Mein Erlebnis in der Disco oder Schwarze Materie

von LaVie
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Zur Kategorie: An– und Ausgezogen

Hallo! Ich heiße Daniela Mangold und bin 21 Jahre alt, sagt zumindest das Foto in meinem Personalausweis. Ich habe Körbchengröße 85 D und wenn ich mich ausgezogen habe, 80 A. Ich trage gern kurze Röcke und tief ausgeschnittene Tops, weil ich die Blicke der Männer genieße. Es dürstet mich danach, wie mein Rock mit jedem Blick ein Stückchen kürzer wird und ich von einen normalen Mädchen zum Fickstück werde. Wie die Kerle Schlange stehen, um mir auf dem Klo ihren Schwanz in meine Muschi zu schieben. Wie ich durchgereicht und durchgefickt werde, bis nichts mehr übrig bleibt. Ein leckerer Becher Cherry-Coke, den man bis zum letzten Tropfen geleert hat. Aber der Becher bleibt trotzdem in Form. Physik. Und auch ich bleibe in Form und fülle stetig nach, damit jeder mich aussaugen kann. Bis nichts mehr da ist, das man hineintun kann.

 

Ich warte. Ich warte, bis Amir aufhört zu rammeln und anfängt zu stöhnen. Bis er meine Titten quetscht und jault und sich groß fühlt, obwohl er klein ist. Bis er endlich abgespritzt hat. Amir hat seine Hände in meinen Haaren vergraben, die ich so schön frisiert habe, und müht sich seit 10 min ab. Ich winsele. Ich habe meine Hände gegen den Fensterrahmen gepresst und die Augen geschlossen. "Dein Schwanz ist doch viel zu groß für so ein enges Loch wie meines", japse ich, obwohl ich seinen Schwanz selbst mit einem GPS-Gerät nicht orten könnte. Irgendwann schreit Amir und zieht seinen Schwanz aus meiner glattrasierten Spalte. Glücklicherweise ist meine Muschi absolut haarlos, sodass die Männer sie gut finden. Außerdem rieche ich immer gut, egal, wie sehr ich mich in den Laken gewälzt oder auf Disco-Toiletten gefickt habe - ich bin ein echtes Glückskind. Ich schiebe das knappe Höschen zurück an seinen Platz und richtete den Rock. Dann frische ich Foundation, Eyeliner und Mascara auf und gehe nach unten zur Bar. Ich bestelle mir eine Cola mit Strohhalm und lasse genüsslich das prickelnde Getränk meinen durchgefickten Rachen nach unten laufen.

 

Danach stürze ich mich wieder ins Getümmel und arbeite sauber die Choreografie von "Everybody (Backstreet's back)" ab, ein Meisterwerk der Pop-Kultur, das nicht nur zu einer Massentanz-Orgie aufruft, sondern dessen Choreografie eine solche anregt, weil es bei durch die Luft fliegenden Stofffetzen nur noch ein Frage der Zeit ist, bis der Arsch ganz oder teilweise entblößt wird. Wer bei so vielen gemeinschaftlich fliegenden Körperteilen nicht geil wird, hat ein Problem. Ich habe dagegen gar kein Problem. Ganz im Gegenteil: Die Ärsche, Schwänze und Muschis, die sich aneinander und an mir reiben, verströmen einen Duft, der benommen macht. Ich gebe mich hin. Ich grabsche und fasse, während das Licht mich einhülle und die Musik nebensächlich wird. Wenn "Sex" eine Definition braucht, dann ist sie DAS.

 

Ich spüre eine Hand. Sie greift nach mir, ich fasse kurz, will sie zu mir ziehen, doch sie entwischt. Sie greift nach meiner Hüfte, ich wehre sie elegant ab, will tanzen, doch sie packt zu. Sie zieht. Der Strom treibt mich nach draußen wie ein Zahnrand. Als wir draußen sind, nehme ich die freie Hand und schlage. Ich will sein Gesicht treffen, erwische aber nur seine Nase.

 

"Hast du sie noch alle? Was soll der Scheiß?!", fauche ich ihn an und lasse mich auf die Steine sinken. Jetzt, wo der Halt der anderen weg ist, die energiegeschwängerte Luft und die Scheinwerfer, die mich oben halten, fühle ich mich erschöpft. Mir ist schlecht. Ich kotze auf die Treppe und beobachte, wie sich der Strom rotgefärbter Getränke seinen Weg auf die Straße bahnt. "Mann!"

