Michel und die Huren (Teil 2)

von Romanowsky
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Zur Kategorie: CMNF

Michel schreckte hoch. Irgend ein Geräusch hatte ich geweckt.

Er brauchte einen Moment, um zu erfassen wo er war.

Dann hörte er es wieder, ein dumpfes Grollen und Poltern. Wie ein Blitz traf ihn die Erkenntnis. Sie waren in Gefahr, in tödlicher Gefahr!

Er schälte sich aus den warmen Decken und schrie: „Aufwachen, aufwachen, wir müssen hier weg! 

Sofort!

Das Wasser kommt!“

Er mühte sich, im Laufen seine Hose anzuziehen und hüpfte auf die Lichtung zu den Pferden. Hektisch versuchte er diese loszubinden. Kunigunde die durch sein Geschrei erwacht war, sah ihn verwundert an.

„Was ist den los? Warum machst du so ein Geschrei?“

„Das Wasser, wir sind viel zu nah am Fluss. Die Flößer haben oben in den Bergen eine Schwallung geöffnet, um das Holz ins Tal zu spülen. Gleich steht hier alles unter Wasser.

Nun hörte auch Kunigunde dieses unheimliche Grummeln und Poltern, das sich beängstigend schnell näherte. Schnell kroch sie unter dem Wagen hervor und lief nackt, wie der Herr sie geschaffen hatte, zu Michel, dem im Umgang mit Pferden ungeübten Schweinehirten, um ihm zu helfen.

Durch den Lärm war auch Jakob erwacht. Er sah verschlafen aus dem Fuhrwerk. Doch dann erfasste er, dass etwas nicht stimmte und sprang heraus um Michel und Kunigunde mit den Pferden zu helfen. Mit Grausen sah Michel eine braun schäumende Wasserwand das Flussbett herunterdonnern. Aus der dunklen Brühe lugten immer wieder Baumstämme hervor, die krachend gegen die Felsen polterten. Nur noch Augenblicke und die Flutwelle würde ihren Lagerplatz erreichen.

Die Pferde waren eingespannt und Jakob trieb die beunruhigten Tiere mit der Peitsche an. Langsam setzte sich der Wagen in Bewegung. Der Wasserspiegel stieg rasant an. Die Hinterräder standen schon in der Flut. Ein mächtiger Baumstamm trieb direkt auf das Gespann zu. Dann, im letzten Moment verkeilte er sich zwischen zwei großen Steinblöcken im Fluss.

Mit gemeinsamen Anstrengungen schafften es die Drei, das Fuhrwerk aus der Gefahrenzone zu bringen. Verstört blickten sie Kunigundes Habe nach, die diese während der Nacht unter dem Wagen gelagert hatte und die nun vom Wasser davongetragen wurden. Immer mehr Baumstämme wurden an ihnen vorbei die Schlucht hinuntergespült.

Nach einiger Zeit ließ die Wucht des Wassers nach.

„Was war das denn?“, fragte Jakob dem der Schrecken noch immer ins Gesicht geschrieben stand.

„Tut mir leid, ich hätte es wissen müssen, dass wir viel zu nahe am Ufer gelagert hatten. Solche Flutwellen gibt es hier öfters. Das waren die Flößer. Diese bauen in den oberen Seitentälern Schwallungen, hinter denen sie das Wasser aufstauen. Im Flussbett lagern sie das Holz, das abtransportiert werden soll. Dann öffnen sie die Schleusen und die Flutwelle spült das Holz ins Tal. Am Talausgang, unterhalb der Burg der Ebersteiner werden die Stämme dann zu großen Flößen zusammengebunden und über die Murg und den Rhein bis nach Köln geschafft.“

„Meine Kleider, meine Decken, meine ganzen Habe, alles hat das Wasser mitgerissen“, jammerte Kunigunde. Erst jetzt nahm Michel wahr, dass Kunigunde splitternackt war.

