Die Sklavin musste warten
Hallo, hier nun der angekündigte zweite Teil des Beginns unserer D/s-Beziehung, expliziert pornografischer.
Viel Spaß beim Kopfkino!
LG
Constanze
Die Sklavin musste warten
Plötzlich bekam ich Furcht, Furcht vor der Nacht, vor dem Alleinsein, vor den Träumen, die mich gewiss nach dem heutigen Tag in der Nacht bedrängen würden.
Immer noch streichelte W. geistesabwesend meine Hände, blickte weiter ziellos aus dem Fenster.
»Wo übernachtest Du, W.?«, unterbrach ich abrupt das Schweigen.
W. hob den Kopf, wendete sich mir wieder zu, blickte fragend zu mir herüber.
»Im ›Hotel An der Wien‹, in meinem Stammhotel.«, antwortete er beinahe reflexartig.
»Bitte versteh mich nicht falsch, ich kann heut‘ Nacht nicht alleine sein und in meiner Wohnung kann ich Dich nicht, vielleicht noch nicht mitnehmen«, ich musste schlucken, die Worte auszusprechen fiel mir schwer.
»Darf ich Dich bitten, mich mitzunehmen?«, meine leise Stimme zitterte, nun blickte ich vor Verlegenheit aus dem Fenster.
Unsere Blicke trafen sich im Spiegelbild der Scheibe. W.s Mund umspielte ein kurzes, zärtliches Lächeln.
»Ich habe nur gesagt, dass ich nicht alleine bleiben kann, mehr nicht. Ich weiß noch nicht, ob und wann ich mich Dir hingeben kann und mich von Dir ficken lassen will! Ich bin keine Frau für eine Nacht!«
Meine Worte zerschnitten diesen zarten Moment, verstörten mich, warum war ich so plötzlich brüsk? Hatte ich Furcht, Furcht vor dem, was kommen würde?
W.s Griff wurde wieder fester.
»Auch ich möchte mit Dir zusammen sein und respektiere das. Ja ich werde Dich mitnehmen. Constanze, ich habe Dir bereits gesagt, Du bist eine starke Frau! Ich glaube, nicht zu stark für mich. Ich verlange nichts von Dir, Constanze, aber ich bin ehrlich, ich begehre Dich. Es wird mir schwerfallen, viel Kraft kosten, mit Dir in einem Zimmer zusammen zu sein, eine Nacht zu verbringen, gar in einem Bett zu schlafen, ohne dass ich Dich besitzen darf! Nein, um es beim Namen zu nennen, Dich zu nehmen.«
Unser intimes Gespräch wurde jäh gestört, die Zugansage teilte mit, dass der nächste Halt heute außerplanmäßig in Wien-Hütteldorf sein würde. W. wusste genau, wo wir waren, Rekawinkel. Wir hatten also genug Zeit, unsere Sachen in Ruhe zusammenzupacken.
Es nieselte in Wien, gut, dass das ›Hotel An der Wien‹ genau gegenüber dem Bahnhof lag.
Bisher kannte ich das Hotel nur von außen. Ich war fahrig und nervös, als wir die Stufen zur Rezeption hochstiegen, der rote Sisalläufer dämpfte unsere Schritte.
Die junge Frau an der Rezeption, gewiss eine Studentin, begrüßte uns freundlich. Als W. seinen Namen nannte, schaute sie von dem Reservierungsbuch auf.
»Ich habe hier nur ein Einzelzimmer stehen!«
Meine Stimmung verfinsterte sich, ich drückte W.s Arm fester an mich.
»Es muss sich um einen Buchungsfehler handeln, ich hatte ein Doppelzimmer reservieren lassen.«
»Es tut mir leid, es ist nur ein Einzelzimmer eingetragen.«
»Also, das bin ich hier eigentlich nicht gewohnt, ich übernachte ja nicht zum ersten Mal in ihrem Haus.«
»Entschuldigung, aber wir sind eigentlich ausgebucht, aber ich schaue mal, ob ich da noch etwas machen kann.«
W.s gewandtes und bestimmtes Auftreten ließ die junge Dame nicht daran zweifeln, dass es sich so verhielt, wie W. sagte.
Die junge Frau sah eine Liste durch: »Eine Nacht, ja, da geht sich noch was aus. Darf ich bitten, die Anmeldung auszufüllen!«
Sie schob W. den Meldeblock zu.
Er füllte das Formular gewissenhaft aus. Ich sah ihm dabei über die Schulter, schmunzelte und kniff ihm in den Hintern. W. strich einfach bei ›Ehefrau‹, ›Ehe‹ durch und trug meinen Namen ein.
Im Aufzug umarmte ich W., küsste ihn.
»Danke! W., ich mag Dich sehr!«
Das Zimmer war schön und hübsch eingerichtet, mit kleinem Bad und getrennter Toilette, auf die W. gleich verschwand, nachdem er seine Taschen und meinen Koffer abgestellt hatte. Ich hopste aufs große Doppelbett, die Matratze war gut.
Was würde nun geschehen, hier in diesem Zimmer, in diesem Bett? Ich wusste es nicht, meine Gefühle bewegten sich zwischen erregter Erwartung und Besorgnis, die rational, nüchtern denkende, abwägende Juristin hatte sich längst vom Acker gemacht. Und so war es nur konsequent, dass der zweite fatale Schritt folgte. Was hatte W. gesagt, ich begehre dich, ich ihn auch. Ich wollte ihn, hier, jetzt und heute Nacht, wenn auch noch Zweifel nagten, aber die Begierde war größer, hatte mich überwältigt. Dennoch blieb Furcht, ich zweifelte an mir. Würde W. mich tatsächlich annehmen, so wie ich war, wenn er mich nackt sah: Meine flache Brust ohne Brüste, nur noch Narben an deren Stelle, meine etwas ungewöhnliche Vulva mit den langen krausen inneren Labien, mit denen seine Finger schon gespielt hatten und meiner hervorstehenden erbsengroßen Klitoris. Ich schob meine Sorgen und Vorsätze, mit keinem Mann gleich am ersten Abend ins Bett zu gehen und dann noch ohne Aidstest oder Kondom einfach beiseite. Hatte W. vielleicht welche dabei? Das würde das Bild, das ich von ihm in den vergangenen Stunden gewonnen hatte, zerstören. Ich würde ihn nicht fragen. Ganz gleich, W. würde mich nehmen und ich war nur zu bereit für ihn.
W. kam aus der Toilette.
»Und nun?«, fragte W., setzte sich in einen der beiden kleinen Fauteuils und sah mich unschlüssig an.
»W. ich möchte Dir etwas zeigen, etwas tun, was auch für mich neu ist, was ich so noch nie getan habe! Ich muss mich überwinden und Du musst mir dabei helfen?«
Aus W.s Augen sprachen Neugierde, aber auch Verlegenheit. Es war nicht das erste Mal, dass ich so etwas bei ihm bemerkte, vorhin im Zug hatte er nachdenklich und ziellos aus dem Fenster geschaut. War er doch nicht der starke, dominante Mann, für den ich ihn hielt? Hatte auch er Vorbehalte?
