Unser Büro nackt im Fernsehn - Teil 2

von Luftikus
Bewertung: 3.78 von 18 Stimmen.
Zur Kategorie: Film & Fernsehen

Fortsetzung des ersten Teils dieser Geschichte

 

 

 

Kapitel IV - ausgeliefert

Wie ein Heuschreckenschwarm schwirrte das Fernsehteam um die drei ausgeliefert nackten Bürodamen. Keine 5 Sekunden, nachdem die Chefin die Tür hinter sich geschlossen hatte, waren die Männer mit ihren technischen Gerätschaften wie ein Überfallkommando hereingestürmt. Unangenehm spürten die weiblichen Angestellten die gaffenden Blicke der taktlosen Rüpel auf ihren Körperteilen.

Traurig flehend sahen die drei Verzweifelten auf die zugezogene und verschlossene Holzjalousie des untersten Faches der Regalwand, hinter der, für sie unerreichbar, ihre gesamten Kleidungsstücke lagen. Nur die Pumps waren ihnen geblieben. Systemadministratorin Nicola präsentierte sich gezwungenermaßen bar und barfuß. Hilflos standen sie da. Sie dachten daran, so nackt, wie sie waren, auf die Straße rennen, um dieser entwürdigen Situation zu entkommen. Aber ohne Kleidung mitten im Trubel der Innenstadt? Das trauten sie sich nicht.

Schicksalsergeben setzten sie sich an ihre Schreibtische. Eng rollten sie mit den Bürostühlen vor, drückten ihre Bäuche gegen die Schreibtischplatten, ihre Unterleiber darunter zu verbergen. Schnell ergriffen sie die nächstbesten Papiere, derer sie habhaft werden konnten, hielten sie sich vor die Brüste. So bleiben sie, starr wie die Salzsäulen, sitzen, und wussten nicht weiter.

„Ah wunderbar, die Statistinnen sind schon nackt. Dann können wir ja direkt anfangen.“ Mit einem nervend drängenden Tonfall eilte eine verlebte Frau Mitte vierzig ins Bürovorzimmer. Der seltsame Hosenanzug, den sie trug, zeugte von einem schlechten Geschmack. Angewidert beäugten Frau Meyer und das Fräulein Ulrike die billig kuriose Montur der möchte gern wichtigen Pute. Sie selbst mochte denken, dass sie mit diesem grausamen Muster besonders hip und kreativ wirkte, so wie die bekannte QTL Moderatorin, die sie schlecht nachäffte. Der Rest der Welt erkannte in dem Teil einen hässlichen Stofffetzen.

„Oh, mein kleiner Hau Hau“, die nervige Frau hechtete auf Ban Hau zu, ohne die nackten weiblichen Angestellten weiter zu beachten, „Deine Warm Ups sind einfach einzigartig. Genial, wie Du es hinbekommen hast, dass sich die Mädels so schnell ausziehen.“ Nur widerwärtig ertrug der kleine Asiate die hastigen Bussis auf seine Wangen. „Was ist denn das Konzept für den heutigen Ablauf?“, fragte er abwehrend. Nur widerwillig hatte er den Job für dieses Trashformat übernommen. Der Sender erpresste ihn mit den schlechten Quoten seiner anspruchsvollen Modesendungen mit dem gewissen Esprit.

„Konzept?“ Schrill abwertend wiederholte die schlecht angezogene Frau das Wort mit fragender Betonung. „Ist er nicht süß, unser kleiner Fernsehstar?“ , rief sie dem Fernsehteam entgegen, dass wie auf Kommando zu lachen begann. „Aber mein kleiner Hau Hau“, watschte sie Ban Hau ab, „Wir produzieren für QTL, nicht für ARTE. Wir machen hier Scriped Reality, keine Filmkunst.“
Das war zu viel für den sensiblen Schwulen, der sich wimmernd in eine Ecke des Vorzimmers zurückzog.

Dem Fräulein Ulrike kamen beim Anblick ihres gedemütigten Idols kleine Tränen, die ihr langsam über die Wangen rollten. Sie stand auf, ihren geliebten Fernsehstar zu trösten. Dass die andren Männer des Fernsehteams sie nun ansahen, blendete sie aus. Sie war ganz auf ihr Idol fixiert. Frau Meyer sprang wütend auf. In ihrem Ärger über diese impertinente Person hatte sie ihre Scham vergessen. „Wer sind Sie eigentlich, dass Sie sich hier so proletenhaft produzieren? Eine gute Kinderstube scheinen Sie ja nicht gehabt zu haben“, herrschte sie die schlecht gekleidete Frau an.

„Ich bin die Produzentin“, antwortete die verlebte Mittvierzigerin emotionslos. Überlegend betrachtete sie sich die vor ihr stehende nackte blonde Sekretärin. „Liebes, Sie passen wunderbar in das Zielgruppenschema unseres neuen Formats Beautyfarm“, noch einmal beschaute sich die Produzentin Frau Meyer mit einem zustimmenden Nicken. „Hausfrau, Mutter, sportlich, modern und jung geblieben, einfach Perfekt. Sie müssen unbedingt beim Casting vorsprechen.“

Frau Meyer schüttelte mit dem Kopf. Trotzig aggressiv bedeckte sie ihre Vorderseite mit den Armen, um sich weiteren zielgruppengerechten Bewertungen zu entziehen. „Ich werde bestimmt nicht zu Ihrem Casting kommen“, antwortete die blonde Sekretärin schneidend, „außerdem verbiete ich Ihnen, irgendwelche Aufnahmen von mir zu machen. Schließlich habe ich das Recht am eigenen Bild.“

Mit einem verwunderten Gesicht holte die Produzentin einen Computerausdruck aus der Aktentasche. „Aber Kleines, wir haben einen Vertrag miteinander, in dem Sie der Veröffentlichung bereits zugestimmt haben“, konterte sie, und hielt der Sekretärin das Papier vor die Nase. „Ich habe nichts unterschrieben!“, schrie Frau Meyer entsetzt. „Der über eMail abgeschlossene Vertrag trägt Ihre elektronische Signatur. Ihre Chefin hat uns die Echtheit auf Nachfrage noch einmal bestätigt.“ Sprachlos setzte sich Frau Meyer wieder an ihren Schreibtisch.