Da Gudrun deutlich kleiner als Kunigunde war, konnte ihr diese auch nicht mit eigenen Kleidern aushelfen. Reinhilde hätte ihr das Sonntagsgewand überlassen können, Aber Jakob hatte Bedenken, dass dieses hier draußen in der Wildnis verschmutzt oder gar zerrissen werden könnte. Unordentliche und schmutzige Kleidung schmälern jedoch die Einnahmen einer Dirne und damit auch seine eigenen. Deshalb ordnete er an, dass Kunigunde nackt bleiben solle. Hier im Wald würde sich kaum jemand daran stören.

Langsam setzte sich der Trupp in Bewegung. Jakob dirigierte das Gespann den von Ochsenkarren ausgesetuten Weg hinauf. Die Frauen saßen auf dem Wagen und ließen ihre Beine hinten hinunter baumeln. Michel trottete hinterher. Dabei hatte er Gelegenheit Kunigundes Körper genauestens zu studieren. Mit jedem Stein, über den das Fuhrwerk rumpelte, wankten ihre Brüst hin und her.

Der Weg wurde steiler. Um den Pferden ihre Arbeit nicht unnötig zu erschweren mussten die Frauen absteigen und ebenfalls zu Fuß gehen.

Michel fand es sehr erregend, wie Kunigunde nun nackt vor ihm her lief und aufreizend mit den Hüften wackelte. In seiner Hose wurde es schon wieder zu eng. Am Liebsten hätte er sich auf sie gestürzt und mit ihr das geübt, was sie ihn letzte nacht gelehrt hatte.

Plötzlich hörten sie Stimmen. Sie kamen vom Fluss. Dort machten sich mehrere Männer an Holzstämmen zu schaffen, die sich im Bachbett zwischen großen Steinen verkeilt hatten.

„Das sind Flößer, die die eingeklemmten Stämme freilegen, damit sie mit der nächsten Flözung mitgespült werden,“ erklärte Michel.

Dann erregte die nackte Frau die Aufmerksamkeit der dunklen Gesellen. Es dauerte nicht lange und die Truppe war von zwölf raubeinigen Flößern umringt.

„Ha, was ist das denn? Jetzt kommen die Huren schon zu uns in den Wald. Die können es wohl gar nicht erwarten, bis wir mit unseren Flößen wieder nach Mainz oder Köln kommen“, scherzte ein besonders großer Kerl, der offensichtlich der Anführer der Gruppe war.

Jakob, der ein gutes Geschäft witterte reagierte sofort. In den höchsten Tönen lobte er die Vorzüge seiner Dirnen. Da Kunigunde ohnehin nackt war, konnte sich jeder Mann auch gleich von der Schönheit der Damen überzeugen. Für Reinhilde, die ja nun nicht mehr die Jüngste war, wollte Jakob einen Kreuzer haben. Für Gudrun, die noch sehr jung und nicht sehr erfahren war, brauchten die wilden Kerle drei Pfennige bezahlen. Kunigunde, sozusagen Jakobs bestes Pferd im Stall sollte jeden Freier einen halben Batzen kosten. Es dauerte nicht lange und die Männer waren sich handelseinig. Für einen Einheitspreis von zusammen drei Batzen durfte jeder Flößer einmal zu einem Weib liegen.

Michel war geschockt. Ihm wurde übel, als er sich vorstellte, wie diese wilden Kerle gleich über den wunderbaren Körper von Kunigunde herfallen würden. „Das kann Jakob doch nicht tun, der kann euch doch nicht einfach verkaufen“, flüsterte er Kunigunde zu.

