Fallendes Sternchen

von Figo
Bewertung: 6.29 von 14 Stimmen.
Zur Kategorie: Film & Fernsehen

Das Telefon klingelt. Ich sehe die Nummer meines Agenten.

„Hey Dummchen. Was hast du dir da erlaubt?“

„Wie redest du eigentlich mit mir?“

„Das kann dir die Karriere zerstören.“

„Was denn?“

„Wieso lässt du dich nackt ablichten?“

Ich muss erst einmal Schlucken. Natürlich hat mein Exfreund Nacktfotos von mir, aber wieso weiß mein Agent davon. Wer hat ihn das verraten?

„Ähm ja. Na ja. Woher weißt du das es Nacktbilder von mir gibt?“

„Weil ich die gerade von deinen ach so tollen Ex per Mail bekommen habe.“

„Du hast mich nackt gesehen?“

„Das ist doch scheißegal. Kommen wir zur Tatsache. Wenn diese Fotos veröffentlicht werden, kannst du deine Karriere an den Nagel hängen. Dann geht dein Marktwert gegen Null.“

„Okay. Nun bleib mal ganz ruhig. Ich bin ein Star. Wieso sollte das meiner Karriere einen Knicks geben?“

„Du bist Everybody's Darling und nicht die Hilton, Süße. Du warst der Star einer Disneyserie und keine Partybitch. Der Hudgens haben die Nacktfotos auch nicht gut getan.“

„Die Hudgens hat sich ja auch mit Siebziger-Jahre-Urwald ablichten lassen.“

„Wayne? Busch hin oder her. Wenn die Nummer herauskommt, bist du nicht der ehemalige Kinderstar, der nun auch in der Liga der Großen mitspielt. Dann bist du nur eine weitere Frontschlampe von Disney. Willst du das?“

„Nein natürlich nicht.“

„Wieso hältst du dann deine Dose in eine Kamera?“

„Rede nicht so über mich.“

„Durch deine Dummheit versaust dir und mir gerade Millionen. Ich rede so, wie ich es möchte.“

„Beruhige dich doch erst einmal. Ich hab ihn geliebt und vertraut. Wie sollte ich denn wissen, dass ...“

„Och ist das niedlich. Und wenn sie nicht gestorben sind, reiten sie immer noch gen Sonnenuntergang den Strand entlang. Wach auf. Der Typ hat Fotos, die dir die Karriere vermasseln können. Niemand braucht diesen Skandal. Nachahmer kommen nicht gut an. Nach meinen Informationen bieten Hustler und Playboy um die Fotos Summen, die wir nicht stemmen können.“

„Können wir denn keine rechtlichen Schritte einleiten?“

„Ich kam nicht mal rechtens an die Informationen, wer darum bietet. Wir können nach der Veröffentlichung sicherlich dagegen vorgehen und ein paar Kröten raus schlagen. Das ändert nichts daran, dass du die neue Sau wirst, die durchs Dorf gejagt wird.“

„Was schlägst du vor?“

„Ich überlege mir was. Komme morgen um zehn in mein Büro.“

Düüüüt. Aufgelegt.

 

Oh mein Gott. Wieso möchte der Mistkerl denn Nacktfotos von mir veröffentlichen? Bestimmt der Kohle wegen. Schon immer ging es bei ihm hauptsächlich um Scheine. Trotzdem hätte ich ihn nicht so eingeschätzt. Ein ehrgeiziger Jungunternehmer, der keine Anstalten machte seine millionenschwere Freundin auch nur um einen Cent zu bitten. Dieses Arschloch. Niemals würde ich ihn so etwas antun. Wir hatten doch eine so schöne Zeit.

Ich schalte meinen Laptop an und schaue mir in Ruhe die Bilder an. Richtig Promilike, wie meine alten Freunde jetzt sicher sagen würden, räkelte ich mich in sexy Spitzenunterwäsche auf seinen hellbraunen Ledersessel. Weiß, aber so gar nicht unschuldig. Mit Sonnenbrille und Clippers-Cap.

Leider behalte ich die ach so süße Unterwäsche nicht lange an. Auf ein paar Bildern habe ich wenigstens noch ein Höschen an. Auf anderen präsentierte ich mich, wie Gott und Mr. Smirnoff mich schufen. Leider machte ich nicht die Anstalten auch nur das geringste zu Verdecken. Nackt ist Nackt. Im Nachhinein wäre ich wohl über den Hudgens-Busch ganz froh gewesen. Der hätte wenigstens ein wenig verdeckt.