„Aber Verehrteste, das ist doch kein Grund, sich hier als Trauerklos zu gebärden. Ihre Tagesgage beträgt immerhin 200 Euro. Bei der Landliebelei sind es nur 25.“ Die Produzentin stockte kurz, tat so, als ob ihr noch etwas Wichtiges eingefallen sei. „Ach ja, Ihre Chefin hatte uns mitgeteilt, dass Sie Ihre Tagesgagen für einen guten Zweck spenden wollen. Das ist sehr nobel“, honorierte sie ironisch.

„Meine elektronische Signatur haben Sie bestimmt nicht. Die habe ich heute Morgen erst aktualisiert“, protestierte die Systemadministratorin Nicola von ihrem Schreibtisch aus. „Ach Süße, Sie sind ein Prachtexemplar“, mit dem ihr eigenen Zielgruppenkennerblick beäugte die Produzentin Nicola, „Sie müssen gleich unbedingt sagen, dass Sie ein Star Trek Fan sind. Die pickelgesichtigen Bengel vor den Bildschirmen werden dahin fließen“, schwärmte sie, und begann schon, den weiblichen Nerd für sämtliche QTL Fernsehformate einzuplanen.

„Ich bin kein Star Trek Fan, also werde ich bestimmt nicht so einen Quatsch erzählen.“ Die Produzentin bekümmerte der Widerspruch nicht. Es reichte aus, das Bekenntnis zu Trekkietum in der Nachproduktion als Schriftzug einzublenden. „Und ohne meine elektronische Signatur, die Sie nicht haben, läuft garantiert gar nichts.“ Für die Produzentin wurde es Zeit, erneut den verwunderten Gesichtsaufdruck aufzusetzen, und das nächste Stück Papier aus ihrer Aktentasche zu kramen.

„Wozu eine elektronische Signatur?“, fragte sie spöttisch. „Sie haben uns doch einen, ganz altmodisch mit der Hand unterschrieben Offline Vertrag zukommen lassen“, noch einmal spielte die Produzentin die Verwunderte, „gerade bei Ihnen, als eine Digital Native, hätten wir nicht damit gerechnet. Und da Ihre Chefin den Vertrag zusätzlich gegengezeichnet hat, ist da juristisch wirklich alles in trockenen Tüchern.“

Was zu Teufel? In Nicolas Kopf arbeitete es heftig. Dann dämmerte es ihr. Die schriftliche Anforderung für die neue Grafikkarte! Mit der alten ruckelte die Animation des Onlinespiels immer. Diese miese Bitch von Chefin musste die Papiere mit einem fiesen Taschenspielertrick ausgetauscht haben. Und sie hatte vor lauter Vorfreude auf die kostspielige neue Grafikkarte nicht genau hingesehen und unterschrieben.

„Vertrag hin oder her“, wisperte das Fräulein Ulrike, das immer noch Ban Hau tröstend umarmte, „ich will das nicht.“ Die Produzentin konnte ihr Glück gar nicht fassen. Das war ihr Tag. Ein Tag angefüllt mit unverwechselbaren zielgruppengerechten Unikaten. Diese zierliche Braunhaarige war einfach eine Wucht, romantisch brav, super feminin, genau die Richtige für das große Segment der lesbischen Frauen. Einen solchen Typ suchte die Produzentin gerade für die nächste Staffel der Insel der nackten Versuchung.

„Ich will das nicht. Ich mache das nicht“, jammerte leise das Fräulein Ulrike. „Ach Liebchen, hast Du denn Deinen Vertrag nicht gelesen?“ Verängstigt schaute die Schreibkraft aus ihren verheulten Augen. „Bei Vertragsverweigerung, ausgenommen gesundheitliche Ursachen, behalten wir uns vor, eine Konventionalstrafe von 15000 Euro zu erheben“, die Produzentin starrte ihre Statistin mit durchdringenden Augen an, „Ich kann mir nicht vorstellen, dass Du so viel Geld auf dem Konto hast.“ Das Fräulein Ulrike schüttelte mit dem Kopf. Bei dieser Summe müsste sie den Offenbarungseid leisten.

Es ertönte eine alte QTL Erkennungsmelodie, mit der sich das Handy der Produzentin meldete. „Ja, Ihre weiblichen Angestellten kooperieren hervorragend. Die Liste, die Sie Herrn Ban Hau gegeben haben? Ja, die werden wir jetzt abarbeiten.“
 

 

 

 

 

 

 

Kapitel V – nackte Tagesaufgaben

„Hallo, meine Liebsten. Es ist so schön, dass ich wieder bei Euch zu Hause Euer Gast auf dem Fernseher sein darf.“ Mit einem kleinen Strahlen, das sie ihre demütigende Situation für einen Moment vergessen ließ, bewunderten die nackten Bürodamen die gekonnt weiche Anmoderation ihres geliebten Fernsehstars. „Heute habe ich Euch eine total neue Fernsehidee aus England mitgebracht.“ Ban Hau hatte sich wieder beruhigt. Ganz Medienprofi, sprach er in die Kamera, ohne sich etwas von seiner eigentlichen Gemütslage anmerken zu lassen.

„Aber sagt mal, Ihr Zuckermäulchen“, der Asiate sagte es mit dem verschmitzt wiegenden Grübchen in die Kamera, das seine Zuschauerinnen so sehr an ihm mochten, „hängt Euch Euer graues Office Live mit seinen ganzen engen Konventionen und den vielen Büroetiketten nicht auch aus dem Hals?“ Enge Konventionen? Nicola, Frau Meyer und das Fräulein Ulrike schauten spöttisch drein. Nackt zusammengekauert standen sie, nur mit ihren vorgehaltenen Armen bedeckt in einer Ecke, und waren froh, jetzt einmal Pause davon zu haben, ständig von den Kerlen des Fernsehteams begafft zu werden.

