird mein Schwanz hart, sobald ich die Tür aufdrücke und der vertraute Geruch des Treppenhauses mich einhüllt: Linoleum, ein Hauch Moder aus dem Keller und irgendwer hat Gulasch zum Mittag gehabt.

So habe ich stets reagiert, seitdem ich als Teenager erfahren habe, in was für einem Haus ich eigentlich lebe. Heute muss ich lächeln. Ich möchte die Zeit nicht missen. Aber am Anfang fand ich das gar nicht lustig. Besonders in den Tagen, unmittelbar nachdem Violetta mir alles verraten hat. Da bin ich mit klopfendem Herzen, schwitzenden Händen und einem flauen Gefühl im Magen die Treppe hochgestiegen.

Und ja, auch ganz am Anfang war ich schon erregt, als ich nach der Schule nach Hause kam und hoch zu unserer Wohnung ging. Die Unsicherheit, die mich hektisch Ausschau halten ließ nach einer offenen Tür oder einem anderen Hinweis, hat die Erregung zunächst verdeckt.

Aber sie war da. Im Hintergrund, während ich angestrengt versuchte, nicht darüber nachzudenken, was hinter den Türen grade in diesem Augenblick vor sich gehen könnte. Als ich dann die Sicherheit meines Zimmers erreicht hatte, merkte ich erst, wie erregt ich war. Ich habe mich geschämt. Es kam mir wie Verrat an Violetta und ihrer Mutter Vanessa vor.

Violetta hat mir das mit ihrer Mutter im Park erzählt. Da hatte ich sie zufällig getroffen. Es war schon relativ spät, ich kam vom Sport oder so. Violetta saß auf der Bank wie jemand, der nicht nach Hause will. Ich setzte mich zu ihr.

Als Kinder waren wir unzertrennlich. Wir waren gleich alt, sie wohnte mit ihrer Mutter in der Wohnung über uns. Jeden Morgen gingen wir zusammen zur Schule und spielten dann den ganzen Nachmittags miteinander. Natürlich waren Mädchen doof, aber das habe ich nie auf Violetta bezogen. Sie war einfach nur mein bester Kumpel.

Erst in den letzten Jahren haben wir uns ein wenig auseinandergelebt – verschiedene Schulen, verschiedene Interessen. Aber wir sind immer noch so vertraut, dass die Leute uns für Geschwister halten, wenn wir mal miteinander unterwegs sind. Alle denken, sie ist meine große Schwester, obwohl sie einen Kopf kleiner ist. Komisch.

Violetta wollte tatsächlich nicht nach Hause und spuckte den Grund dafür wie eine fette, schleimige Kröte aus. Ich konnte dann zusehen, was ich mit dem Tier anzufangen wusste.

Die ganze Wahrheit habe ich erst nach und nach herausgefunden, auch aus eigener Erfahrung. Am Anfang hat Violetta mir nur die Ultrakurzversion gegeben: Sie hatte ihre Mutter nackt erwischt. Zuerst auf dem Flur und im Treppenhaus. Dann zusammen mit den Nachbarn. Beim Ficken. Es war so bitter gemeint wie es rauskam. Mir war es peinlicher als ihr. So einen Ton war ich von Violetta nicht gewohnt.

„Sie benutzen Mama für so perverse Spielchen.“

„Wer denn?“

„Na alle. Silke, Thomas …“

„Vanessa wird erpresst?“

„Wahrscheinlich … warum würde sie sonst bei sowas mitmachen? Aber … ich weiß nicht … vielleicht doch nicht …“

Erst als Silkes Name fiel, sprang meine Fantasie an. Die Informationen zu Vanessa waren rein abstrakt geblieben. Ich konnte mir das nicht bildhaft vorstellen. Vanessa war ja auch für mich wie eine Mutter. Als Kind habe ich sie fast täglich gesehen. Seit der Scheidung meiner Eltern öfter als meine eigene Mama. Violetta und ich haben uns manchmal ausgemalt, wie es wäre, wenn Vanessa und mein Vater heiraten würden. Dann wären wir wirklich Geschwister geworden.

