Blödes Schulschwimmen

von Luftikus
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Zur Kategorie: An– und Ausgezogen

„Frau Wollgast? Das blöde Schulschwimmen fällt doch heute aus, wo doch das Hallenbad wegen der kaputten Chloranlage geschlossen ist ?“ Die 11 Mädchen der 12. Klasse standen vor dem Schultor des Bruno Bauer Gymnasiums und Mia blickte ihre Lehrerin hoffnungsvoll an. „Aber Mia. Nur in einem gesundem Körper steckt auch ein gesunder Geist. Daher schließen sich Schulschwimmen und Blödheit von vornherein aus. Das Schulschwimmen findet heute statt.“

Die Mädchen schauten mürrisch aus ihren Gesichtern. „Wir haben aber gar nicht unsere Schwimmsachen dabei, weil wir doch dachten, das Hallenbad ist zu. Und überhaupt. Wo soll denn das Schulschwimmen stattfinden?“

„ Wir gehen heute ins Vitarissimo. Beim Verkauf des alten Kombibades wurde vertraglich festgehalten, dass das 25 Meter Becken bei Bedarf für Schulzwecke zur Verfügung gestellt weden muss“

Ungläubige Blicke starrten Frau Wollgast an. „ Aber das Vitarissimo ist doch ein textilfreies Bad. Müssen wir da etwa nackt schwimmen?!“

„Nein selbstverständlich nicht. Ihr dürft eure Badeanzüge tragen. Das ist Teil des Vertrags. Aber bei denjenigen von euch, die keine dabei haben, ist es auch kein Problem wenn sie in einem FKK Bad ohne schwimmen.“

Entsetzen machte sich in der Gruppe breit. „ Sie können uns doch nicht zu nacktem Schwimmen zwingen!“

„Schulschwimmen ist Pflicht und die Schwimmsachen sind mitzubringen!“

Ein heftiges herumkramen in den Taschen und Rucksäcken griff plötzlich um sich.

„Ach Frau Wollgast, ich hab ja meine Schwimmsachen doch dabei, hab ganz vergessen, dass ich sie schon eingepackt hatte.“ „Ich auch.“ „Und ich auch.“ Nun hatten alle ihr Badezeug dabei.

Die Lehrerin schmunzelte vergnügt. Seitdem die Mädchen volljährig waren, hatten sie es mit den selbstgeschriebenen Entschuldigungen arg übertrieben. Vor kurzem hatte dann die Schulleitung durchgegriffen und zwei Schülerinnen der Schule verwiesen. Doch trotzdem versuchten die Mädchen sich immer wieder mit allerlei Tricks um das „blöde Schulschwimmen“ zu drücken.

„Sehr schön der Bus kommt gleich.“

 

 

Bei ihrer Ankunft verschlug es allen die Sprache. Den grauen Zweckbau der 60er Jahre ersetzte eine hypermoderne kunterbunte Stahl und – Glaskonstruktion. Alles strahlte hell und sauber. Ein langer Schriftzug „Vitarissimo“ zierte die Glasfassade des Eingangsbereichs und wies so den Weg zur Rezeption. Die Gruppe folgte dem vorgezeichneten Weg.

„Guten Morgen, Wollgast mein Name. Wir sind die angemeldete Gruppe des Bruno Bauer Gymnasiums.“

Die junge Frau im blauen Poloshirt lächelte freundlich. „ Ja ich wurde schon informiert. Sie können direkt mit ihrer Gruppe durchgehen. Der Umkleideraum liegt sofort rechts hinter der Milchglaswand.“

 

 

„Da zieht sich ja ein Mann aus!“ Mia hatte als erste die beschriebene Tür geöffnet und sofort kehrt gemacht.

Frau Wollgast stutzte. „Aber genau diese Tür hatte die Rezeptionistin uns doch genannt.“

„Och wusstet ihr gar nicht, dass es hier im Vitarissimo nur eine Unisexumkleide gibt? Na so was aber auch. Dann müssen wir die wohl nehmen“ Anke, die Ökotante der Klasse zog einen Bogen um Mia und griff nach der Türklinke.

Verdutzt guckten sich die Mädchen an. Nur ihre Lehrerin behielt die Fassung. „ Anke du gehst da nicht rein! Wir werden an der Rezeption noch mal nachfragen.“

Dort angekommen wartete schon die böse Überraschung auf die Schülerinnen.

„Ich will sofort den Badleiter sprechen!“ herrschte Frau Wollgast die Rezeptionistin an, die soeben Ankes Bemerkung bestätigt hatte. Die Mädchen waren blass und still geworden. Nur Anke schaute etwas spöttisch auf ihre „spießigen“ Klassenkameradinnen und musste über das ganze „Schauspiel“ schmunzeln.

Schon zwei Minuten später trat Herr Ahrens auf die Gruppe zu, deren Lehrerin ihn schon mit ihren Augen fixiert hatte und gar nicht erst zu Wort kommen ließ. „Sie haben sich doch vertraglich verpflichtet, uns ein Schulschwimmen bei Bedarf zu ermöglichen.

Der angesprochene Mitvierziger reagierte gelassen. „Guten Morgen Frau Wollgast, drei Bahnen des 25 Meter Beckens sind durch Leinen abgeteilt und stehen ihnen den ganzen Vormittag zur Verfügung.“

Frau Wollgast kam die Zornesröte ins Gesicht. „ Wollen Sie sich über uns lustig machen!?“

„Nein, gewiss nicht. Das ist nicht der Stil des Vitarissimo.“

„Nun Herr Ahrens, wo sind den dann die separaten Gruppenumkleiden für meine Schülerinnen?“

„Wir haben keine weiteren Umkleiden. Es gibt nur diese eine. Den Umkleidebereich haben wir zugunsten der umfangreichen Innengestaltung um fast zweidrittel zurückgebaut. Unser Stararchitekt Monicretti hat sich zur Maxime gemacht, dass ein modernes Eventbad zum Erholen, jedoch nicht zum Umkleiden erbaut wird.“

Die Pädagogin füllte sich nur noch veralbert und schüttelte genervt mit dem Kopf. „Warum ziehen sich dann ihre Badegäste nicht gleicht hier vor dem Bezahlen aus, oder steigen noch besser gleich nackt aus ihren Autos ?!“

Noch während Frau Wollgast wütender Einlassung hatte ein Mann den Eingangsbereich betreten und alles mit halben Ohr mit angehört. Der Anblick der jungen Schülerinnen und das „Ausziehen vor dem Bezahlen“ befeuerten in Blitzesschnelle erotische Phantasien in ihm.