„Doch, natürlich kann er das. Wir sind Huren, wir verdienen damit unseren Lebensunterhalt. Und so ein gutes Geschäft machen wir nicht alle Tage. Sei unbesorgt, das schaffen wir schon. Wenn du uns behilflich sein willst, achte darauf, dass sich die wilden Burschen am Fluss richtig waschen, bevor sie zu uns liegen. Ich mag es nicht, wenn ich ihre stinkenden Ruten in den Mund nehmen muss.“ Michel, der erstaunt war, wie selbstverständlich es Kunigunde hinnahm, dass sie diesen Burschen zu Willen sein sollte, bemühte sich ihr den geäußerten Wunsch zu erfüllen. Er forderte jeden Flößer, den Jakob abkassiert hatte, auf, ihm zum Fluss zu folgen und sich dort zu waschen. Einige murrten, weil sie dies für unnötig hielten. Sie wollten ja nur ein paar Huren bespringen. Sich deshalb vorher zu waschen hielten sie für unnötig. Dennoch fügten sich alle.

Die Frauen hatten im Wagen ihr Liebesnest hergerichtet. Die Männer stellten sich hinter dem Wagen in einer Reihe auf. Dann durften die ersten Drei in den Wagen. Schon kurz darauf waren von innen klatschende Geräusche, Brummen und Stöhnen zu hören. Unterbrochen wurde die Geräuschkulisse immer wieder von spitzen Lustschreien aber auch deftigen Beschimpfungen, wenn einer der Holzknechte zu derb zupackte.

Nachdem die ersten Flößer ihre Säfte verspritzt hatten, stiegen die Nächsten in den Wagen um ebenfalls Erleichterung zu suchen.

Die Sonne hatte den Zenit bereits überschritten, als endlich der letzte Bursche ausgepumpt und erschöpft aus dem Wagen purzelte. Die Ersten waren schon wieder bei Kräften und wollten mit Jakob über einen zweiten Durchgang verhandeln. Der Größte unter den Flößern, der Anführer, gebot jedoch Einhalt. „Wir haben noch ein schweres Tagwerk vor uns. Ihr dürft euere Kräfte nicht in den Schößen der Huren verplempern. Ihr werdet sie noch anderweitig gebrauchen.“

Langsam sammelte er seine Leute um sich. Er bedankte sich bei Jakob für die willkommene Abwechslung, die seine Huren den Männern bereitet hatten. Dann zogen sie wieder hinab in das Flussbett um ihr Tagwerk fortzusetzen.

„Ich denke, wir haben uns alle ein kräftigendes Mahl verdient. Rasch, Gudrun sammle Feuerholz, Michel nimm den Kessel und hole Wasser vom Fluss“, trieb Jakob seine Leute an und holte die Vorräte aus dem Wagen.

Einige Zeit später saßen Jakob, Michel und die Huren satt und zufrieden um das Lagerfeuer. Kunigunde saß mit gespreizten Schenkeln genau gegenüber von Michel. Sie untersuchte ihre feucht glänzende Spalte. „Ich glaube, ich bin da überall wund. Sechs Männer auf einmal sind einfach zu viel.“

„Wieso sechs, ihr wart doch zu dritt, das wären also vier Männer pro Frau“, rechnete Michel ihr vor.„Ja schon, aber sieh mal Gudrun an, die ist noch jünger als du. Für ihren zarten Körper wären vier solche groben Kerle einfach zu viel gewesen. Deshalb habe ich noch zwei von ihr übernommen.“

Am frühen Nachmittag zog das Häuflein weiter. Sie wollten bis zum Einbruch der Dunkelheit noch an der Vogtei Roedt vorbei kommen.

In Schwarzenberg stießen sie auf die Meiler einer Köhlerei. Die Köhler verarbeiteten hier Holz zu Kohle, die  in der Glashütte an der Schönmünz benötigt wurde. Die Köhlerburschen wurden ganz aufgeregt, als sie die Fahrensleute mit der nackten Frau sahen. Einer von ihnen wollte mit Jakob den Preis für Liebesdienste seiner Huren aushandeln. Sein Eheweib, die wohl bemerkte was ihr Mann da vor hatte, fing an fürchterlich zu keifen. Sie beschimpfte und bespuckte die Dirnen und bewarf ihren Gatten mit Holzbrocken, bis dieser die Flucht ergriff.