Was denken wohl meine Fans, wenn Sie das sehen. Was bin ich für ein Vorbild, wenn ich mich so präsentiere. Meine Zielgruppe sind 10-14 jährige Mädels und keine notgeilen männlichen Heranwachsenden. In unserem ach so konservativen Land wird so etwas nun einmal nicht für gut geheißen. Wie viele Mädels werden meine Modekollektionen kaufen? Die Kollektion einer Schlampe. Wie viele Eltern werden ihren Kindern das Fan sein verbieten. Was werden sich meine Hardcorefans in der Schule anhören müssen?

Noch schlimmer als das, ist diese öffentliche Erniedrigung. Jeder kleine Wichser dieses Landes kann sich nun an meinen nackten Körper ergötzen. Nach zwei Sekunden googlen können alle mein Allerheiligstes einsehen. Einfach so. Ohne das Ich was dagegen machen kann. Genauso wie ich einfach zusehen muss, dass Sie meine Serien und Filme online schauen, werde ich auch nicht verhindern können, dass Sie mich nackt betrachten.

Schlussendlich kann ich jetzt eh nichts mehr daran ändern. Schlafenszeit.

 

9:50. Mit dicker Fliegerbrille, die meine Emotionen verbergen soll, gehe ich ins Büro von meinen Agenten. Seine zickige Sekretärin am Eingang lacht mich ganz schadenfroh an. Weiß diese Kuh etwa auch schon Bescheid, oder bilde ich mir das nur ein. Ihre Begrüßung mit, der gespielt netten Aufforderung mich zu setzen ignoriere ich und gehe gleich ins durch in sein Büro.

„Hi Carlos.“

„Na Mäuschen. Schock verdaut?“

„Alles Okay. Karten auf den Tisch. Was hast du für Vorschläge? Wie ist der Stand?“

„Gut. Die Bilder werden mit Sicherheit veröffentlicht. Das ist aber nicht allzu schlimm.“

„Nein gar nicht. Da hast du recht. Wieso sollte es schlimm sein? Ist ja nicht die Pussy deiner Frau, die veröffentlicht wird.“

„Das wäre mir sogar noch lieber. Dadurch würde ich keine Millionen verlieren. Trotzdem hab ich eine Idee.“

„Die da wäre?“

„Ich hab Kontakte zu einem Regisseur, der gerade einen kleinen aber feinen Indipendentfilm in der Post-Production hat. Du kennst das Ja. Diese typisch guten Kunststreifen. Wenn der richtige Kritiker den in die Hand bekommt, wird der in Cannes gespielt und bekommt vielleicht sogar einen Oscar. Trotzdem macht der nie Umsätze, egal wie hoch er gelobt wird.“

„Ja, und mein Bruder ist jetzt im Basketballteam seiner Schule. Haben wir jetzt genug Belanglosigkeiten geplaudert?“

„Du verstehst mich falsch. In diesem Film gibt’s eine Rolle, die perfekt in unseren Plan passt. Du könntest die Freundin des Hauptdarstellers, die in Minute 9 nach einem erotischen Fotoshooting im Wald getötet wird. Du hast praktisch nur eine Szene.“

„Ich denke der Streifen ist abgedreht.“

„Für deinen Namen wäre der Regisseur bereit, die Szene nochmals zu drehen. Du würdest sozusagen als Cameoauftritt fungieren. Amanda, die diese Rolle ursprünglich spielt, steht auch bei mir unter Vertrag und ist bereit zu sagen, die Szenen nur gespielt zu haben, um die Überraschung aufrechtzuerhalten.“

„Wie sieht die Szene konkret aus?

„Ich zeige es dir.“

Er dreht den Bildschirm um und zeigt mir die Szene mit Amanda. Sie geht mit ihrem Freund einen verlassenen Waldweg entlang. Ein etwas altmodisches Sommerkleid ziert Sie. Er, ganz Gentleman, trägt den Piknickkoffer und eine Kamera. Nett knipst er Sie ab und an mal. Als Sie an einer wirklich kleinen hübschen Natursteinmauer angelangt sind, fordert er Sie auf stehen zu bleiben. Sie posiert vor und auf der Mauer für ihn. Eine wirklich hübsche Kulisse. Dann fängt er an sich umzusehen. Niemand in der Nähe. Lächelnd fordert er Sie auf sich auszuziehen. Sie protestiert.

