Begegnung mit Ihr
Lange hab’ ich nichts mehr von mir hören lassen, vieles kann dazwischen, es passte halt nicht. Hier nun ein Text von meinem Herrn, der hier nicht im Mitgliederbereich unterwegs ist. Ich finde seinen Text über mich aber sehr erotisch, vielleicht geht’s euch ebenso.
LG aus Wien
Constanze
Eine Begegnung mit Ihr
Ich stehe am Bahnsteig, erwarte den Zug, den Zug, der sie mir bringen wird. Sie, Constanze, meine Geliebte, Gefährtin, Gespielin, die Frau, die ich verehre und begehre, liebe, die stolze Frau, die mich begehrt, mich, ihren Geliebten, ihren Gebieter.
Unruhe erfüllt mich, die schmerzende Sehnsucht wird ein Ende haben, wird sich wandeln in grenzenloses Verlangen, in eine Begierde nach ihrem Körper, nach ihrer Haut, von der ich jede Stelle kenne, die ich liebkosen werde, nach ihrer Wärme, nach ihrer Zartheit, nach ihrer devoten Lust, nach ihrer Verletzlichkeit. Und ich werde von dieser stolzen Frau Besitz ergreifen, werde ihre zarte Haut verletzen, werde ihren Körper zeichnen. Sie wird sich winden in den Fesseln, mit denen ich sie anbinden werde, wird nach Schmerzen verlangen, wird betteln, sie zu benutzen.
»Lascia ch'io pianga!«
Und Constanze wird sich mir öffnen, mir den Weg in ihre Seele erlauben, wird uns gemeinsam das Tor in diese Welt, die so anders, so befremdlich ist, die kaum beschreibbare Gefühle von uneingeschränkter Vertrautheit, gegenseitiger Verletzlichkeit, Macht und Unterwerfung, Lust und Schmerz zulässt, aufsperren.
Der Zug hält, da erblicke ich sie zwischen all den Menschen, sehe ihre schönen Beine, lang, in hauchdünnes Schwarz gehüllt, vom kurzen Rock kaum verborgen, ihren bezaubernden Gang auf den hohen Absätzen, der mich aus der Fassung bringt, mich verrückt macht nach ihr, mich erregt.
›She's a lady, she is mine!‹
Ja, sie ist eine Lady, sie ist meine Lady. Und sie entdeckt mich, lacht mich an, wirft provokant ihren Kopf in den Nacken, ihre langen, aschblonden Haare fallen in Wellen über ihre Schultern. Ich erblicke den schmalen Reif aus dem edlen Metall, dem ewigen Metall, der ihren Hals eng umschließt, den sie mit Stolz, Selbstbewusstsein, ja beinahe hochmütig als sichtbares Zeichen ihrer Unterwerfung trägt, der Kühle und Eleganz ausstrahlt. Rasch kommt sie auf mich zu, lässt die Reisetasche fallen, umschlingt meinen Hals. Der Duft ihres Lieblingsparfüms umgibt sie. Ich fordere ihre dunkelroten Lippen, ihren Mund, ihre Zunge. Warme Süße erfüllt mich, als unsere Münder verschmelzen. Wir küssen uns, wie nur Gebieter und folgsame Geliebte sich küssen können.
»Ich habe Dich vermisst, Deine Küsse, die mir die Sinne rauben!«
Ihre Stimme ist ganz leise, beinahe ein Flüstern. Meine Hände erkunden ihren Hintern, rund und fest, nehme ihn in Besitz unter ihrem kurzen Rock, fühle, er ist nackt, so wie ich es von ihr erwarte, greife fester zu. Constanze ergibt sich meiner Berührungen, fügsam, devot, stöhnt leise, ich weiß, sie genießt es. Behutsam entlasse ich sie aus meinem festen Griff. Strahlend lacht sie mich an. Ihre Augen glänzen.
»Endlich! Deine Nähe, Deine Wärme hat mir gefehlt, Deine Liebkosungen, die zarten und die harten!«, haucht sie leise.
Erwartung klingt aus ihrer Stimme. Ja, ich werde sie erfüllen, werde sie benutzen, werde ihren Körper zeichnen, mit der Gerte, mit der Peitsche …
Und sie wird die Spuren, die Striemen mit Würde und Stolz tragen.