Kunigunde war eigentlich ganz froh, dass das Geschäft nicht zustande kam und sie unverrichteter Dinge weiterziehen mussten. Ihr taten die Glieder immer noch weh, von der nicht gerade zimperlichen Behandlung durch die Flößer. Ihr Körper wies zahlreiche blaue Flecken auf.

Am späten Nachmittag weitete sich das Tal. Sie hatten die gefährliche Schlucht hinter sich gelassen. Sie passierten die Vogtei Roedt. Der Flecken bestand nur aus einigen Gehöften und einem winzigen Kramladen.

Kurz bevor die Dämmerung einsetzte, erreichten sie Reichenbach. Neben dem Kloster und der Klosterkirche gab es auch einen Bäcker, einen Krämer und einige Handwerker die sich hier niedergelassen hatten. Jakob beschloss am Ortseingang das Lager für die Nacht aufzuschlagen. Auch hier war es den Dirnen, wie in vielen anderen Orten auch, nicht gestattet im Dorf zu nächtigen weil die Kirchenmänner um die Moral ihrer Schäfchen fürchteten.

Jakob beauftragte Michel, mit Kunigunde ins Dorf zu laufen und einen Schneider aufzusuchen, der ihr ein neues Kleid nähen solle. Der Hurenlohn, den sich Kunigunde bei der Flößern erarbeitet hatte müsste dafür ausreichend sein.

Während sich Jakob um das Nachtlager kümmerte, machten sich Michel und Kunigunde auf den Weg. Soweit sich Michel erinnern konnte, gab es unmittelbar neben der Klosterkirche einen Schneider. Im Schutz von Büschen und Zäunen schlichen die Beiden bis zu seinem Haus. Michel wollte mit der nackten Kunigunde kein Aufsehen erregen. Mit den sittenstrengen Mönchen wäre sicherlich nicht zu spaßen, wenn sie diesen in die Hände fielen.

Sie näherten sich dem Haus des Schneiders von der Rückseite. Michel klopfte am Fensterladen. Als sich nichts rührte rüttelte er etwas kräftiger an dem verschlossenen Laden. Rechts neben ihm öffnete sich eine Hintertür und ein kleines verhutzeltes Männchen spähte durch den Spalt. Als das Männchen die nackte Frau erblickte schloss er die Tür ganz schnell wieder. Es dauerte einen Moment und die Tür öffnete sich wieder. Dieses mal öffnete sie sich ganz und der Schneider und sein Weib standen im Rahmen. „Um des Herren Willen, was ist denn mit euch passiert?“, fragte des Schneiders Weib entsetzt.

Wir sind am Fluss unten in der Schlucht von einem Wasserschwall überrascht worden und alle meine Habseligkeiten wurden fortgespült. Sogar meine Kleider habe ich verloren und konnte nur mein nacktes Leben retten.“

„So kommt doch herein, an den warmen Herd, ihr holt euch da draußen ja noch den Tod“, lud die Schneidersgattin die beiden Fremden in ihre Stube ein.

Michel erklärte, dass sie auf der Durchreise seien und dass sein Weib, als das er Kunigunde ausgab, dringend ein neues Kleid bräuchte. Er wusste nicht, wie die Leute reagieren würden, wenn sie erführen, dass Kunigunde eine Hure ist. Deshalb behalf er sich mit dieser Notlüge.

„Ja könnt ihr ein neues Kleid denn bezahlen?“, kam die misstrauische Frage des buckligen Schneiders. „Wenn ihr alles verloren habt und nun mittellos seid, kann ich euch nicht helfen. Ich kann euch kein Kleid schenken, auch ich habe einen Haufen hungriger Mäuler zu stopfen.“

„Macht euch keine Sorgen, wir haben nicht alles verloren, nur ihre Kleider. Bezahlen können wir sehr wohl.“ Michel zeigte einen Lederbeutel in dem die Münzen klimperten, mit denen die Flößer die Hurendienste bezahlt hatten. Die Augen des Schneiders begannen zu leuchten.

