Mutter und Tochter - das Nacktshooting

von Luftikus
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Zur Kategorie: Kunst

Strahlend weiß schmiegten sich auf dem großen Foto die Bungalows der Ferienanlage, im altspanischen Stil gehalten, an die Felsen, die von einem Traumstrand gesäumt wurden. Verlockend lag das aufgeschlagene Reiseprospekt zwischen allerlei Papierkram auf dem Küchentisch. In fünf Monaten begannen die großen Ferien, und Monika plante mit ihrer 17-jährigen Tochter Celina eifrig den nächsten Sommerurlaub. Diese Ferienanlage, keine andere, Mutter und Tochter nickten sich in großer Einigkeit zu.

Unter dem fettgedruckten Preis von 4750 Euro für zwei Personen lugte die Rechnung der neuen Waschmaschine hervor. Warum musste die Alte ausgerechnet jetzt den Geist aufgeben? Die 400 Euro für Celinas Klassenfahrt standen ebenfalls mit einem großen Minus auf Monikas Schmierzettel: nach Adam Riese fehlten den beiden 1700 Euro, die neben den laufenden Kosten angespart werden mussten. „Guck noch mal durch.“ Alles Durchblättern half nichts. Zu den Besoffenen nach Lloret de Mar? Dann lieber Balkonien.

Monika freute sich zu sehr auf den gemeinsamen Urlaub mit ihrer Tochter, als dass sie sich von den Kosten abschrecken ließ. Der alleinerziehenden 41 jährigen Mutter beklomm die Ahnung, dass dies ihr letzter gemeinsamer Urlaub sein könnte. Darum sollte es etwas Besonderes sein. In Windeseile war Celina vom kleinen Pummelchen zur atemberaubend schönen Frau herangewachsen. Mit ihren blonden Haaren und den üppigen perfekten Rundungen machte sie die Männer verrückt. Schon bald würde sie einen festen Freund haben, mit dem sie lieber allein vereisen möchte.

„Ach Mama, ein Kleinkredit. Wir sind doch schuldenfrei.“ Monika schüttelte energisch mit dem Kopf. Zu oft hatte sie schon im Bekanntenkreis miterleben müssen, wie sich die halberwachsenen Kinder für Smartphonerechnungen und Klamotten überschuldeten, noch bevor sie eine eigene Wohnung bezogen. „Willst Du so enden wie der Marvin, junges Fräulein?“ Monika nahm den Stadtteilkurier und überflog die Kleinanzeigen für Nebenjobs, verdonnerte ihre jammernde Tochter zum Zeitungsaustragen, und tippte noch mal heftig auf den Taschenrechner. Es reichte immer noch nicht.

Dann stieß sie auf eine lukrative Anzeige. „Hobbyfotograf sucht weibliche Aktmodelle. Nehme auch gerne Modelle, die nicht dem Ideal entsprechen.“ Nicht ihre minderjährige Tochter. Aber sie selbst? Mit ihrer sportlichen Figur ginge sie ohne weiteres als Dreißigjährige durch. „Mama, das ist doch voll peinlich.“ Monika legte ihren Finger auf das Hochglanzfoto der Traumanlage. „Meinst Du nicht, dass Deine Mutter noch sehenswert ist?“ Celina durchforstete die Kleinanzeigen, rechnete alles noch mal durch, und gab klein bei. „Dann komm ich aber mit, und pass auf.“

Drei Tage später stand Monika nackt vor der Spiegeltür ihres Kleiderschrankes, betrachtete sich, wobei sie unentschlossen an ihrem Handy nestelte. Das Display zeigte die gespeicherte Nummer des Inserats, nur noch die Taste mit dem grünen Telefonhörer trennte sie von dem Gespräch mit dem Hobbyfotografen. Mit einem leichten Schaudern spürte sie in ihrer Vorstellung den schmierigen Blick gieriger Glupschaugen an ihrem Körper, sah sich ausgeliefert in einer runter gekommenen Absteige dastehen.