Noch bevor er sich dessen bewusst wurde, hatte er die Mädchen kurz angestarrt, bevor er sich fing und stracks zur Rezeptionistin schritt. Wie zur Schau gestellt fühlte sich die noch mehr erblasste Schulgruppe. Fast so, als sie sich jetzt hier wirklich ausziehen müssten.

Jetzt hatte auch ihre Lehrerin die Situation erfasst und verstummte schlagartig. Was tat sie den Mädels bloß an?

„Diese Idee, Frau Wollgast, konnten wir Herrn Monicretti zum Glück ausreden“

„Aber sie haben sich vertraglich verpflichtet ....“ presste die Lehrerin stotternd hervor.

„Die Verträge wurden vor den Umbauplänen abgeschlossen. Den Rest hat der Anwalt alles gegengecheckt. Daran gibt’s nichts zu rütteln. Keine Pflicht zur separaten Umkleide.“

So kirre wie jetzt hatten die Mädchen ihre straighte Lehrerin noch nicht erlebt. „Und wie soll das gehen? Eine von meinen Schülerinnen unbekleidet, daneben ein nackter Herr und dann wieder eine Schülerin, die sich umzieht?“

„Ich kann ihnen anbieten, dass eine Hälfte des Umkleideraums allein ihrer Gruppe zur Verfügung steht. Ich werde ihnen unsere Servicekraft Moni mitschicken. Die passt schon auf, dass alles seine Ordnung hat.“

 

 

„Na kommt schon Mädels, wenn einer euch was weggucken will, dann kriegt er es mir zu tun.“

Mit ihrer Kurzharrfrisur und ihren wachen Augen machte die 22 jährige Moni einen resoluten Eindruck. Frau Wollgast war schon zum Becken gegangen, um sich auf die Schwimmstunde vorzubereiten.

„Nun kommt schon.“ Steif und unentschlossen stand die Mädchengruppe mit verschränkten Armen immer noch im Eingangsbereich. Nur Anke war locker. Eigentlich wär sie schon lang in der Umkleide gewesen. Oft hatte sie sich dort schon umgezogen. Auch mit vielen Männern. Aber dieses göttliche Schauspiel der ach so beschämten Zicken wollte sie sich nicht entgehen lassen.

„Du bist doch ganz locker. Geh doch schon mal. Vielleicht kommen die anderen ja nach.“

Kurz nachdem Anke hinter der Milchglaswand verschwunden war, kam ihr Kopf wieder zum Vorschein. „Umkleide ist leer.“

Moni klatschte in die Hände. „Jetzt aber. Dann seit ihr fertigt bevor jemand anderes kommt.“

Auf einmal ging alles ganz schnell.

 

 

So eine super Umkleide hatten die Mädels noch nicht gesehen. Der Raum bestand aus einem großen Oval, die durchgehende Wand bis auf die Türen und einige deckenhohe Spiegel mit Spinden besetzt. Alles war rundherum mit dunkel edlen Holz verkleidet, vom dem sich die breiten bunten Bodenfliesen abhoben. Die Mitte des Ovals füllten Bänke aus. Aber was für Bänke. Fast 2 Meter breit und mit dunkeln Leder bezogen. So super sauber und gepfelgt, wie es war, sollte es doch hier eine Mädchenumkleide sein. Aber es war eine Unisexumkleide in der jeder alles sehen konnte. Keinerlei Gestänge versperrten die Sicht. Statt der üblichen Bügel hingen in den Spinden Bastkörbe für Schuhe und Kleidung.

Links neben der Eingangstür befand sich die Tür zu den den Solebecken und Ruheliegen. Die dritte Tür am gegenüberliegenden hohen Ende des Ovals führte zur großen Halle und den Duschen.

„Nehmt hier die zweite, dritte und die vierte Bank. Die sind nur für euch. Holt euch die Bastkörbe und stellt sie vor den Bänken auf den Boden.“

Schnell verteilten sich die Mädchen mit den Körben an den Bänken. Hastig zogen sie sich Schuhe und Strümpfe aus. Bloß schnell fertigen werden, bevor einer reinkommt! Schon standen sie in Unterwäsche da. Mia, Jana und Pia hatten sich schon vorher ihre Badeanzüge drunter gezogen. Die anderen konnten sich nun nicht entscheiden. Schnell oder mit Handtuchvorhalten? Sie entschieden sich für Schnell und Handtuch. Aber diese Kunst beherrschte nur Nesrin, die sich schon in Oberbekleidung mit zwei kurzen Griffen vollständig in ihre Handtücher hüllte, zwischen denen sie ihre Kleidungsstücke mit dezenten Bewegungen hervorzauberte. Selbst eine afghanische Burka wäre offenherziger gewesen.

Den anderen blieb dieses Geschick verwehrt. Die Handtücher wollte nicht sitzen. Sie rutschten.

 

 

Anke saß schon nackt auf der Bank und ließ ihren Badeanzug in der linken Hand baumeln. Der Anblick des Stofffetzens bereitete ihr Unlust. Zu schön war die Wärme der beheizten Bank, die sie am Körper spürte. Schwarze Dreadlocks betonten die weiße Haut ihrer schlanken Figur. In der zugigen Sammelunkleide des städtischen Bades hätte sie so keine 5 Sekunden gesessen. Hier umgab sie wohlige Wärme.

Anke betrachtete das Gewusel aus Hast und Handtüchern. Nun hatten alle bis die Klassenschönheit Lara das Verdecken aufgegeben und standen nackt da.

Der Moment, in dem es einfach passieren musste:

ein neuer Badegast trat in die Umkleide.