„Wir müssen aber morgen weiterziehen, wir wollen nach Konstanz, dort haben wir eine Audienz beim Papst, der dort zum Konzil weilt“,. prahlte Michel.

Der Schneider und seine Frau waren sehr beeindruckt, aber auch geschäftstüchtig. Der Schneider versprach noch am gleichen Abend mit dem Nähen eines Kleides anzufangen. Jedoch müsse er für die Kerzen, die er benötigte, wenn er des nachts nähen müsse, einen extra Obolus in Rechnung stellen.

Michel versprach dem Schneider einen ganzen Batzen, wenn das Kleid bis zum nächsten Tag, zum Morgenleuten fertig sei. Allerdings müsste bei diesem Preis auch noch eine Decke als Zugabe drin sein.

Per Handschlag besiegelten die beiden Männer der Vertrag. 

„Doch bevor ich beginnen kann, solltet ihr euch das Tuch aussuchen, das ich für das Kleid verwenden soll. Außerdem muss ich genau Maß nehmen, damit das Kleid auch richtig passt.“ Dabei fiel sein lüsterner Blick auf die nackte Kunigunde. Es fehlte nicht viel und der Schneidermeister hätte angefangen zu sabbern.

Beim Maßnehmen stellte er sich recht ungeschickt an. Immer wieder rutschte seine Messschnur ab. Wie zufällig berührte er dabei immer wieder Kunigundes Busen oder ihren Hintern. Auch als er von ihren Sohlen bis in den Schritt messen wollte, nahm er es sehr genau. Dabei kniete er vor der nackten Frau und hatte ihren Schoß nur eine Hand breit vor seinem Gesicht. Er konnte alles genauestens sehen.

Doch irgendwann gab es nichts mehr zu messen.

Kunigunde erklärte dem Schneider, dass sie am Rocksaum rundherum gleichmäßig verteilt Schlaufen eingenäht haben wolle. Ebenso an den Ärmeln des Kleides. Dass sie diese benötigte, um später das gelbe Hurenband einzuziehen, verriet sie ihm wohlweislich nicht. Sie war sich sicher, dass der Schneider ohnehin kein gelbes Band besaß, da es in diesem frommen Ort bestimmt keine Huren gab. Hier könnte ihr bestimmt Reinhilde aushelfen, die in ihrem Gepäck immer einen Vorrat an gelben Bändern mitführte.

Das Weib des Schneiders, das zwischenzeitlich verschwunden war, trat nun in die Stube und gab Kunigunde einem Unterkleid von sich. Sie meinte, sie könne ja dieses anziehen, bis ihr neues Kleid fertig sei. Sie könne sich ja unmöglich nackt im Klosterhof einquartieren. Kunigunde bedankte sich überschwänglich und lies die Alte in dem Glauben, dass sie mit Michel im Klosterhof logierte. Dann verabschiedeten sich die Beiden, nahmen ihre neue Decke und kündigten an, am nächsten Tag pünktlich zum Morgenleuten wieder zu kommen.

 

******

 

Am Dorfrand hatte Jakob in der Zwischenzeit das Nachtlager aufgebaut. Das Lagerfeuer brannte und für alle gab es Haferbrei, den sie begierig aus der großen Schüssel löffelten. Hinterher gab es für jeden noch einen Apfel, den Gudrun von einem der Obstbäume am Wegrand gestohlen hatte. Kunigunde, die mit den Flößern die meiste Arbeit hatte, durfte in dieser Nacht bei Jakob im Wagen schlafen. Reinhilde und Gudrun sollten zusammen mit Michel unter dem Wagen übernachten.

Michel zog seine Hose aus und rollte sie zu einem Kopfkissen zusammen. Dann schlüpfte er nackt unter die Decke. Auch Reinhilde und Gudrun legten ihre Kleider ab. Leider war es schon so dunkel, dass Michel ihre Körper nur noch als dunkle Schemen erkennen konnte.