Ach was, da suchte ihre Schamhaftigkeit doch nur eine Ausrede, um nicht doch jetzt die Taste zu drücken. Der letzte Mann, der sie nackt sah, war ihr Ex gewesen. In die Sauna traute sich Monika nicht, selbst im Schwimmbad trug lieber hochgeschlossene Badeanzüge statt Bikinis. Und doch hatte sie sich spontan entschieden, den Modelljob zu machen. Wirklich nur der Geldsorgen wegen?
Nun schwelgte sie in ihrer Fantasie in einem eleganten Fotostudio.

Ein feiner kultivierter Herr lächelte sie an. Aus der oberen Tasche seines Jacketts ragte ein lilafarbenes, mit einem Wappen besticktes Tuch. In seinen Händen hielt er eine große Profikamera. Ach was, es gibt doch so viele junge perfekt gebaute Fotomodelle. Er würde sie doch nicht weiter beachten.

Skeptisch drückte Monika ihre Bauchhaut zwischen Daumen und Zeigefinger. Ein bisschen Fett hatte sich in den Jahren doch angesetzt. Und die Dellen! Mit leicht säuerlichen Gesicht drehte sie sich vor der Spiegeltür. Monika ging einige Schritte zurück, stellte sich auf die Zehenspitzen, machte sich lang. Die gestreckte Haltung kaschierte die kleinen Makel. Wie ein Topmodell stand sie da, dachte an früher, als sie mit ihrer besten Freundin Maike, allein in der elterlichen Wohnung, die erotischen Magazine des Bruders unter der Matratze stibitzt hatte.

Nackt standen sie im ihrem Zimmer und machten die Posen der Hochglanzseiten nach, träumten davon, begehrte Fotomodelle zu sein. Dann holte Monika Vaters guten Fotoapparat, mit dem sie sich gegenseitig in den nachgestellten Posen fotografierten, bis das Negativsymbol die 36 zeigte. Der Film wurde nie entwickelt. Ihre Negative hatten ihre Eltern immer im Fotoladen beim Herrn Müller abgegeben, der die Fotos noch selbst in seinem Labor entwickelte.

Unvorstellbar, dass der Herr Müller sie so nackt bei seiner Arbeit im Fotolabor erblickte. Aber auch eines der großen Fotolabore außerhalb war nicht in Frage gekommen, zum Schluss arbeitete dort irgend ein Bekannter. Unvorstellbar, wenn ihre Eltern davon Wind bekommen hätten. Dennoch behielt Monika die Negativdose, bewahrte sie, dick in Alufolie eingepackt und gut versteckt auf. Eigentlich müsste Monika den Film noch besitzen, irgendwo in den Kartons im Keller. Immer noch gestreckt stand Monika auf ihren Zehenspitzen. Die Pose machte ihre Hüften schmal. Schlank gingen die Oberschenkel in die Hüftknochen über.

Inmitten der straffen Haut prangte der schmale schwarze Streifen ihrer Scham, so wie es damals in den erotischen Heften der neunziger Jahre zu bewundern war. Nun endlich drückte Monika die Taste mit dem grünen Hörer. Mit dem ersten Freiton stellte sie sich plötzlich die Frage, den Streifen nicht vielleicht doch zu rasieren. So ganz unbedeckt fühlte sich Monika unwohl. Sich mit bloßen Schamlippen präsentieren? So viel wollte sie nicht von sich preisgeben. Würde er von ihr verlangen, sich breitbeinig offen in Pose zu setzen? Das ginge zu weit. Das ließe sie nicht mit sich machen. Nach dem vierten Freiton meldete sich eine ruhige dunkle Männerstimme. „Es geht um Ihr Inserat, aber ich weiß nicht so recht – eigentlich bin ich doch schon zu alt dafür.“

Monika versuchte sich vorzustellen, wie er aussah. Von seiner Stimme her müsste er um die Fünfzig sein. „Nun, ich arbeite oft mit älteren Modellen.“ Sein sonorer Klang strahlte Ruhe und Vertrauenswürdigkeit aus. Trotzdem stockte sie. „Ich habe so was noch nie gemacht. Ich kenne sie ja nicht mal.“ Es folgte ein kurzer Moment der Stille. Monika meinte, ein leises Schmunzeln durch ihr Handy hören zu können. „Kommen Sie doch heute Abend einfach auf eine Tasse Kaffee vorbei. Dann sehen wir weiter.“ Nach einer kurzen Terminabsprache beendeten sie das Gespräch.