Schon beim Geräusch der Türklinke zuckten die Mädchen zusammen und Laras Handtuch entglitt genau beim Eintreten des Mitdeisigers, dessen Aufmerksamkeit dadurch auf Laras sehr kleine nach unten zeigegenden Brüste gelenkt wurde.

Lara hasste ihre Brüste. Noch nie hatte sie diese so gezeigt, auch den anderen Mädchen nicht. Nie!

Mit ihrem super süßem Gesicht, ihren hellbraunen Haaren und der schlanken Figur war Lara der Schwarm der Jungen und genoss es. Wäre da nicht ihr hässlicher Busen. Mit Kevin hatte sie sogar Schluss gemacht, um sich ihm nicht oben ohne präsentieren zu müssen.

 

 

2 Sekunden oder eine Ewigkeit?

Noch bevor sich die Mädchen erschreckt wegdrehen konnten, erheischte der faszinierte Blick die rasierte Scham der blonden Hanna und den vollrunden Busen der brünetten Denise. Ihr Busen war wirklich der schönste der 12. Klasse. Nur Anke, die selbstbewusst in Armeslänge vor dem neuen Badegast saß, bemerke er nicht.

„Das ist eine organisierte Gruppe. Könnten Sie bitte eine der hinteren Bänke nehmen?“

Moni war herbei gesprungen. Zu gerne hätte sie dem notgeilen Kerl eine ordentliche Stammpauke gehalten. Aber sie war zur absoluten Freundlichkeit verpflichtet.

„Der gegenseitige Respekt unter unseren Badegästen ist uns sehr wichtig.“

Der Mann fühlte sich ertappt. Kurzangebunden nickte er und trollte sich zur hintersten Bank.

 

Die Mädchen trauten sich nicht zu bewegen. Mit vorgehaltenen Armen standen sie da und hielten die Badeanzüge in ihren Händen. Die von Lara und Hanna lagen noch in ihren Sporttaschen. Ängstlich schauten sie in das andere Ende der Umkleide. Der Badegast stand von ihnen abgewandt vor seinem Spind und ergriff die Bastkörbe, drehte sich jedoch wieder zu den Mädchen, als er diese auf den Boden stelle. Kurz blickte er noch mal rüber, sah aber sofort in Monis freundliches Gesicht.

Schnell drehte er sich zur Seite und schaute weg.

Wars das ? Nein. Die Spiegel. Egal wohin der Kerl sich auch drehte, er konnte alles sehen.

Sollten sie warten bis er fertig war. Ewig konnten sie hier aber nicht so stehen. Oder doch? Es war angenehm warm und die Klimaanlage verströmte einen wunderbaren Duft. In ihrer ollen zugigen Sammelumkleine wären sie schon halberfroren.

Nun ging die Tür zu den Solebecken auf. Ein kleiner Glatzkopf mit vielen Tätowierungen trat ein, schenkte der Mädchengruppe jedoch keine weitere Aufmerksamkeit.

Doch die Schülerinnen sahen nun seine Intimpiercings. Wie viele Ringe hingen da bloß? Normaler Weise hätten sie jetzt laut gekichert. Aber so wie sie da standen blieben sie stumm. Dann kam doch ein lautes Gekicher auf. Jau eh. Mia, Jana und Pia krümmten sich bald vor Lachen in ihren unhygienischen Badeanzügen.

Als der Glatzkopf das Kichern hörte, drehte er seinen Kopf kurz zu den Mädchen und grüßte freundlich.

„Moni der guckt“

„ Wenn ihr nicht angeguckt werden wollt, dann guckt auch keine anderen an. Und hört auf zu kiechern.“

Ausgerechnet der Nieten-Egon. Ein lieber Kerl, und einer der wenigen, der den Leuten wirklich ins Gesicht schaut.

„Ach Moni, wenn du hier so nackt herumstehen würdest, wie wir hier!“

Moni seufzte. „Mädels, wenn ihr wüsstet, wie gerne ich mir sofort die Sachen runterreißen und ins Wasser springen würde.“

„Und warum machts du es dann nicht einfach?“

„Ich darf nicht. Ich muss arbeiten. Und wenn ihr hier noch länger so rumsteht könnt ihr bald auch so in die Halle.“

Nun endlich lösten sich die verkrampften Haltungen.

„Handtücher und Badelatschen braucht ihr nicht mit zunehmen. Das ist unüblich im Vitarissimo. Der Boden ist beheizt und in der Halle ist es sowieso noch wärmer als hier. Duschgels braucht ihr auch nicht. An den Duschen gibt es Spender“

Die Mädchen zogen ihre Badeanzüge an, gingen los und passierten den Badegast, dessen nackte Hinteransicht sie nun erblickten, als er seinen Spind verschloss. Was für Muckis! Nun drehte er sich um und die jetzt bekleideten Mädchen wollten gerade sein bestes Teil begutachten, als Monis kurzer Pfiff sie zurückschrecken ließ.

Den Mann störte es nicht.

Er hatte Anke erblickt.

Den Badeanzug hielt sie immer noch in der Hand. Nach dem Duschen war immer noch Zeit für das Teil. Das volle dunkle Dreieck ihrer Schamhaare und ihre kleinen rötlichen Nippel als Farbtupfer betonten ihre Figur, als sie langsam aber aufrecht zur Tür schlenderte.

Da er auch fertig war, wartete er bis die Schülerinnen vorbei waren und folgte Anke, die als letzte der Gruppe die Umkleide verließ. Sie spürte den Blick, der ihren Hintern begutachtete. Es störte Anke nicht. Sollen die Kerle doch gucken. Etwas Selbstbewusstsein in der Haltung und schon verloren die Alle ihr Interesse. Hier im Vitarissimo war sie noch nie dumm angequatscht worden.

Schon wandte der Mann sich nach rechts zu dem Bereich mit den Trainingsgeräten.

„Moni, warum legt der sich auf der Beinpresse kein Handtuch drunter, so nackt wie der ist. Das ist doch unhygienisch.“

Es war mal wieder Mia, die blöde Wichtigtuerin.