„Träumt Ihr nicht auch heimlich davon, freier und offener miteinander zu arbeiten? Ich bin jetzt hier im Büro einer Firma, mit ganz tollen und ambitionierten Mitarbeiterinnen, die genau das für eine Woche lang in einem echt groovy Experiment ausleben wollen. Und jetzt stellen sich die mutigen Mädels erst einmal selbst vor.“ Das kleine rote Licht der Kamera schaltete ab. Ban Hau schüttelte, unzufrieden mit sich, den Kopf, wollte die Anmoderation wiederholen.

Mit einem laut patschenden Klatschen ihrer Hände drängte die Produzentin zum Weitermachen. „Das war gut genug. Wir produzieren für QTL. Zeit ist Geld“, sie zeigte mit ihrem Finger auf Frau Meyer, „mit Dir fahren wir fort. Sag ein paar Worte zu Deiner Person. Und dann musst Du fröhlich verkünden, dass Du Dir bei diesem heißen Wetter nichts Schöneres vorstellen kannst, als so ganz frei ohne beengende Kleidung im Büro zu arbeiten.“

Die blonde Sekretärin verzog beleidigt das Gesicht. „Ich mache mich doch nicht im Fernsehn zum Gespött der Leute“, keifte die blonde Sekretärin, und setzte sich an ihren Schreibtisch. Den Flachbildschirm schob sie schräg zu der auf sie gerichteten Kamera, damit ihre Brüste nicht zu sehen waren. Wenn sich die drei Bürodamen schon nicht dagegen wehren konnten, dass sie sich die ganze Zeit nackt vor dem Fernsehteam präsentieren mussten, so hatten sie sich zumindest vorgenommen, ihre intimen Körperteile nicht den Fernsehzuschauern zu zeigen.

So guckten nun ihr Kopf und ihre unbekleideten Schultern über den Computermonitor, während sie sie sich kurz vorstellte. Den letzten vorgegebenen Satz über das heiße Wetter ließ sie weg. „Los, sage Deinen Text auf“, schimpfte die Produzentin. Frau Meyer schwieg trotzig. „Ban Hau gib mir die Liste der Chefin“, wütend riss die QTL Frau dem Asiaten das Papier aus den Händen, „Ihre Vorgesetzte hat hier in den Tagesaufgaben klar und deutlich aufgeschrieben, dass Sie diesen Satz aufsagen müssen.“

Stur und wortlos stierte Frau Meyer bockig in die Kamera. „Muss ich erst Ihre Chefin anrufen?“ Die blonde Sekretärin presste verbissen die Lippen zusammen. Als das Handy dann drohend hochgehalten wurde, gab sie nach. Widerwillig sagte sie das erzwungene Bekenntnis zum unbengten Arbeiten wie auswendig gelernt auf, ohne dabei auch nur den kleinsten Ansatz von Fröhlichkeit aufkommen zu lassen. Die Produzentin störte es nicht. QTL Zuschauer waren an talentfreie Laiendarstellerinnen gewöhnt.

Das Fernsehteam wandte sich nun der Systemadministratorin zu. „Pass auf, wir filmen Dich von hinten über die Schulter, so, dass nur Deine tippenden Hände und der Bildschirm zu sehen sind. Anschließend drehst Du Dich leicht zur Kamera, um Dich vorzustellen. Die seitliche Sicht auf Deine Brüste kannst Du dann mit dem angewinkelten Arm verdecken.“ Nicola nickte erleichtert. Sie war froh, keinen vorgegeben Satz aufsagen zu müssen. Beruhigt setzte sie sich vor ihren Computer.

Der Kameramann trat hinter sie. Nicola tippte mit flinken Fingern Daten in die Tastatur. Sie stockte. Was war das für ein Schritt, den sie gehört hatte? Leicht wendete die Systemadministratorin ihren Kopf. Der Kameramann stand nicht mehr, wie versprochen hinter, sondern nun schräg zu ihr. Die Linse konnte ihre üppige rechte Brust fokussieren. Hastig beugte sie sich mit einer halben Drehung nach links dem Monitor zu.
„Setzt Dich gerade hin“, kommandierte die Produzentin, „so sieht das unnatürlich aus.“ Nicola dachte gar nicht daran, sich zur Schau zu stellen. Mit dem seitlich angewinkelten Arm, der alles Nötige verdeckte, ging sie ohne Umschweife zur Vorstellung ihrer Person über. Das kurze Handzeichen des Kameramannes, mit der er den Erfolg der gewünschten Aufnahme andeutete, befriedigte die QTL Beauftragte. Die wenige Sekunden dauernde Großaufnahme des Busens konnte wunderbar in der Nachproduktion eingearbeitet werden.

Das Fräulein Ulrike sollte sich am großen Standkopierer vorstellen. „Stell Dich neben den Kopierer frontal zur Kamera“, befahl die Produzentin. „Aber dann kann man doch alles von mir sehen“, entgegnete die zierliche Schreibkraft leise schüchtern. „Stell Dich nicht so an!“ Das Fräulein Ulrike schüttelte ängstlich den Kopf. Die ungeduldige Produzentin winkte energisch zum Kameramann herüber. Der verstand, schaltete seine Kamera an, und richtete sein Gerät sofort auf die nackte, braun gelockte Angestellte, die immer noch mit vorgehaltenen Armen in der Ecke kauerte.

„Bitte. Ich will das nicht“, flehte sie, während sie dem Kameramann fluchtartig den Rücken zudrehte. „Ach Liebchen“, die QTL Frau hielt den ausgedruckten Onlinevertrag hoch, „Du stiehlst uns nicht nur unsere Zeit, sondern auch unser Geld. Mach jetzt!“ Leicht zitternd griff sich die junge Schreibkraft einen Aktenordner und hielt ihn vor ihren schmalen glatten Hintern. So ging sie im Trippelschritt, seitlich abgewandt zum großen Standkopierer.