„Celina, kannst Du mal kommen. Ich habe heute Abend den Termin beim Hobbyfotografen. Da willst Du doch mitkommen.“ Ihre Tochter schlurfte mit einem unwilligen Gesichtsausdruck heran. Drucksend blieb sie im Türrahmen zum Schlafzimmer stehen. Nanu? Keine Quengelei wegen des Urwalds zwischen ihren Beinen? In Celinas Generation gab es eine Abscheu vor Körperhaaren, die sie als ekelig empfanden, und auf deren Entfernung viel Zeit und Aufwand verwendet wurde. Wenn Celina nun zu Monikas Streifen schwieg, musste sie etwas von ihrer Mutter wollen.

„Du Mama, der Wetterbericht sagt für Donnerstag Dauerregen voraus.“ Monika kramte in der Schublade mit ihrer Unterwäsche. Nicht zu bieder sollte es sein, aber auch nicht zu nuttig. Der einfache, weiße Spitzen BH war das Richtige. „Und. Was ist mit dem Dauerregen?“ Monika schlüpfte in ihr Höschen. „Aber Mama, da muss ich doch die Zeitungen austragen. Ich hol mir bei ganzen Nässe den Tod. Können wir für Donnerstag nicht absagen?“ Monika hakte den Verschluss ihres BH's ein. Ob er sie wohl zuerst in Unterwäsche fotografieren würde? „Nichts da, junges Fräulein.“

Die enge Jeans? Zu umständlich zum Ausziehen, dann schon lieber das Kleid mit den vorderen Knöpfen. „Aber Mama, ich kriege bestimmt eine Erkältung.“ Welche Schuhe? Die blauen Pumps. Die passen auch gut zur weißen Unterwäsche. „Zieh Dir Deine Regenjacke an. Dann wirst Du auch nicht nass. Und denk an den Termin heute Abend.“

Vier Stunden später standen Monika und die quengelige Celina vor einem Reihenhaus mit gepflegtem Vorgarten. Die Fußmatte zeigte einen fröhlich wedelnden Dackel. Es öffnete ein kräftiger Mann mit einem grauen Bart. Mit seinen Jeans und dem Karohemd machte er einen sehr biederen Eindruck. Er stellte sich als Martin vor und bat die beiden in sein Wohnzimmer. Beim Kaffee erzählte Martin von seiner Arbeit als Techniker in der Materialprüfung, wechselte das Thema aber schnell auf sein Hobby.

„Warum müssen denn die Frauen überhaupt nackt sein?“ Vorlaut fiel ihm Celina ins Wort. Es passte ihr immer noch nicht, dass sich ihre Mutter so fotografieren lassen wollte. Jetzt, da Monika langsam Vertrauen zu Martin bekam, sah sich Celina gezwungen, die Situation zu drehen. „Wenn die Frauen nackt sind, habe ich schlecht fotografiert. Bei der Aktfotografie kommt es darauf an, die künstlerischen Stilmittel so einzusetzen, dass die Modelle nicht einfach nur ausgezogen erscheinen.“ Martin ging zum Wohnzimmerschrank und holte eine große blaue Mappe. „Und Ihre Frau? Ist die nicht eifersüchtig?“ Martin setzte sich zu Celina.

„Ich bin geschieden. Komm, ich zeige Dir einige meiner Fotos.“ Erst wollte Celina herumzicken, doch dann siegte ihre Neugier. „Sind die schön. Aber trotzdem. Meine Mutter so zu fotografieren, das ist doch voll peinlich.“ Monika hatte den beiden schmunzelnd zugehört. Jetzt wollte sie auch die Fotos sehen. Die sehr dezent gehaltenen Posen zeigten nur selten die Scham, dann auch eher halb verdeckt. Viele der Modelle waren fülliger und älter als Monika. „Und was machen Sie mit den Fotos? Werden die irgendwo veröffentlicht oder ausgestellt?“

Martin klappte die Rückseite der Mappe auf und holte einige Papiere hervor. „Bis jetzt habe ich nur für mich selbst fotografiert. Ich hatte schon daran gedacht in der Volkshochschule auszustellen. Aber wenn Sie nicht möchten, dass Ihre Fotos veröffentlicht werden, können wir das im Modellvertrag regeln.“ Celina zog ein Gesicht wie sieben Tage Regenwetter. Sie merkte das sich ihre Mutter für das Fotoshooting entschieden hatte.