„Das braucht er nicht. Die Spezialbezüge der Sitze können per Knopfdruck ab – und aufgerollt werden. Dabei werden die Bezüge automatisch desinfiziert. Das gleiche gilt für alle Liegen.“

„Also gar keine Handtücher ?“

„Nein Handtücher und Bademäntel sind hier unerwünscht. Wusstet ihr eigentlich, dass wir uns damit im Vitarissimo eine jährliche Flusenlast von über 370 Kilo ersparen. Und wenn man sich nur eine Einzelne von diesen winzigen Flusen unter dem Mikroskop anschaut: ihr könnt euch gar nicht vorstellen, was da an Pilzen, Bakterien und Dreck dran hängt. Unsere höchsten Standards an Sauberkeit und Wasserqualität können wir nur halten, wenn wir die Flusenlast möglichst gering halten.“

„Und die Saunen? Da darf doch kein Schweiß aufs Holz.“

„In den Saunen gibt es Regale mit Handtüchern und in den Vorräumen dezente Körbe. Die Handtücher werden nur einmal benutzt und dann gewaschen.“

 

„Und? Was sagt ihr zu unserer Halle?“ „Man Moni, die ist ja wirklich der Wahnsinn.“

 

Diese Halle war wirklich der Wahnsinn. Die hintere Front der alten Schwimmhalle war abgerissen worden und die Erweiterung aus Glas umfasste fast die ganze Fläche der ehemaligen Liegewiese.

Am hinteren Ende lag das 25 Meter Becken, gefolgt von einem Aerobic Bereich. Daran schlossen sich die Saunen und Abkühlbecken an, dahinter der Bereich mit den Trainingsgeräten. Auf der Innenseite rahmte ein fast fünfzig Meter weiter blauer Bogen alle anderen Teile der Halle ein: der Duschbereich.

Von den Wänden mit den Duschköpfen breiteten sich blaue Bodenfliesen ca. 5 Meter aus, bevor diese in die weisen der Halle übergingen.

Offen und ohne jeden Sichtschutz waren die Duschen Teil der Halle.

„Da kann uns ja jeder sehen.“ Und wieder war es die nervige Mia, die meckerte.

Anke kotzte das langsam an. „Na und? Du duschst doch immer im Badeanzug. Kannste dann ja auch hier machen.“

In der Tat. Eigentlich duschten sich nur Anke und Fiona nackt und mit Duschgel. Die anderen Mädchen machten sich im Badeanzug kurz mal nass.

Bevor Mia noch etwas entgegnen konnte, hatte sich Anke umgedreht und schritt mit ihrem Badeanzug in der Hand den blauen Bogen des Duschbereichs in Richtung Schwimmbecken ab, bis sie die dortige Fliesenbank erreichte. Dort legte sie ihren „Stofffetzen“ ab und ging zurück unter die nächstliegende Dusche.

 

 

„Mädchen, wo bleibt ihr denn, die Stunde ist bald schon wieder um. Los unter die Dusche.“

Frau Wollgast war herbeigeeilt, um die Mädchen anzutreiben.

Gerade standen die Mädchen unter den Duschen um sich nass zu machen, als der Bademeister auf die Pädagogin zutrat. „ Junge Dame das mit der Katzenwäsche hier geht so nicht.“

Dabei zeigte der stämmige Grauhaarige mit dem blauen Poloshirt auf ihre Schülerinnen in den Badeanzügen.

„Unsere Wasseraufbereitung packt das nicht. Und heute ist die Quartalsinspektion vom Wellness Verband. Und die nehmen auch Wasserproben. Die Mädchen sollen sich ordentlich duschen: mit Seife und ohne Badeanzug. Und der Badeanzug muss vor dem Anziehen noch mal gut durchgespült und ausgewrungen werden.“

„Das könnte ihnen so passen. Meine Schülerinnen zum Ausziehen zwingen und dabei wohl noch zusehen!“

„ Ach junge Frau, was meinen sie, wie viele unbekleidete Damen ich hier schon gesehen habe.“

„Passen sie bloß auf, dass ich sie nicht anzeige.“

„Ich kann sie zu nichts zwingen, so ungewaschen kommen mir aber die Mädels nicht ins Becken.“

Der Bademeister schnaufte laut und ging weg, um mit Moni zu reden.

 

 

„Ach Mädels ich will doch meinen Job nicht verlieren. Bin froh, dass ich den hab.“

Moni hatte die Schülerinnen kurz zu sich gewunken.

„Schmeißen die dich etwa raus wenn wir uns nicht ausziehen?“

„Nein, das nicht. Aber wir sind alle super nervös wegen der Inspektion. Wenn das Vitarissimo das Premium Siegel des Wellness Verbands verliert, können wir nicht mehr so hohe Eintrittspreise nehmen und dabei sind wir schon jetzt in den roten Zahlen. Vielleicht muss das Bad dann bald schließen.“

„Aber die können doch ein so super Bad nicht einfach dicht machen.“

„Ach bitte Mädels mir zu liebe. Die Halle ist leer. Das Bad hat gerade erst aufgemacht und die Morgengäste in den Saunen. Danach ist es erst mal ruhig bis zum Vormittag. Da kommt keiner mehr.“

Nun bekam Moni auch Unterstützung von Frau Wollgast. „Los schon, das Rückenschwimmen müssen wir heute auf alle Fälle noch anfangen. Ich und die Moni bleiben hier bei euch und passen auf.“

„Und wo sollen wir unsere Badeanzüge lassen? Hier gibts nichts zum Aufhängen.“

„Legt doch eure Badeanzüge neben den von Anke, auf den Boden könnt ihr die nicht legen. Das ist so wegen der Vorschriften und der Stolpergefahr.“

„Ich renn hier bestimmt nicht meilenweit nackt durch die Halle.“ Und schon wieder Mia die Nervensäge. Selbst den anderen Mädchen wars schon zu viel.