 

Dort positionierte sie sich, mit dem Rücken zur Kamera, hinter dem frei stehenden Gerät, das nun ihren Popo der gierigen Optik der Kamera entzog. Hastig hob sie den Aktenordner vor die Bürste. Dann drehte sich das Fräulein Ulrike um. Schnell stotternd, haspelte sie die Vorstellung ihrer Person herunter. Geschafft! Oder doch nicht? Die Überheblichkeit in der Körperhaltung der Produzentin ließ sie die zierliche Schreibkraft ahnen, dass noch etwas Übles auf sie hinzukam.

„Das war richtig gut. Das können wir so lassen“, lobte die Produzentin das grottenschlechte Gestammel hinter dem Standgerät. Es war absolut unprofessionell, aber authentisch, und super süß. Die Zuschauerinnen werden es lieben. „Dann wollen wir doch mal in der Liste nachsehen, was Eure Chefin als nächste Aufgabe für Euch vorgeplant hat.“ Die Produzentin grinste. „Fräulein Ulrike wird beauftragt“, die Produzentin schaute eilig auf die zierliche Schreibkraft, „dann können wir ja direkt an Dir dran bleiben“, die zierliche Schreibkraft ließ die Schultern sinken, „hat den ganzen Aktenorder der Korrespondenz Juli/August 2016 zu kopieren.“

Der ungewollten Laiendarstellerin blieb keine Pause. Schauderhaft erregend fixierte sie das, eingeschaltet gebliebene, kleine rote Lämpchen der Kamera, die sich immer noch auffordernd auf sie richtete. Das Fräulein Ulrike stand hinter dem Kopierer und spürte, wie sich ihre kleinen Nippel hart und spitz gegen den Pappdeckel des vorgehaltenen Aktenordners drückten. Das Fernsehteam durfte das nicht bemerken. Was würde man von ihr denken, wenn es auf den Fernsehern zu sehen wäre?

Sie schlüpfte mit dem Arm unter dem Aktenordner, drückte ihn fest gegen ihre zarten Brüstchen, bedeckte wieder ihr Hinterteil mit dem einzigen Büroutensil, das sie zur Hand hatte, und drehte sich schnell bäuchlings zur Wand. So arbeitete sie sich mit kurzen tastenden Seitschritten an der Wand entlang zu dem einzeln stehenden Aktenregal vor, in dem sie den genannten Ordner vermutete.

Penetrant verfolgte die Kamera die braun gelockte junge nackte Frau. Das Gerät näherte sich immer weiter der Wand und damit auch der seitlichen Perspektive entgegen, aus der heraus ihre erigierten Nippel aufgenommen werden konnten. Erschrocken drehte sich das Fräulein Ulrike leicht schräg weg. Weit zur Seite geneigt, musste sie ihren Kopf tief in den Nacken legen, um die Beschriftungen der Ordner lesen zu können. März / April 2016, Mai / Juni 2016, die Korrespondenz für Juli/ August befand sich nicht da, wo sie sein sollte.

Das konnte doch nicht sein? Der gesuchte Ordner musste dort stehen. Das Fräulein Ulrike schaute ein zweites Mal nach. Durch ihre Suche abgelenkt, merkte sie nicht, dass sie unbewusst einen Schritt zurücktat, um die Ordnerrücken besser lesen zu können. Die Sicht auf ihre spitzen Nippel wurde frei, der Kameramann heimste unbemerkt seine Aufnahme ein. „Ach, ich hatte ja vergessen, es ihnen zu sagen“, rief ihr die Produzentin süffisant in den Rücken, „der Aktenorder liegt im Büro der Chefin auf dem Schreibtisch.“

Entmutigt schaute das Fräulein Ulrike traurig zum Büro der Chefin herüber. „Ach Liebchen, nun mach hin. Wir müssen gleich noch andere Sachen drehen.“ Die schamhafte Schreibkraft griff sich einen zweiten Ordner und machte sich, so oben und unten bedeckt auf den Weg. Die Kamera hing wie eine Klette an ihr, pendelte vor und zurück, hin zu jenen Körperstellen, denen gerade kein Aktenordner beiwohnte. Verzweifelt hampelte die zierliche Nackte mit ihren Büroutensilien, zog ihr Schritttempo an, und stürzte sich fluchtartig ins Büro ihrer Vorgesetzten.

Als sie dann mit der eingewechselten Korrespondenz wieder herauskam, wechselte sie die Strategie. Rücklings immer an der Wand lang, vorne bestens abgedeckt, kämpfte sie sich zum Kopierer durch. Dem Kameramann ließ sie diesmal keine Chance. Mit weiterhin vorne vorgehaltenen Aktenordnern, schlüpfte die mit dem rechten Fuß aus ihrem Damenschuh, hob ihr Bein, und schob das Standgerät mit angekrampften Zehen Zentimeter für Zentimeter von der Wand ab. Filigran quetschte sie sich in die freigewordene Lücke. Untenrum verborgen, konnte sie jetzt eine Hand zum Kopieren verwenden.

Die Produzentin verlor die Lust an ihrem Spielchen mit der braun Gelockten. Gelangweilt studierte sie die Liste der Chefin. „Als Nächste nehmen wir“, ihre Überlegungen wichen einem diabolischen Grinsen, „die Computerfachfrau.“ Sie winkte ihren Assistenten zu sich, der ihr eine mittelgroße rechteckige Verpackung brachte. Die überreichte sie an Ban Hau. Aufdringlich flüsterte sie dem Asiaten einige Vorgaben ins Ohr. Es war dem Sensibelchen anzusehen, dass er sei Tun nicht mochte, als er der Systemadministratorin entgegenging.

„Nicola meine Liebe“, säuselte er mit gespielter Anteilnahme. „Deine Chefin möchte, dass ich Dir sage, wie stolz sie auf Deine Arbeitsleistungen in den drei letzten Monaten ist“, Nicola guckte dumm aus der nicht vorhanden Wäsche. Nackt saß sie mit den Armen vor ihren großen Brüsten am Schreibtisch und fragte sich, was der Mummenschanz sollte. „Als ein kleines Danke Schön hat sie Dir eine neue Grafikkarte für Deinen Computer gekauft.“ Ban Hau lächelte wie eine aufgehende Sonne. „Du musst Dich bestimmt ganz toll freuen?“ Nicola blickte verdutzt auf die Produzentin, die ihr wild gestikulierend bedeutete, dass sie sich endlich zu freuen habe.