Lang geschwungen hing die weiße Papierplane im Hobbykeller, bis sie sich auf dem Boden ausbreitete, davor standen im Rund drapiert, einige Lampen und Scheinwerfer, halbrechts dazu, das Stativ mit einer großen 6x6 Fotokamera. Monika hatte unterschreiben, und nun standen die drei im Martins Fotoatelier, ein kurzer Moment der Stille und Anspannung. Nun war es an Monika, sich zu entkleiden. Schweigen. „Möchten Sie mich erst in Unterwäsche fotografieren?“
Monika öffnete die oberen Knöpfe ihres Kleides.

„Nein, ich fotografiere nur reine Aktaufnahmen.“ Martin deutete auf die Papierplane. „Dahinter sind ein Stuhl, Kleiderständer und ein Bademantel. Dort können Sie sich ungestört umziehen.“ Für sein erstes Shooting vor zwei Jahren hatte sich Martin gründlich informiert. Ein seriöser Aktfotograf bietet seinen Modellen immer einen frischen Bademantel und eine Möglichkeit zum unbeobachteten Umkleiden. Doch direkt das erste Modell, eine burschikose junge Frau kümmerte es nicht, sie zog sich vor seinen Augen aus.

Seine späteren Modelle traten stets im Bademantel vor die Kamera. Monika knöpfte weiter auf. Schon fingerte sie am vorletzten Knopf ihres blauen Kleides, machte aber immer noch keine Anstalten, hinter die Papierplane zu gehen. „Mama!“ Monika stieg aus ihrem Kleid und lächelte den strengen Anwurf ihrer Tochter weg. „Ach Celina, er sieht mich gleich doch eh nackt.“ Alle anfänglichen Bedenken und Befürchtungen über das Fotoshooting waren bei Monika verflogen.

Sie fühlte sich wohl in Martins Nähe. Für lange Zeit beziehungslos, fand sie gefallen daran, ihn mit ihrem kleinen Striptease ein bisschen an zu machen. Celina guckte entsetzt, Martin schmunzelte in seinen grauen Bart hinein. Monika faltete ihr Kleid zusammen und legte es auf einen kleinen Tisch an der Wand, auf den Martin eigentlich seine Fotoutensilien bereit legte. Schnell schlüpfte sie aus ihrer Unterwäsche und warf die beiden Teile spielerisch mit gespreizten Fingern auf das gefaltete Kleid. „Mama!“ Die Pumps behielt sie an. Das machte die Beine schlank und den Hintern straff. Monika machte sich daran, so auf die Papierplane zu treten, um sich zu präsentieren.

Martin schüttelte den Kopf. „Bitte nicht mit Schuhen, Sie beschädigen mir die Plane.“ Mit einem verlegenen Lächeln und einem Rehaugenblick, der um Entschuldigung bat, zog sich Monika die Pumps aus. Martin legte einen Film in seine Kamera ein. Bei den Shootings zuvor hatten seine Modelle in der Zeit der Vorbereitung den Bademantel anbehalten. Natürlich könnte er die Vorbereitungen vorher treffen, doch er nutzte diese Zeit, um sich besser in seine Modelle hinein zu versetzen, wenn er beobachtete, wie diese sich in der Wartezeit verhielten. Nun stand Monika nackt vor der Papierbahn, verzichtete aber darauf, sich mit den Armen zu bedecken.

„Sie fotografieren nicht digital? Das ist doch voll die Achtziger!“ Herablassend sah Celina auf die Kamera. Ungerührt hantierte Martin weiter an seiner Hasselblad. Mehr als zwei Jahre hatte er als Lehrling gespart, und Zeitungen ausgetragen, um sich diese Kamera kaufen zu können. Er hing an seinem guten Stück. Vor vier Jahren ergatterte er einen günstigen umfangreichen Restposten an 6x6 Negativen und Chemikalien zum Entwickeln. Für ein bis zwei Jahre würde es noch reichen, dann würde er notgedrungen auf die Digitalfotografie umsteigen müssen.