 

Besonders Fiona, die sich stets sehr cool gab. Sie konnte die dickliche, ständig dauerfrustrierte Göre nicht ausstehen. Um so mehr so ärgerte es Fiona nun, dass sie vorhin genauso kindisch wie die Anderen mit den verkrampft vorgehaltenen Armen da stand, und nicht so cool wie Anke reagiert hatte.

 

„Schau mal Mia, ich zeig dir wie es geht.“ Fiona streifte sich ihren Badeanzug ab, der eigentlich ein zusammenhängender Bikini war. Nun stand sie nackt da und zeigte stolz ihren durchtrainierten und streifenlos gebräunten Körper. Besonders fiel ihr kleiner aber sehr fester Busen mit den stets aufrechten Nippeln auf. Sie drehte sich um und spannte beim Weggehen ihren Hintern an, der dadurch noch straffer und perfekter wirkte.

Mia guckte wieder sauer drein. Jau, diese Tussi Fiona. In Deutsch und Mathe ne Vier, aber viermal die Woche Fitnessstudio und Solarium.

„Aber außer Fiona macht das bestimmt keiner mehr.“

Doch da hatte sich Mia getäuscht.

Diejenige, von der es die Mädchen am wenigsten gedacht hätten zog sich aus: die kurze stämmige Nesrin.

Zwei breite Schulterblätter kamen zum Vorschein. Mit beiden Armen gleichzeitig zog sie ihren Badeanzug mit dem zusätzlichen Röckchen herunter und beugte dabei ihren Oberkörper nach vorne.

Nesrin war ja muskulös! Erstaunt erblickten die Mädchen ihren riesigen straffen Hintern. Stets hatte sie sich vor den anderen verborgen. Es war aber nicht wegen der Religion oder der Dicklichkeit, wie man in der Klasse dachte. Sie wollte wegen ihrer Muskeln nicht als Mannweib verlacht werden. In Nesrins Familie gab es viele Gewichtheber. Das hatte sie schon erzählt. Ihr Bruder war sogar Jugendlandesmeister.

Aber dass sie selbst Gewichte hob, wusste keiner in der Klasse. Sie verstanden sich gut mit der ruhigen Nesrin, gingen aber in ihrer Freizeit getrennte Wege.

Sie stieg mit ihren Füssen aus ihrem Badezug und richtete sich auf. Nun sahen die Anderen Nesrins kräftige Brüste mit den großen dunkeln Vorhöfen.

„Und wenn jetzt einer kommt, sage ich ihm, dass er weggucken soll.“

So ging sie Richtung Fliesenbank. Franzi und Steffi, die bei beiden „Fetties“ der Klasse folgten ihr, zogen ihre Badezüge aber erst an der Bank aus. Auch in über 40 Metern waren ihre seitlichen Speckrollen gut im Gegenlicht zu erkennen.

Nun endlich wollte Mia wieder wie gewohnt den Ton angeben und ergriff die Initiative, indem sie wortlos direkt zur Dusche ging, dort ihren Badeanzug hastig runter zog und mit dem linken Fuß zur Seite stieß. Die anderen Mädchen folgten Mia und taten das Gleiche. Nur Lara nicht, die ihren anbehielt. Sie hoffte, dass die anderen Mädchen vorhin in der Schrecksekunde ihre kleinen Brüste nicht bemerkt hatten und wollte diese immer noch verstecken.

Moni wollte noch mal darauf drängen, dass die Badesachen nicht auf den Boden gehörten, doch Frau Wollgast unterbrach sie. „ Moni lass mal gut sein. Der Schwimmunterricht muss endlich anfangen und wir können das nicht ewig diskutieren.“

Die Lehrerin schaute zu Lara rüber. „Und du willst die Einzige in Badezeug bleiben?“

„Ich zieh mich nicht aus, dazu kann mich keiner zwingen!“

Moni nahm Lara beiseite und sprach ihr leise ins Ohr.

„Ist es, weil du dich fürs Nackt Sein schämst, oder ist wegen deiner Brüste?“

„Die Lachen mich doch aus und kein Junge will mehr was mit mir zu tun haben.“

„Hast du deshalb mit Kevin schluss gemacht?“

„Woher weißt du?“

„Kevin ist der beste Kumpel von meinen Cousin Jan. Du hast dem Kevin sehr weh getan. Ach Lara, der Kevin ist doch wirklich der süßeste Junge der ganzen Schule. Und er liebt dich, ganz egal was für einen Busen du hast. Und wenn einer von den Kerlen oder deinen Mitschülerinnen meinen über deine Brüste zu lästern, dann sind das bräsige Arschlöcher, die man nicht beachten sollte. Je mehr du dich versteckst, desto schlimmer wird es.“

Nach kurzem Schweigen zog Lara ihren Badeanzug aus.

„Moni, kannst du meinen zu den anderen legen?“

Nun waren alle Mädchen nackt und begannen zu duschen. Die zierliche Jana, die kleine Pia mit dem großen Busen und die pummelige Mia mit ihren großen hängenden Brüsten. Eigentlich war Mia nicht so richtig dick, mehr ein gut verteilter Babyspeck.

 

Die Temperatur des Wassers konnte per Touchscreen auf den Grad genau eingestellt werden. Ebenso konnten sich die Mädchen durch einen kurzen Fingertip das Duschgel ihrer Wahl aussuchen. Jedes mal wenn sie die Hand unter den Spender links neben der Touchscreenfläche hielten wurde eine Portion des gewünschten Gels freigegeben.

Die meisten entschieden sich für Magnolia Creme, Orients Sehnsucht oder Cleopatras Traum.

Nur Franzi wollte die Green Bubbels für Männer ausprobieren.

Alle seiften sich gründlichts von oben bis unten ein. Solche tollen Duschgels, das mussten sie doch einfach ausnutzen. Franzi hielt ihre Hand schon das fünfte mal unter den Spender.

Als sich die Mädchen abspülten brach die Vormittagssonne durch die Glasfassade und setzte den Duschbereich in ein gleißendes Licht.

Jedes Detail ihrer nackten Körper stand nun ihm hellsten Sonnenschein: Hannas rosa puffige Nippel, Janas Sommersprossen, der kleine Leberfleck von Denise und selbst Franzis dünne blonden Schamhärchen leuchteten in den Sonnenstrahlen. Strahlend hoben sich ihre Körper von dem blauen Hintergrund des Duschbereichs ab. Was musste das von weiter weg für eine Ansicht sein!