„Und?“ fragte Ban Hau mit seinem verschmitzten Grübchen, „willst Du Deine neue tolle Grafikkarte nicht in Deinen Computer einbauen?“ Nun begriff die Systemadministratorin den, für sie hergerichteten, Schabernack: für die Montage musste sie nackt unter ihren Schreibtisch krabbeln. „Das mache ich nächste Woche. Andere Dinge sind dringender, die alte Karte tut es noch“, lavierte sie ausweichend. Das war die falsche Antwort. „Muss ich erst Deine Chefin anrufen?“ Wütend hämmerte die Produzentin mit der flachen Hand auf die Schreibtischplatte.

Nicola blieb keine Wahl. Die Chefin, ihr Arbeitsplatz, der Vertrag und die Konventionalstrafe des Senders, alles wendete sich gegen sie. Mit einem verkniffenen Mundwinkel ergriff die Systemadministratorin mit dem einen freien Arm, den sie hatte, das Paket. Sie klemmte es sich unter das Kinn, um damit ihre Brüste abzudecken. Zum Glück besaß die Verpackung die entsprechende Größe. Nicola öffnete die untere Lasche. Die in Styropor eingerahmten Teile fielen auf den Schreibtisch.

Nervös frimmelte sie alles auseinander. Das kleine rote Lämpchen der Kamera machte sie fahrig. Das Styropor klemmte. Als sie kräftig daran zog, flutschte ihr die Verpackung unter dem Kinn weg auf den Boden. Panisch beugte die Computerfachfrau vor, drückte ihre üppige Oberweite gegen die Beine. Wie ein zusammengepresster Fleischklos, hing sie in ihrem Bürostuhl und tastete verzweifelt auf dem Büroparkett nach ihrer Bedeckung.

„Glotz nicht so blöd“, fuhr sie kreischend den Kameramann an, steckte sich sie die wiedergefundene Verpackung unter das Kinn, und beendete ihre Vorbereitungen für den Einbau. Vorsichtig rutschte sie mit ihren nackten Hintern die Kante der Sitzfläche des Bürostuhls herunter, ging, mit der Grafikkarte und den Kabelsteckern in den Händen, in die Hocke, und rollte sich mit angezogenen Beinen unter die Schreibtischplatte. Die Kamera folgte ihr. Nicola zog den Bürostuhl dicht an sich.

Zusammengequetscht drehte sie sich wie ein eingeengter Breakdancer auf dem Hinterteil der Aufhängung ihres Desktops zu. Die Systemadministratorin kam nicht mit den Händen an die Anschlüsse. Ihre Beine waren im Weg. Sie zog sie enger an den Bauch, zwängte ihren Arm vorbei, und klemmte die Wand des Computergehäuses auf. Ihre Beine krampften. Nicola wollte weiter machen. Der Schmerz war nicht auszuhalten. Sie musste sich ausstrecken.

Phlegmatisch registrierte die Systemadministratorin das Scheinwerferlicht auf ihrer dicht behaarten Muschi, die sie unfreiwillig ins Freie geschoben hatte. Jetzt war ihr alles egal. Stoisch erledigte sie ihre Installation. Sie kroch unter der Schreibtisch hervor und setzte sich an ihren Schreibtisch. Auf weitere Bedeckungen verzichtete sie. Der Produzentin fehlte noch eine Kleinigkeit. Mit den Fingern machte sie ein vulkanisches Spitzohr nach. „Nein“, sagte Nicola mit fester Stimme, „ich bin kein Star Trek Fan."

Enttäuscht den Kopf schüttelnd, griff die Produzentin nach der Liste der Chefin. Eine Traumfrau aller einsamen männlichen Nerds könnte das Computermädel sein. Sie hätte echt das Talent, in die Riege der B Promis aufzusteigen. Die nächste Gemeinheit, die auf dem Papier stand, entschädigte die QTL Frau für ihren Fehlschlag. Mit einem fiesen Lachen visierte sie die drei Bürodamen an. „Sauberkeit ist eine Zier eines jeden Unternehmens, das etwas auf sich hält. Daher möchte Eure Chefin, dass Ihr heute noch das oberste Aktenregal entstaubt.“

Frau Meyer reagierte beleidigt. So etwas ist doch Arbeit für Putzfrauen. Die Produzentin führte ihre Ausführungen weiter. „Zu diesen Zweck hat Euch unser Ban Hau drei große Staubwedel mitgebracht.“ Der Asiate stand schon an der Regalwand und hielt die Haushaltshilfen bereit.
„Los, los meine Damen“, die QTL Frau klatschte nervend in ihre Hände. Nicola ging als erste los, dabei verzichtete sie auf irgendwelche Abdeckungen. Schlimmer als die Nahaufnahme ihres Busches konnte es nicht kommen. Frau Meyer und das Fräulein Ulrike folgten mit vorgehaltenen DIN-A4-Blättern. Die Aktenordner wurden mit der Zeit sehr schwer in den Händen.

„Aber halt Mädels, nicht so schnell.“ Ban Hau gab die Staubwedel nicht her. „Ihr müsst doch erst mal das Regalfach freiräumen.“ Die drei Bürodamen sahen sich gequält an. „Los ihr Hübschen“, quiekte der Asiate. Nicola machte sich mit einem missmutigen Gesicht daran, das erste Drittel der Aktenordner herunterzuheben. „Mein Teil ist erledigt. Jetzt seit Ihr dran, meine lieben Kolleginnen“, lästerte sie lakonisch, als sie fertig war. Frau Meyer und das Fräulein Ulrike blitzten mit bösen Augen zurück.