Bei Silke, die damals mit ihrem Mann Thomas in der Wohnung direkt neben uns lebte, war das anders. Sie war ein ganz anderer Typ Frau. Ich bewunderte sie heimlich. Sie war für einen etwas schüchternen Teenager wie mich das Idealbild einer selbstbewussten, gutaussehenden Frau. Gleichzeitig hatte ich ein bisschen Angst vor ihr, denn sie konnte Gedanken lesen.

„Na, Daniel, gefallen dir meine neuen Schuhe?“

Sie hatte stets etwas Spöttisches, Herausforderndes, was ich gleichzeitig unheimlich anziehend fand. Mit ihr konnte ich Worte wie ‚perverse Spielchen‘ viel leichter verbinden als mit Vanessa.

In Gedanken versunken machte ich mich mit Violetta auf den Heimweg. Ich hätte gern mehr erfahren, Aber ich wagte nicht nachzufragen. Violetta sollte nicht denken, dass ich ihr nicht glaube.

Auch sie blieb stumm, so als ob sie nach ihrem Geständnis selbst erst anfangen würde, die ungeheuerlichen Informationen zu verarbeiten. Ich brachte sie noch hoch in die Wohnung. Zum Glück war alles still und dunkel. Nicht auszudenken, wenn wir jetzt ihrer Mutter begegnet wären.

Ich setzte mich zu ihr aufs Bett. „Was sollen wir tun? Was hat das alles zu bedeuten?“

„Ich weiß es doch auch nicht, Daniel. Ich muss drüber nachdenken. Du bist der Einzige, dem ich es bisher erzählt habe.“

„Wenn du zur Polizei willst, komme ich mit. Ach Quatsch, die können wahrscheinlich auch nicht helfen. Ich kann auch direkt mit Vanessa sprechen oder meinen Vater bitten, damit sie mal erklärt, was los ist. Auf jeden Fall, wenn du es hier nicht mehr aushältst, kannst du jederzeit zu uns kommen, das weißt du doch, oder?“

„Ja, danke, aber das wäre vielleicht nicht so gut … Wie gesagt, ich muss drüber nachdenken.“

Als ich wenig später bei mir die Wohnungstür aufschloss, hörte ich Stimmen aus der Küche. Ich erkannte Vanessa und gleich darauf erschien sie in der Tür. Ich musste die Luft anhalten, um mir nichts anmerken zu lassen.

„Hey, Daniel, hast du Violetta gesehen?“

„Ich hab sie grade zufällig unten getroffen. Wir sind zusammen hochgegangen. Is’ was?“

„Ach nein. Ich hatte mir nur Sorgen gemacht, weil sie noch nicht zu Hause war.“

Vanessas Sorge um ihre Tochter war echt. Erschien sie mir deshalb irgendwie präsenter, körperlicher? Oder war es etwas anderes? Das enge Top, das aus der Jeans gerutscht war und ein Stück ihres Bauches zeigte?

Mein Vater tauchte hinter Vanessa in der Tür auf. „Siehst du, es ist nichts.“

Er legte ihr die Hand auf die Schulter. Die Geste war vollkommen harmlos. Trotzdem musste ich ständig auf seine Hand starren. Sie deutete direkt auf das riesige Loch in Violettas Geschichte. Sie hatte meinen Vater nicht erwähnt und ich hatte bisher nicht gewagt, es zu bemerken. War Matthias etwa auch in die Sache verwickelt? 

Er und Vanessa hatten stets ein gutes Verhältnis. Freundschaftlich. Grade deshalb konnte ich ihn nicht mit dem, was Violetta berichtet hatte, in Verbindung bringen. Aber was wusste ich schon von Freundschaft unter Erwachsenen?!

Vanessa lächelte meinen Vater über die Schulter hinweg an. „Du hattest Recht, Matthias. Ich geh’ dann mal hoch. Danke für alles.“

Er streichelte ihr den Rücken. Meine Vorstellungskraft wurde wieder einem Belastungstest unterzogen. Es fiel mir schwer, Violettas Bericht und das Bild, das ich von meinem Vater hatte, in Einklang zu bringen.