Der Gedanke an die seelenlosen Mikrochips bereitete ihm Unbehagen. Diese Elektronik mit all den Automatiken entmündigten den Fotografen. Er schätzte das handfeste durchschaubare seiner rein mechanischen Hasselblad, um die Erotik eines weiblichen Modells einzufangen, bedurfte es eines sinnlichen technischen Instruments. „Und warum eine extra Kamera? Dafür gibt es doch Smartphones, die haben heute eine genauso gute Bildqualität wie die gesonderten Fotokameras.“ Martin schloss den Deckel seiner Hasselblad. „Na, dann mach doch mal mit Deinem Smartphone ein schönes Foto von deiner Mutter.“

Verlegen kichernd blickte Celina auf Monika, holte ihr Smartphone aus der Hosentasche und richtete es auf den nackten Körper ihrer Mutter. „Celina, findest Du nicht, dass zu einem schönen Foto auch eine schöne Pose gehört?“ Celina wusste nicht weiter. Sie traute sich nicht ihrer Mutter eine Anweisung zu geben, auch wollte ihr einfach keine Pose einfallen. Monika half ihrer Tochter. Sie setzte sich, streckte ihr linkes Bein und winkelte das rechte an. Den Oberkörper beugte sie weit nach vorne schob ihre Arme zum Zeh des ausgestreckten Beines.

„Nun aber!“ Celina zögerte. Natürlich sah sie ihre Mutter zu Hause oft nackt, im Bad oder im Schlafzimmer. Aber so in Pose, das war ihr unangenehm. Dann berührte sie den grünen Knopf auf dem Display, mehrmals ertönte der künstliche Klickton. „Na, dann lass mal sehen.“ Irgendwo rechts unten im Bild, jenseits aller Goldenen Schnitte, abseits jeglicher Bildkomposition, seltsam verdreht, abgebildet in einem unmöglichen Winkel, saß Monika. „Da hast Du Deine Mutter in einem sehr unvorteilhaften Winkel fotografiert.“

Trotzig steckte Celina ihr Smartphone weg. „Da gibt es bestimmt eine App dafür. Hab ich eben nicht runtergeladen gehabt.“ Martin entschied sich dafür, Monika viel Freiraum zu lassen, möglichst auf Anweisungen zu verzichten. In ihrer ersten Pose hatte er erkannt, dass sie Lust an der Darstellung, und auch eigene Ideen mitbrachte. „Nun Monika, jetzt, da wir uns etwas kennengelernt haben, könnten wir zum Du übergehen.“ Sie nickte. „Präsentiere Dich so, wie Dir ist. Lass mich diesen Moment mit meiner Kamera einfangen.“

Monika legte sich auf die Seite, strecke ihren rechten Arm und zog das linke Bein leicht an, um die Scham zu bedecken. Keck blickte sie in Kamera. „Wunderbar, bitte so bleiben.“ Martin richtete die Scheinwerfer aus. Es bedurfte schon einiger leichter Schatten, um die Konturen zu zeichnen, doch nicht zu viel. Ein zu großer Kontrast verdürbe das Bild. Licht umstreichelte Monikas nackte Haut. Er nahm die Kamera vom Stativ und ging in die Knie. Von oben sah er konzentriert in den Sucher seiner tief gehaltenen Hasselblad. Die Mechanik klickte, Martin drehte an der seitlichen Kurbel, um den Film weiter zu transportieren.

Völlig gelöst wechselte Monika die Posen. Nur selten gab Martin in ruhigen sonoren Worten, kurze Anweisungen, kein schrilles „gib es mir Baby“, wie es in den billigen Vorabendserien kolportiert wurde. Monika richtete sich im Sitzen auf, zog die Beine an, ein schönes klassisches Motiv. Etwas fehlte. In der Bildkomposition übten die einzelnen Elemente eine Gewichtung aus. Die verschiedenen Elemente eines Bildes mussten zueinander in ihrer Gewichtung ein passendes Ganzes ergeben, so wie in Kadinskys Bildern. Es fehlte ein zweites Bildelement.