Ich beugte mich zu ihm herunter und gab ihm einen flüchtigen Kuss, er wollte mich an sich ziehen, aber ich wehrte ihn ab.
»Schau einfach nur zu!«, sagte ich leise, mit unsicherer Stimme.
Lange schauten wir uns schweigend an, unsere Blicke trafen sich, in W.s Augen funkelte Erwartung, ich war den Tränen nahe. Schließlich drehte ich mich beklommen um, wandte W. den Rücken zu, öffnete den Blazer und warf ihn auf den zweiten Fauteuil. Ich hörte W. tief durchatmen beim Anblick meines nackten Rückens.
»Oh, was für ein hübsches kleines Tattoo! Eine Justitia?«, aus W.s Stimme klang Erregung.
»Ja!«, antwortete ich, froh, dass W. das Schweigen brach. »Eine verlorene Wette, eine Sünde aus Studienzeiten!«
Mein Puls ging heftig, ich vibrierte, mein Körper war erhitzt, ich schwitzte. Zitternd öffnete ich den Zipp des Rocks, er glitt zu Boden, ich stieg mit den Beinen hinaus. Nun stand ich mit hochrotem Kopf, etwas unsicher auf meinen Pumps nackt vor einem, bis vor wenigen Stunden mir völlig unbekannten Mann, ihm den Rücken, meinen Hintern zugewandt. Ich spürte, dass W. sich erhob, dann einen Kuss auf meinem Tattoo, ein Finger, der die Konturen nachfuhr, ein Schauer überlief mich, ich bebte. W. ergriff fest meine Schultern.
»Ich möchte Dich gerne ansehen dürfen, Constanze?«
Ich konnte nur nicken, Tränen traten mir in die Augen.
Langsam und behutsam drehte W. mich zu sich um, instinktiv bedeckte ich meine Brust mit den Händen. Sacht fasste er meine Handgelenke und zog sie von der Brust weg. Meine Tränen rannen mir über die Wangen herunter. Ich sah W.s Blick, wie er mich betrachtete und dann eng an sich zog.
»Du bist eine wunderschöne, begehrenswerte und sehr außergewöhnliche Frau, Constanze!«, flüsterte er mir ins Ohr.
»Alles an Dir ist außergewöhnlich!«
Ich spürte die Beule in W.s Jeans. Er küsste mich, wischte mir mit dem rechten Handrücken die Tränen von den Wangen. Ich schluckte, holte tief Luft, sog sie durch die Nase ein, lächelte verlegen, nun von einer Last erlöst.
W. küsste mich, seine Lippen wanderten den Hals hinunter, seine Barthaare kratzten ein wenig auf meiner Haut, ein neues Gefühl, das mich erregte, wanderte tiefer zu meiner Brust, bedeckten die Narben mit Küsschen. Seine Zunge fuhr zart über die empfindliche Haut, jagte mir Schauer durch den Körper.
Vorsichtig löste ich mich aus W.s Umarmung, ich brauchte nochmal Abstand.
»W., ich möchte jetzt baden. Alleine!«
Aus W.s Blick sprach Enttäuschung.
»Sei mir nicht böse, ich brauche noch etwas Zeit!«
Aus meinem Koffer kramte ich meine Kosmetiktasche, den Badezusatz und die schwarzen Halterlosen, ohne dass W. es bemerkte.
Bevor ich das Wasser einließ, erleichterte ich mich, auf dem Rand der Wanne hockend, spreizte meine Lippen mit den Fingern. Alles da unten war erregt angeschwollen. Meine warme Lulu spritzte aus dem kleinen Löchlein, das so empfindsam war und dass ich beim intensiven Onanieren gerne berührte, um mich zur Explosion zu bringen.
Das warme Badewasser duftete herrlich, ich tauchte unter, wollte ich etwas von mir abwaschen, vielleicht meine Vorbehalte und Zweifel? Wirr gingen mir die Gedanken durch den Kopf: Constanze, was tust du hier, warum puderst du ihn nicht endlich oder haust einfach ab?
Ich spürte, wie sich mein erhitzter Körper langsam entspannte, ich mich beruhigte. Die Begierde nach W. blieb jedoch. Ja, ich würde mit ihm vögeln, allen meinen Grundsätzen zuwider, mich ihm hingeben. Dann ließ ich das Wasser halb aus, schäumte meine Scham ein, rasierte mich, sehr sorgfältig, ließ keine Falte aus, anschließend die Beine. Setzte mich dann mit weit gespreizten Beinen auf den Badezimmerhocker, entfernte auch die Haare rundum meinen Anus. Ich betrachtete mich im Spiegel. Hatte W. recht, war ich eine begehrenswerte Frau? Oder war es nur ein billiger Flirt? Nein, W. wollte mich als die Frau, die ich war, sonst hätte er mich nicht alleine ins Bad gehen lassen. Ich richtete mich her, schminkte mich, rollte die Halterlosen über meine Beine, schlüpfte in die Pumps. Meine noch nassen Haare fielen mir über die Schultern, bis auf die Brust. So trat ich aus dem kleinen Badezimmer.
Leise Musik, ›Easy Listening‹ umfing mich, irgendein Radioprogramm erklang aus dem Fernseher, erfüllte den Raum; es sollte uns durch die ganze Nacht begleiten. W. hatte das kleine Lämpchen auf dem Nachtkasten eingeschaltet, sich entkleidet, saß nackt in dem Fauteuil, die Knie übereinander-geschlagen, bis auf den gerundeten Bauch hatte er einen wohlproportionierten, wenig behaarten Körper, hatte schöne schlanke Füße. Am kleinen runden Tischchen standen zwei Gläser Weißwein.
W. erhob sich, griff zu den Gläsern, sein Penis wuchs zusehends, war leicht nach oben gekrümmt, seine recht spitze, rosa Eichel entblößte sich. Ich gefiel ihm erkennbar, seine Augen bekamen Glanz.
»Die Überraschung ist Dir gelungen, Constanze!«
Er reichte mir ein Glas, wir stießen an, hastig schluckten wir den Wein hinunter, betrachteten uns, nun beide nackt, lange, begannen zu lächeln, ja lachten uns an. Endlich nahm er mir das leere Glas ab und stellte es zusammen mit seinem auf den Tisch.
Wir näherten uns langsam, immer noch ein wenig zögerlich, dann griff W. zu, packte mich, riss mich in seine Arme und küsste mich leidenschaftlich. Er strich mir über die nassen Haare, streichelte mir über den Rücken, meinen Po, hob erst die Backen, zog sie dann ein bisserl auseinander, seine Finger erforschten die tiefe Furche dazwischen. Mir wurde heiß, die Finger wanderten weiter Richtung Anus. Ich stöhnte auf, als einer der Finger meine runzlige Rosette ertastete.