Ich ergreife ihre Tasche, sie hakt sich bei mir ein, drückt sich eng an mich.
Wie stets habe ich unser Hotelzimmer reserviert, es erwartet uns, ist bereit für uns, ist bereit für unsere Leidenschaft, unser Begehren, hier die Erfüllung unseres Verlangens zu zelebrieren. Alles ist hergerichtet. Röte tritt in Constanzes Gesicht, als sie den gedeckten Tisch betrachtet, die Instrumente unserer Lust, die Führleine, die roten Rosen, die Kerzen, die ich entzünde, den Sekt.
Ein Knopfdruck auf der Fernbedienung und die CD mit unserer Musik beginnt, der Sound nicht nur dieser Nacht.
Ich spüre, Constanze ist aufgeregt, unruhig. Ich küsse ihre Hand, wie man eine Dame begrüßt, wie ich meine Dame begrüße. Dann ziehe ich sie leicht an mich, wir beginnen uns zu Eva Cassidys sanfter Stimme ›Fields of Gold‹ zu bewegen, langsam, immer enger. Constanze drückt sich fester an mich, unsere Münder suchen sich, finden sich.
Als der Song ausklingt, öffne ich den Sekt, das prickelnde Getränk perlt in den Kelchen.
»Auf uns, auf meine geliebte Constanze!«
Die Gläser klingen hell, Constanze trinkt hastig in raschen Zügen. Ich lasse mich im tiefen Lederfauteuil nieder, betrachte die Frau meiner Leidenschaft. Sie weiß, ich will sie jetzt nackt sehen; sie senkt den Blick. Schweigend beginnt sie sich zu entkleiden, entkleidet sich für mich, öffnet den eleganten, bordeauxroten Kostümblazer, reicht ihn mir, sie ist nackt darunter, entblößt ihre flache, glatte, verletzliche Brust, lässt mich diese Verletzlichkeit, ihre kaum mehr sichtbaren, feinen Narben sehen und auch die nur noch schwach rosa Spuren unserer Lust. Ich betrachte sie, Lust steigt in mir auf, lässt mich anschwellen. Ich erhebe mich, küsse die Narben, spüre sie mit den Fingern nach, sie erzittert unter dieser Berührung, fahre ebenso die beinahe verblassten Striemen nach, die zu erneuern sie mich bitten wird, lasse sie stöhnen. Ich trete zurück. Sie lässt ihren kurzen Rock zu Boden gleiten, steigt hinaus. Ich hebe ihn auf, führe ihn an meine Nase, ziehe ihren Geruch ein. Die stolze Frau, die ich begehre, steht nackt, nur in High Heels und schwarzen Strümpfen vor mir, welch ein Kontrast zu ihren hellen, von zart rosa Streifen gezeichneten Schenkeln. Ein feiner Film ihres Schweißes lässt ihre Haut glänzen. Wieder setze ich mich, beobachte sie, spüre wieder ihre Unruhe, Ungeduld, ihrer Anspannung. Sie hält den Blick gesenkt. Langsam dreht sie sich um ihre Achse, sie ist bereit sich mir zu unterwerfen, bereit für unsere Rituale.
Pure Erotik.
Ich gebe ihr ein Zeichen, sie tritt vor mich. Auf ihrem Hügel ist es nachgewachsen, sacht streife ich mit dem rechten Handrücken darüber. Ich spüre die borstigen Härchen, meine Hand wandert tiefer, Constanze erschauert, stöhnt, eine Gänsehaut überzieht ihren Körper. Ihre Nässe benetzt meine Hand, tief sauge ich den Duft ein.
Über die Bettbank ist das große Handtuch gebreitet. Constanze reicht mir das Rasierzeug, den weichen Pinsel, die Seife in der Schale, die ich mit warmen Wasser zu Schaum aufschlage. Bereit für das Ritual legt sie sich auf die Bank, spreizt weit ihre schwarz bestrumpften Beine. Die helle, von den blass rosa Streifen gezeichnete Haut ihrer Schenkel wirkt noch verletzlicher. Sie öffnet sich weiter, lässt mich die Ringe, den Schmuck, den mein Name ziert, den sie nur für mich als ihrem Gebieter an ihrer intimsten Stelle trägt, sehen.