Diese schamlose Schlampe hatte gut reden. Ohne sich notdürftig zu bedecken, war das ja einfach. Sie besaßen Anstand und würden sich nicht so billig präsentieren. Mit, vor den Popöchen gehaltenen, DIN-A4-Blättern drückten sie ihre Bäuche an das Regal, steckten die Blätter, mit denen sie sich oben herum abgedeckt hatten, zwischen zwei Ordner, und streckten ihre freigewordenen Arme hoch, um mit dem Ausräumen zu beginnen.

 

Als die beiden akkuraten Damen jeweils einen Aktenordner ergriffen hatten, stockten sie. Wie sollten sie es anstellen, die Teile auf den Boden zu stellen, ohne ihre Brüste und Mösen beim leichten Vorbeugen der Kamera zu zeigen? Sie wussten nicht weiter. Die Aktenordner drückten schwer in den Händen. Sie schoben sie zurück ins Regal. Ein zweites Mal ertönte das Handy der Produzentin. „Bis jetzt haben ihre Mitarbeiterinnen gut mitgemacht. Im Moment sind aber ihre Frau Meyer und ihr Fräulein Ulrike etwas bockig.“

Die getadelten nackten Bürodamen drückten sich weiterhin tatenlos an das Regal. „Sie meinen, dass Sie selbst mit Ihren Mitarbeiterinnen sprechen sollten?“ Die beiden griffen sich erneut einen Aktenordner. „So wie ich sehe, wird es nicht nötig sein. Ihre Bürodamen kooperieren jetzt.“ Mit seitlich vom Körper ausgestreckten Armen ließen sie die schweren Ordner an ihre Beine sinken. Nun hielten sie die Büroutensilien in ihren hängenden Armen. Zum Boden hin fehlten noch viele Zentimeter.

Für die Vollendung des Arbeitsschrittes mussten sie sich bücken oder in die Knie gehen. Sie zögerten. „Ist das so schwierig, einen Aktenordner auf den Boden zustellen?“ schimpfte die Produzentin. Die beiden rührten sich nicht. „Muss ich jetzt Eure Chefin anrufen?“ Ruckartig drehten die nackten Mitarbeiterinnen ihre DIN A4-bedeckten Hintern der lüsternen Kamera zu und beugten sich vor, die Ordner abzulegen. Frau Meyers Busen hing herab. Das debile Aufnahmegerät sog das Bild ein.

Entsetzt wendete sich die blonde Sekretärin zur Regalwand, als sie es bemerkte. „Los weiter! Da stehen noch viele Aktenordner im Fach.“ Frau Meyer und das Fräulein Ulrike setzten ihre Arbeit fort, achteten aber darauf, die Phasen des Gebücktseins so kurz wie möglich zu halten. „Geht das nicht auch ein bisschen schneller? Die feinen Damen würden sich auch keinen Zacken aus der Krone brechen, wenn sie beide Arme benutzen.“ Die DIN-A4-Blätter blieben an dem Popöchen.

Langsam arbeiteten sich die fleißigen nackten Damen in einen fließenden Rhythmus hinein. Die einkehrende Routine machte die beiden unaufmerksam. Der Kameramann wartete den richtigen Zeitpunkt ab, wechselte leise schleichend die Position, und erwischte sie von vorne beim unbedeckten Vorbeugen. Dem Fernsehzuschauer eröffnete sich der schräge Blick auf die glatt rasierten Schamlippen der gebeugt tätigen Büroangestellten. Empört patschten sie sich die DIN-A4-Blätter vor die Mösen. Zu spät. Der Ausblick auf ihre freien Hinterteile war auch nicht zu verachten.

Frau Meyer und das Fräulein Ulrike hatten nun alles von sich gezeigt. Trotzdem wollten die beiden nicht von ihrer Schamhaftigkeit ablassen, als es daran ging, die großen Staubwedel entgegenzunehmen. Mit den DIN-A4-Blättern vor Busen und Muschi, aber mit gezwungenermaßen freiem Hintern, staksten sie auf Ban Hau zu. Mit den Ring – und dem Kleinen Finger fischten sie sich die Stile der Wedel. Das klappte nicht ohne einige Verrenkungen.

Rückwärts stolperten sie zurück zur Regalwand, bis ihre Popos an die Ordnerrücken stießen. Vorsichtig drehten sich die Unterleiber vor den schützend davor gehaltenen Schriftstücken. Schwierig gestaltete sich das Unterfangen, die oberen DIN-A4-Blätter wieder zwischen zwei Aktenordner zu klemmen, und gleichzeitig die Staubwedel festzuhalten. Fräulein Ulrikes obere Bedeckung segelte davon.

Die nackten Bürodamen mussten sich ordentlich strecken, damit die Staubwedel das oberste Fach erreichten. Frau Meyer und das Fräulein Ulrike schlüpften aus den Pumps, anmutig stellten sie sich auf die Zehenspitzen. Eine gestreckte Körperhaltung ist das A und O eines guten Posings. Leicht seitlich vom Regal abgewandt und bis in die Spitzen gedehnt wedelten die ungewollten Laiendarstellerinnen mit einer elfenhaften Leichtigkeit, die ihnen die Grazie geschmeidiger Ballerinen verlieh.

„Kaffeepause.“ Erleichtert ließen die weiblichen Angestellten die Staubwedel sinken. „Ihr wart nicht gemeint. Die Aktenordner müssen wieder in Fach zurück“, rüffelte sie die Produzentin. Das Fernsehteam wandte sich ab, kramte Thermoskannen und Tassen hervor, und löste sich in Kaffeeklatschgrüppchen auf. Die drei nackten Bürodamen standen zurückgelassen, wie nicht abgeholt, bäuchlings an der Regalwand.

Schnell packten sie die Aktenordner ins Fach, damit sie auch kurz verschnaufen konnten, bevor das Fernsehteam die Kaffeepause beendete. Auf irgendwelche Bedeckungen verzichteten sie. Die Kamera stand ausgeschaltet auf dem Boden, niemand schaute zu ihnen herüber. Nachdem sie die Arbeit erledigt hatten, setzten sie sich schnell an ihre Schreibtische, eine Kleinigkeit zu trinken.
Viel Zeit blieb ihnen nicht.