»Bitte nicht weiter, jetzt noch nicht!«
W. hielt inne, walkte mir den Hintern durch, knetete die Backen, bis es schmerzte und ich hell aufschrie. Seine Augen blitzten kurz auf. Eng umarmt, umschlang ich seinen Hals, zog ihn noch enger an mich. Wir küssten uns nicht, nein, unsere Münder sogen sich aneinander fest, unsere Zungen tanzten und rangen miteinander. W.s aufgerichteter Penis berührte meine erregte Vulva, den Hügel, die zarte frisch rasierte Haut. Die Berührung elektrisierte mich, ließ meine Säfte fließen, machte mich für ihn bereit. Langsam löste ich mich von W.s Mund, meine Lippen bedeckten sein Gesicht, seinen Bart, mit Küsschen, ich sog W.s Duft seiner Halsbeuge ein, sein männlicher Körpergeruch mischte sich mit den Resten seines Parfums.
»Kannst Du tanzen, W?«, hauchte ich ihm ins Ohr.
»Nein!«
»Ich auch nicht!«
Wir lachten leise.
»Dann werden wir es gemeinsam lernen, nur für uns!«
Der Griff an meinem Hintern wurde noch fester und W. begann sich langsam mit mir im Kreise zu drehen, meine Hüften, mein Becken begannen sich im Rhythmus der leisen Musik hin und her zu wiegen, W. folgte meinen Bewegungen, sein harter Schwanz rieb sich an meiner nassen Vulva, an meinem Bauch.
»So etwa?«, flüsterte er mir ins Ohr.
»Ja, W.!«
»Du hast einen geilen Arsch, Constanze, und schön, dass Du Dich rasiert hast, aber in Zukunft werde ich die Rasur an Dir vollziehen!«
Seine Stimme klang fest und bestimmt.
»Greif mich an, pack mich, W., nimm mich, fick mich!«
W. bewegte uns langsam Richtung Bett. Als meine Beine den Rand des Bettes berührten, ließ ich mich nach hinten fallen und zog ihn mit. Uns umarmend fielen wir lachend auf die ausgebreitete Bettdecke. W. bedeckte meinen Körper mit Küssen, streichelte mich überall. Seine Lippen suchten die Narben auf meiner Brust, küssten erneut die empfindsame Haut der verblassten rosa Linien ganz vorsichtig und zart, seine Zunge leckte sie, lustvoll, stöhnte ich und ergriff seinen Schwanz, umfasste ihn fest. Ein wohliger Seufzer entfuhr W.s Kehle. Seine rechte Hand suchte gleichzeitig meine Scham, fuhr mit den Fingern die Falten meiner Labien entlang, öffnete meine schon empfangsbereite Spalte weiter, mein Becken reckte sich ihm entgegen, rotierte. Seine Finger wurden fordernder, tauchten zwischen den krausen Lippen in mich ein, fühlten meine Nässe, drangen tiefer ein, erkundeten die Scheidenwände und begannen mich zu penetrieren, öffneten den Weg für seinen Schwanz, der mich pfählte, mich fickte. Ich machte ein Hohlkreuz und warf meinen Kopf, begleitet von lautem Stöhnen, wild hin und her. W. griff fest in meine Haare, unsere Münder gierten nach einander. Meine Dämme brachen, ich kam unter lautem Aufschreien, mein Saft spritzte aus mir heraus. Krampfhaft verkrallte ich mich in W.s Schultern. Sein noch steifer Schwanz glitt aus meiner überlaufenden Grotte, W. richtete sich halb auf. Ich griff nach ihm, wichste ihn, wichste W.s Schwanz, immer schneller waren die Auf- und Abbewegungen, bis er ejakulierte. Sein Eiweiß landete stoßweise auf meiner Brust und in meinem Gesicht, in meinen Haaren. Ermattet, schnell-atmend streckte W. sich neben mir aus, wischte mir sein Sperma aus dem Gesicht. Ich kuschelte mich an ihn, küsste seine Brust, streichelte seine Arme, spielte mit seinen Haaren in den Achseln, wuselte durch seine etwas krausen Haare am Hinterkopf.
»Hat Dich mein nasser Orgasmus überrascht?«
»Ich bin ehrlich, Constanze, ja! Ist das immer so bei Dir?«
Ich streichelte W.s Gesicht: »Nein, meist wenn ich stark erregt bin und wenn ich besonders intensiv komme, mein G-Punkt berührt wird!«
»Und Du hast eine sehr ungewöhnlich aussehende Vulva, Constanze.«
Halbaufgerichtet, auf den Ellenbogen gestützt, schaute ich W. tief in die Augen, streichelte ihm über seinen Bart, lächelte ihn verliebt an. Ich erzählte ihm, warum meine Klitoris so ungeschützt hervorstand: Ich hatte die Vorhaut zu Beginn meiner Pubertät wegen Verwachsungen und Verengung verkleinern lassen.
»Ich bin da besonders sensibel. So, jetzt kennst Du noch ein weiteres meiner Geheimnisse!«
W. schaute mich lächelnd an, richtete sich auf, füllte beide Gläser.
»Wir sollten Deinen Flüssigkeitshaushalt wieder ausgleichen!«, lachte er.
»Prost! Es möge nützen!«
Rasch hatten wir die Gläser geleert. W. stellte sie zurück.
»Du hast Deine Sache gut gemacht, W.!«
Welch ein blöder Satz dachte ich und lachte. W. drehte mich auf den Bauch und gab mir einen Klaps auf den Hintern. Ich quittierte ihn mit einem Aufquieken und wackelte provokativ mit dem Popo. Zwei weitere Klapse folgten jetzt fester, der Schmerz war schon spürbar, Wärme breitete sich in meinem Hintern aus.
»Und habe ich diese Sache auch gut gemacht?«
»Ja W.!«
»So, so! Das magst Du wohl?«
»Ja, W.!«, antwortete ich ein bisserl verlegen und kleinlaut.
Zwei weitere, jetzt richtige Schläge landeten mit lautem Knallen auf meinem Arsch, ich stieß spitze Schreie aus, rieb mir den schmerzenden Hintern.
W. packte mich unter den Bauch hob mich mit weit gespreizten Beinen auf die Knie, drückte mir die Schultern aufs Bett, so reckte ich meinen schmerzenden Hintern einladend in die Höhe. Noch zwei Schläge mit W.s flacher Hand folgten. Ich stöhnte laut auf.
»Zieh Deine Arschbacken auseinander!«, W. klang bestimmend.