Martin blickte auf Celina. „Hast Du nicht Lust, Dich zusammen mit Deiner Mutter fotografieren zu lassen? Ich würde Dir natürlich das Gleiche zahlen.“ Die Unaufdringlichkeit seines Tonfalls gab ihr keine Chance zu einer patzigen Entgegnung. „Sie meinen nackt?“ Celina nahm einen ängstlichen Gesichtsausdruck an. „Ich mache Aktfotos. Dabei sind die Modelle unbekleidet.“ Verschämt drehte Celina die Füße ein. „Mama! Sag etwas.“ Monika zog die Beine noch näher an sich. Etwas verträumt blickte sie auf ihre Tochter. Ja, sie war damals in dem Alter genauso verklemmt gewesen. Heute ärgerte sich Monika darüber. Wie atemberaubend schön sie damals aussah, und sich nicht traute, es zu zeigen!

Monika dachte an ihre ehemalige Klassenkameradin Rieke. Die hatte den Mut gehabt, sich für die Bravo bei „That's me“ ablichten zu lassen. Ganz nackt. Alle Jungen standen mit großen Augen und dem aufgeschlagenen Heft auf dem Schulhof, verzichteten aber auf abschätzige Bemerkungen. Die waren von einigen eifersüchtigen Mädchen gekommen, und Monika hatte mit gelästert. Doch die Jungen himmelten Rieke an. Viel später lernte Monika sie besser kennen, und immer wenn sie bei ihr zu Besuch war, holte Rieke ihren bunt verzierten Aktenordner, mit den Fotos, den Bravoausgaben und den vielen Liebesbriefen hervor, den sie voller Stolz präsentierte.

Monika wäre damals bei dem Gedanken gestorben, dass alle in ihrer Schule sie so hätten sehen können, nun stellte sie sich in ihrer Nacktheit auf, und ging mit erhobener Brust auf Martin und Celina zu. Jetzt empfand Monika ihre damalige Schüchternheit als unerträglich lächerlich. Sie war doch so viel schöner gewesen, als Rieke. Ach könnte sie die Zeit noch einmal zurückdrehen.

„Wenn Du nicht möchtest, dann ist das Okay, aber denke beim Zeitungsaustragen an den Regen, der Dir in den Nacken und in die Schuhe fließt, bis Dir die Socken an den Füßen kleben.“

„Mama, ich will nicht!“

„Du hast jetzt die Möglichkeit, das Geld für den Urlaub zu verdienen, ohne Zeitungen auszutragen.“

„Mama, bitte nicht.“

„Die nassen Haare kleben am Kopf, und Deine Frisur ist hinüber, wie das am nächsten Tag in der Schule wohl aussehen wird?“

„Mama.“


„Außer mir und Martin sieht doch keiner die Fotos, das haben wir vertraglich vereinbart.“

Celina schwieg, Monika nickte Martin zu, der nach oben ging, um einen zweiten Vertrag und eine Einverständniserklärung zu holen. „Na also, das war doch gar nicht so schwer. Nun musst Du nur noch Deine Sachen ausziehen.“ Celina stand da mit verschränkten Armen, den Tränen nah. Erst nach einigen Zögern, bewegte sie sich hinter die Papierbahn. „Aber bestimmt nicht so bitchlike, wie Du gerade.“ Martin kam zurück und Monika unterschrieb die Papiere. „Celina, wir können anfangen.“

Im Bademantel kam sie hervor, stellte sich vor die weiße Fläche. Krampfhaft verkrallten sich ihre Hände in die seitlichen Säume. Aus einer Schublade entnahm Martin eine kleine Digitalkamera, und sein altes Laptop. „Zum Aufwärmen mache ich erstmal einige Aufnahmen von Deinem schön ausgeleuchteten Gesicht. Dabei kannst Du den Bademantel anbehalten.“ Ein schwieriges Modell möchte vom Licht verführt werden, diesen Rat hatte ihm ein erfahrener Aktfotograf mit auf dem Weg gegeben. Als Celina ihre Porträts auf dem Laptop sah, löste sich ihre verkrampfte Haltung.
„Nun lass uns weitermachen. Leg Dich auf den Bauch und zieh Deinen Bademantel aus. Ich fotografiere Dein Gesicht, so wie Du liegst von vorne.“