Sorgfältig seife ich sie ein, lasse keine Falte aus. Unter der Berührung des Pinsels stöhnt sie auf, zuckt heftig zusammen als ich ihre dunkelrosa, erregte, geschmückte Klitoris streife. Dann liegt sie ruhig, erwartet voller Vertrauen, dass ich die Rasur zelebriere, lässt mich die scharfe Klinge in Bahnen über ihre empfindliche Haut ziehen, vorsichtig, behutsam, zart, immer weiter öffnet sich ihre Vulva. Ihr Nektar mischt sich mit dem Schaum. Keine Furche, keine Falte, keinen Winkel entgeht der Klinge. Der weiche Waschhandschuh lässt die Reste des Schaums verschwinden. Ich betrachte mein Werk, ihr gewölbter Hügel makellos glatt, ihre krausen, beringten Lippen, der Eingang zu ihrer Lust, glänzen feucht, dunkelrot erregt. Ich küsse sie, meine Zunge fährt die Wege des Rasierers nach, kein winziges Härchen entdeckt sie.
»Dreh Dich um, knie Dich hin, den Oberkörper auf die Bank!«
Constanze folgt, folgt gehorsam. Zart streiche ich ihr über den Rücken, fahre mit den Fingerspitzen die Kontur ihrer Wirbelsäule nach, ende nicht an der tiefen Furche zwischen ihren Backen, eine Berührung, die sie erbeben, klagen lässt. Langsam streiche ich auch die schwach roten Linien, die die Gerte, die Peitsche, der Flogger bei unserer letzten Begegnung auf ihrem Rücken hinterlassen haben, mit dem rechten Handrücken nach. Constanze seufzt, holt tief Luft, ich spüre, wie sie einen Schrei unterdrückt. Ich küsse ihren Hals, den Ansatz ihrer Haare im Nacken bis sie lustvoll fleht.
»Bitte nimm mich!«
Unsere Vereinigung ist sanft und weich, beinahe lautlos, tief und intensiv. Ich spüre wie Constanzes Becken, ihre warme Mitte immer heftiger reagiert, mich gefangen hält, ich weiß wann sie Erfüllung findet, lasse sie warten, halte sie hin.
Ich küsse ihre rechte Schulter, ihr kleines Tattoo, die Justitia. Der Kuss lässt sie zusammenzucken.
Nichts hält uns nun mehr auf, lautes, qualvolles Seufzen, lustvoll, begleitet unseren Höhepunkt. Mein Eiweiß und ihr Nektar mischen sich zu einem Rinnsal, das Constanze langsam verlässt.
»Danke!«, haucht sie leise.
Constanze ist jetzt bereit für mehr.
Das dunkelrote Seidentuch legt sich über ihre Augen, sie lässt es geschehen, ergibt sich mir bedingungslos, voller Vertrauen. Das Seidentuch entführt sie in eine Welt in der es nur noch hören, fühlen, riechen und schmecken gibt. Ich spüre dieses leichte Zittern, das ihren Körper erfasst, das Beben ihrer Oberschenkelmuskeln, wenn ich sie kaum merkbar berühre. Längst ist die Frau, auf die sich jetzt alle meine Sinne konzentrieren, zu allem bereit. Sie steht nun unsicher auf den hohen Absätzen, sucht Halt an mir. Ich hake die rote, lederne Führleine in den Ring an ihrem Halsreif, ziehe sie sacht daran zum Tisch, ihre Schritte sind vorsichtig, zögernd, schenke Sekt in ihren Kelch, führe ihn ihr an die Lippen, sie hält meine Hände, durstig, gierig schluckt sie.
Dann streicht meine rechte Hand über ihren frisch rasierten, makellos glatten vorgewölbten Hügel, ihre Lippen, Constanze zieht die Luft durch die Nase ein. Ich prüfe die Feuchte ihres Verlangens, die weißlich meine Hand benetzt, die ihr Lust bereitet, sie stöhnen und jammern lässt. Tief saugt sie ihren Duft ein, als ich ihr meine Hand vor die Nase führe, streckt ihre Zunge aus, schleckt sie gierig ab.
»Zeichne mich, lasse mich weinen!«, haucht sie kaum hörbar.