 

Er stellt sich neben mich und blickt auf die Straße.

 

"Wie kann man seine Fähigkeiten nur so verschwenden?", fragt er wütend.

 

"Was soll das denn heißen?", schreie ich zurück. Kann er mir nichtmal die Haare halten?

 

"Ich habe deinen Vortrag über Dunkle Materie gehört. Er war brilliant!"

 

Natürlich, Dunkle Materie. Dunkle Materie befindet sich irgendwo inmitten der Disco-Lichter, dort, wo sich die Luft kühl anfühlt und man nichts wahrnimmt als Glück, von dem man nicht weiß, wo es herkommt. Dunkle Materie befindet sich zwischen Menschen, weil man nie weiß, wie man richtig mit ihnen umgeht. Man kann Erregung messen, aber keine Gefühle. Nicht mit Menschen umgehen zu können ist brilliant.

 

"Komm wieder runter. Es war Arbeit. Und an Arbeit will ich gerade nicht denken. Ist das so schwer zu verstehen? Muss ich 24 Stunden am Tag das clevere Mädchen sein? Oder soll ich denen dortdrin auch einen Vortrag halten?!", ich binde meine herunterhängenden Haare zu einem unordentlichen Zopf.

 

"Aber du kannst dich doch nicht auf Titten und Arsch reduzieren!", ruft er.

 

"Kann ich nicht?", frage ich provokant. Dann ziehe ich mein Top aus und lasse mich nach hinten fallen. "DAS ist Verschwendung? Ich habe kleine geile Kugeln mit runden Warzen, die an Himbeeren erinnern. Ich habe einen flachen Bauch, aus dessen Nabel man Sekt, Bier und andere Flüssigkeiten saugen kann. Ich habe eine leckere, saftige Muschi, die schreit 'Nimm mich!', aber nicht jeden reinlässt, wenn ich es nicht will. Ich habe Beine bis zum Himmel und einen Arsch, den ich mir mühevoll antrainiert habe. Mein Arsch gehört genauso zu mir wie mein Kopf!"

 

"Aber du setzt deinen Körper ein, um die Wünsche anderer zu erfüllen. Was ist mit deinen?"

 

"Es ist mein Wunsch zu ficken."

 

"Es ist dein Wunsch, dich selbst zu zerstören. Du wartest doch nur darauf, dass dich das Sperma all dieser Männer von innen aushöhlt, bis von dir nur noch eine Hülle übriggeblieben ist, die nichts mehr fühlt!"

 

"Wenigstens weiß ich bei den Kerlen, was mich erwartet! In meiner Realität kann ich darauf warten, dass jemand sieht, was ich leiste. Wenn ich gefickt werde, muss ich nur die Beine breit machen und den Kopf abschalten."

 

"Damit kommst du deinem Ziel nicht näher!"

 

"Welchem Ziel? Ziellos ist im Trend!"

 

"Du wirst nicht glücklich."

 

"Ich kann dem Glück hinterher hetzen oder mir die Zeit vertreiben, bis es da ist. Rate, was ich gewählt habe"

 

Mit diesen Worten nehme ich mein Shirt und gehe. Ich atme noch einmal die kühle Nachtluft ein, dann wühle ich mich durch die Masse zurück in den Club. Auf der Toilette spüle ich mir den Mund aus und hole dem Kerl in der Ecke einen runter. Im Laufe der nächsten Stunden trinke ich 4 Cocktails und ficke mit 5 Typen, Blowjobs eingeschlossen. 5 Typen haben ihr Sperma auf mir verteilt, im Schwarzlicht würde ich aussehen wie ein Galaxy-Print in Neon-Optik. Ich könnte mich in eine Kunstausstellung setzen, mit dem schönen Titel "Sperma-Tropfen von kleiner Frau" und die Putzfrau hätte zuviel Ekel, sauber zu machen.

 

Es ist vier Uhr morgens, als ich aus dem "Reitenden Hängst" hinaus auf die Straße stolpere. Es ist Nacht und ziemlich kalt, aber ich bin innerlich so aufgeheizt, dass mir das nichts ausmacht. Autos brausen über die Straße und ich frage mich, wer um vier Uhr morgens Auto fahren muss. Ich fahre Bahn.