Celina legte sich auf den Bauch und griff mit ihren Händen unter ihrem Körper, um den Bademantel zu öffnen. Dann hielt sie plötzlich inne. Sie traute sich nicht. Monika wurde es zu viel. Energisch packte sie den Bademantel, zog ihn ihrer Tochter über den Kopf weg aus. Dann musste sie laut lachen: Celina hatte noch Slip und BH an. „Verklemmte Jungfer!“ Martin wollte schon einschreiten, und Monika um Mäßigung bitten, hielt sich aber zurück. Nun zog Celina ihre Unterwäsche freiwillig aus, wobei sie dabei auf dem Bauch liegen blieb. Mit den einem Arm bedeckte sie ihre Brüste, als sie ihren Oberkörper anhob, um ihrer Mutter die Teile mit anderen ausgestreckten Arm zu reichen. „Mama, lass mir den Bademantel da.“

Monika dachte nicht daran. Mit weitem Schwung warf sie Bademantel und Unterwäsche, für Celina unerreichbar, hinter die Papierbahn. Martin kniete sich vor sie hin und fotografierte ihr angehobenes Gesicht. Von ihrem Körper zeigte das Bild nicht mehr als die Schultern und die verschränkten Arme. „Nun mache ich ein Foto deiner schönen Körperlinie von oben.“ Celina wollte protestieren, wagte es aber nicht aufzustehen. Martin richtete die Scheinwerfer neu aus, und rückte ihren prallen straffen Hintern ins rechte Licht. Nach einigen Aufnahmen, präsentierte er ihr das Ergebnis auf dem Laptop, das er vor sie auf den Boden stellte.

Mit jedem weiter gescrollten Bild entspannte sich Celina. Schon kam ein kleines Lächeln auf ihr Antlitz. Die Bilder waren schön. Sie zeigten ihr, was für eine tolle Frau sie war. „Wollen wir jetzt ein Foto zusammen mit Deiner Mutter machen?“ Celina nickte. Sie richtete sich auf und löste ihre Arme. Zum ersten Mal kam ihre wunderbare Oberweite zum Vorschein. Nun konnte Martin seine richtige Arbeit mit seiner Hasselblad beginnen. Monika und Celina setzten sich Rücken an Rücken mit halb angezogenen Beinen hin. Celinas aufrechte Brüste zeichneten sich in ihrer Fülle in der seitlich Kontur ab. Ein großartiger Mutter-Tochter-Akt. Martin verschoss drei Filme dafür.

Dann gab Martin den beiden eine neue Pose vor. Auf der Seite liegend, der Kamera zugewandt, zeigten Monikas und Celinas Beine aufeinander, berührten sich dabei leicht. Etwas störte. Ein Schatten. Martin richtete die Scheinwerfer neu aus. Der Schatten blieb. Monika und Celina robbten aufeinander zu, dann wieder weiter weg. Es wurde nicht besser. Martin ging zur Tür. „Tim, kannst Du mal runter kommen.“

Mit vielen Sandsäcken verbarrikadiert, lag der Bunkereingang mitten in der atomar verseuchten Einöde. Hier wartete die nächste Aufgabe. Die Kettensäge, der Flammenwerfer oder die Gasmaske, die richtige Wahl musste getroffen werden. Der Erfolg der Mission hing davon ab. Dann drang die Stimme der Realität in die virtuelle Apokalypse. Papa rief. Ausgerechnet jetzt, kurz vor dem fünften Level. Soweit war er noch nie gekommen. Genervt klickte Tim das Pausensymbol an. Wieder so eine Alte. Wenn der Papa schon so viel Geld für Aktmodelle ausgab, warum dann nicht für junge, mit Superkörperbau? Immer nur olle Weiber. Papa sagt, die hätten mehr Ausdruck. Quatsch. Die hatten nur Falten. Ganz am Anfang rannte er voller Neugierde immer sofort los, wenn er Papa helfen sollte.