Langsam und vorsichtig führe ich sie zum Bett, helfe ihr, sich darauf zu legen, schiebe ihr Polster unter den Kopf und Becken. Ich lasse sie ihre Arme ausstrecken, fessele sie, nicht arg fest, mit den vorbereiteten Kordeln an den Ecken, da ist dieses leichte Zucken ihrer gestreckten, angespannten Oberarme. Ich weiß, wie empfindlich ihre Achselhöhlen sind. Sie schreit, sie lacht hell, quiekt vor Lust und Kitzel, strampelt mit den Beinen, als ich beginne sie dort zu kraulen.
»Bitte las nach, Schatz!«, jammert sie flehend.
Ich lasse von ihr ab, gehe zum Fußende, auch hier habe ich Schlaufen vorbereitet, greife ihre Knöchel, streife ihr ihre Heels ab, spreize sie weit, ziehe die Kordeln fest. Nun liegt sie vor mir, hilflos, weit geöffnet. Constanze zittert, als ich sie streichele, küsse, ihre Nässe prüfe, sanft mit der Rechten ihr Inneres erforsche, was ihr lautes Stöhnen, spitze Schreie entlockt. Sie zerrt an ihren Fesseln, als ich weiter in sie dringe, schreit klagend vor Lust und Begierde. Meine Finger finden ihren G-Punkt, Constanze brüllt ihre Lust heraus, bäumt sich auf, zuckt konvulsiv, als sie in hohem Bogen ejakuliert. Ihre klare Squirtingflüssigkeit bespritzt mich. Constanzes Puls geht rasend, sie schwitzt, ich lasse sie ihren Höhepunkt genießen, küsse sie, streichele sie sanft mit Links, bis sie sich langsam ein bisserl beruhigt, streiche ihr die wirren Haare aus der Stirn. Sanft verlasse ich sie, lautlos setze ich mich in den Fauteuil, schenke mir Sekt ein, beobachte sie. Erregt, immer noch kurzatmig und soweit die Fesseln es zulassen, windet sie sich auf dem Bett hin und her. Ich lasse sie dunsten, spüre, sie ist voller Verlangen und Erwartung, aber auch Ungewissheit, Scham und Furcht.
»Schatz, W., bist Du noch da?«, jammert sie hilflos.
Ich schweige, beobachte sie weiter im dämmrigen Licht. Ich weiß, die Ungewissheit, die Furcht, die Begierde beherrschen ihre Gedanken, haben längst Besitz von ihrem Bewusstsein genommen.
Mein Glas ist leer, leise erhebe ich mich, wechsele die CD; Barock: Händel, Bach ..., klagende Arien, laut.
Ich wähle die Gerte.
Der erste Hieb quer über die Narben auf Constanzes Brust kommt unerwartet. Obwohl nur leicht, kreischt sie schrill auf, reißt an den Kordeln. Eine dünne rosa Linie zeichnet langsam ihre Haut, wird deutlicher, zeigt mir Wirkung und Spur des Schlags. Ich küsse sie, streichele sie. Constanze stöhnt. Langsam gehe ich ums Bett, der nächste Schlag trifft dieselben Stellen, jedoch überkreuz, wieder ein kreischender Schrei, wieder liebkose ich meine gehorsame Geliebte. Ich lege die Gerte beiseite. Der Knebel aus dem gedrehten Seidentuch liegt am Tisch, ich greife ihn. Als ich Constanzes Kopf anhebe, ihr weitere Kopfpolster darunter schiebe, sie küsse, weiß sie, was nun folgen wird. Willig nimmt sie den Knebel auf, als ich ihn fest hinter ihrem Kopf verknote und ihre Haare sanft darunter hervorziehe.
Meine gezielten Schläge auf Brust, Bauch und Hüfte, ihr Becken, ihren Venushügel werden dosiert fester und härter. Der Knebel lässt nur noch unterdrücktes Jammern und Winseln zu. Tief zieht sie Luft durch die Nase ein, schnaubt laut, Speichel rinnt aus ihren Mundwinkeln. Sie weint unter dem Seidentuch, ihr Klagen rührt mich an, fordert meine Selbstbeherrschung.
»Lascia ch'io pianga!«
Ihre Tränen rinnen ihr über die Wangen, ich halte inne, streiche sie fort, küsse sie fort. Ich weiß, Constanze giert nach einem Kuss, aber sie wird warten müssen.