 

An der Haltestelle angekommen stöhne ich laut auf. 35 Minuten. Natürlich bieten Springbrunnen und elfenbeinfarben angeleuchtete Bauten aus dem 18. Jahrhundert eine tolle Kulisse, wenn man eine Kamera dabei hat. Aber nicht, wenn man einen Kater dabei hat und nur noch in sein Kuschelkörbchen krabbeln will. Nach soviel Sex an kalten Fliesen tut eine Flauschdecke ganz gut.

 

Obwohl... der Typ gegenüber sieht gut aus. Er trägt eine schwarze oder dunkelblaue oder ockerfarbene Jacke und eine Jeans, die seinen Arsch erahnen lässt. Sein Haar wirkt kompakt, keine Gel-Leiche, bei der sich Haargel, Schweiß und Haare in einen verwirrten Betonklotz verwandelt haben. Vielleicht ist er kein Partygänger, sondern ein Mann, der morgens um vier eine große Reise antritt. Wer große Ziele hat, muss früh losfahren.

 

"Hey!", rufe ich hinüber. "Willst du ficken?"

 

Der Mann blickt zu mir. Er überlegt, dann läuft er über die Straße.

 

Ich empfange ihn mit offenen Armen. Gierig umfassen meine Hände seinen Hals, dann schiebe ich ihm meine Zunge rein. Er sabbert nicht. Er ist zu überrascht, wartet ab, genießt und spielt dann mit. Er verliert sich nicht in mir, sondern züngelt zurück, wenn es notwendig ist. Er ist keiner, der sich von mir überholen lässt, sondern auf gleicher Höhe.

 

Zielsicher schiebe ich ihn auf die Bank vor dem Haltestellenschild und streife ihm die Hose runter. Ginge es nach mir, sollten Männer keine Unterwäsche mehr tragen. Dann wäre David Beckham zwar arbeitslos, aber ich müsste mich nicht damit rumschlagen. Warum kann man Boxershorts nicht einfach zerreißen wie Slips?! Mühselig schiebe ich das schwarze Ding nach unten und streife ihm ein Kondom über den Schwanz. Dann setze ich mich auf ihn. Er hat einen schönen Schwanz. Nicht so riesig, aber spürbar. Außerdem hatte ich heute schon genug aufgeblasene Keulen in mir. Ich küsse ihn und beginne zu reiten.

 

"Wo willst du hin?", frage ich zwischen zwei Stößen.

 

"Kleinwachau", antwortet er keuchend und presst mich näher an sich.

 

"Was gibt es in Kleinwachau?", frage ich, doch er kann nicht antworten, weil ich seine Luft zum Küssen brauche.

 

"Es gibt eine Ex", stöhnt er, "die mit meinem besten Freund geschlafen hat"

 

"Und jetzt? Willst du sie zurück?", Männer in schwarzen Jacken ficken echt gut!

 

"Ich will ihr sagen, dass ich auch mit meinem besten Freund geschlafen habe", er krallt sich in meinen Rücken und zerreißt mir das schöne, befleckte Top.

 

"Was?!" Für einen Moment halte ich inne. Dann höre ich sein Lachen.

 

"Das war ein Witz!", prustet er. "Meine Mutter arbeitet in einer Bäckerei und braucht eine Aushilfe. Aber eine Ex hab ich trotzdem."

 

"Du hast mich verarscht?!", ich werfe ihn nach hinten und spanne meine Muschimuskeln an. Dann erhöhe ich das Tempo. "Du hast mich an der Nase herumgeführt und dich an

meinem Schock erfreut, du abgefuckte Bitch?!"

 

Er rollt herum und sitzt nun auf mir. Sein Schwanz tief, tief in mir. Geil.

 

"Nein, ich erfreue mich an deinem Loch. Weißt du, wie lange mich keine mehr gevögelt hat?", ruft er und spreizt meine Beine.

 

"Ist das mein Problem?", stöhne ich. "Du hättest doch noch weiter mit deiner Ex pimpern können. Solange Platz für euch beide ist"

 

"Man fickt nicht die Freundin eines Bros", erklärt er.

 

"Aber als Freudin kann man den Bro eines Freundes vögeln. Das leuchtet ein.", sage ich sarkastisch. "Übrigens bist du nicht der einzige Kerl, der seine Ehre in mich spritzt" Es gab Tage, da führte meine Pussy mehr Wasser als die Spree.