„Keine Müdigkeit vorschützen“, lästerte die Produzentin, „auf geht’s zum Endspurt.“ Mit einer mitleidlosen höhnischen Fratze nahm sie ein letztes Mal die Liste der Chefin zur Hand. „Die neusten Erkenntnisse der Personalforschung besagen“, dozierend leitete sie ihre allerletzte Gemeinheit des Tages ein, „dass schon eine kleine Änderung der Anordnung der Schreibtische die Kommunikation, und somit auch die Performance merkbar optimieren kann.“

Die QTL Frau setzte ein letztes Mal für diesen Tag ihr fieses Grinsen auf. „Daher möchte ihre Chefin, dass Frau Meyers Schreibtisch drei Meter nach rechts versetzt wird.“ Fragend sah die blonde Sekretärin die Produzentin an. So was ist doch eine Arbeit für den Hausmeister. „Zu Tisch, meine Damen“, herrschte die QTL Frau die nackten weiblichen Angestellten an, die auf ihren Bürostühlen saßen, und wenig Bereitschaft zeigten. „Der ist doch viel zu schwer für uns Frauen“, warf Nicola ein.

„Das geht schon“, belehrte die Produzentin, „Ihr müsst eben alle gleichzeitig bei Drei ziehen und drücken. Genau darum geht es doch in diesem sozialen Experiment, dass Ihr lernt, besser miteinander zu arbeiten.“ Hilflos begutachten die drei Büroangestellten ihre nackten dünnen Ärmchen. Für diese Arbeit waren sie zu schwach. „Es ist ein großartiges Gefühl, eine unmöglich erscheinende Aufgabe bewältigt zu haben. Ihr seid stark. Ihr wisst gar nicht, wie unheimlich stark Ihr seid.“

Ban Hau griff tief in seine psychologische Trickkiste. Er tat es nicht aus Mitleid. Seine Zeit wurde knapp. In drei Stunden musste er eine Modeschau in Berlin moderieren. Lustlos und müde quälten sich die ungewollten Laiendarstellerinnen zu ihren letzten Auftritt. Sie wollten es hinter sich bringen. Nicola stand als erste auf, Frau Meyer und das Fräulein Meyer suchten noch nach passenden Schriftstücken zur Bedeckung.

Dann standen die beiden, mit den, oben und unten vorgehaltenen DIN-A4-Blättern, hinter dem Schreibtisch, während Nicola schon kräftig mit beiden Händen die Schreibtischplatte ergriff. „Der Schreibtisch bewegt sich nicht vom herumstehen“, spöttelte die Produzentin, „Ihr müsst an das Möbelstück Hand anlegen.“ Betroffen blickten Frau Meyer und das Fräulein Ulrike in die eingeschaltete Kamera und fühlten sich, wie auf dem Weg zu ihrer Hinrichtung: eines der Blätter musste sinken, damit sie anpacken konnten.

Die zierliche Schreibkraft rückte eng mit den Becken an die Kante, befreite sich untenrum, und ergriff mit der rechten Hand den Schreibtisch. Die blonde Sekretärin zog es vor, das obere Blatt wegzulassen. Durch die Aufregung waren ihre inneren Schamlippen rosa nach außen geschwellt. Das sollten ihre Nachbarn wirklich nicht auf dem Fernseher zu sehen bekommen. „Eins, zwei, und, drei.“ Der Schreibtisch bewegte sich nicht vom Fleck.

„Ihr müsst mit beiden Händen anpacken“, kreischte die Produzentin. Die letzten Blätter fielen ab. „Eins, zwei, und, drei.“ Das Möbelstück bewegte sich endlich ein oder zwei Zentimeter. Die nackten Kopfarbeiterinnen spürten ein unangenehmes Ziehen in den Muskeln. „Weiter! Ihr habt noch viel vor Euch.“ Mit jedem neuen Ruck taten ihnen die Knochen mehr weh. Der Schweiß begann an den unbekleideten Körpern hinabzugleiten. Frau Meyer spürte die Tröpfchen, die kitzelnd in ihre Vulva flossen.

Der Kameramann umkreiste die Szenerie, erfasste jeden Sichtwinkel. In den Momenten, in denen alle Hände die Schreibtischplatte packten, blieb ihm kein Körperteil verborgen. Eine besonders schöne Nahaufnahme gelang ihm, als er mit seinem Objektiv Frau Meyers schweißfeuchte Innenlippen fokussierte. Wie lautet wohl der Text, der in der fertigen Sendung gelb eingerahmt am unteren Rand dieser expliziten Aufnahme erscheinen wird?

Schnaufend zerrten die Bürodamen am Möbelstück, das immer schwerer zu werden schien. „Das war es Leute. Wir packen ein und gehen“, rief die Produzentin unvermittelt in den Kraftakt. „Und der Schreibtisch?“, fragte Frau Meyer baff. Die zurückgelegte Wegstrecke hatte knapp die 25 Zentimeter erreicht. „Wir haben alles im Kasten, was wir brauchen“, lautete die beiläufige Antwort.
Die blonde Sekretärin wischte sich die Stirn. „Um wie viel Uhr sind Sie Morgen wieder da?“

Die QTL Frau begann laut zu lachen. „Ach Schätzchen. Dass das Fernsehteam Euch für eine ganze Woche begleiten würde, ist doch nur Getue für die dummen Zuschauer. Was wir heute aufgenommen haben, reicht für alle fünf Folgen. Dann kommen noch die vielen Bluebox-Interviews mit den Arbeitsrechtlern, Psychologen und den ganzen Y Promis, die zu allem etwas zu sagen haben. Dazwischen wiederholen wir dann immer die Aufnahmen von heute.“

„Und was ist jetzt mit Morgen?“, fragte das verwirrte Fräulein Ulrike. „Morgen drehen wir im Altersheim. Die Pflegerinnen wissen noch gar nichts von ihrem Glück. Aber der Opa Puschke, der uns angerufen hat, wird bis dahin alles vorbereitet haben“, rief die Produzentin in der Tür, ohne sich noch einmal umzudrehen, als sie ihrem Fernsehteam folgte, dass bereits draußen auf sie wartete. Der Spuk war vorbei, die Bürodamen erlöst. Ihre Chefin kam herein.
 