Plötzlich wurden sich die Schülerinnen wieder ihrer Unbekleidetheit bewusst, dass sie so hier in dieser riesigen Halle standen. Es war leer. Aber der Bademeister, der in seiner Glaskabine verschwunden war. Beobachtete er sie? Das Glas spiegelte die einstrahlende Sonne, das Innere war nicht erkennbar. Und die Saunen. Überall Fenster nach außen zu ihnen hin.

Aber Moni und Frau Wollgast passten auf. Die Pädagogin stand am Ende zum Sportbecken, Moni an der Tür zur Umkleide, aus der sie plötzlich ein dunkles Stimmengewirr vernahm.

Ihr Chef Herr Ahrens und die Herren vom Wellness Verband. Aber die sollten doch erst in einer Stunde kommen. Die Badeanzüge auf den Boden! Wenn das die Inspekteure sahen. Das gibt Minuspunkte.

Moni stürzte los und schnappte sich die Badeanzüge.

„Ach Mädels, tut mir so leid. Bring ich gleich wieder. Bestimmt.“

Noch rechtzeitig erreichte sie die Fliesenbank, bevor die Herren die Halle mit weiten Schritten betraten und die hell erleuchteten Mädchen erblickten.

Wieder drehten sie sich erschreckt um und bedeckten sich mit ihren Armen. Aber nicht alle.

Anke, Nesrin, Fiona und auch Lara übten sich jetzt in Selbstbewusstsein und blieben offen stehen.

Nesrin wollte den Männern etwas zurufen und Frau Wollgast eilte auf die Inspekteure zu.

Herr Ahrens reagierte schneller.

„Vielleicht fangen wir erst im Technikkeller an.“

Die Herren vom Wellness Verband nickten kurz, drehten sich um, und waren schon weider hinter der Umkleidetür verschwunden.

„Moni was sollte denn das?“ „Tut mir so Leid. Aber ich hab so einen Bammel um meinen Job.“

Die Servicekraft ging zur Fliesenbank und dann zu den Mädchen, denen sie ihre Badeanzüge zurückgab.

Nun hatte alle wieder etwas an. Auch Anke.

 

 

Frau Wollgast wollte gerade am Beckenrand die ersten Anweisungen geben, als der Bademeister und Herr Ahrens laut diskutierend aus einer Personaltür in die Halle traten, und Moni zu sich winkten.

Nach kurzem Gespräch verzog Moni das Gesicht und ging zurück zu den Schülerinnen.

„Mädels, es geht immer noch um die Wasserqualität.“

„Aber wir haben doch gründlich geduscht. Sollen wir jetzt trotzdem nackt ins Wasser?“

„Nein das nicht. Aber Herr Ahrens bittet euch die Badeanzüge noch einmal zusätzlich unter die alten Fußdesinfizierer zuhalten. Da ist jetzt ein Lagerraum. Müsst ihr also nicht in der Halle machen. Die Badeanzüge könnt ihr dann direkt wieder anziehen und euch damit unter der Dusche kurz abspülen.“

„Verkraftet denn diese Wasseraufbereitung gar nichts?!“

„Das ist so eine ganz besondere Anlage, ganz ohne Chlor.“

Entnervt steckte Frau Wollgast ihren Kugelschreiber an das Klemmbrett.

„Macht schnell. Ich will endlich anfangen.“

 

Die Tür zum Lagerraum befand sich am an anderen Ende der riesigen Halle neben den Trainingsgeräten. Moni eilte mit großen Schritten voraus.

„Ist das Zeug nicht schädlich?“

„Nein wird doch auch auf die Haut gespritzt.“

Schon passierte die Gruppe die Trainingsgeräte, an denen ihr „Umkleidepartner“ immer noch übte, jetzt die Schulterblätter mit einer Griffstange zum herunter ziehen. Er saß breitbeinig zu den Mädchen, die jetzt alles sehen konnten.

„Los rein“ unterbrach wieder Moni, bevor ein Kichern aufkommen konnte.

 

 

In dem engen Lagerraum ging alles sehr schnell. Die ersten sechs zogen ihre Badeanzüge aus und beugten sich weit vor, um sie unter die 25 cm über den Boden liegenden Düsen zu halten. Nach dem schnellen Einsprühen traten sie zurück, um sich wieder anzuziehen.

„Au, das brennt ja im Schritt und an denn Nippeln“.

„Moni, du hast doch gesagt, das ist nicht schädlich.“

„Wir haben das doch noch nie gemacht. Wir sind ein textilfreies Bad.“

Moni wollte ihren Badeanzug bis zur Dusche anbehalten. Aber das Brennen war zu heftig. Sie zog ihn wieder aus.

Zu spät für die Anderen. Alle hatten ihr Badezeug schon eingesprüht.

 

 

Dem Mann, der noch am selben Gerät trainierte, bot sich ein seltsamer Anblick, als die Tür zum Lagerraum wieder aufging. Die Mädchen traten mit den Badezügen in ihren Händen heraus. Die ersten drei gingen aufrecht und ließen ihre locker an der Seite baumeln. Dahinter tippelte ein Gänse marsch von verkrampft vorgehaltenen Armen. So ließ sich schlecht laufen. Als letztes dann wieder das Mädchen mit den Dreadlocks, das sich über ihre vorderen Mitschülerinnen köstlich zu amüsieren schien.

„Eh du, guck weg!“

Nesrins schriller Anruf ließ den Mann zusammenzucken.

Aber der war nicht mehr der Einzige in der Halle. Die ersten Vormittagsgäste traten ein und die Mädchen mussten an ihnen vorbei. Nach kurzem verschämten Blicken nach unten, gewann der Gänsemarsch schnell an Tempo wodurch mehr Bewegung in die Hüften kam, was die Aufmerksamkeit der neuen Badegäste noch verstärkte.