 

"Ich wollte schon immer Teil einer großen Gruppe sein", keucht er und stößt mich härter. "Aber als Mann, der DICH vögelt, stehe ich wohl alleine da."

 

"Noch hast du mich nicht. Gewonnen hast du erst, wenn du die Frau zum Orgasmus gebracht hast. Faken zählt nicht." Ich würde ihm gerne meine geheime Stelle zeigen, die hyper-erogene Zone, mit der man mich binnen Sekunden zum Abspritzen bringt. Aber ich hab den Krieg nicht angezettelt.

 

"Irgendwann wirst du im Gnade winseln", raunt er.

 

"Keine Sorge. Ich hab ja nicht gesagt, dass ICH nicht faken kann. Wenn du es nicht bringst, mach ich es selbst zuende." Alles eine Frage der Gewohnheit. Und der Betrachtung. Sich zu fingern, während man gevögelt wird, das ist, als denke man an Johnny Depp, während man von Johannes Dipsdorfer durchgerammelt wird. Keine große Sache. Ich schalte von kochend heiß auf gefriergetrocknet und atme die Erregung in mich hinein.

 

"Möchtest du noch weiter dübeln oder gibst du irgendwann auf?", frage ich provokant und beginne, die Sterne am Himmel nach Größe und Helligkeit zu sortieren.

 

Ich höre ihn ächzen. Er zieht meine Haare nach hinten und rammt seine Zähne in meinen Hals. Genüsslich saugt und beißt er in meinen Hals, ich spüre seinen heißen Atem auf meiner Haut und in meinem Ohr und bin kurz davor, ein leises Stöhnen auszustoßen. Frauen sind multitaskingfähig, aber multi-fühl-fähig?!?!

 

Dann reibt er meine Klit. Meine Erregung pendelt zwischen meiner Pussy, meinem Kopf, Ohr, Hals, Haut und Perle wie ein Flummi, immer stärker, schneller, härter, lauter, intensiver, bis ich es nicht mehr aushalte und komme. Zu den Sternen am Himmel kommen noch ein paar hinzu und die welt pulsiert vor meinen Augen. Ich fühle mich mir und ihm unglaublich nah. Eins.

 

Es rauscht.

 

Der Mann in Ocker springt auf, streift sich das Kondom ab und wirft es im Laufen in den Mülleimer. Er hastet über die Schienen und schafft es noch, in die Bahn zu fallen, bevor sich die Türen schließen. Er hämmert gegen die Scheibe und streckt den Daumen nach oben. Dann lächelt er.

 

Ich bin wie betäubt. Ich lasse mich auf die harten Planken fallen und starre den Himmel an. Ich befühle meinen Hals, auf dem sein Biss noch immer pulsiert. Ich fühle

meinen Kopf, der langsam abkühlt. Und meine Perle, die nochmehr will.

 

Ich möchte schlafen. Ich möchte mich unter dem Sternenhimmel in eine Decke kuscheln und diesen Zustand genießen. Bis in alle Ewigkeit. Doch ich darf nicht. Ich raffe mich auf und laufe eine Haltestelle, damit ich nicht einschlafe. Dann falle ich in die Bahn.

 

Als ich aufwache, blendet mich die Sonne. Meine Nachbarn streiten sich aus nichtigem Grund und ein Teller geht zu Bruch. Mein Kopf tut weh. Ich presse ihn in das Kissen, in der Hoffnung, die Federn würden ihn leicht nach oben tragen, aber er tut nur noch mehr weh. Mein Körper scheint auf der Matratze festgenagelt und ich habe keine Kraft aufzustehen. Aber ich muss auf die Toilette. Also schalte ich das Radio an und rolle mich aus dem Bett. Zum Rhythmus von "Tears" krieche ich über den Fußboden zum Klo. Wenigstens mit dem Hintern wackeln kann ich noch. Während der Sänger leidend ins Mikro heult, lasse ich die Klobrille nach oben schnellen und ergieße mich in die Kloschüssel. Scheiße, meine Pussy tut weh! Warum sind Frauen nicht auf männliche Konkurrenz vorbereitet und umempfindlicher? Immerhin: Ich habe einen alles-heilende Muschisalbe, die binnen fünf Minuten alles in den Urzustand zurück versetzt. Es lebe die moderne Wissenschaft! Danach drehe ich den Wasserhahn auf und wasche mein Gesicht. Die tiefen Augenringe werden vor morgen nicht weg sein. Und auf die Spuren am Hals werden mich die Kollegen noch tagelang ansprechen. Gut gemacht, Mann in Ocker!