Ich gehorchte, zog die Pofurche weit auf, präsentierte ihm meinen Anus. W. bedeckte meinen Hintern mit Küssen, leckte meine Furche, seine Zunge wanderte weiter hinunter, was mich narrisch machte, meine Mitte vibrieren ließ, sie verweilte an meiner Rosette, stieß in mich hinein, Schauer durchjagten meinen Körper, was meinen Lustschleim noch ärger fließen ließ. Begierig nahm W. meinen Nektar auf, schleckte meine Muschi, erforschte jede Falte meiner geöffneten Vulva mit seiner Zunge, berührte meine Knospe, knabberte an ihr, bis ich jammerte, winselte. Dann packte er mir zwischen die Beine in meine überlaufende Scheide, ich schrie auf, er schlug mir direkt auf den After, der Schmerz durchzuckte meinen Körper wie ein Blitz, ich jaulte auf. Unwillkürlich ließ ich meine Pobacken los. Als Quittung bekam ich einen Schlag auf den Hintern. Artig zog ich meine Backen wieder auseinander. W.s Zeigefinger drang schmerzhaft in meinen Anus ein, die Bewegung seines Fingers in dieser engen Öffnung brachte mich aus der Fassung, ließ mich aufquieken, machte mich nun völlig willenlos. Gänzlich überwältigt wurde ich, als W. mit seinem Daumen auch noch meinen Kitzler reizte. Mein Unterleib bebte, meine Schamlippen pulsierten, mein weißlicher Lustschleim rann aus mir heraus, tropfte auf die Bettdecke. W.s Finger bohrten sich noch tiefer in meinen After. Die Mischung aus Lust und Schmerz ließ mich, begleitet von einem lustvollen Aufstöhnen, explodieren. Erneut spritzte ich einen Schwall meines Saftes heraus. W. ließ mich meinen Orgasmus auskosten, mich zur Ruhe kommen, richtete mich dann auf, griff mir unters Kinn, hob meinen Kopf an, küsste mich innig, streichelte meine Wangen, strich mir, meine wirren, noch feuchten Haare aus dem Gesicht, den Schweiß von der Stirn.
»Ich werde Dich jetzt ficken, Constanze!«
W. nahm mich von hinten, nahm mich in der Missionarsstellung, setzte mich auf seinen Schwanz, ließ mich ihn reiten, dann ihn lutschen, bis er mir sein Eiweiß in den Gaumen spritzte. Ich streichelte und kitzelte W., der sich ermattet auf dem Bett ausstreckte.
»Bist Du kitzelig, W.?«, lachte ich.
Anstatt einer Antwort ergriff er mich, drehte mich auf den Rücken, begann nun mich zu kitzeln, dass ich aufjauchzte. Wir alberten, balgten herum, wir lachten, küssten, leckten uns. W. legte mich übers Knie, schlug mir klatschend auf den Hintern, ich strampelte mit den Beinen, quietschte vor Lust und Schmerz. Rasch hatte W.s Penis sich wieder erhoben, wir fickten in allen erdenklichen Stellungen unersättlich, wir lachten, kicherten, ich quiekte, jammerte vor Lust.
W. spuckte mir auf den After, er wollte mich in meinen engsten Zugang nehmen.
»Nein, W., bitte jetzt noch nicht. Ich bin da noch Jungfrau!«
W. küsste mich, streichelte mir den Hintern, gab mir einen Klaps darauf.
»Dann werden wir uns das für später aufsparen, Liebling!«
W. ersetzte seinen Schwanz durch einen Finger, tauchte in meinen Anus ein, zwängte erneut die Rosette auf, penetrierte mich zunächst sanft in den Arsch. Die ein bisserl brennende Reizung dieses Zugangs war so anders, ich begann den leichten Schmerz in dieser unterwürfigen Stellung zu genießen, gab mich völlig der Penetration willenlos hin. Als W. einen zweiten Finger in das enge Loch drückte, biss ich mir auf die Lippen, um den Aufschrei zu unterdrücken. Mit der anderen Hand griff er mir erneut in meine pudelnasse, verschleimte Vagina, seine Finger drangen tief ein, sein Daumen rieb meine prall geschwollene und zuckende Knospe. Ich jammerte und winselte. Ich packte W.s Schwanz, wichste ihn wie wild.
»Wenn ich spritze, kommst Du auch!«, flüsterte mir W. ins Ohr. Wir explodierten gleichzeitig, W. schnaufte laut, ejakulierte sein Sperma in Schüben, ein Schwall meines Nektars spritzte aus mir heraus, während W. mich weiter penetrierte, mein Körper zuckte vor Lust konvulsiv.
Ermattet gönnten wir uns eine Pause, mit gierigen Schlucken trank ich den, mir von W. gereichten Wein.
Ich nahm W.s etwas erschlafften Schwanz in den Mund, er schmeckte nach uns, nach unserer Lust, nach unserer Geilheit. Ich liebkoste ihn mit meinen Lippen, umfuhr den Kranz mit meiner Zunge. Rasch wuchs er in mir, ließ ihn frei, setzte mich, mit dem Rücken seinem Gesicht zugewandt, auf seinen Luststab und pfählte mich. Es wurde ein wilder Ritt.
Endlich, mitten in der Nacht, längst wusste ich nicht mehr, wie oft ich gekommen war, waren wir so geschafft, befriedigt, voller Glückshormone, dass wir uns nur noch eng aneinander gekuschelt in den Armen lagen. Aufgewühlt, wie wir waren, war an Schlaf noch nicht zu denken. Und ich musste reden, reden mit W., den ich während unseres wilden Vögelns begonnen hatte, Schatz zu nennen, er hatte es mir gleichgetan, nannte auch mich Schatz oder Liebling. Ich streichelte W. über seinen Bauch, seinen jetzt schlaffen Penis, was ihm fühlbar gefiel.
»Schatz, mir brennt etwas auf der Seele, ich habe heute für Dich zwei Grundsätze über Bord geworfen.«
W. hatte die Türe zu meiner Seele einen Spalt weit geöffnet. Er richtete sich halb auf, im schwachen Licht des Nachtkastenlämpchens sah ich seinen fragenden Blick, ich streichelte sein Gesicht, fuhr mit den Fingern durch seine Barthaare.
»Meine Grundsätze waren: Mit keinem Mann schon am ersten Abend zu schlafen und nicht ohne Kondom oder Aids-Test.«
»Das ist nun nicht mehr rückgängig zu machen, Liebling, was kann ich tun, Dich zu beruhigen? Ich war das letzte Mal vor einem Vierteljahr beim Arzt, einen Aidstest habe ich noch nie gemacht, aber mein letzter Geschlechtsverkehr liegt schon lange zurück, damals mit T., falls Dich das beruhigt. Und bei Deinem ersten Grundsatz bin ich froh, dass Du ihm nicht gefolgt bist«, dabei strich er zart über meine Haare und küsste meine Brust.