Aber bei den Gedanken an die Omas da unten, konnte er sich jetzt nur unwillig von seinem Computerspiel lösen. Missmutig schlurfte er die Treppe runter.
Stand die Türklinke unter Strom? Zoom. Wahnsinn. Noch bevor Tim einen Gedanken fassen konnte, brannte sich der Anblick des kurvigen blonden Mädchens in seine Netzhaut. Was hatte sich der Papa für eine scharfe Zuckerschnecke vor die Linse geholt! Wie angewachsen stand er da und starrte auf das nackte Modell, das wohl im gleichen Alter sein musste wie er. Celina zuckte zusammen. Mit Martin und ihrer Mutter war es Okay. Aber dieser Honk. Zum Schluss ging er noch auf die gleiche Schule.

„Das ist Tim, mein Sohn.“ Martins ruhiger Satz entschärfte die elektrisierte Anspannung. Er zeigte auf den Schatten zwischen den Beinen und Tim wusste von alleine, was zu tun ist. Er assistierte oft seinem Vater beim den Fotoshootings. Übereilig stolperte er los, um die Leiter und eine Reflektorfläche zu holen. Er stellte die Leiter seitlich zur Papierbahn, stieg auf, und hielt die Reflektorfläche schräg zu den Scheinwerfern. Der Schatten verschwand. Geilomat! Er konnte von oben direkt zwischen die zart geöffneten Schamlippen der frisch rasierten Muschi gucken. Sein linkes Bein begann vor Aufregung zu zittern.

Die Reflektorfläche wackelte mit, Lichtreflexe huschten über den weißen Hintergrund. Martin wunderte sich. Tim surfte sich schon seit seinem 15. Lebensjahr heimlich durch sämtliche Pornoseiten. Martin hatte ihn gewähren lassen und so getan, als ob er es nicht bemerkte. Seinem Sohn sollte nichts mehr fremd sein. „Tim konzentriere Dich, Du fällst mir ja gleich von der Leiter!“ Celinas Unwohlsein nahm zu. Sie durfte sich nicht bewegen, und fühlte sich in der Pose, in der sie hier liegen musste, ausgeliefert. „Celina, entspanne Deinen Gesichtsausdruck.“ Es fiel ihr schwer.

Martin spürte Celinas Unbehagen und schickte den enttäuschten Tim beim Wechsel zu einer neuen Pose raus. Celina fühlte sich wieder freier, und Martin konnte sein Fotoshooting fortsetzen. Mehrmals noch platzte Tim unter irgendwelchen Vorwänden in den Hobbykeller, bis dann Martin in einem ruhigen, aber strengen Tonfall sagte, dass es jetzt gut sei. Nach weiteren sechs Posen war Celina erlöst.

Die fertig entwickelten Abzüge, die Mutter und Tochter eine Woche später präsentiert wurden, gefielen den beiden so gut, dass sie weiter machen wollten, und nachdem Martin versprochen hatte, dass Tim nicht mehr stören würde, freute sich auch Celina auf die nächsten Termine.
Monika fand endlich die Negativdose mit den Nacktaufnahmen von ihr und Maike wieder, und gab sie Martin zum Entwickeln. Der schüttelte mit dem Kopf und meinte, dass ein belichteter Kleinbildfilm nach so vielen Jahren hinüber wäre. Trotzdem ging er damit in sein Labor und vollbrachte das kleine Wunder. 11 der 36 Aufnahmen konnte er retten.

Monika lud voller Stolz Maike und Rieke zu Martin ein. Sie konnte nun zeigen wie schön sie damals war. Spontan entschlossen sich die drei zu einem gemeinsamen Aktfoto.
Martin nahm seine lange angedachte Ausstellung in der Volkshochschule in Angriff, und Monika gab ihm die schriftliche Zustimmung, die Fotos von ihr und Celina ebenfalls dort aufhängen zu dürfen. Ihre Tochter hatte sie nicht gefragt, schließlich war sie die Erziehungsberechtigte.

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