 

 

 

 

 

 

Schlusskapitel – Fräulein Nicola muss aushelfen

Wortlos betrat die Chefin mit schnellen Schritten ihr Vorzimmer. Sie trat direkt an die Holzjalousie des untersten Faches der Regalwand und schloss auf. „Meine Damen, in einer halben Stunde kommt Herr Schulz, der zweite Geschäftsführer unseres neuen Kunden zu uns. Machen Sie sich frisch und ziehen Sie sich etwas an. Ich lege Wert auf korrekte Bekleidung in meinem Büro.“

Der angekündigte Herr Schulz kam pünktlich und wurde von, der wieder bekleideten, Frau Meyer in das Büro ihrer Vorgesetzten geführt. Kurze Zeit später rief die Chefin Fräulein Nicola zu sich und Herrn Schulz. Der Mann um die Dreißig beäugte die Systemadministratorin sehr aufmerksam, als sie hereinkam. „Herr Schulz wird mit uns einen sehr lukrativen Vertrag abschließen“ berichtete die Chefin freudig. „Aber nun hat Herr Schulz eine große Bitte an uns.“ Der Herr, in der für einen Geschäftsmann ungewöhnlich legeren Kleidung, nickte.

„Genauer gesagt“, präzisierte die Chefin, „eine große Bitte an Sie, Fräulein Nicola.“ Etwas verdutzt, aber auch sehr von seinem attraktiven Äußeren angetan, schaute die Computerfrau den Geschäftsmann an. „Die Firma von Herrn Schulz präsentiert morgen auf der Fantasy Convention in den Messehallen ihr neustes Release ihres erfolgreichen Onlinespiels ‚Legends of Zulmida‘. Nicola wurde blass. „Sie sind doch mit dieser Materie ein bisschen vertraut?“, fragte die Chefin süffisant.

„Unglücklicherweise hat sich eine von den Messehostessen heute Mittag das Bein gebrochen und fällt aus.“ Herr Schulz nickte mit einem fatalistischen Gesicht. „Es war gerade die Messehostess, die als Statistin die neue Heldin des Release darstellen sollte, die Prinzessin Nicalida.“ Nicola ahnte, dass etwas Böses auf sie zu kam. „Leider ist es Herrn Schulz bis jetzt nicht gelungen, einen passenden Ersatz zu finden.“ Wieder nickte der Geschäftsmann, diesmal der Verzweiflung nahe.

„Ich habe Herrn Schulz angeboten, dass Sie für uns in die Bresche springen. Selbstverständlich würde ich Ihnen für Morgen Frei geben.“ Der attraktive Mittdreißiger holte ein dünnes Stück hellgrünen Stoffes aus seiner Aktentasche, das sich zu einer unerwarteten Größe entfalteten ließ. „Herr Schulz möchte Sie bitten, das Kostüm an zu probieren, um zu sehen, ob Sie für den Job geeignet sind.“ Kostüm? Ärgerlich schaute Nicola auf den hellgrünen Hauch von Nichts.

„Bitte ziehen Sie Ihre Sachen aus, damit Sie das Kostüm anprobieren können“, sprach die Chefin ruhig und sachlich. Die Systemadministratorin legte brummig ihre Kleidung, die sie gerade erst wieder angezogen hatte, ab. „Bitte bleiben Sie so einen Moment stehen, damit Herr Schulz und ich uns beraten können.“ Dem stellvertretenden Geschäftsführer gefiel, was er sah. Er lobte die Natürlichkeit der Computerfachfrau, die helle Haut frei von Tattoos, das schwarze Haar, und besonders das klassische Dreieck ihrer Schamhaare hob er hervor, schließlich war das Onlinespiel in einer mittelalterlichen Fantasiewelt angesiedelt.

Nur die Brille störte. Die konnte aber leicht durch Kontaktlinsen ersetzt werden. „Probieren Sie Bitte das Kostüm an“, befahl die Chefin. Anprobieren war gut gesagt. Nicola musste sich den fast durchsichtigen Stoff nur über die Schultern legen, etwas übereinander falten, und mit dem einzigen verstecken Druckknopf verschließen. Ein wenig einfallendes Licht reichte aus, um die großen runden Vorhöfe ihrer Brüste durchschimmern zu lassen. Schon beim geringsten Luftzug der Klimaanlage flatterten die hängenden Hälften des Kostüms.

Eine etwas stärkere Luftbewegung würde ihr Schamdreieck frei wehen. In den Messehallen zog es wie Hechtsuppe. Die meiste Zeit stünde Sie unten ohne den Besuchern der Fantasy Convention gegenüber. „Fräulein Nicola wird sich morgen pünktlich im Kostüm an Ihrem Messestand einfinden.“ Die Chefin verabschiedete Herrn Schulz mit einem freundlichen Händedruck. „Danke Fräulein Nicola. Sie können sich wieder anziehen.“

Dann trat die Chefin mit ihrer Systemadministratorin in ihr Vorzimmer. „Meine Damen. Heute haben wir einen anstrengenden Tag hinter uns gebracht.“ Ein kleines Schmunzeln wanderte über das Gesicht der Vorgesetzten. „Als Belohnung für unsere Bemühungen spendiere ich uns allen eine exklusive Wellnes Massage in den Marcus Thermen. Anschließend werden wir es uns dann in einem heißen Pool in der Jugendstil Badehalle gemütlich machen.“

Schwelgerisch schaute die Chefin ihre weiblichen Angestellten an. „Meine Damen. Die Jugendstil Badehalle ist clothing optional, die Badegäste können selbst entscheiden, ob sie mit oder ohne Badebekleidung schwimmen wollen. Von uns werde ich die einzige sein, die einen Badeanzug trägt.“

Ein lustvoller Blick erfasste die auserwählte Erdbeere. „Fräulein Nicola wird im heißen Pool neben mir sitzen.“

 

 

 

Ende

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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