»Schatz, dafür warst Du aber noch gut in Übung oder bist Du ein Naturtalent?«, stellte ich lachend fest. »Ja, Du hast mich wirklich ein bisserl beruhigt, nein ich bin über mich selbst beunruhigt. Nur sehr ungern werfe ich Grundsätze oder Vorsätze über Bord. Ich hoffe, es bleibt mit Dir ein einmaliger Ausrutscher. Und noch etwas, ich möchte nicht, dass von Beginn an Unaufrichtigkeiten oder Geheimnisse zwischen uns stehen, deshalb solltest Du noch etwas von mir wissen, was Dich vielleicht schockiert und Du nicht akzeptieren kannst. Wenn es so sein sollte, dann werden wir uns trennen und diese Nacht in schöner Erinnerung behalten. Ich habe hin und wieder Sex mit Frauen, lesbische Liaisons, Liebesschaften, Freundschaften, der Sex, das Vergnügen ist dabei die Hauptsache. Diese Neigung ist ein untrennbarer Teil von mir, es gibt mich nur ganz oder gar nicht. Und ich werde dir gewiss keine Einzelheiten von diesen Verhältnissen erzählen, sie bleiben mein Geheimnis. Bist Du jetzt schockiert?«
W. schwieg eine Weile, ich hörte seinen gleichmäßigen Atem, kämpfte er mit sich?
»Du überraschst mich immer wieder und wir kennen uns jetzt erst einen halben Tag, nein, überhaupt nicht, es passt zu Dir, Constanze! Und ich freue mich, dass Du so offen bist! Nein, es stört mich nicht.«
Seine Antwort hatte mich mehr als überrascht.
»Wenn Du mir das Gleiche in Bezug auf Männer gesagt hättest, wäre ich gleich fort!«
Ich kuschelte mich eng an ihn, küsste ihn. Er nahm mich in seine Arme.
»Ich bin Dir so dankbar, Schatz, Du hättest mich sonst in einen großen Konflikt gestoßen. Es hätte mich zu einer Entscheidung gezwungen, die ich nicht hätte treffen wollen! Und noch etwas musst Du wissen, Du hast mich heute geschlagen, zwar zart, aber doch, Du hast mir Schmerzen zugefügt. Ich wünsche mir mehr, ich möchte, dass Du mein Gebieter wirst, aber mich als emanzipierte Frau respektierst, achtest, mir Nähe und Geborgenheit gibst. Wie genau weiß ich heute noch nicht. Noch kann und will ich nicht Dir meine Phantasien und Träume offenbaren.«
»Constanze, ich li…«
Ich legte ihm meinen rechten Zeigefinger auf die Lippen.
»Nein, nicht, für diese drei Worte ist es noch zu früh!«
W.s Umarmung wurde noch fester, in seinen Armen fühlte ich mich geborgen, ich legte meinen Kopf in seine Halsbeuge, umschlang seinen Oberkörper und schlief zufrieden ein.
Der nächste Morgen begann spät, es war bereits hell, der Regen hatte sich verzogen, die Sonne schien herein. Unsere Nähe der Nacht war nicht verflogen, der Kater, die Ernüchterung am Morgen danach stellte sich nicht ein. Rasch duschten wir gemeinsam. W.s Schwanz stand bereits wieder, ich ging in die Hocke und nahm ihn tief, würgte, Speichel rann aus meinen Mundwinkeln, bevor er kam, entließ ich ihn. Seine Morgenladung landete in meinem Gesicht und an den Kacheln.
Wir rubbelten einander ab. Meine Muschi und der Hintern taten noch ein bisserl weh. Ich erschrak, als ich meinen Po im Spiegel sah, er war hübsch bunt. W. streichelte ihn zärtlich, rieb ihn mir sacht mit Bodylotion ein.
Wir gingen frühstücken, das Sitzen brachte mir jeden von W.s Schlägen in Erinnerung. W. lächelte, als er bemerkte, wie ich auf dem Sessel hin und her rutschte. Etwas gepresst lächelte ich zurück. Wir alberten herum, fütterten uns gegen-seitig, ich stellte W. zwei weich gekochte Eier hin.
»Die kannst Du gebrauchen!«
Wir lachten, einige andere Gäste schauten etwas missbilligend zu uns herüber.
Um elf Uhr mussten wir uns trennen, der Abschied tat weh. Am Bahnsteig der U 4 trennten sich unsere Wege, eng umarmt küssten wir uns, ich konnte meine Tränen nicht zurückhalten. W. wischte sie mir zärtlich aus dem Gesicht, auch er hatte glänzende Augen, war den Tränen nahe. Ein letzter Kuss und er verschwand rasch in der eingefahrenen U-Bahn, ein letzter Blick aus dem Fenster, ein kurzes Winken.
Ich konnte jetzt nicht nach Hause, ich benötigte Abstand, brauchte Abstand vom Erlebten, brauchte auch Abstand von mir selbst. Ich war mit W., einem Mann, den ich nicht mal einen Tag kannte, über Grenzen gegangen, hatte Dinge geschehen und getan lassen, die über das hinausgingen, was ich mir noch vorgestern nicht vermocht hätte vorzustellen. Und die Selbstverständlichkeit, mit der ich W. gehorchte, mich von ihm ohne ernsthaften Widerspruch hatte nehmen lassen, machte mir Angst. Wenn W. es mir befohlen hätte, wäre ihm auch mein engster Zugang offen gestanden. Jetzt, da ich alleine war, erkannte ich die Ambivalenz des Geschehenen, der Nacht. Beinahe körperlich schmerzhaft spürte ich dieses Bedürfnis nach einem dominanten Mann, der meine masochistischen Phantasien real werden ließ, die mich schon lang quälend begleiteten, und bei dem ich mir vorstellen konnte, mit ihm eine respekt- und liebevolle Partnerschaft führen zu können. Während ich durch den Schönbrunner Schlosspark schlenderte, wärmte die Sonne mich, überkamen mich wieder Zweifel. Insbesondere die Tatsache, dass ich mich von W., trotz meiner Grundsätze, gleich am ersten Abend hatte ficken lassen, zudem noch ungeschützt, machte mir schwer zu schaffen, auch deswegen, weil nicht er mich gedrängt hatte, nein, ich war es gewesen, die sich ihm rückhaltlos anbot. Das Unbehagen löste weniger die Furcht vor Aids aus, mehr der Umstand, dass ich noch menstruierte, wenn auch schon etwas unregelmäßiger. Claudia, meine befreundete Ärztin, hatte es als die Vorboten meiner Menopause und als Folge meines derzeitigen beruflichen Stresses diagnostiziert.