Wohl wissend das es nichts bringt, halte ich zu Ihr. Schließlich möchte Carlos mich in der Rolle sehen. Natürlich ohne Erfolg. Die Charakterisierung der Rolle scheint naiv und folgsam zu sein. Lange dauert es nicht, bis Sie in komischer Altbacken-Unterwäsche da steht. Es kommt, wie es kommen musste. Natürlich legt Naivchen auch die Unterwäsche ab und setzt sich in feinster Pornomanier breitbeinig auf die Mauer. Das entgeht auch nicht der Großaufnahme.

„Und. Was meinst du? Spielst du die Rolle?“

„Also hab ich die richtig verstanden. Um einer Demütigung zu umgehen, das meine Bilder die Wichsvorlage jedes Menschen auf der Welt werden könnten, soll ich Ihnen zusätzlich noch bewegte Nacktaufnahmen von mir zukommen lassen. Lass mich doch gleich auf dem Times Square strippen.“

„Und wieder falsch. Das Schlimme ist nicht das die Leute dich nackt sehen, sondern unter welchen Umständen Sie es tun.“

„Aha. Wie kommst du darauf?“

„Ganz einfach. Schau dir Eva Green an. Die spielt für die Kunst nackt in einem halben Inzestporno mit wird 3 Jahre später Bondgirl. Von Vanessa Hudgens werden Nacktfotos veröffentlicht, und Sie darf gefangene Nutten in B-Movies spielen. Der Ton macht die Musik. Kein Amerikaner verurteilt dich, wenn du in einem Thriller nackt zu sehen bist. Nein. Die Hure der Nation bist du erst, wenn irgendwo gegen deinen Willen intime Aufnahmen von dir herumgezeigt werden.“

„Mag eventuell was dran sein. Rede weiter.“

„Laut meinen Informationen soll der Playboy ausgestiegen sein. Der Hustler veröffentlicht seine nächste Ausgabe in zwei Wochen zu 01.10.2013. Der Film soll am 20.10 in die Kinos kommen. Ich werde jetzt vorgeben für die Nacktaufnahmen von dir ein unmoralisch hohes Angebot abzugeben, das aber erst noch abgesegnet werden müsse. Natürlich nur zum Schein, weil wir uns nicht leisten können. Wenn ich ein paar Tage rausschlagen kann, geht der aktuelle Hustler in den Druck und Sie können die Fotos frühestens zum 01.11 gewinnbringend vermarkten. Zu diesem Zeitpunkt interessiert das aber schon kein Schwein mehr, da jeder Amerikaner schon in deine Dose gucken konnte. Ergo. Kaum Imageverlust.“

„Und was ist mit meinen Gefühlen?“

„Du bist ein Star. Schluck Sie runter.“

„Hast du einen Plan B?“

„Plan B? Das hier ist schon alles andere als ein A-Plan. Nein ich hab keine bessere Idee.“

„Okay. Dann komme ich da wohl nicht mehr herum. Wann geht’s los?“

„Ich hab Barry, Trina und Lexy bereits Bescheid gesagt. Zu denen haben wir Vertrauen. Der Produzent und Regisseur Max und Hauptdarsteller Paul können es haben kurzfristig Zeit. Wir fahren morgen nach Seattle und drehen den Quatsch ab.“

„Okay. Gib mir die Aufnahme von Amanda. Dann studiere ich das die Nummer ein.“

„Klar Süße.“

 

Immer wieder schaue ich mir die Szene an. Viel anderes bleibt mir ja auch nicht üblich. Ein Skript oder dergleichen habe ich nicht. Bestimmt schon zum zehnten Mal sehe ich wie Naivchen Amanda ihre Wäsche ablegt und ihre Muschi in die Kamera hält. Jedes Mal wieder habe ich ein mulmiges Gefühl im Magen, wenn ich mich in diese Rolle hineinversetze. Theoretisch macht Sie ja nichts anderes als ich. Sie zieht sich für ihren Freund aus und lässt sich Knipsen. Eigentlich trifft das Naivchen auf mich genauso zu. Shit Happens. Da muss ich jetzt wohl durch.

Ob es nun gut oder schlecht ist einen Teil unserer Filmcrew einzuladen, kann ich gar nicht sagen. Einerseits natürlich schön. Wir pflegen ein freundschaftliches Verhältnis. Ich traue Ihnen. Niemand quatscht rum, bevor der Film draußen ist. Soviel ist sicher. Andererseits gruselt es mich vor unserem Lichtmann Barry blankzuziehen. Da wäre mich ein Fremder fast lieber. Gegenüber Lexy und Trina hab ich ebenso ein gewisses Schamgefühl, auch wenn ich mich schon oft vor Ihnen umgezogen habe und wir schon zusammen in der Sauna waren. Es ist doch eine andere Situation.