Ich trete ans Fußende des Bettes, schiebe die Bettbank beiseite. Wenige gezielte Schläge auf die empfindlichen Innenseiten ihrer Schenkel oberhalb der Strumpfränder und auf ihre Scham, ihre pulsierende Knospe lassen ihr Schreien selbst durch den Knebel hören.
Ich wechsele zum Flogger im Bewusstsein, welche Wirkung gezielte Schläge damit haben, welche lang anhaltende Spuren er hinterlässt.
Jeder Schlag schmerzt mich, lässt mir Tränen in die Augen treten. Der Anflug von Schonung verlangt Überwindung, Stärke und Beherrschung, steigert mein Verlangen nach dieser Frau, die sich in den Fesseln windet, zittert, zuckt, schreit, wimmert und weint, bis sie den Rubikon erreicht, den sie überschreitet, in ihre andere Welt eintritt. Nur noch leise stöhnt sie, zuckt auf, wenn ein Hieb sie trifft, sie einen Schlag von mir empfängt. Ihr Höhepunkt ist nicht mehr fern, ihre Bauchdecke, ihr Brustkorb hebt und senkt sich immer schneller, sie zieht an den Fesseln, ihre Hände greifen fest die Kordeln, die ihre Arme strecken. Dann explodiert sie, krampft konvulsiv, bäumt sich auf, zerrt an den Fesseln, wirft ihren Kopf hin und her, hebt Bauch und Becken, schreit ihre Lust in den Knebel, spritzt erneut heftig.
Ich betrachte sie, betrachte das Abklingen ihres intensiven Orgasmus, ihren verschwitzten, tief geröteten Körper. Dunkle, blaurote Striemen zeichnen ihre Haut. Ich warte lange, bis ich sie sacht berühre, streichele, sie stöhnt auf, ringt nach Luft. Ich fange sie auf, lange halte ich sie in den Armen, lasse sie weinen, schluchzen, immer wieder wische ich ihr die Tränen fort.
Als ich ihr jetzt die Fesseln löse, ihr das durchnässte Seidentuch und den Knebel abnehme, beginnt sie am ganzen Körper zu zittern. Sanft küsse ich ihr die Tränen, die ihr nun ungebremst über die Wangen rinnen, von ihren Lippen, von ihren Augen. Mit dem rechten Handrücken streiche ich ihr die verschwitzten Haare aus Stirn und Gesicht, greife ihr unters Kinn und ersticke ihr Jammern mit einem innigen, nicht enden wollenden Kuss. Als sich unsere Münder, unsere Lippen zaghaft trennen, blicke ich ihr in die verheulten Augen, trotz des Schmerzes ist da ein glückliches Lächeln. Behutsam träufele ich ihr linderndes Öl auf die Haut, sie erschauert, als ich es auf dem von mir geschundenen Körper zärtlich verteile.
Vorsichtig richtet Constanze ihren Oberkörper auf, betrachtet sich, ringt sich erneut ein Lächeln ab.
»Danke!«, flüstert sie, holt schluchzend tief Atem.
»Ich liebe Dich! Bitte verzeih mir!«, hauche ich auf ihre Lippen.
Sie streicht mir zart über den Bart. Lange betrachten wir uns, immer entspannter wird ihr Gesicht. Ich halte sie fest, presse sie an mich. Gierig öffnet sie den Mund, meine Zunge tief in ihr zu empfangen, fordere ihre Zunge zum Tanz.
Fester umfasst sie mich, schmiegt sich an meinen Körper. Sacht lege ich ihren Oberkörper zurück in die Polster, entkleide mich, komme zu ihr.
Wir suchen unsere Nähe, pressen unsere erhitzten und verschwitzten Körper eng aneinander, längst ist sie offen für mich, mühelos finde ich den Weg in sie. Nur noch Wärme, Nähe, Vereinigung, unsere Herzen schlagen im Gleichtakt. Wir sind in einer anderen Welt, in der wir verschmelzen.
Das Wasser füllt langsam die Wanne, erfüllt den Raum mit dem Duft des Zusatzes. Endlich kommt auch sie ins Bad, betrachtet sich im großen Spiegel, ihre ›Smokey Eyes‹ sind verlaufen, zeichnen ihre Lachfältchen nach, ihre langen Haare sind wirr, verschwitzt, kleben an ihren Schultern.