Ich muss W. anrufen, ging es mir durch den Kopf. Noch heute Nacht hatte ich ihm gesagt, dass ich keine Geheimnisse in einer Beziehung wollte. Ja, wollte ich überhaupt eine Beziehung, wenn ja, könnte es wohl nur eine Fernbeziehung werden. W. und ich hatten unser soziales und berufliches Umfeld, das wir gewiss nicht aufgeben würden. Wie könnte sich eine Beziehung mit W. entwickeln, würde die Entfernung uns nicht rasch wieder fremd werden lassen. Was mich aber noch mehr beunruhigte, geradezu beängstigte, war die Tatsache, wie ich mich verhalten hatte, war die zeitweise Abwesenheit meines nüchternen Verstandes. Ja, gewiss, die Sexualität war nie rational, aber bei mir hatten sich die sexuellen Phantasien in einer, mich beängstigenden Weise meines Wollens bemächtigt. In meinen lesbischen Liebschaften, Abenteuern hatten mich nie derartige Gedanken beschäftigt, hatte nie von meinen geheimen Phantasien erzählt, hatte auch nie den Wunsch gehabt, mich einer meiner Freundinnen zu unterwerfen. Ich versuchte, mein Verhalten zu analysieren, ich wollte über mich im Klaren sein. Gab es eine zweite Persönlichkeit in mir, eine devote Frau, eine Sklavin, die ihre Phantasien ausleben wollte und die ich immer versteckte, eingesperrt hielt, auch vor mir selbst, die, die emanzipierte und rational denkende Frau, die Frau des realen Lebens nicht akzeptieren wollte. Ließ sich die Sklavin nicht mehr wegsperren, seitdem sie W. getroffen hatte, den Mann, den sie wollte, der ihre Wünsche erfüllen sollte? Ich hatte immer mit masochistischen Phantasien gelebt, mir jetzt vorzustellen, sie könnten real werden, war das eine, zu erleben, dass es tatsächlich so wäre, war etwas völlig anderes.
Ich setzte mich ins Café ›Gloriette‹, auf die Terrasse, bestellte eine Schokolade mit viel Schlagobers extra, beobachtete die Touristen, die Leut‘, die ihre Hunde ausführten.
Je länger ich darüber nachdachte, umso klarer nahm ich die Sklavin in mir wahr. Sie wollte nicht mehr weggesperrt, nicht mehr versteckt werden, wollte ihr Recht auf Leben, auf die Erfüllung ihrer Lust und ihrer Begierden. Plötzlich sah ich klarer. Die selbstsichere, selbstbewusste, unabhängige Frau, die Juristin, trug eine Maske, hinter der sie sich gemeinsam mit der Sklavin all die Jahre versteckte, es sich eingerichtet hatte. W. war der Mann, bei dem sie den Rubikon überschritt, der sie dazu brachte, die Maske für ihn abzunehmen.
So meinen Gedanken nachhängend verbrachte ich den Tag. Den Verhandlungstermin hatte ich Karin, meine langjährige Büroleiterin, absagen lassen.
»Bist Du krank?«, wollte Karin wissen.
»Nein, ich brauche Zeit zum Nachdenken.«
Karin bohrte nicht weiter nach.
Sollte ich Dagmar, meine Stiefschwester, die Psychologin anrufen? Nein, dazu war es zu früh.
Aber W. rief ich an. Seine Stimme zu hören, weckte meine Sehnsucht, mein Begehren nach ihm, ließ mich leicht zittern, es war laut im Hintergrund, er war auf einer Tagung.
»Ist es wichtig?«
Über seine Frage war ich ein bisserl enttäuscht.
»Ja, Schatz, bitte lass uns kurz sprechen!«
Es wurde leiser im Hintergrund.
»Schön, dass Du anrufst, Constanze, ich konnte gerade nicht sprechen. Ich habe mich nach Deiner Stimme gesehnt!«
Meine Enttäuschung war wie weggeblasen, W.s Worte gefielen mir.
»Nur nach meiner Stimme, Schatz?«
»Nein!«, lachte er. »Alles andere ist nicht jugendfrei! Was machst Du gerade, was hast Du auf dem Herzen, außer meine Stimme zu hören?«
Vorsichtig erzählte ich W. von meinen Zweifeln, erzählte ihm, dass ich noch die Regel bekam und nicht verhütete, erzählte ihm über meine Ängste vor einer ungewissen Zukunft mit ihm über die Entfernung hinweg.
»W., wir müssen eine Form für uns finden! Ich kann Dich nicht mit Worten streicheln, Liebster, ich muss Dich spüren, Deine Haut fühlen, Deinen Atem auf meinem Körper fühlen.«
Über den Kampf zwischen Frau und Sklavin schwieg ich.
»Ja, Du hast recht, Liebes, wir müssen einen Weg für uns suchen, ich brauche Dich und bitte verstehe mich jetzt nicht falsch, aber dass Du Dir über eine Zukunft für uns Gedanken machst, erfüllt mich mit Freude. Lass uns später darüber reden, Constanze, ich muss wieder in die Sitzung. Eins noch, mach‘ Dir keine Sorgen, das Thema Vaterschaft ist seit einigen Jahren für mich erledigt, dafür habe ich gesorgt.«
Voller Verlangen erwartete ich W.s Anruf, nichts geschah. Wieder wuchsen die Zweifel, meine Unruhe. Ihn erneut anzurufen, über diesen Schatten wollte ich nicht springen.
Tags drauf, es war schon sehr später Abend, rief W. an, entschuldigte sich kleinlaut, er war sich seines Fehlers bewusst. Er war zum Abendessen eingeladen gewesen und wollte mich nach Mitternacht nicht mehr stören, dann sei ihm klar geworden, dass er mich nicht hätte stören können, ich hätte gewiss auf seinen Anruf gewartet. Mir traten Tränen in die Augen, ronnen mir die Wangen herab, wie gern hätte ich ihn jetzt umarmt und leidenschaftlich geküsst.
»Weinst Du?«
»Ja, Schatz!«
»Liebste, das wollte ich nicht!«
»Nein, das macht nichts, es sind Tränen der Sehnsucht, des Begehrens, Schatz!«
Und dann lud er mich zu sich in sein Haus in Ungarn ein, ein verlängertes Wochenende.
Mein Herz hüpfte vor Verlangen und Vorfreude, aber auch ein bisserl Furcht ergriff von mir Besitz, alle Gedanken kreisten um seine Worte, die mich beben ließen: ›In fünf Tagen also und mache Dich hübsch für mich!‹
Früh ging ich zu Bett, zu früh. Aus einem wirren Traum erwachte ich schweißgebadet. Die Zweifel überfielen mich wieder, konnte mich ihrer nicht erwehren. Die Frau und die Sklavin, dieser Begriff ging mir nun nicht mehr aus dem Sinn, kämpften in mir. Noch hatte sich kein Ausgleich zwischen diesen beiden Kontrahentinnen gefunden, es würde gewiss noch lange dauern. Die Frau musste über die Sklavin wachen, die Kontrolle behalten, damit sie nicht aus der Gefangenschaft entwich.
Frau und Sklavin hatten Verlangen nach W., dem Mann, bei dem sich die Frau respektiert, geachtet, anerkannt, geliebt, geborgen und behütet fühlte, an dem sie sich anlehnen konnte, mit dem sie Sex haben wollte und dem Gebieter, dem sich die Sklavin unterwerfen konnte, der über sie bestimmen sollte, dem sie erlauben würde sie zu fesseln, sie zu schlagen mit seinen Händen, mit der Peitsche, der sie nehmen sollte, wann immer ihm danach war und der sie liebevoll auffangen und trösten sollte, wenn sie die Schmerzen ertrug, sie weinte und wimmerte. Und dieses Verlangen nach Unterwerfung, Demütigung, nach Schmerz wuchs beständig, wurde immer größer, begehrender, begann die Oberhand über die Frau zu gewinnen, meine Gedanken zu beherrschen.