 

Es klingelt an der Tür und ich gehe nach unten. Wie erwartet, sehe ich Carlos, Lexi, Trina und Barry im Bus. Etwas wortkarg fahren wir Richtung Seattle. Außer Trina, die Ihren Unmut über die Kostümwahl Worte verleiht, sagt niemand etwas. Ich hab selbst keine Ahnung, inwiefern Sie Bescheid wissen. Sicher ist es aber, das Sie es als komisch empfunden haben, erst einen Tag vorher von einem Blitzdreh erfahren zu haben. Ich schotte mich ein wenig ab. Alleine in der letzten Reihe mache ich mir Gedanken. Lexy kommt zu mir nach hinten.

„Na, wie geht’s dir. Heute so verschwiegen. Kennt man gar nicht von dir. Sonst machst du immer die Stimmung.“

„Ach Lexy. Heute ist einfach nicht so mein Tag.“

„Ich hab die Anweisung bekommen, deinen ganzen Körper kameratauglich zu machen. Drehen wir eine Nacktszene von dir?“

„Ja. Schon richtig. Ich hab mich entschieden, etwas freizügiger zu drehen.“

„Wieso das denn? Meintest du nicht, dass du so was nie machen wölltest?“

„Das kannst du nicht verstehen. Du hast nicht meine Karriereoptionen.“

„Sorry Superstar. Tritt dich nicht im roten Teppich fest.“ meint Sie augenrollend und geht wieder.

Der Satz tut mir eigentlich schon jetzt leid. Sie war schließlich immer fair und loyal zu mir. An anstrengenden Drehtagen ist es schon wichtig Freundinnen, wie Lexy und Trina, zu haben. Bei fremden Sets ist das absolut unüblich. Meist sind solche Beziehungen einerseits mit dem Neid der Crew, andererseits von der Abgehobenheit der Stars geprägt. Das solche Drehtage für mich nicht einsam enden, sondern Ferienlagerstimmung haben, verdanke ich Ihnen.

Eigentlich ist es ein halbes Wunder das solche Beziehungen halten. Wenn ich überlege, wie die beiden von anderen berühmteren Darstellern behandelt werden, ist mir schleierhaft, das Sie nicht einen Groll gegen ganz Hollywood hegen. Schließlich sind Sie als Mitarbeiterinnen für Maske und Kostüm eingestellt, und nicht als emotionale Boxsäcke und Gelegenheitssklavinnen.

Als wir aus dem Bus aussteigen, spreche ich Sie nochmals an.

„Du Lexy. Das ich dir vorhin so über den Mund gefahren bin ...“

„Kein Thema Mäuschen. Ist bestimmt nicht leicht, so etwas abzudrehen. Du brauchst meinen Groll neben dem Druck nicht auch noch.“

„Danke.“

Wir kommen an. Während die Anderen Paul und Max begrüßen und erste Nettigkeiten austauschen, bleibe ich wieder im Hintergrund. Lang werde ich mir das zwar nicht erlauben können, aber ich habe einfach keine Lust die beiden zu begrüßen. Ganz anders geht’s scheinbar der Produzenten, der mit freudiger Miene auf mich zugelaufen kommt.

„Ahh. So sind die großen Stars. Immer distanziert und cool. Freut mich sehr dich am Set begrüßen zu dürfen. Ich bin Max.“

Er spricht mich nett und scheint Spaß zu haben. Jetzt spiele nicht wieder die arrogante Zicke, die anderen Leuten vor dem Kopf stößt. Das hat er nicht verdient. Ich setze ein gequältes Lächeln auf und versuche sympathisch zu wirken.

„Freut mich auch. Geht´s gut? Ich bin mir sicher, wir drehen eine gute Szene.“

„Klar geht’s mir gut. Wenn sich jemand deiner Kategorie für meinen Film interessiert, fühle ich mich sehr geehrt. Sag wollen wir die Szene so abdrehen oder hast du Verbesserungsvorschläge.“

„Naja, das Kleid und die Unterwäsche sehen für mich nicht gerade so vorteilhaft für das breite Publikum aus. Da könnte ich sicher einige Alternativen anbieten, wenn Ihnen das recht ist.“

„Endlich mal ein Profi hier“, sagt er mit lauter Stimme und schaut seinen Hauptdarsteller provozierend an. „Natürlich bin ich offen für Verbesserungen, wenn es dem Film gut tut.“

Ich blicke nur auf den Augenwinkeln, wie Trina lächelnd zum Bus rennt, um nach einem alternativen Kostüm zu suchen. Ihr würde es wohl viel mehr als mir auf den Geist gehen, wenn ich so einen unpassenden Fummel tragen müsste. Ich bin aber ebenso froh, das der Produzent scheinbar offen, für etwas Zeitgemäßeres ist.