 

Ich schlurfe in die Küche. Mit Mühe bugsiere ich den Filter in die Kaffeemaschine und in den Filter das Kaffeepulver. Als ein zu starker, aber immerhin trinkbarer Kaffee vor mir steht, ist die erste Challenge des Tages bestanden. Ich nehme den Obstsalat aus dem Kühlschrank, setze mich an den Küchentisch und blicke aus dem Fenster. Vor mir laufen Menschen die Straßen runter. Und hoch. Und runter. Autos fahren vorbei. Kinder spielen auf dem Bürgersteig. Eine Träne plumpst in meinen Kaffee. Keiner da.

 

Keiner, der sich freut, wenn ich komme. Keiner, der es bedauert, wenn ich gehe. Keiner, der mich mit aufgepimpten Spagetthi Carbonara überrascht. Und keiner, der mir des Nachts die Haare hält, wenn ich moderne Kotz-Kunst mache.

 

Ich habe mir gestern alles aus mir vögeln lassen. Den Schmerz. Die Angst. Den Frust. Aber keine noch so große Menge Sperma kann das Loch in meinem Herzen füllen. Welt dreht sich und dreht sich und keinen interessiert, wie es anderen geht. Es muss ja weitergehen.

 

Ich gehe zum Telefon und rufe den Pizza-Service an. Ich bestelle eine große Pizza mit Käserand und vielen Würstchen. Danach schalte ich den Fernseher ein und zappe, bis ich bei einer kitschigen Telenovela lande. Die Heldin hat gerade ihrem Helden gestanden, dass sie einen anderen heiraten will, weil der sie nicht so lange zappeln lässt, während ihre Schwester feststellt, dass ihr Freund auf blaue Lederklamotten steht und die Mutter mit der Tochter ihrer Erzfeindin ein Verhältnis hat, das sie gerade beenden will. Dramatisch, dramatisch! Noch dramatischer ist, dass der Pizzalieferant klingelt, als es am spannendsten wird.

 

Ich hopse zur Tür wie ein Marsupilami und öffne.

 

"Guten Tag Frau Mangold! Sie hatten die Triple-Size-Double-Würstchen-Pizza mit Creamy-Cheesy-Rand bestellt? Das macht 24,99 EUR!"

 

Ich starre ihn an. In Gedanke ziehe ich ihm die Lieferanten-Jacke aus und streife die Hosen ab. Ich tausche die Unterhosen gegen Natur und werfe sein Cappie in die Ecke. Vor mir steht Mr. Ocker.

 

"Hi.", sage ich.

 

"Hi", lächelt er.

 

"Das ist aber nicht Kleinwachau!", stelle ich fest.

 

"Und du hast noch weniger an als gestern!", bemerkt er.

 

"Ich war noch nicht fertig!", maule ich. "Im Ernst: Willst du mitgucken? Im Fernsehen machen zwei Frauen rum. Wenn du Glück hast, siehst du einen nackten, nicht verschrumpelten Arsch!"

 

"Ist das meine Belohnung dafür, dass ich dich zum Kommen gebracht hab?", grinst er.

 

"Deine Belohnung ist, dass du überhaupt mit einer classy Frau wie mir ficken darfst. Irgendwann werd ich mal Gattin eines reichen, wichtigen Schnösels!", schieße ich zurück. "Also?"

 

"Ich hab in einer Stunde Feierabend. Danach muss ich mich noch umziehen...", überlegt er.

 

"Ich lauf nicht weg.", motze ich. Soll ich bis morgen früh hier stehen?

 

"Dann komme ich gegen vier vorbei. Soll ich Blumen mitbringen?", fragt er.

 

"Nachdem du mich auf der Bank hast liegen lassen - ja.", lächle ich.

 

"Bis später!"

 

Er drückt mir die Pizza in die Hand, ich ihm das Geld, wir winken zum Abschied und dann geht er.

 

Ich hopse zurück zum Bett, drehe den Ton lauter und gebe mich schmerzenden Herzen hin. Nach der vierten Folge und dem dritten Stück Pizza fallen mir die Augen zu.

 

Pause machen... ist auch eine Art... voranzukommen.

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