Sollte ich mich erproben, versuchen den Zwiespalt zwischen der Frau und der Sklavin in mir versuchen zu überbrücken, oder sollte ich mich vielmehr für eine der beiden entscheiden? Diese Gedanken begannen meine alltäglichen, meine beruflichen Aktivitäten zu beeinträchtigen, mich zu lähmen.
Ich brauchte Gewissheit, die nüchtern denkende Juristin wollte ein Gespräch mit W.
Konnte ich mir W. sicher sein, wollte er sowohl die Frau als auch die Sklavin? Die Ungewissheit nagte in mir, würde W. mir, der Frau und der Sklavin die Freiheit lassen, mich erst noch zu finden, was, wenn ich mich anders entschiede? Ich musste mit W. reden, war fest entschlossen.
Das lange Bad im duftenden Wasser ließ mich ein bisserl zur Ruhe und Besinnung kommen.
Der Tag verlief nicht meinen Erwartungen entsprechend. Während der Vertragsbesprechung in meiner Kanzlei kreisten meine Gedanken immer wieder um W., wie er mich in der Nacht im Hotel genommen, ich mich ihm unterworfen hatte, er mich bis zur Erschöpfung fickte, ich so zahlreiche Orgasmen hatte, wie in keiner Nacht zuvor. Es wurde feucht in meinem Seidenhoserl. Unkonzentriert und unambitioniert folgte ich den Verhandlungen. Das Ergebnis war zwar okay, mir aber gefiel nicht, dass ich mich so passiv, mitunter abwesend, dann wieder fahrig gezeigt hatte, war ich es doch von mir gewohnt und meinen Klienten schuldig, dass ich Besprechungen zielstrebig, mit Durchsetzungsvermögen zum gewünschten Ergebnis lenkte.
Karin, schon auch ein bisserl eine Freundin, sah mich mehrmals besorgt an.
»Constanze, mit Dir stimmt etwas nicht, was ist los mit Dir? Geht’s Dir gut?«, fragte sie, als wir alleine waren.
Ich schüttelte die Gedanken ab, schaute sie lächelnd an.
»Danke ja, Karin! Ich musste nur an etwas anderes denken.«
»An etwas oder wen anderes? Bist Du verliebt? Deine Augen haben so einen Glanz!«
Ich wurde rot: »Ja, ich glaube ja!«
Von meinen Zweifeln sprach ich nicht, da war sie wieder, die Maske.
In meiner Wohnung kehrte die Unruhe zurück, die Sehnsucht, die W. mit seinem Anruf in mir geweckt hatte, war qualvoll, bittersüß.
Ich musste mich ablenken, warf mich aufs Bett, schloss die Augen, kuschelte mich in die Kissen, drückte Teddy fest an mich. Der Plüschkerl hatte schon viel aushalten müssen, mir Trost gespendet, aber auch glückliche Stunden mit mir geteilt, viele meiner Tränen in sein, inzwischen arg abgenutztes Fell, aufgenommen: Liebeskummer, meine Verzweiflung als ich die Krebsdiagnose erhalten hatte, er lag in meinen Armen während der Operation, aber auch Freudentränen, als ich meine Matura-, später meine Magisterprüfung bestanden hatte … Jetzt schenkte er mir Trost in meiner Sehnsucht, in meinem ungestillten Verlangen nach W. Rasch fand meine rechte Hand den Weg unter meinen Rock, in mein durch-nässtes Seidenhoserl. Mein Mittelfinger tauchte in die warme Grotte, suchte den G-Punkt, während der Daumen meine längst geschwollene, aufgerichtete Knospe, die nach Berührung verlangte, umkreiste, sie rieb und der Zeigefinger mein kleines empfindliches Löchlein liebkoste. Nicht lang‘ und ich kam laut stöhnend, griff mit Links in die Bettdecke, krallte mich förmlich darinnen fest. Mein Liebessaft rann aus mir heraus, während ich den mir selbst verschafften Orgasmus, meine Lust auskostete. Aber meine Begierde war nicht wirklich gestillt, das würde nurmehr W. vorbehalten sein. Die Ruhelosigkeit befiel mich von Neuem, holte mich ins Jetzt zurück.
Irgendetwas musste ich tun, bei dem ich ein Erfolgserlebnis haben würde, zunächst versuchte ich es mit Abwaschen, aber das war so rasch erledigt und lenkte nicht wirklich ab. Also stürzte ich mich auf meine Klamotten, warf alles aus dem begehbaren Schrank aufs Bett, mehrere Haufen: Kostüme, Kleider, Hosen, Jeans, Unterwäsche und dann die Schuhe … Ich sortierte alles aus, von dem ich dachte, dass es W. nicht gefallen würde. Da waren zunächst die Strumpfhosen, die landeten komplett im Altkleidersackerl, dann die Unterwäsche und Tops, alles, was in meinen Augen nicht sexy genug war, folgte. Und was sollte ich mit den Leggings machen? Ich probierte einige an, die, in denen mein Po besonders vorteilhaft zur Geltung kam, behielt ich. Bei den Hosen und Jeans waren Entscheidungen schon schwieriger, noch schwieriger bei den Kostümen, Kleidern, Röcken. Eigentlich war da nicht allzu viel auszurangieren, die Businesskostüme standen eh nicht zur Diskussion und was hatte W. gesagt: ›Du weißt, dich sehr erotisch zu kleiden!‹ So fielen nur einige, ohnehin nicht mehr wirklich moderne Hosen, Röcke und Kleider meiner Aufräumwut zum Opfer. Alles andere sortierte ich neu, die kurzen Kleider und Röcke kamen nach vorn, die Hosen ganz nach hinten. Bei den Schuhen war die Auswahl wieder leichter. Einige zwar bequeme, aber schon etwas ausgetretene und eher sportliche Alltags- und Freizeitschuhe, einige ältere Sneaker kamen in ein extra Sackerl für die Altschuhsammlung.
Erschöpft, aber zufrieden mit mir, ließ ich mich in den Fauteuil sinken, betrachtete die gut gefüllten Sackerls. In den nächsten zwei, drei Tagen würde ich shoppen gehen müssen.