 

Während Trina mit drei, von mir genehmigten Kostümen hinausgeht, um den Produzenten zu überzeugen, drückt Lexy mir wortlos einen Bademantel in die Hand. Im gleichen Moment fordert Sie etwas harsch Barry auf, sein Equipment fürs Licht komplett nach draußen zu räumen. Wir wissen beide das jetzt die Maske dran ist.

Sie erinnert sich scheinbar noch an meine patzige Reaktion auf ihre Fragen und dreht sich weg, während ich mich ausziehe. Eigentlich sinnlos wenn man bedenkt, dass Sie gleich meinen Körper schminken muss und dabei sowieso freien Einblick auf meine Intimitäten hat. Zumindest bleibt vorerst der Schein gewahrt. Allein schon nackt vor ihrem Rücken zu stehen bereitet mir Unbehagen, obwohl Sie mich schon des Öfteren so gesehen hat.

Der Bademantel ist übergestreift und der Alltag zieht erst mal wieder ein. Haare, Teint, Augen, Mund. Alles wie immer. Meine Spannung löst sich, als ich sehe, wie sie mein Gesicht von Minute zu Minute schöner macht.

„Wir sind im Gesicht fertig. Wie findest du es?“

„Wie immer super.“

„Na dann zieh dich aus Baby“ versucht Sie scherzend machohaft die peinliche Situation zu überspielen.

Ich reagiere nicht wirklich. Lexy ist in solchen Sachen allerdings deutlich unkomplizierter. Sie öffnet kurzerhand den Mantel und macht Sie Zugang zu meiner nackten Vorderseite. Es beginnt ein andauerndes Tupfen auf meinem Oberkörper. Mir ist sehr unangenehm das Sie so an mir herumpinselt. Wie ich Sie kenne, hat das zwar alles Bewandtnis und ich werde nach ihrer Verschönerung perfekt aussehen, aber trotzdem wäre es mir lieber, dieses Szenario hier nicht mitzuerleben.

Lexy scheint voll in ihrem Element zu sein. Wahrscheinlich interessiert Sie gerade nicht mal ob Sie an meinen Brüsten oder an einer Zombieverkleidung zugange ist. Sie sorgt lediglich dafür, dass alles toll vor der Kamera aussieht. Unheimlich fokussiert auf meinen Körper ist Sie zweifelsohne. Allerdings scheinen wir beide dabei völlig andere Empfindungen dabei zu haben. Beim Nachziehen meiner Warzenvorhöfe fühlr ich neben Pein, sogar eine Art Lust.

Natürlich kommt es, wie es kommen muss. Wortlos geht Sie weiter nach unten drückt mit etwas Gewalt meine Beine auseinander. Praktisch zwanzig Zentimeter vor ihren Augen sieht Sie in meine gespreizte Muschi. Völlig emotionslos fängt Sie konzentriert an zu arbeiten, wie man es von Ihr gewohnt ist. Ein Rasierstrich entfernt die ungewollten Haare, die Ich scheinbar übersehen habe. Das muntere Getupfe beginnt.

Als Sie so dabei ist, die Rötungen und Reizungen an meiner intimsten Stelle unsichtbar zu machen, merke ich, wie es mich langsam aber sicher erregt. Das ganze Gewische da unten, gepaart mit der Tatsache, das Lexy scheinbar ungeniert in mich reinschauen kann, tun ihr Übriges. Ich werde scharf. Ich spüre, wie sich von Sekunde zu Sekunde mehr Feuchtigkeit um meine äußeren Schamlippen herum sammelt.

Lexy schaut aber immer noch völlig unaufgeregt drein. Ihr als Maskenbildnerin muss doch wohl auffallen, wenn ich der Untergrund Ihrer Arbeit auf einmal nass wird. Ohne sich was anmerken zu lassen, nimmt Sie sich ein Tuch und wischt mich wieder trocken.