»Oh je, schiech, grauslich schaue ich aus, Schatz!«
Und Constanze lacht, lacht laut mit ihrem hellen Lachen, das ich so gut kenne, liebe, unter Tausenden heraushöre.
»Komm, lass uns duschen!«
Sie zieht mich unter die Regenbrause, das warme Wasser rinnt über unsere Körper, wäscht die verklebten Reste unsere Lust fort. Constanze drückt mich mit dem Rücken an die kalten Kacheln, lässt mich zusammenzucken, geht vor mir in die Hocke. Ich stöhne laut, als sie mich mit ihren roten Lippen aufnimmt, tief in Mund und Rachen bis ihr Speichel aus den Mundwinkeln rinnt, sie würgen muss, mich entlässt, hustet, mich wieder aufnimmt, mit ihrer Zunge an meinem Schwanz, meiner Eichel spielt, bis sie alles schluckt.
Das warme Wasser in der großen Wanne umspielt unsere Körper, wir albern herum, bespritzen uns, tauchen uns gegenseitig unsere Köpfe unter, ich wasche Constanze die Haare, massiere ihre Kopfhaut, was sie so sehr genießt. Dann schaut sie mich plötzlich ernst an.
»Ich weiß, ich hab‘ Dich bereits oft gefragt, aber ich möchte es wieder hören, fehlen Dir meine Brüste an mir als Frau?«
Anstatt einer Antwort küsse ich die Narben auf ihrer Brust, Tränen schießen mir in die Augen.
Sie umarmt mich, küsst mich.
»Entschuldige, Schatz!«
In unsere großen Badetücher gehüllt, rubbeln wir uns gegenseitig ab. Dann lasse ich ihres fallen, sie meines. Wir betrachten uns nackt im Kerzenschein, minutenlang, schweigend. Schließlich umfange ich sie mit meinen Armen, sie legt ihren Kopf an meine linke Schulter.
Whitney Houston, ›I Will Always Love You‹ erfüllt das Zimmer.
»Wollen wir tanzen?«, frage ich sie leise.
Sie nickt nur, sacht greife ich ihren Hintern, sie schmiegt sich noch enger an mich. Mein Schwanz streift ihren Hügel. So umschlungen, küssend beginnen wir uns zur Musik im Kreis zu drehen, bewegen uns langsam, irgendwann zum Bett, lassen uns fallen. Unsere Körper, unsere Seelen verschmelzen, so verbunden, vereint holt uns Morpheus in sein Reich.
Ich werde wach, noch immer spielt unsere CD in Endlosschleife, leise, hat uns in den Schlaf begleitet. Gerad jetzt läuft ›Firth of Fifth‹ von Genesis, die Seconds Out Liveversion mit Phil Collins markanter Stimme. Constanze schläft tief und fest nach unserer Session, liegt neben mir, ist warm und weich, verströmt ihren verführerischen Duft, ein Gemisch ihres Parfums und dem Duft unserer Liebe. Eng hat sie sich in Löffelchen-Stellung an mich geschmiegt. Das abgedimmte Licht lässt ihren Körper schemenhaft auf den Laken erscheinen. Mein linker Arm ruht auf ihrer Schulter, meine Hand berührt ihre Brust, spürt wie sich ihr Brustkorb im Rhythmus ihres Atems gleichmäßig hebt und senkt. Ihre rechte Hand, die auf meinem Becken liegt, bewegt sich kaum merklich, und lässt doch mein Blut in meine Lenden strömen. Ein Blick über ihren Kopf hinweg, 04:33 Uhr zeigen die roten Ziffern. Vorsichtig schiebe ich ihre Hand fort, löse mich von ihr, verlasse das Bett, setze mich leise in den Fauteuil, betrachte, beobachte sie einfach nur. Ich werde über ihren Schlaf wachen. Plötzlich muss ich an die Geschichte von Philemon und Baucis denken, mein Blick wird glasig, Tränen schießen mir in die Augen: Dort im Bett zwischen zerwühlten Laken, ihren Kopf auf Polster gebettet, da liegt die Liebe meines Lebens. Ihre langen Haare umgeben ihren Kopf, wie dahingeflossen. Sie räkelt sich ein bisserl, ein leichter Seufzer, sucht nach mir im Schlaf, streckt die Beine aus, diese wahnsinnigen, herrlichen Beine, die mich um den Verstand bringen. Sie dreht sich, winkelt das linke Bein an, öffnet sich, einen kurzen Augenblick blitzt im schummrigen Licht ihr Schmuck auf, der ihre Vulva ziert. Langsam erwacht sie, ihr Körper reckt sich. Ein leises Stöhnen ist zu hören. Ihr rechter Arm streckt sich aus, tastet nach mir, streicht über das Kopfpolster, das gewiss noch warm ist von mir.