Reinhilde legte sich rechts neben Michel und schmiegte sich eng an ihn, um sich zu wärmen. Dann spürte Michel. Wie sich Gudrun von der linken Seite an ihn kuschelte.

Wie er so zwischen den beiden nackten Frauen lag, bemerkte er, wie ihn das Stangenfieber packte und seine Rute immer größer und steifer wurde. Er konnte seine Hände nicht länger bei sich behalten. Er ertastete rechts  neben sich einen weichen üppigen Frauenschenkel. Die andere Hand fand zu seiner linken den schlanken Jungmädchenschenkel Gudruns. Er wagte sich weiter vor und ertastete Haare. Dann erreichten seine Fingerspitzen die geheimnisvolle Spalte, die wohl jedes Weib als solches auszeichnete.

Michel war klar, dass jede ehrbare Jungfer spätestens jetzt schreiend davon gerannt wäre. Doch die beiden Weiber zu seiner Seite waren Huren. Diese waren überhaupt nicht schüchtern.

Völlig überrascht fühlte er plötzlich zwei Frauenhände an seinem Gemächt. Reinhilde beugte sich über Michel. Ihre Brüste streiften über seinen Oberkörper und er spürte ihre harten Nippel. Dann wurde es an der Spitze seiner Rute warm und feucht. Reinhilde hatte seine Männlichkeit in ihrem Mund aufgenommen. Eine Frau, die mit 35 Lenzen nur unwesentlich jünger als seine eigene Mutter, versündigte sich an ihm.

Doch nicht genug damit, nach einer Weile hörte sie auf und forderte ihre Tochter auf, es ihr gleich zu tun. Diese kam über Michel und verschluckte seinen steifen Stab, bis ihre Lippen seinen Sack berührten. Michel spürte schon bald die Säfte in seinen Lenden aufsteigen. In der Nacht zuvor hatte er dies schon einmal mit Kunigunde verspürt. Kurz darauf hatte er sich in ihr ergossen. Dies durfte dieses mal nicht geschehen. Um keinen Preis der Welt durfte er einer der Frauen in den Mund spritzen. Dies war eine der schwersten Sünden die es gab. Ewige Verdammnis wäre die Strafe. Von den Patres wusste er, dass ein Erguss in den Mund vom Allmächtigen genau so hart bestraft würde, als würde er bei einem Manne liegen oder sich an der Ziege vergehen.

So schwitzte Michel Blut und Wasser, aber die beiden Weiber machten sich offensichtlich einen Spaß daraus ihn ins Verderben zu stürzen. Immer wieder versenkten sie seine Rute in ihren Hurenmündern und kneteten seine Sack, bis dieser hart und fest wurde.

Michel hatte gekämpft und sein Bestes gegeben, aber irgendwann verlor er die Kontrolle über seinen Körper. Schauer schüttelten ihn, als er seine Säfte schließlich in Gudruns Mund entlud.

Reinhilde lobte ihre Tochter und meinte, dass sie einmal eine gute Hure werden würde und den Männern bestimmt noch viele Kreuzer aus dem Beutel leiern könne. Doch nun solle sie das, was sie von Michel empfangen hätte, erst mal schlucken.

Gudrun jedoch hatte andere Pläne. Michel spürte ihre kleinen spitzen Brüste über seinen Oberkörper streifen. Dann presste sie ihre Lippen auf seinen Mund und küsste ihn. Er öffnete seine Lippen und eine Flut aus merkwürdig schmeckendem Schleim wechselte den Besitzer. Michel war so verblüfft und erschrocken, dass er zunächst alles schluckte, um dann nach Luft zu schnappen. Die beiden Frauen brachen in schallendes Gelächter aus. Sie lachten und kicherten, bis Jakob von oben im Wagen Ruhe gebot.

Bald darauf waren die zwei Weiber eingeschlafen. Nur Michel lag noch wach. Die letzten zwei Tage hatten sein Leben total verändert. Er war nicht mehr der naive Schweinehirte. Drei Huren hatten ihn zum Manne gemacht.