Noch peinlicher kann es ja kaum werden. Eine gute Freundin von mir merkt, wie Sie mich scharf macht. Nein schlimmer noch. Sie wischt mir den Lustsaft von der Pussy, um in Ruhe weiterarbeiten zu können. Was muss Sie sich bloß dabei gedacht haben. Geht Sie jetzt davon aus das Ich auf Sie stehe?

„So, fertig.“

Ich schließe meinen Mantel, als ob ich einen Startschuss gehört habe. Lexy harkt auch gar nicht weiter nach. Normalerweise ist es bei uns üblich, das wir uns ihr Werk anschauen und gegebenenfalls nochmals Ausbesserung vornehmen. Das bleibt mir aber heute erspart.

Was Lexy jetzt wohl von mir denken wird. Um ehrlich zu sein habe ich keine Ahnung wie oft Sie Geschlechtsteile verschönert. Wenn Sie schon zig Mädels behandelt hat und ich die Einzige war, die dabei fast ausgelaufen ist, muss Sie ja sonst was von mir denken. Ich weiß zwar das Sie mich nicht bloßstellt, aber ihre Meinung ist mir schon wichtig. Wenn Sie insgeheim denken würde ich wäre lesbisch, exhibitionistisch oder einfach nur ein wenig notgeil, wäre mir das sehr unangenehm.

Trina betritt ganz locker den Wohnwagen und drückt mir erleichtert ein Teil Kostüm in die Hand.

„Dieser komische Regisseur hat keinerlei Ahnung von Mode. Ich konnte ihn aber überzeugen. Jetzt siehst du nicht wie eine Amischbraut aus. Zeig doch mal, was ihr gemacht habt.

Oh mein Gott. Wieso denn das jetzt auch noch? Sie wird völlig unbewusst nachgefragt haben. Es ist ja normal, das ich mich vor ihr umziehe. Natürlich kann Sie auch nicht im Ansatz erahnen, wie es momentan in meiner Gefühlslage aussieht. Schließlich hat Sie die höchst peinliche Situation ja nicht miterlebt. Wenn ich einfach ganz cool bleibe, komme ich wohl ziemlich glimpflich aus der Situation heraus. Wenn Sie nicht weiß, wie ich mich fühle, erkennt Sie auch meine Scham nicht. Außerdem bin ich trocken gewischt. Ich beschließe, den Mantel abzulegen.

„Hey. Du siehst ja perfekt aus. Da ist ja kein Makel mehr zu sehen. Kannst du mich für die nächste Nacht mit meinem Freund auch so fertigmachen, Lexy? Der wird sich freuen.“

„Ich wüsste nicht wie ich die Zehn Kilogramm Whopper verstecken sollte“, meint Sie.

Ich und Lexy lachen, während Trina uns scharf anblickt. Jetzt geht’s mir schon besser. Ein wenig Spaß hilft immer. Ich ziehe mir den zum Kostüm gehörenden String über und fühle mich schon viel sicherer. Auch wenn mir der Gedanke, das ich es in der Szene wieder ausziehen muss, ein flaues Gefühl bereitet.

Es klopft an der Tür uns unser Möchtegern Regisseur Max fragt nach Lexy. Nachdem ich das Kostüm komplett übergezogen habe, öffnet Sie die Tür und schaut ihn fragend an. Er versucht stotternd sein Anliegen vorzutragen.

„Na. Du weißt ja. Wir drehen eine Szene zwischen Freund und Freundin. Beide haben Spaß an den Fotos und auf beide hat das auch eine erotische Wirkung. Das sollte sich dann auch am Körper der Schauspielerin widerspiegeln. Verstehst du?“

„Wir sind Profis. Natürlich sind auch dafür Vorkehrungen getroffen.“ meint Sie und donnert die Tür vor seinen Augen zu.

Jetzt kann ich wirklich vor Scham im Boden versinken. Bisher hab ich hier keine Sprühflasche gesehen, mit der man meine Vagina anfeuchten könnte. Eisspray für die Brustwarzen ebenfalls nicht. Sie wird wohl nach der Schminkaktion davon ausgehen, dass ich von allein geil dabei werde. Anders kann ich mir es nicht vorstellen. Lexy ist eine Perfektionistin, bei der mir diese Tortur ansonsten mit Sicherheit nicht erspart geblieben wäre.

Barry kommt in den Wohnwagen.