 

Anke blickte gelangweilt auf ihren Badeanzug, als sie den kleinen Riss an der Seite bemerkte.

Der wurde beim leichten Auseinanderziehen größer.

„Sach mal Moni, greift das Zeugs den Stoff an. Mein Badeanzug löst sich auf.“

Ein heller Schreckensschrei hallte durch die Gruppe und die Mädchen rannten los, schnell zu den Duschen bevor sich ihre Badeanzüge auch auflösten. So konnten die erstaunten Badbesucher nun eine Parade wippender Brüste bewundern.

 

 

Die Badebekleidung überstand das Ausspülen ohne weitere Beschädigungen. Nur Ankes Teil nicht.

„Ich werde ohne schwimmen.“ Frau Wollgast widersprach, doch Anke erinnerte ihre Lehrerin an ihre eigenen Worte: „Bei denjenigen von euch, die keine Badesachen dabei haben, ist es auch kein Problem wenn sie in einem FKK Bad ohne schwimmen.“

So musste die Pädagogin einwilligen. Anke war eine ihrer besten Schwimmerinnen und drückte sich niemals vor dem Schulschwimmen.

 

So selbstbewusst Anke sich Anke auch gab. Jetzt auf dem Weg zum Becken fühlte sie sich doch unwohl. Ein einzelnes nacktes Mädchen in einer Gruppe von Badeanzügen, das zog die Blicke wie magisch an. So sagte Frau Wollgast auch nichts, als Anke sofort ins Wasser sprang. Die Anderen kamen sofort hinterher, denn ihre Lehrerin drängte.

 

Wenn auch die Aufbereitungsanlage nichts verkraftete, so ein geniales Wasser hatten die Mädchen noch nicht an ihrer Haut gespürt, superweich und ohne jeden Chlorgeruch.

Nun endlich begann das Rückenschwimmen, wenn auch mit Schwierigkeiten. Die Arme wollten nicht über die Schultern und schlugen seitlich ungelenk ins Wasser. Nur Anke gleitete mit weiten ruhigen Armzügen in der Bahn.

„Frau Wollgast, Sie machen sich hier am Beckenrand wichtig, können es aber selbst doch auch nicht.“

Die dauerfrustrierte Mia wieder. Kein Wunder, war sie doch schon zum dritten mal mit den Fingern zwischen den blauen Plastikringen der Trennleine hängen geblieben.

„Mia, woher willst du denn wissen, ob ich das kann? Ich könnte es dir gerne zeigen.“

„Ja Frau Wollgast, wenn Sie einen Badeanzug dabei hätten. Haben sie aber nicht.“

„Aber Mia, den brauch ich doch garnicht, hier ist doch ein textilfreies Bad.“

Ein erstauntes Raunen kam auf. „Aber warum waren sie die ganze Zeit so aufgebracht, wenn sie das Nackt Sein jetzt so locker nehmen?“

„Es ist das Eine, wenn ich meine Mädchen beschütze, bei mir ist es etwas anderes.“

Schon wollte sich die Lehrerin ihr T-Shirt über den Kopf ziehen, als ihr ihre Schülerinnen wie aus einem Halse zuriefen: „Aber Frau Wollgast. Die Flusenlast!“

 

Nachdem ihre Lehrerin in der Unkleide verschwunden war, traten der Badleiter und die Inspekteure des Wellness Verbandes an das Becken und schauten den nun bekleideten Schülerinnen beim Üben zu.

„Ihr müsst mehr mit dem Oberkörper zur Seite rollen. Wenn der rechte Arm ins Wasser geht, muss die linke Hüfte hoch.“

„Haben sie Ahnung vom Schwimmen?“

Der jüngere der beiden Herren stellte sich als Olaf Kastuner vor, und berichtete von seiner Tätigkeit als Landesjungendtrainer.

„Schaut euch eure Mitschülerin an. Die macht das genau richtig.“

Herr Kastuner schaute gebannt auf Ankes kleine tiefrote Nippel, die abwechselnd erst links und dann wieder rechts die Wasserfläche durchbrachen. Schon wollte er seine Beobachtung für eine Trainingsanweisung verwenden, verkniff es sich aber noch rechtzeitig.

„Bekommt das Bad jetzt wegen unseren Schulschwimmens eine negative Bewertung.“

„Nein. Aber nicht doch. Auf unserer letzten Verbandsversammlung hatten wir sehr intensiv die Frage der Jugendförderung diskutiert. Der Altersdurchschnitt in unseren Wellnessbädern ist doch sehr hoch und so sind wir zu dem Entschluss gekommen, auch die Möglichkeiten des Schulschwimmens zu nutzen, um so mehr junge Leute an den Wellnessgedanken heranzuführen.“

„Heißt das, dass wir nächste Woche wieder hier Schwimmen können?“ mischte sich Fiona in das Gespräch ein. Auf das olle Hallenbad hatte sie nun keinen Bock mehr.

Schon fast erleichtert schüttelte Herr Ahrens mit dem Kopf: „Nein, dann könnt ihr wieder im eurem Hallenbad mit den serparaten Unkleiden schwimmen. Schon morgen wird die Wartungsfirma das Ersatzteil in die alte Chloranlage einbauen. Hab heut morgen noch mit den Monteuren darüber gesprochen, als bei uns die Filter erneuert wurden.“

Nun konnte man die Enttäuschung in Fionas Gesicht lesen. „ Aber warum können wir denn nicht auch nächste Woche kommen?“

„Heute war es nur eine Ausnahme, wir sind doch als Wellnessbad auch gar nicht auf das Schulschwimmen eingerichtet. Dafür gibt es das städtische Hallenbad.“

„Und ihr Altersdurchschnitt? Hier fehlen doch die jungen Leute.“

Herr Ahrens hielt kurz inne. Da hatte die junge Dame durchaus recht. Der hohe Altersdurchschnitt war eins der gravierendsten Probleme des Vitarissimo.

„Wenn wir weiterhin ein Schulschwimnmen ermöglichen würden, wäre es eine rein freiwillige Maßnahme ohne jede Vertragsbindung. Wir wären also nicht mehr gezwungen das Tragen von Badebekleidung zu dulden.“

„Sie wollen uns also zwingen uns auszuziehen?!“ Mias nerviges Gequake schmerzte den Anderen schon in den Ohren.