Am nächsten Morgen war ich total verwirrt. War es Violettas oder meine Fantasie, die da gestern mit mir durchgegangen war. Heute war wieder alles ganz normal: ein hektisches Frühstück, das Gedränge im Bus, plötzlich bleierne Müdigkeit im Unterricht. Perverse Spielchen passten da einfach nicht rein. Ich hatte mich von Violettas Geschichte anstecken lassen. Ich musste noch einmal mit ihr reden. Wahrscheinlich gab es eine ganz einfache Erklärung für das, was sie gesehen hatte.

Als ich aus der Schule kam, hätte mich Jürgen im Hausflur fast umgerannt. Er starrte auf sein Handy während er mit einem Wäschekorb unter dem Arm auf dem Weg in den Keller war. Dort war die Waschküche. Er war eigentlich immer zu Hause, denn er benutzte die zweite Wohnung im Erdgeschoss als sein Büro. In der anderen lebte er mit seiner Familie. Aber seit sie studierten, waren die Zwillingen höchstens mal am Wochenende da.

Ohne mich weiter zu beachten, murmelte Jürgen eine halbherzige Entschuldigung. Dabei musste er doch gemerkt haben, dass er mir den Wäschekorb in die Rippen gerammt hatte. Ich konnte den schwarzen Spitzen-BH mit den riesigen Cups, der obenauf lag, gar nicht übersehen. Der konnte aber unmöglich seiner Frau gehören. Die war eher klein und zierlich. Und seiner Tochter erst recht nicht.

Ich stieg den letzten Absatz zum Ersten hoch und blickte direkt in die geöffnete Tür der Wohnung neben unserer, wo Silke und Thomas lebten.

Nackt, athletisch, leicht gebräunt und mit rotem Nagellack – die Füße einer schönen Frau. 

Silke war grade zu Hause angekommen und versuchte, die Arbeit so schnell wie möglich abzustreifen. Die hohen Schuhe hatte sie zuerst ausgezogen. Sie standen im Flur neben ihren bloßen Füßen, die mich in ihren Bann zogen. Als nächstes riss sie sich die Bluse aus dem kurzen Rock und begann, sie aufzuknöpfen. Sie blickte auf, zwinkerte mir zu, dann drückte sie die Tür zu. Feierabend.

Das Ganze war mir ziemlich unheimlich. Ich beschloss gleich hoch zu Violetta zu gehen. Vielleicht war an ihrer Geschichte doch mehr dran, als ich mir am Morgen eingestehen wollte. Ich musste das noch einmal in aller Ruhe mit ihr durchsprechen.

Vanessa öffnete die Tür. Nervös legte sie ihr Handy weg, dass sie noch in der Hand hielt. Sie musste mich enttäuschen, Violetta war noch nicht zurück.

„Na, dann versuche ich es später noch mal.“

„Ich fürchte, Daniel, dann hab ich sie in Beschlag – Mädelsabend. Zwischen mir und Violetta ist in letzter Zeit einiges schief gelaufen. Ich habe das Gefühl, wir kennen uns gar nicht mehr richtig. Deshalb gehen wir zusammen in die Sauna. Ich dachte, in entspannter Atmosphäre kann ich ihr alles erklären. Dabei können wir dich dieses Mal leider nicht gebrauchen. Aber das nächste Mal kannst du gerne mitkommen, wenn du Lust hast.“

Vanessa strubbelte mir durchs Haar wie sie es lange schon nicht mehr gemacht hatte. Dabei guckte sie mich aufmunternd und auch ein bisschen fragend an. Ich wusste nicht recht, was sie von mir wollte. Eine Bestätigung, dass ich gerne mit ihr in die Sauna kommen würde, um eingeklemmt zwischen ihrem üppigen Körper und dem schlanken von Violetta zu schwitzen?

„Klar …“, murmelte ich und wandte mich enttäuscht zum gehen. Heute würde ich wohl keine neuen Informationen erhalten. Ich müsste alleine weitergrübeln.

Da hörte ich, wie die Wohnungstür ins Schloss fiel und Vanessa mir die Treppe hinunter folgte.

„Warte, ich komm noch ein Stück mit. Muss noch nach meiner Wäsche im Keller sehen. Die ist bestimmt schon fertig.“

 


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