„So. Mit dem Licht ist alles klar. Wir können anfangen.“

 

Ich trete aus dem Wohnwagen und sehe die Lichtung, an der das Set aufgebaut ist. Hinter der Kamera steht der Max. Es zeugt natürlich immer von immenser Qualität, wenn der Regisseur und Produzent auch gleichzeitig der Kameramann ist, denke ich mir augenrollend. Wenigstens nicht noch jemand Zusätzliches.

„Szene eins. Die Erste.“

Lächelnd gehe ich mit meinem Freund den Feldweg entlang. Ich sehe glücklich aus, seine Hand halten zu dürfen. Ich sehe zu ihm auf. Er ist derjenige der mir die Welt erklärt, und mein Gesicht muss das auch ausdrücken. Wenn ich mich fallen lasse, fängt er mich auf. Das ist das was der Zuschauer von der leichtgläubigen Freundin erwartet. Ich werde das vermitteln.

Er ist auch erstaunlich gut. Er lacht mir nett in die Augen. Die meisten Schauspieler lassen Emotionen die die Kamera nicht einfängt weg. Ich finde es wichtig aber, um sich in die Szene hineinzuversetzen. Wenn man sich wirklich wie die Freundin fühlt, nimmt man die Situation besser an. Er bewegt sich schnell und enthusiastisch mit dem Rücken zur Kamera, um die ersten Fotos von mir zu machen. Die Szene könnte was werden. Ich posiere fast aufrichtig freudig, das ich es mit einem Profi zu tun habe und nicht mit irgendeinem Greenhorn.

„Schnitt. Das Ding ist im Kasten. Du bist nicht umsonst ein Superstar.“

„Danke.“

„Trinkt noch in Ruhe eine Capri-Sonne und dann machen wir mit der Natursteinmauerszene weiter.“

 

Jetzt geht’s los. Es kommt hart auf hart. Ich sehe mich um. Carlos erwidert meinen Blick nicht. Er hat mich zwar schon auf den Fotos nackt gesehen, wird aber sicher auch seinen Spaß daran haben, das ganze einmal in Real mitzuerleben. Wer will es ihn auch verdenken. Im Normalfall ist mein Agent nicht beim Dreh dabei. Trotzdem kann ich ihn verstehen. Schließlich steht und fällt seine Karriere auch mit mir. Trina und Lexy versuchen scheinbar meine Aufregung wegzuwinken. Barry ist mit Max an den Feinabstimmungen am Set beschäftigt. Mein Filmlover Paul trinkt auch seine Capri-Sonne. Wieso bekommt der eigentlich Kirsche und ich muss mich mit Orange begnügen?

„Okay. Wir sind bereit. Alle auf ihre Plätze.“ ruft Max.

„Szene Zwei. Die Erste.“

Ich gehe mit ihn in Richtung Mauer. Wieder freue ich mich dämlich, während mein Gefühl beim Anblick dieser Natursteinmauer ein ganz Anderes wird. Er geht in die Hocke richtet die Kamera auf die Mauer. Ein Handzeichen macht mir klar, dass Ich jetzt dran bin mich auf die Mauer zu stellen. Freudig schaue ich ihn an. Ich sehe, wie er sich forschend umblickt. Es geht los.

„Wir sind alleine. Zieh dich aus Baby.“

Jetzt komm und reiß dich zusammen. Dein Gesicht muss „Überrede mich.“ sagen und nicht „Ich schneide dir die Eier ab.“ Ich schüttele grinsend mit dem Kopf.

„Los. Komm schon.“

Langsam fasse ich den Saum meines Kleides an. Ich spiele damit. Innerlich kotzend offenbare ich allen meinen Slip. Er reagiert nicht überrascht. Das ist schon einmal gut. Vielleicht bekommen wir es ja in einen Abwasch hin. Während ich mir das Kleid über den Kopf ziehe, kann ich endlich mal kurz dieses dümmliche Lächeln absetzen. Das tut irgendwie gut. Trotzdem darf ich nicht verzögern. Wenn mein Gesicht zu lang unter Schutz des Kleides bleibt, ist die Szene ruiniert. Also das Lächeln rauf und Kleid weg.

Ich posiere nun in sexy Unterwäsche vor der Kamera. Nun bin ich mir auf einmal nicht mehr so sicher, ob es gut war, die Altbacken-Unterwäsche nicht abgelehnt zu haben. Für den Film auf jeden Fall. Es ist schwer gleichzeitig für zwei Kameras zu posen. Natürlich ist die Set-Kamera, die das eigentliche Bild einfängt, die Entscheidende. Dem Zuschauer muss ich aber vermitteln, das ich natürlich für die Spiegelreflex meines Freundes posiere.