Am nächsten Tag konnte ich der Kanzlei frühzeitig entweichen, fuhr in die Innere Stadt. Meine Lieblingsdessousboutique war mein Ziel. Etwas verlegen, ja beinahe verschämt betrat ich den kleinen Laden. Die junge Bedienung begrüßte mich wie immer herzlich mit Busserl. Ein bisserl zierte ich mich, fühlte mich, wie ein junges Mädel, das zum ersten Mal Strapse kauft, um ihren Freund zu überraschen. Die Verkäuferin schaute tatsächlich etwas verblüfft, als ich meine Wünsche äußerte. Zwar hatte ich schon immer mal sexy Dessous für mich, hin und wieder auch für eine meiner Liaisons gekauft, aber so explizit frivol erotische Teile, wie im Schritt offene Hoserls, Bodys, winzige Strings waren bisher kaum dabei gewesen. Umso mehr Freude schien es der Bedienung nun zu bereiten, solche Stücke auf dem Tresen vor mir auszubreiten. Dass ich keine BH brauchte, wusste sie, kannten wir uns seit einigen Jahren. Jetzt aber suchte sie raffinierte Oberteile für mich heraus, Bralette und Bustiers, die auch ich, eine Frau ohne Brüste tragen konnte, ebenso eine Corsage aus roter Spitze, die sonst die Brüste der Trägerin freigelassen hätte. Die ›Geschichte der O‹ ging mir durch den Kopf. Ich lächelte versonnen, stellte mich darin vor, wie W. mir den Hintern versohlte oder mich mit der Peitsche schlug und mich nahm in meinem engsten Zugang.
Eine Stunde später, bepackt mit drei großen Sackerln, voller sündhaft teurer erotischer Unterwäsche und einer Adresse eines Fachgeschäftes für Lack- und Lederdessous, führte mich der Weg ins nächste Caféhaus. Ich suchte mir einen der kleinen runden Tische, etwas abseits, nahe am Fenster. Hier konnte ich mir unbeobachtet meine Neuerwerbungen nochmals anschauen, malte mir aus, wie ich W. damit überraschen, er mich darinnen ficken würde.
»Was darf's sein, gnä‘ Frau?«
Der Ober riss mich aus meinem Tagtraum, rasch schob ich ein rotes, im Schritt offenes Spitzenhöschen zurück in die Verpackung.
Bei heißer Schokolade mit Schlag und Wiener Apfelstrudel hing ich wieder meinen Gedanken nach. W. hatten meine Beine gefallen. Neue High Heels mussten noch her, Schuhe mit Absätzen, wie ich sie noch nie getragen hatte.
Zielstrebig verließ ich das Café, das Schuhgeschäft am Graben hatte High Heels mit waffenscheinpflichtigen Absätzen in der Auslage. Die weinroten Stilettos mit 14 Zentimeter Absatz, die ich anprobierte, saßen bequemer, als ich erwartet hatte. Ich holte tief Luft und machte einige Schritte hin und her, betrachtete meinen Gang im Bodenspiegel, in dem nur meine Beine bis zum Rocksaum zu sehen waren. W. hatte recht, ich hatte schöne Beine und ich spürte, wie mich die Heels zu einem aufrechten, grazilen Gang zwangen, wie meine Waden und mein Hintern gestrafft wurde, Brust raus, Bäuchlein rein.
»Die Schuhe passen phantastisch zu Ihnen!«, bemerkte die Verkäuferin anerkennend.
Die High Heels waren gekauft, ein Paar schicke, recht flache Slingpumps im gleichen Rot ergänzten den Kauf, denn Autofahren mit den Heels war dann doch wohl nicht angebracht.
Beladen mit den Einkaufssackerln begab ich mich rasch nach Hause, ich wollte mich betrachten, ungestört, mich ausprobieren. Wie würde W. reagieren, wenn ich mich für ihn in den erotischen Dessous zeigte, mich für ihn so sexy frivol herrichtete. Im Hotel hatte ich ihm mit den Halterlosen und den Pumps jedenfalls gut gefallen.
Die Auswahl fiel mir nicht leicht, in welchen der Teile ich mir am besten gefiel. Für das kommende Treffen mit W. wählte ich bordeauxrote Stücke, sie würden perfekt zu meinem grauen Businesskostüm passen, in dem ich W. im Zug so gut gefallen hatte, ein Set aus einer Spitzencorsage, die die Narben auf meiner Brust gerade noch erkennen ließ und einem Slipouvert. Die langen Strumpfhalter reichten bis zu den breiten Rändern der schwarzen Strümpfe. Ich betrachtete mich im großen Wandspiegel meines Schlafzimmers, drehte mich um mich selbst, mein Po kam gut zur Geltung, ich gefiel mir.
›Wie wird er ausschauen, nachdem W. ihn mit einer Gerte liebkost hatte?‹, fragte ich mich.
Den Einkauf in der Boutique für Lack- und Leder verschob ich einstweilen, ich war viel zu wurlert, um in einem solchen Laden meine Geilheit verbergen zu können.
Meine Sehnsucht und mein Begehren nach W. stiegen stetig, je näher der Tag unseres Treffens in W.s Haus in Ungarn heran-nahte. Ich musste mich ablenken.
Ich fuhr mit dem Aufzug ins Mezzanin und holte mir ein dickes Bündel Akten aus der Kanzlei, Karin schaute mich verwundert an. Aber Ablenkung durch Arbeit funktionierte auch nicht.
Die Erinnerungen der letzten Tage, meine Gedanken, fuhren Ringelspiel mit mir. Die Sklavin forderte immer vehementer ihr Recht. Ich legte mich aufs Bett, meine Hand suchte den Weg unter meinen Rock, da war keine Strumpfhose mehr, nur ein winziges Spitzenhöschen. Meine Hand hielt plötzlich inne, hatte ich W. versprochen, nicht zu onanieren, wollte er das überhaupt? Projizierte ich meine Phantasien, dass es der Sklavin verboten sei, sich selbst Lust und Erfüllung zu verschaffen, auf W.s Wollen? Warum fühlte ich mich zur Enthaltsamkeit verpflichtet? Erwartete ich, dass W., als mein Gebieter, es mir verbieten würde? Wenn ja, W. war noch nicht mein Gebieter. Ich wischte die Gedanken beiseite, meine rechte Hand schob sich in den Saum des Höschens, auf meinem Hügel sprießten kratzige Borsten. Der Gedanke, wie W. mich rasieren würde, wie er mich dort einseifen, mit einem altmodischen Nassrasierer auf dem vorgewölbten Hügel nur makellos glatte Haut hinterlassen, er sich den empfindsamen Falten meiner Vulva mit Gründlichkeit und Sorgfalt widmen würde, überwältigte mich. Ich masturbierte heftig, drei Finger tauchten in meine nasse Grotte, tief, fanden meinen G-Punkt, der Daumen rieb und drückte meinen Kitzler. Meine Bewegungen wurden immer schneller, mein Becken rotierte, zuckend war ich dem Höhepunkt nahe. Mit einem klagenden Seufzer kam es mir konvulsiv zuckend, heftig spritzte ich in mein Höschen. Erschöpft und gelöst streckte ich mich auf dem Bett aus, suchte mit der nassen Hand nach Teddy, drückte ihn fest, gab ihm ein Küsschen. ›Und du kleiner Kerl, schaust mir mit deinen Knopfaugen schamlos zu‹, ich lachte laut. Die Frau war befriedigt, die Sklavin musste warten.
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