»Schatz, wo bist Du?«, ihre Stimme ist leise und sanft.
Sie hebt leicht ihren Oberkörper, schüttelt ihre Haare, blinzelt zu mir herüber.
»Komm ins Bett, nimm mich, liebe mich!«
Kommentare
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Diese Story ist eine seltene literarische Perle. Von der ersten Zeile an spürt man Stilsicherheit, sprachliche Disziplin und ein tiefes Verständnis für Erotik als Beziehung, Ritual und innere Bewegung. Die Autorin schreibt explizit, aber niemals platt; sinnlich, ohne je ins Mechanische oder Vulgäre abzurutschen. Sprache, Rhythmus und musikalische Referenzen greifen organisch ineinander und tragen die Handlung wie eine sorgfältig komponierte Partitur. Macht, Hingabe, Lust und Verletzlichkeit werden nicht behauptet, sondern erzählerisch erfahrbar gemacht. Besonders beeindruckend ist die durchgehende stilistische Geschlossenheit – kein Bruch, keine Schwäche, kein Selbstzweck. So sieht erotische Literatur aus, die den Leser ernst nimmt und ihm etwas zutraut. Fünf Sterne!
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Liebe Constanze!
Es tut mir sehr leid, daß meine Hater jetzt Deine schöne Geschichte mit 1-Stern-Votings besudeln, nur weil ich es gewagt habe, sie mit fünf Sternen zu bewerten. Leider wird auf diesem Portal Unterdurchschnittlichkeit als das Maß aller Dinge angesehen – und wer es wagt, das anzuprangern, wird mit Schmutz und Schande überzogen. Die maskuline Hälfte der humanoiden Spezies merkt gar nicht, wie sehr sie von Selbsthaß und Selbstzweifeln aufgrund ihrer eigenen literarischen Minderbemitteltheit zerfressen ist – und muß ihren Frust an intelligenten, selbstbewußten Frauen abarbeiten, weil sie kognitiv und sozial nicht in der Lage sind, sich sachlich und auf Augenhöhe mit ihnen auseinanderzusetzen. Constanze, mach' bitte weiter!
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Liebe Dorothee,
vielen Dank für deine anerkennenden Worte, aber es ist dir wohl entgangen, dass dieser Text aus der Feder meines Gebieters stammt und er fühlt sich nicht als literarisch minderbemittelt. Auch wenn er mein Dom ist, gehört er zu den Männern, die dennoch einfühlsam, fürsorglich und empathisch sind und sich auch als dominanter Part ihre Schwächen eingestehen. Wenn das nicht so wäre, wären wir nicht seit über zwanzig Jahren ein glückliches D/s-Paar.
Deine Worte haben uns ermutigt, weiter zu schreiben und so die Sicht beider Seiten zu zeigen.
LG
Constanze
@Constanze
Oh, das habe ich tatsächlich übersehen, weil ich nach dem Anklicken der Geschichte direkt an deren Anfang gesprungen bin und den Absatz darüber nicht wahrgenommen habe. In diesem Fall: Kompliment an Deinen Gebieter, er kann wirklich schreiben! Und natürlich gibt es auch viele Männer, die hervorragend schreiben können, das habe ich auch nie in Abrede gestellt. Vertreter dieser Klientel finden sich auf diesem Portal aber leider nur in homöopathischer Dosis. Übrigens habe ich auch – wer hätte das gedacht – einen sehr lieben Partner, der sich mir vollumfänglich unterordnet, macht, was ich sage und sich mit der Rolle, die ich ihm zugewiesen habe, identifizieren kann. Es funktioniert wunderbar, wenn beide es gegenseitig wollen!
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