„Ich will endlich wieder Ruhe in meinem Bad. Und zwingen will ich auf gar keinen Fall. Unsere Gäste sollen sich hier wohl fühlen. Und wenn andere Gäste sich nicht wohlfühlen, weil sie zu etwas gezwungen werden, verdirbt es die Atmosphäre im Bad. Dann färbt es auch auf Andere ab.“

Fiona schaute Herrn Ahrens mit großen Rehaugen an. „Ich fühle mich hier sauwohl, auch ohne Badeanzug. Ach bitte Herr Ahrens, geben sie uns doch eine Chance.“

Der Badleiter überlegte kurz. Immer noch beschäftigte ihm im Hinterkopf der hohe Altersdurchschnitt im Vitarissimo. „Nun Mädels, ich mache euch folgendes Angebot. Moni wird jetzt alle eure Badeanzüge einsammeln und beim Verlassen des Bades wieder zurück geben. Wenn wir den Eindruck haben, dass ihr euch in der Zwischenzeit hier damit wohlfühlt, dann könnt ihr nächste Woche wiederkommen.“

Mit einem kurzem Freudenschrei riss sich Fiona ihr Designerteil runter und schmiss es rüber zu Moni. Nun noch die anderen schnell überzeugen. „Nun los, wollt ihr den wieder in das stickige olle Bad mit dem doofen Chlorwasser?“

Lara wollte auch nicht mehr dahin und zog auch ihren Badeanzug aus. Es folgten Franzi und Steffie. Nun machten auch Hanna und Denise mit. Aber Mia hatte sich mit Pia und Jana in eine Ecke zurückgezogen und alle drei schauten unwillig drein; sie würden es nicht tun!

Da war nun noch Nesrin. „Aber Nesrin, du warst doch gerade so mutig.“

Nesrin antwortete gelassen und im ruhigen Ton: „ Heute war es eine Ausnahme. Aber für immer, das kann ich meiner Familie nicht antun.“

Nun waren sieben der Mädchen nackt, aber vier wollten nicht.

Herr Ahrens räusperte sich. „Da werdet ihr dann nächste Woche wieder im Hallenbad schwimmen.“

 

Erst blickten die Nackten böse auf die Bekleideten, dann fragend untereinander. Gab es denn nicht noch eine Möglichkeit?

Anke hatte die rettende Idee, stieg aus dem Wasser und nahm Herrn Ahrens zur Seite der kurz darauf freundlich nickte. Die freiwillige Schülerarbeitsgemeinschaft „ Yoga und Körperbewusstsein für junge Frauen“ nahm somit ihren Anfang. Im Rahmen der Jugendförderung bot das Vtarissimo nun jeden Dienstagnachmittag den „köperbewussten“ Schülerinnen ein kostenloses 45 minütiges, natürlich unbekleidetes Workout unter Monis Anleitung. Anschließend standen alle Einrichtungen des Wellnessbades zur freien Verfügung.

Mit hellen Freudengekreische umarmten sich die nackten Mädchen, nachdem Anke mit der Neuigkeit auf den Lippen wieder ins Becken gesprungen war.

Die bekleideten Mädchen taten so, als sie es nicht bemerken würden. Besonders Mia. Niemals würde sie zugeben, dass auch sie gerne wiedergekommen wäre, aber sich nicht traute.

Nesrin war traurig. Sie überlegte ihre Eltern zu fragen. Vielleicht hätten sie es sogar erlaubt, denn sie waren sehr liberal eingestellt. Doch zuhause verschwieg sie dann doch diese Ereignisse des Tages.

Nun kam Frau Wollgast ans Becken. „Mädchen, ihr seit ja nackt!“

„Sie doch auch Frau Wollgast.“

 

Aber das war noch nicht das Happy End, denn das kommt jetzt:

 

Kevin ging durch die Halle des Vitarissimo und seine Klassenkameradinnen kamen ihm entgegen. Die eine Hälfte im Badezug, die andere Hälfte und auch er nackt! Noch hatte er seine Mitschülerinnen nackt gesehen und sie ihn auch nicht. Er bemerkte es gar nicht. Alle seine Gedanken kreisten um Lara. Lara, er wollte sie wiederhaben. Nun kam ihm seine Klassenlehrerin entgegen. Auch sie war nackt. Wie oft hatten ihm als 12 jährigen ihre dicken Humpen feuchte Träume bereitet. Nun hatte er sie direkt in voller Natur vor seinen Augen. Es kümmerte ihn nicht. Lara, nur Lara beherrschte seine Gedanken. Deswegen hatte sie schluß gemacht? Auch die freudestrahlenden Gesichter der Badangestellten nahm er nicht wahr. Die hatten gerade erfahren, dass das Vitarissmio weiterhin das Premium Siegel erhält. Kevin dachte nur an Lara. Und da. Da stand sie vor ihm.

„Aber Kevin, hast du denn jetzt nicht Mathe?“ „ Ich bin hier. Moni hat mich angerufen.“

Kevin stand vor Lara und spürte den Klos im Hals. Wie sollte er es sagen? Kevin gab sich einen inneren Ruck, und es platzte aus ihm heraus: „Lara, du hast den schönsten Busen von der ganzen Schule.“

„Arschloch.“

Kevin sollte nicht auf ihren Busen gucken. Aber die Arme vorhalten wie die blöde Mia wollte sie auch nicht. Lara trat ganz nah an Kevin und blickte in seine Augen, was sofort bei Kevins Penis Wirkung zeigte. Der lief schnell zur Dusche und stellte diese auf ganz kalt.

Die anderen Mädchen fingen an laut zu kichern.

Jetzt erschrillte wieder Monis Pfiff. „Mädels guckt weg.“

Auch Lara schrie den Mädchen laut entgegen. „Jawohl guckt alle weg, denn das ist mein Freund!“

Von da ab waren Kevin und Lara ein Paar und sind es noch heute.

 

 

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