„Lege deinen Bürstenhalter ab, süße?“

Nicht das Gesicht verlieren. Zeige den Spaß. Welcher Autor kommt eigentlich auf die Idee, zu BH noch Bürstenhalter zu sagen. Okay. Es ist an der Zeit die Möpse zu zeigen. Einundzwanzig, zweiundzwanzig, dreiundzwanzig. Ich öffne den Träger und lasse meinen BH runter gleiten. Noch verdecke ich mit den Händen lasziv meinen Busen. Blicke dich jetzt nicht um und achte auf die Gesichter der anderen am Set. Konzentriere dich auf die Kamera und deinen Filmfreund.

Ich nehme die freudestrahlend die Hände nach oben. Hanny und Nanny sind frei. Das Schamgefühl überkommt mich. Halte gefälligst dein Lächeln aufrecht. Zu meinen Unbehagen kommt auch die Lust auf. Umso besser. Das ist ja das, was der Regisseur möchte. Schließlich ist eine Freundin, die von ihrem Macker geknipst wird, im Regelfall geil. Das weiß ich ja aus eigener Erfahrung.

„Jetzt das Höschen.“

Okay. Ganz ruhig. Jetzt ist Showtime. Wandele das Schamgefühl um. Verarbeite deine Lust in der Szene. Setze dazu ein freudiges schüchternes Gesicht auf. Wenn du das richtig umsetzt, wird die Szene perfekt. Ich fasse mein Höschenbund an. Wackle sexy mit den Hüften, aber nicht zu sehr. Unerfahrene Freundin und nicht Shakira. Ich ziehe meinen String nach unten und gehe dabei in die Hocke. Wieder ein kurzer Moment, in dem mein Gesichtsausdruck entspannen kann.

Komm schon hoch. Du schaffst das. Steh auf. Ich erhebe mich und stehe jetzt nackt vor Kamera. Nicht das Gesicht verziehen. Guck treudoof und tu so, als ob dich nur dein Freund, oder besser noch dein Held, sieht. Ich steige grazil die Treppe hinunter und setze mich auf die kannte der Mauer. Jetzt sei nicht feige. Der entscheidende Moment steht bevor. Mach deine Beine für die Kamera breit. Tue es, wie ein naives Mädel es auch tun würde. Trau dich.

Ich öffne die Beine und verberge die Tränen. Jeder kann mich so sehen. Barry, Carlos, Max und die Mädels. Natürlich auch Paul, der in der Pole Position sitzt. Ich trau mich gar nicht dran zu denken, dass genau das hier, Tausende von Kinobesuchern sehen werden. Ein Gefühl zwischen Scham, Geilheit und extremer Demütigung macht sich in mir breit. Schluck es runter. Halte deinen Gesichtsausdruck. Gucke geil, interessiert oder wenigstens neutral. Halte es gefälligst durch.

„Schnitt. Du bist genial. Unglaublich, wie du dein Programm runterratterst. Wir sind fertig.“

 

Trina und Lexy laufen mit dem schützenden Bademantel auf mich zu. Jetzt kann ich mich einkuscheln. Habe wärmende Arme um mich. So langsam kommt neben dem Gefühl, ausgenutzt geworden zu sein, auch wieder Sicherheit. Jetzt kann ich weinen. Ich nehme neben tröstenden Worten noch wahr, wie Trina Max und Paul den Marsch bläst, weil Sie sich nach meinen Wohlbefinden erkundigen wollen. Ich habe es hinter mir.

 

Epilog:

„Danke das Sie in unserer Talkshow erschienen sind. Was sagen Sie zu der Veröffentlichung ihrer Nacktaufnahmen?“

„Nun ja. Wissen Sie. Ich habe damit kein Problem. Mir geht’s da eher um die Qualität der Werke. Wenn mich etwas auf künstlerischer Ebene interessiert, habe ich auch kein Problem dafür meinen Körper zur Verfügung zu stellen. Das kann man auch an meinem letzten Filmprojekt sehen. Wenn man meinen Exfreund für private Nacktaufnahmen von mir Geld bezahlt, finde ich es nicht nur unglaublich billig, sondern ehrlich gesagt auch ziemlich dämlich. Ein kreatives Shooting günstiger für Hustler, schöner für die Leser und angenehmer für mich geworden. Wenn man sich für teure Amateurfotos lieber in rechtliche Grauzonen begibt. Bitte sehr. Das ringt mir aber nur ein müdes Lächeln ab.“ 

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