 

******

 

Als Michel erwachte, waren Jakob und seine Weiber schon fleißig. Jemand hatte schon Ziegenmilch und Brot besorgt. Auf Michel wartete eine dampfende Milchsuppe. Allerdings musste er sich sputen. Er musste mit Kunigunde ja pünktlich zum Morgenleuten beim Schneider sein, um ihr neues Kleid abzuholen.

Fröhlich schlenderten die Beiden ins Dorf. Kunigunde trug immer noch das Untergewand der Schneidersgattin. Einige Knechte und Mägde die ihnen über den Weg liefen, schauten zwar etwas verwundert, als sie Kunigundes seltsamen Aufzug sahen. Jedoch wurden sie von niemandem belästigt oder aufgehalten.

Als der Schneider ihnen die Tür öffnete, sah er noch etwas verschlafen aus. Scheinbar hatte er wirklich die ganze Nacht gearbeitet um Kunigundes neues Kleid fertig zu stellen. Sofort schlüpfte sie hinein und siehe da, es passte wie angegossen. So ein schönes Kleid hatte sie noch nie besessen, schwärmte sie.

Während Michel mit dem Schneider das Finanzielle regelte, nahm des Schneiders Weib Kunigunde mit in ihre Schlafkammer. Dort konnte sie sich noch einmal ausziehen. Sie trug unter dem neuen Gewand ja immer noch das Unterkleid, das ihr die Frau am Vorabend geliehen hatte. Dieses musste sie ja zurückgeben. Dann schlüpfte sie  wieder in ihr neues Kleid. Dieses brachte ihre weiblichen Formen bestens zur Geltung. Auch die Schlaufen hatte der Schneider angebracht, wie sie es ihm aufgetragen hatte. Wenn sie erst die gelben Hurenbänder eingezogen hätte, würde sie noch verführerischer darin aussehen. Die Freier würden sich um sie reißen. 

Als Michel und Kunigunde in ihr Lager zurück kamen , hatten die Anderen schon alles gepackt. Michels Arbeit als Führer war hiermit beendet. Jakob bezahlte ihm seinen Lohn aus. Er gab ihm einen Kreuzer und drei Pfennige. Damit könnte sich Michel ein neues Hemd schneidern lassen. Das alte war ja von den Fluten der Murg hinweggerissen worden. Oder er könnte sich ein paar Schuhe kaufen. Er hatte noch nie Schuhe besessen. Michel zögerte. Sollte er wirklich in sein Dorf zurückkehren, zu seinen Schweinen? Oder sollte er mit den Fahrenden Leuten nach Konstanz ziehen, um etwas von der großen weiten zu Welt sehen?

Michel wäre zu gerne mit Jakob und seinen Huren weiter gezogen, hinaus in die weite Welt. Er war noch nie weiter wie Reichenbach gekommen. Andererseits plagten ihn auch Zweifel. Auf dem Hof seines Vaters hatte er als Schweinehirte sein Auskommen. Doch wovon sollte er in der Fremde leben?

Michel beschloss in sein Dorf zurückzukehren. Kunigunde und ihre Gefährtinnen waren enttäuscht, akzeptierten jedoch seine Entscheidung. Jakob verabschiedete sich per Handschlag von dem Schweinehirten.

Kunigunde fiel ihm um den Hals und küsste ihn. Er spürte ihre Brüste, die ungestüm gegen seinen Oberkörper drückten. Auch Reinhilde umarmte ihn zum Abschied noch einmal innig. „Junge, komm gut nach Hause und vergiss uns nicht“, flüsterte sie ihm ins Ohr. „Schade, dass du nicht mitkommst“, meine Gudrun. „Wir hätten bestimmt noch viel Spaß miteinander gehabt.“

Michel drehte sich um und machte sich auf den Weg, talabwärts. Ein letztes Mal drehte er sich um und sah, wie sich das Gespann langsam in Richtung Dorf bewegte. Dann war er alleine.


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Ende Teil 2

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